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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 16:14:02 *
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Autor Thema: Ex zahlt Schulden nicht mehr  (Gelesen 1195 mal)
koppi
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 35


« am: 01. Juli 2005, 13:31:53 »

Hallo,

habe es zwar schon in einem anderen Beitrag erwähnt, aber ich glaube es ist besser, nochmals einen neuen zu schreiben.

Mein Freund und seine Ex (noch nicht geschieden)hatten sich nach der Trennung anwaltlich geeinigt, die Kredite, in denen beide drinstehen, je zur Hälfte zu bedienen. Jeder ca. 750€ mtl. Haus soll über Makler verkauft werden.

Wir hatten schon über Privatinso nachgedacht, wollten es aber umgehen.

Nun teilte sie uns mit, die Kredite nicht mehr zu bedienen.

Wir könnten die Kleinkredite komplett zahlen und sie dann auf Gesamtschuldnerausgleich verklagen, aber 1200€ fürs Haus sind einfach nicht drin.

Wie gehts jetzt weiter? Die Hausbank wird den Lohn pfänden, wir standen schon kurz davor. Das Haus wird versteigert. Im günstigsten Fall können wir mit der Hausbank eine monatliche Zahlung vereinbaren. Die müssten doch froh sein, überhaupt was zu kriegen, oder???

Was aber, wenn die Ex Privatinso anmeldet, obwohl wir es so schaffen wollen?
Dann brauchen wir auch gar nicht klagen. Da kommt eh erst die Bank dran.

Bei der Schuldnerberatung waren wir schon, die drängen einen regelrecht zur Inso, was wir aber nicht wollen.

Hat jemand Erfahrungen, wie man die Sache am besten angeht?
Und bitte nicht die Vorteile der Inso erörtern, die kenne ich, wie auch die NACHTEILE!

Ich brauche dringend einen Rat und Beistand, damit ich das WE ohne Magenkrämpfe überstehe. Ich bin total down und könnte heulen.

Gruß koppi
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Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #1 am: 01. Juli 2005, 14:30:59 »

Könnt ihr mit der Bank reden, dass die die Zahlungen stunden, bis das Haus verkauft ist?

Gruß AJA
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koppi
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 35


« Antwort #2 am: 01. Juli 2005, 15:24:17 »

Die Bank ließ sich schon auf keine Reduzierung der Raten ein. Ich glaube nicht mehr an einen Verkauf, wer weiß wie lange das dauert. Wir waren schon mal dort angekommen und die Bank war kurz vor der Lohnpfändung. Ich glaube, ich wäre sogar froh, wenn das Haus irgendwie weg wäre, wenn auch versteigert, dann hätte man irgendwo einen Schlussstrich und eine Basis, wo man sich evtl. mit der Bank einigen könnte.
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Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand
redsky
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14


« Antwort #3 am: 05. Juli 2005, 16:24:13 »

Hallo,

kenne solche Probleme mit der Bank.
Meine Erfahrung ist, sicheres Auftreten und ein (zumindest für die Bank) wasserdichtes Konzept für die Rückführung der Schulden hilft. Die Banken sind alle nach Gefasel 2 (Basel 2) dazu angehalten Schuldner neu zu bewerten. Dazu kommen neben den finanziellen Tatsachen auch viele objektive Faktoren zum tragen (zu deutsch: der Banker urteilt darüber, ob ihm dein Gesicht gefällt oder nicht). Also: Konzept zur Rückführung der Schulden bzw. dauerhaften Bezahlung des Kredites aufstellen und zur Bank gehen. Im Konzept natürlich auch so Dinge wie Tilgungsfreistellung der Kredite (Zinsen müssen immer gezahlt werden) und anbieten von Sicherheiten (wenn vorhanden) mit einfließen lassen. Sollte der Banker nicht willig sein, würde ich, natürlich sehr geschickt formuliert, auch die Möglichkeit einer Privatinsolvenz ansprechen. Das sollst du nicht machen, aber als "Gedankenstütze" und "Entscheidungshilfe" für den Banker kann das helfen. Die Banken sind angehalten kein Geld zu verlieren. Banken sind auch keine Immobilienhändler, haben also kein interesse das Haus zu "verwerten" wie es Bankisch genannt wird. Kritisch ist diese Vorgehensweise der Bank gegenüber jedoch, wenn eine Versteigerung unter den gegebenen Umständen tatsächlich die Kredite bei der Bank abdecken würden. Dann hilft nur der persönliche Kontakt zum Banker. Die Bank verliert nichts ,wenn die erst in 1 Jahr versteigert. Im Gegenteil (auch Argument für die Bank), jeder Anleger wartet derzeit auf einen Regierungswechsel zum Jahresende. Momentan ist auf dem Immomarkt nicht viel los (will auch gerade mein Haus verkaufen). Alle warten auf den großen Wandel (FÜRCHT...ZITTER).

Also:
-gutes Konzept erarbeiten mit mehreren Lösungen
-der Bank vorstellen
-freuen

redsky
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Schöne Zeiten...
weine nicht, weil sie vorbei sind.
Lache, weil du sie hattest.
koppi
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 35


« Antwort #4 am: 06. Juli 2005, 06:24:46 »

@redsky

das Gespräch mit der Bank haben wir schon gesucht. Dabei natürlich auch die Möglichkeit der Inso in den Raum gestellt. Der Banker hat uns natürlich alles Schlechte aufgelistet...
Nun ist es aber so, dass die Ex "überlegt" Privatinso anzumelden. Dann war das ganze letzte Jahr fürn Ar...
Sag mir mal nen Konzept, wie man 160.000€ mit monatl. Belastung von 1200€ bei Gehalt von 1500€ tilgt. Geht die Ex in Inso, können wir uns auch die Zinsen sparen.
Ich bin der Meinung, wir können jetzt nur noch warten, ob sich schnellstens ein Käufer findet. Wenn nicht wird es wohl zur Versteigerung kommen. Dann müssen wir sehen, was über bleibt, um eine Verhandlungsbasis mit der Bank zu haben. Um die Lohnpfändung und nen Schufaeintrag werden wir wohl nicht drumrum kommen, aber ich hoffe, dass sich die Bank auf einen akzeptablen Betrag festlegen lässt, den wir dann über die nächsten Jahre abtragen. Es handelt sich um die Sp...kasse. Auch die müssten doch eigentlich froh sein, wenn sie statt 60€ durch ne Lohnpfändung freiwillig von uns mehr bekommen,vielleicht 200-300? Vielleicht lassen die ja mit sich handeln, bevor sie gar nix kriegen...

Gruß koppi
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Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand
Solstart
Rege dabei
***
Beiträge: 197


« Antwort #5 am: 06. Juli 2005, 08:16:07 »

Tach koppi,

nu mal die ganze Sache nicht so schwarz. Erstens solltet ihr mal klären, ob ihr das Haus behalten wollt, so im inneren. Z.Z. ist die Zinslage garnicht schlecht und eine Belastung von 1200€ bei 160.000€ steht nicht so ganz im Verhältnis.
Klärt mal die Möglichkeit ab, die Verträge aufzulösen und die Bank zu wechseln Richtung SSP. Das ist jetzt keine Werbung lieber Admin sondern ich habe das gemacht und die Erfahrung war durchweg gut.
Bei der Neufinanzierung könnt ihr auf Kreditte der KFW zurückgreifen, die äußerst günstig und in den ersten Jahren tilgungsfrei sind. Siehe auch: www.kfw.de
Da müstet ihr auf eine Belastung von so ca 800€/mtl. kommen(ohne Gewähr)
DIe Sparkassen bieten im Internet einen Baufinanzrechner an, nutzt den, damit ihr wisst wo ihr dran seid.

Bekommt jetzt blos keine Panik, so schlimm ist das nicht. Nutzt euer Adrenalin um nach vorne zu sehen und denkt nicht Haus weg, Belastung weg, das ist noch teuer genug. Redski hat recht mit seiner Ausführung.

LG solstart
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Der geistige Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null und dass nennen sie dann Standpunkt - Albert Einstein
koppi
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 35


« Antwort #6 am: 06. Juli 2005, 09:25:27 »

Die Lage ist folgendermaßen:
Die Ex stellt total auf stur. Sie will Inso anmelden und sich ne Wohnung suchen. Das Haus will sie nicht.
Mein Freund lebt mit in meinem Haus, welches auch finanziert ist und auch gehalten werden soll. Steht also nicht zur Debatte. Und 2 Häuser können wir uns nicht leisten.
Die Bank würde 15.000€ Vorfälligkeitszinsen kassieren.
Das Haus muss einfach weg, es ist zu teuer! Er würde auch alleine keinen Kredit bekommen. Wir hätten auch keine 800€ übrig und über Vermietung bekommen wir das auch nicht rein. Es wird so oder so langfristig ein Zuschussgeschäft. Und außerdem muss irgendwann auch eine Trennung von der Ex erfolgen. Sie ist ja auch Eigentümerin und wirft uns nur Steine in den Weg. Wir klagen gerade auf Nutzungsentschädigung, Hausrataufteilung, Gesamtschuldnerausgleich usw. Können wir uns dann wohl alles sparen, wenn sie insolvent ist!
Aber für Inso haben wir im letzten Jahr schon zu viel investiert, bzw. ich. Wir müssen es irgendwie anders schaffen.
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