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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 15:09:14 *
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Autor Thema: Angst vor Frauen?  (Gelesen 1380 mal)
fujilago
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Beiträge: 90



« am: 22. März 2006, 18:04:44 »

Hallo,

hab ja ne ziemlich harte Zeit mit meiner Frau am laufen. Sehe in allen Frauen Züge von Missbrauch, Gier, Bosheit. Naja, denk ich mir, das gibt sich schon wieder irgendwann.

Gestern hatte ich ne Situation die war ziemlich komisch. Wir waren in einer Äppelwoi-Kneip in Sachsenbach. Es ergab sich das nur noch ein Platz zwischen zwei Frauen frei war, oder die beiden wollten mich in die Zange nehmen. Wie auch immer. Ich stehe vor dem freien Platz und aus mir spricht es wie aus der Pistole geschossen: Ich setz mich nicht zwischen zwei Frauen!

Die zwei rückten dann hin und her bis sie sich geeinigt hatten neben wem ich sitzen kann.

Nun meine Frage:

Habt Ihr auch so frauen-phobie-ähnliche Gefühle? Mir wurde das erst nach der Situation in der Kneipe klar. Meine Reaktion war soooo spontan!
Dabei waren beide nett und hübsch....
Teilweise hab ich richtige Abscheu vor Frauen, wenn ich durch die Stadt gehe. Ich denk dann:
Die wurde missbraucht oder die ist garantiert nur geil auf geld und kinder. Ob die BL hat?


Legt sich das wieder? Wie lange dauert das?
Wie gehts euch ?

Auf ehrliche Antworten freut sich
Fuji
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Ciao fujilago
Schön wär, wenn\'s schöner wär
Delphin
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Beiträge: 625



« Antwort #1 am: 22. März 2006, 20:29:19 »

Hallo Fujilago,

wenn Du so eine Panik  hast begebe Dich in therapeutische Behandlung damit Dein Sohn nicht auch etwas von Deinen Ängsten mitbekommt und auf das weibliche Geschlecht projeziert!

Delphin

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Schmusepapa
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« Antwort #2 am: 22. März 2006, 21:09:58 »

Hallo Fuji,

deine Frage kann ich nicht beantworten. Es ist sicher normal, wenn man während oder nach der Trennung erst mal vom anderen Geschlecht nix wissen möchte.
Deine Gedanken und Beweggründe sind aber hochproblematisch. Du überträgst das Bild (genauer: dein Bild) deiner Noch-Frau auf alle Frauen.
Machst du das bei Männern auch? * Achtung bissig* Oder mutierst du gerade zum Frauenhasser?
Im Ernst, tu was gegen dein Verhalten und deine Gedanken. Mein Vater war auch ein Frauenhasser. Ich denke mein Verhältnis zum weiblichen Geschlecht war früher daher nicht unbelastet.

Gruß

Martin
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fujilago
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Beiträge: 90



« Antwort #3 am: 23. März 2006, 15:57:59 »

Hallo Schmusepapa
Zitat
,

deine Frage kann ich nicht beantworten. Es ist sicher normal, wenn man während oder nach der Trennung erst mal vom anderen Geschlecht nix wissen möchte.
Deine Gedanken und Beweggründe sind aber hochproblematisch. Du überträgst das Bild (genauer: dein Bild) deiner Noch-Frau auf alle Frauen.
Machst du das bei Männern auch? * Achtung bissig* Oder mutierst du gerade zum Frauenhasser?
Im Ernst, tu was gegen dein Verhalten und deine Gedanken. Mein Vater war auch ein Frauenhasser. Ich denke mein Verhältnis zum weiblichen Geschlecht war früher daher nicht unbelastet.

Ist mir bewusst geworden. Deshalb sprech ichs ja hier an.
Natürlich werde ich dagegen etwas unternehmen! Ich möchte ja nicht so ein verhärmter Mensch werden wie meine Schwiegermutter.

Aber ich bin schon froh das es mir überhaupt auffällt, wie unbewusst sich Ängste vor der Übermacht der Frauen in  mein eigenes Verhalten einschleichen.
Ich muß jetzt erstmal die Trennungszeit durchstehen und irgendwann gehts dann sicherlich wieder weiter mit dem anderen Geschlecht.


Bin trotzdem interressiert, was andere so für Phänomene an sich entdecken im Rahmen einer Scheidung / Trennung.

Was macht Ihr den um das negative Fauenbild nicht auf alle Frauen zu übertragen?


Oft liesst man hier ja: Nie wieder heiraten und nie wieder Kinder!

Interessant fand ich eine Aussage, über die gestolpert bin: Heiraten nur mit Gerrichtsstand im Ausland. z.B. Saudi Arabien Huch

bis dann
fuji
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Ciao fujilago
Schön wär, wenn\'s schöner wär
bengel
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Beiträge: 1.605



« Antwort #4 am: 23. März 2006, 16:11:42 »

Hi fuji,

Ich finde es auch etwas problematisch, dass du die aktuelle konstellation mit deiner frau 1 zu 1 überträgtst und finde es auf der anderen seite prima, dass du das selbst reflektierst. Ich denke es geht jedem/jeder so nach der trennung, dass man/frau sich erstmal wieder selbst finden muss. Es ist ja ein ganzer teil weggebrochen und da braucht es seine zeit die balance zu finden.

Nach jetzt 26 monaten der trennung gehe ich immer noch dem anderen geschlecht aus dem wege, jedenfalls beziehungstechnisch. Einige zeit hatte ich mich unter druck gesetzt; mich gewehrt dagegen. Das tue ich nun nicht mehr. Ich unterhalte mich gern und ausführlich mit frauen, aber beziehung will ich nicht. Wie das in einigen jahren ist, weiss ich nicht. Im moment möchte ich für mich (da)sein…und das ganz bewusst.

Gruss

bengel


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Leopardin
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Beiträge: 63



« Antwort #5 am: 23. März 2006, 16:41:52 »

Hallo Fuji,

musste richtig lachen, als ich mich dich in deiner Phobie vorstellte, mal ´ne nette Abwechslung nach all den anderen Gechichten.

Eigentlich kann ich mich Delphin nur anschließen: wenns zu schlimm wird, hilft bestimmt eine gute Theraphie.

Aber es ist wie immer im Leben, wenn die Dinge unter die Haut gehen, gibts ne Allergie, und dann bekommt man von den nettesten Dingen der Welt, wie Schmusekatzen, Blumen und Erdbeeren grausige Pusteln, die Augen quellen zu, die Luft wird knapp...

Da hilft meist nur Abstinenz, bis das natürliche Immunsystem wieder funktioniert oder eine Desensibilsierung. Am besten als Eigenbluttherapie: dafür nehme man etwas eigenes Blut (das ist der rote Saft, der   unter deiner Haut fließt) und mische es mit dem, was dich allergisch macht. Das ganze hochpotenzieren und in verschiedenen Potenzen regelmäßig schlucken. Wirkt garantiert!

Ansonsten: ich meine, auch Männer dürfen mal überempfindlich sein!

Herzlichen Gruß, Leopardin
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Das Glück deines Lebens hängt ab, von der Beschaffenheit deiner Gedanken...
Mark Aurel
...und dem Wohlergehen deines Kindes
Leopardin
fujilago
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« Antwort #6 am: 23. März 2006, 16:50:57 »

Zitat
Hallo Fujilago,

wenn Du so eine Panik  hast begebe Dich in therapeutische Behandlung damit Dein Sohn nicht auch etwas von Deinen Ängsten mitbekommt und auf das weibliche Geschlecht projeziert!

Bin ich schon. Aber zur Einweisung reicht das glaub ich nicht.
Naja die Panik scheint echt da  zu sein, sonst wären das keine spontanen Reaktionen.
mal sehen was die anderen so schreiben.

Ciao
fuji
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Ciao fujilago
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kleinegon
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Beiträge: 596


« Antwort #7 am: 23. März 2006, 17:04:30 »

Hallo Fuji,
man kann auch ohne Frauen leben ;)
Damit meine ich nicht wie der FDP-Chef oder wie der regierende Bürgermeister von Berlin.
 Lächelnd
Die Problematik ist das Alleinsein. Und selbstverständlich wird man vorsichtiger bei einer neuen Begegnung, nach all dem, was man mitgemacht hat. Man soll ja aus Fehlern lernen exclamation_smile Und: nicht drängen exclamation_smile , unbedingt jemanden finden zu wollen. Wenn die richtige kommt, dann kommt sie.
 ;) Übrigens: welche Frau möchte mit einem Mann zusammen sein, der laufend nur seine Probleme wälzt? Also: auch im Alleinsein glücklich sein-- das macht Dich attraktiv -- auch für Deine Kids!
@Leopardin
 
Zitat
Ansonsten: ich meine, auch Männer dürfen mal überempfindlich sein!
 
Männer sind schon immer Sensibelchen gewesen, und darauf bin ich stolz. thumbup  Nur sieht man das Ihnen nicht an. Schließlich haben das ihre Mütter wegerzogen, nach dem Motto: Indianer heulen nicht! mad
Kleinegon
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Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
Delphin
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« Antwort #8 am: 23. März 2006, 17:19:11 »

  @kleinegon

Ein Indianer kennt keinen Schmerz" war ein Spruch der in Deiner Generation noch sehr häufig verwendet wurde,aber er ist heute wohl eher die Ausnahme und im übrigen ein Spruch den ich bisher auch von Vätern kenne die von ihren Vätern zum "MANN"erzogen wurden.


Gewagte These von Dir zu behaupten das Frauen keine Männer wollen die überwiegend Probleme haben...wird hier ja wiederlegt sonst hätte keiner der Männer hier eine Frau/Partnerin.


Delphin

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Frodo60
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« Antwort #9 am: 23. März 2006, 20:02:16 »

Ich würde   NIE wieder im Leben heiraten wollen!

Nach einem halben Jahr getrennt leben und einigen "Affären" von uns beiden bin ich damals zu meiner alkoholkranken Frau zurückgekehrt.
Nicht aus Liebe, das war uns beiden klar. Aber um die Familie mit 2 Kindern zu erhalten. Ich wäre sonst auch der wirtschaftliche Verlierer gewesen. Haus weg, Kinder weg und bei 10 Stunden Maloche von 890€ leben. Und den Unterhalt für die Frau bis ans Lebensende am Hals.
Dann lebe ich lieber so wie jetzt. Wir beide leben in einem mehr oder weniger wirtschaftlichem Vertragsverhältnis. Ich richte mich so ein so gut es geht und habe meine Freiheiten, und alles bleibt beim Alten. Nur eben auf Abstand.
Ich bin damit zufrieden!

Ich kann alle Männer verstehen, die nicht wieder in eine staatlich verordnete wirtschaftliche Abhängigkeit geraten wollen. Die Frauen sollen doch selber sehen wie sie sich durchs Leben schlagen und nicht den Mann als Rundumsorgloslebensversicherung missbrauchen.
 
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It\'s a womans world
haddock
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« Antwort #10 am: 23. März 2006, 20:16:12 »

Hi,

Es ist einfach geniiiaaal Solo zu sein.

Was das andere Geschlecht angeht?

Nur gucken, nicht anfassen!    

Gruß
haddock
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Aniram
Gast
« Antwort #11 am: 23. März 2006, 21:43:53 »

Es ist manchmal schon spannend zu sehen, wie beide Geschlechter
ihre Vorurteile hegen und pflegen.

Nur das erstaunt mich
 
Zitat
Männer sind schon immer Sensibelchen gewesen, und darauf bin ich stolz.  Nur sieht man das Ihnen nicht an. Schließlich haben das ihre Mütter wegerzogen, nach dem Motto: Indianer heulen nicht!  


Die meisten Männer und Väter hier sind entweder noch ziemlich
jung oder doch so wie man sagt, im besten Mannesalter.

Es fällt mir darum schwer mir vorzustellen, das sie noch Mütter
hatten, die nach dem Prinzip erzogen haben.

Die wenigsten Mütter außer wenige rühmliche Ausnahmen waren
auf diesem Erziehungstrip. Da hab ich eher schon gehört das die
Väter nicht wollten, daß sie von den Müttern zu sehr verhätschelt
und womöglich Weicheier (deren Definition, nicht meine) werden.

Ich weiss eher aus der Historie sogar, daß ab einem bestimmten
Alter die Kindern den Müttern nicht gerade entzogen, aber doch
ein wenig abhanden gekommen, damit DAS nur Gott bewahre
verhindert wird.

Soviel zu den oben zitierten Vorurteilen.

Aber eines fällt mir schon vermehrt auf in letzter Zeit.

Frauen wie Männer nehmen sich oft nichts. Und manchmal fällt
es beiden nicht auf, weil jeder sich im Recht wähnt.

An Fujilago:

Dir kann ich nur empfehlen, die Gefühle zuzulassen aber gegen
zerstörerische Gedanken anzugehen.

Dazu kommt - Du wirfst Deiner Frau und Schwiegermutter vor,
Männerhasserinnen zu sein und bewegst Dich doch nach eigener
Aussage in die Richtung, das männliche Pendant zu werden.

Gruß

Marina

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Delphin
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 625



« Antwort #12 am: 23. März 2006, 22:09:19 »

@Aniram

Du hast eine PN

Gruss Delphin
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fujilago
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« Antwort #13 am: 23. März 2006, 22:10:58 »

Hallo Marina,

ich sehe die Gefahr zum Frauenhasser zu werden und deshalb hab ich meine Erlebnis hier beschrieben. (Verarbeitung des Erlebten) Das mit der Frauen-Phopie war nicht so ernst gemeint. Eher die Erkenntnis, das sich das manifestieren könnte, das ist ne Gefahr.

Das werde ich aber nicht zulassen.

Die Tatsache das meine Frau ein Missbrauchs Problem hat und die Auswirkungen auf mich und meinen Sohn nun massiv sind, das ist wirklich schlimm. Ich kann da leider wenig machen.

Laut Buch "Verbündete" sind 30% aller Frauen Missbrauchsopfer. Das ist sicherlich ein Problem bei der Partnerwahl. Das sollten Männer wissen und sehr vorsichtig sein.

Ich hätte meine Frau auch geheiratet, wenn ich das gewusst hätte. Aber Ihr Verhalten aktuell kann ich nicht mehr tolerieren und muß leider Konsequenzen ziehen.
Sie muß raus, bis sie sich beruhigt hat!
Vielleicht geht es ja wieder irgendwann oder es ergibt sich ne neue Beziehung. Who knows?

Ein Pauschalverurteilung von Frauen wollte ich auch überhaupt nicht auslösen! Das ist Blödsinn.
Aber jeder geht halt anders mit seinen negativen Beziehungserfahrungen um. Ich kann von mir auch nicht behaupten, das ich keinen Wunsch mehr hätte ein Familie mit vielen Kindern zu haben. Das wollte ich immer und es ist auch jetzt noch so.

Ich finde es auch einfach spannend, meine eigenen Gefühle zu beobachten und zu prüfen, ob ich der einzige bin, dem es so geht. Und da ich aktuell aus meiner Ohnmacht erwache sind meine Aussagen wahrscheinlich oft negativ oder hart. So wie Frauen nur an sich denken, wenn Ihnen die Liebe abhanden kommt, werde ich es nun auch tun. Aber dabei meine eigenen Werte nicht überschreiten.

Was mich aktuell zur Weissglut bringt ist die Mitleidsnummer für Missbrauchsopfer, die deren Durchdrehen rechtfertigt!

Ciao fuji
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Ciao fujilago
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haddock
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Beiträge: 837


« Antwort #14 am: 23. März 2006, 22:29:34 »

Hi,

jetzt hör doch mal auf, mit deinem Zitat aus diesem Buch, 30 Prozent aller Frauen seien Mißbrauchsopfer!

Glaubst du das?

Wenn ja, wären dann nicht 30 Prozent aller Männer Missbraucher? Fast jeder Dritte?
Nee, den Schuh zieh ich mir nicht an.
Ich bin keiner! Du auch nicht. Und mein Vater (damit sind wir schon drei) auch nicht! Onkel etc.- nicht das ich wüsste.  Ich habe überhaupt niemanden im Bekanntenkreis, der meines Wissens Frauen als Missbraucher zu Opfern macht!

Aber trotzdem wird immer wieder diese Zahl kolportiert!

Das verletzt mich in meiner Ehre - denn ich verurteile und missbillige derartiges. Und wenn ich es könnte, würde ich jeden einzelnen Missbrauch persönlich verhindern!
Aber mit solchen Zalhen wrerde ich in eine unerträglichge Sippenhaft genommen, denn der Schritt von"jeder Dritte" bis "Mann=Missbraucher" ist ein sehr kleiner.

Musste ich nur loswerden.
Danke.

haddock
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ulliberne
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Beiträge: 873



« Antwort #15 am: 23. März 2006, 22:48:46 »

@bengel, kleinegon, haddock,

hier ist noch einer, der so oder so ähnlich denkt/fühlt/handelt wie ihr  thumbup .
weiterer kommentar überflüssig, ihr habt alles wesentliche gesagt (auch bezgl. der sache mit den '30 %'  ;) ).

gruss
ulli

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ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)
polly
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« Antwort #16 am: 23. März 2006, 23:32:57 »

Hallo,

also ganz ehrlich, artet das hier ziemlich in Stammtischpolemik aus.
Ich möchte hier jetzt nicht jedes Zitat auseinander nehmen, aber es kann doch nicht sein, dass wegen einer sehr persönlichen Trennungsgeschichte jetzt Missbrauchsopfer diffamiert werden.

30% der Frauen sind Missbrauchsopfer. Ja, das kann ich mir gut vorstellen, mittlerweile!
Vielleicht kann sich einer nicht vorstellen, dass sein Vater, Onkel oder guter Freund beteiligt war. Aber heisst das, dass er es nicht war? Selbst ich als Missbrauchsopfer, kann mir immer noch nicht eingestehen, dass der Täter es wirklich war.
Also macht es euch nicht so einfach.

Es gibt unfaire Frauen und unfaire Männer. Es gibt unfaire Trennungen und unfaire Scheidungen. Und wenn es den Kindern dabei schlecht geht, muss eine Lösung geschaffen werden. Aber doch nicht wieder diese Nummer, der psychisch schwächere soll weniger Einfluss auf die Kinder haben (ich formuliere es hier mal vorsichtig). Wenn z.B. ein betrogener Vater verzweifelt ist und übereagiert, indem er möglicherwiese um ein Uhr nachts seine Frau beschimpft, befürwortet doch auch keiner, dass ihm seine Kinder vorenthalten werden.

Und ich kann es auch nicht mehr hören, wie oft hier die Ferndiagnose "Borderline" gestellt wird. Früher war es "Hysterie", die Diagnose, die Frauen ins Lächerliche gezogen hat!

So traurig fujilagos Geschichte sicher ist, so ganz frei von Paranoia gepaart mit Selbstmitleid und Selbstüberschätzung ist er ja nun auch nicht.

Grüße Polly


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eskima
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« Antwort #17 am: 23. März 2006, 23:37:50 »

Moin,

Fuji, ich konnte dein Eingangspost gut nachvollziehen. Ich bin zwar kein Mann, aber ich habe als Frau mal ähnlich gedacht.

Als ich meinen Mann kennenlernte, da war ich grad seit 2 Monaten geschieden und sehr bewußt fast zwei Jahre "auf dem Trockenen"  ;)  Als ich hörte, dass er mehrere Kinder hat, stellte ich ihm die provokative Frage: "und du willst auch nicht für deine Kinder zahlen?", weil ich, durch meinen Bekanntenkreis, nur solche Väter kannte. Als ich dann hörte, dass mein heutiger Mann nicht nur regelmäßig KU zahlt, sondern seine Kinder auch regelmäßig am WE sieht, dachte ich, ich hätte Hallus.

Manchmal muss man einfach über seinen eigenen Tellerrand schauen.

Es gibt auch mißbrauchte Frauen, die mithilfe von Psychologen ihre Vergangenheit aufgearbeitet haben.

Und die Zahl 30% bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder dritte Mann ein Täter ist, das wäre eine Fehlinterpretation dieser Statistik.

Gruß

eskima
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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder ist der Meinung, er hätte genug davon (René Descartes)
fujilago
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« Antwort #18 am: 24. März 2006, 00:21:50 »

@Polly
>So traurig fujilagos Geschichte sicher ist, so ganz frei von Paranoia gepaart mit Selbstmitleid und >Selbstüberschätzung ist er ja nun auch nicht.

Danke für das ehrliche Feedback. Genau so siehts in mir aus :-(

Zu 30% weiblicher Missbrauchsopfer ist zu sagen. Schlimm das es so ist!
Den Schluss das ein drittel aller Männer missbraucher sind sehe ich daraus nicht.  gun  Dreckige Mehrfachtäter!

Ich fühle mich darin in meinem Selbstmitleid bestätigt und denke 1/3 aller Frauen ist krank. Ich wünsche Ihnen trotzdem alles gute und heilung!

Das schlimme daran ist, das man es nicht sieht, weil es die Opfer ja oft auch selbst so gut verdrängt haben. -> Überlebenstrategie!

Naja, das alles nützt mir und meinem Sohn nicht viel.

fuji
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Ciao fujilago
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DeepThought
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« Antwort #19 am: 24. März 2006, 08:20:55 »

Moin,

wenn Statistiken bemüht werden, sollte auch immer ein Blick auf die Datenerhebung geworfen werden.

Zu der 30%-Missbrauchsquote gibt es zwei Studien: [list=1]
  • WHO
"Insgesamt 24.000 Interviews mit 15- bis 49-jährigen Frauen in zehn Ländern wurden für die am Donnerstag präsentierte Studie geführt." Daraus wurde dann hochgerechtnet, jede dritte Frau sei Gewaltopfer. Diese Feststellung gipfelt im Satz "Eine von drei Frauen wird im Lauf ihres Lebens mindestens ein Mal zum Opfer von Gewalt." Klasse, das gilt für Männer ebenso.
  • BMFSFJ
Bemerkenswert die Definition von Gewalt: " Die häufigsten Erscheinungsformen sind dabei neben der körperlichen und seelischen Misshandlung die finanzielle Ausnutzung, die Vernachlässigung sowie Einschränkungen der Bewegungs- und persönlichen Freiheit."[/list=1]
In Summe: Sicher ist Gewalt ein Thema. Das war es schon immer. Letztlich mündet es in einen Wettlauf, welches Geschlecht denn nun am meisten Gewalterfahrung ertragen musste und zudem von welchem Geschlecht diese ausging. Was bringt's? Den fortwährend geschürten Geschlechterkrieg, Misstrauen und gesellschaftliche Zersetzung.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
haddock
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« Antwort #20 am: 24. März 2006, 08:36:09 »

Hallo,

ich möchte  auf die 30 Prozent nocheinmal eingehen.
Ihr sagt, durch Mehrfachtaten verringert sich die Zahl der Täter.

Seh ich nicht so, denn diese angeblichen 30 % werden ja sicher nicht nur einmal im Leben zu Opfern. Oder werden die Mehrfach-taten auf die anderen Frauen umgelegt.
Was ist mit den Mißbrauchstaten, die (auch nicht gerade selten) kleinen Jungen angetan werden?

Und , werte Polly, mit Diffamierung hat das nichts zu tun! Jedes Verbrechen ist eines zuviel! Und gerade mit solchen Verbrechen wird Menschen schreckliches angetan - man darf es nicht einfach hinnehmen!

Stammtischniveau ist die kritiklose Übernahme irgendwelcher Zahlen, und das anschließende Anbringen irgendwelcher "Totschlagargumente" (z.B. Diffamierung und Stgammtischniveau).
Wie wird in diesem Buch eigentlich "Mißbrauch" definiert?
Es gibt Untersuchungen, da wird die wegwerfende Handbewegung während eines Streits zwischen Mann und Frau als Gewalt definiert.
Ich muß mir nicht vorwerfen lassen, dass ich Missbrauchsopfer diffamiere. Das tun eher die, die derartig krude Definitionen aufstellen.

Ich bleibe dabei, diese hohe Prozentzahl Opfer dient einzig und allein dazu, alle Männer zu potentiellen Vergewaltigern abzustempeln.

Und nein: ich weiß nicht, ob irgendjemand in meinem Bekannten- Verwandtenkreis soetwas getan hat - weil ich kann nur mein Tun 24 h Std./ Tag kennen - ich verbitte mir aber solche Unterstellungen!

Gruß
haddock
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