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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 13:38:05 *
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Autor Thema: Hepatitis....Angst um Kind  (Gelesen 811 mal)
Taccina
Gehört zum Inventar
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« am: 16. Januar 2006, 09:53:56 »


Hallo,

ich melde mich mal wieder im Namen einer Freundin.

Sie ist geschieden, hat ein Kind von 7 Jahren, welches bei ihr lebt.
Die Kommunikation zwischen den Eltern klappt gar nicht, aber das Kind geht regelmässig zum Vater, so wie es auch sein soll.

Jetzt hat die Mutter erfahren, das ihre Ex Schiegermutter an Hepatitis leidet. Sie weiß aber nicht ob A, B, C oder so.

Jetzt macht sie sich logischerweise unheimliche sorgen um ihr Kind, weil sie nicht weiß, ob diese Krankheit auch über Tröpfcheninfektion übertragen werden kann (zB beim Küssen).
Obwohl die Ex Schwiegermutter von ihrer Hepatitis Krankheit weiß, küsst sie das Kind nämlich immer noch, trinkt schon mal aus dem selber Glas wie das Kind usw...

Kann sie auch den KV zum Hepatitis Test "zwingen"? Kann sie der Ex Schwiegermutter "verbieten" das Kind zu küssen?
Was kann sie allgemein tun um ihr Kind vor einer Ansteckung zu schützen?

Hört sich böse an, aber sie macht sich natürlich auch sorgen, das der KV sich eventuell bei seiner Mutter angestackt hat.

Liebe Grüße Taccina
Gespeichert

Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Alyssa1706
Rege dabei
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 141



« Antwort #1 am: 16. Januar 2006, 10:01:01 »

Hallo Taccina

dazu müsste man erstmal wissen,um welche Form der Hepatitis es sich handelt.Sowohl das Hep.A als auch das B Virus kann durch Speichel,also auch durch Küssen übertragen werden.Wobei die A Form da im Vordergrund steht.B eher über den Blutweg.

lg Alyssa
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Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn(1882-1974)
kruemel1
Gast
« Antwort #2 am: 16. Januar 2006, 10:03:28 »

Hallo Taccina,

Hepatitis A ist die einzige Hepatitis Art die über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragbar ist. Also:

- durch Niesen, Husten
- benutzen gemeinsamer Gläser
- durch Küssen

Hep B (dagegen sind zumindest heute die Kinder geimpft)
überträgt sich eher indirekt.

- durch Bluttransfusion
- gemeinsames Fixbesteck
- ungeschützten Geschlechtsverkehr

HepC ist eine Hepatitis die in Verbindung mit anderen Krankheitsbildern wie HIV auftritt.

Hätte diese Schwiegermutter Hep A so würde man das erkennen z.b an den gelben Augäpfeln und daran das sie dann wohl schwerkrank im Krankenhaus liegen würde, den Hep A hat meisten einen sehr akuten Verlauf ist aber im Gegensatz zu den anderen Heilbar.

Ich denke eher das sie irgendwann im Laufe ihres Lebens sich mit HepB angesteckt hat (geht auch durch eine OP) und das in den chronischen Verlauf übergegangen ist.
Ansteckungsgefahr fürs Kind ist hier eher nicht gegeben trotzdem sollte sie ein eigenes Glas benutzen.
Die anderen Hep Arten sind bei der Schwiegermutter wohl eher auszuschliessen.

Hoffe Dr ein wenig geholfen zu haben.

Lieben Gruss Kruemel1
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babbedeckel
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Beiträge: 1.858


AE-Papa


« Antwort #3 am: 16. Januar 2006, 10:07:25 »

Hallo,

hier mal ein Link http://www.vcell.de/gesundheitspark/hepatitis.html

lg
babbedeckel
Gespeichert

Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
Taccina
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Beiträge: 1.813



« Antwort #4 am: 16. Januar 2006, 10:16:36 »

Hallo Kruemel1,

Danke für Deine ausführliche Erklärung.
Meine Freundin ist grad hier und hat mitgelesen.

Die Schwiegermutter muss sich wohl mal in ferner Vergangenheit bei einer OP angesteckt haben bzw ist während einer OP angesteckt worden. Hat man allerdings jetzt erst festgestellt.

Ansteckungsgefahr gibt es also bei Tröpfcheninfektion nicht?

@Babadeckel
Danke für den Link....Wir werden uns da mal durch kämpfen...

@Alyssa
Hm..B ist auch per Tröpfecheninfektion übertragbar??? SIcher?

Kann man vom Vater einen Test verlangen? Und wenn er sich weigert?

Sie hat grad echt Angst ihr Kind zum Vater und zu den Schwiegereltern zu geben....

Liebe Grüße Taccina
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Alyssa1706
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Beiträge: 141



« Antwort #5 am: 16. Januar 2006, 10:23:52 »

 @Taccina......

laut meines medizinischen Nachschlagewerkes ist auch die Hep.B durch Tröpfcheninfektion übertragbar,allerdings seltener,mehr über den Blutweg.Ausgeschlossen ist es jedoch nicht.

Gruß Alyssa
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Samuel Goldwyn(1882-1974)
kruemel1
Gast
« Antwort #6 am: 16. Januar 2006, 10:23:55 »

@ Taccina,

nein bei HepB gibt es keine Tröpfcheninfektion. Problem ist halt dann gegeben wenn sehr "inniger" Kontakt besteht.  
Das hört sich jetzt etwas seltsam an wenn z.b die Oma Zahnfleischbluten hatte werden die Viren vom HepB natürlich freigesetzt, jetzt erhält man von Oma einen Kuss (allerdings werden Kinder ja nicht mit Speichelkontakt geküsst) und gleichzeit ist in der Mundschleimhaut des geküssten auch eine nicht intakte Stelle. Dann ja dann (wahrscheinlichkeit gegen Null) kann dadurch auch Hep B übertragen werden.

Am besten mal mit der Kinderärztin besprechen und das Kind gegen HepB impfen lassen dann ist das Thema ganz vom Tisch.
Heutzutage ist es üblich das Kinder in den normalen Schutzimpfungen gegen HepB geimpft werden.
Keine Panik machen ich hatte schon oft durch meinen Beruf Kontakt mit allen Hep Arten so schnell gehts nicht.

Gruss Kruemel1
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Taccina
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Beiträge: 1.813



« Antwort #7 am: 16. Januar 2006, 10:34:36 »

Hallo ihr Beiden,

haben uns grad mal mit dem Link befasst den Babbedeckel uns hinterlassen hat.

Da stand auch was davon, das es vom Speichel übertragen werden kann. Wahrscheinlich so, wie Kruemel das erklärt hat (bei der Erklärung wurde meine Freundin schon ganz blaß, weil ihr Kind, bedingt durch die kälte und den Wind schon mal öfters kleine Risse in den Lippe hat bzw an den Ecken bissel eingerissen)

Ob das Kind nun gegen Hepatitis geimpft ist, weiss meine Freundin nicht. Das muss sie erst im Impfpass nachsehen....
Sollte es allerdings zu den ganz normalen Schutzimpfungen gehören, die die Kinder bekommen, dann hätte ihr Kind das, sagt sie.

Und wenn geimpft, dann ist gut?
Dann kann gar nix passieren?


Liebe Grüße
Taccina
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kruemel1
Gast
« Antwort #8 am: 16. Januar 2006, 10:41:23 »

Also Taccina,

 
Zitat
Und wenn geimpft, dann ist gut?
Dann kann gar nix passieren


jepp und dann immer die entsprechenden Nachimpfungen (alle ich glaub 10 Jahre oder so).
Wie lange HepB schon zu den Schutzimpfungen gehört keine Ahnung mein Kleiner is jetzt 2.5 allerdings wird mittlerweile auch in den Schulen geimpft.

Der KV hat sich sicherlich nicht angesteckt denn über einen Flüchtigen Hallo oder Tschüss Kuss ( und inniger wird er seine Mutter hoffe ich doch nicht küssen) passiert da nix. Wie lange is diese OP denn schon her?
Während der Schwangerschaft hat man bei deiner Freundin sicherlich geschaut ob sie HepB hat und dieser Test war offensichtlich negativ sonst wüsste sie ja was davon.

Jetzt mal die Panik nach unten schalten, deswegen kann das Kind trotzdem zum Vater allerdings sollte man nochmal sagen das ein zu inniger Kontakt vermieden werden soll und vor allem eigene Gläser.
Die Oma wird ja mehr als eins besitzen.

Lieben Gruss Kruemel1
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carsten
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #9 am: 16. Januar 2006, 10:43:45 »

mein vater hatte durch eine blutübertragung hep.C bekommen.

ihm wurde dringend angeraten, mit seiner umgebung sehr vorsichtig zu sein.
schnittverletzung, offene wunden usw. dann sollte er handschuhe tragen.

wir angehörigen wie auch er hatten immer ein komisches gefühl bei engerem kontakt.

vielleicht solltest du, auch wenn es schwer fällt den kontakt suchen.

es geht doch um die gesundheit der kinder. kann der vater nicht mal über seinen schatten springen?

caju
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Taccina
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #10 am: 16. Januar 2006, 10:53:37 »

@Kruemel
Danke...hat uns alle sehr beruhigt..
Sie ist auch schon auf dem Weg nach Hause, den Impfpass zu kontrollieren...
Sollte die Impfung nicht vorgenommen worden sein, dann lässt sie das sofort nachholen.
Ich kann ihre Aufregung schon gut verstehen, denn wer will schon das sein Kind mit einer solchen schlimmen Krankheit angesteckt wird. ISt ja nicht mal eben ne Grippe....

@Caju
Ich kann das gut verstehen, das man dann schon vorsichtiger im Umgang mit dem Erkrankten wird. Auch wenn er nicht adfür kann das er diese Krankheit hat.

Um welche Hepatitis Art sich das bei der Ex Schwiegermutter meiner Freundin nun aber handelt, weiß sie nicht.
Sie hat den Vater des Kindes angerufen und wollte sich erkundigen, aber der meinte nur, sie soll sich um ihre eigenen Sachen kümmern und das würde sie nichts angehen.

Erfahren von der Krankheit hat sie durch das Kind, als das irgendwann nach Hause kam und die Mutter gefragt hat, was Hepatitis ist, denn alle hätten sich darüber unterhalten und die Oma hätte diese Krankheit wohl.
Auskunft bekommt sie vin der Familie keine...
Kann sie denn verlangen, das ihr gesagt wird um welche Art Hepatitis es sich handelt?

Liebe Grüße Taccina
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kruemel1
Gast
« Antwort #11 am: 16. Januar 2006, 10:57:52 »

Hallo Taccina,

deine Freundin soll das Thema mal beim Kinderarzt oder Hausarzt ansprechen inwieweit die anderen Hep Arten meldepflichtig sind kann ich dir nicht sagen oder aber ruf doch mal das Gesundheitsamt an und frag mal "doofgestellt" nach.
 Vielleicht kümmern die sich an, wenn von der Vaterseite da keine Hilfe zu erwarten ist.

Aber es kann vom Prinzip her nur die HepB sein und deren Ansteckungswege (sind die gleichen für HepC, HepE usw.) hatten wir ja nun ausfürhlich.

Impfungen gibt es nur für A und B das sind voneinander getrennte Impfungen.

Gruss Kruemel1
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carsten
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #12 am: 16. Januar 2006, 10:58:57 »

ich glaube nicht das sie das recht hat.

in deutschland besteht kein recht auf entbindung der schweigepflicht und über auskünfte im krankheitsfall auch nicht.
kannst du nicht versuchen kontakt aufzunehmen, für deine freundin?

ich weiss es ist schwer aber vielleicht klappt es

caju
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Taccina
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #13 am: 17. Januar 2006, 08:03:02 »


Hallo,

alle Aufregung war umsonst.

Da meine Freundin nicht schlau geworden ist aus dem Impfpass, ist sie gestern damit zum Arzt und dieser hat ihr dann erklärt das das Kind geimpft ist!

@Caju
naja ich kenne ihren Ex Mann nicht.
Aber versuchen kann ichs...mehr als auflegen oder mir nen "blöden" Spruch verpassen wird er ja wohl nicht können.

Liebe Grüße
Taccina
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