Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 23. Januar 2018, 01:02:54 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Wechselmodell / Umzug der KM mit Baby  (Gelesen 1082 mal)
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« am: 10. Januar 2018, 09:48:39 »

Hallo Leute,
meine Freundin hat sich vor einem Monat von mir getrennt und hat unsere 4 Monate alte Tochter mitgenommen. Sie wird demnächst eine Whg in der Nähe 15 km beziehen und wird von mir verlangen, dass ich dem Ummelden zustimme. Eigentlich möchte ich jedoch das Wechselmodell. Das möchte Sie aber nicht. Ich habe angst, dass Sie aus Wut / Trotz / Angst (keine Ahnung aus welchen Emotionen heraus) in Ihre alte Heimat zieht. Diese liegt 100 km weit weg. Dann wäre das WM nicht mehr möglich. Darf Sie das? Wie soll ich mich in der jetzigen Situation verhalten? Ist es möglich, dass ich wenn die Kleine 1 oder 2 Jahre alt ist das WM auch nach praktiziertem Residenzmodell einklage? Denn aktuell stehen meine Chancen ja ziemlich schlecht für ein WM, da Sie auch stillt.
Ich wäre über schnelle Hilfe sehr sehr dankbar!
Gruß Chris
Gespeichert
Wasserfee
Zeigt sich öfters
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 73


« Antwort #1 am: 10. Januar 2018, 10:14:45 »

hi,

hast du GSR? Dann kann die Mutter nicht so ohne Weiteres wegziehen.

Wechselmodell halte ich aktuell für unmöglich, das ist mit dem Stillen nicht zu vereinbaren. Und nein, abpumpen kann nicht jede Frau und nicht jedes Kind akzeptiert die Flasche.

Du kannst nur versuchen, so hochfrequent wie möglich Umgang wahrzunehmen um später sukzessive ein WM zu installieren.

Wasserfee
Gespeichert

nicht mein Zoo
nicht meine Affen
82Marco
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.776



« Antwort #2 am: 10. Januar 2018, 10:16:46 »

Servus Chris und willkommen im Forum!
Bei einem 4 Monate alten Kind ist m.E. schon allein wegen Stillen das WM keine gute Lösung...später auf jeden Fall (dem Kind BEIDE Eltern zu gleichen Teilen), sofern wegen z.B. Entfernung zwischen den Eltern praktizierbar.
Da das WM nicht gesetzlich verankert ist, müsstet Du und KM zumindest im Sinne Eures Kindes reden und verabreden können. Wenn das nicht gegeben ist, wird die Durchsetzung eines WM schwierig bis unmöglich.

Unabhängig davon und wegen möglichem Wegzug KM: habt Ihr das gemeinsame Sorgerecht (gSR)?

Grüßung
Marco
Gespeichert

Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________

Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Kasper
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.980



« Antwort #3 am: 10. Januar 2018, 10:21:48 »

Guten Morgen,

und herzlich willkommen.

Ich wäre über schnelle Hilfe sehr sehr dankbar!
Je nachdem was Du unter schnell verstehst, wird es vermutlich nicht ganz so laufen wie Du es Dir vorstellst.

Die erste Frage hat Wasserfee bereits gestellt. Habt ihr das GSR (gemeinsame Sorgerecht)?

Dann, selbst mit einem GSR wirst Du kaum in der Position sein, ihr irgendwelche Umzüge mit dem Kind zu verhindern. Mit 4 Monaten ist das Kind noch sehr klein und damit sind häufige Umgänge wichtiger, wie längere. Wechselmodell in diesem Alter gehen in der Tat nur, wenn sich die Eltern verstehen und gemeinsam für das Kind sind. Dies ist in frischen Trennungen meist nicht der Fall.

Daher meine ergänzende Frage. Wie häufig hast Du derzeit Umgang, wie oft siehst Du Deine Tochter? Kannst Du mit ihr auch mal Stundenweise etwas mit ihr unternehmen? Gerade in dieser Phase ist ein häufiger Umgang, 1 - 2 Stunden, wichtig. Die organisatorischen Probleme sind natürlich, dass das Kind gestillt wird und darauf muss man dann auch irgendwie Rücksicht nehmen.

Weitere Frage.
Wie gut könnt ihr kommunizieren? Könnt ihr normal miteinander sprechen, Euch über die Dinge des gemeinsamen Kindes austauschen?

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.172


« Antwort #4 am: 10. Januar 2018, 10:24:47 »

Hallo,

die erste Frage ist ob gemeinsames Sorgerecht besteht. Da Du von Freundin sprichst gehe ich davon aus, dass ihr nicht verheiratet seid.
Wenn gemeinsames Sorgerecht besteht, dann hast Du eine gewisse Mitsprache. Besteht kein gemeinsames Sorgerecht ist es schwieriger, aber nicht aussichtslos.
Bei 15 km Entfernung ist ein Wechselmodell zumindest im Kindergartenalter kein Problem.

Wenn die KM mit dem Kind wegzieht, dann wirst Du dagegen nicht viel unternehmen können, weil es um den Lebensmittelpunkt geht und dabei eben auch um die Frage, wer die Hauptbezugsperson des Kindes ist bzw. war.
Ein Wechselmodell ist dagegen die Frage nach dem Umgang und wie dieser gestaltet werden kann. Das Recht auf Umgang besteht unabhängig vom gSR.

Prinzipiell ist bei einem kleinen Kind häufiger und kürzerer Umgang angeraten oder eben auch ein Wechselmodell (oder nahezu Wechselmodell).
Gegen das Wechselmodell spricht, dass das Kind noch gestillt wird und Du mit Sicherheit eine Tagesbetreuung für das Kind benötigst, die für Babys unter einem Jahr nicht angeraten ist.

Damit ein Wechselmodell überhaupt eine Basis hat, müsstest Du jetzt schon sehr oft Umgang haben, z.B. jeden 2. Tag 2 Stunden, Wochende im Wechsel.
Dieser Umgang müsste dann stufenweise ausgebaut werden, so dass eine (nahezu) hälftige Betreuung sich entwickelt.
An diesem Umgangsplan musst Du jetzt schon arbeiten, dann gibt es auch eine Basis für ein Wechselmodell. Aus taktischen Gründen würde ich es nicht Wechselmodell nennen sondern einfach darauf hinarbeiten.

Prinzipiell kann ein Wechselmodell auch eingeklagt werden, wenn es aber dafür keine Grundlage gibt, dann wird daraus nichts.

Sollte die KM weiter wegziehen, dann ist bei gSR der Weg zum Familiengericht möglich. Dabei wird das Familiengericht prüfen ob es Gründe gibt warum die KM mit Kind wegziehen will (bessere Unterstützung durch die Familie der KM, Arbeitsstelle). Dagegen kannst Du nur sprechen, wenn Du Dich zeitlich "ausgiebig" um das Kind gekümmert hast, also Du unterstützt die KM und es gibt keinen sonstige trifftigen Grund und Du wärst auch bereit das Kind alleine zu betreuen (und bist dazu auch zeitlich in der Lage).

Unterm Strich ist die Sache sehr wohl kompliziert, wenn Du aber jetzt auf ein Wechselmodell hinarbeitest, dann kann es etwas werden.

VG Susi
Gespeichert
TotoHH
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.160


« Antwort #5 am: 10. Januar 2018, 13:51:31 »

Moin

Auch mein Senf dazu - sehr ähnlich Susi!

Vergiss etwaige persönliche Verletzungen aufgrund der Trennung...
Mach jetzt wg der 15km kein Fass auf
Nimm das Wort WM jetzt nicht in den Mund
Komme auf eine gute Kommunikationsbasis mit der KM
Nimm so häufig wie irgendwie möglich Umgang wahr (hochfrequent war hier das Stichwort)
Versuche mit Argumenten (nicht mit der Brechstange! es gibt gute Argumente, zB "was ist wenn Dir liebe KM etwas zustösst?") an das GSR zu kommen
Bringe Dich als Vater ein, lebe mit der KM zusammen eine gute Elternschaft (dazu muss man kein Paar sein)
Verkaufe Deinen Umgang sozusagen auch positiv als kindfreie Zeit für die KM
Zahle KU (und in den ersten drei Jahren BU)
Freue Dich, das Du nicht verheiratet warst...



Wenn sich daraus in den kommenden Monaten (nach dem planmäßigen Abstillen) sukzessive ein (fast) WM ergibt, dann hast Du eine sehr gute Ausgangslage, dass die KM eben nicht irgendwann mir nichts Dir nichts weiter wegzieht. Je länger ihr ein (fast) WM gelebt habt, desto schwieriger wird es für sie später gegen Kontinuität zu argumentieren - und zwar rechtlich und vielleicht hat sie bis dahin (wann auch immer das ist) erkannt, wie wertvoll fürs Kind (und auch für sie) eine gute, gemeinsame Elternebene ist!

Leider ist die Ausgangslage nicht so, dass es ein Selbstläufer ist. Es liegt an Dir, die Voraussetzung zu verbessern! Ein Homerun/ eine (rechtliche) Sicherheit wirst Du nie erreichen...  exclamation_smile

Gruß, toto

Zwei Anmerkungen nur der Vollständigkeithalber damit es nicht falsch hier stehen bleibt:
- WM bzw. sehr häufiger Umgang ist auch bei einem Stillkind (falls überhaupt gestillt wird) möglich - wenn KM es will
- WM über 15km kann sogar - ein wenig abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und Eurer Mobilität - über Kita hinaus in der Grundschulzeit funktionieren. Kein Grund hier jetzt ein Problem zu sehen, was frühestens in 9,5 Jahren auftritt!

Gespeichert
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« Antwort #6 am: 10. Januar 2018, 19:49:42 »

Wow, vielen lieben Dank für die vielen und vorallem schnellen Antworten. Soooo schnell hatte ich das gar nicht erwartet. Dachte nur, dass ich mich möglichst bald auf einen Umzug vorbereiten muss.
Wir haben das GSR. Von daher habe ich Hoffnung! Danke Euch!
Gespeichert
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« Antwort #7 am: 10. Januar 2018, 19:57:22 »

Ach so ja..... sie bringt mir die Kleine eigentlich alle 2 bis 3 Tage für etwa 3 Stunden. Sie bleibt aber dabei weil die kleine Maus zwischendurch immer mal wieder hunger hat.
Gespeichert
Kasper
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.980



« Antwort #8 am: 11. Januar 2018, 10:19:06 »

Ach so ja..... sie bringt mir die Kleine eigentlich alle 2 bis 3 Tage für etwa 3 Stunden. Sie bleibt aber dabei weil die kleine Maus zwischendurch immer mal wieder hunger hat.
Was in dem Alter aber auch verständlich ist.
Hat sie schon irgendwie verlauten lassen, wielange sie beabsichtigt zu stillen? KM`s halten das immer unterschiedlich.

Wie ist Eure Kommunikation denn sonst. Alle 2-3 Tage ist ja schon recht oft, vor allem, wenn dies ohne Einwirkung von außen geregelt wurde.

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Tsubame
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 348


« Antwort #9 am: 11. Januar 2018, 13:05:36 »

Ach so ja..... sie bringt mir die Kleine eigentlich alle 2 bis 3 Tage für etwa 3 Stunden. Sie bleibt aber dabei weil die kleine Maus zwischendurch immer mal wieder hunger hat.

Hallo,

Alle zwei/drei Tage drei Stunden ist ein vielversprechender Anfang. Diese Zeiten sollten nach und nach ausgebaut werden. Die Annahme, dass Säuglinge sich nur eng an eine Person binden können entspricht nicht der Realität. Sie sind in der Lage enge Bindungen zu allen ihnen zur Verfügung stehenden Bezugspersonen zu entwickeln, sofern diese Bindung entsprechend aufgebaut und gepflegt wird. Auch das je jünger, je öfter, aber kürzer hat nichts mit den Kleinstkindern zu tun, sondern mit den Erwachsenen oder den Umständen. Warum sollte ein Säugling sich wohler bei kürzeren Mama-oder Papazeiten fühlen ? Die Ausnahme ist das Stillen.

Ich würde die Kindesmutter fragen, ob sich die Zeiten durch den Umzug verändern werden. 15km ist an sich keine sehr weite Entfernung. Wie stellt sie sich die nähere Zukunft vor (vielleicht Krippe, Arbeit etc. ...) .

Ich würde im Augenblick nicht über das Wechselmodell sprechen, sondern versuchen eine vertrauensvolle Elterneben aufzubauen. Ihr beide habt Ängste und das ist normal. Ihr müsst versuchen, Euch diese Ängste gegenseitig einzugestehen und sie zusammen abzubauen. Das Wichtigste ist, dass das Kind Zeit mit Dir verbringt und zwar regelmässig und so viel wie möglich. Ob man das dann Wechselmodell nennt oder nicht, ist egal.

Versucht ein Team zu sein und alle Angelegenheiten, welche das Kind betreffen, zusammen anzugehen. Jeder sollte den anderen unterstützen. Trennt rigorose die Eltern-und die Paarebene. Das erfordert viel Feingefühl, von beiden. Frage nach dem Kind, frage auch wie es der Kindesmutter geht.

Wie schon geschrieben, es liest sich gut. Die Kindesmutter unterstützt den Kontakt zu Dir, sie bringt das Kind und stillt es auch bei Dir. Es existiert  noch ein Grundvertrauen zwischen Euch.

VG,
Tsubame.



Gespeichert
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« Antwort #10 am: 11. Januar 2018, 20:40:57 »

Danke für eure Hilfe. Ja wir verstehen uns noch. Ich hoffe sehr, dass es auch so bleibt.

Sie möchte schon einen guten Kontakt zw. mir und unserer Tochter, aber Sie will auf keinen Fall das unser Kind wöchentlich wechselt. Dem wird sie niemals zustimmen. Sie findet, dass Kind braucht stabilität, Alltag, konstante Verhältnisse usw. Wir hatten darüber schon zu beginn der Trennung gesprochen. Nachmittags spontan sehen, zum Beispiel nach der Schule, wäre ok aber eine ganze Woche bei mir....niemals. (Also neben dem regulärem Umgang)

Jetzt frage ich mich, ob das WM tatsächlich gegen den Willen der Mutter eingeklagt werden kann? Sie wird Übernachtungen nur in der Ferien und am WE zustimmen. Da bin ich mir sicher. Jetzt hat sie sich noch eine Whg angeschaut die 30 km weit weg ist. Ich kann da wo ich wohne leider nicht wegziehen. Wäre ein WM über diese Distanz überhaupt noch möglich?

Klar, will sie das Beste für unser Kind, aber was ist mit mir? Das Kind braucht doch auch Alltag mit dem Vater...:-(

Grüße und Danke
Gespeichert
Tsubame
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 348


« Antwort #11 am: 11. Januar 2018, 22:20:05 »

Hallo,

Mach Dir doch im Augenblick nicht so viele Gedanken. Was in zwei, drei, sechs oder zehn Jahren sein wird, wer weiss es.
Der nächste Schritt für das Kind und für Dich, sind Papazeiten ohne die KM.
Dann wird es um die ersten Übernachtungen beim Papa gehen. Wichtig ist, dass Du das Kind auch pflegst, d.h. es wickelst, es wäscht, es in den Schlaf wiegst, eventuell, wenn die Zeit kommt, zufütterst  etc. All die Gesten von denen man früher fälschlicherweise annahm, dass sie nur von der Mutter gemacht werden können, sollen ...

In einem Beschluss vom Februar 2017 hat das BVG entschieden, dass es kein "Leitmodell" für den sogenannten Umgang gibt. Die "Standard-Regelung" wie sie bei strittigen Eltern oft beschlossen wird (jedes zweite Wochenende und vielleicht eine Übernachtung unter der Woche) wird nur deshalb ausgeurteilt, so das BVG, weil viele Eltern es so wollen, zeitlich ein Elternteil nichts anderes leisten kann etc. ... Das heisst, das höchste Gericht distanziert sich deutlich von dieser Regelung als einzig mögliche Lösung bei Trennungen und Scheidungen, welche es jahrzehntelang Kindern und Vätern von den Richtern aufgedrückt wurde. D.h. auch, dass diese Regelung aus praktischen Gründen und weil es die einfachste Lösung war, von den Gerichten beschlossen wurde und nicht, weil sie dem Kindeswohl dient.

Laut diesem Urteil kann ein  Wechselmodell genauso beschlossen werden wie der "Mindestumgang". Das Wechselmodell, wenn es nicht im Einvernehmen installiert wird, wird meiner Meinung aber (leider) zur Zeit nur dann ausgeurteilt werden, wenn eine gute Bindung zwischen Vater und Kind besteht. Darauf solltest Du hinarbeiten.

Wenn Ihr Euch noch versteht, sollte Deine Ex auch kapieren, dass je weiter sie wegzieht, desto umständlicher die Organisation eines natürlichen "Umgangs" zwischen Kind und Vater sein wird.

Zum Geschwafel von Alltag, Stabilität, konstante Verhältnisse : ein Kind braucht emotionale und psychische Stabilität. Warum sollte letztere weniger wichtig sein als die geographische Stabilität ?

VG,
Tsubame

Gespeichert
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« Antwort #12 am: 12. Januar 2018, 20:33:31 »

Hallo Tsubame,
ich weiß du hast recht ... ich mach mich tatsächlich verrückt. Ich will jetzt keinen Fehler machen. Aktuell fragt sie mich noch was ich von den Wohnungen und Wohnorten halte. Ich versuche einfach alles strategisch richtig zu machen.
Im Endeffekt lässt sie sich eh nichts von mir sagen. Ich bin so deprimiert, da mir mein Anwalt nicht besonders große Chancen auf ein 50:50 WM eingeräumt hat.... jetzt habe ich natürlich durch das recherchieren in Google einige Gerichtsentscheidungen gefunden bei denen das WM gegen den Willen der KM eingeklagt wurden. Aber mein Anwalt meinte, dass das immernoch Einzelfälle wären. Vorallem weil die Maus noch so klein ist und wir uns so früh getrennt haben.

Gibt es hier im Forum Erfolgsgeschichten bzgl. dem WM? Positive Berichte würden mir echt mal gut tun.

Grüße
Gespeichert
Tsubame
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 348


« Antwort #13 am: 13. Januar 2018, 19:11:48 »

Natürlich gibt es Erfolgsgeschichten von Co-Elternschaft hier im Forum. Liest Dich einmal durch die Themenstränge Umgangsrecht und -pflicht.
Gespeichert
Chrisvalli
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6


« Antwort #14 am: 14. Januar 2018, 23:18:11 »

Hallo Tsubane,
danke, habe mir einige Geschichten durchgelesen und war danach etwas beruhigter.
Allerdings kam gestern wieder der Hammer. Meine Ex will nun die Wohnung beziehen die 30 km weit entfernt von mir liegt. Ich könnte heulen.....wie als würde sie meine Gedanken bzgl. Des WM lesen.....warum sie dahinziehen will versteh ich nicht. Sie meinte, die Whg wäre ein bisschen günstiger. Habe ihr vorgeschlagen die Differenz zu bezahlen aber das wollte sie nicht. Natürlich nicht, denn es geht ihr nicht um die 40 Euro, sondern darum, möglichst weit weg von mir zu kommen um mir den Umgang und das WM zu erschweren. Ich weiß, dass sind nur Unterstellungen aber das ist absolut mein Eindruck.
Sollte ich mich dagegen wehren?
Angedacht war ja die Wohnung in der Nähe, also 15 km Entfernung, das wäre für mich ja auch ok gewesen. Aber 30 km ist schon sehr weit. Besonders weil ich nicht umziehen kann.

Wie sind die Chancen für ein WM bei 30 km? Spielen die km überhaupt eine so große Rolle bei einer Entscheidung des Familiengerichts?

Ich möchte nicht, dass sie nun die Fakten schafft und mir in einem Jahr der Richter sagt „tja 30 km Entfernung zwischen ihnen und der KM ist zu weit für ein WM. Wie stellen sie sich das denn vor? Das ist dem Kind nicht zuzumuten.“ (Für die Strecke gibt es auch keinen direkten Bus)
Ich habe vor einem Jahr für uns ein Haus gekauft. Ich kann da nicht einfach wegziehen...
Gespeichert
TotoHH
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.160


« Antwort #15 am: 15. Januar 2018, 00:17:06 »

Sollte ich mich dagegen wehren?

Ich kann nicht erkennen, wie Du Dich dagegen wehren kannst.

30km werden vermutlich für ein WM dann ein Problem, wenn das kind eingeschult wird. Also in 6,5 Jahren...

Mach Dir darüber also keinen Kopf. Versuche jetzt erstmal - wie schon vorgeschlagen - Deine Zeiten mit Kind sukzessive auszubauen.

toto
Gespeichert
Tsubame
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 348


« Antwort #16 am: 15. Januar 2018, 12:02:22 »

Hallo,

Du kannst Dich nicht dagegen wehren. Das ist leider so. Du kannst nur versuchen zu überzeugen. Und Dich dabei nicht als Bittsteller oder heulendes Elend darstellen. Einen Säugling alleine zu versorgen ist anstrengend. Die Verantwortung für das Kind alleine zu tragen ist schwer.Das wird auch die Kindesmutter langsam merken.

Du solltest die KM dazu bringen gemeinsam zu planen, was das Kind anbelangt. Sprich von gegenseitiger Unterstützung etc. Jeder trägt Verantwortung für das Kind. Sie ist nicht alleine. Erkundige Dich über die Immunisierungen und die anstehenden Impfungen, Arztbesuche für das Kind (mach Dich im Internet darüber schlau, wenn Du Dich nicht auskennst). Das sind jedesmal Einschnitte im Leben des Kindes.  Wann findet die nächste Impfung statt ? Nicht fragen : "Darf ich da mitgehen ?" Sondern : Natürlich gehen wir da gemeinsam hin. Frage nach, wie vertrug das Kind die Impfung etc.

Die Kindesmutter muss zum Frauenarzt. Vielleicht kann/will sie das Kind nicht mitnehmen. Biete Dich an. Frage freundlich auch nach : Ist alles in Ordnung ? Als ehemaliger Partner und da Ihr Euch versteht, kannst Du das ruhig tun. Natürlich nicht so, dass es wie Einmischen in die jetzt Privatangelegenheiten der Kindesmutter empfunden wird.

Sprich nicht über die Organisation eines Wechselmodells.

Frage die KM, wie sie sich die Organisation der Papazeiten nach dem Umzug vorstellt. Jetzt bringt sie das Kind ohne Probleme mehrmals die Woche vorbei. Was wird dann ?

Frage die Kindesmutter, was wird wenn sie spontan Hilfe braucht ? Je schneller Ihr geographisch gegenseitig zu erreichen seid, desto besser kannst Du für sie einmal einkaufen gehen etc., wenn sie krank ist etc.

Frage die Kindesmutter, wie das sein wird, wenn sie wieder arbeitet. Kitaöffnungszeiten etc.

Vielleicht hat die Kindesmutter einmal Lust, einen Abend Sport zu treiben. Biete Ihr an, dass Du dann auf das Kind aufpasst. Das wird schwieriger, wenn ihr weiter auseinander lebt.

VG,
Tsubame.
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Umgangrecht/-pflicht (Moderator: Lausebackesmama)  |  Thema: Wechselmodell / Umzug der KM mit Baby
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2018 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team