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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Medien (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Etwas sehr Bedrückendes
Seiten: [1] 2 3 ... 19   Nach unten
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Autor Thema: Etwas sehr Bedrückendes  (Gelesen 153690 mal)
Uli
Gast
« am: 10. Juni 2005, 14:06:11 »

VATER VERBRENNT SICH UND SEINE BEIDEN KINDER - JETZT SPRICHT DIE VERLOBTE DES TÄTERS | 10.06.2005

»Wir wollten doch bald heiraten«
OLAF WUNDER

Laura M. (21) war erst Aupair-Mädchen / Dann wurde sie für die Jungs zur zweiten Mutter / »Joachim war so verzweifelt!«
 


 
Es ist eins der letzten Bilder von Clemens (7) und Benedict (Cool. Sie liegen da im Bett, lachen, sind glücklich, haben Spaß. Herrliche Kinder. Nun sind sie tot. Ihr Vater, der 47-jährige Joachim R. aus Neu Wulmstorf, hat ihnen höchst wahrscheinlich Schlafmittel eingeflößt. Dann überschüttete er das Auto mit Benzin, setzte sich selbst auf den Fahrersitz und ließ ein Streichholz fallen. Am Dienstagabend fand ein Jäger in einem Waldstück bei Celle den völlig ausgebrannten Passat (MOPO berichtete).

Ein Vater, der seine eigenen Kinder umbringt - ein unvorstellbarer Wahnsinn. Und das Ende eines erbitterten Streits um das Sorgerecht. Nun werden immer mehr Hintergründe bekannt. Dafür sorgt Laura M. Die Frau, die auf dem Foto neben den Kindern im Bett liegt - das ist sie. Die damals 19-jährige Litauerin kam im Februar 2003 als Aupair-Mädchen in den Haushalt des 26 Jahre älteren Mannes -°und wurde dessen Geliebte. "Ich war beeindruckt von ihm. Er kochte, putzte, bügelte, kümmerte sich rührend um die Kinder, ging auch noch seiner Arbeit nach. So sind Männer in Litauen nicht. Er war der beste Vater auf der Welt."

Aber er sei auch schwer angeschlagen gewesen, wegen des langjährigen Streits mit seiner Ex-Frau. Laura erzählt: "Sie hat die Familie vor fünf Jahren verlassen. Im letzten Jahr begann die Prozesslawine." Joachim R., der sich seit 2003 das Sorgerecht um die Kinder mit seiner Frau teilen musste, fühlte sich von den Richtern ungerecht behandelt. Sein Abschiedsbrief an Laura M. klingt denn auch wie eine Abrechnung mit dem bundesdeutschen Familienrecht. "Vier Jahre Scheidungswahn sind genug", schreibt er da. "Wir Väter, die sich um die Kinder kümmern, ihrem Beruf nachgehen und Steuern zahlen, gelten vor einem Gericht nichts."

Laura M. erzählt, wie verzweifelt ihr Verlobter gewesen sei. Mit seiner Ex-Frau habe er sich um Dinge gestritten, wie die Frage, ob die Kinder zur Musikschule gehen sollen oder nicht, ob sie die Ganztagsschule besuchen oder nicht und ob Laura M. an der Erziehung beteiligt werden dürfe. Der letzte Verhandlungstermin war Donnerstag. "Danach war Joachim besonders verstört", so Laura M. Die 21-jährige Frau sagt: "Ich ahnte, dass etwas passieren wird."

Am Freitagnachmittag reiste Laura M. mit dem Bus nach Litauen, um die Hochzeit, die dort am 30. Juli stattfinden sollte, vorzubereiten. "Joachim und die Kinder haben mich noch zum ZOB nach Hamburg gebracht." Am selben Abend sollte R. seine Kinder turnusmäßig bei der Mutter abliefern. Doch er erschien nicht, antwortete auch nicht mehr auf die SMS, die Laura M. ihm schrieb. "Ich dachte, er sei früh zu Bett gegangen."

Gestern kehrte Laura M. aus Litauen nach Neu Wulmstorf zurück. In der Wohnung fand sie den Abschiedsbrief. Und leere Schmerzmittelpackungen. "Ich bin sicher, er hat den Jungs die Arznei eingeflöst, damit sie einschlafen und nichts von den Flammen mitbekommen." Laura M. kann nicht fassen, was geschehen ist. "Vergangene Woche hat er noch Laminat in der Wohnung verlegt, wir haben Kleidung für die Kinder gekauft. Freitag früh mähte er den Rasen ..." Dann das.

Eigentlich hatte der 47-Jährige noch viele Pläne. Mit seiner jungen Frau wollte er weitere Kinder zeugen und großziehen. Laura M. unter Tränen: "Irgendwann, wenn Clemens und Benedict volljährig gewesen wären, wollten wir ganz nach Litauen ziehen."


 www.mopo.de/nachrichten/102_panorama_81511.html
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« Antwort #1 am: 10. Juni 2005, 14:16:34 »


Erschütternd und traurig!

Was muss noch alles passieren, bis sich etwas ändert?
Gruß
Tina
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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Uli
Gast
« Antwort #2 am: 10. Juni 2005, 14:44:56 »

 
Zitat
Was muss noch alles passieren, bis sich etwas ändert?


Und dann fragt sich noch in welche Richtung es sich ändern wird !!!  Das macht mich so wütend, wenn ich Berichte wie den vom 31. juristischen Feministinnentag lese. Das sind Leute (Damen) mit Macht und es reicht ihnen noch nicht!!!


 
Zitat
"Ich war beeindruckt von ihm. Er kochte, putzte, bügelte, kümmerte sich rührend um die Kinder, ging auch noch seiner Arbeit nach. So sind Männer in Litauen nicht. Er war der beste Vater auf der Welt."


Das wurde doch immer gefordert und wenn man sie nicht mehr braucht werden sie entsorgt! Wenn sie sich nicht so einfach entsorgen lassen, werden sie über Jahre gerichtlich gepeinigt. Manch ein steht den Krieg nicht durch  cry_smile .
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AJA
Frischling

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« Antwort #3 am: 10. Juni 2005, 14:49:20 »

Wobei auch hier wieder die Frage offen bleibt, warum er die Kinder mitgenommen hat  cry_smile

Gruß AJA
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nicknick
Gast
« Antwort #4 am: 10. Juni 2005, 14:59:21 »

 mad2  mad2 Ich bekomme die Wut wenn ich so etwas wieder lese was unser Staat uns Vätern antut. Sind wir nur der letzte Dreck?

Nehmt diesen grausamen Weibern endlich die Munition und stellt sie an den Pranger zum steinigen und ausspucken.

 men_ani Das schreibt ein gebeutelter Vater mit über 5-jähriger Kriegserfahrung mit unserer beschisssenen Justiz!
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« Antwort #5 am: 10. Juni 2005, 15:18:21 »


Hallo Aja,

das habe ich mich auch schon oft gefragt bei solchen Berichten. Ich glaube wir werden nie dahinter kommen.

Ich kann mir das nur mit absoluter Hilflosigkeit und Ohnmacht erklären. Ich denke, da wird aufgestautes losgetreten und führt zum Blackout.
Geplant kann es ja nicht sein, bei bevorstehender Hochzeit und Renovierungsarbeiten.

Das soll aber nicht heißen, daß ich Verständnis dafür habe.

Ich finde es einfach nur schrecklich.

@ Uli

Ich denke, das ist das gefundene Fressen für die Feministinnen. Sie werden es zurechtrücken, so dass es in die männerfeindliche Welt hineinpasst.
Von deren Seite wird er sicher nun als Monster gesehen und passt damit voll in deren Konzept.

Echt zum Heulen!

Gruß
Tina
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« Antwort #6 am: 10. Juni 2005, 15:24:40 »

Passt nicht ganz zum opening, aber irgendwie zum Diskussionsfaden:

Frauen gegen Frauen
Schwedinnen streiten über den rechten Umgang mit Männern

von Reiner Gatermann

Stockholm - Wer sich bisher in Schweden, dem Land mit der - statistisch - besten Gleichstellung der Geschlechter, nicht als Feminist outete, galt als nicht politisch korrekt. Ministerpräsident Göran Persson hat daraus die Konsequenzen gezogen und ist nun - außer Vegetarier - auch Feminist. Feministen, gleichgültig ob männlich oder weiblich, unterstützen im Normalfall im "Kampf der Geschlechter" die Frauen, damit diese sich aus dem Joch des Mannes befreien können, um ein gleichwertiger Partner und gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu werden.
 

Nun ist in diesem "Krieg" jedoch eine neue Front zu Tage getreten: Hier stehen sich Frauen und Frauen gegenüber. Die eine Fraktion sieht in Männern nur "Tiere und wandelnde Dildos", denen nicht zu helfen ist. Eine andere Gruppe will auch gewalttätigen Männern helfen und sie vorzugsweise in ihre Arbeit einbeziehen. Eine kürzlich im Fernsehen gesendete zweiteilige Serie "Krieg der Geschlechter" warf ein bisher kaum gekanntes Bild auf Arbeit und Einfluß der radikalen Feministen. Bam Börling von der Stiftung Frauen-Forum stellt fest: "Sie bedienen sich desselben Machtmißbrauchs und der Herrscherformen, die sie den Männern vorwerfen." Die ideologische Schlüsselrolle spielt Roks (Reichsverband für Frauen- und Mädchenhilfe in Schweden). Dessen Philosophie: Das ungleiche Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern habe zu einer Dominanz der Männer geführt und die Frauen zur Unterordnung gezwungen. Versuche, Männer mit Therapie oder anderen Methoden zur Einsicht zu bringen, daß eine Gleichstellung auch für sie von Vorteil sein könnte, sei zum Scheitern verurteilt. "Die Sache ist einfach: Die Männer brauchen doch nur auf Gewalt zu verzichten", dafür bräuchten sie keine Behandlung, meint Roks-Vorsitzende Ireen von Wachenfeldt.
 

Soziologie-Professorin und Theologin Eva Lundgren, Roks akademische Oberpriesterin, glaubt an satanische Pädophilen-Netzwerke und ist davon überzeugt, daß nichtgewalttätige Männer eine Minderheit sind.
 

In den letzten Jahren ist es Roks gelungen, sein kompromißloses Gedankengut in Regierung und Gesetzgebung einzubringen. Die frühere Gleichstellungsministerin und heutige Brasilien-Botschafterin Margareta Winberg gibt offen zu: "Wir waren gleicher Auffassung." Sie war es, die vor ein paar Jahren in Schweden als erstem Land die Legalität der Prostitution zwar unangetastet ließ, anstelle jedoch den "Kauf von sexuellen Diensten" kriminalisierte. Mit großer Energie versuchen Winberg und Genossinnen, dieses Gesetz zu exportieren, und sind enttäuscht, bisher kaum auf - positive - Resonanz gestoßen zu sein. Die beiden Frauenrechtlerinnen Bim Björling und Anki Elken meinen: "Es ist furchtbar, daß zugelassen wurde, daß Roks' Ideologie und Methoden die von der Regierung finanzierten nationalen und internationalen Maßnahmen dominieren."
 

Roks ist auch stolz auf eine andere Kampagne: Buche pornofrei. Seit zwei Jahren versucht der Verband, Hotelbetreiber dazu zu bewegen, keine Pornofilme über den TV-Apparat aufs Zimmer zu liefern und andererseits vor allem Behörden und öffentliche Institutionen dazu zu veranlassen, nur pornofreie Hotels zu buchen. Einen großen Etappensieg errang Roks kürzlich, als Generalmajor Ake Jansson verkündete, die Streitkräfte seien der Aufforderung gefolgt. Nun geht es hierbei nicht nur um Militärs, seine Abteilung für Logistik ist zuständig für die Hotelbuchungen fast sämtlicher Staatsbehörden, jährlich rund 92 000 Übernachtungen.
 

Etwa ein Drittel der schwedischen Gemeinden sowie die Hälfte der Regionalverwaltungen buchen inzwischen pornofrei und können unter 400 Hotels wählen. In dieser Kampagne fand Roks die Unterstützung der obersten Sozialbehörde. Inzwischen ist jedoch die Kritik an der Organisation gewachsen. Einige Frauenrechtlerinnen distanzieren sich, Frauenhilfsgruppen und Frauenhäuser überlegen, sich anderen Dachorganisationen anzuschließen. Für die Krimiautorin Liza Marklund hat sich "die administrative und intellektuelle Roks-Führung seit zehn Jahren verrückt aufgeführt".
 

Die beiden TV-Reportagen haben Unruhe in die feministische Bewegung gebracht, die gerade dabei ist, sich auch politisch zu formieren. Ihre Galionsfigur ist die frühere Vorsitzende der postkommunistischen Linkspartei, Gudrun Schyman (57). Im Herbst soll entschieden werden, ob aus der Feministischen Initiative (FI) eine Partei wird. Es wäre eine Überraschung, falls es nicht dazu käme. Die begnadete Rednerin Schyman gab Roks in dieser jüngsten Auseinandersetzung Schützenhilfe, was nicht verwunderlich ist. Schließlich verglich sie 2002 die schwedische Institution der Familie mit dem Taliban-Regime und forderte im Herbst 2004 eine kollektive Männersteuer zur Deckung der Kosten, die deren Gewalt gegenüber Frauen verursacht. Schyman ist eine "Elitefeministin", so die Autorin des gleichnamigen Buches, Susanna Popova.
 

Andere Feministen sind allerdings froh, daß die Strukturen in der Frauenbewegung nun ans Licht gekommen sind. Vor allem müsse jetzt zwischen der in den Hilfsgruppen und den Frauenhäusern geleisteten hervorragenden Arbeit und den einspurigen Ideologien unterschieden werden. Die christdemokratische Abgeordnete Maria Larsson will sämtliche öffentliche Unterstützung für Roks stoppen.

Artikel erschienen am Di, 7. Juni 2005

Quelle: >Die Welt

DeepThought

[Editiert am 10/6/2005 von DeepThought]
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
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« Antwort #7 am: 10. Juni 2005, 15:54:08 »

Zitat
"Vier Jahre Scheidungswahn sind genug", schreibt er da. "Wir Väter, die sich um die Kinder kümmern, ihrem Beruf nachgehen und Steuern zahlen, gelten vor einem Gericht nichts."


Wie ich aus eigener Erfahrung mit ebenfalls vier Jahren Scheidungswahn, befeuert von einer unendlich gierigen Ex, einem der Pensionierung entgegendämmerndem Richter und einem üblen Kriegsstifter von Anwalt sagen kann: genau so ist das. Nur, der Wahnsinn wird nicht enden sondern immer noch schlimmer, die familienrechtlichen Pläne aller relevanten(!) Parteien zementieren die himmelschreienden Ungerechtigkeiten bei Umgang, Sorge und Unterhalt immer noch mehr. Kein Wunder, daß dieses Land bald eines ohne Kinder sein wird.

Dazu bedarf es gar keiner Kindermorde - immer mehr Männer verweigern sich einfach der Zeugung.

Und sie haben recht damit.
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« Antwort #8 am: 10. Juni 2005, 16:31:46 »

>Hierzu< ein weiterer mopo-Artikel.

Fälle, die sich über "Familientragödie" googlen lassen:

Mai 2005 - Alsdorf bei Aachen  - Vater tötet seine beiden Kinder >hier<

Mai 2005 - Rheinfelden - Vater tötet Frau und seine Kinder >hier<

Mai 2005 - Unterferriden - Vater tötet seine Kinder und sich selbst >hier

Mai 2005 - Witten - Vater sticht auf seine Kinder ein >hier<

Mai 2005 - Dargezin - Vater tötet Frau und Kind >hier<

April 2005 - Erfurt - Vater tötet sich und seine Kinder >hier<

November 2004 - Wasungen - Vater tötet Frau, Kind und sich selbst >hier<

Februar 2004 - Vater tötet Kind, Frau und sich selbst >hier<

Juli 2003 - Duisburg - Mutter sticht auf Kind ein >hier<

Juli 2001 - Berghausen - Vater tötet seine Kinder und sich selbst >hier<

Juni 2000 - Nordhorn/Lohe - Vater tötet sich und seine Kinder >hier<
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« Antwort #9 am: 10. Juni 2005, 17:59:01 »

Hallo!

Da ich selber betroffen bin weiß ich aus eigener Erfahrung wie schlimm und schmerzlich es ist, wenn nach einer Trennunung Frau merkt, welche Macht sie durch die Kinder hat und diese dann auch noch auf dem Rücken der Kinder ausspielt, um ihren EX fertig zu machen.

Aber: Kein Vater und keine Mutter hat das Recht, seinen Kindern das Leben zu nehmen. Dafür gibt es absolut keine Rechtfertigung.

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Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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« Antwort #10 am: 10. Juni 2005, 19:40:31 »

Nun aber bitte auch mal anders rum: Bei den von DT erwähnten Beispielen waren ja nun auch etliche dabei, die ausgetickt sind, OHNE (bereits) im Scheidungskrieg zu sein. Auch von Umgangsboykott o.ä. habe ich nichts gelesen. Ich habe zwar nur quergelesen, bin aber der Meinung, dass es sich hier um Väter/Mütter handelt, die schon vorher einen gewissen "Defekt" gehabt haben müssen.

Konkret: Frau droht, Mann zu verlassen, Mann droht mit Selbstmord oder Mord, es kommt wieder zur Versöhnung, irgendwann wird die Situation unzumutbar und Frau geht. Wie erwähnt in einem der Artikel. Nachdem sie mehrmals gedroht hat, ihn zu verlassen.... bringt er die Familie um. Was hätte "Frau" tun sollen? Bei ihm bleiben, um ihre Kinder zu retten? Konnte sie ahnen, wie er reagieren wird?

Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich nicht weiss, was ich dem Vater meiner Kinder zutrauen kann, und was nicht. Die Lektüre solcher Artikel trägt natürlich nicht zu meiner Beruhigung bei. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass er austickt (in welcher Richtung auch immer), wenn er merkt, dass eine KU-Klage auf ihn zukommt. Was soll ich tun? Einfach verzichten? Meine Kinder bei der Sozialhilfe melden? Dann kommen sie aber auch auf ihn zu. So tun als wäre nichts und hoffen, dass ich sie mit meinem Minigehalt und dem Kindergeld gross kriege?

Gruß AJA, die sich ernsthaft fragt, wie solche Geschichten verhindert werden können
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« Antwort #11 am: 13. Juni 2005, 12:55:57 »

Wenn Eltern ihre Kinder ermorden

Experte Egg: "Kein Frühwarnsystem"

Die schrecklichen Familiendramen scheinen sich derzeit zu häufen. Doch diese Wahrnehmung entspricht - glücklicherweise - nicht der Wirklichkeit.

Die eigenen Kinder zu töten, ist das Schrecklichste und Widersinnigste, was ein Mensch tun kann. Trotzdem geschieht es immer wieder: Ein Vater aus Neu Wulmstorf bei Hamburg verbrennt bei Celle seine Kinder und sich selbst, ein Mann aus Alsdorf bei Aachen erstickt seinen Sohn und seine Tochter, eine Frau im österreichischen Graz bringt ihre vier Neugeborenen um. Die Motive sind Rache, Wut, Verzweiflung und Angst. "Immer handelt es sich um eine Situation, bei denen die Menschen keinen anderen Ausweg sehen", sagt der Psychologe und Leiter der kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, Prof. Rudolf Egg. Die Familiendramen scheinen sich zu häufen. Doch diese Wahrnehmung entspricht nicht der Wirklichkeit. "Das lässt sich statistisch nicht feststellen", sagt Egg. Vielmehr sei die Aufmerksamkeit der Medien für diese spektakulären Bluttaten gestiegen. "Eigentlich ist es seit vielen Jahren so, dass wir jedes Wochenende ein oder zwei solcher Vorfälle haben - mit unterschiedlichen Konstellationen." Dass die Zahl der Fälle nicht kontinuierlich steigt, zeigt auch die Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA). Die Zahlen schwanken Jahr für Jahr stark. So wurden vor zwei Jahren in Deutschland 96 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren getötet. 1981 waren es 69, und 1973 wurden 142 Kinder umgebracht. In den meisten Fällen töten nach Einschätzung des Kriminologen Egg Familienmitglieder die Kinder. Zu diesem Ergebnis kam auch eine einmalige Untersuchung des BKA von 1983 - neuere Erhebungen gibt es nicht. Nach der Analyse, die einen Zeitraum von 14 Jahren umfasst, waren in knapp 70 Prozent der 1481 Fälle mit 1650 Opfern die Eltern die Täter. Bei nahezu jedem zweiten Fall tötete die Mutter ihren Nachwuchs. Väter waren nur bei jedem fünften Fall die Haupttäter. Die anderen Kinder wurden von anderen Verwandten, Bekannten oder Fremden getötet. Die Frauen handelten häufig aus Verzweiflung und Sorge, sagte Egg. "Mütter haben eine sehr viel stärkere emotionale Bindung an ihre Kinder." In einer ausweglosen erscheinenden Situation - etwa, wenn eine Frau von ihrem Mann verprügelt werde, nähmen Mütter die Kinder mit in den Tod. "Ich schaffe das nicht, ich muss aus dem Leben scheiden, und meine Kinder kann ich dem auch nicht überlassen", beschreibt der Psychologe dieses widersprüchliche Denkmuster. Trennung als Auslöser Bei Männern seien dagegen meistens Trennungen Auslöser für die Tat. Bei einigen sei das Motiv Rache, zum Beispiel, wenn ein Streit um das Sorgerecht eskaliert. Manchmal zerstöre die Trennung auch das eigene Weltbild derart, dass ein Mann sogar für seine Kinder keinen Sinn mehr im Leben sähe. Äußere Anzeichen für solche Familiendramen gibt es laut Egg wenige, denn üblicherweise haben die Menschen keine kriminelle Vorgeschichte. In einigen Fällen gebe es seit längerem Gewalt in der Familie, in anderen sei die Ehe kaputt, eine Frau schaffe es nicht sich zu trennen. Das sei oft nur für Angehörige erkennbar. "Es gibt da kein wirkliches Frühwarnsystem." dpa

Quelle: hz-online


Klingt es nicht schon fast verständnisvoll? Die armen Mütter werden geschlagen und flüchten mit ihren Kindern aus diesem ach so erbarmungswürdigen Leben. Und die Väter sind der Rache voll; gönnen ihre Kinder niemandem außer sich selbst. Die Statistik tut ihr übriges und gibt die mit Sicherheit vorhandenen Daten nicht preis. Bringt doch nur Unruhe ins Volk, gelle?

In Abwandlung eines sehr bekannten Werbespruchs: Wenn einem so viel Blödsinn wird beschert, dann ist es einen gepfefferten Leserbrief wert.

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« Antwort #12 am: 13. Juni 2005, 13:04:18 »

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Onlineausgabe "HZ online" las ich im Betreff genanntenb Artikel.
http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&cat=15&minDate=&begin=0&id=124155

Wie immer wird Müttern Verständnis entgegengebracht. Ja, schon fast als Retter der Kinder werden sie dahingestellt. Sie können doch nicht wahrlich verlangen, einem prügenden Mann und Vater die Kinder zu überlassen. Sind sie nicht die wahren Heldinnen?

Und die Väter, voll der Rache, sie gönnen ihre Kinder im Falle des Unterliegens in Sorgerechtsstreitigkeiten niemandem. Letztlich nicht einmal sich selbst.

Die Statistik steuert ihr übriges dazu bei und unterdrückt verlässliches und mit Sicherheit vorhandenes Zahlenmaterial über Fälle und Hintergründe.

Ich sehe keine Mediengeilheit weswegen wir uns mit diesen Tragödien konfrontiert sehen. Für mich ist es Ausdruck einer kranken Familienpolitik und Auswuchs der mütterzentrierten Rechtsprechung (so diese ihren Namen überhaupt noch verdient hat).

Mit freundlichem Gruß



Leserbriefe bitte an: redaktion (at) hz-online (punkt) de.

Wer schreibt noch?

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« Antwort #13 am: 13. Juni 2005, 15:37:23 »


Hallo Deep,

den Vätern wird in diesem Bericht ja völlig die emotionale Bindung abgesprochen.

Das macht mich echt wütend.

Ich schreibe nun auch.

Gruß
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« Antwort #14 am: 13. Juni 2005, 16:10:01 »

 hier mein Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich habe mit Interesse Ihren Bericht gelesen.
 
Es wird berichtet, daß in jedem 2. Fall die Mutter die Täterin ist, jedoch in jedem 5. Fall der Vater der Haupttäter ist.
 
Trotzdem wird in diesem Beitrag sehr viel Verständnis für die Mütter aufgebracht während den Vätern die starke emotionale Bindung zu ihren Kindern gleich abgesprochen wird.
 
Wie so oft werden die Väter als herrschsüchtige Menschen dargestellt, die einzigst und allein ihrem Rachebedürfnis nachgehen.
Für Mütter wird schon fast ein Schutzschild aufgestellt, da sie ihre Kinder auf keinen Fall bei einem "solchen" Mann aufwachsen lassen wollen und sie lieber gleich mit in den Tod nehmen.
 
Es sollte endlich gerechte Familienpolitik in Deutschland betrieben werden. Bei allem Verständnis für die Gleichberechtigung, geht es hier nicht mehr um Emanzipation, sondern eher um die Diskriminierug von Vätern, die jahrelange Umgangs -und Sorgerechtskämpfe über sich ergehen lassen müssen. Berichte wie diese steuern ihr Übriges dazu.
 
Leider sieht sich wohl niemand in der Lage hinter die Kulissen zu schauen. Dann würde das Bild der dargestellten Mütter eine Wende nehmen. Es scheint als würden nur Betroffene wirklich wissen, wie die Familienpolitik ausgeführt wird.
 
Eine neutrale Familienpolitik und die Anerkennung der Fürsorge der Väter würde nicht wenigen Kindern viel Leid ersparen.
 
Mit freundlichen Grüßen


Wer schreibt noch???


[Editiert am 13/6/2005 von DieMystiks]
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« Antwort #15 am: 14. Juni 2005, 13:01:45 »

Ich denke die Statistik befasst sich mit MÖGLICHEN oder sich HÄUFENDEN Gründen der untersuchten Fälle. Sie gibt Z.B.ja auch nicht an wieviele derMütter vielleicht minderjährig gewesen sind und deswegen schon keine Perspektive gesehen haben.Ich will keine/n in Schutz nehmen.

Ich kann auch nicht sehen wo die Mütter als heldenhaft beschrieben werden weil sie die Kinder mit in den Tod nehmen.

Bei all dem Hass den  hier manche- verständlicherweise- auf die EXEN haben
es IST IN DIESEN FÄLLEN so gewesen und der Prof.beschreibt das Profil der Täterin/ desTäters

Hier gibt es auch Väter/Männer die sind anders.Dieser Schuh passt Euch nicht also warum zieht ihr ihn Euch an?

Leute die sich für diese Statisken interessieren/sie lesen  haben auch genug Grips nicht ein PauschalUrteil darüber zu fällen.


Gruss Delphin *diefünfjahreund8monatetrennungskRampfhintersichhatundkein ende insichttrotzdemsoeinetatnichtversteht*



[Editiert am 14/6/2005 von Delphin]
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« Antwort #16 am: 14. Juni 2005, 14:27:00 »

Moin Delphin,

Zitat
wieviele derMütter vielleicht minderjährig gewesen sind
Minderjährige Mütter werden vornehmlich nicht mit einem sie und die Kinder prügelnden Ehemann zusammen leben.

Zitat
wo die Mütter als heldenhaft beschrieben werden
Wie im Bericht geschrieben steht ("Mütter haben eine sehr viel stärkere emotionale Bindung an ihre Kinder." sowie "...und meine Kinder kann ich dem auch nicht überlassen") beschreibt zum einen, wie DieMystiks richtig anmerkt, dass die Auslassung des Vaters nur den Müttern eine emotionale Bindung zuspricht und sie heldenhaft, ihrem, ähem, Mutterinstinkt folgend, die Kinder vor der ungewissen Zukunft bei diesem Drecksack bewahren wollen, gar müssen.

Für Väter hingegen ("Bei einigen sei das Motiv Rache...") werden niedere Motive genannt. Wenngleich nur von "einigen" die Rede ist, bewahrt man das gewollte Geschlechterbild durch Weglassung der übrigen Gründe. Durch die alleinige Grundnennung des Racheaspektes werden die Väter in der Brutaloego-Szene belassen.

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« Antwort #17 am: 14. Juni 2005, 14:58:35 »


Hallo Delphin,

Dieser Schuh passt Euch nicht also warum zieht ihr ihn Euch an?

Sicher passt dieser Schuh nicht.
trotzdem ist es doch so, daß solche Berichte in keinster Weise zur Aufklärung von Ursachen führen.

Das Übel wird immernoch nicht an der Wurzel gepackt und die liegt nunmal in der Familienpolitik oder in deren Ausführung.

Ich habe nun nicht alle oben verlinkten Berichte gelesen, aber in den Medien wird ja häufig in jedem Magazin von solchen Fällen berichtet.

Da fällt doch schon auf, daß bei einer Muter die ihre Kinder mit in den Tod nimmt, immer wieder von verletzten, dem Terror nicht standhaften Frauen berichtet wird.
Wie sieht es nun bei den Männern aus?
Ich erinnere mich an Berichte, in denen kurz erwähnt wurde, daß es bei dem Vater um einen langen Sorgerechtsstreit ging und er z.B. einen Umgangstermin für dieses Ausscheiden aus dem Leben genutzt hat.

Wie kommt das wohl rüber, für Zuschauer, die sich gar nicht privat mit der Thematik beschäftigen müssen??
Ich denke ein " die arme Frau wusste keinen anderen Ausweg"  und " da siehste mal, wozu Männer in der Lage sind, die armen Kinder" wird nicht selten in den Wohnzimmern fallen.

Du fragst warum, diesen Schuh anziehen? Ich denke gar nicht reagieren ist wie wegschauen, Desinteresse zeigen oder gar Zustimmung.
Da kann sich ein Sender oder ein Verlag doch schon einmal Reaktionen durch den Kopf gehen lassen.
Ich denke schon, daß sie lesen müssen, wie auch die andere Seite der Medaille aussieht. Zumindest kann man versuchen Hinweise zu geben.

Über Verständnis für solche Taten, ob männlich oder weiblich, brauchen wir glaube ich nicht zu diskutieren.
Es geht um die Art und Weise, wie darüber berichtet wird und dass die nötige Tiefe bei den Berichterstattungen meistens fehlt.

Gruß
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Ein Leben lang!


« Antwort #18 am: 05. Juli 2005, 11:41:30 »

Das ist hier praktisch "um die Ecke" passiert. Ich kann das gar nicht fassen. Ich gucke mir meinen bald zweijährigen Krümel an und stelle mir vor, wie der einen Waffenlauf an der Schläfe hat. Ich KANN es einfach nicht verstehen.

Sich selbst erschießen.. naja. Aber ein unschuldiges kleines Kind, was da voller Vertrauen neben Dir sitzt. Da könnte ich schon wieder heulen.

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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
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« Antwort #19 am: 05. Juli 2005, 11:32:50 »

Der nächste "Fall":



Vater erschießt zweijährige Tochter

54jähriger tötet in einem Schöneberger Hotel sein Kind und sich selbst - Seine Frau wollte die Scheidung

von Michael Behrendt und Tanja Laninger

In einem Hotel an der Kurfürstenstraße in Schöneberg hat sich am Sonntag ein Familiendrama ereignet: Ein 54jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern erschoß zunächst seine zweijährige Tochter und anschließend sich selbst. Das Motiv für die Bluttat: Seine Frau wollte sich offenbar wegen Gewalttätigkeiten ihres Mannes scheiden lassen. Die 35jährige lebte seit Juni dieses Jahres mit ihrem Kind in einem Spandauer Frauenhaus. Die kleine Michelle-Alexandra hatte am Sonntag Geburtstag.

Gegen 16 Uhr hatte der Versicherungsunternehmer Hans Z. mit dem kleinen Mädchen in dem Hotel eingecheckt. Noch am Rezeptionstresen bestellte er einen Weckruf für 17.25 Uhr. Dann ging er mit seiner Tochter ins Zimmer 142. Michelle-Alexandra sollte es lebend nicht verlassen.

Gegen 17.30 Uhr fiel den Verantwortlichen des Hotels auf, daß ihr Gast nicht ans Telefon ging. Ein Zimmermädchen klopfte deshalb zunächst an die Tür, um den Wunsch des Gastes nach einem rechtzeitigen Weckruf nachzukommen. Als niemand reagierte, öffnete die Angestellte das Zimmer - dort lagen die Leichen von Hans Z. und seiner kleinen Tochter. Laut Polizeiangaben hatten beide "Kopfschußverletzungen", jede Hilfe kam für sie zu spät. Die Schüsse hatte niemand gehört. Auf dem Tischchen der 43 Quadratmeter großen Junior-Suite mit Mini-Bar und Küche für mehr als 100 Euro die Nacht fanden Ermittler später einen Abschiedsbrief. Der Mann war wegen der Scheidungsabsichten seiner Frau verzweifelt.

Seit 2001 war der 54jährige mit einer jungen Russin verheiratet. Sie lebten in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Hans Z. hatte sich im weiteren Umkreis des Ortes mit einem Versicherungsbüro etabliert. Doch in letzter Zeit sollen eheliche Streitigkeiten immer häufiger in Gewalttätigkeiten ausgeartet sein. Die junge Frau soll diese Übergriffe expliziert als Scheidungsgrund angegeben haben.

Anwohner aus dem Haus der Geschäftsadresse berichten von einer nervlichen Angespanntheit des Geschäftsmanns. "Er hat uns erzählt, daß seine Frau ihn verlassen und die kleine Tochter mitgenommen habe. Seine große Angst war, daß sie mit dem Kind nach Rußland zurückgehen könnte und er Michelle-Alexandra nicht mehr besuchen dürfte", berichtet eine Nachbarin. Tatsächlich hatte die Mutter erwirkt, daß Hans Z. für seine Tochter laut Gerichtsbeschluß lediglich ein Umgangsrecht für drei Stunden in der Woche zugesprochen wurde. Am Sonntag hatte er dieses Recht erst zum zweiten Mal in Anspruch genommen. Es sollte der letzte Besuch sein.

Hans Z. hat seine Tat wahrscheinlich genau geplant und sogar angekündigt. Stunden zuvor hatte er in einem Café an der Kurfürstenstraße gesessen. Allein, ohne sein Kind. Beim Bier kam er mit einem Tischnachbarn ins Gespräch. Dieser Zeitung wurde berichtet, daß sich der Versicherungsunternehmer danach erkundigt haben soll, wie man sich am besten die Waffe an den Kopf hält, um auch wirklich einen tödlichen Treffer zu erwirken. "Er hat auch erzählt, daß er herausgefunden habe, nicht der leibliche Vater des Kindes zu sein", so ein Angestellter. "Unser Stammgast hat erwidert, er solle keine Dummheiten machen. Er wiegelte dann ab und sagte, er frage nur mal so." Daß das eine Lüge war, sollten der Gast und die Mitarbeiter später erfahren.

In seiner Heimat reagierten die Menschen wütend auf den Amoklauf ihres Nachbarn. "So ein dummer Mensch. Hätte er doch nur die Kleine aus der Sache herausgehalten. Das Mädchen hatte doch niemandem etwas getan", bedauert eine Frau. Es war nicht das erste tragische Ereignis im Hotel. Im August 1998 hatte sich eine 43jährige im 15. Stock eingemietet. Von dort sprang sie in den Tod.

Artikel erschienen am Di, 5. Juli 2005

Quelle: Die Welt


Die vom Vater ausgehenden Gewalttätigkeiten werden in der Möglichkeitsform angesprochen und damit wird die Entschuldigung für die KM bzgl. des Verlassens des KV und einer evtl. Auswanderung in ihr Heimatland geliefert. Fakt ist, dass ihm der Umgang mit seinem Kind massiv eingeschränkt wurde. Die Wahrheit werden wir nie erfahren.

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[Editiert am 5/7/2005 von DeepThought]
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
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« Antwort #20 am: 07. Juli 2005, 11:36:17 »

Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Kostbarste zu nehmen was er hat: SEIN LEBEN! "Menschen" schlachten sich schon genug in irgendwelchen Kriegen ab unter irgendwelchen politischen oder religiösen Vorwänden.
WAS kann es aber für einen Grund geben, ein kleines hilfloses Wesen zu töten, welches man selbst in die Welt gesetzt hat und das völliges Vertrauen und Liebe gegen seine Eltern hat. Kein persönlichen Problem kann so groß sein, das jemand auch nur auf den Gedanken kommen darf dies zu tun.
Ich bin über solche Vorfälle tief erschüttert und verurteile die Täter!

Sich selbst das Leben zu nehmen steht jeden frei. In unserer Gesellschaft ist das wohl auch die einzigste Freiheit die wir noch haben.

Ich bin nach der Trennung von meiner Traumfrau (ja war sie wirklich) selbst in ein sehr tiefes emotionales Loch gefallen. Meine Ex hat damals auch oft Ängste geäußert, ich wolle ihr oder den Kindern was antuen weil sie sich getrennt hat.
Wer mich kennt, weiß das das völliger Blödsinn ist. Zu keiner Zeit kam mir irgenwie der Gedanke an sowas. Im Gegenteil das ist so ziemlich das Schlimmste was Menschen sich antuen können, der eigenen Familie Gewalt anzutuen. Ich liebe meine Kinder und, wenn auch Vergangenheit, meine Familie.
Gedanken meinem Leben ein Ende zu setzen kamen mir allerdings. Es bildete sich ein Gefühl der Nutzlosigkeit, Verlassenheit und des versagt habens sehr stark aus. Ich erzähle euch da wohl nichts Neues.

ABER:
Ist es nicht gemein und hinterhältig seine Kinder zu verlassen? Nur damit es einem persönlich "besser" geht. Keiner sollte das seinen Kindern antuen, wenn die Familie zerissen wird, auch noch die Unschuldigsten, die am meisten Hilfe brauchen im Stich zu lassen. Jeder sollte um seine Kinder kämpfen! Auch wenn es noch so aussichtslos erscheint. Auch wenn ein finanzieller Ruin ansteht. Den Kids ist das egal. Sie wollen kein Geld, sie wollen Liebe und Geborgenheit. Selbst wenn (bedingt durch die KM) ein Treffen mit dem KV nur sehr schwierig ist. Jeder Kontakt ist wichtig!

Ihr, die ihr mit dem Gedanken spielt aus dieser Welt zu gehen und eure Kinder im Stich zu lassen, ihr seit alle Egoisten! Wollt Ihr euren Exen die Kids allein überlassen? Ihr seit die Starken, die Kids die schwachen. Ihr müsst für eure Kids kämpfen! Hört damit niemals auf!
Eines Tages werdet ihr von euren Lieben ein dankbares und liebevolles Lächeln zurückbekommen. Dann sind die ganzen Mühen und Strapazen vergessen. Ihr wisst dann: es hat sich gelohnt für etwas zu kämpfen.
Ich werde nie aufgeben!

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« Antwort #21 am: 07. Juli 2005, 12:19:58 »

Zitat
Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Kostbarste zu nehmen was er hat: SEIN LEBEN!
Da stimme ich dir mit besonderem Blick auf § 218a StGB vollkommen zu.

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Aniram
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« Antwort #22 am: 07. Juli 2005, 12:55:09 »

Du hast recht, Redsky, mit jedem einzelnen Wort.

Kein Mensch hat das Recht, einem anderen das Leben zu nehmen.

Und trotzdem:

Wissen wir, was in solchen Momenten in einem Vater oder auch einer Mutter vorgeht ?
Wie groß, Ängste, Verzweiflung, Sinnlosigkeit und die gesamte Gefühlspalette auf und
ab, in diesem Augenblick ist.

Ich kann die Wut und Empörung, die bei Angehörigen, Nachbarn oder auch Fremden
beim Lesen solcher Artikel aufsteigt gut verstehen, hab ich doch die gleichen Gefühle.
Und die Vorstellung, jemand könnte meinen Sohn umbringen, läßt mich in Gedanken
zum Amokläufer werden.

Aber ich bin nicht überzeugt, ob es in jedem Fall aus Egoismus geschieht, ob eben alle
Täter Egoisten sind. Ich kann mir schon vorstellen, daß das eine Mutter macht, aus
Angst ihr Kind alleine zurückzulassen oder ein Vater nach einem verzweifelten Kampf
um das Kind. Möglich, daß es Situationen im Leben gibt, wo einem alles zuviel wird und
man nicht mehr vernünftig denken kann.

Es bleibt trotzdem falsch und verwerflich, aber gebe Gott für Gläubige und das Schicksal
für die anderen, daß man selbst nie so verzweifelt sein wird, so eine Wahnsinnstat zu
begehen.

Nachdenkliche Grüße

Marina
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« Antwort #23 am: 07. Juli 2005, 15:25:34 »

Hallo Aniram,

jeder Mensch hat seine Grenzen.
Egoisten sind in diesem Zusammenhang die, die ihre Kinder verlassen. Nicht die, die ihre Kinder mitnehmen in die ach so bessere neue Welt. Kann sein das diese Menschen ihre Grenzen überschritten haben und im Augenblick keinen anderen Ausweg sehen. Eine Mutter die ihr Kind nicht zurücklassen möchte, sollte nicht gehen! Keiner weiß ob die Zukunft nicht doch noch positivere Dinge bereithält. Wenn man ganz am Boden ist, kann es nur wieder auswärts gehen. Das kann schon mal eine Weile dauern, aber "Die Hoffnung stirbt zuletzt".
Wieso sollten wir die Träume und Wünsche von denen die unsere Zukunft darstellen so grenzenlos mit Füßen treten?
Wieso sollten wir (Eltern) uns anmaßen die Entscheidung über Leben und Tot unserer Kinder an uns zu reißen? Wir sollten uns alle für das Leben entscheiden. Was spürt ein Kind in den letzten Sekunden seines Lebens welches von seiner eigenen Mutter (oder Vater) getötet wird? Ist es das, was wir für unsere Kinder wollen. Grenzenloser Schmerz? Ich kann sehr wohl Eltern verstehen die keinen Ausweg mehr sehen. Denen die Zukunft hoffnungslos erscheint. Es ging mir auch schon so! Teilweise immer noch. Aber die Kinder haben immer eine Zukunft im Leben. Sie werden größer und wachsen (nicht die Länge sondern die Größe) mit allem was um sie herum passiert. Wollen wir ihnen das nehmen? Nein! Wir müssen für unsere Kinder stark sein. Sei es noch so schwer.
Ich habe meinem Sohn unsere Trennung beigebracht (finde gerade kein anderes Wort).
Solch einen Blick und Gesichtsausdruck habe ich noch nie in meinem Leben bei meinem Kind gesehen. Es war als sei er von 1000000 schrecklichen Monstern umzingelt, die ihn jeden Augenblick zerreissen wollen. Es ist als ob jemand dein Herz herausreißt. Was spürt wohl ein Kind welches wirklich von seiner engsten Vertrauten (Vertrauter) getötet wird? Niemand sollte unter dem Vorwand der "Liebe" zu seinem Kind diesen endgültigen Schritt manchen.

redsky
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Aniram
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« Antwort #24 am: 07. Juli 2005, 15:53:06 »

Hallo Redsky !

Ich wüßte nicht, wo ich Dir in Deinen Zeilen widersprechen sollte.
Eigentlich hab ich nur versucht, für Verständnis dieser manchmal
bestimmt entsetzlich verzweifelten Mensch zu werben.

Gutheißen kann ich es natürlich so wie Du trotz alledem nicht.

 
Zitat
Es ist als ob jemand dein Herz herausreißt.


Ich will mir nicht vorstellen, wie Du dich in dem Moment gefühlt
haben mußt, aber das denke ich mir bei dem hier Gelesenen
sehr oft.

Marina
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