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vatersein.de - Forum 20. November 2017, 08:38:56 *
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Autor Thema: Ich weiß mir keinen Rat mehr.  (Gelesen 1167 mal)
Findet Nemo
Frischling

Beiträge: 2


« am: 04. August 2017, 15:59:29 »

Guten Tag in die Runde,

auch ich möchte mich dafür bedanken, dass es hier so viele "Leidgenossen" gibt, die ähnliche Trennungserfahrungen erleben und erlebt haben, wie ich sie erlebe. Es ist gut, wenn man hier sein Herz ausschütten kann und weiß, dass man nicht alleine ist und sich den einen oder anderen wertvollen Tipp abholen kann.

Vorweg gesagt könnte man meinen, dass sich meine Geschichte im Vergleich zu den anderen vielleicht harmlos anhört. Aber dem ist nicht so. Meine Situation (warum würde ich auch sonst schreiben), ist für mich einfach nur noch traurig.

Ich bin ein 48 jähriger Familien Papa. Meine Frau hat sich 2014 von mir getrennt. Wie sich im Nachhinein herausstellte, für einen anderen. Dies erfuhr ich aber erst nachdem wir sechs Monate auseinander waren (Vielen Dank, wenigstens die Wahrheit hätte sie mir sagen können. ich bin immer davon ausgegangen, dass sie eine Art Lebenskrise- oder eine Selbstfindungsphase hat).

Vorher waren wir 17 Jahre zusammen, geheiratet haben wir dann 2012. Unsere Kinder sind heute 10 (Sohn) und 13 (Tochter) Jahre alt. 

Wir haben beide das gemeinsame Sorgerecht. Wir arbeiten beide Vollzeit.

Nach der Trennung im Sommer 2014 bin ich aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen. Meine Frau blieb mit den Kindern im Haus. Wir dachten, so ist es am besten für die Kinder.
Wir trennten uns friedlich, klar, ein paar Streitigkeiten blieben nicht aus. Aber wir respektierten einander, auch zum Wohle der Kinder.
Im Januar 2015 zog sie dann mit den Kinder in die nächstgelegene Stadt, ca. 20km von unserem Wohnhaus entfernt. Ich bin dann alleine wieder ins eheliche Haus eingezogen. Dort betreute ich die Kinder jedes 2. Wochenende. Im Sommer 2014 lernte ich meine jetzige Freundin kennen. Sie hat ebenfalls einen Jungen, der heute 10 Jahre alt ist und eine Tochter von 11 Jahren. Meine Freundin ist mittlerweile geschieden. Ich habe 2016 die Scheidung eingereicht.

Wir haben uns mit unseren Beziehung sehr viel Zeit gelassen. Erst im Sommer 2015 sind wir eine Beziehung eingegangen. Vorher haben wir sehr viel mit den Kindern zusammen unternommen, damit wir uns kennenlernen. Wir wollten bloß nichts überstürzen. Gerade im Hinblick auf unsere Kinder.

Sie hat noch in ihrem Haus gewohnt und erst im Oktober 2016 ist sie mit den Kindern zu mir gezogen. Die Kinder untereinander haben sich immer sehr gut verstanden. Ich verstehe mich mit ihren, sie sich mit meinen Kindern. Wir sind bereits 3x zusammen als Patchworkies in den Urlaub gefahren. Wenn ich arbeiten muss, passt sie auf meine Kinder auf und umgekehrt. Von der Betreuung der Kinder habe ich mich mit meiner Ex so geeinigt, dass ich meinen Sohn im Wechselmodell (von Freitag bis Freitag bei mir, danach die Woche bei der Mama) habe. Meine Tochter ist dann das We, an dem auch mein Sohn bei mir ist, bei uns. Meine Freundin hat ihre beiden Kinder 12 Tage am Stück, und danach für 2 Tage beim Vater. Wir organisieren das so, dass ihre und meine Kinder die Wochenenden zusammen mit uns verbringen.

Bis hier hin liest es sich noch ganz gut. Ihr werdet euch fragen, was will der eigentlich? Zumal meine Freundin mit ihrem Ex und ich mit meiner Ex die finanziellen Themen weitestgehend klären konnten.
2017 dann die Wende. Meine Tochter wurde mir gegenüber zunehmend respektloser. Man muss dazu sagen, dass sie schon immer mehr "Mamakind" war. Aber wir hatten immer ein sehr inniges Verhältnis. Ich habe sie gewickelt, gefüttert. Bin nachts aufgestanden. Was man halt so macht als Papa...Ich liebe meine Tochter genauso wie meinen Sohn. Um auf das Thema zurück zu kommen. Am Freitag nach der Schule kam sie immer zu uns. Da war noch alles in Ordnung. Nur das sie ständig mit ihren Mutter telefoniert und geschrieben hat, störte uns. Wir baten sie, dies sein zu lassen. Naja, der Samstag war auch meist recht harmonisch. Wir haben zu sechst Sachen unternommen, haben gestritten, gelacht und uns als Patchworkfamilie zusammen gefunden. Kam aber der Sonntag und es ging zurück zur Mutter, wurde sie mir gegenüber immer gehässiger. Machte abfällige Gesten usw. Ich sprach sie darauf an, warum sie das macht, aber eine vernünftige Antwort kam nicht.

Das ging über einen längeren Zeitraum so. Dann, im Frühjahr haben wir den Kinder mitgeteilt, dass wir nochmal Nachwuchs bekommen und das wir uns ein größeres Haus kaufen werden. Von da ab war es vorbei. Sie sperrte mich bei WhatsApp, ging nicht ans Telefon, wenn ich sie anrief. Einen Brief den ich ihr schrieb, wurde laut Aussage ihrer Mutter zwar gelesen, aber es kam keine Reaktion. Seit 2 Monaten ist Funkstille. Ich bin zu ihr nach Hause gefahren, da ich mit ihr reden wollte. Leider hat sie nicht aufgemacht. Ich weiß nicht woran es liegt, dass sie mit einem mal jeglichen Kontakt zu mir abbricht. Ich habe ihr nie etwas schlimmes getan. Ob es daran liegt, dass wir noch mal Nachwuchs bekommen oder sie aus "ihrem" Elternhaus ausziehen muss, weil wir uns vergrößern müssen. Aber eigentlich war sie schon bevor wir die Sache mit dem Kind und dem Haus erzählt haben, mir respektlos gegenüber. Aber wie gesagt, immer nur sonntags.

Meine Freundin und ihre Tochter hingegen wurden nicht bei Whattsapp blockiert. Aber auch wenn sie ihr schreiben, bekommen sie keine Antwort.
Dazu sagen muss ich noch, dass meine Ex von ihrem Freund mittlerweile getrennt ist und alleine lebt.  Liegt es vielleicht daran, dass meine Tochter jetzt einen Loyalitätsproblem der Mutter gegenüber hat?
Wenn mein Sohn bei mir ist berichtet er, dass seine Schwester zu Hause immer über Papa schimpft. Das er Schuld daran ist, dass es ihr schlecht geht usw. Mein Sohn ergreift dann Partei für mich. Was natürlich zu heftigem Streit unter den Kindern führt. Ausbaden darf das dann meine Ex. Ich weiß nicht, was ich machen kann. Ich hatte ja schon vorher schon kaum Einfluss auf meine Tochter, dass sie ja nur alle 2 Wochen bei uns war. Aber jetzt ist die Situation noch aussichtsloser.

Könnt ihr mir vielleicht erklären, warum sie so heftig reagiert und komplett dicht macht und mir die Schuld an ihrer jetzigen Situation gibt?

Ich bin für Tipps sehr dankbar.
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midnightwish
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« Antwort #1 am: 04. August 2017, 17:58:59 »

Ich hab deinen Thread mal entsperrt. Sonst kann dir niemand antworten.

Die Gründe für die Reaktionen eurer Tochter können vielfältig sein.

Einen Grund würde ich in der beginnenden Pubertät sehen. Erste Abnablungsprozesse, Im Moment eher "orientierung" zu Mama, mit steigendem Alter wird dann Papa wieder etwas interessanert.

Sicher kann auch Eifersucht eine Rolle spielen. Du hast eine "heile" Familie, zu der auch in großen Teilen ihr Bruder gehört. Sie ist mit Mama viel alleine.

Btw. wieso das WM eigentlich nur für den Sohn?

Wenn du dich mit deiner Ex noch einigermaßen gut verstehst, dann treff dich mal mit ihr auf einen Kaffee und rede in Ruhe mit ihr. Ohne VOrwürde oder so, sondern einfach nur mit der Frage "weisst du, was mit unserer Prunzessin los ist" und "wie kann ich/ wie können wir als Eltern ihr helfen aus dieser Situation wieder herauszukommen"
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
MutterzuBesuch
_MutterzuBesuch
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« Antwort #2 am: 04. August 2017, 19:51:27 »

Hallo,
Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich so verhält um sich zu schützen, z.B davor, dass sie traurig/verletzt ist nicht dauerhaft "aktiv" zur Familie zu gehören. Sie muss sonntags wieder weg und sie weiß sie wird traurig sein, also verhält sie sich sonntags blöd. Vielleicht bestraft sie dich auch unbewusst dafür, dass nur der Bruder 50% bei euch sein darf und sie nicht. Jetzt hat sich das ganze noch verschlimmert, da sie nun gefühlt noch weiter von dir wegrutscht, da noch ein neues Baby dazukommt.
Aber das ist alles Spekulation.
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der Frosch
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« Antwort #3 am: 04. August 2017, 21:25:59 »

Ein Hallo an alle
Ich bin genau wie midneigthwish und MutterzuBesuch der Meinung das Deine Tochter ersten in der Pubertät steckt und sich vielleicht auch ein wenig abgeschoben fühlt weil Ihr Bruder zu 50% bei Dir und Deiner neuen Familie sein darf . Das wird natürlich noch verstärkt das jetzt noch ein Baby dazu kommt mit dem das Kind Dich teilen muss. Hast Du nicht die Möglichkeit Deine Tochter auch zu 50% zu nehmen. Ich kann mir auch vorstellen das Deine Tochter auch wenn sie sich gut mit den Kindern Deiner neuen Partnerin gut versteht Angst hat das diese Sie aus Deinem Herzen verdrängen. Versuche Geduld mit dem Kind zu haben und auch nicht so verletzt zu sein.

L.G. der Frosch
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #4 am: 04. August 2017, 21:56:14 »

Moin

Ich würde auf Verlustangst tippen. Ein neues Geschwisterkind, und sie hat sowieso nicht den optimalen Kontakt zu Dir (sagst Du von Dir selbst, und sie wird da nicht anders ticken): das heißt aus ihrer Sicht Probleme für sie.
Erst die Trennung der Eltern, jetzt die Trennung der Mutter von ihrem Freund -> schon wieder Veränderung, das dritte fünfte mal in kurzer Zeit. Und bei allem hat sie keinerlei Einfluss, Null Chance.
Sei einfach für sie da, so schwierig sie auch sein mag. Zeige und sage es ihr. Strahle Ruhe aus.

Gruss oldie

PS: Hat sie einen Freund?
« Letzte Änderung: 04. August 2017, 23:19:56 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Kasper
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« Antwort #5 am: 05. August 2017, 12:18:04 »

Moin,

vielleicht mal von der anderen Seite her gefragt.
Was sagt den die KM zu dem Verhalten der Tochter? Hat sie eine Idee?

Im Grunde können wir alle nur im Trüben fischen.
Die Tochter hat es ein Stück weit auch selber in der Hand, ob sie wie ihr Bruder, zu 50% bei Dir leben möchte. Es kann aber auch sein, dass sie sich für ihre Mutter verantwortlich fühlt, sie vielleicht nicht auch alleine lassen will. Das kommt immer darauf an, wie die KM sich zur Tochter positioniert.
Ein wesentlicher Aspekt, da spreche ich aus eigener Erfahrung, wird die Pupertät sein. Wenn die ersten Regeln eintreten, orientieren sich die Mädchen eher an der Mutter, um Erfahrungen und Rat einzusammeln. Da kommt es dann auch darauf an, wie die Mutter reagiert. Zumindest war es bei mir so... mit 12 / 13 hatte ich mit meiner Großen die größten Probleme, das hat sich dann nach und nach verwachsen und jetzt haben wir ein super entspanntes Verhältnis.
Es kann aber auch Dein (unbewusstest) Verhalten sein. Wie nimmst Du Deine Tochter war? Hast Du mal mit Deiner Freundin über Dein Verhalten gegenüber Deiner Tochter gesprochen, vielleicht ist ihr irgendeine Kleinigkeit aufgegfallen, was sie Dir nicht so sagen mag bzw. ihr nicht so wichtig erscheint... für die Tochter aber eine eklatante Bedeutung hat.

Reden, wenn nicht mit der Tochter, dann mit dem Kreis um sie herum ...
Und wenn sie auf Deine bisherigen Kontaktversuche (und die Deiner Patchwork) nciht reagiert hat, dann lass sie jetzt mal ganz in Ruhe. Nicht ignorieren, aber auch nciht hinterher rennen. Jetzt sieht sie, dass ihr reagiert, weil sie nicht reagiert. Wenn ihr auch nicht mehr reagiert wird sie kommen. Vielleicht mit Vorhaltungen, aber sie wird. Und dann kannst Du ihr ein vernünftiges Gespräch zwischen Euch beiden anbieten, aber auch nur unter den Bedinungen, dass es in einem ruhigen und respektvollen Ton verläuft; so ein Vater-Tochter-Ding, ohne dritte ...

Warte etwas ab, dann kommt sie. Und sprech mit der KM.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Findet Nemo
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« Antwort #6 am: 07. August 2017, 10:04:52 »

Guten Morgen,

ich habe mir jede einzelne euer Antworten sorgfältig durchgelesen. Vielen Dank für die Mühen, die ihr euch gemacht habt.

Ich denke mir mittlerweile auch, dass sie auf der einen Seite sehr gerne bei uns ist, auf der anderen Seite aber ihre Mutter nicht enttäuschen möchte. Dies erklärt ihr Verhalten. Wir haben ihr schon oft gesagt, dass sie jederzeit willkommen ist, dass sie auch gerne länger bleiben möchte als nur die vereinbarten Wochenenden. Wir haben ihr im neuen Haus ein schönes Zimmer mit Balkon eingerichtet, wo sie sich wohlfühlen kann.
Auch haben wir ihr das Wechselmodell vorgeschlagen. Selbst wenn es ihr von Freitag bis Freitag zu lang ist, dann halt bis Dienstag oder Mittwoch. Ganz, wie sie will...
Ich denke aber, auch wenn sie es nicht zugeben wird, dass meine Ex damit nicht einverstanden ist. Sie wird unsere Tochter dahingehend beeinflussen, dass auch sie diesem Vorschlag zurzeit nicht zustimmen wird.

Einen Freund hat sie meines Wissens nicht.

Ich werde aber euren Rat beherzigen und mich die nächste Zeit zurückhalten. Ihr aber immer wieder zeigen, dass sie mir wichtig ist.

Euch einen schönen Tag.



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