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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 11:08:52 *
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Autor Thema: manchmal verliert man und manchmal gewinnen andere  (Gelesen 1139 mal)
alex79
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« am: 20. Juni 2006, 23:33:54 »

Hallo an alle!

hmm...seit Februar bin ich ein mehr oder weniger glücklicher Papa eines gesunden Sohnes. Naja, es war aus diversen Gründen ein Wunschkind. Doch aus diesem Traum folgte ein böses Erwachen, denn bereits eine Woche nach feststellung der Schwangerschaft trennte ich mich von meiner Freundin bzw. ihr Verhalten liess nichts anderes zu. Wir zogen alles per SMS durch, da sie nichtmal mehr zu einem Gespräch bereit war. Das alles geschah vor ziemlich genau 12 Monaten. Es folgte bis August verständlicherweise gemeine SMS, weil sie ja bereits mit dem zusammen war, der uns auseinander gebracht hat. Doch dann änderte sie ihre Nr. und so sah ich sie erst im Krankenhaus nach der Geburt wieder, denn sie lehnte jeglichen Kontakt ab.
So, unser Sohn war auf der Welt und ich war superglücklich, denn ich bereute diese Entscheidung trotzdem nicht.
Doch im Laufe der Tage und Wochen bekam ich wieder zu hören, wie schlecht ich bin, und dass die Mutter nur wegen dem Kind noch mit mir spricht. Naja, sie sagt mir nicht, wo und wie mein Sohn lebt, noch habe ich eine Telefonnr. Alles zu ihrem Schutz, sagt sie. Ich werde wie ein perverser Triebtäter behandelt, obwohl ich ihr nie etwas antat oder mit etwas gedroht habe. Und so sind ihre Eltern der einzige Kontakt...alles läuft über sie. Ab und zu, 5 mal, haben wir uns getroffen, was aber von ihrer Seite mehr eine lästige Pflicht war. Ich bin zum erduldeten **tsts - ID 28** reduziert worden. Also schrieb ich ihr, dass ich es unter diesen Umständen besser 'verkrafte', wenn wir den Kontakt ruhen lassen. Das war vor 7 Wochen. Und nun erfahre ich durch ihre Briefe an meine Eltern, dass sie umzieht...ca. 300 Km weit weg. Naja...ich gebe tatsächlich mein Kind auf, weil ich keine Kraft mehr habe, mit ihr zu diskutieren. Sie ist eine Frau, bei der man immer den kürzeren zieht, weil sie sich wunderbar als armes Opfer darstellen kann. Und das Beste kommt ja noch: Sie zieht zu demjenigen, der uns letztes Jahr so auseinandertrieb. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass sie ihn aus einem Selbstmordforum kennt und er ein 30jähriger Soziopath mit BPS ist. Er hat sie gegen mich aufgehetzt und sie sich selbst gefügig gemacht. Und als Vergewaltigungsopfer war sie für ihn eine leichte Beute.

Hmm...sie hat nun alles: ihr Kind, Jemand der zahlt und ma wieder einen Kerl in ihrem Bett. Und ich stehe da und hänge Bilder von meinem Sohn an die Wand, um sie Stundenlang anzustarren. Ich liebe ihn über alles, doch habe keine Kraft mehr, für ihn zu kämpfen.

Danke fürs lesen!!


LG
alex
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Beiträge: 154



« Antwort #1 am: 21. Juni 2006, 01:05:07 »

Hi Alex,

erstmal herzlich willkommen bei Vatersein!

Hast du die Vaterschaft anerkannt bekommen?
Hat sie dir das Sorgerecht gegeben?

Sind deine persönliche Verhältnisse stabil? D.h. hättest du die Möglichkeit deinen Sohn ein (besseres)
Zuhause zu bieten? Willst du das?

Gruß Stephan

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Manche Ehemänner halten es für einen unglücklichen Zufall, dass sie und ihre Frau am selben Tag geheiratet haben.

Heute ist eine Ehe schon glücklich, wenn man dreimal die Scheidung verschiebt
alex79
Frischling

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Beiträge: 5


« Antwort #2 am: 21. Juni 2006, 10:38:10 »

Hallo!

Danke für die schnelle Antwort!


Also ich habe die Vaterschaft anerkannt. Warum auch nicht? Es is ohne Zweifel mein Kind und das is schon jetzt nicht zu übersehen.

Sorgerecht habe ich nich...naja, wir haben ja auch nie über so etwas geredet. Als ich letztes Jahr mit ihr reden wollte, weil es ja bei so einer Trennung Fragen gibt, wollte sie die Polizei holen, falls ich vor ihrer Tür stehe. Und so kam es nie zu einem Gespräch, was nun wird.

Und meine persönlichen Verhältnisse würde ich mal nicht als stabil bezeichnen. Ich bin ausgebildeter Pilot, aber schon seit längerem arbeitslos. Daran leide ich auch sehr und bin daher nicht gerade besonders 'stark' Ich lebe also von Hartz4 und werde im Herbst ein Studium beginnen, um nich ganz geistig stehen zu bleiben. Von daher kann ich alleine meinem Sohn kein guter Papa sein. Und das letzte Jahr hat mich ja nun zusätzlich noch mal richtig nach unten gezogen. Das soll aber nich heissen, dass ich jetzt ein depressiver Alkoholiker bin*g* Es fällt mir halt nur sehr schwer, den Kopf oben zu behalten.

ok...

alex
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Beiträge: 154



« Antwort #3 am: 21. Juni 2006, 11:12:43 »

Gut du hast die Vaterschaft deshalb sollst du auch zahlen, das ist deine Pflicht als Vater aber wer Pflichten hat hat auch Ansprüche. Du hast auf jeden Fall das Recht deinen Sohn regelmäßig (We alle 14 Tage) zu sehen.
Natürlich müssen für so einen Umgang die Umstände vernünftig sein. Deshalb würde ich dir raten so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen nicht für dich sondern für deinen Sohn. Versuch aus deiner desolaten Situation rauszukommen wenn nicht alleine dann mit Hilfe.
Erkundige dich im JA wie deine Möglichkeiten aussehen an deinen Sohn ranzukommen.

Er lebt bei der KM scheinbar nicht unter besten Umständen, vielleicht ist das deine Chance in gewisser Zeit, wenn du dein Leben in den Griff bekommen hast, mehr Zeit mit deinen Sohn zu verbringen. Vielleicht geht auch mehr auch wenn du kein Sorgerecht hast.


Hmm...sie hat nun alles: ihr Kind, Jemand der zahlt und ma wieder einen Kerl in ihrem Bett. Und ich stehe da und hänge Bilder von meinem Sohn an die Wand, um sie Stundenlang anzustarren. Ich liebe ihn über alles, doch habe keine Kraft mehr, für ihn zu kämpfen.



Das sie einen Kerl hat oder wie auch immer muss dir sowas am A**** vorbei gehen. Denk an das Kind und an dich und vergiss sie.

Das anstarren hilft nicht, werd aktiv! Such dir nen Nebenjob und geh studieren.
Wenn du deinen Sohn liebst dann musst du kämpfen und der Kampf wird hart sein aber er wird sich lohnen.

Hier ich schicke dir ganz viel Kraft von einen anderen Papa rüber...nutze sie!

Gruß Stephan
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alex79
Frischling

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Beiträge: 5


« Antwort #4 am: 21. Juni 2006, 11:36:40 »

ja, ich weiß, dass ich Pflichten habe. Ich zahle sogar gerne, weil es eben für meinen Sohn ist...wegen dem Unterhalt gabs da nie Probleme.
Und das mit dem 14tägigen Besuch war ja soweit auch geklärt. Nur hat es mich eben gestört, dass alles über ihre Eltern ging und ich nicht einmal sehen darf, wo mein Sohn ins Bettchen geht. Und da mache ich so nicht länger mit!
Und so desolat is meine Situation nicht*g*
Naja, morgen früh is der Mensch vom JA wieder zu erreichen und da wollte ich sowieso mal mit ihm reden. Ma schauen, was er so meint.
Ich hatte mir halt nur immer vorgenommen, mit meinem Sohn und ihr menschlich umzugehen, ohne diesen ganzen Behördenkram. Ich kann es nämlich nicht gerade befürworten, dass Behörden so über Kinder entscheiden.

Und was ihren Freund angeht. Wie gesagt, ich kenne ihn so, dass er mehrmals mit Suizid gedroht und bei ihr den Hobbypsychologen gespielt hat. Das ganze Haus war in Aufregung, wenn ma wieder ein Brief von ihm im Postkasten lag. Und ich kann eben nicht verstehen, dass solche Menschen ungehindert zu meinen Sohn können, während mir als leiblichen Vater alles so vorgeschrieben wird. Da zweifel ich oft an den tollen Gesetzen...aber so is das halt und wie ich in den letzten Monaten gesehen habe, geht es leider sehr vielen Männern so.


also vielen Dank für deine Worte und dir auch alles Gute!


der alex

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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 154



« Antwort #5 am: 21. Juni 2006, 11:59:54 »

Hi Alex,

gut das du zum JA schon Kontakt aufgenommen hast, gehe ruhig und besonnen daran.

Sehr gut das deine Situation nicht so desolat ist :-) Hatte den Eindruck das du sehr verzweifelt bist. Wollte dir nicht zu nahe treten.

Hast du schon mal über einen Beratungsschein beim Amtsgericht nachgedacht? Damit du dich mal über deine Perspektiven bei einen Familienanwalt erkunden kannst? Wäre in deinen Fall wohl kostenlos (eventuell eine kleine Gebühr).

Natürlich sollte man so menschlich wie möglich versuchen an die Sache ranzugehen. Doch deine Exe scheint ja auch nicht vernünftig mit dir umzugehen somit solltest du über deine rechtlichen Ansprüche informiert sein. D.h. sie dann natürlich auch durchzusetzen. Ich habe den Eindruck das du bisher alles richtig gemacht hast, du zahlst gerne was dir möglich ist, du suchst den Kontakt zu deinen Kind und machst dir Sorgen, du hast bisher versucht das vernünftig zu regeln. Somit hast du dir nichts vorzuwerfen das ist wichtig.

Was den Freund angeht sollte er dir natürlich egal sein aber nicht der Umstand das das negativ auf deinen Sohn wirkt. Er ist zwar noch sehr klein und kriegt nicht viel mit aber es muss ihm gut gehen. Das wird auch das JA interessieren, sei ehrlich und erzähle denen das du dir Sorgen machst.

Gruß Stephan
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kuwe
Gast
« Antwort #6 am: 21. Juni 2006, 12:20:57 »

@ Alex

"Ich liebe ihn über alles, doch habe keine Kraft mehr, für ihn zu kämpfen."


Doch, die hast du, Du bist nur im Moment in einem seelischen Tief, aus dem Du Dich selber erstmal rauskämpfen mußt. Aber das wird schon.

Ich drück Dir die Daumen, dein Kind ist es wert....

Gruß Kuwe
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alex79
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« Antwort #7 am: 21. Juni 2006, 16:11:56 »

  Danke an euch Beide!
Solche aufbauenden Worte geben mir etwas Zuversicht.

Oft denke ich daran, dass es absolut doof is, dass es Seiten wie diese gibt! Kinder sollten doch nie ein Grund sein, dass Menschen damit unglücklich werden, oder? Mir persönlich tut es sehr Leid, dass um unseren Sohn herum so eine Situation entstanden ist! Er lacht doch immer so viel, ist so hilflos und braucht starke Eltern. Und inzwischen habe ich ihn seit 7 Wochen für mich 'abgeschrieben' exclamation_smile exclamation_smile

Vielleicht sollte ich der Mutter doch nochmal einen Brief schreiben und sachlich mit ihr reden. Denn ehrlich gesagt weiss ich nichtmal mehr genau, wie es soweit gekommen ist. Wir sind halt beide sehr stur und damit mache ich es den beiden auch nicht gerade leicht.


also dann noch einen schönen Fussball Sommer Tag...es lenkt wenigstens etwas ab!


GLG

alex
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Milan
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« Antwort #8 am: 21. Juni 2006, 22:03:51 »

Hi Alex!

Für vieles, was sie Dir im Moment nicht gewährt, hast Du das durchs Gesetz gegebene Recht ... bzw Euer Kind hat dieses Recht.
Ich würd erst übers JA und wenns da nicht klappt, dann schleunigst zum Anwalt.

Kopf hoch! Wir hingen am Anfang alle so weit unten. Das geht vorbei. Zeitweise wenigstens. Dann hast Du wieder Kraft.

Milan
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kuwe
Gast
« Antwort #9 am: 21. Juni 2006, 22:22:43 »

@ Alex

Du hast nicht Dein Kind abgeschrieben, sondern Dich selbst....Du mußt Deine Kräfte nochmal sammeln und dann ran an die Geschichte. Wenn Du seelische Probleme hast, nicht mehr kannst, ab zum Therapeuten....Auch ich habe die Entfernungsgeschichte gehabt, ich bin umgezogen...nicht jedermanns Ding, aber ich habe es nicht bereut. Du mußt in erster Linie erstmal selbst mit dir klarkommen, aber auch gleichzeitig versuchen, für Dein Kind da zu sein. Raff Dich auf und gehe es an. Das Kind, daß beide Eltern braucht, wird es dir irgendwann danken...

Gruß Kuwe
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Rege dabei
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Geschlecht: Männlich
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« Antwort #10 am: 21. Juni 2006, 23:11:10 »

Noch was Alex versuch nicht die Fehler bei dir zu suchen. Wenn du welche gemacht hast ok aber nicht damit anfangen das sie es nicht leicht hat. So habe ich auch gehandelt und das bringt nichts sondern gibt der KM nur eine Befriedigung.

Schreib dein Kind nicht ab. Arbeite dran das das Kind auch bei dir eine Perspektive hat, also raf dich auf.

Gruß Stephan
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alex79
Frischling

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« Antwort #11 am: 22. Juni 2006, 00:21:16 »

Ach, ihr sagt das alles so leicht! Aber ich habe echt keine Kraft mehr, mich noch mit dem JA oder RA abzugeben. Ich habe mir immer ein Kind gewünscht, bei dem ich Papa und Freund sein kann, ohne es von Vorschriften und Gesetzen erst erlaubt zu bekommen. Und ich habe es schon vor Monaten gesagt, dass ich es nicht zulasse, dass ich unser Kind auf ein Verhandlungsobjekt reduziert wird. Das ist entwürdigend!
Und da ich ja nun schon einiges hier gelesen habe, habe ich bemerkt, dass genau sowas bei raus kommt. Und das will ich nicht! Letzlich bringt es bei mir auch nicht viel, da die Umstände viel zu schwierig sind. Schaut mal, die beiden ziehen jetzt nach NRW oder sind sogar schon dort. Und ich beginne mein Studium in Dresden. Wie soll da noch der Kontakt aufrecht erhalten werden? Ich habe nich das nötige Geld übrig und sie auch nicht. So oder so würde alles langsam den Bach runter gehen...
Und ausserdem is sie viel zu schwierig, um sich da vernünftig zu begegnen. Ich habe keine Ahnung, ob das alles was mit ihrer Vergewaltigung oder dem Borderline Kram zu tun hat...bin ja kein Psychiologe. Sie tut halt alles, damit keiner etwas von ihrer Fassade zerstört, die sie nach aussen zeigt. Und da ich letztes Jahr halt nich klein beigegeben habe, ist sie so geworden. Ich habe mich halt mit Worten zur Wehr gesetzt und der Dank is der, dass sie mich nun so abblockt.

Wie auch immer...ich sehe diesbezüglich kein Land und werde sie in Ruhe lassen. Ihr Geld bekommt sie natürlich weiterhin! Ab und zu hat sie ja noch Briefkontakt zu meinen Eltern, aber mehr auch nich. Meine Eltern dürfen ja auch nich wissen, wie und wo ihr einziges Enkelkind lebt. Es is wie im Kindergarten! Naja...leider muss ich sagen, dass mich dieses Forum nur noch mehr entmutigt hat. Hier stehen so viele grausame Geschichten exclamation_smile Man sollte sich bei unseren Gesetzen wirklich genau überlegen, ob man Kinder in die Welt setzt. Als Mann ist man ja scheinbar a priori das minderwertigere Elternteil. Tja, hätte ich eine Gebärmutter, wäre ich vielleicht ein glücklicher Papa. Aber nochmal werde ich es nicht riskieren.

Dann wünsche ich euch allen mehr Kraft und Erfolg!!


N8
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