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vatersein.de - Forum 24. November 2017, 06:38:59 *
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Autor Thema: Vatersein für eine lange Zeit...  (Gelesen 687 mal)
chasing dreams
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1


« am: 28. August 2017, 18:39:47 »

Ein sonniges Hallo an alle Mitglieder,

ich habe mich ein bisschen in den hiesigen Foren/Themen umgeschaut und ja, ich bin nicht der "Einzige" bezüglich meiner Erlebnisse und das war absehbar.

Nachfolgend ein kurzer Rückblick auf meine Zeit als Vater und ich bemühe mich um eine objektive Darstellung.
Unser Kind ist 10 Jahre alt und ich habe lange, lange gekämpft, um ein bisschen so etwas wie ein Vater zu sein. Ich habe diesen Kampf resp. "Krampf"
nun nicht mehr,denn ich habe mich vor bereits vor ein paar Monaten zurückgezogen. Dieser Rückzug kam weder für die KM nicht ausd heiterem Himmel und ich bin mir bewußt darüber, dass die Entfremdung in vollem Gange ist und von der KM gefördert wird.
Maßgeblich war fürmeinen Rückzug die Tatsache, dass die psychischen Veränderungen dieses wunderbaren Kindes, durch fast ein Jahrzehnt "zwischen den Stühlen sitzen" nicht mehr zu übersehen waren. Ich war ein unehelicher Vater und habe mich ein Jahr nach Geburt des Kindes von der Mutter getrennt.
Diese Trennung war bis zu diesem Zeitpunkt die schwerste Entscheidung für mich überhaupt, aber sie war definitiv nicht abwendbar und bei Interesse mehr Infos dazu gerne in persönlichen Nachrichten.
Nach der Trennung wollte die KM den Kontakt zum Kind verhindern und es folgten die üblichen, notwendigen Aktivitäten. Anwälte konsultieren, Vorsprachen beim
"Avaki"(Anti Vaterkind-Verein), oder auch Jugendamt genannt,  Gerichtsverhandlungen zum Umgang einschl. der Klage auf das geteilte Sorgerecht etc..
Das Umgangsrecht wurde trotz der üblichen Beschuldigungen (Gewalttäter, Alkoholiker etc) erzielt und gelebt, soweit die KM die Wochenenden nicht be- oder verhinderte. Das geteilte Sorgerecht wurde nicht erreicht. Die Begründung des Gericht war hahnebüchen und ich schreibe sie Euch bei Interesse gern in einer PN.

Warum habe ich mich heute nun hier angemeldet? Tja, es tut gut, meine Erlebnisse hier mitzuteilen. Den übrig gebliebenen Freundeskreis möchte ich nicht weiter belasten und ich habe eine Initiative begonnen, von der ich Euch berichten möchte, die vielen vermutlich nicht gefallen wird und über die ich mich auch mit Euch austauschen möchte. Ebenso möchte ich denen in gleicher Situation ein bisschen Mut machen, oder auch die IST-Situation in Deutschland deutlichst aufzeigen.
Nach all diesen Jahren schätze ich jede Minute, die ich mit diesem wunderbaren Kind genießen konnte und in denen ich ein Gefühl von Vatersein verspüren und auch an dieses wunderbare Kind weitergeben konnte. Es hat im Rahmen seiner Möglichkeiten ebenfalls lange um mich gekämpft und ich bin furchtbar stolz. Leider hatte es aber nie eine Chance. Ja, auch ich habe Fehler gemacht, aber der Vater hat in diesem Land ebenfalls kaum ein Chance, wenn die Mutter nicht will und geschickt vorgeht. Mehr braucht es dazu nicht und hierzu sollten wir uns alle /vornehmlich Männer) nichts vormachen.
Ich trage diese Jahre bis zu meinem Ende in meiner Psyche, dieses wunderbare Kind ebenfalls. Was wäre gewesen, wenn ich mich nie diesem Kind angenommen hätte? Unabhängig von dert Uhapfli? Wie seht Ihr das objektiv? Ich wage zu vermuten, dass es VOR ALLEM für das Kind "besser" gewesern wäre.
Ich glaube, dass ein  "ich werde Vater, wenn das Kind alt genug ist" besser gewesen wäre, VOR ALLEM für das Kind!

 Nun zu meiner Initiative:

Wir sollten jungen Menschen deutlich aufzeigen, was in Deutschland passiert, wenn Vater und Mutter sich trennen und um das Kind streiten!"

Ich habe in den letzten Jahren so oft vornehmlich mit jüngeren (ca. 14/15-17/18-jährigen Männern darüber gesprochen. Ich war erschrocken, zu erfahren, was diese Jungs alles nicht wußten! Hier ist dringendst Aufklärung notwendig.
Motoviert zu dieser Initiative wurde ich von einer mir bekannten Lehrerin, die an der Grundschule unterrichtet und deren Lehrplan ein solches Thema nicht vorsieht.

Kennt Ihr "Tears in Heaven" von Eric Clapton? Ein wunderbarer Song, wie ich finde und möchte ihn gerne auf "Tears in Life" umschreiben.

Nun hoffe ich, dass ich mit meinen Gedanken hier nicht alleine bleibe und freue mich auf einen Austausch mit Euch.
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.052


« Antwort #1 am: 28. August 2017, 19:13:11 »

Hallo,

ich halte Deine Initiative für sehr sinnvoll. Du solltest aber nicht nur Jungs sondern auch Mädchen einbeziehen. Zum einen weil auch Mädchen unter den Folgen einer Scheidung leiden und auch ihnen nicht klar, was hier eigentlich abläuft und zum anderen, weil niemandem damit gedient ist, wenn die Rollen von Mutter und Vater einfach nur vertauscht werden.

Trotzdem wird sich nicht wirklich etwas verändern, wenn Elternschaft nicht als Wert in der Gesellschaft gesehen wird und die rechtlichen Rahmenbedingungen Elternschaft auch im Falle der Trennung gemeinsam leben zu können verbessert werden.
Der Kampf ums Kind hat in der Regel verschiedene Komponenten. Die eigene Verletztheit, insbesondere dann wenn man verlassen wurde, die eigenen Abgrenzung vom ehemaligen Partner, dem man jetzt nur noch alles Schlechte zutraut und der doch bitte aus dem Leben der Restfamilie verschwinden soll, insbesondere dann wenn es einen neuen Partner gibt mit dem man eine Familie bilden will. Im Extremfall wird dann alles unternommen dem/der Ex zu schaden.
Auch hier sind Väter nicht die besseren Menschen, sie haben bisher nur geringere Machtmöglichkeiten, da der, der das Kind hat, die Macht hat.

Hier geht es auch darum, dass sich junge Menschen Gedanken machen, wie würden und sollten sie sich zukünftig verhalten?
Warum sind Eltern für ein Kind wichtig? Wie lebt es sich als Kind nach einer Scheidung/Trennung? Sollen unsere Kinder das genauso durchleben wie wir? Was hätten wir uns gewünscht?
Aus meiner Sicht sind solche Diskussionen wichtig und es wird sich auch zeigen, dass es da sehr unterschiedliche Erfahrungen seitens der Kinder/Jugendlichen gibt und es hängt natürlich auch vom Einzelfall ab.

Was besser für das Kind gewesen wäre ist schwer zu sagen. Am Ende bleibt doch zumindest die Festellung, dass Du Dich um Dein Kind gekümmert und bemüht hast. Sicherlich hat der Kampf beim Kind Spuren hinterlassen, aber mit Sicherheit auch die Erkenntnis, dass sich sein Vater um es gekümmert hat und eben nicht der Bösewicht ist dem das Kind egal ist. Darin sehe ich schon einen Wert, vorallem auch dann, wenn das Kind selbst einmal Kinder haben wird.

VG Susi

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SpecialD
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 496


« Antwort #2 am: 29. August 2017, 10:43:12 »

Hallo,

es ist ein gewaltiger Akt zwischen seinem Kind helfen zu wollen, das Kind zu schützen, es loszulassen... ich kenne dies nur zu gut.

Ich finde deinen Gedanken sehr gut... erst kürzlich habe ich einen jungen Mann, der per Anhalter unterwegs war, darauf angesprochen.
Er hatte schon eine Ahnung wie es in der Gesellschaft aussieht, er war allerdings um die 20 und nicht wie deine Zielgruppe 14/15-17/18.
Vielleicht etwas zu jung? Ich weiß es nicht...

Gerne beteilige ich mich an deiner Idee, wenn du dir dazu ausgiebig Gedanken gemacht hast.
Leider habe ich schon viele Aktionen erlebt, die entweder nie zustande kamen oder einfach im Sande verlaufen sind.

Wenn du ein konkretes Konzept hast, schreib mir doch eine PN oder lass es uns hier erfahren.

LG D
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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
Ingo30
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Beiträge: 3.357


« Antwort #3 am: 29. August 2017, 19:23:30 »

Moin Chasing,

wenn man hier ein paar Jahre dabei ist, hat man doch schon einige "Intitiativen" kommen und gehen gesehen. Deshalb kann ich das SpecialD in dem Punkt nur zustimmen.

Es bringt nichts, in einem Forum viel Wind zu machen, "Kinderschuhe" zu sammeln und diese an den Bundestag zu schicken (als ein Beispiel) und die ganzen Aktionen verlaufen sich nach ein paar Wochen wieder. Das ist - aus meiner Sicht - einfach verschwendete Zeit. Aber das ist nur meine Meinung dazu. Wenn Du Ideen hast, setz sie um. Aber mach Dir auch ein paar Gedanken um die Nachhaltigkeit. Gruß Ingo
Gespeichert
oldie
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Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« Antwort #4 am: 30. August 2017, 14:54:32 »

Moin chasing dreams
Herzlich Willkommen

Ich habe mal eine gleiche Entscheidung getroffen, Anfang der 90'er, in vermutlich ähnlich verzweifelter Lage.
Inzwischen hat sich allerdings auch der Sinn im Begriff "Familie" verändert, mehrere Generationen leben nur noch seltenst in einem Haus. Der Wert ansich hat sich geändert, die Vorstellung, was Familie überhaupt ist. Vielleicht möchtest Du Dich auch nur auf die Beziehung Eltern-Kind beziehen.
Allerdings halte ich das - wenn denn schon mit Durchdringung von Schulen etc. angedacht - für zu kurz, auf lange Sicht sogar kontraproduktiv. Werte befinden sich nicht (nur) in der Eltern-Kind-Beziehung, sie bedürfen die gesamte Familie, ebenso Freunde, Nachbarn und vor allem Fremde. Es heißt mal nicht umsonst, dass für die Erziehung eines Kindes ein ganzes Dorf erforderlich ist. Möchtest Du Werte vermitteln, ist unbedingt der Blick über die Eltern eines Kindes hinaus erforderlich.

LG oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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