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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 14:03:19 *
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Autor Thema: Gibt es auch Happy Ends bei Umgangsverweigerung (Teenager)?  (Gelesen 944 mal)
Tacitus
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« am: 25. August 2017, 11:02:56 »

Hallo!
Ich bin neu hier und mich beschäftigt schon seit längerem eine Frage: Wenn Kinder (Teenager) nach der Trennung/Scheidung völlig den Kontakt abgebrochen haben zum verlassenden Elternteil: kennt ihr Geschichten bzw. habt ihr Erfahrung, dass sich dies wieder eingependelt hat bzw. wann?

Der Hintergrund ist jener, dass ich seit über einem Jahr mit ansehe, wie der Papa von drei Kindern, der diese über alles liebt, von den beiden älteren Mädchen (15 und 16) völlig ignoriert wird. Er hat sich von seiner Frau getrennt, die natürlich verständlicherweise völlig verletzt und wütend war und noch ist. Sie selbst verweigert jegliches Gespräch und hat ihm bereits bei der Scheidung erklärt, er soll seine "Stammfamilie" (inkl. Kinder) in Ruhe lassen. Er hatte letztes Jahr noch eine Weile Kontakt zu seinen Töchtern, die aber regelmäßig der Mutter zum Ausweinen dienten und auch über sämtliche Korrespondenzen bzw. Handlungen von der Mutter (und deren Sichtweise) informiert wurden. Er hat ihnen auch einen Brief geschrieben um ihnen die Trennung zu erklären, weil er dazu keine Gelegenheit mehr hatte, da sie ihn trotz dem gemeinsamen Haus nicht mehr hineingelassen hat - er hat sich die Schlüsselabnahme gefallen lassen (der Brief war vorsichtig formuliert, ohne ein böses Wort über die Mama); diesen haben sie ihrer Mama gezeigt, die ihn dann als "Lügner" hinstellte. Letztes Jahr kam es zu wochenlangen Kontaktunterbrechnungen und spärlichen Wiederaufnahmen, erstere nachdem wieder ein Wutanfall der Mutter (ich schreibe jetzt keine Details) stattgefunden hat. Er selbst hat seiner Frau bei der Scheidung alles überlassen, schreibt seinen Töchtern regelmäßig, schickt ihnen kleine und größere Geschenke, ist wirklich liebevoll zu ihnen. Heuer war ein paar Wochen lang Kontakt, der dann aber wieder abrupt abgebrochen ist (seit 6 Monaten). Angeblich hätte er sich zu wenig bemüht um seine Töchter. Er hat regelmäßig angefragt, ob sie sich treffen können, es wurde aber immer entweder abgelehnt aus Termingründen, wg. Krankheit, usw. Einmal vor über 6 Monaten wollten die Töchter sich an einem Schulfeiertag kurzfristig treffen, da hatte er vormittags einen beruflichen Termin und hat den frühen Nachmittag bis am nächsten Tag vorgeschlagen. Das wurde zuerst angenommen, zwar ohne Übernachtung, dann aber wieder abgesagt, seitdem ist Funkstille.
Zur 10-jährigen Tochter hat er regelmäßig Kontakt und war auch auf Urlaub mit ihr. Diese genießt die Zeit mit dem Papa (bei den Großeltern schwärmt sie angeblich davon), darf aber daheim nicht darüber sprechen - weder die Mutter noch ihre Schwestern wollen davon etwas hören, dh. die Jüngste lebt völlig in 2 Welten.
An die älteren Töchter kommt er gar nicht mehr heran, und das macht ihn sehr traurig. Dennoch schreibt er ihnen regelmäßig, alltägliches und persönliches. Seine Ex-Frau hat ihm mitgeteilt, dass sie ihn sicher nicht dabei unterstützen wird dass der Kontakt wieder wird, und dass er die Kinder in Ruhe lassen soll, schließlich "habe er die Familie verlassen". Ich bin selbst Mama und es bricht mir das Herz, dies mit anzusehen. Ich mische mich nicht ein, bin nur Zuhörerin und habe viel im Internet gegoogelt, nur finde ich nicht allzu viel Ermutigendes zu diesem Thema. Ich habe mich vor 3 Jahren von meinem Partner getrennt (nach langjähriger "nicht-Beziehung") und lasse den Kindern viel Umgang mit dem Vater, weil ich der Ansicht bin, Kinder brauchen beide Elternteile. Väter ohne Umgang sind genauso arm wie Kinder, die hin-und-her gerissen werden durch Loyalitätskonflikte, bzw. instrumentalisiert bzw. in Scheidungsthemen involviert werden. Mein Ex hat anfangs auch versucht, die Kinder zu beeinflussen, aber als er gesehen hat, was er anrichtet (meine kleine Tochter hat sich bei einer neutralen Person ausgeweint) hat sich das gebessert, Gott sei Dank! 
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PausBanderI
Rege dabei
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Beiträge: 136


« Antwort #1 am: 25. August 2017, 13:19:48 »

Ich kann nur aus der eigenen Familie sprechen: Wenn ein Elternteil sein Kind ständig manipuliert, wird sich das irgendwann rächen. Früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem die Kinder entweder die Schn... voll haben davon, ständig als Frustmülleimer herzuhalten, oder sie sehen selbst, daß der andere Elternteil so schlecht nicht ist. Da bleibt nur Geduld.

In dem Alter drehen sie eh alle durch, von daher muss man hier wohl wirklich abwarten.

Wichtig ist: Immer cool und nett bleiben. Kein Frust, kein Gestänker, aber auch kein Einschleimen. Wenn die Mädels merken, daß beim Papa eigentlich nur positives ist und er nicht seinen ganzen Ballast an ihnen ablädt (auch kein "Boohoo ich bin so traurig wieso meldet ihr euch nicht") werden sie das früher oder später auch sehen.
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Susi64
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Beiträge: 3.045


« Antwort #2 am: 25. August 2017, 13:32:10 »

Hallo,

wie lange liegt denn die Trennung zurück? Es doch erst einmal postiv, dass es zumindest Kontakt zur 10jährigen gibt.

Die großen Töchter solidarisieren sich offensichtlich eher mit der Mutter und sind vermutlich auch der Meinung, dass sie die Mutter nun auch nicht noch alleine lassen können. Außerdem ist des für Teenager nicht so toll mit den Eltern rumzuhängen. Die großen Töchter zu bedrängen ist keine gute Idee. Unter Umständen normalisiert sich ja das Verhältnis wieder, wenn etwas Zeit vergangen ist. In absehbarer Zeit werden die großen Töchter sowieso ihre eigenen Wege gehen.

VG Susi
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82Marco
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Beiträge: 3.755



« Antwort #3 am: 25. August 2017, 13:33:00 »

Servus Tacitus und willkommen!
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Dein Partner auf dem richtigen Weg ist. Ich habe allerdings auch erst lernen müssen, KEINE Erwartungen an meine Kontaktversuche zu knüpfen (dann ist die Enttäuschung nicht so groß).
"Meine" Jungs haben erst nach Volljährigkeit den Weg zurückgefunden, erst mal handaufhaltend (wegen Unterhalt), später merkend, dass der olle Papa doch ned so blöd ist, wie KM es immer schilderte...

Daher ist viel Spucke und Geduld gefragt, auf der anderen Seite einfach das Leben genießen, wie es ist...

Grüßung
Marco
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Tacitus
Frischling

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Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 25. August 2017, 14:02:45 »

Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Klingt ja ein bisschen ermutigend! Die Trennung von der Frau liegt knapp 2 Jahre zurück, die Scheidung ca. 1 Jahr. Sie ist furchtbar wütend, noch immer. Als ich die jüngste Tochter kennenlernte, hat sich die Exfrau sehr aufgeregt, sodass diese, wenn sie vom Papa-Woe heimkommt, regelmäßig verheimlicht, wenn sie bei mir waren. Sie kommt nämlich sehr gerne zu mir und versteht sich gut mit meinen Kindern (wir wohnen nicht gemeinsam). Ja, es ist schön, dass zumindest ein Kind guten Kontakt zum Papa hat. Ich hoffe, dass die beiden anderen nachziehen, dz. sieht es aber schlecht aus. Ich kenne die beiden anderen Töchter übrigens nicht und eine Vorstellungsrunde war in den kurzen Zeiten, wo Kontakt war, auch niemals geplant - dazu müsste das Vater-Töchter-Verhältnis erst wieder stabil sein.
« Letzte Änderung: 25. August 2017, 14:04:30 von Tacitus » Gespeichert
Esse
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« Antwort #5 am: 29. August 2017, 18:53:50 »

Dieses Jugendliche zu Erwachsenen machen wird sich früher oder später rächen. Das geht nicht gut und die KM mag sich dadurch für den Moment als "moralische Siegerin " fühlen.  Das bessere Elternteil ist sie aufgrund des Verhaltens garantiert nicht. Geduld und Kontinuität sibd gefragt. Lebt euer Leben mit deinen Kindern und, wenn sie da ist, mit der jüngsten Tochter.  Die Zeit wird es schon richten.
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Susi64
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« Antwort #6 am: 29. August 2017, 19:08:17 »

Hallo,

so schwarz würde ich nicht sehen. Teenager sind nicht so eiinfach zu manipulieren und Väter sind per se auch nicht unbedingt Engel. Was wirklich ist wissen wir nicht.

VG Susi
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Ingo30
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Beiträge: 3.357


« Antwort #7 am: 29. August 2017, 19:09:55 »

Moin Tacitus,

bitte nicht böse verstehen: Aber als jemand der selber auch schon verlassen wurde in der Ehe: Wie kam es denn genau, dass ihr zusammengekommen seid? Leider ist es aus der Erfahrung ja oft meist so, dass (wenn ein Partner noch gebunden ist) sich gerne erstmal eine Affaire entwickelt und dann die große Liebe entbrennt. Dazu gehören immer zwei. Aber beim Betroffenen (egal wie schön oder schlecht die Ehe war, hier erzählen die Affairenmänner / Affairenfrauen ja auch immer das Blaue vom Himmel wie böse die / der Ex doch war) lösen diese Handlungen oftmals schwere Kränkungen / Verletzungen aus. Da kann ich die KM und die älteren Kinder schon verstehen. Wenn man dann noch - am besten über Nacht - bei der "Neuen" einzieht kann das schon massive Verletzungen auf der anderen Seite mitbringen. Ohne Eure Geschichte genau zu kennen, aber für den Betroffenen bist Du halt erstmal die "Böse". Auch für Dich war die Zeit sicher nicht leicht, aber Du hast halt in dem Moment das gewonnen, was der (oftmals völlig überrumpelte) Ex-Partner nicht mehr hat. Ich selber habe da auch lange Zeit gebraucht um da meinen Frieden mit zu finden.  

Sinnvoller hätte es sein können, dass Dein Partner sich einfach getrennt hätte - weil es in der Beziehung nicht mehr gestimmt hat. Sich zu trennen um "warm zu wechseln" halte ich persönlich immer für die schlechteste Variante - weil es meist massiven Hass und Emotionen frei setzt.

Es ist gut das Dein Partner dran bleibt. Aber die Heranwachsenden sind so reif, sich schon ein eigenes Bild zu machen. Und da muss Dein Partner auch zu seinen Entscheidungen aus der Vergangenheit stehen. Das kann im krassesten Fall der Kontaktabbruch sein. Dafür hat er sich / ihr Euch entschieden.
Wie gesagt nicht böse gemeint alles und ihr werdet sicherlich 1000 gute Gründe für Eure Beziehung haben. Es soll Dir nur helfen, die Sicht der Betroffenen besser zu verstehen. Das ist ein Prozess, der sich noch über Jahre hinziehen kann. Dein Partner wird einen langen Atem brauchen. Gruß Ingo
Gespeichert
Tacitus
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #8 am: 30. August 2017, 08:57:54 »

Moin Tacitus,

bitte nicht böse verstehen: Aber als jemand der selber auch schon verlassen wurde in der Ehe: Wie kam es denn genau, dass ihr zusammengekommen seid? Leider ist es aus der Erfahrung ja oft meist so, dass (wenn ein Partner noch gebunden ist) sich gerne erstmal eine Affaire entwickelt und dann die große Liebe entbrennt. Dazu gehören immer zwei. Aber beim Betroffenen (egal wie schön oder schlecht die Ehe war, hier erzählen die Affairenmänner / Affairenfrauen ja auch immer das Blaue vom Himmel wie böse die / der Ex doch war) lösen diese Handlungen oftmals schwere Kränkungen / Verletzungen aus. Da kann ich die KM und die älteren Kinder schon verstehen. Wenn man dann noch - am besten über Nacht - bei der "Neuen" einzieht kann das schon massive Verletzungen auf der anderen Seite mitbringen. Ohne Eure Geschichte genau zu kennen, aber für den Betroffenen bist Du halt erstmal die "Böse". Auch für Dich war die Zeit sicher nicht leicht, aber Du hast halt in dem Moment das gewonnen, was der (oftmals völlig überrumpelte) Ex-Partner nicht mehr hat. Ich selber habe da auch lange Zeit gebraucht um da meinen Frieden mit zu finden.  


Hallo Ingo, du hast sicher recht und die verlassene Ehefrau ist sicherlich zu recht wütend. Mein Partner spricht gar nichts schlechtes über seine Ex, auch nichts schlechtes über die Ehe, es gibt gar keine Horrorgeschichten, nichts - wir sind erst eine Weile nach seiner Trennung ein Paar geworden. Wir leben nicht zusammen, er ist von daheim weg in ein eigenes kleines Haus gezogen. Zusammenziehen ist derzeit auch kein Thema - meine Kinder mögen ihn, und das wird irgendwann mal sein, aber diese Dinge brauchen Zeit.
Meine Frage bezog sich auf die Kinder und ob es in solchen Situationen auch "Happy Endings" gibt. Natürlich kann man als Verlassener nicht aus seiner Haut heraus und lässt dies vielleicht vor den Kindern raus, nur damit kann man halt auch viel anrichten. Ich weiss, dass er das selbst regeln muss, es geht mich nichts an (bin auch sicherlich ein rotes Tuch für die Exfrau, wahrscheinlich auch für die beiden größeren Kinder), aber ich habe halt selbst Kinder und denke mir, es muss furchtbar sein, wenn - wenn auch selbst "verschuldet" - so gar kein Kontakt ist.
Danke für die ermutigenden Antworten!
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