Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Urteile auf RECHTplus
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Uns empfehlen
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

Studie - Mitmachen


Linkpartner


vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das achte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 12:54:29 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: [1] 2 3   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Taccinas Freundin und ein paar meiner Gedanken  (Gelesen 3830 mal)
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« am: 17. Dezember 2005, 20:38:21 »

Ich weiß nicht, ob es das richtige Forum ist, aber da es um Geld geht, habe ich es mal hier plaziert.

Taccinas Freundin und die dazugehörige Geschichte.

Sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf, da ich diese Frau SO gut verstehen kann.

Als mein Ex und ich beschlossen, eine Familie zu gründen, waren wir uns BEIDE darüber einig, dass ich meinen Job aufgeben werde, um ganz für die Kinder da zu sein. Wir waren uns ebenfalls beide darüber einig, dass wir aufs Land ziehen, da das Leben in der Stadt mit nur einem Gehalt zu teuer sein würde. Ebenso einig waren wir uns darüber, dass es nicht bei einem Kind bleiben würde.

Natürlich kann „Mann“ dann nach der Trennung so argumentieren, wie mein Ex es getan hat: „Ich bin ja nicht schuld an der Trennung, warum soll ich dann auch nur einen Cent bezahlen!“ In meinem Fall ging es ja noch nicht einmal um Unterhalt für mich, sondern ausschließlich für die Kinder!

Wir lebten ebenso wie Taccinas Freundin in einem kleinen Dorf – knapp 100 Einwohner, ein Drittel davon Kinder, ca. 20 % der Bevölkerung über 70 Jahre alt. Der nächste Kindergarten 3 km entfernt, die nächste Schule 6 km. Ein winzig kleiner Laden in 4 km Entfernung, die nächste vernünftige Einkaufsmöglichkeit 12 km. Der Schulbus fuhr täglich, aber nur zur Grund- und Teilhauptschule. Kinder, die eine weiterführende Schule besuchen wollten, mussten zum nächsten Ort – 2,5 km entfernt – morgens um halb sieben. Dies übrigens ein Grund, warum fast alle Kinder „nur“ die Hauptschule besuchten, obwohl etliche von ihnen andere Begabungen gehabt hätten. Das nur als Erklärung zur Mentalität der Einwohner.
Der Linienbus fuhr einmal in der Woche, wenn Markt in der Kreisstadt war.

Die Frauen im Dorf, egal welchen Alters, waren entweder mit dem heimischen Bauernhof beschäftigt, oder erfüllten ihre Tage mit den üblichen, den Frauen vorbehaltenen Tätigkeiten wie kochen, putzen, waschen und Kinder versorgen.

Arbeiten gehen war aus ganz oben beschriebenen Gründen gar kein Thema, weder bei mir, noch bei meinem Ex. Als unsere Kasse aber immer leerer wurde und der Geldautomat wiederholt nichts mehr hergab, da unser Dispo von damals 10.000 DM wieder mal überzogen war, bot sich mir die Gelegenheit als Schwangerschafts- und anschließend Mutterschaftsvertretung unserer Putzfrau im Kindergarten zu arbeiten.

Super Sache, mein Ex fand es auch gut, dass zusätzlich Geld rein kam. Für mich aber nur der pure Stress, denn schnell stellte sich heraus, dass mein Ex es zwar schön fand, dass ich arbeiten gehe, aber für nichts in der Welt bereit war, in dieser Zeit auf unsere Kinder aufzupassen. Zwei Möglichkeiten hatte ich – nachts putzen zu gehen (wobei er ja durch seine Nachtschichten auch oft genug nicht da war) – oder die Kinder mit zu nehmen, was ich dann auch getan habe. Super Sache, mein Zwerg war damals im Krabbelalter und wenn ich mit putzen fertig war, durfte ich noch mind. eine halbe Stunde wieder aufräumen. Davon abgesehen, dass es sich super putzt, wenn ständig drei Kleinkinder zwischen den Beinen rumlaufen.

Andere Jobs waren nicht drin – Kinderbetreuung gab es nicht, Vater war nicht bereit einzuspringen, auch wenn er zu Hause war – das war schließlich mein Job und so war es abgesprochen.

Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn er über mehr Geld verfügt hätte als er hat. Ich weiß nicht, ob ich dann nicht auch an die Absprachen von damals erinnert hätte, dass Kindererziehung meine Aufgabe ist und er dafür zu sorgen hat, dass das finanziert wird.

Sicher gibt es eine Menge Frauen, die nur darauf aus sind, ihre Ex-Männer bis auf die Unterhose auszuziehen – aus Rachegedanken, aus was weiß ich. Aber ich denke schon, dass man immer beide Seiten sehen muss.

Und an dieser Stelle kommt mir schon wieder gehörig hoch, dass ich drei Jahre lang mit UHV leben musste, dem auch noch zugestimmt habe, damit mein Ex seine Finanzen regeln kann und jetzt zusehen muss, dass er einen weiteren Kredit aufnimmt, den er nie im Leben abbezahlen kann.

So denke ich, dass es mehr Fälle gibt – den Männern stinkt es einfach, dass die Beziehung kaputt ist – stinkt den Frauen meistens genauso – aber die Männer sollen dafür bezahlen. Klar, aber war das nicht vorher genauso? Ich rede jetzt bitte nicht von den Fällen, bei denen es ums Existenzminimum geht. Ich rede allein von denen, die auf hohem Niveau jammern. Die im Grunde genommen genug Geld für alle hätten, aber nicht bereit sind, auch nur ein Jota von ihrem gewohnten Lebensstandard abzuweichen. Sorry, das müssen die Mütter mit ihren Kindern auch. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass man ein Kind mit KU und Kindergeld tatsächlich groß kriegt. Doch, man kriegt es groß, aber den Lebensstandard, den es vorher hatte (wohlgemerkt bei Gutverdienern), den hat es jetzt nicht mehr.

Und wieder gibt es zwei Möglichkeiten: Mutter klagt und ist böse, oder Mutter klagt nicht, schaut selbst wie sie zu Geld kommt und ist ganz schnell die Rabenmutter, die sich nicht mehr adäquat um ihr Kind kümmert.

Wie nun?

Frau kann es nur verkehrt machen.

Das geht mir seit Tagen so durch den Kopf....

Gruß AJA

[Editiert am 17/12/2005 von AJA]
Gespeichert
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #1 am: 17. Dezember 2005, 21:26:22 »

Mit umgekehrter Argumentation könnte dies auch ein Mann geschrieben haben.

Liebe AJA,

Du hast recht .... und auch wieder nicht ....

dass ist immer von der jeweiligen Situation, dem Verhalten der Eltern und auch des finanziellen Aufwandes zu betrachten.
Da gibt es den Polizeibeamten, der sich vor der Situation sieht, dass seine Frau die Beziehung beendet, Kinder mitnimmt! Das Haus ist nicht einmal annähernt bezahlt, beide werden mit dem Selbstbehalt leben müssen und haben gleichzeitig ein haufen Schulden.
Nun sieht es ja meistens so aus, dass man in einer 4 - 5 köpfigen Familie mit weit aus weniger finanziellen Mitteln auskommen kann. Die unterhaltsrelevanten Summen, die der Gesetzgeber als optimale Voraussetzung ansieht, können von den meisten Familien eingehalten werden, werden sogar sehr weit unterschritten.
Nun ist der KV meistens der Verlierer!
1) Er ist Unterhlatspflichtig
2) Meistens älter, meistens besser bezahlten Beruf, bringt er meistens auch schon ein gewisses Grundkapital mit in die Ehe, von der auch die Frau profitiert.
3)  moralisch schlechtester Fall: Sie beendet die Beziehung und erhebt "Anspruch" auf die Kinder: das Prozedere ist bekannt.
4) ER bleibt auf den Schulden sitzen ... denn SIE muss sich ja um die Kinder kümmern ...(?)
5) ER ist zum Unterhalt verpflichtet und lebt manchmal noch weit unter dem Selbstbehalt ... denn sonst darf er nicht einmal seine Kinder sehen (denn er zahlt ja keinen Unterhalt - ein Teufelskreis)
6) Sie zieht mit den Kindern weit weg, um ein neues Leben zu beginnen, an IHN denkt keiner, an SEINE Rechte.

Das ist nur ein Beispiel, doch wenn wir das Forum durchstöbern, ein sehr realistisches!

Und der liebe Uli kann immer als super Beispiel hervorgeholt werden, wie mit den richtigen Mitteln einem das Leben selbst auf moralisch/rechtliche Weise verhagelt werden kann.

Gruß
Kasper



[Editiert am 17/12/2005 von Kasper]
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #2 am: 17. Dezember 2005, 22:15:21 »

Hallo Kasper,

 
Zitat
dass ist immer von der jeweiligen Situation, dem Verhalten der Eltern und auch des finanziellen Aufwandes zu betrachten.


Nichts anderers meinte ich. Wo nichts zu holen ist, gibts auch nichts zu jammern. Punkt.
Das weiß Mann/Frau in der Regel schon vor der Trennung, und wenn danach um den Cent gepokert wird, ist das einfach nur blöde.

 
Zitat
1) Er ist Unterhlatspflichtig


Richtig - aber es gibt probate Mittel, sich vor dieser Pflicht zu drücken. Siehe mein Ex, siehe auch der Ex einer Bekannten. Er hatte während Ehezeiten immer zwei Jobs. Seinen regulären und dann noch einen nicht gerade schlecht bezahlten Vorstandsjob in einer caritativen Einrichtung. Als es dann zur Klage kam, hat er diesen zweiten Job ganz schnell aufgegeben. Dadurch schmälerte sich sein einstmaliges monatliches Nettoeinkommen von 8.000 DM auf mikrige 5.500 DM. Begründung: dem Verein geht es schlecht, er kann sich den Vorstand nicht mehr leisten. Erst dieses Jahr (die Geschichte liegt vier Jahre zurück) habe ich erfahren, dass es diesem Verein zu keinem Zeitpunkt schlecht ging, ganz im Gegenteil! Nun ist dieser Mann aber stadtbekannt integer, hat seine Beziehungen und daher hat der Richter ihm auch geglaubt. So nebenbei angemerkt: er verlangt von seinen Kindern, dass sie die Fahrtkosten, wenn sie ihn sehen wollen, von ihrem Taschengeld bezahlen.

 
Zitat
2) Meistens älter, meistens besser bezahlten Beruf, bringt er meistens auch schon ein gewisses Grundkapital mit in die Ehe, von der auch die Frau profitiert.


Mag sein, dass das die Regel ist, bei mir war es anders. Mein Ex ist ein Jahr jünger als ich. Er hat noch jahrelang studiert, während ich bereits gearbeitet habe und zu Beginn meines Mutterschutzes war mein Gehalt ziemlich genau doppelt so hoch wie seins.

 
Zitat
3) moralisch schlechtester Fall: Sie beendet die Beziehung und erhebt "Anspruch" auf die Kinder: das Prozedere ist bekannt.


Das musst du mir näher erklären, weiß jetzt nicht genau, wie du das meinst.

 
Zitat
4) ER bleibt auf den Schulden sitzen ... denn SIE muss sich ja um die Kinder kümmern ...(?)


ICH war in den Schulden zur Hälfte drin. Ich hätte auch versucht, sie allein zu tragen, hätte er mich nicht des Hauses verwiesen. Damals bot ich ihm an es zu versuchen. Es war schier unmöglich für mich als alleinerziehende Mutter ohne Einkommen mit drei Kindern eine Wohnung zu finden. Mit Unterstützung meiner Mutter hätte ich es schaffen können. Es war auch nur ein Angebot auf Zeit. Ich wollte nicht für immer und ewig in unserem Haus bleiben. Ich wollte einfach nur in Ruhe eine passende Bleibe für mich und die Kinder zu finden. Aber gut - er wollte es nicht.

 
Zitat
5) ER ist zum Unterhalt verpflichtet und lebt manchmal noch weit unter dem Selbstbehalt ... denn sonst darf er nicht einmal seine Kinder sehen (denn er zahlt ja keinen Unterhalt - ein Teufelskreis)


Ich habe hier schon mehrfach betont, dass der Unterhalt nichts, aber auch gar nichts mit dem Umgang zu tun hat. Ich sehe, dass es viele Mütter gibt, die die Umgangszeiten direkt mit der Höhe oder auch nur Pünktlichkeit der Unterhaltszahlungen koppeln. Das war mir jederzeit fern. Obwohl mein Ex - würde er seine Fnanzen mal endlich regeln - bei Gott nicht mit dem Existenzminimum leben müsste - was er abgesehen davon, im Gegensatz zu uns - auch nicht tut.

 
Zitat
6) Sie zieht mit den Kindern weit weg, um ein neues Leben zu beginnen, an IHN denkt keiner, an SEINE Rechte.


Klar, auch das gibt es. Ich bin mit den Kindern 3 km weiter gezogen. In das Dorf, in dem ich dann endlich den Zwerg zu Fuß in den Kindergarten bringen konnte. In dem ich dann endlich auch einen Job - wenn auch nur fünf Stunden in der Woche - gefunden habe. Die Wohnverhältnisse waren unerträglich, aber das ist eine andere Geschichte. Als wir dann in der nächsten Stadt ein Haus gefunden haben - besagte 12 km weit weg, hat er mir eine riesen Szene gemacht. Er würde mir das verbieten können, ich würde die Kinder von ihm entfernen, er müsste da zustimmen, sonst könnte ich nicht wegziehen.


 
Zitat
Und der liebe Uli kann immer als super Beispiel hervorgeholt werden, wie mit den richtigen Mitteln einem das Leben selbst auf moralisch/rechtliche Weise verhagelt werden kann.


Richtig! Und wenn ich diese Geschichte lese, frage ich mich immer, was ICH eigentlich falsch gemacht habe.

Was ich damit sagen will: es gibt immer zwei Seiten. Sicher hast du Recht, Kasper, dass viele Frauen ihre Ex-Männer einfach nur fertig machen wollen. Aber ich bin mir genauso sicher, dass es genügend andere wie mich gibt, die einfach nur das Beste für alle wollen und immer wieder gegen Betonwände rennen.

Gruß AJA




Gespeichert
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #3 am: 17. Dezember 2005, 23:06:47 »

Ich lese ... Du hast mich verstanden!

Es kommt aúf den Betrafhtungswinkel an!
Jeder hat seine Geschichte und seinen Betrachtungswinkel, und manchmal ist auch jeder "steif und fest der Meinung", das nur ER recht hat.

Ich meine damit gar nicht Dich persönlich, liebe AJA, ganz und gar nicht, denn den Einblich habe ich gar nicht, um mir dieses Urteil zu erlauben. Allerdings geneigt es manchen an Erfahrung, sollte er den Blick über den Tellerrand doch mal wagen, und sollte er weiblich oder männlich sein!

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #4 am: 18. Dezember 2005, 00:04:54 »

Hallo Aja,
auch ich lebe in einer Kleinstadt, auch um mich rum gibt es eine ganze Menge Gegend und wenig Jobs. Für meinen letzten Job bin ich 900km umgezogen und trage dafür sogar finanziell die Verantwortung, weil ich die Kosten des Umgans alleine trage.

Nur wenn ich meinen Freunden und Kollegen von mir erzähle, dann glauben die mir nicht.

Die können sich nicht vorstellen, dass ich schon ein Jahr lang versuche, unseren Sohn mehr als 3,5Stunden zu sehen. Und denen ist auch unbegreiflich, warum ich von 930 Euro leben muss, 2200km zu meinem Sohn zurücklegen und finanzieren soll und das für 60 Stunden in der Woche arbeite.

Wenn Du dich fragst, warum ich nicht verstanden werde, kann es an zwei Dingen liegen. Vielleicht, weil ich mit denen französisch rede und noch nicht perfekt spreche. Vielleicht aber auch, weil die Franzosen ein anderes Wertesystem haben. Die stehen auf Verantwortung zuerstmal für sich und seine Entscheidungen.

Bei der Diskussion verfallen wir nämlich wieder in alte Schemata: Mama passt auf die Kids auf, Papa schafft die Kohle ran. Es ist ja so schön einfach konservativ zu sein. Aber dann auch bitte bis zum Tod, der scheidet.

Wenn man sich dann doch anders entscheidet und scheidet, dann bitte aber auch konsequent. Trennung der Beziehung, Trennung der Verantwortung für die Kinder - und für den Partner.

Also hier ind Frankreich können und wollen Mamis auch für sich selbst sorgen. Kinder sind per Gesetz ELTERNSACHE, nicht Mamasache. Und wenn Mama wegziehen will und das mit Kindern - kein Problem, wenn sie dann den Umgang ermöglicht und finanziert. Man kann es das Verusacherprinzip nennen. Das geht, glaube mir.

Aber jetzt verstehst Du mich mehr, oder? Diesmal liegt es aber nicht an der Sprache.

Ürbigens. Ein Arbeitskollege meinte mal zu mir. Ihr Deutschen seid komisch. Also ihr wollt die Butter (damit meinte er wohl Eigenständigkeit), das Geld für die Butter (sollte wohl Unterhalt sein) und einen Freifi_ _ mit der Tochter des Buttermachers (eine neue Beziehung?).  Was meinst Du denn dazu?

Gruss,
Michael

[Editiert am 17/12/2005 von Weisnich]
Gespeichert
eskima
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.752



« Antwort #5 am: 18. Dezember 2005, 00:22:03 »

Moin,

bekanntlich war ich mit meiner Tochter nie in der Lage von AJA. Obwohl ihr Vater auch zu den Besserverdienenden gehört, teilweise fast 200% zahlen musste und bei Gerichtsverhandlungen gesagt hat, dass er aber eine Bekannte in XY-Land mit 500 DM monatlich unterstützt, und deshalb nicht zahlen kann (inklusive Lebensversicherung, und und und), hat mich nie das Finanzielle wirklich wütend gemacht. Als er gar nicht mehr gezahlt hat, hat das JA gepfändet und das wars dann, er tat mir zwar emotional etwas leid, aber mein Mitleid hielt sich, ehrlich gesagt, in Grenzen.

 
Zitat
Kinder sind per Gesetz ELTERNSACHE, nicht Mamasache.  


Hier war immer mein ganz privater Knackpunkt. Okay, ich hab meine Tochter bekommen, als noch nicht mal ansatzweise vom GSR die Rede war (1984), aber ich fühlte mich einfach im Stich gelassen. Meine Tochter (und ich schreib ganz bewußt meine Tochter) war so ungefähr 2 Jahre alt, da hatte sie hohes Fieber, es war WE. Zu dem Zeitpunkt hab ich nur stundenweise gearbeitet und bekam Unterstützung vom Sozialamt. Ich rief den Kinderarzt an und der sagte mir, dass er nicht mehr rauskommen würde, weil er an dem Tag schon 2 Unfälle gebaut hat. Ich hatte kaum noch einen Pfennig auf der Naht, TAXI konnte ich nicht bezahlen, und in meiner Verzweiflung rief ich den KV an und bat ihn, mit mir und   unserer Tochter zum Kinderarzt zu fahren. Seine Antwort war: ich hab keine Zeit, ich hab schon eine Verabredung.

Ich hab dann meine Nachbarin um Geld gefragt und bin mit dem Taxi zum Kinderarzt gefahren. Es ging alles, irgendwie. Aber für mich stand nie das finanzielle Problem im Vordergrund, sondern immer das Menschliche.

Meine Tochter sieht das übrigens anders. Sie sagt heute, dass ihr Vater nix für sie übrig hat, nicht mal einen Groschen, sogar der Unterhalt musste gepfändet werden.

LG

eskima
Gespeichert

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder ist der Meinung, er hätte genug davon (René Descartes)
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #6 am: 18. Dezember 2005, 11:54:03 »

Interessant wird es imer, wenn "Extremfälle" miteinander diskutieren. Denn schließlich und endlich hat jeder seine ganz  persönliche Geschichte.
Es gibt die Nulllinie (?nach neuer mit drei lll?), der durchschnittliche Erfahrungswert, wie die meisten Trennungen ablaufen (Im Bezug auf Kinder, Vermögen, berufliche Entwicklung). Inzwischen haben wir in der guten alten BRD noch die  verlogene Nulllinie die den normalzustand mit unbewiesenen Behauptungen stützt, zu ungunsten der Väter verschoben!

Mit AJA und Weisnich sind hier zwei Vertreter, die die denkbar schlechteste Erfahrung hinter sich gebracht haben. Nur leider, bei AJA ist es eine Ausnahme, bei Weisnich eher die Regel.

Liebe AJA,
es ist und bleibt immer ein Unterschied, ob man in der Stadt oder einem Dorf lebt, auch in D im 21. Jahrhundert. Leider bleibt auch oft die Fairness auf der Strecke und wieviele KV´s lassen sich erst einmal finanziell ausziehen, um dann zu merken, dass sie eh (egal wie sie es drehen und wenden) die Rechtlosen sind. Und auch die "netten/realitätsorientierten" Frauen laufen gefahr!

Vielleicht wäre das Einrichten einer Ombutsmannstelle (ähnlich wie z.B. bei den Banken) bei den Gerichten eine Hilfe, eine Person mit juristischen Kenntnissen die mit gesunden Menschenverstand handelt. Eine der Voraussetzungen dieser Stelle könnte z.B. lauten, dass die Bewerber keine Psychologische Ausbildung haben dürfen, nie beim/mit dem JA gearbeitet haben dürfen. Ebenso könnte die Zugehörigkeit zu einer politschen Partei und Interessensvertretung in diesem Bereich ein Ausschlussgrund sein ...

Klingt irgendwie interessant .... nur leider in Deutschland nicht realisierbar.

Gruß
Kasper

[Editiert am 18/12/2005 von Kasper]
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.055



WWW
« Antwort #7 am: 18. Dezember 2005, 11:57:59 »

Ich finde, eine Grundsatzdiskussion kann nicht an einem Einzelfall orientiert geführt werden.

Zitat
Eine der Voraussetzungen dieser Stelle könnte z.B. lauten, dass die Bewerber keine Psychologische Ausbildung haben dürfen, nie beim/mit dem JA gearbeitet haben dürfen. Ebenso könnte die Zugehörigkeit zu einer politschen Partei und Interessensvertretung in diesem Bereich ein Ausschlussgrund sein
Klingt, als würdest du mich direkt ansprechen  Lächelnd Ist ja alles eine Frage der Übernahme der Reisekosten  ;)

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #8 am: 18. Dezember 2005, 12:27:52 »

Hi Deep,
Zitat
Ich finde, eine Grundsatzdiskussion kann nicht an einem Einzelfall orientiert geführt werden.
 


Siehst Du. Genau da bin ich anderer Meinung.

Deutschland ist nicht die Tschuwaschische Republik, wo Städte alle 300km mal auftauchen. Nein. Deutschland ist der dichtbesiedelste Fleck in Europa. Warum kommen dann solche Dorfdiskussionen auf? Ajas Freundin soll sich mal umsehen. Die nächste Stadt ist in 50km und der nächste Job in 30km. Geht mir weg mit solchen Totschläger-Argumenten. Sentimentaler Kram.

Scheidungen sind mit Veränderung verbunden. Warum nur im Geldbeutel des Mannes? Warum nicht auch im Lebensstil, Wohnort und Beruf der Frau?
Also bei mir ist nix mehr, wie es war. Frau weg, Kind weg, Job weg, Wohnung weg, Haushalt weg, Auto weg, Geld weg. Bei meiner Ex? OK, ich bin weg, aber sonst? Ach ja, sie hat jetzt eine grössere Wohnung. Aber eigentlich wollte ich nicht konkret werden.

Scheidungsorganisatoren sind in D laut Statistik grösstenteils weiblich. Dagegen habe ich nichts. Aber Mädels, warum könnt ihr nicht eine Partnerschaft auch finanziell beenden? Auch eure Exen haben ein Recht auf ein Leben danach. Ihr wollt euren eigenen Weg gehen, dann macht es aber auch.

Dann noch zum Schluss eine Sache. Bei der ganzen Diskussion geht es um TU/EU, nicht aber um KU. Ich denke, darauf können wir stolz sein.

Gruss,
Michael

[Editiert am 18/12/2005 von Weisnich]
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #9 am: 18. Dezember 2005, 13:52:06 »

Lieber Michael,

 
Zitat
Aber Mädels, warum könnt ihr nicht eine Partnerschaft auch finanziell beenden? Auch eure Exen haben ein Recht auf ein Leben danach. Ihr wollt euren eigenen Weg gehen, dann macht es aber auch.


Genau DAS habe ich ja getan. Aber bitteschön nur, was MICH betrifft.

 
Zitat
Bei der ganzen Diskussion geht es um TU/EU, nicht aber um KU.


In meinem Fall geht es sehr wohl nur um KU. Für mich habe ich zu keinem Zeitpunkt auch nur einen einzigen Cent beansprucht. Alles, was ich wollte war mein Bett, mein Kleiderschrank und die persönlichen Dinge, die ohnehin mir gehörten.

Und es geht nicht um eine Freundin von mir, es geht um mich. Meine Gedanken kreisten um Taccinas Freundin.

 
Zitat
Scheidungen sind mit Veränderung verbunden. Warum nur im Geldbeutel des Mannes? Warum nicht auch im Lebensstil, Wohnort und Beruf der Frau?


Mag sein, dass es die Regel ist, dass sich bei der Frau nichts weiter verändert, als die Tatsache, dass der Mann nicht mehr da ist. Aber ich kenne eben auch andere Beispiele, bei denen es mir einfach den Hut hochzieht. Die erwähnte Bekannte bekam für sich 1.000 ,-- DMund für die drei Kinder KU in etwa der gleichen Höhe. Den Unterhalt für sich wollte sie nur während ihrer Umschulung, die nötig wurde, da auch sie eine war, die sich dem "konservativen" Traum hingegeben hatte, jahrzehntelang für die Familie da zu sein. Zzgl. Kindergeld hatte sie rund 2.500 DM, während dem Vater noch immer 3.000,-- DM blieben. Außerdem lebte er weiterhin mit seiner Freundin im gemeinsamen Haus, während sie mit ihren Kindern in eine Etagenwohnung umziehen musste.

Kurz nach Beendigung der Umschulung wurde sie in einer Firma übernommen, es gab keinen Unterhalt mehr für sie. Klarer Fall, wollte sie auch nicht mehr. Dummerweise ging es der Firma ein halbes Jahr später viel schlechter und sie war eine der ersten, die gekündigt wurde.

Seitdem tobt wieder der Krieg, der soweit eskaliert, dass der KV von den Kindern verlangt, dass sie die Fahrt zu ihm von ihrem Taschengeld bezahlen müssen.

Klar, ist sicher ein Einzelfall, aber diese Einzelfälle gibts halt einfach auch. Und du kannst mir glauben, dass meine Bekannte alles dafür gäbe endlich von diesem Mann unabhänig zu werden.

 
Zitat
Die nächste Stadt ist in 50km und der nächste Job in 30km. Geht mir weg mit solchen Totschläger-Argumenten. Sentimentaler Kram.


Ha ha, sorry, dass ich lache. Ich möchte nicht wissen, was mir mein Ex erzählt hätte, wenn ich "zu meinem Job" gezogen wäre. Hat er mir doch schon wegen 12 km mit dem Gericht gedroht!
Und wie wird denn letztlich - auch hier - auf die Frauen eingeprügelt, die ihre Kinder den Vätern über mehrere hundert Kilometer entfernen!

 
Zitat
Auch eure Exen haben ein Recht auf ein Leben danach.


Natürlich haben sie das. Aber nicht auf Kosten der Kinder, denn in aller Regel wollten sie diese auch. Und wenn das Eheversprechen unter anderem dahingehend lautete, dass sie die Ernährer sind, damit sich "Frau" ganz ihrer Mutterrolle widmen kann, sollten sie den Frauen auch die Möglichkeit und die nötige Zeit geben, sich in ihrer neuen Rolle zurecht zu finden.

Auf Kosten der Kinder finde ich dann auch, wenn es heißt wie bei Taccinas Freundin - das Kind muss morgens alleine aufstehen etc.
Sie sollte (nachdem ja genug Geld da zu sein scheint) die Möglichkeit haben, einen Job zu finden, bei dem sie eben NICHT ihr Kind vernachlässigen muss.

Wie gesagt - ich schreibe das alles auf Grund von einzelnen, konkreten Erfahrungen. Das soll hier keine Pauschalierung sein und schon gar keine Entschuldigung für geldgierige Schmarotzerfrauen.

Hier sehe ich einen Widerspruch:

 
Zitat
Trennung der Beziehung, Trennung der Verantwortung für die Kinder - und für den Partner.


 
Zitat
Kinder sind per Gesetz ELTERNSACHE, nicht Mamasache.


Wenn Kinder Elternsache ist, wie soll dann bitte die Verantwortung  getrennt werden?

Wie bereits oben geschrieben: die meisten Väter wollten ihre Kinder doch auch!?!

Gruß AJA
Gespeichert
Taccina
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #10 am: 18. Dezember 2005, 14:11:16 »


Hallo,


ich sehe das genauso, das jeder "Fall" individuell gesehen werden muss und nicht mit anderen verglichen werden darf. Manchmal gibt es Gemeinsamkeiten, aber meist sind sie Grundverschieden.

Zitat

 Meistens älter, meistens besser bezahlten Beruf, bringt er meistens auch schon ein gewisses Grundkapital mit in die Ehe, von der auch die Frau profitiert


Ok, Du hast   MEISTENS geschrieben.

Bei mir war das anders.
Ich hatte nen verdammt guten Job als Druckerin in eine Spezialdruckerei. Mit Steuerklasse I brachte ich 2500DM Netto mit nach Hause. Wenn ich Nachtschichten machte sogar noch mehr. Als Singel ne ganz schöne Stange Geld (1995).

Da ich allerdings heftig mit Chemikalien im meinem Job zu tun hatte, und auch unheimlich viele Dämpfe von Klebstoffen in der Luft waren (wir hatten zwar ein Abluftsystem, aber mein Chef hat die Schächte im Winter immer geöffnet damit er nicht soviel Heizen mußte und so kam es das wir die Dämpfe immer einatmeten und oft genug irgendwie "high" nach der Schicht da raus kamen) war mit Anfang der Schwangerscahft auch "Schicht im Schacht" mit meinem Job. Wer will seinem Ungeborenen Kind schon solchen gefahren aussetzen.....

Da ich aber immer schon ein Recht bodenständiger Mensch war und auch von Hause aus gelernt habe, nicht alles Geld was man hat zu "verbrassen" hatte ich auch schon einiges gespart. Ich wollte ja irgendwann mal bauen und weil man dazu Geld braucht habe ich mir immer schön was auf die Seite gelegt. Alles in allem waren gut 40.000Dm auf meinem Sparbuch.
Mein Ex hatte nichts!...doch er hatte was...fast 80.000DM Schulden...wegen nichts und wieder nichts! Neue Autos kaufen und ein paar Monate später im besoffenen Kop ne Massenkarambulage verursachen, über seine Verhältnisse Leben usw....

Doof wie ich bin, hab ich natürlich meine ganze Kohle in seine Schulden gesteckt. Schließlich waren wir ja jetzt eine Familie und alles wird dann in einen Topf geworfen.
Ich bin dann in Haushalten putzen gegangen damit wir uns über Wasser halten konnten.

Immer wieder "schlug" er mit seinen unüberlegten Aktionen zu....
Immer wieder wenn man dachte, man hatte einen Teil der Schulden abgetragen und die Tilgungsrate könnte man ein bissel schmälern, kam wieder irgendwas.
Entweder bekam er den Führerschein abgenommen und obendrauf noch 3500Dm Geldstrafe oder er setzte sich in den Kopf ein RC Auto zu kaufen, weil seine Freunde das auch hatten (und nicht eins für 20Dm....nee...insgesamt kostete das RC Auto 1500Dm) oder oder oder....
Die Möbel in unserem Haus waren alle von meinen Eltern bezahlt (und das waren auch einge 1000 um nicht zu sagen 10.000€)....

So und nu sind hier all die Männer die das Geld mit in die Ehe gebracht haben und die Frau nichts hatte. Die Männer sehen es nicht ein Unterhalt zu zahlen....

Hey, ich hab nicht ein einziges Teil von unserem Hausrat bekommen....Noch nicht mal die Möbel die meine Eltern bezahlt haben...
Ich habe ihm seine Schulden zum größten Teil bezahlt.....

Und nun soll ich stillschweigen und zusehen das ich mit dem Kind durchkomme? Und er hat ein tolles Leben auf meinen und meinem Elterns Knochen??
Ich will nichts von ihm....nein...ich will arbeiten....und ich tus auch...nur wenn das zum Lebensunterhalt für mich und meinen Sohn nicht reicht (und ich stelle absolut KEINE Ansprüche), dann habe ich bitte auch das Recht ein bissel Unterhalt zu verlangen......

Warum gehts meinem Sohn und mir denn finanzeill so schlecht? Weil Ex nicht mit Geld umgehen konnte und nur materiell eingestellt ist....
Wäre er ein klein bischen auch nur Mann, dann würde er sagen, ich geb meinem Kind seine Wertsachen und den Hausrat gebe ich auch dahin zurück, an die Menschen die ihn bezahlt haben.....
Meine Eltern haben NICHTS mehr....all ihre Ersparnisse haben sie uns als Zinslosen Kredit gegeben, damit wir unser Haus nach unseren wünschen Einrichten konnten. Irgendwann sollten wir dann "so wie wir können" das Geld monatlich zurück zahlen....

Ist sowas gerecht??? Hat er das Recht dazu? Soll ich jetzt verzichten?


Liebe Grüße Taccina





Gespeichert

Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #11 am: 18. Dezember 2005, 14:25:34 »

 

Wir essen alle vom gleichen Kuchen, benutzen nur unterschiedliche Gabeln.

Wir fangen uns an im Kreis zu drehen. Extreme kann man nicht vergleichen, und nur weil einem selbst dieses Extrem wiederfahren ist, können nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Schließlich und endlich müssen wir uns nicht mit den Feministinnen zusammen auf die niedrigste Stufe stellen.  

Gruß
Kasper

Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Taccina
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #12 am: 18. Dezember 2005, 15:09:51 »

Hallo Kasper,

sollte um Gottes willen kein Angriff gegen Dich sein.
Da hast Du dann was falsch verstanden.

Ich hab mir Deinen Satz raus gepickt, weil dieser auf mich nun gar nicht zutrifft und wollte mal ein Beispiel bringen.

Darum habe ich ja am Anfang meines Posts gesagt:

Man kann keinen Fall mit dem anderen vergleichen. Man darf einfach nichts verallgemeinern.

Es gibt bestimmt Frauen (wie man zu Hauf hier sieht) die den Ex bis auf die Knochen ausziehen wollen und immer nur noch mehr fordern!

Es gibt aber auch Männer (wenn auch schwer vorstellbar für die Männer hier), die die Frauen "ausgenommen" haben, und die Frau am Ende nicht weiß, wie sie ihre Kinder durchbringen muß.

Mir extremfällen wie sie hier im Forum fast zur normalität geworden sind, kann man eine solche Diskussion endlos fortführen. Und am Ende hat jeder von denen Recht.....

Liebe Grüße Taccina

Gespeichert

Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #13 am: 18. Dezember 2005, 16:48:29 »

Hi Taccina,

nein, nein, keine Angst ... ich fühle mich nicht angegriffen! Dat hier bisher erst einer geschafft, dass beim schreiben stinkig wurde.

Die Smilies fand ich einfach nur klasse ... und bei übertriebener Überlegung passen die die so schön!

Ich denke, das vom Grundgedanken so ziemlich alle gleichgestrickt sind und die gleiche Meinung haben ... nur anders ausgedrückt!

Gruß
Kasper  
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #14 am: 18. Dezember 2005, 17:32:22 »

Taccina, wir sollten einen Club gründen  ;)

Sind wir doch nun schon zwei von der Sorte in ein und demselben Forum. Zwei Einzelfälle, oder gibt es doch noch mehr von diesen angeblichen Einzelfällen  question

 ;)  ;)  ;)

Gruß AJA
Gespeichert
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #15 am: 18. Dezember 2005, 18:41:25 »

Hallo ihr,
Tac und Aja. Ich kenne eure Geschichten und schliesse euch gewiss nicht in meine Überlegungen ein.

Warum wärt ihr sonst auf VATERsein?

Also: Peace, Schwestern.

Nen schönen Restsonntag,
Michael
Gespeichert
Xe
_vj
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.619



« Antwort #16 am: 18. Dezember 2005, 19:01:47 »

Zitat

Sind wir doch nun schon zwei von der Sorte in ein und demselben Forum. Zwei Einzelfälle, oder gibt es doch noch mehr von diesen angeblichen Einzelfällen  question


Sicher - ich bin so ein Einzelfall (sogar ARGE-Zertifiziert ).

Gruß,Xe
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #17 am: 18. Dezember 2005, 20:33:42 »

 Lächelnd  Am Zertifikat muss ich noch arbeiten, Xe

Gruß AJA
Gespeichert
Delphin
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 625



« Antwort #18 am: 18. Dezember 2005, 21:09:36 »


Hallo weisnich
 

Scheidungen sind mit Veränderung verbunden. Warum nur im Geldbeutel des Mannes? Warum nicht auch im Lebensstil, Wohnort und Beruf der Frau?  thumbup  thumbup
Also bei mir ist nix mehr, wie es war.
 Dito !Bei MIR AUCH NICHT bei kaum jemanden ist alles so nach einer Trennung wie es war ich hab mein Leben Stück für Stück geändert damit unser Sohn langsam mit der Situation zurecht kam.
 

Ich bin immer arbeiten gegangen auch während des Zusammenlebens .
TU habe ich einmal bekommen als mein befristetes Arbeitsverhältnis beendet war und ich vorrübergehend keinen Job hatte.
Auch ich lebe nicht gerade in einer Großstadt bin aber für eine befristete Arbeit 15 Stunden/wtl.
54 Km gefahren das geht wenn man nur will.

Aber man muss Taccinas Freundin eine gewisse Zeit geben um mit der Situation klar zu kommen.
Hier  gibt es Männer die belogen und betrogen wurden ...den gestehen wir ja auch zu wütend, traurig und frustriert zu sein bis sie die "Kurve"wieder bekommen!

Es ist gut möglich das sich die anderen Antworten in meinem post wiederspiegeln.
Ich bitte um Entschuldigung dafür,ich hab nicht alles gelesen.




Scheidungsorganisatoren sind in D laut Statistik grösstenteils weiblich.

Stimmt Frauen quasseln in der Öffentlichkeit Männer suchen sich ihre Gemeinschaft meist im I-Net. ;)

 Dagegen habe ich nichts. Aber Mädels, warum könnt ihr nicht eine Partnerschaft auch finanziell beenden? Auch eure Exen haben ein Recht auf ein Leben danach.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
BEIDE haben ein Recht darauf und trotzdem pfuscht man sich GEGENSEITIG drin rum weil es schwer ist für manche es zu akzeptieren!Weil fast immer eine/r verletzt wird.



Habe nicht den Eindruck das es meinem Ex finanziell schlecht geht!Aber KU zahlt er auch nur sporadisch  und unter dem was er zahlen müsste!Umgang klappt von meiner Seite aber er boykottiert DAS gibt es nämlich auch!

Ihr wollt euren eigenen Weg gehen, dann macht es aber auch.
 thumbup
Gute Aussage!

Gruss Delphin
Gespeichert

EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #19 am: 18. Dezember 2005, 22:34:07 »

Ganz ruhig, Delphin. Weisnich hat doch schon mit uns Frieden geschlossen  ;) .

Trotzdem herzlich willkommen im Club  :cool: .

Das ist es eigentlich auch nur, was ich sagen wollte. Man muss schon jeden Fall, sei es jetzt von Frauen/Mutter, oder von Männer/Väterseite aus ganz genau beleuchten, bevor man sich ein Urteil erlauben darf.

Gerade in einem Medium wie dem Internet ist es sehr schwierig, sich ein neutrales Urteil bilden zu können. Sieht man doch immer nur eine Seite und die meist auch sehr emotional.

Niemand ist ganz frei davon, Menschen auf Grund ihrer Geschichte in Schubladen zu stecken. Ich gebe mir allergrößte Mühe, doch auch mir passiert das immer wieder.

Den Thread habe ich eröffnet, um einfach mal klar zu stellen, dass es IMMER eine andere Seite gibt. Manchmal, so scheint mir, geht der Blick dafür sehr schnell verloren.

Gruß AJA
Gespeichert
polly
Gast
« Antwort #20 am: 19. Dezember 2005, 00:15:53 »

Hallo,

auch ich habe mir über den Beitrag über Taccinas Freundin so meine Gedanken gemacht.  Ich bin selber in einer ganz anderen Situation (Freundin eines Unterhalt-zahlenden und -lebenden), aber muss hier auch mal die Lanze für einige (!) Ex-Frauen brechen. Natürlich gibt es Ex-Frauen, die sehr wohl in der Lage sind für ihren eigenen Unterhalt aufzukommen und das auch schon seit je her tun, aber es gibt auch andere. Und andere Männer die dazu gehören.
Es gibt halt diese Modelle, in denen der Mann der Alleinversorger ist und aus vielfältigen Gründen (günstigerer Wohnungsort, Kontrollbedürfnisss?) können die dazugehörigen Frauen schnell in die Isolation geraten. Die Entscheidung wird getroffen, dass die Frau ihren Beruf aufgibt (Karrierechancen nach längerer Kinderpause sind ja nun gleich null), der Wohnort liegt in der Einöde (Jobs, womöglich gut bezahlt und flexibel sind Mangelware) und der soziale Kontakt wird auch kaum gefördert (der Mann darf seine "Hobbys" pflegen, für den Aufbau eines "Netzwerkes" für die Frau, auch außerhalb von Krabbelgruppen, fehlt das Geld, die Zeit und die Betreuung der Kinder-der Mann ist da oft selten einzuspannen).
Und dieses ganze Modell geht so lange gut, bis es zur Trennung kommt.
Und dann soll...
... plötzlich die Frau für sich alleine sorgen, nachdem sie alle Chancen auf einen gut bezahlten Job aufgegeben hat...
... einzige Chance auf etwas beruflichem Vorkommen darin liegen, ihre Kinder aus dem gewohntem Umfeld zu reissen...
... sie ihr ganzes Leben umkrempeln, während ihr nun Ex sich nahe seiner Firma etc. einmietet...

Also ganz ehrlich, wenn Mann und Frau diese starre, konservative Entscheidung getroffen haben, muss diese Konsequenz auch nach der Trennung Relevanz haben. Nun von der Frau zu erwarten von heute auf morgen ein neues Leben anzufangen, gänzlich unabhängig vom Ex, der die Unselbstständigkeit seiner ehemals besseren Hälfte nur gefördert hat, finde ich unfair und blauäugig.

Nun ist hier vielleicht der falsche Ort, um über dieses Modell zu urteilen. Ein Väterforum ist wohl kaum der Platz, in dem sich die oben beschriebenen Männer und Frauen tummeln.

Wie so oft wäre hier wohl eher ein Unterforum "miese, gemeine Trennungen" angebrachter, um Einzelfällen gerecht zu werden.

Liebe Grüße Polly
Gespeichert
Delphin
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 625



« Antwort #21 am: 19. Dezember 2005, 06:07:31 »

 mad3 @Aja

ja ich weiß das ihr wieder Frieden geschlossen habt
Sorry bin zur Zeit super gereizt gerade was diese "PauschalHetze"angeht..



Schönen Montag noch

Gruss Delphin
Gespeichert

EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN
Taccina
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #22 am: 19. Dezember 2005, 07:16:36 »


hmmm....

Was mir dabei allerdings noch "aufstößt" sind immer wieder die Aussagen die rüber kommen wie: "Die Frau war ja zu Hause. Brauchte ja nix tun und hat sich nur auf der Couch gelümmelt. Hatte den ganzen Tag zur verfügung um sich ein schönes Leben mit Shoppen, Kaffekränzchen und und und zu machen"

Wer hat denn den Haushalt geschmissen?
Wer hat sich darum gekümmert das die Wäsche sauber, gebügelt und ordentlich im Schrank lag?
Wer hat gekocht, geputzt, aufgeräumt?
Wer hat sich um all die alltäglichen Dinge gekümmert?
Wer hat auf das Kind aufgepasst? Wer hat alles organisiert?
Wer hat die Kids bei den Hausaufgaben betreut?
Wer hat die ganze Gartenarbeit erledigt?
usw....

Und das alles ohne Sonn- und Feiertage, ohne 30Tage Urlaub im Jahr!!!......
7Tage die Woche jeweils 24h im "Bereitschaftsdienst".

Auch wenn viele Männer das nicht sehen wollen, aber sowas ist auch arbeit, die, wie bei mir, komplett an mir hängen blieb. (bis auf Rasenmähen...das hat mein Ex dann einmal die Woche gemacht).
Man bekommt zwar kein Geld dafür bzw man bringt durch diese Arbeit kein Geld in die Haushaltskasse mit ein.
...aber rechnet mal...
Jeder Babysitter bekommt Geld und das nicht zu knapp, Putzfrauen kosten auch Geld, Köchin, Gärtner, Buchhalter, Wasch-und Bügelfrau und und und.....
Puh..ich glaub wenn man die alle anstellen müßte, dann wäre man ne ganze Stange Geld weg. Da würden viele Einkommen der Männer nicht reichen.

NEIN, ich will damit nicht sagen: "Oh was bin ich doch ein armes Frauchen"...absolut nicht, aber ich denke das soll auch mal berücksichtigt werden und nicht immer nur als "Normal" abgetan werden.
Klar ich konnte mir meine Zeit freier einteilen, aber getan werden mußte die Arbeit auch. Ob nun gleich morgens um 6 oder abends um 22Uhr. Und auch am WE hat mir keiner was abgenommen. Krankenschein gab es auch keinen.....

Ich will auch gar nicht bestreiten, das hier Männer sind, dessen Frauen zu Hause so gut wie gar nichts gemacht haben....aber der "Regelfall" ist es ja dann schon das die Frau sich um alles kümmert...genau wie es sooft der Regelfall ist, das Mann arbeiten geht.

DAs wollte ich einfach nur mal loswerden

Liebe Grüße Taccina
Gespeichert

Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Roman3
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 195


« Antwort #23 am: 19. Dezember 2005, 10:10:44 »

Zitat

Nur wenn ich meinen Freunden und Kollegen von mir erzähle, dann glauben die mir nicht.

Die können sich nicht vorstellen, dass ich schon ein Jahr lang versuche, unseren Sohn mehr als 3,5Stunden zu sehen. Und denen ist auch unbegreiflich, warum ich von 930 Euro leben muss, 2200km zu meinem Sohn zurücklegen und finanzieren soll und das für 60 Stunden in der Woche arbeite.

Wenn man sich dann doch anders entscheidet und scheidet, dann bitte aber auch konsequent. Trennung der Beziehung, Trennung der Verantwortung für die Kinder - und für den Partner.

Also hier ind Frankreich können und wollen Mamis auch für sich selbst sorgen. Kinder sind per Gesetz ELTERNSACHE, nicht Mamasache. Und wenn Mama wegziehen will und das mit Kindern - kein Problem, wenn sie dann den Umgang ermöglicht und finanziert. Man kann es das Verusacherprinzip nennen. Das geht, glaube mir.

Gruss,
Michael

[Editiert am 17/12/2005 von Weisnich]



Das hast du sehr treffend formuliert Michael und die Probleme, die hier in Deutschland grasieren auf den Punkt gebracht.
Gespeichert
strike
Gast
« Antwort #24 am: 19. Dezember 2005, 11:31:41 »

Hallo Zusammen,

Weihnachten naht und irgenwie passt vieles nicht zusammen....

Ich habe mir mal eher "philosophische Gedanken" über diesen Threat hier gemacht....

Der "Querschnitt" dieses Threats zeigt in meinen Augen deutlich, dass eben alle Trennungen und Scheidungen "individuell" sind. Zwar stimmen oftmals die "Abläufe" überein, aber da es sich immerhin um zwei Individuen handelt, die sich - das darf man mal nicht vergessen - kennen gelernt, lieben gelernt und dann den Schritt in die gemeinsame Ehe gegangen sind, eventuell Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind und sich dann - warum auch immer - wieder getrennt haben (und dabei ist es jetzt mal egal, aus welchem Grund), kann man die "Fälle" sicherlich nicht "über einen Kamm scheren".

Was heisst schon "Extremfall" ?
Als ich die Geschichten hier las, dachte ich auch "meine Geschichte" brauche ich hier garnicht erst veröffentlichen, die ist im Vergleich zu dem, was ich hier schon gelesen habe, der reinste "Kindergeburtstag". Aber es kann viellicht helfen. Zum einen "den "Wald vor lauter Bäumen" zu erkennen, zum anderen vielleicht anderen, die die Geschichte lesen , weil sie ähnliches erlebt haben und nun sehen, wie andere damit umgegangen sind oder umgehen. Weil man feststellen kann, dass man in seiner Situation nicht alleine ist, sondern es noch andere gibt, mit denen man sich austauschen kann, die das Verstehen, was man zu erzählen hat.

Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sich eigentlich alle - und da nehme ich "meinen Fall" nicht heraus -  mal Gedanken über die Sichtweisen machen könnten.

Sehen wir's mal pragmatisch:

Wenn zwei sich trennen und keine Kinder da sind, geht jeder seinen Weg. Kein Kontakt mehr zum / zur Ex und basta. (Aus den Augen, aus dem Sinn) Die Wunden können in Ruhe geleckt werden und die Zeit zum Heilen und Abstand gewinnen ist da. Nun sind aber auf Grund der Kinder beide "verdammt", den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Eben "wegen" der Kinder. Wenn es "nur" um die Kinder gehen würde und jeder seine "persönlichen Belange" raus lassen würde und quasi "zweigleisig" fahren könnte (Was gibt es, für die Kinder zu regeln = Gleis 1 , was ist zwischen den "ExPartnern" zu regeln/ noch offen = Gleis 2), könnte alles, was "Kindesbelang" ist friedlich und normal geregelt werden. Das "andere" (offene Punkte zwischen den ExPartnern), sollte schleunigst ebenfalls "geregelt" werden.

Nun aber das Problem:

Die Kinder als Bindeglied stellen gleichzeitig den "Hebel" dar, an dem "gedreht" werden kann, um "dem anderen eine rein zu würgen". Aus Verletztheit, Ungerechtigkeitsgefühl, Wut, Hass, was weiss ich. Und hier steckt doch die eigentliche Ungerechtigkeit und der eigentliche Haken drin:

Wenn doch beide Elternteile "das Beste für das / die Kind/er" wollen, weil doch beide ihre Kinder lieben, warum klappt das dann nicht ?

Weil es eben Menschen sind, die hier miteinander "funktionieren" müssen und keine Maschinen.  Und weil sich beide oftmals nicht mehr an die "Anfänge" erinnern (wollen), wo alles "gut und rosrot" war, wo sogar die Überlegungüber einen Ehevertrag schon fast als Verrat am gegenseitigen Vertrauen angesehen werden könnte. Und weil "Mensch" eben nicht unbegrenzt "objektiv, normal und ruhig" sein bzw. bleiben kann und weil "Mensch" eben nicht unbegrenzte Kraft und Energie hat.

Besinnt Euch auf Euer Grundanliegen:

Jeder, der hier Postet hat im Grunde doch nur einen Wunsch:

Den Terror endlich hinter sich zu lassen und sein Leben - ob nun mit Kinder im Haushalt oder ohne - so regeln zu können, dass es endlich wieder geregelt ist. Nicht nur die Kinder brauchen die Kontinuität des Umgangswochenendes, nein, auch die, zu denen die Kinder kommen und die, bei denen die Kinder leben, brauchen die Relelmässigleit, denn nur dann kann auch geplant und geregelt werden, wie "es" ablaufen soll und dann kann auch aus der Relegmässigleit eine neue Sicherheit für beide gewonnen werden, denn die "alte Sicherheit" beider aus der vorangegangenen Ehe und Beziehung war mit der Trennung weg. Und die "Neupartner" ? Auch die brauchen die Regelmässigkeit, denn schliesslich sind sie es, die "ausserdem" auch mit den "Altlasten" vergangener Ehen und Beziehungen klar kommen sollen.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, "wieder einmal" den Versuch zu wagen, meine ExFrau dazu zu bewegen, sich auf die Kinder zu besinnen und das neue Jahr zum Anlass zu nehmen, endlich Frieden mit sich selbst und mir zu schliessen - im Sinne und "zum Wohle" der Kinder....

Ich wünsche Euch ein friedliches und harmonisches Weihnachtsfest

Liebe Grüße

strike
Gespeichert
Seiten: [1] 2 3   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Unterhaltsrecht (Moderatoren: midnightwish, oldie)  |  Thema: Taccinas Freundin und ein paar meiner Gedanken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2012 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Erste Hilfe | Unterhaltsrechtliche Leitlinien
Aufsätze, Urteile, Studien, Informationen zum Familienrecht | Lexikon Familienrecht | Abkürzungen Familienrecht | Sonderbedarf
Urteile Ehegattenunterhalt | Urteile Kindesunterhalt | Urteile Sorgerecht | Urteile Umgangsrecht | Urteile Versorgungsausgleich | Urteile Zugewinnausgleich
Forum Umgangsrecht | Forum Sorgerecht | Forum Unterhaltsrecht | Forum Behörden/Gerichte | Forum Politik/Gesellschaft/Soziales

 

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team