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vatersein.de - Forum 18. November 2017, 02:01:57 *
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Autor Thema: Job, Kind und man(n) selber  (Gelesen 445 mal)
LucasDaddy
_LucasDaddy
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Beiträge: 366



« am: 10. November 2017, 09:00:28 »

Hallo zusammen,

mich bewegt gerade ein Thema besonders und ich wäre froh, wenn ich dazu Input von anderen Eltern bekommen würde, die sich in einer ähnlichen Situation befinden bzw. befanden.

Also los: Mein mittlerweile 14-jähriger Sohn lebt ja nun wieder eine ganze Zeit lang bei mir. Da ich aktuell keine Lust auf eine Beziehung oder Partnerschaft habe, bin ich also klassisch alleinerziehend. Bedingt durch etliche Vorfälle in Abhängigkeit zu seiner Mutter in der Vergangenheit befindet sich mein Sohn schon länger in psychotherapeutischer Behandlung, macht aber zum Glück große Fortschritte. Der Kontakt zur Mutter ist minimal und meist eher be- als entlastend für ihn und auch für mich. Von bspw. 14-tägigem Umgang sind wir meilenweit erntfernt und vermutlich wird sich daran auch nichts ändern. Wenn die beiden sich alle paar Wochen für 2-3 Stunden sehen, ist dies schon viel.

Man kann also sagen, dass mein Sohn ein Full-Time-Job ist, da sowohl er als auch die Therapiesitzungen und Arztbesuche sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies kann man alles durchaus stemmen, aber es kostet auf Dauer sehr viel Kraft.

Auf der anderen Seite bin ich bereits seit fast 10 Jahren selbstständig und (nicht alleiniger) Geschäftsführer einer kleinen GmbH. Wer schon einmal seine eigene Firma gegründet und geleitet hat, weiß sicherlich dass die daraus resultierende Arbeitsbelastung nicht mit der in einem Angestelltenverhätnis herrschenden vergleichbar ist. Geregelte Arbeitszeiten und regelmäßige Erholungspausen in Form von Urlaub sind leider eher Utopie als Realität.
Und genau da liegt mein Problem. Auf der einen Seite versuche ich den gerechtfertigten Ansprüchen meines Sohnes so gerecht wie nur möglich zu werden, auf der anderen Seite darf ich meine Firma aber auch nicht vernachlässigen. Dies gestaltet sich für mich aber zunehmend schwieriger (bin ja auch keine 20 mehr) und trotz meiner Anstrengungen beschwert sich mein Sohn bei mir darüber, dass ich zu viel arbeite und zu wenig Zeit für ihn habe und meine Mitgründer und ebenfalls Geschäftsführer erwarten noch mehr Einsatz und Aufopferung für die Firma von mir  c

Dies ist natürlich keine wirklich schöne Situation für mich und ich überlege daher schon länger, ob ich mir diese noch weiter antuen möchte bzw. darf. Aktuell ist es so, dass mein Tag um 06.00 Uhr beginnt, ich um 17.00 Uhr die Firma verlasse und praktisch meinen zweiten Vollzeitjob beginne. Um 22.00 Uhr geht mein Sohn ins Bett und ich versuche dann noch irgendwie ein paar Minuten zu entspannen (was vorher absolut unmöglich war), falle aber meist komplett kaputt recht zeitig ins Bett. Am nächsten Tag geht dann alles wieder von vorne los.

Natürlich ist meine Situation intern bekannt, aber gefühlt stoße ich hier nicht wirklich auf Verständnis. Vielmehr mißt man mich an einer anderen Person im Unternehmen, die die Firma als nahezu alleinigen Lebensinhalt sieht und z.B. die Nächte im Büro verbringt, während die 3-jährige Tochter mit Fieber weinend zu Hause bei ihrer Mutter im Bett liegt. Solch ein Verhalten wäre für mich undenkbar und ich bin immer noch der Meinung, dass es möglich sein kann, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Zudem muss ich für meinen Sohn da sein und kann ihn, weil mir dazu schlicht das Netzwerk fehlt, nicht regelmäßig zu Oma, Opa, Schwiegermutter und Tante oder Onkel abschieben. Dass ich dies auch gar nicht wollen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Um etwas an der Situation zu ändern, muss ich offensichtlich in meinem Leben etwas ändern und ich trage mich daher mit dem Gedanken, meine Position als Geschäftsführer aufzugeben und wieder in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln. Bei z.B. einer 3/4-Stelle hätte ich auf jeden Fall mehr Zeit für meinen Sohn und dürfte sogar nach mehr als 12 Jahren mal wieder mehr als zwei Tage Urlaub am Stück machen. Natürlich müsste ich dann auch all das aufgeben, was ich über Jahre aufgebaut habe, aber wahrscheinlich muss ich dies in Kauf nehmen, da diese andauernde Doppelbelastung mir immer mehr an die Substanz geht.

Gibt es unter euch evtl. jemanden, der ähnliches erlebt hat und vor einer ähnlichen Entscheidung stand?

LG,
LD
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Kasper
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Beiträge: 2.920



« Antwort #1 am: 10. November 2017, 09:17:34 »

Guten Morgen,

schon aus diesem Grund habe ich keine Mitgesellschafter, damit mir keiner auf die Füße treten kann  .

Wie ich Deine Zeilen las, dachte ich erst: genau meine Situation, nur mehr Kinder. Feierabend sieht meist so aus, dass ich erschöpft vorm Fernseher einschlafe, Urlaub ist ein Fremdwort. Krank sein? Was das ...? Letztes Jahr habe ich zwei Tage nach einer BlinddarmOP wieder gearbeitet. Umgang mit der KM ... zum Glück inzwischen so gut wie garnicht.
Ach ja, und immer noch, WENN es denn mal ein Telefonat wegen der Kinder gibt (einmal im Jahr), dann belehrt sie mich immer noch, was alles gemacht werden muss ... auch wenn sie keine Ahnung von Kindern im allgemeinen und unseren insbesondere hat.

Wenn Du Mitgesellschafter hast, die auch Deinen Teil der Arbeit stemmen können, dann nehme Dir das Recht auf 30 Tage Urlaub heraus. Ich denke, das ist schon ein großer Sprung. Am Umgang und den Fahrereien kann man nicht viel ändern. Vielleicht hast Du ja das Glück, dass ein Verwandter (Oma?) mal einen Nachmittag mit dem "Lütten" Termine wahrnehmen kann!?
Ansonsten auch mal ein WE bei Freunden übernachten lassen. Das schaufelt Dir ein WE frei (oder nur einen Tag).

Stehen tu ich immer wieder vor der gleichen Entscheidung. Für mich gibt es nur leider keine Optionen. Als Angestellter nimmt mich keiner, zu teuer, zu wenig Zeit, zu unflexibel ... also würde die Alternative ALG II heißen.

Herzliche Grüße
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
LucasDaddy
_LucasDaddy
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« Antwort #2 am: 10. November 2017, 09:42:00 »

Moin Kasper,

das unsere Situation sich sehr ähnelt haben wir ja schon des öfteren festgestellt 

Ob ich heute noch einmal eine Firma mit zwei weiteren Gesellschaftern gründen würde (unabhängig vom Kind) wage ich mal sehr zu bezweifeln. Wahrscheinlich eher nicht.

Es wäre schön, wenn es in der Nähe eine verlässliche Oma oder ähnliches geben würde, gibt es aber leider nicht. Meine Familie lebt entweder gar nicht mehr oder in den USA. Die Familie der KM würde mir was husten, wenn ich um etwas Unterstützung bitten würde. Eigentlich warten die ja nur darauf, dass ich endlich komplett zusammenklappe. Aber die tollen Ratschläge kenne ich auch. Besonders gut finde ich immer den hier:
"Du musst aber auch wirklich mal was für Dich tun!"
Klar, gerne, kannst Du mir meinen Sohn mal für einen Tag abnehmen?"
"Also das geht natürlich gar nicht...."

Manchmal habe ich das Gefühl, dass unsere Situation als Väter einfach viel zu exotisch ist, dass andere auch nur im Ansatz Verständnis für diese haben können. Leider sieht dies bei meinen Mitstreitern auch nicht anders aus. Arbeit wird zwar sehr widerwillig und auch nur, wenn es absolut nicht anders geht, übernommen, aber dann gerne auch mal absichtlich falsch ausgeführt, so dass ich am Ende das Theater habe. Macht dann echt keinen Spaß mehr.

Vielleicht sollte ich auch einfach mein Business alleine unter einem anderen Firmennamen weiterführen. Unsere Kunden sind seit Jahren mit mir, dem Vertriebler, verbandelt und bleiben mir daher auch sicherlich erhalten. Meine jetzige Firma würde dann zwar schnurstracks in die Pleite rutschen, aber da kann ich dann auch nichts mehr dran ändern. Da kann unser "Held der Arbeit" noch so viele Nächte mit einer Kiste Bier in der Firma verbringen, dagegen wird er leider nichts machen können.

LG,
LD

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Kasper
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« Antwort #3 am: 10. November 2017, 10:36:36 »

... Eigentlich warten die ja nur darauf, dass ich endlich komplett zusammenklappe.
Darauf wartet sogar meine eigene Familie  , aber den Gefallen tue ich ihnen nicht. Nachdem ich meinem Bruder den Geldhahn abgedreht hatte (nach Obdachlosigkeit, Aufnahme in mein Haus, Krankenversicherung, etc.) wurde ich als böser Junge hingestellt. Schnell noch ein paar Geschichten erfunden und plötzlich standen alle gegen mich, da ich keine Zeit hatte an meiner PR zu feilen ... egal.

"Du musst aber auch wirklich mal was für Dich tun!"
Klar, gerne, kannst Du mir meinen Sohn mal für einen Tag abnehmen?"
"Also das geht natürlich gar nicht...."

Manchmal habe ich das Gefühl, dass unsere Situation als Väter einfach viel zu exotisch ist, dass andere auch nur im Ansatz Verständnis für diese haben können. Leider sieht dies bei meinen Mitstreitern auch nicht anders aus. Arbeit wird zwar sehr widerwillig und auch nur, wenn es absolut nicht anders geht, übernommen, aber dann gerne auch mal absichtlich falsch ausgeführt, so dass ich am Ende das Theater habe. Macht dann echt keinen Spaß mehr.
Ja, die tollen Sprüche kenn ich zur genüge. Geht soweit, dass mir geraten wurde, meinen Betrieb in Betriebsferien zu schicken (machen andere auch). Leider von Personen, die nichts anderes Kennen wie angestellt im öffentlichen Dienst bzw. nur Angestelltenverhältnisse und wegen jeden Pups krank werden. Die Großmutter hat meine Kinder seit Jahren nicht genommen bzw. seit die Große geboren wurde, haben diese in 15 Jahren 4 mal dort übernachtet. Aber permanent rumplärren, sie würde die Kinder vermissen und ich bisn so gemein, da ich den Kontakt zu ihr eingestellt habe und nicht noch die Kids hinterher trage.

Vielleicht sollte ich auch einfach mein Business alleine unter einem anderen Firmennamen weiterführen. Unsere Kunden sind seit Jahren mit mir, dem Vertriebler, verbandelt und bleiben mir daher auch sicherlich erhalten. Meine jetzige Firma würde dann zwar schnurstracks in die Pleite rutschen, aber da kann ich dann auch nichts mehr dran ändern. Da kann unser "Held der Arbeit" noch so viele Nächte mit einer Kiste Bier in der Firma verbringen, dagegen wird er leider nichts machen können.
Pass nur auf was im Gesellschaftervertrag steht. Nicht das Du garnichts weiteres tun darfst.
Allerdings kannst Du die Gesellschaft in die Abwicklung jagen bzw. eine einvernehmliche Auflösung.

Gruß
Kasper
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Tsubame
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« Antwort #4 am: 10. November 2017, 12:10:23 »

Hallo,

Es freut mich sehr, dass nach all den Jahren des Kampfes dein Sohn grosse Fortschritte macht. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass du so zuversichtlich über ihn schreibst.

Nicht jeder hätte das durchgehalten und zu einem guten Ende geführt. Was irgendwelche Leute denken und meinen, sollte dir egal sein. Ob das jetzt im Umkreis der KM geschieht oder in der Arbeit. Du müsstest eigentlich grosses Selbsrvertrauen in dich und deine Kapazitäten haben. Dein Erfahrungsschatz, den du angesammelt hast, gehört nur dir, ist wertvoll und du solltest dich darauf auch ausruhen.

Das zweite Leben beginnt meistens dann, wenn man merkt, dass man nur eines hat. Wenn du es einrichten kannst, weniger zu arbeiten oder anders zu arbeiten, dann mache das. Urlaub muss drin sein, genauso wie Wochenenden, Feiertage.

Das Leben ist überall, nicht nur bei Sohni oder in der Arbeit.

VG,
Tsubame
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TotoHH
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« Antwort #5 am: 10. November 2017, 13:58:34 »

Moin LD.

Das was Du beschreibst scheint mir ein typischen AE-Problem zu sein. Hier verschärft durch zwei Faktoren: 1. Dein Sohn erfordert mehr Zeit als andere in dem Alter und 2. finanzielle Unterstützung in Form von KU gibt es nicht (wobei das Dein konkretes Problem vermutlich auch nicht lösen würde). M.E. hat es nichts damit zu tun, dass es Dich hier als KV trifft, noch liegt es (ausschl.) an Deiner Selbständigkeit.

Für mich ist Selbständigkeit - grob vereinfacht gesagt - mit dem Vorteil der Flexibilität (weil selbstverantwortlich) und dem Nachteil der hohen Verantwortung (weil eben letztverantwortlich) verbunden.
Dem Gegenüber das klassische Angestelltentum, das typischerweise immer noch mit wenig Flexibilität (weil weisungsgebunden), dafür aber am Ende des Tages mit geringerer Verantwortung (was dazu führt nach "Feierabend" und im "Urlaub" abzuschalten und klar geregelte Arbeitszeiten erlaubt). (Andere Ausprägungen, auch zeitweise, gibt es selbstverständlich).

Du musst entscheiden, wo Du Prios setzt. Und wie Du diese überhaupt umsetzen kannst.

Ohne das Du genau weisst, was ein angestellter Job Dir überhaupt bieten kann (und ob es den für Dich überhaupt (noch) zu adäquaten Konditionen gibt), würde ich keine vorschnellen Aktionen machen. Ich lese eher, dass Du das Verhältnis mit Deinen Partnern/ Co-GFs klar und sauber regeln solltest. Im Moment scheinst Du trotz Gesellschafterstellungen/ GF-Position unflexibel zu sein bei gleichzeitiger hoher Letztverantwortlichkeit - also das jew. negative aus beiden Welten.

Toto
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LucasDaddy
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Beiträge: 366



« Antwort #6 am: 10. November 2017, 15:02:57 »

Hallo Tsubame,
moin Toto,

@ Tsubame: Klar bin ich auch stolz auf mich, noch mehr aber auf meinen Sohn. Das letzte Jahr war so richtig k.cke und noch einmal möchte ich die Dinge wie den stationären Aufenthalt in der Kinderpsychatrie etc. nicht erleben müssen. Sohnemann geht es zwar besser (ja, ich bin hier sehr zuversichtlich), aber es wird noch ein langer Weg vor uns liegen. Seine Therapie alleine ist schon auf 150 Stunden angesetzt worden, denn es sind immer nur kleine, behutsame Schritte, die man mit ihm gehen kann. Nebenbei werfen diverse Aktionen der KM ihn immer wieder zurück, weshalb in Absprache mit seinen Ärzten, dem JA und dem ursprünglich für seine Mutter eingesetzten Erziehungsbeistand der Kontakt zu ihr so gering wie nur möglich gehalten wird. Kein leichter Schritt, aber leider unausweichlich.
Normalerweise wäre spätestens nach dem Klinikaufenthalt die Zeit zum Durchatmen gewesen, aber dies war leider nicht möglich und so ging es sofort und ohne Pause wieder mit 100% Einsatz weiter. Da geht wahrscheinlich jeder irgendwann auf dem Zahnfleisch.
Die Therapeutin meines Sohnes kennt mich mittlerweile auch recht gut und meinte in einem der letzten Gespräche, dass sie es gut und wichtig finden würde, wenn Sohnemann und ich gemeinsam eine Vater-Kind Kur machen würden. Das Thema habe ich hier intern mal kurz angesprochen, aber anstatt nach den Gründen oder der Notwendigkeit zu fragen, wurde lieber erstmal die ganze Kur in Frage gestellt und sich dann untereinander geeignet, dass eine Woche ja wohl mehr als ausreichend wäre, wenn es denn um Himmels Willen wirklich sein müsste. Schon komisch, dass ich in der eigenen Firma nicht fehlen darf, wenn mir auf der anderen Seite vorgeworfen wird, dass andere mehr leisten würden als ich  c Eigentlich kann mir das aber auch egal sein, denn ich werde ganz sicher niemanden um Erlaubnis bitten.

Zitat
Im Moment scheinst Du trotz Gesellschafterstellungen/ GF-Position unflexibel zu sein bei gleichzeitiger hoher Letztverantwortlichkeit - also das jew. negative aus beiden Welten.

Damit trifft Toto den Nagel auf den Kopf. Genau so so fühlt sich das ganze leider an.

Die Anforderungen Dritter sind für mich aktuell einfach nicht erfüllbar, da mir jede Art von Ruhe und Entspannung komplett fehlt. Ich kann durchaus verstehen, dass dies nicht jeder nachvollziehen kann und das schon gar nicht, wenn ich zwar lange in der Firma bin, dann aber zu Hause keinen Finger mehr krumm mache, mir das eigene Kind ziemlich egal ist und ich meine Selbstverwirklichung ausschließlich durch
- mehr oder minder erfolgreiche - Arbeit tagtäglich neu zelebriere. Solchen Menschen kann ich nur "try walking in my shoes" raten, aber dies wird vermutlich auch nichts ändern.

Bzgl. meiner Prioritäten bin ich absolut klar: Mein Sohn geht ohne jeden Zweifel vor und seine in erster Linie seelische Gesundheit darf nicht unter meinem Beruf leiden. Da sehe ich meinen Sohn eher als Berufung und der eigentliche Beruf ist mir im Vergleich zu ihm nicht so wichtig. Zudem denke ich schon, dass ich (soooo alt bin ich ja nun auch nicht) noch recht gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Ein Problem könnte ich natürlich auch mit
Zitat
zu teuer, zu wenig Zeit, zu unflexibel
haben. Auf der anderen Seite verdiene ich in meinen jetzigen Position weniger als zu meinen Zeiten als Angestellter. Zumindest Punkt 1 wäre dann nicht wirklich ein Thema...

Gerade kam eine ellenlage Mail unseres dritten Geschäftsführers mit dem Betreff "Erstellung des Persönlichen Profils und die der Kollegen" (normalerweise würde ich über solch einen Betreff und insbesondere über die Formulierung erstmal herzlich lachen) bei mir an. Diese bezieht sich inhaltlich zu 80% auf die Konsequenzen eines nicht "an einem Strang ziehen", weil einer angeblich weniger leistet als die anderen. Und natürlich muss das ganz, ganz böse geahndet werden und super unangenehme Folgen haben. Vermutlich halten die mich irgendwie für blöd  c, denn ich weiß doch ganz genau, wer damit gemeint ist. Natürlich ich und kein anderer. Echt schön zu erleben, dass man zwei nicht ganz so gut aufgestellte Personen fast 10 Jahre lang tagtäglich mit Wissen und neuen Fähigkeiten versorgt, immer und überall für andere den eigenen Kopf hinhält, für jeden quer sitzenden Furz Verständnis hat und einem dann Vorwürfe gemacht werden, wenn die persönliche Situation einem selber ziemlich an die Substanz geht. Eigentlich muss ich nach so einem miesen verhalten nicht wirklich lange überlegen, was ich machen werde. Nur das wie und wann, werde ich mir sehr gut überlegen.

LG,
LD

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der Frosch
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 33



« Antwort #7 am: 10. November 2017, 17:53:19 »

Hallo Lucas Daddy
Als erstes mal möchte ich Dir meine Hochachtung für Deine Leistung (auch den Vorrednern) ausdrücken,das Du und die anderen alles so toll hinkriegt mit euren Kindern und dem ganzen Ärger mit den Kindesmüttern,Ämter und so weiter. Als Vorschlag würde ich Dir raten beantrage wie vorgeschlagen die Kur für drei Wochen und mach Deinen Mitgesellschafter ( auf solche Bremsklötze kann man verzichten) klar das auch Du Anspruch auf eine solche hast. Denn wenn Du Ausbrennst sind auch diese Herren am A....... Weil im Augenblick geht die Gesundheit von Deinem Sohn und Dir vor. Also lass Dich um Gottes Willen nicht unterkriegen. Hast Du die Möglichkeit das Du jemanden zusätzlich in Deinem Betrieb einstellst der Dich unterstütz , so das Du Dir am Tag ein,zwei Stunden freischaufeln kannst um sie mit Deinem Sohn zu verbringen? Das würde Dir auch etwas den Stress nehmen.

LG der Frosch
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