Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Urteile auf RECHTplus
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Uns empfehlen
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

Studie - Mitmachen


Linkpartner


vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das achte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 15:46:41 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: [1] 2   Nach unten
Drucken
Autor Thema: .. mein Leidensweg ..  (Gelesen 4007 mal)
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« am: 28. November 2003, 16:31:27 »

Hallo!

Ich geh am besten gleich in die Vollen:

In 08/2001 wurde aufgrund eines Vergleiches ein Kindesunterhaltsbetrag i.H.v. 735,00 DM( jetzt 375,80 Euro) für 2 Kinder (jetzt 8 und 6 Jahre) "verglichen". Ich war zum damaligen Zeitpunkt arbeitslos, befand mich in einer Weiterbildung zum Kommunikationswirt und hab Unterhaltsgeld vom Arbeitsamt i.H.v. ca. 1.600 - 1.700 DM erhalten. Der Vergleich wurde ohne Berechnungsgrundlage im Scheidungsurteil festgesetzt.

Derzeitige Situation 2003:

Meine Umzugstour brachte mich von Berlin (Wohnort Kinder + Kindesmutter) nach Emmerich und von dort aus nach Bad Oeynhausen, wo ich nun im Keller meiner Eltern untergekrochen bin, weil ich mir keine weitere Wohnung leisten konnte.

Nach einer arbeitlosen Zeit von 11/1999 bis 03/2003 (Arbeitlosengeld, Unterhaltsgeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe) hab ich nun endlich wieder einen Job, der mir allerdings nur mit 821,04 Euro netto monatlich vergütet wird. Bei meinen Eltern zahle ich für die Nebenkosten ebenfalls 250,- Euro als Untermiete und Beisteuerung zu den Lebenshaltungskosten (Essen, Unterkunft). Demgemäß verbleiben mir gerade nach Abzug der 375,80 Euro und 250,- Euro "nur" ein Betrag von 195,24 Euro - hiervon muss ich verständlicherweise noch Kosten tragen wie Fahrtweg, Versicherungen etc. & Co. (was noch so ausser Essen und Unterkunft anfällt (Kleidung, Hygiene etc.)).

Ich weiss nur zu gut, daß ich gegenüber meinen Kindern unterhaltspflichtig bin - das will ich nicht bestreiten (davon mal abgesehen, daß ich meine Kinder seit Anfang 2000 nicht mehr gesehen habe (ich habe probiert den Kontakt aufrecht zu erhalten, aber ich habe niemals auch nur eine Rückantwort aufgrund von Telefonaten, Postkarten, Geburtstagswünschen, Weihnachtswünschen und auch Geschenke erhalten und irgendwann frustriert einen das so sehr, da es ein Fass ohne Boden ist, daß man es einfach aufgibt ... leider ... meine Ex hat überhaupt keine Anstalten gemacht, mir überhaupt irgendwelche Informationen zukommen zu lassen, obwohl sie, wie mir wohl bekannt ist, ebenfalls dazu verpflichtet ist, aber ich gehe mal davon aus, daß sie sich sagt, daß ein Telefonanruf schliesslich Geld kostet, was sie wohl nicht für solche "Kinkerlitzchen" wie Telefonate mit dem Kindesvater rausschmeissen will) ... hart aber wahr. Ich denk jedenfalls, daß sie so denkt ...).

Nun meine Fragen - wie sieht es mit dem Selbstbehalt in Höhe von 840,- Euro (für Erwerbstätige - Erwerbslose = 730,- Euro) aus ?! Kann ich überhaupt darauf bestehen, daß mir wenigstens dieser Betrag im Monat verbleibt, um evtl. mal wieder selber an eine eigene Wohnung (logischerweise nur eine kleine) zu denken ?!?

Meine Anwältin vertritt den Standpunkt, daß ich diese 375,80 Euro zu zahlen habe (mittlerweile ist auch eine Erhöhung auf insgesamt 422,- Euro eingegangen, nur ich hab keine Ahnung, wo ich das herbekommen soll)). Zusatzjobs bin ich am Suchen und bin auch nach wie vor als arbeitssuchend beim Arbeitsamt gemeldet, um eine weitere Teilzeitstelle zu bekommen - nur es war schon während meiner arbeitslosen Zeit ziemlich frustrierend nur Absagen einzusammeln und auch das Arbeitsamt hat Druck gemacht, so daß ich für beide Seiten Buch führen musste ...

Zur Zeit kann ich froh sein, daß ich noch meine Eltern habe, von denen ich mir wenigstens dann und wann mal ein Auto ausleihen kann (das vorehelich gemeinsame gekaufte Auto hat ebenfalls meine Ex-Ehefrau behalten, wie auch das gesamte Mobiliar etc. & Co. - ich war es damals einfach nur leid, den gesamten Nervenkrieg zu ertragen und hab klein beigegeben - ich wollte fair sein ... naja ...)).

Ich weiss bald nicht mehr was ich machen soll, da mein Konto mittlerweile stetig ins Minus abrutscht und ich gerade erstmal wieder froh sein kann überhaupt so etwas wie einen Dispositionskredit bekommen zu haben - ebenfalls habe ich mich schon von vielen eigenen Dingen getrennt (Bücher, Kleidung & Co.), so daß mehr oder minder meinen Hausrat verkauft habe, was nicht üppig gewesen ist.

Kommentare, wie "Such Dir nen zweiten oder besser bezahlten Job" - helfen nicht wirklich, da allein der Blick in die Medien (Zeitung, TV, Radio) genügen um jedem mitzuteilen, daß es derzeit eine schwere Zeit ist einen Job zu bekommen - ich suche ja! (aber es müssen auch überhaupt Jobs, für die ich ausgebildet worden bin, angeboten werden) Und ich verschicke laufend Bewerbungen per E-Mail (und erhalte ebensoviele Absagen) ... das hilft nicht wirklich.

Laut Düsseldorfer Tabelle bzw. Berliner Tabelle, nach der ich berechnet werde, habe ich jedenfalls einen Selbstbehalt von 840,- Euro (wovon 360,- Euro fest für Warmmiete & Co. draufgehen, was wiederum gekürzt werden kann, wenn der Betrag von 360,- Euro nicht ausgeschöpft wird) - d.h. für mich wohl, daß ich einen Selbstbehalt als Existenzminimum 730,- Euro übrig haben müsste, was ich aber nicht habe!

Muss ich Abänderungsklage dafür einreichen, daß ich meinen Selbstbehalt (der ja das Existenzminimum darstellen soll) behalten kann ? Etwas, dass quasi vom Gesetzgeber dem Unterhaltspflichtigen zugesichert ist muss extra erst eingeklagt werden ? Und wenn ich von mir aus nur den Differenzbetrag zu meinem Gehalt überweise, droht mir wahrscheinlich § 170 StGB ....

Wer hat mal entsprechende Informationen darüber, die hier vielleicht hilfreich sein könnten ?!

Bedanke mich im voraus .. (und ich weiss, daß es mir schlechter gehen könnte, wenn ich es so überlege, aber zu bedenken ist, daß ich noch nicht einmal "eigene" (zur Miete) 4 Wände habe und als selbständig denkender Mensch ist das eine Sache, die auf Dauer ziemlich erniedrigend sein kann - auch die Tatsache, daß ich nicht mobil sein kann, nervt mich, da ich, um überhaupt zur Arbeit zu kommen, wenn dann den Wagen von meinen Eltern ausleihen muss, was auch nicht immer möglich ist, so daß ich eigentlich von denen hochgradig abhängig bin ... Traurig ...

Und .. meine Anwältin hat mir auch geraten, ich sollte mir z.B. nen Job in .. sagen wir .. München suchen - nur überlegt überhaupt einer heutzutage, daß auch ne Bahnfahrkarte ein Schweinegeld kostet, um überhaupt, wenn ich dort tatsächlich die verschwindend geringe Aussicht erhalten sollte, dort ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, dahin zu kommen ? Wie siehts dann aus mit Umzugskosten ? Wohnung (kaution!) ? Alles Dinge, die meiner Meinung nach überhaupt nicht berücksichtig werden, denn letztendlich kann ich nur in dem kleinen Kellerloch verbleiben, wo ich derzeit bin - denn so komm ich nicht mehr auf eigene Füsse - Selbstmitleid hilft wenig, das weiss ich aus eigener Erfahrung selbst, aber wenn einem jede finanzielle Möglichkeit (Selbstbehalt) genommen wird, um überhaupt etwas zu tun, wird es schon ziemlich schwierig (denn auch Bewerbungsmappen kosten Geld und in erster Linie hilft es nicht, daß dies erstattungsfähige Kosten sind, denn zuerst muss es ja schliesslich aus eigener Tasche berappt werden) ...

Naja .. war mal nen langes Thema, was ich hier begonnen hab - würde mich freuen, etwas Feedback zu erhalten - gerne auch weitere Informationen per E-Mail ..

Grüsse,

maddddy


P.S.: ... um ein bissel weiter auszuholen - 1998 hatte ich gerade neue Bewerbungen losgeschickt, da ich zusammen mit meiner damaligen Frau und um besser für die Familie mit 2 Kindern zu sorgen, einen besseren Job erhalten wollte. Und ich hatte einen gefunden, nach zig Versuchen. An einem Wochenende haben meine damalige Ex-Ehefrau dann noch mit Sekt angestossen - eine Woche später rief sie mich im Büro an, schnauzte mich an, daß sie alles wüsste (Was denn ?) und sie die Trennung bzw. Scheidung wollte. Ich war verdattert, verwirrt und vollkommen fertig - kurzum in einem Zustand, der nicht gerade sehr arbeitsfähig war. Und mich nervte der Gedanke, daß sie sich irgendwas aus den Haaren zog, was nicht existent war - nämlich, daß ich angeblich fremdgegangen sein sollte. Ich hab zum damaligen Zeitpunkt in einer Firma mit ca. 40 Mitarbeitern gearbeitet. Dort war es nun mal Gang und Gebe, daß, wenn jemand Geburtstag hatte, jemand ausgesucht wird, der die Geburi-Karte schreibt und dann zum Unterschreiben und Sammeln rumgeht, um ein gemeinsames Geschenk zu kaufen. Es war mein Turn. Und es war eine Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin, mit der ich mich gut verstand - rein beruflich und sicherlich auch auf menschlicher Ebene, was evtl. und vielleicht meiner Ex-Ehefrau nen Dorn im Auge war. Jedenfalls hatte sie in einer alten Arbeitstasche gewühlt (karte beim auswechseln zu einer neuen vergessen) und scheinbar was gefunden.

Ich ahnte Schlimmes. Wir hatten uns sowieso schon ab und an gezankt und es war nicht gerade einfach - auch für mich nicht. Ich hab versucht immer ein lieber Papi zu sein. Bin von morgens 8 Uhr bis abends 17 Uhr arbeiten gegangen, hab Ärger bekommen mit meiner Ex-Ehefrau, wenn ich Überstunden machen musste und hab Ärger mit meinem Arbeitgeber bekommen, wenn ich keine Überstunden gemacht habe. Habe Abends die Kinder gebadet (damals 2 und 4 Jahre alt) und hab auch ansonsten am WE alles Tätigkeiten wie Rasen mähen, Auto waschen, Staubsaugen etc. übernommen und auch gemacht. Das Geld, also mein Gehalt, hat Frau verwaltet und ich konnte noch nicht mal freiwillig darüber entscheiden, ob ich mir mal dieses oder jenes Buch kaufe oder nicht.

Auch, man mag es kaum glauben, hat mich meine Ex in einer Streitsituation geschlagen - gut, ich hab ihr den Rücken zugewendet, so daß sie nichts "wertvolles" treffen konnte, aber immerhin hatte ich eine Gelenkkapselprellung im Schulterbereich, mit der ich ins Krankenhaus musste - und sicherlich wäre es ein leichtes gewesen, mich zu verteidigen - was ich aber nicht getan habe, da ich ihr nicht weh tun wollte.

Nun denn - ich kam nach Hause und es war niemand da. Das Auto war nicht da. Meine Ex war nicht da - die Kinder waren nicht da und alles war ein Zettel mit roter Schrift "GEH!", was mehr als deutlich war und ich war es leid. In der Vergangenheit waren schon öfter Gespräche zwischen uns gelaufen, daß es nicht so gut läuft, wir uns aber in Frieden trennen würden und auch alles teilen würden, wenn wir uns trennen. Klar, Pustekuchen ...

... ich konnte einfach nicht mehr und letztendlich hatten mich in der Vergangenheit nur die Kinder gehalten, um den Schein zu wahren - aber ich konnte einfach nicht mehr ... also hatte ich einige Dinge gepackt und bin erstmal untergekrochen bei meinen Eltern im Keller ... damals 1998 ...

Am nächsten Tag bin ich dann mit einem Auto von meinen Eltern hingefahren, um a) nochmal mit ihr zu reden und b) um einige Dinge abzuholen, die ich halt brauchte. Es war niemand da und erst relativ spät kam sie und ihr Vater an, wobei mich letzterer erheblich beschimpfte (... ihn hatte ich ins Krankenhaus gebracht, hab an seinem Bett gesessen und so weiter und so weiter .. nun ja) und meinte, seine Tochter hätte was besseres verdient ... zu einem Gespräch kam es nicht - und meine Kinder hatte ich auch nicht gesehen ...

Zum Einen begann ich mich zu informieren, was ich nun zu tun hatte - ich würde eine neue Anstellung antreten, ich musste mir eine neue Wohnung und auch Möbel besorgen bzw. kaufen gehen, ich musste meinen verbliebenen Hausrat irgendwie wieder erhalten und ich musste mir einen Anwalt besorgen. Nebenher musste ich noch meinen alten Job erledigen - irgendwie. Was nicht möglich war. Ich hatte die Situation bei meinem Arbeitgeber erklärt, der allerdings wenig Verständnis zeigte und mich eher mit mehr Arbeit voll packte, als dies evtl. etwas zu lindern, da ich damals doch emotional komplett fertig auf der Bereifung gewesen bin - stattdessen übte er quasi so eine Art von "Bossing" aus, insbesondere nachdem ich ihm die Kündigung in die Hand gegeben hatte, weil ich ja eine neue Anstellung hatte ...

... ich besorgte mir, was mir persönlich ziemlich zuwider ist, einen gelben Schein und liess die Krankschrift nahtlos übergehen in meinen Resturlaub, so daß ich zwei Wochen hatte, um einige Dinge in meinem Leben zu sortieren ...

 -- Fortsetzung folgt --
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #1 am: 28. November 2003, 17:33:26 »

-- Fortsetzung --

(meine mitglieds-id ist angemeldet, aber noch nicht freigeschaltet - mit ner Tüte uffm Kopp is dat nich wirklich ansprechend .. ;) )  yltype

Ich werd mich ein wenig kürzer fassen und mich auf das Wesentliche beschränken - ich hatte eine Wohnung gefunden und begann nun mich darum zu kümmern, mittlerweile waren immerhin schon 6 Wochen verstrichen und ich hatte meine Kinder noch immer nicht gesehen, daß ich endlich auch nen vernünftigen Anwalt bekam und begab mich an einen Runden Tisch mit Ex, GegenAnwalt, mein Anwalt und ich ...

Es wurde beschlossen, daß ich a) Trennungsunterhalt (damals 2.600, DM/netto - davon abgedrückt an die 1.100,- DM - Rest 1500,- DM) b) meine Kinder sehen durfte (bei McDonald, zusammen mit der Kindesmutter und nur einen Nachmittag) und ich c) meinen eigenen Hausrat wiederbekommen durfte - ich durfte auch das Haus betreten, um alles zu packen bzw. um meine Sachen selber zusammen zu räumen ...

Das Wochenende nahte, wo ich meine Sachen holen durfte - ich besorgte mir einen Lieferwagen (ca. 400,- DM) und düste hin - ich klingelte, aber grosses Erstaunen - dieses Wochenende, kam nur von meiner Ex ? Und ohne Zeugen ? Ihr Anwalt hätte gesagt, daß sie mich nur mit Zeugen ins Haus lassen durfte (wovon nichts in dem Gespräch erwähnt worden ist) und es würde dann halt nicht gehen. Ich hatte zwei Möglichkeiten: 1.) Randale machen oder 2.) klein beigeben und über Anwalt gehen - ich entschied mich für letzteres und somit hatte ich 400,- DM in den Wind geschossen für den Klein-LKW.

Es wurde ein neuer Termin vereinbart und da sie so auf Zeugen bestand, nahm ich einen Bekannten mit der mir zum Einen helfen konnte meine Sachen mit zusammen zu packen und auch mein Zeuge sein würde. Nur es war nicht viel mit Einpacken - alle Sachen waren fertig verpackt - in Obstkisten (Bücher) und Klamotten in blauen Müllsäcken - es war alles untergestellt in einer zugigen Teil-Unterkellerung und im Nebengebäude, was eine baufällige Scheune gewesen ist. Da die Klamotten und Sachen von mir schon mehrere Tage dort gelagert waren, waren die Bücher feucht und meine Klamotten bedurften wohl ebenfalls einer Reinigung - es war (sorry) zum kotzen.

Ins Haus durfte ich - 5 mins. Ich stellte auch nur beiläufig fest, daß meine Ex letztendlich jede Umzugskiste durchwühlt hatte, die noch von meinem Einzug her im Dachraum verstaut waren. Es war alles aussortiert und für mich letztendlich nicht mehr 100%ig nachvollziehbar was fehlte und was nicht, da alles durcheinander, umsortiert und anders (unordentlich) einsortiert war. Aber letztendlich war ich froh, meine Sachen zurückbekommen zu haben - mit Sicherheit beschädigt, mit Sicherheit nicht gerade hygienefreundlich, aber zurück. Vom gemeinsamen Hausrat oder dem Auto war noch nicht die Rede (Wohnzimmerschränke, Couchgarnitur, oder auch die Arbeit die ich in ihr Haus investiert habe, da, als ich eingezogen war, das Haus mehr oder weniger nicht baufällig, aber schlichtweg nicht fertig war - so habe ich in diesem Haus die Wände gemacht und tapeziert, mit den Teppichboden verlegt und viele Dinge andere mehr (Gartenzaun & Co., Gastank mit abgerissen usw. usf. ... ) ...

Ich darf hier noch erwähnen, daß mir die Kinder sehr  gefehlt (des abends heulend eingeschlafen etc. & co. ... ) haben und ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich versucht habe mit meiner Ex zu sprechen, aber entweder hab ich nur einen Anrufbeantworter bekommen (wo ich auch drauf gesprochen habe, aber es rief niemand zurück) oder aber es ist niemand dran gegangen - sie hatte aber ihren Rechtsanwalt daran gesetzt und in einem Nebensatz wurde erwähnt, ich sollte es unterlassen andauernd anzurufen bzw. die Mandantin zu belästigen ... *würg*


Gespeichert
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.055



WWW
« Antwort #2 am: 30. November 2003, 18:53:20 »

Hallo maddddy,

Zitat
(meine mitglieds-id ist angemeldet, aber noch nicht freigeschaltet - mit ner Tüte uffm Kopp is dat nich wirklich ansprechend ..

Du wirst sofort nach der Registrierung frei geschaltet. Da ist also irgendetwas schief gegangen. Versuche es bitte noch einmal.

Ich hab deine Geschichte gelesen und ich denke, es hat dir auch gut getan, darüber zu schreiben.

Weshalb du bei den dir zur Verfügung stehenden Geldern Unterhalt zahlen musst, ist mir völlig unklar. Den Selbstbehalt für Nicht-Erwerbstätige hast du selbst genannt. Jetzt könnte natürlich der Wohnvorteil angerechnet werden. Aber selbst dann sind die Unterhaltsforderungen völlig überzogen. Für deine RAin bist du unattraktiv, da du ein PKH-Mandant bist und da ist das Honorar schon mal gleich gut ein Drittel niedriger. Du solltest dir dringend einen anderen RA suchen und dann Unterhaltsabänderungsklage einreichen.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #3 am: 01. Dezember 2003, 14:13:43 »

Hallo, DeepThought!

Ja, nun hat es geklappt - evtl. hab ich selbst ein wenig geschusselt, weil mir derzeit halt wieder alles um die Ohren fliegt ...

Nun ja, meine Geschichte habe ich in dieser Form schon sehr oft erzählt und letztendlich weiss ich auch, was ich seinerzeit falsch gemacht habe (die Geschichte ist ja noch lange nicht zu Ende) - ich habe aufgehört zu kämpfen und hab eigentlich alles mit mir machen lassen, weil ich es nervlich nicht mehr ertragen habe dagegen (gegen Windmühlen) anzukämpfen. Andererseits ist das Thema leider auch so geartet, daß es einem nicht gerade sehr viel Mut macht, wenn man die Rechtsprechungen online (sofern vorhanden) liest und dann auch noch vom eigenen RA nen Knüppel aufn Kopp bekommt bzw. der auch Schwarzmalerei betreibt. Es ist schon heftig gewesen - und ist es noch ...

Meine RAin (noch nicht mal die, mit der ich damals vor Gericht gestanden habe, sondern ne komplett neue RAin) hat mir heute auch zurückgeschrieben - allerdings ist sie meiner Meinung nach kaum auf den Inhalt meines Schreibens eingegangen, sondern hat nur geschrieben, daß der Unterhaltsstreit auch damit enden kann, daß ich höhere Unterhaltsbelastungen haben werde, als vorher, weil das Gericht evtl. feststellen wird, daß ich höherstufig leistungsfähig bin und ich ein fiktives Einkommen angerechnet bekomme (klar, 4,5 Millionen Arbeitslose, aber ich - ich schaffe es ... hö hö ..) - naja, ist letztendlich derselbe Tenor, den sie seinerzeit bereits im Telefongespräch angeschlagen hatte und sie mir gesagt hat, daß ich mind. 30 Bewerbungen im Monat (1 Bewerbung am Tag) abschicken muss - denkt jemand überhaupt daran, daß diese Jobs, worauf man 30 Bewerbungen abschickt generell erstmal da sein müssen ?!? Was, wenn ich nur 5 im Monat finde - bekomm ich dann den Knüppel ?! Wie verdammt lebensfremd sind eigentlich die Gerichte ?! Davon mal abgesehen - wo kommt eigentlich der Begriff "fiktiv" er - ich kenn den nur im Zusammenhang mit Traumwelten, Phantastereien und Hirngespinste ... meiner RAin hatte ich am Telefon dazu gesagt, daß das ja scheinbar dann so eine Art von "Wünsch-mir-was!"-Session ist - trifft sich prima - ist ja Weihnachtszeit .. (sorry wegen dem Sarkasmus, aber ich rege mich darüber tierisch auf, daß ich meinen mir zustehenden Selbstbehalt einklagen muss und nicht darauf bestehen kann - ich lebte sozusagen, da ich vorher gerade mal 741,- Euro Arbeitslosenhilfe hatte seit Monaten (eigentlich seit 08/2001) weit unter dem Existenzminimum und meine Anwältin war mit federführend bei der Sache, weil dir mir den schwarzen Peter vorgegaukelt hat, daß ich eh keine Chance habe und mir nichts anderes übrig bleibt als zu zahlen ...

deprimierten netten gruß,

maddddy

P.S.: .. habe heute einen mir bekannten Rechtsanwalt aus meiner Schulzeit angefaxt und Kopien meines Faxes und das "meiner" Anwältin mit der Bitte um Hilfe zugefaxt - mal sehen, was der dazu sagt ... aber um ehrlich zu sein, bin ich mit meinem Latein am Ende und bin schon wieder soweit, daß ich nicht klage, weil ich Schiss habe, daß ich noch mehr zu zahlen habe und ich mir dann doch den Strick nehmen kann ...  gun  mad2
Gespeichert
Phill
Gast
« Antwort #4 am: 01. Dezember 2003, 22:00:49 »

Hi madddy!
das ist ne tolle Geschichte, die Du hier präsentierst. Noch 10 Seiten mehr und Du hast ein Buch voll. Amüsant zu lesen und trotzdem tottraurig für Dich. 30 Bewerbungen im Monat, bei 2 Stellen im Monat in ganz Deutschland, bei einigen Berufsgruppen und Hauptsache die Kinder sitzen im Boot, Vater kann ja untergehen, egal. Aber welcher Vater würde nicht wirklich sein letztes Hemd geben, nur um seine Kinder zu retten? Jeder, aber jeder so wie er es kann, nicht anders. Es erschüttert mich immer wieder, wie so "junge" Menschen wie Du in eine Mühle geraten. Das stimmt mich sehr nachdenklich und ich weiss, Du würdigst diese Angelegenheit mit dem notwendigen Humor, Galgenhumor, denn anders kann man es nicht würdigen. Zahlen ist kein Thema, wenn denn Geld da ist und das ist eben manchmal nicht da, so wie bei Dir. Das hat aber nun rein gar nichts mit der Existenz Deiner Kinder zu tun und Deiner Liebe zu ihnen, die jeder Vater hat. Ich wünsch Dir einfach viel Glück jetzt und glaube nicht an die Gerechtigkeit dabei. Ich kann Dich so gut verstehen...auch wenn es mich nicht so hart getroffen hat wie Dich.
In grosser Anerkennung
Phill C.
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #5 am: 02. Dezember 2003, 13:28:06 »

Hello, DeepThought!

Hab ich auf Deinen Post schon geantwortet ?! Im Detail glaub ich nich .. kommt jetzt .. ;)

Zitat
Weshalb du bei den dir zur Verfügung stehenden Geldern Unterhalt zahlen musst, ist mir völlig unklar. Den Selbstbehalt für Nicht-Erwerbstätige hast du selbst genannt. Jetzt könnte natürlich der Wohnvorteil angerechnet werden. Aber selbst dann sind die Unterhaltsforderungen völlig überzogen. Für deine RAin bist du unattraktiv, da du ein PKH-Mandant bist und da ist das Honorar schon mal gleich gut ein Drittel niedriger. Du solltest dir dringend einen anderen RA suchen und dann Unterhaltsabänderungsklage einreichen.


Nun, mir ist auch unverständlich, daß ich einen derart hohen Unterhaltssatz zahlen soll, obwohl ich nicht kann - aber, so lt. Jugendamt, ich bin leistungsfähig (wie nur was!) und sollte schliesslich in der Lage sein einen Job zu bekommen, der wenigstens den Mindestregelbetrag versorgen kann. Das Jugendamt sagt auch, daß ich keine Abänderungsklage machen sollte, da es, deren Meinung nach, voll nach hinten losgehen kann und es so enden könnte, daß ich einen noch höheren Unterhaltssatz zahlen muss - der Gegenseite ist ebenfalls bekannt, daß ich letztendlich gesehen 3 Aus- bzw. Fortbildungen habe - ich bin "Kaufmann im Einzelhandel (Computer- & Bürotechnik)", "Fachwirt in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft" und zuguterletzt "Kommunikationswirt & WebDesigner" - dergestalt sieht es so aus, daß mir aufgrund meiner erhöhten Leistungsfähigkeit ein höheres Einkommen angerechnet werden kann, ich hierauf einen höheren Unterhalt festgesetzt bekomme und ich demgemäß ganz in der Tonne verschwinde. Davon mal abgesehen - hat sich jemals einer überlegt, daß hier eigentlich mit Wunschzahlen gerechnet wird ?! Das tatsächliche Einkommen - und seit wann lässt sich "Leistungsfähigkeit" in Zahlen messen ?! Entweder man arbeitet und bekommt von seinem Arbeitgeber sein Gehalt, welches er festlegt, oder, wenn man Glück (oder auch nicht) tariflich festgelegt ist ... egal .. ich schweife ab ..

Und ja, es ist richtig - von einem Dozenten, den ich noch aus meiner Fortbildung kenne (Grundstücks- und Wohnungwirtschaft), der ebenfalls Dr. im juristischen Bereich ist, habe ich in Erfahrung gebracht, daß PKH-Fälle (wen wundert´s) nicht bevorrechtigt behandelt werden, da schliesslich lukrativere Fälle Vorrang geniessen ... war mir letztendlich klar, aber das es teilweise so krass gesehen wird. Auch habe ich in Erinnerung, wo ich nach einer neuen Kanzlei gesucht habe, daß mir ein Anwalt am Telefon nur gesagt hat, daß wenn ich einfach 5000,- Euro auf deren Konto überweise, die einen schönen Fall daraus machen werden ... ohne Worte ...

Der Bekannte hat mir ferner davon abgeraten einen neuen RA zu suchen, da es dann in dem Falle sein kann, daß mir meine derzeitige Kanzlei eine Rechnung für Schreiben, Telefon und BRAGO in die Hand drücken wird - was ich (logo) eh nich bezahlen kann ...

Soviel dazu ..

Grüsse :)

maddddy
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #6 am: 02. Dezember 2003, 13:37:50 »

Hallo, sylvie!

Zitat
lass jetzt bloß nicht den Kopf hängen und gib nicht auf, sonst hast du sofort die Ar...karte gezogen, sorry!


Ob ich den Kopf nun hängen lasse oder nicht - die Ar...karte hab ich eh gezogen .. ;)

Zitat
Das mit den vielen Bewerbungen ist auch so eine Sache, über die man immer wieder nur den Kopf schütteln kann. Obwohl die Menge der nachzuweisenden Bewerbungen pro Monat meines Wissens OLG- abhängig ist.


Das trifft zwar zu, aber das Jugendamt und auch jeder Rechtsanwalt, den ich bisher gefragt habe, sagt mir dazu, daß mind. von 30 Bewerbungen im Monat auszugehen ist - Minimum - d.h. nicht nur die Stellenanzeige (Internet, Zeitung etc.), sondern der komplette Bewerbungsablauf sollte wenn möglich dokumentiert werden. Sprich, ich muss mich einerseits weiterhin arbeitssuchend beim Arbeitsamt melden, von dort alles dokumentieren, was ich an Stellen erhalten werde (selbst in meiner arbeit- und brotlosen Zeit hab ich sage und schreibe nur 4 Stellen vom Arbeitsamt bekommen, auf die ich mich zwar prompt beworben habe, aber auch hier Absagen bekam - davon mal abgesehen, hab ich die Stellen auch nur deswegen bekommen, weil zum damaligen Zeitpunkt die "geschönte Arbeitslosenstatistik" in den Medien rumging und ich angerufen hatte und darauf hinwies - lustig, wie schnell alles gehen kann, wenn man mit dem Medienfinger winkt ... ;)

Zitat
Fiktives Einkommen kann dir doch nur angerechnet werden, wenn

  a) du nachweislich schuldhaft selbst dein Arbeitsverhältnis beendet hast und somit selbst verantwortlich bist, für deine nun missliche Lage

  oder b) wenn du auch vor deiner Arbeitslosigkeit, nach Zahlung von Unterhalt weniger, als den Selstbehalt hattest

Oder hat sich da inzwischen was Grundlegendes geändert?



Habe ich mich ja schon etwas länger zu geäussert (ob ich nun den Job schuldhaft verloren habe oder nicht, liegt wohl eher im rechtsverdreherbereich der anwälte, aber ich bin der Meinung, daß ich eigentlich keine Schuld daran habe ... ).

Davon mal abgesehen ist der Begriff Selbstbehalt im Zusammenhang mit der Düsseldorfer Tabelle für den Unterhaltspflichtigen eh nur ein schlechter Witz, weil man den nur dann behalten kann, wenn man mind. den Mindestregelbetrag bezahlen kann. Das kann ich nicht, also steht mir der Selbstbehalt auch nicht zu - da mitunter seit 01.06.2003 von der Gegenseite anstelle von 375,80 Euro nun 422,- Euro gefordert werden, laufen hier seitdem Schuldbeträge auf, so daß ich eigentlich jederzeit befürchten muss, daß mir von den Cent, die mir monatlich übrig bleiben, auch noch was gepfändet werden kann, da zum Einen ein Titel vorliegt, aus dem vollstreckt werden kann und b) auch weit unterhalb der Pfändungsfreigrenzen gem. §850c ZPO gepfändet werden kann - egal, ob ich vor die Hunde gehe oder nicht ...

Zitat

Liebe Grüße, Sylvie
 


Lächelnd .. zurück .. *seufz*

maddddy
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #7 am: 02. Dezember 2003, 11:52:49 »

 Traurig  mad  Lächelnd  cry_smile  thumbdown

Hallo, ihr Lieben!

Danke für das Feedback - ja, vielleicht sollte ich weiter schreiben, ein Buch draus machen, einen Verleger finden und hoffen, daß sich das Buch gut verkauft - nur wen interessiert das schon, ob Väter, die versuchen in der derzeitigen desolaten Wirtschaftslage einen Job zu bekommen (und auch zu halten), existieren und leben können - ich hingegen überlebe eher und kann froh sein, daß ich noch einige Dinge besessen habe (Herzblut wie ich es nenne), was ich allerdings mittlerweile schon "gewinnbringend" bei eBay vertickt habe - mit der Zeit bemerkt man, um so mehr man von seinem "Herzblut" verkauft, daß man sich mehr und mehr selbst verliert ... empfehle ich niemandem, egal wie desolat die Situation ist ...

Zählt es als schuldhaftes Verhalten, wenn man einen neuen Job erhält, dann eine Woche von der Ex-Ehefrau rausgeschmissen wird, dann die Kinder nicht sehen kann/darf/soll, versucht sein Leben wieder aufzurichten, mehrfach Ärzte aufgesucht hat, die einem eh nicht helfen können, dann aufgrund von MagenProblemen krankgeschrieben wird, weil einem aufgrund von der Belastung eines neuen Jobs (und eines unfähigen Vorgängers) Unterlagen von 3 Jahren aufarbeiten muss und soll und dann noch das ganze Zeugs wegen der Scheidung und auch der Trennung am Hals hat ?! Nun, ich war krank geschrieben und bin von meinem Arbeitgeber gekündigt worden - während der Krankheit. Man sollte meinen ein gefundenes Fressen für Anwälte (war es auch) - mein Anwalt seinerzeit hat meine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt, die Firma hat dankend "nein" gesagt und hat weiter beurlaubt mit einer Fristsetzung - sie wollten mich nicht mehr (Gesellschaftspolitisch scheinbar überhaupt nicht tragbar, wenn ein Mann (Mensch?) schwere Probleme am Hals hat und aufgrund dessen zum Teil logischerweise seine Arbeitskraft nicht optimal einsetzen kann (ich war ackern von 8 uhr morgens bis abends 22 uhr (zeituhren sind ne feine sache, wenn man sich die dann mal am ende des monats durchguggt)) ... es wurde ein Aufhebungsvertrag des Arbeitsvertrages aus betriebsbedingten Gründen vereinbart - die Gegenseite meint nun - schuld eigene - selber den Job verloren (pech gehabt, du damaliges emotionales wrack)) ... ist doch mist. Die Firma gibt es mittlerweile gar nicht mehr, weil sie geschluckt worden ist und es ist fraglich, ob ich dort überhaupt noch tätig gewesen wäre, weil meistens sieht es ja so aus, daß neue Mitarbeiter sowieso die Leidtragenden sind und einfach  rausgeschmissen werden ... nun, der Aufhebungsvertrag war aus betriebsbedingten Gründen. War ich nun selbst schuld ?! Ich meine nicht ... aber seht ihr vielleicht anders - kA ...

Jedenfalls habe ich heute ein Gespräch mit dem Jugendamt gehabt - mit dem Rat, keine Abänderungsklage einzureichen und evtl. mal über einen Herabsetzungsantrag nachzudenken - letztendlich bleibt alles beim alten. Ich zahle weiter. Sehe zu, daß ich atme (behalt mir meinen Galgenhumor (und werde höchstwahrscheinlich nicht mehr sarkastisch, sondern zynisch) und hoffe, daß ich bald eine zweite Stelle finde ... *seufz*

Der Selbstbehalt ist eine Farce (lt. Jugendamt, aber meine eigenen Worte) - es kann auch weiter druntergehen - auch bei Pfändungen. Es fällt mir schwer, nicht den Kopf hängen zu lassen, weil ich hab einfach keinen Nerv mehr dafür.

Ich weiss wovon ich schreibe, wenn ich sage, daß der Zustand der Arbeitslosigkeit gepaart mit Unterhaltszahlungen nicht gerade super ist - gesellschaftspolitisch wirste schon schräg angeguckt, wenn Du nicht zahlen kannst - ich fand meine Zeit der Arbeitslosigkeit sehr, sehr, sehr schlecht (insbesondere weil einen von den Medien auch eingeredet wird, daß man sich schliesslich schlecht fühlen sollte, weil man ein "schwarzes Schaf ist", was Schuld an der Verschuldung von Deutschland ist (schliesslich muss der Staat 2 x zahlen)) .. egal .. ich schweife ab .. man möge mir dies bitte verzeihen ..

.. aber wie soll man sich fühlen, wenn man an die 290,- Euro monatlich übrig hat, man hat keine eigene Wohnung und kein eigenes Auto ist abhängig wie Hund, versucht einen zweiten Job zu finden und hofft eigentlich, daß die Gegenseite nichts ausbrütet, was einen noch mehr in die Tonne schmeisst ... cry_smile

In diesem Sinne ...

Gehabt Euch wohl,

maddddy

P.S.: .. ja, liest sich wie eine grose Prise Selbstmitleid, aber wenn man nur Schreiben von Anwälten bekommt, die alle negativ sind und auch das Jugendamt sagt, daß das eine Sache ist, die man nicht anrühren sollte ...
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #8 am: 02. Dezember 2003, 13:54:05 »

Hallo, Phill ! :)

Zitat
das ist ne tolle Geschichte, die Du hier präsentierst. Noch 10 Seiten mehr und Du hast ein Buch voll. Amüsant zu lesen und trotzdem tottraurig für Dich.


Ja, ich mach ein Buch draus, verleg es selbst bei BoD (muss ich erstma kräftig sparen, wenn ich das mache - so in 2015 kommt es dann raus .. ;) ) und verdien mich dumm und dämlich .. *gg* ... wobei nur Mist ist, daß es eine wahre Geschichte ist und zwar meine ...

Zitat
30 Bewerbungen im Monat, bei 2 Stellen im Monat in ganz Deutschland, bei einigen Berufsgruppen und Hauptsache die Kinder sitzen im Boot, Vater kann ja untergehen, egal.


Japp, das ist exakt der Eindruck, den ich mittlerweile habe, wenn das Jugendamt mir rät, am besten die Finger davon zu lassen und nichts zu ändern, weil es ansonsten noch viel schlimmer werden kann, als es bereits ist. Wieviele Menschen (Väter? Mütter?) sind in derselben Situation in ganz Deutschland ? Wieviele Väter sind in der Situation, obwohl er für die Kinder den Naturalunterhalt leistet, daß die Kindesmutter doch bevorrechtigt (aufgrund von veraltetem Traditionsbewusstsein (nieder mit der Gleichberechtigung! (sorry :) )) von den Gerichten behandelt wird und dennoch alles kassiert ? Es gibt tatsächlich viele dieser Art, die ich noch unmöglicher finde, aber egal ...

Zitat
Aber welcher Vater würde nicht wirklich sein letztes Hemd geben, nur um seine Kinder zu retten?


Hab ich. War auch ein Grund, warum ich keinen Streit um einen Grossteil des Hausrates angefangen habe, wobei hier auch noch Möbel waren, die ich mit ins Haus gebracht habe, die aber dann für die Kinder verwendet wurden - Auto hat sie behalten, Möbel hat sie behalten, etc. etc. pp. ... ich bin mit weniger aus der Ehe hinausgegangen, als ich reingegangen bin und zahle meinen Vergleichsunterhalt seit dem Scheidungsunterhalt, obwohl ich ebenfalls zum Zeitpunkt der Scheidung arbeitslos gewesen bin und somit eh schon ein Minimum erhalten habe - während der Trennung habe ich 1.100,- DM insgesamt bezahlt - so vereinbart zwischen den Anwälten und das war auch okay so - meine eigene Miete hat seinerzeit in Berlin mal locker 930,- DM betragen und ich musste mir alles neu anschaffen .. *haspel*verrenn* . hab ich ja schon beschrieben .. :)

Zitat
Jeder, aber jeder so wie er es kann, nicht anders. Es erschüttert mich immer wieder, wie so "junge" Menschen wie Du in eine Mühle geraten. Das stimmt mich sehr nachdenklich und ich weiss, Du würdigst diese Angelegenheit mit dem notwendigen Humor, Galgenhumor, denn anders kann man es nicht würdigen.


Letztendlich der einzige Punkt, indem mir die freundliche Mitarbeiterin des Jugendamtes zugestimmt hat - sie konnte mich durchaus verstehen, wenn man aufgrund der Vorkommnisse einen gewissen Hang zum Galgenhumor, Sarkasmus bzw. auch schon Zynismus entwickelt, weil anders hat man keine Chance damit fertig zu werden - und ich bin weiss Gott kein Mensch der sein Selbstmitleid in Alkohol ersäuft - im Gegenteil. Ich trinke selten, wenn nie, weil ich selber weiss, daß wenn ich so etwas anfangen würde (was eh kostenaufw(ä)ndig ist, ich mir eh nich leisten kann, um den Pegel aufrechtzuerhalten *g* ;)), ich noch mehr in Depressionen verfallen würde .. :) .. also - einzige positive: Das Jugendamt verstand meinen Galgenhumor!

Zitat
Ich wünsch Dir einfach viel Glück jetzt und glaube nicht an die Gerechtigkeit dabei. Ich kann Dich so gut verstehen...auch wenn es mich nicht so hart getroffen hat wie Dich.


Danke Dir - ich weiss selber, mittlerweile fundiert, daß die Aussichten auf Besserung nur dann erfolgen, wenn ich tatsächlich das Glück haben sollte entweder den Jackpot mit 14 Mio. Euro im Lotto zu gewinnen, oder ich nen 4500,- Euro/Netto-Job an Land ziehe - die eine wie auch die andere Variante sind zum derzeitigen Zeitpunkt mit Sicherheit nicht in Sicht. Also geb ich mich auch mit einem zusätzlichen Job auf 400,- Euro-Basis zufrieden, was aber auch schon schwierig ist (ein Teufelskreis eigentlich: Du verschickst die Bewerbungsunterlagen (meine, mit den 3 Ausbildungen) und entweder biste dann zu überqualifiziert, oder die pot. Arbeitgeber haben Schiss, daß ihr eigener Stuhl angesägt wird oder sie meinen, meine Gehaltsforderungen sind sicherlich zu hoch - auch kommt noch hinzu - ich bin nicht mobil, d.h. ich kann noch nicht mal Jobs annehmen, die zu mir passend sind, aber wenn dort steht, daß ein PKW zwingend erforderlich ist, gucke ich wieder in die Röhre ... egal wie man es dreht und wendet, letztendlich bin ich in meinem individuellen Fall immer der in den Hintern gekniffene ... c´est la vie .. :)

Zitat

In grosser Anerkennung
Phill C.


Deine Geschichte kenn ich nun nicht, aber ich bedanke mich für das Feedback recht herzlich - vielleicht schreib ich ja doch noch mehr ... *gg* :)

Grüsse & alles Gute,

maddddy

:) ;)
Gespeichert
Phill
Gast
« Antwort #9 am: 02. Dezember 2003, 21:40:37 »

Hi mad daddy!
Also, was mich von Deinem Schicksal unterscheidet ist folgender Umstand: Ich war nicht verheiratet und habe nur ein Kind für das ich zahle. Der Umgang ist problemlos und wird von der KM gefördert - auch wenn die beiden jetzt etwas weiter weg wohnen. Trotzdem sind diese langjährigen Verpflichtungen auch da und für den Fall der Fälle (falls ich mal kein Geld mehr verdiene) habe ich noch eine Immobilie, die vermietet werden könnte, womit die Zahlungen für mein Kind garantiert wären. Dafür habe ich mit der KM eine persönliche Abmachung getroffen...keine Gerichtsverhandlungen, keine Schuldtitel und leben und leben lassen. Das alles hast Du nicht, trotzdem bist Du einer von vielen in dieser Situation und es tut mir auch weh, davon zu hören (könnte jetzt losbrüllen, was alles schief läuft im Familienrecht).

Ich habe von Vätern gehört (oder gelesen), die in die Insolvenz getrieben wurden und damit ein Sozialfall darstellen, aber nichts mehr zahlen können.
Andere verdienen ihr Geld nur noch illegal.
Ebenso von Vätern, die weil sie ihre Kinder eh nicht sehen, ins Ausland abgetaucht sind.
Es gab auch schon Zeitungsberichte über Kindesentführungen und Morde, aus besagten Gründen.
All das lehne ich strikt ab, aber wenn Du ein braver Pflichterfüller bist und Dich an die Gestze hälst, kann es einem so gehen wie Dir und das ist sehr sehr traurig.
Alles was ich mir für Dich wünsche ist, hier Anregungen zu bekommen und Hilfestellung für Dein Problem. Gerne lade ich Dich natürlich auch mal ein..da kannste Dich mal satt essen und auch mal wieder einen guten Wein trinken und etwas Abstand gewinnen.

Viele Grüße Phill
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #10 am: 03. Dezember 2003, 23:47:22 »

Hoi, Phill ! :)

Zitat
Hi mad daddy!

dat liest sich nett .. *gg*

Zitat
Also, was mich von Deinem Schicksal unterscheidet ist folgender Umstand: Ich war nicht verheiratet und habe nur ein Kind für das ich zahle. Der Umgang ist problemlos und wird von der KM gefördert - auch wenn die beiden jetzt etwas weiter weg wohnen. Trotzdem sind diese langjährigen Verpflichtungen auch da und für den Fall der Fälle (falls ich mal kein Geld mehr verdiene) habe ich noch eine Immobilie, die vermietet werden könnte, womit die Zahlungen für mein Kind garantiert wären. Dafür habe ich mit der KM eine persönliche Abmachung getroffen...keine Gerichtsverhandlungen, keine Schuldtitel und leben und leben lassen. Das alles hast Du nicht, trotzdem bist Du einer von vielen in dieser Situation und es tut mir auch weh, davon zu hören (könnte jetzt losbrüllen, was alles schief läuft im Familienrecht).


Nun ja, ich wünschte mir, es würde auch anders laufen, aber ich hatte seinerzeit in der Vergangenheit eine komische Erfahrung mit meiner Ex-Ehefrau gemacht - es war auf einer Karnevalsfeier, wo die schicken "Büttenreden" immer am laufen sind - da ist dann auch "abgelästert" worden, daß die Ex-Ehemänner & Väter auch nur am blechen wären (ich weiss leider nicht mehr den genauen Wortlaut, aber darauf lief es hinaus) - jedenfalls hat meine Ex insbesondere zu diesem Part unheimlich fies gelacht - ich hätte wahrscheinlich mehr auf die Warnsirenen achten sollen, die da in meinem Inneren aufleuchteten denn schräg hab ich seinerzeit wirklich geguckt - was sicherlich an der Situation nichts geändert hätte, da bereits verheiratet und da bereits 2 Kinder ...

Aber das war wahrscheinlich nicht nur ein Wink, den das Schicksal mir geben wollte - ich bin kein okkultistischer Mensch und glaube nicht an Hellseherei und Wahrsagerei oder auch nicht an Traumdeutung - ich werds mal hier loslassen - wird sich merkwürdig lesen, aber nun gut ...

Wir lagen zusammen im gemeinsamen Ehebett, das Licht war schon aus, der Vollmond (im Ernst!) schien ins Schlafzimmer hinein und ich drehte mich um - und als ich in ihr Gesicht sah, welches zu mir gewandt lag, hatte ich den Eindruck, daß ihre Augen offen waren und mich so sehr böse anfunkelte, daß das Licht des Mondes sich in Ihren Pupillen reflektiere - mir lief damals eine Gänsehaut über den Rücken und ich drehte mich um, um die Nachttischlampe anzumachen, wobei ich sie im Auge behielt - doch ihre Augen waren geschlossen und sie schlief fest ....

Warnsignal ? Wink ? Merkwürdiges ? Keine Ahnung, aber so war es ... wenn ich darüber zum heutigen Tage nachdenke, überläuft mich immer noch nen Schauer ... *seufz*

Zitat
Ich habe von Vätern gehört (oder gelesen), die in die Insolvenz getrieben wurden und damit ein Sozialfall darstellen, aber nichts mehr zahlen können.
Andere verdienen ihr Geld nur noch illegal.
Ebenso von Vätern, die weil sie ihre Kinder eh nicht sehen, ins Ausland abgetaucht sind.
Es gab auch schon Zeitungsberichte über Kindesentführungen und Morde, aus besagten Gründen.
All das lehne ich strikt ab, aber wenn Du ein braver Pflichterfüller bist und Dich an die Gestze hälst, kann es einem so gehen wie Dir und das ist sehr sehr traurig.
Alles was ich mir für Dich wünsche ist, hier Anregungen zu bekommen und Hilfestellung für Dein Problem. Gerne lade ich Dich natürlich auch mal ein..da kannste Dich mal satt essen und auch mal wieder einen guten Wein trinken und etwas Abstand gewinnen.


Nun, ich bin ehrlich - ich habe einmal für 2 Jahre in den USA gelebt, aber zum Einen fehlen mir die nötigen Finanzen (die denken sich schon was dabei, wenn die die Männer kurz halten in ihren Möglichkeiten .. *g*), so daß ich einfach rüberhüppen könnte und zum Anderen würde ich es auch nicht wollen - mir gefällt die Situation nicht, aber gleichzeitig würde ich ein schlechtes Gewissen haben. Ich könnte mir denken, daß wenn meine Eltern über genügend finanzielle Möglichkeiten verfügen würden, hätten die mich gerne ins Flugzeug verfrachtet und ab in die DomRep ... nur was hilft es ? Ich müsste komplett neu anfangen - wäre völlig auf mich allein gestellt und und und .... ausserdem gibt es halt das nette Wort "gewissen" an der Sache, wovon ich scheinbar zuviel hab, also tu ich es nicht, auch wenn ich es könnte.

Illegales schliesst sich damit ebenfalls aus, genauso wie Dinge wie Kindesentführungen oder gar Mord - auf keinen Fall und sowas lehne ich ebenfalls logischerweise strikt ab. Dafür hab ich auch kein Verständnis, wobei ich es ebenfalls sehr, sehr traurig finde, daß aufgrund der Dinge, die im Familienrecht doch schiefgehen (alte Traditionen werden bewahrt und nix anderes), viele Männer einfach nur "Barunterhalter" (hmm .. nette doppeldeutige Wortspielerei - vielleicht sollte ich ne Bewerbung anne Kneipe machen und mich als "Barunterhalter" mit fast 3jähriger Berufserfahrung bewerben ... ;) ) und somit irgendwann Sozialfälle darstellen, wenn, wie augenblicklich, der Job mit dem Gehalt wegbricht .. es ist und wird wohl auch immer weiterhin  traurig bleiben.

Meiner einer hatte schon Bammel gehabt, als ich beim Jugendamt wegen meiner Situation angerufen habe in meinem Wohnort - ja, ich denke ich bin Gesetzestreu - und damit der Gelackmeierte.

Anregungen bzw. Hilfe habe ich in diesem Sinne hier leider noch nicht finden können, wobei ich ja schon erwähnt habe, daß ich mir mittlerweile Infos von 2 Rechtsanwälten und auch dem Jugendamt eingeholt habe. Letzteres hat mir den Tip mit dem Herabsetzungsantrag gemacht (was die Anwälte nicht gemacht haben - logo - bringt kein Geld, weil formlos), aber damit muss ich noch warten und jage derzeit haufenweise dokumentierte Bewerbungen für einen Zweitjob raus - das ist mein Fahrplan für die nächsten 2 - 3 Monate - und wenn es dann immer noch nichts ist - dann werde ich diesen wohl stellen - mit dem 50:50-Risiko, daß die Gegenseite a) den Unterhaltstitel aktualisieren werden, b) von fiktiven Einkünften ausgehen (Leistungsfähigkeit aufgrund von 3 Ausbildungen (man wird bestraft dafür, daß man sich fortgebildet hat auf weitestgehend eigenen Kosten - super ...)) und mir somit höhere Unterhaltszahlungen berechnen und c) dann halt eben doch noch weiter unter dem, was mir jetzt noch geblieben ist pfänden werden.

Ich weiss wirklich noch nicht, ob es nicht einfach besser wäre, die Füsse still zu halten und einfach gar nichts zu machen - vielleicht hab ich Glück, aber ausgehend von meinem bisherigen Glück möchte ich das lieber nicht heraufbeschwören, denn ich hab einen höllischen Schiss davor, daß dann noch Unterhaltsnachberechnungen aufgrund von potentiellen fiktiven Einküften auf mich zukommen und ich die EV abgeben kann - damit wäre alles gestorben, was überhaupt möglich wäre und ist - davon mal abgesehn, probiere ich mich weiterhin durchzuschlagen, indem ich noch ein eigenes Gewerbe gerade angemeldet habe (als Nebenerwerb neben meinem Job (Teilzeit: 33 h/Woche) und versuche meine Kunstwerke (3D-Grafiken) zu verkaufen .... naja, ich probier halt und versuch halt nicht aufzugeben, aber ob ich Glück habe, weiss ich nicht ... brauch jemand noch´n paar Grafiken ?? ;) Lächelnd :)

Phill, das mit der Einladung ist echt lieb gemeint und freut mich wirklich - noch (gott sei dank) hab ich meine Eltern, bei denen ich im Keller untergekrochen bin. Aber wenn sich evtl. sowas wie Stammtische einrichten lassen (von vatersein.de (wäre doch mal ne idee)), dann würde es mich freuen mich von Dir aufn Gläschen einladen zu lassen (okay, return gibt es auch .. *g*))

Zitat

Viele Grüße Phill


Ebenfalls viele Grüsse zurück ;) :)

maddddy
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #11 am: 05. Juni 2006, 19:35:20 »

Nach langer Zeit gibt es hier mal wieder eine Fortsetzung ...  cry_smile  

Der letzte Stand der Dinge war hier (glaube ich), daß ich einen Job hatte - wohlgemerkt
hatte, denn ich habe diesen Job ab 01.02.2005 verloren. Betriebsbedingt,
weil ich mich quasi selbst wegrationalisiert hatte, da selbst ein
Arbeitnehmer bei nach unten tendierenden Umsatzzahlen einfach nicht mehr
drin war.

Ich habe nach wie vor versucht, selbst mit ALG I (ca. 550 EUR/mtl.), meine
Zahlungen für den Kindesunterhalt aufrechtzuerhalten, was ich allerdings nur
bis ca. Juli 2005 geschafft hatte - ab da war mir das Wagnis zu groß, da ich
meinen Dispo bereits zu mehr als 75 % ausgeschöpft hatte und das letzte was
ich brauchen konnte, war eine Bank, die mir "aufs Dach" steigt. Ab August
mußte ich dann die Zahlungen einstellen und es kam, was kommen mußte ...

... ein "freundlicher" Brief meines Ex-Drachens, der mich daran "freundlich"
erinnert hat, daß ich wohl vergessen hatte, meinen Kindesunterhalt zu
zahlen. Ich antwortete schnell und, genauso wie sie auch, mit
Einschreiben+Rückschein, nämlich, daß sich meine Situation arg
verschlechtert hatte, mir bewußt ist, daß ich eine Zahlungspflicht habe, sie
um Geduld gebeten hatte, da ich wirklich Bewerbungen wie der Teufel
geschrieben hatte (Stand: heute - mehr als 300 Bewerbungen (schriftlich,
online, Kurzbewerbungen, Serienbewerbungen, Beziehungen etc.).

Eine Antwort erhielt ich nicht, so daß ich schon dachte, daß ich wenigstens
da den Rücken frei hätte, denn eigentlich müsste jedem klar sein, daß in der
heutzutage wirtschaftlichen Situation es nicht wirklich einfach ist
überhaupt einen Job zu erhalten.

Doch weit gefehlt ... ich erhielt wieder ein Schreiben, welches merkwürdig
war, denn es nahm Bezug auf ein Schreiben mit einem "wirklich großzügigem
Angebot", welches ich aber (nachweislich) nie erhalten hatte. Etwas
belämmert schrieb ich, wieder per Einschreiben+Rückschein zurück, denn zu
diesem Zeitpunkt hatte sich die Situation noch mehr verschlechtert, denn ich
rutschte in HartzIV/ALG II ab, so daß mir monatlich gerade mal 460,- EUR
verblieben. Abzüglich aller anderen Kosten, wobei ich die Miete hälftig
tragen muß, wären mir gerade mal um die 100 - 150 EUR verblieben, wovon ich
Bewerbungen schreiben mußte und ... so ein bisschen essen sollte ich doch
wohl auch, oder? Ich hatte meinem Ex-Drachen wieder geschrieben, daß ich
mich wirklich um eine Anstellung bemühte und auch wieder darauf hingewiesen,
daß ich mir der Zahlungspflicht mehr als nur bewußt bin (die mir unheimlich
aufs Gewissen drückt) ...

Darauf gab es dann, vorerst, keine Antwort. Wieder dachte ich, daß ich den
Rücken quasi frei hätte, denn es motiviert einen nicht wirklich sich
einerseits einen neuen Job zu suchen (es ist mehr als nur frustrierend immer
und immer wieder nur Ablehnungen zu erhalten ... das weiß ich mittlerweile
sehr).

Nun sieht es so aus, daß ich ab 01.06.2006 endlich wieder eine feste
Anstellung habe. Nichts weltbewegendes mit ca. 900,- EUR/netto, aber
immerhin ENDLICH wieder einen Job!!!!!!!!! *jubel*

Nun ist Pfingsten und ich wollte eigentlich zusammen mit meiner Freundin zu
ihren Eltern fahren. Leider hatte sie spät nachmittags noch einmal in den
Briefkasten geschaut und einen dicken Brief vorgefunden, denn ich aufgrund
seines amtlichen Aussehens mit ... etwas Panik ... geöffnet hatte:

PFÄNDUNGS- UND ÜBERWEISUNGSBESCHLUSS

las ich dort und mir rutschte erst einmal mein Herz in die Hose,
insbesondere als ich die Summe sah, die sie auf einmal geltend macht,
nämlich ca. 6.400 EUR. Fein säuberlich und geradezu minitiös hatte mein
Ex-Drachen eine Rückstandsberechnung diesem Beschluss beigefügt, der sogar
die Erhöhungen aufgrund vom Alter der Kinder und auch die nächsthöheren
Sätze aufgrund von Erhöhungen geltend machte.

Meine Motivation ist aufgrund dieses Beschlusses ziemlich in den Keller
gerast. Meine Freundin ist alleine zu ihren Eltern gefahren, da ich nicht
wollte, daß ich "Heile Welt" spielen will und ich mir wirklich den Kopf
zerbreche, was nun wird. Eigentlich nichts. Ein Teil von mir möchte liebend
gerne die Finger in die nächste Steckdose stecken, mit der Klinge die Arme
aufschnippeln oder irgendetwas sehr sehr für die Gesundheit abträgliches
machen - ein anderer Teil von mir schüttelt innerlich nur den Kopf über das
alles, weil ich wirklich nicht weiß, wie ich diese Summe überhaupt
aufbringen soll, insbesondere da mein Dispo bei ca. minus 1000,- EUR steht.
Ich habe kein Sparvermögen oder überhaupt irgendein Vermögen, geschweige
denn ein eigenes Auto. Selbst der PC, mit dem ich diese Mail schreibe,
gehört nicht mal mir, weil der ist <sponsored by parents>, weil ich halt
kein Geld habe, um mir überhaupt noch irgendetwas zu leisten.
Unterhaltspflicht, HARTZ IV und ALG II sei Dank - und nicht zu vergessen,
die ruinöse Arbeits- und Wirtschaftspolitik unserer "ach so bürgernahen
Regierung" ...

... nach meiner ersten Panik habe ich den Beschluss genauer durchgelesen und
habe festgestellt, daß mein Ex-Drache noch viel perfider ist, als ich
gedacht hatte. Dort war nämlich das Kästchen "angekreuzt", welches besagte,
daß die Erstattungsbeträge aus 2004 und 2005 des
Lohnsteuerjahresausgleiches/Einkommenssteuererklärungen, gepfändet werden
und Drittschuldner war "mein" Finanzamt. Was ich interessant finde ist, daß
sie meine Steuernummer und sogar meine USt-ID meines sehr schlecht laufendes
Gewerbe (ohne Kohle, keine Werbung, ohne Werbung, keine Kunden, ohne Kunden,
keinen Umsatz, und wieder von vorne) auf diesem Beschluss in ihrer
Handschrift eingetragen worden ist. Woher wußte sie diese Daten?!

Naja, mein Trost hierbei ist, daß ich die Erklärung für 2004 eigentlich
schon lange in 2005 abgegeben hatte und ich hoffe, daß da noch keine
Rückforderung folgen wird. Bei dieser Erstattung waren es so um die 400,-
EUR, die ich wieder bekommen habe. Die Erklärung für 2005 habe ich noch
nicht abgegeben, aber ich war eh nur einen Monat beschäftigt gewesen in
2005, womit ich höchstens um die 40,- EUR wiederbekommen würde.

Meine Angst ist jetzt eher die, daß ich nicht weiß, was als nächstes kommen
wird. Kontopfändung? Da ist auch nichts zu holen. Gerichtsvollzieher nach
Hause? Ich habe kaum noch was von wert, da ich eigentlich alles "wertvolle"
mittlerweile veräußert habe, damit ich überhaupt was zu essen habe.

Am liebsten würde ich echt liebend gerne meinen Kopp in den Sand stecken,
weil ich weiß nicht mehr weiter ...

In diesem Sinne ...

.. ein frohes Pfingstfest ...
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #12 am: 20. Juli 2006, 01:54:14 »

Mann, Mann ... mittlerweile habe ich mir, mal wieder, einen Anwalt genommen, wegen der Prüfung einer möglichen Unterhaltsabänderungsklage. Die KM stellt sich quer und hat mir mal wieder einen sehr "netten" Brief geschrieben, wo mir nur schnippisch vor die Füsse geworfen würde, daß ich mich im gesamten Bundesgebiet zu bewerben hätte - was mir sicherlich bekannt ist, aber können vor lachen. Woher soll man das Geld nehmen um sich z.B. vorzustellen? Woher das Geld nehmen für einen Umzug? Woher? Insbesondere hab ich noch nicht einmal ein eigenes Auto ... bla ...  mad

Mein Anwalt hat die Unterlagen vom zuständigen Amtsgericht gezogen und mit mir einige Dinge durchgekaspert - mit der potentiellen Schlußfolgerung, daß ich seinerzeit echt nur Müll gemacht habe - oder mich in Sachen hab reinreden lassen, die ich mir vielleicht aus heutiger Sicht anders überlegt und auch gemacht hätte - so wurde in meinem "Gerichtlichen Vergleich" (aus dem sofort vollstreckt werden kann) der Mindestunterhalt festgelegt - OHNE weitere Berücksichtigung der eigenen (meiner) wirtschaftlichen Verhältnisse. Kurzum - egal ob ich einen Job habe oder nicht, ich muß den Mindestunterhalt blechen - ob ich kann oder nicht - ob ich meine Niere verkaufe oder irgendein anderes wertloses Körperteil.

Der Witz war auch noch, daß sich mein jetziger Anwalt mit meiner damaligen Anwaltskanzlei vor Ort in Verbindung gesetzt hat um nachzufragen, was hier Sache ist - mit der Antwort, daß sich meine Ex-Anwältin dunkel daran erinnern kann, daß ich das seinerzeit so wollte und ich für weniger Unterhalt bzw. einer Abänderung keine Nachweise für Bewerbungen vorweisen konnte (was für ein Quark). gun

Manchmal hab ich echt den Eindruck, man wird nur noch von jedem gelinkt - nebenbei steht das Jugendamt wieder mal vor der Tür und will die restlichen 150,- EUR Unterhaltsvorschuss zurück, die sie mir netterweise letztes Jahr (bis dieses Jahr) gestundet hatten ...

... zu allem Überfluß hat meine derzeitige Lebensgefährtin (Freundin) keinen Job, bekommt ALGII und da sieht es richtig Mau aus ... und da von knapp 900 Möppen zu leben, wovon schon ca. 450 an Miete, Gas und Strom weggehen ... ist echt nen Kunststück ...  c

Ich stecke in meinem Job noch in der Probezeit bis Ende August - dann werde ich mich weiter bewerben, was mir hoffentlich eine größere Chance geben wird einen besser bezahlteren Job zu bekommen, weil ich aus ungekündigter Anstellung eine Bewerbung verschicke ...

Soviel zum "Status Quo" meiner Geschichte ... sofern es jemanden interessiert oder nicht ... ! 
Gespeichert
haddock
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 837


« Antwort #13 am: 20. Juli 2006, 10:06:44 »

Hi, Madaddy,

ich habe deine Posts interessiert gelesen.
Ich kann dir aber nur die Daumen drücken, dass du mit deiner Abänderungsklage Erfolg hast.

Es ist eigentlich ein Unding, was du da erlebst, denn nach denn Buchstaben des Gesetzes ist nur ein zahlungsfähiger Mensch unterhaltspflichtig. mad

Hast du schonmal überlegt, von deiner Ex nachehelichen Unterhalt zu verlangen? Wie man das erfolgreich macht, kann dir Uli genauer erklären - wobei er das Opfer ist.

Ich glaube an deiner Stelle wäre ich schon längst in eine Bank marschiert ....  men_ani
Respekt dafür dass du sauber bleibst!

Gruß
haddock
Gespeichert
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.055



WWW
« Antwort #14 am: 20. Juli 2006, 10:23:33 »

Moin,

nur kurz zur Ansicht deiner Ex, du hättest dich bundesweit zu bewerben. Dies ist nach aktueller Auffassung des BVerfG absoluter Blödsinn (>hier<).

Sollte dies im Verfahren weiterhin gefordert werden, dann bittest du das Fericht um Beschluss, die Kosten des Umzugs, Renovierung von evtl. zwei Wohnungen, Maklercourtage, erhöhte Umgangskosten, schon heute der Sache nach gerechtfertigt und in heute unbestimmter Höhe von deinem Einkommen abziehen zu dürfen.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #15 am: 20. Juli 2006, 10:31:09 »

Hoi haddock!




ich habe deine Posts interessiert gelesen.

Danke, das freut mich - zum Teil ist es ja wirklich so, daß man sich den ganzen Müll den man damit erlebt irgendwie von der Seele schreiben muß. Es hilft zwar nicht wirklich, aber man hat wenigstens ein kleines Ventil um etwas Dampf abzulassen. 

Ich kann dir aber nur die Daumen drücken, dass du mit deiner Abänderungsklage Erfolg hast.

Nochmals Danke ...  - allerdings, mein Anwalt machte mir schon bereits nach dem letzten Gespräch nach Erhalt der Unterlagen des Amtsgerichtes sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, (hier bitte je nach belieben, aber mindestens 1000 x "sehr" einfügen) ... wenig Hoffnung in Bezug auf eine Aussicht auf Erfolg.  mad mad ... und so war es bislang immer, wenn ich diesen Ansatz weiter verfolgt habe.

Es ist eigentlich ein Unding, was du da erlebst, denn nach denn Buchstaben des Gesetzes ist nur ein zahlungsfähiger Mensch unterhaltspflichtig. mad

Kennst doch den netten Satz, den man dann immer um die Ohren gehauen bekommt - "Das Wohl des Kindes geht über alles!" ... *grummel* Nur hat jemand von den Robenträgern schon mal darüber nachgedacht, daß wenn das Wohl des Kindesvaters im Eimer ist, dieser auch gar nicht mehr leistungsfähig sein kann - ich denke mal, was Kosten angeht wie Miete, Strom und Gas - wird ja auch anerkannt - aber wo bleibt die Kommunikation? Telefon? Beruflich Handy? Evtl. und ich denke heutzutage fast kaum noch wegzudenken, ein Internetanschluß? GEZ ? Das sind so die Standardkosten die man ja heutzutage (leider) hat und da ich nun mal beruflich in dem ganzen Internetbereich tätig bin ... naja ... wird ja eh nicht anerkannt ...

Was auch wieder bescheuert ist - nehmen wir mal an (hab ich das schon irgendwo mal geschrieben? *nachdenk* ... egal ... nehmen wir einfach mal an, da ist eine funktionierende Familie: Mutter, Vater, 2 Kinder - denen geht es auf einmal dreckig, weil Jobverlust, ergo weniger Geld. Da ist es ja eigentlich logisch, daß die Bedürfnisse bzw. die finanziellen Bedürfnisse zurückgeschraubt werden, weil wo nix ist, kann man auch nix ausgeben. Logische Sache.

Unlogische Sache ist das komplette Unterhaltsrecht - hier werden fiktive Einkommen angerechnet (meine Definition von "Wünsch-Mir-Was"), die dann vom Kindesvater zu berappen sind. Egal wie. Egal ob der eigene Kostenapparat zum Überleben überhaupt gedeckt werden kann. Zahlväter stürzen sich in die Insolvenz, um Kindesunterhalt begleichen zu können was sie nach dem Wortlaut des Gesetzes müssen - egal ob sie sich finanziell schaden oder nicht. Das ist ein Unding und hochgradig unlogisch und eigentlich auch ziemlich menschenverachtend, weil keine Sau (sorry) scherrt sich darum, ob man selbst noch genügend auf dem Teller zum Essen hat oder nicht. Hauptsache "das Wohl des Kindes" wird befriedigt.

Und ja, es ist mir klar, daß die Erziehung von Kindern teuer ist. Keine Frage. Und ich stehe auch zu meiner Verantwortung den Kindesunterhalt zu begleichen. Ebenfalls keine Frage - das ist völlig in Ordnung. Aber weiß ich denn, ob das Geld auch (kühl gesprochen) zur "Finanzierung des Wohles der Kinder" verwendet wird? Das sind monatlich 444,- EUR (neue Forderung seitens der Kindesmutter nach Berliner Tabelle). Für mich ist das wahnsinnig viel Geld. Aber weiß ich denn, ob diese monatliche Finanzspritze auch tatsächlich für das Kindeswohl eingesetzt wird? Nein. Denn meine Frage in meinem letzten Schreiben an die Kindesmutter wurde schlichtweg nicht beantwortet - oder doch - schon - nämlich mit dem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss auf meine Einkommenssteuer. Kurzum - mein Informationsrecht wird komplett ignoriert, was ja scheinbar alles völlig in Ordnung ist. Egal was das Gesetz oder Richterrecht sagt.

Hast du schonmal überlegt, von deiner Ex nachehelichen Unterhalt zu verlangen? Wie man das erfolgreich macht, kann dir Uli genauer erklären - wobei er das Opfer ist.

Der Gedanke kam mir - schon mal  allerdings bin ich leider immer noch zu fair ...  mad

Ich glaube an deiner Stelle wäre ich schon längst in eine Bank marschiert ....  men_ani
Respekt dafür dass du sauber bleibst!

.... und immer noch zu gesetzestreu. Das einzige was ich machen würde wäre mir ne kleine Ein-Zimmer-Wohnung unter der Erde zu besorgen, falls und wenn das alles so weitergeht ...  cry_smile ... aber andererseits auch wieder nicht ... 

Nochmals danke für Dein Feedback - ist immer schön, wenn man sich wenigstens darüber unterhalten kann .. auch wenn es scheint, daß es nichts helfen würde ... aber egal ..

Beste Grüsse,

maddddy
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #16 am: 20. Juli 2006, 10:32:38 »

Moin,

nur kurz zur Ansicht deiner Ex, du hättest dich bundesweit zu bewerben. Dies ist nach aktueller Auffassung des BVerfG absoluter Blödsinn (>hier<).

Sollte dies im Verfahren weiterhin gefordert werden, dann bittest du das Fericht um Beschluss, die Kosten des Umzugs, Renovierung von evtl. zwei Wohnungen, Maklercourtage, erhöhte Umgangskosten, schon heute der Sache nach gerechtfertigt und in heute unbestimmter Höhe von deinem Einkommen abziehen zu dürfen.

DeepThought

Hoi DeepThought!

Hey - das ist ein guter Tipp!!!! Danke Dir! *ausdruckundhöchstwahrscheinlichmitschleppzumanwalt* ;)

Viele Grüsse,

maddddy
Gespeichert
brille007
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.405



« Antwort #17 am: 20. Juli 2006, 12:27:34 »

Moin maddddy, moin Deep,

Sollte dies im Verfahren weiterhin gefordert werden, dann bittest du das Fericht um Beschluss, die Kosten des Umzugs, Renovierung von evtl. zwei Wohnungen, Maklercourtage, erhöhte Umgangskosten, schon heute der Sache nach gerechtfertigt und in heute unbestimmter Höhe von deinem Einkommen abziehen zu dürfen.

Ich würde aus plakativen Gründen noch etwas weiter gehen: Schliesslich geht es nicht nur um ein Umgangs*recht*, sondern um eine Umgangs*pflicht*. Also würde ich Deeps Vorschlag ergänzen um "hilfsweise beantrage ich, dass im Falle einer erfolgreichen Bewerbung Mutter und Kinder mit umziehen und im Umkreis von 25 km zu meinem neuen Wohn- und Arbeitsort Wohnung nehmen."

Dafür gibt es zwar keine Rechtsgrundlage, aber es zeigt recht plakativ auf, wie unsinnig eine solche Forderung ist.

Nicht vergessen: Im Falle einer "normalen" Familie wäre es auch selbstverständlich, dass die Familie mit umzieht, wenn zur Sicherung des Familieneinkommens ein Wohnortwechsel erforderlich ist. Falls das nicht möglich wäre, könnte der Ernährer mannigfaltige Kosten (Stichwort: Doppelte Haushaltsführung) steuerlich geltend machen.

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
Gespeichert

     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Platt
Gast
« Antwort #18 am: 20. Juli 2006, 12:34:24 »

Hi,



Auch wenn mich jetzt der eine oder andere auslacht.

Du krepelst unter dem Existenzminimum rum. Keine eigene Bude, keinen Urlaub, gar nichts. Hektisch, mit oder ihne Anwalt versuchst Du, etwas zu erreichen.

Warum tust Du das alles. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind schlecht. Selbst wenn Du einen adäquaten Ganztagsjob bekommst hast Du bis zur Rente trotzdem nichts und danach bist Du so wieso Sozialhilfeempfänger. Was kann Dir also noch passieren. Auf solche Sprüche bundesweite Bewerbungen würde ich gar nicht mehr reagieren.

Ich weiss auch nicht, warum wir so Anwaltsgläubig sind (ich meine die eigenen) Die handeln doch schon im Vorfeld alles mit einander aus. Dann bekommen sie bei PKH auch noch weniger Geld. Glaubt wirklich jemand, dass es sich ein Anwalt mit einem Richter verderben will, für nix. Wahrscheinlich gehen die nach der Verhandlung alle ein Bier trinken und freuen sich, dass wieder eine schöne Kaspervorstellung abgegeben haben. exclamation_smile

Schon mal was vom Juristenball gehört?

Mach mit Deinen Eltern ein anständigen Mietvertrag. So mit Nebenkosten, Heizung usw. Lass Dir einen eigenen Stromzähler einbauen. Getrennte Wohnungen. Wenn Arge zuckt such Dir eine 45qm Wohnung und gut ist. Die Kohle bekommst Du sicher. Dann erhällst Du 345€ auf die Hand. Da Du den Rückstand eh nie bezahlen kannst, (Du würdest ja gerne arbeiten und alles bezahlen wollen)  

Statt sich wie ein Hamster im Laufrad zu drehen, würde ich das Thema Job Arge überlassen. Ist hier jemanden überhaupt bewusst, dass Arge auch Bewerbungskosten übernehmen muss? Es ist so. Pro Bewerbung setzen die ein Pauschale von 10€ an. Brauch man nur nachzuweisen. Firma angeben und eine Musterbewerbungsmappe hinterlegen. Ist aber leider gedeckelt. Den genauen Wert werde ich nachliefern. Also lass diejenigen, die dafür bezahlt werden Dir einen Job suchen.

Bei Arbeitslosigkeit, steht Dir ein SB von 770€ zu. Das kann nicht gepfändet werden. Aus die Maus. Der § 170 BGB wird bei Dir auch nicht greifen, da Du ja bemüht bist.

Du hast es nicht zu verantworten, dass die wirtschaftliche Situation so ist wie sie ist. Welche Möglichkeiten Du sonst noch so hast, wirst Du sicherlich selbst rauskriegen.


Platt





Gespeichert
ansca
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10


« Antwort #19 am: 20. Juli 2006, 14:06:01 »

Hallo madddy,


@Bewerbungskostenerstattung:

der Betrag ist bei etwa 250.- € im Jahr gedeckelt (die Angeben sind etwas unterschiedlich, bewegen sich zwischen 250-260 Euro, ich meine mich an krumme 252.-€ zu erinnern).
Es ist allerdings eine KANN-Leistung, d.h. die ARGE muss diesen Bewerbungskosten nicht unbedingt erstatten, dann wird natrülich immer gerne auf leere Töpfe verwiesen...  exclamation_smile - deshalb am besten vorher mit dem zuständigen Vermittler sprechen, da auch die Anforderungen an das "Beweismaterial" zum Teil recht unterschiedlich gehandhabt werden.

Liebe Grüße und viel Kraft!

ansca
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #20 am: 20. Juli 2006, 14:46:34 »

Hallo Ihr Lieben,

erstmal danke für das Feedback.

Ich habe doch wieder einen Job gefunden, daß ist - gott sei dank - ein Problem weniger. Allerdings verdien ich da auch nicht üppig, denn ich bekomm da gerade mal was um die 915,- EUR/mtl. - mehr nicht.

Die Bewerbungskosten-Erstattung habe ich reichlich ausgeschöpft, was aber bei ziemlich dicken Unterlagen immer nur ein Tropfen auf dem heissen Stein ist - ich habe meine Bewerbungskosten pro Mappe mal spasseshalber ausgerechnet - die liegen bei ca. 10 - 15,- EUR (Porto, Papier, Mappe, Druckertinte, Umschlag etc.)

Witzig find ich es ja in dem Zusammenhang, daß nach Richterrecht ein unterhaltspflichtiger Papi mindestens 30 Bewerbungen im Monat, also 1 pro Tag, rausjagen muß - was ein ziemliches finanzielles Unterfangen ist. Wenn man dann noch die Rücklauf- und Verlustraten von Bewerbungsunterlagen berücksichtigen will, da bin ich darauf rechnerisch gekommen, daß ich mir ca. 90 bis 120 Mappen vorbereiten müsste - was dann wiederum bedeutet, daß mich der Spaß so um die 900,- bis 1300,- EUR kosten würde - nur um das Soll von monatlich 30 Mappen im Monat für ein Vierteljahr (ca.) abzudecken. Da fallen die 250,- EUR von ARGE und Amt (Agentur? tzis .. das ich nicht lache ;)) eher lau aus - aber besser die 250,- EUR als nix zu haben - ergo hab ich es ausgeschöpft.

Gerade wegen den Verlustraten bin ich daher ziemlich schnell dazu übergegangen meine Unterlagen nur noch per Mail zu versenden bzw. eine Bewerbungsmail als Anschreiben zu nehmen und direkt im Anschreiben auf eine eigene Online-Bewerbungsmappe zu verweisen, die ich extra für den Zweck geschaffen hatte. Nur - um mal dem Hype den Zahn zu ziehen, daß Online-Bewerbungen "ach so sehr im kommen sind" - völliger Blödsinn. Man bekommt vielleicht mal ne Lesebestätigung, aber ansonsten war es das auch schon - in den seltensten Fällen gab es mal eine vernünftige Antwort - und die vernünftigsten waren dann noch die, die sogar per Briefpost auf eine Mail geantwortet hatten, aber das waren wirklich Einzelfälle. Mitunter ging ich auch soweit Kurzbewerbungen zu verschicken - Anschreiben + eigenen Flyer - und das massenweise mit einem pfiffigem Serienbrief.

Aber - das Problem ist ja erst einmal zum Glück keines mehr, wobei jetzt nur noch meine derzeitige Freundin das Problem hat, daß sie nur noch ALG2 bekommt - und ich mitunter fast den gesamten Haushalt selbst tragen muß + die theorethischen Kindesunterhaltsbeträge, die ich aber weiss gott echt nicht auch noch (jedenfalls zur zeit nicht) tragen kann ... Traurig *soifZ*

Nochmals - herzlichen Dank für das Feedback!!

Beste Grüsse,

maddddy

Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #21 am: 19. August 2006, 14:07:06 »

Fortsetzung ...

Tja, nachdem ich nun dachte, da ich ja wieder einen Gang zum Anwalt bemüht hatte, um eine Unterhaltsabänderungsklage zu erwirken, daß ich jetzt Fortschritte machen würde - schließlich hatte ich einen neuen Job, der zwar wenig einbringt, aber immerhin hab ich wieder einen - kam nun das, was ich schon irgendwie ahnte ...

... der Gerichtsvollzieher war da mit einem einfachen Vollstreckungsbescheid.

Er konnte zwar unverrichteter Dinge wieder abziehen, da ich in einer Lebensgemeinschaft mit meiner Freundin wohne, so daß er dort rein gar nichts pfänden kann, aber ich schätze mal, da mich mein Anwalt so schön [sarkasmus] aufgeklärt hatte, daß mich meine Ex-Ehefrau nun zur EV zwingen wird - im schlimmsten Fall, wenn es so weitergeht, mit einem Strafverfahren.

Nebenbei - die Vollstreckungssumme beläuft sich mittlerweile auf ca. 7.500,- EUR - Tendenz monatlich steigend.

Die Unterhaltsabänderungsklage wird höchstwahrscheinlich auch nichts bringen, da sich der damalig abgeschlossene außergerichtliche Bescheid höchstwahrscheinlich als Bumerang erweisen wird, da der dort zu zahlende Kindesunterhalt ohne Grundlage auf ein Gehalt abgestimmt worden ist - das bedeutet, es wird für mich ziemlich schwer werden, so jedenfalls mein Anwalt, diesen abzuändern, da keine Sau (sorry) weiß, worauf der dort zu zahlende Kindesunterhalt basiert ist und demnach auch schwer nachzuweisen ist, daß ich jetzt weniger verdiene.

Was irgendwie klasse ist, da ich mich von der damals zuständigen Kanzlei mehr als nur gefoppt fühle bzw. ziemlich (oder auch sauschlecht) beraten.

Was nun, sprach Zeus, die Götter sind besoffen.

Ich weiß es echt nicht mehr, weil die Abgabe zur EV dürfte so der wirtschaftliche Ruin werden - evtl. versucht sie vorher noch eine Konto- bzw. Lohnpfändung und auch dann wird es ziemlich hart, weil meine Freundin hat zur Zeit einen nur minimal bezahlten Teilzeitjob - sie sucht zwar eifrig, aber es ist noch nichts in Sicht, so daß ich derzeit für alles aufkomme, was mir mit meinen finanziellen Möglichkeiten überhaupt möglich ist - und die potentielle Aussicht auf ein Strafverfahren wegen nichtgezahltem Kindesunterhalt stimmt mich auch nicht unbedingt froh.

Die, mehr oder weniger, gute Nachricht, daß Ende des Monats meine Probezeit abläuft und es wohl so aussieht, als wenn ich in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden kann - zwar nicht mit mehr Gehalt, aber immerhin wäre es mir dann möglich mich aus ungekündigter Anstellung weiter zu bewerben, was ich nach Beendigung der Probezeit sowieso vor hatte.

Tja, eigentlich bleiben mir derzeit nur 3 Möglichkeiten ...

1.) einen besserbezahlten Job finden (schwierig, schwierig)
2.) Auswandern (aber wohin?)
3.) in die Wupper springen und allem ein Ende zu setzen ...

Mir jedenfalls geht derzeit wieder unheimlich die Luft und auch Lust aus, mich weiter um dieses Thema zu kümmern, weil es nervt nur noch und packt mich wieder von der psychologischen Seite ... und da war ich schon mal ...  exclamation_smile

Da ich zum gegebenen Zeitpunkt echt nicht weiß, ob es an dieser Stelle noch eine Fortsetzung folgen wird ... naja .. auch Blödsinn der Satz ... würde mich freuen, irgendwelche Hinweise, Tipps, potentielle Jobangebote, nen Koffer mit´ner Mille Euro auf diesen Post zu bekommen.

Danke Euch & beste Grüsse,

maddddy

P.S.: Und mein Versuch, die Kommunikation dahingehend mit meiner Ex UND meinen Kindern wieder aufzunehmen ist ja auch kläglich gescheitert, da ich ja versucht hatte in einem persönlichen Brief alles zu erklären und zu erläutern mit dem gleichzeitigem Versprechen, daß ich die Zahlungen wieder dann aufnehmen werde, sobald ich wieder einen besserbezahlten Job habe - auch hatte ich gewagt in dem Brief nach dem Befinden meiner Kinder zu fragen - die Antwort bestand ja dann aus dem "Pfändungs- und Überweisungsbeschluss" gegenüber meinem Finanzamt auf meine Einkommenssteuer für 2004 und 2005 - aber kein weiterer Brief, wie es den Kindern geht ...  cry_smile
« Letzte Änderung: 19. August 2006, 14:21:34 von maddddy » Gespeichert
Milan
_Milan
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.380



« Antwort #22 am: 19. August 2006, 15:36:52 »

Moin Maddddy!

Zitat
Mir jedenfalls geht derzeit wieder unheimlich die Luft und auch Lust aus, mich weiter um dieses Thema zu kümmern, weil es nervt nur noch und packt mich wieder von der psychologischen Seite ... und da war ich schon mal ..

Is nur ein schlechter Trost - aber so geht es uns hier fast allen immer wieder.

Einen kleinen Tip wegen Jobsuche hätte ich:
Kurierdienste. Gelbe Seiten sind voll davon. Hintereinander alle anrufen, fragen ob sie Fahrer brauchen und um persönliches Vorstellen bitten. Die suchen eigentlich immer neue Fahrer. Bei manchen braucht man ein eigenes Auto, bei manchen bekommt man eines gestellt. Ein Freund von mir hat erst letzte Woche so einen Job bekommen. Ich selbst habe das auch schon mal gemacht und es war nicht wirklich schwer eine Stelle zu finden, da die meisten schnell zum Vorstellungsgespräch riefen. Die meisten Kurierdienste sind immer interessiert an neuen Fahrern, da bei denen meist ein reger Wechsel herrscht. Viele Studenten, die nur in den Semesterferien fahren und so.

Ich weiß nicht, wieviel die bezahlen. Aber vielleicht ist es ja mehr, als Du im Moment verdienst....!?

Gruß,
Milan
Gespeichert

maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #23 am: 12. April 2007, 09:18:34 »

Wollte mal wieder was von mir lesen lassen, d.h. ... ich lebe ... noch .. oder so ähnlich ...  exclamation_smile

Aber meine Geschichte geht ja auch weiter. Seit 06/2006 hab ich endlich wieder einen Job, allerdings nur mit 900,- EUR/brutto. Daher war ich noch immer nicht in der Lage meinen Kindesunterhalt weiterzuzahlen, da das gerade mal genügte, um Miete, Gas, Strom blubb begleichen zu können. Und "leben" (dahinvegetieren?) muß man ja auch irgendwie ...

Es kam wie es kommen mußte - erst hat meine Ex gegenüber dem Finanzamt die Rückzahlungen für 2004 und 2005 kassiert (was nicht weiter wild war, weil 2004 war der Zug bereits abgefahren und 2005 gabs eh nix zu holen, weil seit 01/2005 arbeitslos). Dann war der Gerichtsvollzieher da, der aber nichts machen konnte, weil ich mit meiner Freundin eine gemeinsame Wohnung habe. Ergo - nix zu holen.

Zur Zeit ist aber mal wieder kräftig die Hölle am dampfen, weil sie hat wieder eine Kanzlei auf mich gehetzt - mit Drohung eines Haftbefehls. Ich bin da aus allen Wolken gefallen und hab versucht Lösungen zu finden - davon mal abgesehen, was ich nicht wirklich verstehe, wurden im Schreiben um die 10K EUR Unterhaltsschulden geltend gemacht - als ich dann nach einer Lösung und Vereinbarung gesucht habe, waren es plötzlich "nur" noch 6K EUR. Versteh einer wer wie was will, aber ich schätze, das hängt irgendwie mit dem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zusammen der nur auf diese Summe ausgestellt war.

Meine Freundin ist zur Zeit auch arbeitssuchend bzw. in ALGII, daher sind wir eine Bedarfsgemeinschaft und mit der Stadt haben wir nun die "Lösung" gefunden, daß die Stadt den Kindesunterhalt i.H.v. zur Zeit 456,- EUR zahlt. Wenigstens häuft sich dann nichts weiter an. Mein Vorschlag mit 50,- EUR Rückzahlung, das höchste der Gefühle wurde mit dem Vorschlag beantwortet, ich soll 150,- EUR bezahlen. Was überhaupt nicht möglich ist - was ich den Anwälten auch mitgeteilt habe. Bislang steht eine Antwort aus. Aber die Vereinbarung mit der Stadt habe ich bereits zugesendet, so daß die Bescheid wissen, daß der derzeitige Unterhalt gezahlt wird und mir dann nur noch unter Berücksichtigung der Rückzahlung i.H.v. 50,- EUR knapp 650,- EUR bleiben.

Stattdessen kam ein Schreiben, was mich doch etwas verwirrt hatte - ich soll den derzeitigen Kindesunterhalt neu titulieren lassen. Wieso eigentlich ich? Wenn ich tituliere, dann wäre es höchstens eine Unterhaltsabänderungsklage. Nur irgendwie hab ich kein Händchen für Anwälte. Den letzten (von den 6 Kanzleien die ich durch habe) scheint auch eher aalglatt zu sein und komische Geschäfte zu wittern.

Hoffentlich ist die Androhung der Strafanzeige damit vom Tisch, weil ich bin echt eingegangen, als ich den Schrieb bekommen hatte. Bin ich ein Verbrecher, nur weil ich arbeitslos war, mehr als 300 Bewerbungen verschickt habe, die Gehälter im Keller sind und ich daher so wenig Nettoeinkommen habe?! In diesem Land scheinbar ja .. und wie schon mehrfach in diesem Thread betont - ich bin mir meinem Kindesunterhalt mehr als bewusst und ich weiß, was meine Verpflichtung ist.

Meine Frage, in dem direkten Schreiben an die Kindesmutter, wie es den Kindern geht, wurde .... nicht geantwortet. Zahlen ja. Auskunft nein.

Naja, jedenfalls ... ich lebe ... noch ... !  exclamation_smile

In diesem Sinne:

Viele Grüsse,

maddddy
Gespeichert
maddddy
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 24


« Antwort #24 am: 13. April 2007, 11:29:52 »

Nochmal ich ...

... wenn mir die gegnerischen Anwälte mitteilen, ich soll den Kindesunterhalt neu titulieren lassen auf die aktuelle Höhe - muß ICH das machen?!? Oder ist das nicht eher Gegenstand der KM in dieser Angelegenheit?! Sollte die dann nicht eher zum Jugendamt gehen und das erledigen?! Oder werde ich da zum Handlanger degradiert, quasi die Schaufel in die Hand gedrückt, um weiter an meinem Grab zu schaufeln?!

Ich weiß nämlich echt nicht, was ich mit dem Schrieb von den RAin der KM anfangen soll ...



Ratlose Grüsse,

maddddy
Gespeichert
Seiten: [1] 2   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Deine Geschichte (Moderatoren: midnightwish, Malachit)  |  Thema: .. mein Leidensweg ..
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2012 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Erste Hilfe | Unterhaltsrechtliche Leitlinien
Aufsätze, Urteile, Studien, Informationen zum Familienrecht | Lexikon Familienrecht | Abkürzungen Familienrecht | Sonderbedarf
Urteile Ehegattenunterhalt | Urteile Kindesunterhalt | Urteile Sorgerecht | Urteile Umgangsrecht | Urteile Versorgungsausgleich | Urteile Zugewinnausgleich
Forum Umgangsrecht | Forum Sorgerecht | Forum Unterhaltsrecht | Forum Behörden/Gerichte | Forum Politik/Gesellschaft/Soziales

 

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team