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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 12:24:10 *
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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Umgangrecht/-pflicht (Moderator: Milan)  |  Thema: Umgangsrecht
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Autor Thema: Umgangsrecht  (Gelesen 749 mal)
raj
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 21


« am: 27. November 2005, 12:57:11 »

Hallo,

Zuerst möchte ich allen die hier in dem Forum mitmachen und helfen ein herzlichen Dank sagen.
Ich habe diese Seite durch einen Artikel in einer Zeitung entdeckt. Die Infos und Erfahrungen, die hier aufgeschrieben sind, konnten mir sehr viel helfen.

Aber jetzt habe ich ein Problem, mit dem ich nicht weiter komme. Ich weiß keine Lösung.

Ich lebe seit Juni 2004 getrennt (der Scheidungsantrag ist gestellt).
Im September 2004 wurde beim JU folgende Umgangsregelung getroffen:
-   jedes zweites WE vom Fr. 17:00 bis So. 19:00 und jeden zweiten Montag vom KiGa 13:00 bis Dienstag 9:00 in den KiGa.
Diese Umgangsregelung hat eigentlich funktioniert (mein Sohn 4 Jahre hat sich immer sehr gefreut, dass er zu mir kommt, er wollte eher nicht nach Hause zurückgehen).
Im Mai 2005 habe ich ihn am Dienstag in den KiGa zurück gebracht. Vom KiGa wollte ihn die KM abholen und sie hat dabei  Probleme gehabt. Er wollte nicht mit ihr gehen, mein Sohn hat dabei geschrieen und wollte zu mir.
Nach diesem Vorfall hat die KM die Tage gestrichen.
Auf Empfehlung vom JU bin ich vor Gericht.
Beim Gericht wurde folgende Umgangsregelung getroffen (im September 2005):
-   jeden zweiten Montag vom KiGa bis Dienstag in den KiGa und vom Freitag 18:00 bis Montag in den KiGa.

Das hat bis vor 4 Wochen funktioniert. Ich muss hier betonen, dass mein hat sich beim Abholen auf mich sehr gefreut und wollte nicht zu  der KM  zurückgehen.

Jedoch vor 4 Wochen (Freitag, 18:00) wollte ihn wie gewöhnlich abholen. Er hat sich vor mir versteckt. Die KM hat mir mitgeteilt, dass er nicht zum Papa möchte.
Begründung der KM:
- er ist zu oft bei Dir, jetzt möchte das Zuhause bei ihr genießen
-   er hat entschieden, dass er zu Oma gehen möchte.
Ich habe für mich gedacht, dass er müde ist und habe ich ihn bei der KM gelassen. Ich habe dann ein Tag später von der Oma abholen wollen, aber die Reaktion war die gleiche, er hat sich vor mir versteckt. Ich habe ihn bei der Oma gelassen.
Eine Woche später am Montag vom KiGa: er ist zu mir gekommen und hat sich gefreut, dann tauch die KM auf. Sie macht große Abschiedsszene und mein Sohn schwenkt wieder um, möchte zu mir nicht gehen.
Zwei Wochen später (einen Tag vor dem Abholen) ruft die KM an und mitteilt, dass sie mit dem Kind gesprochen hat und er möchte zu mir nicht.

Wie soll ich weiter vorgehen?
Zum Gespräch beim JU möchte die KM nicht mitgehen.
Wieder vor Gericht, was bedeutet das, was kann ich dadurch erreichen?

Hat jemand schon solche Erfahrung gemacht?

Danke!
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HolyGrail
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 191



« Antwort #1 am: 27. November 2005, 13:20:58 »

Raj, eine Frage: Hat deine (Noch-)frau gesagt, warum sie zum JA nicht mitgehen will???


LG, Holy
Gespeichert

Nichts erwarten; dennoch gespannt sein.  Humanitäres Motto, um zwischenmenschlich existieren zu können  (Wolfdietrich Schnurre)
raj
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 21


« Antwort #2 am: 27. November 2005, 13:59:02 »

Hallo,

Aussage vom JU: mir ist eindeutig, dass die KM das Kind beeinflusst.
Sie wurde vom JU am Freitag angerufen. Sie hat zu der Frau vom JU gesagt, dass sie auf der Seite vom KV steht und deshalb ist sie nicht bereit zum Gespräch zu kommen.
Die oben genannte Aussage wurde mit Erzieherin von KiGa besprochen.
Für mich erschreckend, dass mein Sohn sich vor mir versteckt!

Danke!
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Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #3 am: 27. November 2005, 15:59:25 »

Moin raj!

ich begrüße Dich herzlich bei Vatersein!

Nach Deiner Beschreibung her scheint es klar zu sein, dass die KM Deinen Sohn beeinflusst. Es scheint aber auch nur zu "wirken" wenn sie anwesend ist und direkt einwirken kann.

!) kannst Du mit den Erzieherinnen im Kindergarten sprechen? Haben diese viellecht etwas mitbekommen?

2) wie ist Dein Draht zu der Oma? Vielleicht läßt sie sich auf ein vernünftiges Gespräch ein!?

Nichts destotrotz musst Du etwas dagegen unternehmen. Die KM will das gute Verhältnis zu Dir torpedieren und ihr passt es auch mit Sicherheit nicht, dass er lieber bei Dir zu sein scheint wie bei Ihr.
Sie scheint nicht die nötige Erziehungsfähigkeit zu haben!? Sammel und dokumentieren in jedem Fall schon einmal jede Einzelheit.

Versuche den Umgang weiter aufrecht zu erhalten und vielleicht gelingt es Dir auch, Deinen Sohn so abzuholen, dass die KM  nicht in der Nähe ist.
Kannst Du näher erklären, wie sich dieses Verstecken abläuft? Rennt er einfach nur weg, lacht er dabei, ist vielleicht nur ein Spiel für ihn, weint er, oder schreit sogar?

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
JensB2001
eingeschränkt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.099


« Antwort #4 am: 27. November 2005, 19:09:50 »

Hey!

Es scheint ja schon mehr als offensichtlich zu sein, das hier die KM das Kind beeinflusst...

Wie es schon erwähnt wurde, wäre vielleicht ein Versuch den kleinen etwas eher abzuholen eine Möglichkeit..denn dann wird die KM nicht anwesend sein u sie wird nichts reagieren können..
Wobei es doch etwas verwundert wenn es eh klar ist das du ihn abholst das sie auch im Kiga erscheint..oder tut sie das nicht?
Sondern beeinflusst ihn vorher?


 


@Kasper

 
Zitat
Sie scheint nicht die nötige Erziehungsfähigkeit zu haben!?


Mit dieser Aussage sollte man hier eher etwas vorsichtig sein, ob es hier nun an der Erziehungsfähigkeit hapert lassen wir mal doch eher dahin gestellt..

Ein gewisse Bindungstoleranz schein auf jedenfall aber nicht gegeben zu sein..das trifft die Sache denk ich eher...

Gruß
Jens
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AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #5 am: 27. November 2005, 19:23:29 »

 
Zitat
Die KM will das gute Verhältnis zu Dir torpedieren und ihr passt es auch mit Sicherheit nicht, dass er lieber bei Dir zu sein scheint wie bei Ihr.


Teil eins des Satzes: offenbar - JA. Teil zwei des Satzes: darum geht es nicht!

Dieses Kind scheint auf Grund der bisher gehandthabten Umgangsregelung bei beiden Elternteilen gleich gerne zu sein, und das ist ja auch das Beste, was passieren kann. Aus welchen Gründen auch immer das jetzt schief läuft, dagegen muss etwas unternommen werden, keine Frage.

Aber ich warne davor, sich auf die Ebene zu begeben: "das Kind ist eh lieber bei mir". Es darf sich hier nicht um einen Konkurrenzkampf zwischen den Eltern handeln, wo das Kind lieber ist. Es liebt beide Elternteile im gleichen Maß und sollte diese Liebe auch ausleben dürfen.

Vielleicht kannst du, raj, der KM irgendwie klar machen, dass du ihr nichts weg nehmen willst, dass du dir sicher bist, dass euer Kind bei ihr genauso gut aufgehoben ist, wie bei dir. Vielleicht nimmst du ihr damit die Angst, dass du ihr euer Kind "abspenstig" machen möchtest.

Gruß AJA
Gespeichert
Kasper
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.963



« Antwort #6 am: 27. November 2005, 20:39:57 »

Ist ja nett, dass Ihr meine Meinung zerpflückt!

Nun gut!

 
Zitat
Das hat bis vor 4 Wochen funktioniert. Ich muss hier betonen, dass mein hat sich beim Abholen auf mich sehr gefreut und wollte nicht zu der KM zurückgehen.


Ist für mich eine klare Aussage, auf die sich ein Teil meiner Meinung stützt! Also verstehe Deinen Einwand nicht so ganz!
Klar ist es wünschenst wert, das das Kind zu beiden Teilen gleichermaßen hingezogen fühlt. Scheint aber nach dieser Aussage nicht der Fall zu sein. Woraus sich die weiterführende Frage ergeben dürfte, worauf sich dieses Verhalten bezieht?

Noch einen Schritt weiter ist die Aussage, dass sie anscheinend die entsprechende Erziehungsfähigkeit als vermisste gemeldet hat, eine - aufgrund der gemachten Äußerungen - Meinungsäußerung!
Die endgültige Klärung, und das gilt für jeden aufgezeigten Fall, kann und darf nur a) beratend über einen Anwalt, im Endeffekt das b) Gericht fällen!

Das wars fürs erste von meiner Seite.

@raj:
würde mich freuen, wenn Du meine Fragen beantworten könntest.

Gruß
Kasper

Gespeichert

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AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #7 am: 27. November 2005, 20:57:01 »

Tut mir leid, Kasper, es war absolut nicht in meinem Sinne, deine Aussage zu zerpflücken.

Mir ist nur der Satz aufgestossen: das Kind will lieber dahin - den du jetzt auch wiederholst.

Ich denke, dass es DAFÜR noch viel zu früh ist.

Trennungskinder wünschen sich - und ich würde mal sagen fast ausnahmslos - dass die Eltern wieder zusammen kommen, dass sie ohne jede Wertung beide Eltern gleich lieb haben dürfen.

Aus diesem Grund finde ich es auch nicht in Ordnung, wenn ein Elternteil damit "angibt", dass das Kind lieber bei ihm ist. Darum geht es eben NICHT.

Sollte sich herausstellen, dass von dem einen oder dem anderen Elternteil eine Gefahr für das Kind ausgeht, dann muss etwas getan werden, keine Frage.

Aber solange es dem Kind bei beiden Elternteilen gut geht DARF keine Konkurrenz erwachsen.

Gruß AJA
Gespeichert
Kius_Daddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15


« Antwort #8 am: 09. Dezember 2005, 13:24:38 »

Hallo Leute,

ist doch ganz normal, das ein Kind nicht nach hause möche, wenn es sich beim Besuch/Umgang so wohl gefühlt hat. Ich hab auch immer Theater gemacht, wenn ich früher bei Oma war und wieder nach hause "musste". Völlig normal und doch ein tolles Zeugnis für den "Gastgeber". Also keine falschen Schlüsse daraus ziehen und keinen Konkurrenzkampf entfachen. Da leidet nur das Kind drunter, wie man sieht.

Klappt die Umgangsregelung nicht mehr, dann ab zum Gericht. Nicht locker lassen! Immer alles schön aufschreiben und sammeln. So ein Gericht kennt alle Tricks!

Frank
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