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vatersein.de - Forum 18. Januar 2018, 22:54:09 *
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Autor Thema: gSR Kita Gruppenwechsel  (Gelesen 230 mal)
Aragorno
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 7


« am: 18. Januar 2018, 08:39:23 »

Hallo miteinander,

Da ich zu dem Thema so gar nichts gefunden habe stell ich meine Frage mal hier.

Soweit mit bekannt ist, müssen beide Elternteile bei gemeinsamen Sorgerecht, ihre Zustimmung erteilen, wenn ihr Kind zum Beispiel eine Klasse überspringen soll.

Wie verhält sich das im Kindergarten, wenn das gemeinsame Kind, vorzeitig in eine höhere Gruppe soll? Müssen da auch beide sorgeberechtigte Eltern ihr Einverständnis geben, oder reicht es wenn der Elternteil sein Einverständnis gibt, bei dem das Kind lebt?

Vielen Dank vorab.
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Sputnik
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 534


« Antwort #1 am: 18. Januar 2018, 08:52:38 »

Guten Morgen,

ich bin etwas verwundert. Bei uns sind die Kindergärten so strukturiert, dass sie von den Altersstufen her gemischt sind. Somit ergibt bei unseren Kindergärten ein Gruppenwechsel keinen Mehrwert bei der sozialen und lernerischen Förderung. Das wäre dann das Stichwort. Sollte ein Gruppenwechsel in eurem Fall dazu dienen, spezifischer und mehr gefördert zu werden und unter Umständen auch früher eingeschult zu werden, so stellt das schon ein Thema beider Sorgeberechtigten dar. Die Frage ist dann auch, ob eine Höhergruppierung automatisch eine frühere Einschulung bewirkt.
Egal wie die Situation ist, du solltest in der Frage mit eingebunden werden wenn das gemeinsame Sorgerecht besteht, da dies u.U. eine Frage der weiteren Entwicklung des Kindes ist.

Gruß
Sputnik

P.S.: Nur als Tipp aus eigener Erfahrung: nicht darauf warten, dass du über die Mutter ein Mitwirkungsrecht als Sorgeberechtigter bekommst, sondern selber aktiv werden, heißt auf den Kindergarten zugehen. Am besten anrufen und einen persönlichen Termin vereinbaren.
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Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.976



« Antwort #2 am: 18. Januar 2018, 09:26:15 »

Moin,

rein von der rechtlichen Seite her fällt mir gerade ncihts ein, was einen Gruppenwechsel mit dem gSR zu tun hat ... ich meine das es meist immer nur um die Einrichung/Schule direkt geht.
Ich kenne es auch so, dass die Gruppen von der Altersstruktur her gemischt sind. Der einzige Unterschied besteht in den Betreuungszeiten, so das Kinder immer etwa die gleichen Zeiträume zusammen waren. Also "könnte" eine andere Betreuungszeit der Grund sein?

Ich habe noch nie gehört, dass es (wie in der Schule) Hoch- bzw. Abstufungen gibt.

Rein von meinem Gefühl her, würde ich Dir dringend raten, auf diesem Thema NICHT herumzureiten. Ich interpretiere Deinen Text so, dass Du gerne wegen jeden Pups gefragt werden willst und nach Möglichkeit mitbestimmen willst. Scheinbar (der Eindruck erweckt sich mir, kann mich aber auch täuschen) hast Du über die Struktur der Kinderbetreuung in Kindergärten keine Ahnung. Du möchtest über die Art und Gruppe mitentscheiden und dies halte ich für falsch. Denn dies sehe ich als Punkt in der Alttagssorge.

Also lass es lieber, hier auch nur die Zustimmung anzudeuten.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Susi64
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Beiträge: 3.163


« Antwort #3 am: 18. Januar 2018, 09:39:58 »

Hallo,

die Wahl des Kiga ist eine Frage von besonderer Bedeutung für das Kind und deshalb ist die Zustimmung beider Eltern erforderlich.

Bei der Änderung der Gruppe in der Kiga wäre die Frage warum das passiert.
Prinzipiell gibt es in einer Kita keine "höhere Gruppe" sondern nur eine andere Gruppe. U.U. will man ja gerade altersgemischte Gruppen erzeugen. Andere Gründe wären z.B. auch, dass die Kinder der anderen Gruppe in der Nähe wohnen oder eine ausgewogenere Gruppengröße innerhalb der Kita.

Aus meiner Sicht sollte die KM das mit Dir besprechen. Geht die Initiative von ihr oder vom Kiga aus?

Die andere Frage wäre ob für eine Änderung der Gruppen innerhalb der Kita überhaupt das Einverständnis der Eltern eingeholt werden muss. Man könnte das auch als eine Strukturänderung innerhalb der Kita sehen, die zwar kommuniziert werden muss, ob es dafür aber das explizite und unterschriebene Einverständnis der Eltern geben muss weiss ich nicht.

VG Susi
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Graham
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Beiträge: 75


« Antwort #4 am: 18. Januar 2018, 09:55:46 »

Wie verhält sich das im Kindergarten, wenn das gemeinsame Kind, vorzeitig in eine höhere Gruppe soll? Müssen da auch beide sorgeberechtigte Eltern ihr Einverständnis geben, oder reicht es wenn der Elternteil sein Einverständnis gibt, bei dem das Kind lebt?

Hallo Aragorno,

i. A. bedarf es keiner Zustimmung der Eltern, wenn die KiGa-Leitung im Rahmen ihres Betreuungskonzeptes, aus pädagogischen Gründen oder zur Förderung der Kinder Wechsel in den Gruppenzusammensetzungen vornimmt.

Allerdings sind dies Maßnahmen, die auf Elternabenden bekanntgegeben und erläutert werden. Hast du denn Kontakt zum Kindergarten eures Kindes? Oder gibt es Anzeichen, dass es eurem Kind mit diesem vorzeitigen Wechsel nicht gut gehen könnte?

Gruß
Graham
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Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.976



« Antwort #5 am: 18. Januar 2018, 10:08:45 »

die Wahl des Kiga ist eine Frage von besonderer Bedeutung für das Kind und deshalb ist die Zustimmung beider Eltern erforderlich.
Wobei dies die Wohlfühl-Argumentation ist, die Realität aber eine ganz andere aufzeigt.

Der KiGa in der Nähe des Betreuungelternteils ist das Mittel zur Wahl. Ein UET wird eine heftige Bauchlandung hinlegen, wenn er aus reiner Stänkerlaune heraus einen KiGa in der Nähe des BET verweigert. Meist wird dann schnell ein Teil der Sorge auf einen ET übertragen.

Ich habe nie einen Gruppenwechsel kommuniziert. Allerdings bin ich auf Elternabendenden und Entwicklungsgesprächen meist alleine gewesen. Hier sind solche Fragen exelent untergebracht und sollten nicht zu irgendwelchen "Zustimmungsfragen" führen.

Dem TE, auch wenn es vielleicht bei mir falsch rüberkommt, möchte ich ans Herz legen, weniger die "Muss-"Keule zu schwingen und mehr auf direkte Gespräche mit dem KiGa setzen. Denn ansonsten wird die Stimmung schnell wegen nichts vermiest und schwuppdiewupp ist (ein Teil der) die gemeinsame Sorge weg udn dann muss nicht einmal mehr informiert werden.

Gruß
Kasper
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Aragorno
Schon was gesagt
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Beiträge: 7


« Antwort #6 am: 18. Januar 2018, 11:19:29 »

Es handelt sich bei dem Kindergarten um einen katholische kuratie. Die Aufteilung ist so das in den verschiedene Gruppen der Augenmerk auf verschiedenen Sachen liegt. Ist bei der einen, eher das spielerische entdecken und lernen im Vordergrund, beschäftigt sich die andere mit der schulvorbereitung. Dies ist die letzte "Instanz" bevor es dann in die Schule geht. Durch den Wechsel in die höhere Gruppe, würde meine kleine auch früher eingeschult werden.

Es geht hier nicht darum das ich bei jedem "pups" mit entscheiden will, sondern darum das meine kleine im Juli 17 die kiga gewechselt hat, dann in eine neue in Okt 17 und nun im März 18 bereits in eine andere Gruppe kommen soll. Sie selbst möchte es nicht, da sie sich in ihrer Gruppe wohl fühlt und da viele Freunde hat. Ihre Mutter und Betreuerin hält den Wechsel aber für eine gute Idee.

Daher gilt es zu entschieden, was nun das beste für die kleine ist. Ich bin dem Gedanken nicht abgeneigt, aber aktuell mag meine kleine die Gruppe nicht wechseln.

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AnnaSophie
_AnnaSophie
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Beiträge: 2.381


« Antwort #7 am: 18. Januar 2018, 11:40:00 »

Hallo,

wäre es denn überhaupt problemlos möglich, dass euer Kind früher eingeschult wird?
Oder müsste da ein Riesenaufwand (Gutachten, Anträge etc.) für gemacht werden?

Früher war es so, dass die Kann-Kinder (die bis Jahresende) auf Antrag mit eingeschult werden konnten. Diese wurden speziellen Tests unterzogen.

Die Nach Jahresende geborenen hatten so gut wie keine Chance. Es gab Schulen, die das gemacht haben, die waren aber deutlich in der Minderheit.

Ist eure Kleine so intelligient, dass es für sie infrage kommen würde? Meiner Großen hätte es gut getan, wäre aber nicht mögllich gewesen. Wir haben dann in der Kita Frühenglisch dazugebucht und die Zeit bis zum regulären Schuleintritt überbrückt.

Was passiert wenn eure Kleine nicht vorzeitig eingeschult wird? Dann muss ja noch ein Kitajahr machen, kommt sie dann in ihre alte Gruppe zurück?

Ich würde bei der KM und bei der Erzieherin um ein gemeinsames Gespräch bitten, damit du die Gründe nachvollziehen kannst. Und dann gehst du ergebnisoffen ins Gespräch. Und schaust. Und kannst dann ja auch anmerken, dass es fürs Kind vielleicht besser wäre eine Kontinuität in der Gruppe zu haben als vorzeitig eingeschult zu werden. Zumal sie dir gegenüber ja sagt, dass sie in ihrer Gruppe bleiben will.

Sophie
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Susi64
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Beiträge: 3.163


« Antwort #8 am: 18. Januar 2018, 11:44:17 »

Hallo,

aus meiner Sicht kannst Du hier nur im Kiga nachfragen und Deinen Standpunkt deutlich machen, dass Du nicht mit einer früheren Einschulung einverstanden bist und deshalb auch der Gruppenwechsel nicht erforderlich ist.

Die Frage wäre ob das Kind unterfordert ist und wie sich eine frühere Einschulung auswirken würde. Dabei spielt die tatsächliche Entwicklung des Kindes eine Rolle.
Über eine frühere Einschulung können die Eltern nicht alleine entscheiden, die Entscheidung liegt beim Schuldirektor (Vorzeitige Einschulung).

Wenn Du aber keine prinzipiellen Bedenken hast, dann sollte das Argument, dass das Kind das nicht will, nicht entscheidend sein. Schliesslich bleibt es im gleichen Kiga und die Gruppen sind nicht so streng voneinander getrennt.

VG Susi

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Sputnik
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« Antwort #9 am: 18. Januar 2018, 11:44:37 »

Im Grunde genommen muss man dabei betrachten, dass sich Kinder in dem Alter schneller oder auch langsamer entwickeln können. Ob eine frühere Einschulung sinnvoll ist, weil sich das Kind im KiGa-Alter schneller entwickelt als der Durchschnitt, halte ich für fraglich. Sollte bei dem Kind eine "Hochbegabung" anliegen, so könnte man mit der zusätzlichen Förderung auch in der Grundschule ansetzen. Bis dahin würde ich dem Kind aber die sorglose Kindheit im Kindergarten erhalten.
Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: das ist in dem Zusammenhang schon eine Angelegenheit die in die Obliegenheit des Sorgerechts fällt.
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