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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 10:07:40 *
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Autor Thema: Entfernung - Ein leidiges Thema.  (Gelesen 523 mal)
Jens_M_G
Frischling

Beiträge: 3



« am: 13. April 2006, 11:21:55 »

Hallo Zusammen!

Also als erstes sollte ich wohl eine kleine Einführung in meine Geschichte bringen: Im November 2004 wurde meine damalige Freundin von mir schwanger und sie beschloß nach unserer Trennung (ich konnte einfach nicht mit dieser Dame und ihren ständigen Wutausbrüchen zusammenleben) nach Berlin zu ziehen. Dort kam auch im Juli 2005 Mein Sohn M... zur Welt. Ich habe ab diesem Zeitpunkt brav den Unterhalt gezahlt und die Großeltern haben immer wieder kleine Zusätze (wie Kleidung oder Spielzeug) hinzugesteuert.
Leider ist es mir immer wieder verwehrt geblieben den Kleinen zu sehen (mal Streitigkeiten mit der Mutter, mal finanzielle Probleme, da ich meine Familie hier in Passau unterstützen muss).
Nun trug es sich zu, daß die Mutter des kleinen mit ihm zusammen gute 50 km von mir entfernt zu Freunden gefahren ist, um diese zu besuchen. Ich hab mir eine Woche Urlaub genommen, damit ich den kleinen mehr wie nur einmal an einem Wochenende sehen kann. Als ich eines Tages nicht per Handy erreichbar war hätte sie mir per SMS geschrieben, daß sie jemanden zum Aufpassen braucht. Ich hätte es auch getan, aber ich war nur per Festnetztelefon erreichbar. Sie hat nun Grund dessen (daß ich nicht so erreichbar war wie es ihr paßte) ein Treffen mit den Großeltern kurzerhand abgesagt. Und höchstwahrscheinlich wird sie auch weitere Treffen verweigern...
Meine Eltern (also die Großeltern) meinten, daß ich mir keinen Vorwurf machen lassen soll, denn sie hat ja auch meine Festnetznummer und wir uns alle fragen, warum sie nicht den Weg auch in Betracht gezogen hat.
Egal: Kommen wir nun zum eigentlichen Punkt: Ich kann und will diese Situation, daß ich auf ihr Wohlwollen angewiesen bin um den kleinen zusehen,  nicht länger hinnehmen - Wie kann ich auf mein Umgangsrecht bestehen? Und: Hat jemand einen Rat wie man das besser regeln könnte? 640 km sind für mich ohne Auto kein Pappenstiel. Welche Instanzen muß ich dazu durchlaufen? Hat da jemand Ahnung? Wäre um jede Hilfe dankbar!

-----------------
Anm. Admin: Board-Regeln beachten (Nr. 2).

[Editiert am 13/4/2006 von DeepThought]
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papi74
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.419



« Antwort #1 am: 13. April 2006, 11:33:35 »

Hallo

willkommen bei Vatersein.de. Da Ihr nicht verheiratet war kannst du zwar versuchen gerichtlich einen Umgang durchzusetzen...aber ob dieses dann auch klappt ...eher fraglich.

Versuche zur KM ein besseres Verhältnis aufzubauen...auch wenn du weiterhin Ihrer Willkür ausgesetzt bist.

Denke einefach an Dein Kind....

Kopf hoch...viel Glück

Mfg

papi74
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Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
elwu
Gast
« Antwort #2 am: 13. April 2006, 12:34:10 »

Hi,

vergiß erst mal das Vorgefallene und den Instanzenweg. Kostet viel und bringt in deiner Situation derzeit noch nichts. Versuche, mit der Kindsmutter feste Umgangstermine abzusprechen. Möglichst lange im voraus. Und nur schriftlich. Sachlich, ohne jedweden auch nur impliziten Vorwurf. Rein auf das Thema Umgang fokussiert. Die Entfernung sowie die damit verbundenen Kosten musst du allein bewältigen. Mangels Auto bleiben da Bahn und Flieger, bei denen es immer wieder mal erstaunlich günstige Sonderangebote gibt. Und Mitfahrzentralen.

cya,

elwu
Gespeichert
Jens_M_G
Frischling

Beiträge: 3



« Antwort #3 am: 13. April 2006, 12:34:21 »

Hm... Gut, dann wird es vorerst wohl nur so gehen... Es will mir halt einfach nicht in den Kopf, daß ich nur zahlender Vater bin und auf sie immer angewiesen bin. Ich  will ja für den kleinen da sein... Aber durch die finanzielle Situation hier bei mir ist das nicht einfach... Und das will sie auch nicht wahrhaben - Sonst wäre ich ja schon längst mal nach Berlin mit dem Zug oder geflogen...

[Editiert am 13/4/2006 von Jens_M_G]
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Leopardin
Zeigt sich öfters
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 63



« Antwort #4 am: 13. April 2006, 15:02:41 »

Hallo Jens,
du bist nicht nur zahlender Vater. Auch wenn ich wieder mit der Aussage anecke, du hast, ob verheiratet gewesen oder nicht, ohne Sorgerecht oder mit, Unterhalt oder nicht, immer ein Recht auf Umgang mit deinem Kind, bzw. das Kind hat ein Recht auf Umgang mit dir.

Bei den gesammelten Erfahrungen hier im Forum kannst du leider nachlesen, wie es um dieses Recht bestellt ist. Dennoch ist es so, wie ich schreibe.
Nicht die Mutter deines Kindes kann es dir geben, du hast es. Leider aber kann es die Mutter verweigern, und hier liegt das Problem.

Und das ist manchmal ein ganz schön großes Problem.

Deshalb scheint mir der Rat, es erst einmal gütig mit der Mutter zu versuchen, hilfreich, denn Kriege scheinen einige Frauen gegen die Väter ihrer Kinder aus mir unbekannten Gründen und vor allem mit nicht nachvollziehbaren Gründen gerne zu führen.

Wenn nichts mehr geht, JA. Zeigt dein Bemühen, auch wenn die dir nicht helfen können, wenn Mutter weiterhin boykotiert. In dem Fall hilft nur das Gericht, welches dir eigentlich zu deinem/eurem Recht verhelfen müßte. Gegenbeispiele findest du leider hier zuhauf.

Bleib trotz allem am Ball, dein Kind wird es dir einmal danken.

Zur Entfernung: lieber selten sehen, als gar nicht, Fotos, Briefchen und ....helfen über jede Distanz.

Auch Großeltern haben ein Recht auf Umgang, aber das traue ich mich fast schon nicht mehr zu schreiben.

Lieben Gruß und viel Geduld.. und zu jederzeit ein nettes Lächeln, egal, wie es drinnen aussieht, Leopardin
Gespeichert

Das Glück deines Lebens hängt ab, von der Beschaffenheit deiner Gedanken...
Mark Aurel
...und dem Wohlergehen deines Kindes
Leopardin
Jens_M_G
Frischling

Beiträge: 3



« Antwort #5 am: 13. April 2006, 18:47:26 »

Danke für die aufbauenden Worte @ Leopardin.
Und danke für die Ratschläge von euch anderen.

Ich werds versuchen, auch wenn es mir wirklich nicht leicht fällt immer wieder mit Rückschlägen rechnen zu müssen. Ich werd euch natürlich auch auf dem Laufenden halten. Und mir auch hier weiterhin von euch Rat holen bzw. helfen (wenn ich es kann - Zumal ich ja "neu" in der Rolle des Vaters bin. Ich hab mich erst so richtig als Papa gefühlt, als ich ihn letzten Sonntag das erste mal sah und auf den Arm nehmen durfte...)

MfG

Jens
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