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vatersein.de - Forum 20. Juli 2017, 22:34:10 *
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Autor Thema: Möglichst beste Lösung für alle?  (Gelesen 1129 mal)
MrGreen
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Beiträge: 15



« am: 14. Juli 2017, 21:02:10 »

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe wir sind hier richtig. Und ja wir sind quasi zu zweit hier unterwegs, aber ich fange vielleicht erstmal an.

Und zwar bin ich 22 Jahre und mein Freund 32 Jahre. Wir wollen uns beide schlau machen und da er nicht so der Schreibtyp ist,
hat er mich gebeten dies zu übernehmen. Aber er sitzt hier neben mir und wir sprechen uns ab ^^

Also letztes Jahr im Mai lernten wir uns kennen. Es war eine Fernbeziehung von 400 km Entfernung.
Er hat eine 3 jährige Tochter und versteht sich mit seiner Ex soweit ganz gut. Er wohnt direkt im Haus nebenan und
hat seine Tochter jeden Tag für 1-2 Stunden nach der Arbeit gesehen. Dann nachher haben sie noch zusätzlich abgemacht, dass er
100€ bar zahlt und sie hat ihm dafür eine Quittung ausgestellt. Normal hat er zu wenig verdient (Mindestlohn), um zahlen zu können und
Unterhaltsvorschuss hat sie nie beantragt.

Jetzt ist es so, dass er zu mir zieht und wir wollen gerne vorbereitet sein bzw. wissen was auf uns zukommt oder was wir
tun können, um die beste Lösung für alle zu finden.

Er fängt ab 1.8. einen Job hier oben an, wo er erstmal einen 3 Monate Vertrag für 9€ (brutto) die Stunde bekommt, dass
wenn ich richtig geguckt habe ca. 1145€ ausgezahlt sein müssten und dann wenn alles gut läuft, bekommt er danach einen Vertrag für 10,5€/h, was
dann denke ich ca. 1294€ ausgezahlt sein müssten. Aber es ist ja Stundenlohn, da schwankt es ja.
Wenn das notwendig ist, ich bekomme Gehalt und jeden Monat 1291€ ausgezahlt.
Wir müssen hier bei mir keine Miete zahlen und würde deswegen gerne seine kleine Wohnung als Zweitwohnsitz behalten,
um seine Tochter immer besuchen zu können.

Seine Ex bekommt momentan HartzIV, aber wird wohl angeblich eine Ausbildung anfangen.
Sie haben beide das gemeinsame Sorgerecht und kommen halt ganz gut aus.

Wir haben uns gestern bei einem Anwalt beraten lassen und irgendwie wissen wir nicht ob seine Aussage wirklich so das Beste ist.
Wir haben ihm alles erzählt und dann meinte er, dass mein Freund ja nur zahlen muss, wenn jemand auf ihn zukommt.
Da aber nichts vom Jugendamt kam, sie ja kein Unterhaltsvorschuss beantragt hat und sich mit den 100€ zufrieden gibt, sollen
wir die Füße still halten und das so weiter machen bis halt eventuell mal was kommt.

Aber mir ist irgendwie nicht so wohl dabei, wenn ich ehrlich bin. Mein Freund will ja zahlen, denn er liebt seine Tochter und
ihm wäre es halt auch recht, wenn er keine Schulden macht durch evtl den Unterhaltsvorschuss.
Nur ist immer die Frage wie er sich das leisten soll.
Soweit ich das verstanden habe, kann er ja den Mindestunterhalt von 246€ nicht zahlen, weil er dann unter dem Selbstbehalt von 1080€ liegt.
Aber was hat man dann noch für Möglichkeiten?
Wenn man das nach Mangelfall berechnet kommen da bei dem höheren Lohn dann noch 118€ raus, wenn ich das richtig gemacht habe, die er
zahlen könnte. Würde sie dann nur das bekommen und muss sich damit zufrieden geben? Oder wird dann der Rest vom Amt übernommen?
Oder könnte er dann evtl auch freiwillig die Summe des Unterhaltsvorschusses (150€) zahlen, um dann keine Schulden zu machen?

Oder sollen wir wirklich einfach so weiter machen?
Wir sind schon vollkommen verwirrt....so viele Zahlen und bei Stundenlohn wird doch auch der jährliche Durchschnitt berechnet oder?
Ich weiß nämlich nicht ob das netto, was ich berechnet habe, dann auch dem Durchschnitt entspricht...

Oh man....kann uns jemand weiterhelfen?

Einen lieben Gruß

Mr & Ms Green 
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AnnaSophie
_AnnaSophie
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« Antwort #1 am: 14. Juli 2017, 23:03:50 »

Hallo,

wie will er mit dem Gehalt die Fahrtkosten für den Umgang und die Zweitwohnung finanzieren?

Wenn sie Hartz4 bekommt, dann zahlt der Staat den Unterhalt fürs Kind, sprich den Hartz 4 Bedarf. Und wenn sie das Geld in bar bekommt, dann dürfte sie das auch nicht angegeben haben. Das könnte Probleme geben.

Wenn er mit dir zusammenzieht kann ihm eine Haushaltsersparnis angerechnet werden. Und im Zweifelsfall kann er noch nicht mal die Umgangskosten (Fahrtkosten) in Abzug bringen, da er die Entfernung geschaffen hat.

Sobald die KM ihm nicht mehr wohlgesonnen ist oder ein Amt meint seine Leistungsfähigkeit prüfen zu müssen, könnte das Probleme geben.

Hat er gemeinsames Sorgerecht und ist als Vater in der Geburtsurkunde eingetragen?

Sophie
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MrGreen
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« Antwort #2 am: 15. Juli 2017, 08:06:46 »

Guten Morgen Sophie,

also wie ich schon gesagt habe, wir müssen hier bei mir keine Miete zahlen d.h. es ist die einzige Miete die wir zahlen müssen und das bekommen wir hin.
Und ja er hat das gemeinsame Sorgerecht und ist auch in der Geburtsurkunde eingetragen.

Das sie da Probleme bekommen könnte, wissen wir, aber das ist ja ihr Problem, wenn sie der Meinung ist das nicht angeben zu müssen. Es war ihr Wunsch in bar.

Haushaltsersparnis? Hmm weiß nicht genau, aber der Anwalt sagte, dass sie mich in keiner Weise mit anrechnen können.

Naja und das mit den Fahrkosten wäre doof, aber wir pendeln jetzt fast ein Jahr schon hin und her, damit wir uns sehen können und das jedes Wochenende.
Da schaffen wir das denke ich auch, 1-2 im Monat dort hinzufahren bzw. sie irgendwann mal abzuholen.

LG
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Susi64
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« Antwort #3 am: 15. Juli 2017, 10:11:53 »

Hallo,

er ist ein Mangelfall und sie bekommt H4. Das Problem bei dieser Konstellation ist immer, dass nicht nur die KM mit der Lösung einverstanden sein muss sondern auch das JC.
Dass die KM mit 100 Euro bar einverstanden ist, liegt einzig und alleine daran, dass sie es schwarz bekommt und es bei H4 nicht auftaucht.
In dem Moment, wo das JC oder auch das JA mitbekommt, dass sich etwas ändert, wird Dein LG zur Einkommensauskunft aufgefordert und jetzt geht es um sein höheres Einkommen und durch das Zusammenleben mit Dir um eine Haushaltsersparnis, d.h. ihm werden ca. 12.5% seines Netto-Einkommens vom Selbstbehalt abgezogen.
Für die KM ist das ein Verlustgeschäft, da KU auf H4 angerechnet wird und sei damit nur noch H4 für die Bedarfsgemeinschaft bekommt.

VG Susi
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MrGreen
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« Antwort #4 am: 15. Juli 2017, 14:40:50 »

Ahh Hallo Susi,

Danke für die Antwort, dass hat uns schon etwas mehr Klarheit verschafft  thumbup

Also das JC hatte sich schon mal bei ihm gemeldet und er sollte die letzten Einkommensnachweise abgeben.
Die Antwort war, dass sie kein Anspruch erheben, da er ja zu wenig bekommt.

Mal angenommen das JA meldet sich auch und er gibt das alles ebenfalls ab. Was kommt dann dabei raus?
Vor allem wie können sie von einem Haushaltsersparnis ausgehen? Die wissen doch nichts von mir oder dürfen mein Einkommen doch
auch überhaupt nicht mit einbeziehen. Das verstehen wir noch nicht so ganz?

Er hatte ja auch mal zur KM gesagt, dass er sich gern beim JA informieren wollen würde.
Doch irgendwie bekommt sie immer leicht Panik wenn das Wort JA fällt und sie sagt immer das JA brauchen wir nicht.
Soweit wir wissen will sie wohl aber demnächst eine Ausbildung als Kindergärtnerin machen und sie meinte
dann braucht sie das JC nicht mehr bzw bekommt kein H4 mehr.
Nur wir können uns das nicht vorstellen, weil da ja kein Betrieb dahinter steckt der sie dann bezahlt.
Weil woher soll sie denn während der Ausbildung das Geld bekommen? Da sind wir uns noch unsicher, ob das
wirklich so ist wie sie das glaubt.
Man muss dazu sagen und das kommt nicht von mir, dass sie nicht sehr helle ist. Mein LG muss ihr vieles immer und
immer wieder erklären und wenn sie ihm mal schreibt...dann sitzt er erstmal dran um das zu entziffern, was sie ihm damit sagen will.
Also das ist auch wirklich nicht böse gemeint von ihm oder auch von mir, aber halt nur zum Verständnis, dass es halt
deswegen etwas sehr schwer mit ihr ist und man nie weiß ob das was sie glaubt zu wissen, auch wirklich so ist.

Also gut wäre auch einfach nochmal zu wissen, welche Richtung wir jetzt am besten einschlagen sollten?
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AnnaSophie
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« Antwort #5 am: 15. Juli 2017, 17:58:43 »

Hallo,

vielleicht bekommt sie dann BAB (Berufsausbildungsbeihilfe), Kinderzuschlag und Wohngeld und ist mit Unterhaltsvorschuss und Kindergeld aus der Bedürftigkeit raus.

Sophie
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« Antwort #6 am: 15. Juli 2017, 20:01:23 »

Hallo,

Dein LG ist aller 2 Jahre zur Auskunft über sein Einkommen verpflichtet, fragen wird das JC solange die KM H4 in irgendeiner Form bekommt und die Unterhaltsvorschusskasse solange sie zahlt.

Ob dabei auch nach Zusammenleben gefragt wird kann ich nicht sagen. Dabei dürfte dann zumindest das höhere Einkommen eine Rolle spielen.
In aller Regel ist die KM die treibende Kraft, wenn Zusammenleben eine Rolle spielt, aber ich kann nicht sagen ob es nicht auch einfach abgefragt wird. Damit würdest Du dann eine Rolle spielen. Keiner wird Dich nach Deinem Einkommen fragen, es wird dann einfach angenommen, dass Du Dich unterhalten kannst und das reicht. Nur, wenn er Dich unterstützen müsste gibt es keine Haushaltsersparnis und das müsste dann mit Deinem Gehalt belegt werden.

VG Susi
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« Antwort #7 am: 15. Juli 2017, 20:51:26 »

Ok also Unterhaltsvorschuss bekommt sie ja nicht weil sie es
nicht beantragt hat.

Wahrscheinlich läuft es jetzt eh anders.
Wir sind dieses Wochenende in seiner Wohnung um seine Tochter zu besuchen und heute hat sie dann zu ihm gesagt sie will sich einen Termin beim JA holen damit die ihr Vollmachten schreiben, die sie dann von ihm unterschrieben haben will.
Finde ich echt etwas krass aber mein LG will das wohl unterschreiben.

Das heißt dann wohl auch dass die stutzig werden und er dann bestimmt demnächst zur Auskunft aufgefordert wird.

Könnten wir dann trotzdem noch einiges klären?

Wenn er das dann alles abgibt werden sie feststellen dass er ja dann noch zu wenig verdient...was passiert dann?
Zahlt er dann das was er über hat bis zum Selbstbehalt oder beantragen die dann automatisch Unterhaltsvorschuss?

Und wenn er dann nach den 3 Monaten mehr bekommt.
Muss er dann gleich dort Bescheid sagen oder bleibt dann erst einmal alles so?

Und nochmal was anderes...wie läuft das dann mit dem Umgang?
Machen die das dann weiter untereinander oder muss da auch das JA  dann informiert werden oder muss das dort festgehalten werden?

LG
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Susi64
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« Antwort #8 am: 15. Juli 2017, 21:17:38 »

Hallo,

also hier kann ich auch nur raten, aber vermutlich wird eine Beistandschaft des JA eingerichtet, die Beistandschaft wird eine Einkommensauskunft (Lohnbescheinigungen der lrtzten 12 Monate, so vorhanden letzter vorliegender Steuerbescheid) und dann rechnen.
Dabei kann Leistungsunfähigkeit herauskommen oder aber die Differenz zu 1080 Euro oder auch mehr.

Ein Titel kann auch gefordert werden, Dein LG sollte aber nur dann den Titel unterschreiben, wenn er ihn zahlen kann und wenn er statisch ist, auch wenn das Kind einen Anspruch auf einen dynamischen Titel hat. Dafür verdient Dein LG nicht genug.

Das JA wird nicht, aber vermutlich wird die KM zum UHV geschickt und dort auch den UHV bekommen. Dann wird sich die UHV bei Deinem LG melden und Einkommensauskunft verlangen und dann rechnen wieviel Dein LG zahlen kann. Außerdem wird festgelegt werden, dass er nicht an die KM zahlen soll sondern nur noch an die UHV-Kasse.

Der Umgang ist davon völlig unberührt, die Eltern sollen und müssen sich nach wie vor über den Umgang einigen. In dieser Frage darf das JA auch nur beratend tätig sein.

VG Susi
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« Antwort #9 am: 17. Juli 2017, 09:18:40 »

Guten Morgen und danke für die Antwort 

Wir müssen dann da irgendwie durch. Mein LG will ja auch wirklich zahlen, nur ist es
ganz schön krass dass man dann selbst sein Leben nicht mehr leben kann.
Z.B. braucht er eign auch ein Auto, aber wie soll er sich das nur leisten.
Aber ohne Auto hat er auch nie wirklich die Möglichkeit auf einen eventuell besser bezahlten Job (ländliche Region hier).

Wegen dem Haushaltsersparnis haben wir auch nochmal etwas gelesen.
Wenn man eine Wohngemeinschaft ist, wo beide finanziell eigenständig wirtschaften, darf sowas nicht mit herangezogen werden.
Und wenn es sich um eine Lebenspartnerschaft handelt, dann wohl auch erst nach vielen Jahren und nicht wenn man gerade
zusammen gezogen ist. Sogar erst mit gemeinsamem Konto oder so.
Aber so richtig durchgesehen haben wir da auch noch nicht.

Nur wie gesagt, wenn sein Selbstbehalt echt noch unter einen 1000er rutscht ist das echt krass.
Dann sind da ja echt keine wichtigen Ausgaben mehr drin...

Schade auch dass nur ihr zwei was schreibt...uns hätten auch andere Meinungen/ Ideen interessiert.
Aber ich bin auch froh, das wenigstens jemand uns versucht zu helfen 
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« Antwort #10 am: 17. Juli 2017, 12:36:31 »

Moin ihr Zwei,

ihr seid noch recht jung - trotzdem hat er halt schon Verantwortung zu tragen. Wenn Du Dich für einen Partner mit Kind entscheidest musst Du dich mit vielen Punkten arrangieren, dass muss Dir bereits heute klar sein. Auch wenn Du jetzt noch nicht an eigene Kinder denkst, gibt es auch in diesem Fall einige Nachteile für die "Zweitfamilie", die schnell zu Ärger in der Beziehung führen können.

- Zu Eurer Wohnsituation: Entweder ich verdiene genug Geld, dann kann ich mir auch den Luxus einer "Zweitwohung" leisten, oder ich kann es nicht. Dein Partner verdient gerade am Mindestlohn. Bei sowenig Einkommen gilt es alle unnötigen Kosten zu minimieren. Wenn ihr mietfrei wohnen könnt, nutzt diese Möglichkeit. Und denkt mal weiter: Es geht hier nicht nur um die Miete sondern auch um Nebenkosten und GEZ-Gebühren, die u.a. auch zu zahlen sind. Dazu kommen Stromkosten etc. Macht also keinen Sinn.

- Ziel muss es sein, dass Dein Freund den Mindest-KU erwirtschaftet. Ja, das ist seine Pflicht, da er die Verantwortung halt als Vater hat. Auch wenn das zu Einschränkungen bei Euch führt. Im Zweifelsfall hat er sich einen Nebenjob zu suchen um das Geld zu verdienen.
Dazu werden Unterhaltsleistungen als Dauerauftrag auf das Konto der KM gebucht. Auch um einen Nachweis zu haben. Diese Methode per Quittung ist nicht üblich und kann dazu führen, dass dein Partner in Verzug gesetzt werden kann. Obwohl er u.a. Geldsummen für KU an die KM bezahlt hat. Da die Arbeitsagentur / Sozialamt die Zahlungen an die KM überwachen wird (da sie ALGII empfängt), kann hier der nächste Ärger drohen.

- Ein weiteres Ziel sollte ein geregelter Umgangsplan sein. Das kann z.B. ein Wechselmodell 50:50 sein oder der Klassiker alle 14 Tage (oder auch mit Tagen unter der Woche). Da dein Partner arbeiten gehen muss, bietet sich hier ein 14 Tage Modell an.

- Wenn Dein Partner ohne Nachzudenken beim Jugendamt einen Titel unterschreibt muss er selber für die Konsquenzen einstehen. Dem Jugendamt geht es in diesem Fall um die Deckung der Kosten und den Staat von Zahlleistungen frei zu halten (was auch richtig so ist). Durch die ungünstige Gestaltung vieler Titel (u.a. fehlende Befristung) kann er hier jedoch in böse Probleme kommen. Er sollte sich immer BEVOR er etwas unterschreibt hier im Forum oder bei einem Anwalt Rat einholen.

Auch wenn Du es jetzt nicht gerne hören magst: Mit 22 bist Du noch sehr jung. Ob Du es Dir wirklich zutraust, diese und die noch kommenden Konflikte auszuhalten solltest Du für Dich sehr gut prüfen. Insbesondere da Dein Partner sehr wenig verdient und Verpflichtungen hat, sind Ärger und Konflikte auch zwischen Euch eigentlich schon vorprogrammiert. Dazu musst Du dir auch klar machen, dass seine Ex-Frau eigentlich immer mit bei Euch am Küchentisch sitzt und auch Deine nächsten Jahre mitplanen wirst. Wie gesagt nicht böse gemeint, aber Du solltest wissen worauf Du dich einlässt. Gruß Ingo
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« Antwort #11 am: 17. Juli 2017, 14:03:30 »

Hallo Ingo,

danke erst einmal für deine Antwort.

Also ja ich bin recht jung, aber ich weiß eigentlich schon wohin ich gehen will.
Ich komme bis jetzt eigentlich ganz gut damit aus. An das was andere im meinem Alter jetzt vllt noch machen,
habe ich noch nie einen Gedanken verschwendet. Keine Partys, Kein Alkohol, Nichtraucher und und und....
Ich kann mir das eigentlich auch alles gut vorstellen und es kann solange sich alle verstehen auch sehr schön werden.
Und Probleme kann und wird es bestimmt auch geben.
Mein Freund fühlt sich auch gerade deswegen hier so wohl, weil meine Eltern und ich ein starkes Team sind und
auch meine Eltern ohne zu zögern an seiner Seite stehen. Wir reden viel und helfen uns gegenseitig.

Zur Wohnsituation: Ich kann das verstehen, wie du das meinst. Aber sehen wir das mal von einer anderen Seite.
Wenn wir/er dort alle 2 Wochen hinfahren, wo sollen wir schlafen? In der Großstadt sind Hotels nicht gerade billig...
Was sollen wir den ganzen Tag mit einer 3 Jährigen machen? In seiner Wohnung haben wir eine Spielecke eingerichtet und
können uns mit ihr beschäftigen. Wenn man nicht viel Geld hat, kann man nicht den ganzen Tag alle 2 Wochen irgendwelche Unternehmungen planen. Und im Hotelzimmer sitzen klingt auch nicht so spannend.
So und zu uns holen wäre fantastisch, aber so gut wie unmöglich.
Erstens ist die Km nicht begeistert davon und zweitens können wir der Kleinen das nicht antun.
Freitag Abend kommen wir dort an. Samstag früh zu uns, übernachten und Sonntag früh zurück damit wir Sonntag Abend noch wieder nach Hause fahren können, um Montag früh wieder zu Arbeit zu gehen. Keine gute Ideen....
Wenn die Möglichkeit bestünde sie länger zu behalten, dann könnte man das machen. Wenn wir mal Urlaub haben oder so.

Der Rest ist eigentlich klar. Keinen Titel unterschreiben, den er nicht einhalten kann.
Und natürlich so viel Geld wie möglich zu Verfügung haben, um den Unterhalt zu zahlen.

Nur wie gesagt, es fällt uns keine bessere Lösung für die Zwickmühle Umgang und Unterhalt ein  cry_smile
Wenn jemand da einen besseren Vorschlag hat, sind wir dafür offen. Klar würden wir auch gern das Geld für die Wohnung dort sparen,
aber das gleiche Geld müssten wir für Übernachtungen und Co ausgeben.

Einen lieben Gruß
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« Antwort #12 am: 17. Juli 2017, 20:08:35 »

Warum ziehst du nicht zu ihm?

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« Antwort #13 am: 17. Juli 2017, 20:31:27 »

Naja als wir uns kennengelernt haben, waren wir gleich ehrlich zueinander.

Er sagte mir dass er eine Tochter hat und dass sie und seine Exfreundin immer ein Teil seines Lebens sein werden.
Entweder ich muss damit klar kommen oder es wird nicht klappen.

Auf der anderen Seite habe ich ihm gesagt, dass ich hier meinen Traum leben will und ich woanders mega unglücklich wäre.
Ich habe hier einen festen Job den ich liebe und vor allem ist es mein Traum das Haus meiner Eltern zu übernehmen.
Niemals im Leben würde ich das verkaufen.

Ich habe ihn auch nie gezwungen und gesagt wir können beide darüber nachdenken, was wir wollen.
Er hat sich dafür entschieden herzukommen, weil es eigentlich auch immer sein Traum war ein Haus auf dem Land zu haben.
In der Großstadt wollte er nie alt werden und eigentlich auch keine Kinder großziehen.
Seine Tochter war eigentlich nie gewollt, denn er wollte seine Ex eigentlich verlassen...naja dann stand sie aber plötzlich mit dem Test vor ihm
und als sie sich dann später doch trennten sagte sie ihm auch dass sie die Pille mit Absicht nicht mehr genommen hat.
Naja das ist aber auch deren Sache gewesen...

Jedenfalls besteht er immer wieder darauf, dass es seine Entscheidung ist und ich habe ihm versprochen an seiner Seite zu stehen, egal wie schwer es wird.

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« Antwort #14 am: 17. Juli 2017, 21:55:42 »

Hey,

ihr müsst ja auch nichts überstürzen. Und schaut einfach mal wie er mit dem Job zu Recht kommt - und ob er das Ganze auch durchziehen will.
LBMs Einwurf ist schon berechtigt: Es wäre einfacher, wenn Du mit zu ihm ziehen würdest. So könnte er den Umgang stressfreier gestalten.

Wie gesagt wir können hier nur von außen drauf schauen und hier hat jeder erstmal seine Werte und Einstellungen:
Aber mir wäre es sehr wichtig wenn mein Partner erstmal seiner Verantwortung nachkommt: Das ist die Zahlung von Unterhalt und auch der regelmäßige Umgang mit seiner Tochter. Auch wenn das für Dich noch weit weg ist: Überleg auch mal wie Du Dich fühlen würdest, wenn Du in der Situation wärst und jetzt schwanger wärst (und auch das kann bei jeder Beziehung passieren). Was würdest Du Dir in der Situation wünschen?

Ich kann das aber auch nachvollziehen, dass Deine Familie und die Unterstützung für Dich sehr wichtig ist. Eine gute Familienbindung ist sehr wichtig und wertvoll.

Die Ansage, dass seine "Exfreundin immer ein Teil seines Lebens sein wird" hast Du ja schon bekommen. Es gibt Frauen, die können mit so etwas umgehen. Hier musst Du Dich selbstkritisch fragen, ob Du das kannst. Wenn Du jemand bist, der für seinen Partner immer uneingeschränkt die "Nr.1" sein möchte, würde ich Dir ganz ehrlich eher zu einem Partner ohne Kind raten.
Wenn man hier schon länger dabei ist, kann man bestimmte Entwicklungen recht gut voraussehen. Durch seinen (zu geringen) Verdienst sind Probleme mit der Ex-Partnerin / den Behörden eigentlich vorprogrammiert. Eine stressfreie Beziehung "zum Teil seines Lebens" wird er nur hinbekommen, wen auch die Unterhaltsfrage sauber geklärt ist und bedient werden kann. Dazu kommt: Durch seinen Wegzug schafft er die Umgangsdistanz. Er ist somit auch für die Kompensation dieser Kosten (Fahrtkosten / Übernachtungskosten) verantwortlich und kann die KM hier nicht in die Pflicht nehmen. Auch das zahlst letztlich Du mit (wie auch die Kosten für die Vorhaltung einer Zweitwohnung).
In ca. 5-7 Jahren wird sich vielleicht auch mal bei Dir die Frage nach Nachwuchs stellen. Und dann kommen sehr schnell die hier im Forum bekannten Fragen der "Zweitfrauen" auf: Warum kriegt die Ex soviel Geld von meinem Partner? Warum kann dieses Geld nicht in unserer Kasse bleiben? Warum wird u.a. sogar mein Einkommen mit einbezogen?

Ich finds toll das Du / Ihr diese Herausforderung angehen wollt. Ich drück die Daumen :-) Gruß Ingo
« Letzte Änderung: 17. Juli 2017, 21:58:30 von Ingo30 » Gespeichert
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« Antwort #15 am: 17. Juli 2017, 22:24:01 »

Hallo Ingo,

klar wäre es für den Umgang leichter, aber für alles andere nicht.

Also weißt du auch nicht wie man das sonst lösen soll? Zweitwohnung nicht behalten, weil wir das Geld sparen sollen. Am einfachsten wäre dort hinziehen, was wir beide nicht wollen.
Naja dann bleibt ja nur noch 24 Stunden arbeiten und Unterhalt zahlen und das Kind gar nicht sehen. Jedenfalls klingt es so...denn scheinbar soll er nur noch leben um den Unterhalt zahlen zu können.

Natürlich fühlt man sich als allein erziehende Mutter **tsts - ID 20**. Aber sie sagte selbst dass sie froh ist wenn er geht. Und sie hat ja schon längst ihren Neuen, der meinem Partner beim ersten Aufeinandertreffen
gleich mal vor der Kleinen aufs Maul hauen wollte.
Wenn wir da wohnen würden, dann könnte wir das Kind alle 2 Wochen problemlos sehen. Nur den Rest der Tage wären wir beide unglücklich. Also ich weiß ja nicht....

Tut mir leid...es nervt mich langsam nicht zu wissen was man am besten machen sollte. Alles scheint falsch zu sein...
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« Antwort #16 am: 18. Juli 2017, 05:00:59 »

Solange er mit seinem Einkommen im Mindestlohnbereich rumkrebst, wird es nie eine gute Lösung geben. Es sei denn, du kompensierst sein schlechtes Einkommen und zahlst zu.

Dir muss einfach klar sein, dass ihr von Luft und Liebe leben werdet, wenn er nicht durch entsprechende Maßnahmen dafür sorgt, dass er seine finanzielle Situation verbessert. Was hat er überhaupt gelernt?

Unter der Voraussetzung wie du es beschreibst, würde ich auch nicht alles aufgeben. Gemeinsame Kinder würde ich mir allerdings sehr gut überlegen.

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« Antwort #17 am: 18. Juli 2017, 08:18:08 »

Guten Morgen,

also ich weiß nicht so richtig ob ich da richtig rechne, weil ich mich mit Stundenlohn nicht so auskenne.
Aber wenn er halt nach den 3 Monaten wirklich die 10,50€/h bekommt, können wir das mit dem
Mindestunterhalt von 246€ erstmal hinbekommen. Er wäre dann ja nur ca. 40-50€ unter dem Selbstbehalt und
das würden wir freiwillig auch machen.
Kann das vielleicht mal jemand durchrechnen oder prüfen? Steuerklasse 1 und Kinderfreibetrag 0,5.

Wie es dann weiter geht müssen wir sehen. Aber wir hätten dann noch Zeit bis sie 6 Jahre ist.
In erster Linie braucht er ein Auto. Wir wohnen hier in Mecklenburg Vorpommern in der Nähe vom Dreiländereck (Niedersachsen-Schleswig-MV).
Wenn er ein Auto hätte könnte er sich auch ich sag mal im "Westen" einen Job suchen, die dort oftmals besser
bezahlt sind als hier bei uns. So ein niedriger Lohn ist hier leider fast normal.
In der Firma in der wir beide jetzt arbeiten werden, gehöre ich als frisch Ausgelernte mit meinen ca.10,55€/h zu den gut bezahlten.
Er ist gelernter Fahrzeuglackierer, aber hier wird er erstmal als etwas anderes arbeiten, wegen dem Autoproblem.
Trotzdem besser als bei ihm, wo er Mindestlohn hatte.
Das heißt ja sie könnten sich nicht mal wegen dem Umzug beschweren, weil es ja eine Verbesserung ist. Ist zwar ein Witz die Verbesserung,
aber was sollen wir machen.

Ich bin aber guter Dinge, dass wir das schaffen können. Meine Eltern werden uns da auch unterstützen.

Wegen dem Umgangsproblem ist mir gestern noch etwas eingeschossen.
Ich weiß das die KM einen Führerschein hat und sich vom Nachbar oder den Eltern oft das Auto borgen kann.
Wenn man sich einigen könnte, jeweils die Hälfte der Strecke zu fahren, dann wären wir Freitag Abend noch mit ihr wieder bei uns.
Dann hätten wir den ganzen Samstag und den halben Sonntag.
Mir ist klar das wir ihr dann die Fahrkosten bezahlen müssten und das sie das auch nicht machen muss.
Aber es wäre eine Möglichkeit, wenn man das mind. 1 mal im Monat so macht.
Ansonsten ist mir nichts besseres eingefallen bis jetzt.

Das Ding ist ja auch, dass sie die Kleine nie wirklich hergeben will für den Umgang.
Wenn wir am Wochenende dort sind, entscheidet immer sie wann und wie lange wir sie holen dürfen.
Von anderen kenne ich das so, dass wenn Papa-Wochenende ist, der Papa machen kann was er möchte und
die Mutter das so hinnehmen muss. Naja er versucht immer mit Engelszungen auf sie einzureden.
Sie findet 1-2 Stunden sind ausreichend, dann soll das Kind zurück.
Schade nur wenn sie sich so selten sehen, dass es dann auch nur so kurz ist.

Einen schönen Tag euch allen 
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« Antwort #18 am: 18. Juli 2017, 12:53:42 »

Hi Mrs. Green,

aus unserer Foren- und Lebenserfahrung heraus würden einige von uns an Deiner Stelle wahrscheinlich keine Beziehung unter den gegebenen Umständen führen. Aber das darf und soll auch jeder selbst entscheiden.

Er ist halt keine 22 mehr und hat mit 30 und als Vater eine sehr große Verantwortung. Wenn da im Moment schon das fehlende Auto das größte Problem ist, was ist wenn die Sachen wirklich schwierig werden? Auch im Bezug mit seiner Ex-Partnerin hat er bisher viel versäumt.
- Es besteht kein fester und geregelter Umgang. Dazu bedarf es eines Umgangsplans - auch um Planungssicherheit für Euch zu haben. Wenn die KM hier nicht mitspielt ist der nächste Weg für Deinen Partner zum Jugendamt. Wenn sie dort nicht kooperiert ist der Weg zum Familiengericht anzustreben.
- Der genannte Umgang ist viel zu gering für ein Kind in dem Alter.
- Durch den Umzug zu Dir wird es irgendwann so kommen, dass Du ja "Schuld" bist, dass er so wenig Kontakt mit seinem Kind hat. Ja, das wird kommen auch wenn Du und er es wegen der rosaroten Brille jetzt anders seht.

Für ein Modell wie ihr es führt müsste aus meiner Sicht seine berufliche Aufstellung vollkommen anders sein. Hier müsste ein Gehalt von min. 2400 Euro netto zur Verfügung stehen. Um Unterhalt zu begleichen, Fahrten zur Umgangsführung gestalten zu können und auch andere notwendige, kommende Ausgaben abfedern zu können. Dein Partner ist auch zur Zahlung von Mehrbedarf verpflichtet (u.a. Hortbetreuung, Kindergarten). Wie will er das leisten? Sollst Du dann wieder mitbezahlen?

Wo siehst Du dich in 5 oder 10 Jahren? Wie wollt ihr unter diesen Umständen Rücklagen für eine eigene Familiengründung aufbringen? Für die nächsten Jahre / Jahrzehnte wird Dein Partner unterhaltspflichtig bleiben.

Zum Thema Fahrdienste durch die KM: Aus der Forenerfahrung funktioniert dies meist überhaupt nicht. Die KM will Zeit mit ihrem neuen Partner verbringen und die "heile Familie" leben.. Dazu kostet das Ganze Zeit und Nerven. Und für was? Um den Ex und seiner Partnerin eine Freude zu machen? Das funktioniert nicht. Und wenn wird es 2-3 mal passieren, dann ist das Kind auf einmal "transportunfähig krank", "das Auto kaputt" oder "das Wetter zu schlecht". Und dann?

Wie gesagt: Alles nicht böse gemeint - aber die Ausgangssituation für eine Beziehung ist aus meiner Sicht so nicht gerade günstig. Wie LBM schon schrieb: Eine eigene Familienplanung sehe ich unter diesen Umständen sehr kritisch. Ja, klingt hart. Aber das sind Punkte, denen auch wir Väter uns hier stellen müssen. Es verlangt unseren Partnerinnen meist viel ab. Und ich kann sehr gut verstehen, dass man sich so eine Beziehung gut überlegen muss. Gruß Ingo 
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« Antwort #19 am: 18. Juli 2017, 14:20:47 »

Hallöchen...

Also da sie KM ja unbedingt ihre Vollmachten haben wollte, war sie heute beim JA.
Danach kam die Rückmeldung an meine LG.
Ich wollte nicht, aber ich musste jetzt Unteraltvorschuss beantragen sonst hätten sie mir das Kindergeld gestrichen.
Aber mach dir keine Sorgen, ich bekomme das bestimmt nicht genehmigt.

Eyy sorry, aber die ist so doof. Nicht falsch verstehen. Wir sind son bisschen froh weil der Stein jetzt halt ins Rollen kommt,
aber die ist echt im Glauben dahin, dass sie ihre Zettel bekommt und fertig.  c

Sooo... Also Lösung des Problems ist, dass wir uns Trennen sollte, weil das sowieso keinen Sinn macht?? okeee....

Und Ingo? Wo bitte lebst du? 2400€ netto???
Die Leute, die studiert haben sind froh wenn sie soviel in Brutto haben...

Kindergarten und Co wird doch dann Hälfte Hälfte gemacht oder nicht?
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« Antwort #20 am: 18. Juli 2017, 19:33:42 »

Hi Mrs Green,

Hallöchen...

Also da sie KM ja unbedingt ihre Vollmachten haben wollte, war sie heute beim JA.
Danach kam die Rückmeldung an meine LG.
Ich wollte nicht, aber ich musste jetzt Unteraltvorschuss beantragen sonst hätten sie mir das Kindergeld gestrichen.
Aber mach dir keine Sorgen, ich bekomme das bestimmt nicht genehmigt.

Zumindest wird dein LG angeschrieben, darf seine Unterlagen einreichen und das JA wird rechnen. Bei einem Mangelfall wird allerdings mir sehr spitzen Stift gerechnet. Es kann sein, dass sie keinen UVS bekommt, er aber zum Mindestunterhalt aufgefordert wird.

Zitat
Eyy sorry, aber die ist so doof. Nicht falsch verstehen. Wir sind son bisschen froh weil der Stein jetzt halt ins Rollen kommt,
aber die ist echt im Glauben dahin, dass sie ihre Zettel bekommt und fertig.  c

Welche Zettel? Wenn es um Vollmachten geht, dann wird sie das evtl. sogar durchbekommen. Gerade wenn er weiter wegzieht kann sie argumentieren, dass sie nicht mehr schnell genug notwendige Unterschriften bekommen kann.

Zitat
Sooo... Also Lösung des Problems ist, dass wir uns Trennen sollte, weil das sowieso keinen Sinn macht?? okeee....

Das sagt keiner. Es ist nur der liebgemeinte Rat, das das Leben mit einem "gebrauchten" Mann eine enorme Belastung (emotional) und eine große finanzielle Einschränkung bedeuten kann. Bei eigenem Kinderwunsch oft sogar die Erkenntnis, das man eben nicht 1-3 Jahre Elternzeit nehmen kann, sondern sehr schnell wieder eisnteigen muss, weil eben sonst das Geld fehlt und frau dann sehr oft auf die faule Ex zeigt, die ihren Hintern auf dem Sofa plattsitzt. All dieser Gefahren sollte man sich einfach bewusst sein. Eben auch der Gefahr, dass es igendwann mal heisst "wenn ich nicht zu dir gezogen wäre, hätte ich noch Kontakt zu meinem Kind".

Zitat
Und Ingo? Wo bitte lebst du? 2400€ netto???
Die Leute, die studiert haben sind froh wenn sie soviel in Brutto haben...

Glaub mir, die 2400 Brutto würden viele mit Studium erst gar keine Stelle annehmen (bzw. nur direkt nach dem Studium). Mein Mann hat (obwohl weit weg vom Studium) durchaus 2400 netto. Und bei Unterhalt für 2 Kinder inkl. Sonder-/Mehrbedarf waren da oft keine großen Sprünge drin

[quote)Kindergarten und Co wird doch dann Hälfte Hälfte gemacht oder nicht?
[/quote]

Nö. Sowohl Sonder-, als auch Mehrbedarf wird gequotelt. Bedeutet nichts anderes, als das je nach Einkommen jeder Elternteil einen bestimmten Prozentsatz des Bedarf trägt. Hat die KM kein Einkommen kann es sogar sein, dass er die Kosten alleine trägt. Aber da er nicht über seinen SB kommt, hat er da Glück, weil er dafür dann ebenfalls nicht leistungsfähig ist.

Noch eine Anmerkung zu den Fahrten. Klar könnt ihr das der KM vorschlagen. Wenn sie nicht will ,dann wird das nichts. Gezwungen wird sie sicher auch nicht von einem Gericht. Die Umgangskosten trägt alleine der umgangsberechtigte Elternteil (dafür wird beim Unterhalt auch das hälftige KG ihm zugeschlagen). Eine Beteiligung des betreuenden Elternteils gibt es nur in ganz seltenen Ausnahmefällen, wenn dieser Elternteil eine nicht unherhebliche Distanz geschaffen hat.

Ich kann verstehen, dass du an deinem Elternhaus hängst und deshalb ein Umzug nicht in Frage kommt. Abre wenn ich die Entscheidung zwischen einem Haufen Steinen mit Erinnerung und einer gelebten Elternteil-Kind-Beziehung hätte, wüsste ich wie meine Entscheidung ausfällt. Steine kann man überall erwerben und mit Erinnerungen füllen. Beziehungen zu Kindern können auch sterben, wenn sie nicht gepflegt werden können
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« Antwort #21 am: 18. Juli 2017, 21:18:07 »

Guten Abend,

ich weiß das es gut gemeinte Ratschläge sind. Sie wiederholen sich aber....
Mein LG will z.B. schon gar nichts mehr davon hören. Es nervt ihn, denn es war seine Entscheidung und er möchte das nach wie vor durchziehen.
Er will auch gar nicht, dass wir dort hinziehen, weil er weiß das ich dort schlicht und ergreifend unglücklich wäre.
Für mich ist es auch kein Haufen Steine....für mich ist das unbezahlbar! Es hat auch nichts mit Erinnerungen zu tun, klar kann man überall schöne Erinnerungen sammeln.
Aber wenn ich die Möglichkeit habe ein Haus auf dem Land zu haben, wo ich keine Miete mehr zahlen muss und ich alles habe was ich brauche, dann ziehe
ganz bestimmt nicht in die Großstadt oder sonst was. Das habe ich ihm gesagt und er hat sich entschieden.
Ich wiederhole mich da auch ungern, aber wie gesagt wir haben dort NICHTS. Keine Familie, keine Unterstützung, keine Freunde usw.
Wir wären nur dort um zu arbeiten und damit es einfacher wäre seine Tochter alle 2 Wochen zu sehen. Die restliche Zeit wären wir allein und unglücklich.

Er hat dort niemanden, nur seine Tochter und seine Tochter wird groß und irgendwann erwachsen sein. Und er hat dann vielleicht die Chance verpasst,
ein Leben zu leben dass er sich immer gewünscht hat. Er selbst ist ohne Vater aufgewachsen, mit dem Unterschied dass der Vater ihn nie sehen wollte.
Er sagt es wird vielleicht eine Zeit kommen, in der sie ihn nicht sehen will, aber es wird auch eine Zeit kommen wo sie ihn sehen will. Egal wie es sein wird,
er wird dann immer da sein. Es wird nicht einfach, aber er will es versuchen. So hat er mir das gesagt....

Ich habe ihm oft gesagt, dass er sich das überlegen soll und ob das wirklich das ist was er will. Er war manchmal schon richtig sauer auf mich, weil auch ich
erst verstehen musste, das es das ist was er will. Glaubt mir ich fühle mich manchmal auch nicht gut damit, aber ich weiß auch das ich ihm helfen oder beistehen muss.
Wenn er sie vielleicht mal sehr vermisst, muss ich für ihn da sein und nicht daneben sitzen und sagen du bist ja selber schuld oder du hast es doch so gewollt.

Es ist nun mal so und er ist bestimmt nicht der einzige Vater, der so etwas gemacht hat. Ob sie damit gute oder schlechte Väter sind, sei dahingestellt.
Er will es so versuchen....

Zu den Vollmachten...klar können wir das teilweise nachvollziehen. Wegen einer Vollmacht der Gesundheitsfürsorge hat er auch nichts, aber z.B. will sie auch schon jetzt eine
für die Schule. Bis dahin ist erstens noch etwas Zeit und zweitens möchte er da schon ein Wörtchen mitreden und es ist ja nicht so, dass man da von heute auf morgen wichtige Entscheidungen treffen muss.
Sie tut ja auch gerade so als ob er auf einem anderen Planeten wäre. Und gerade in der heutigen Zeit ist alles möglich. E-Mail und Co.
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« Antwort #22 am: 19. Juli 2017, 00:04:48 »

Moin Mr. Green,

Zitat
ich weiß das es gut gemeinte Ratschläge sind. Sie wiederholen sich aber....
Mein LG will z.B. schon gar nichts mehr davon hören. Es nervt ihn, denn es war seine Entscheidung und er möchte das nach wie vor durchziehen
und damit sind wir auch bei einem ganz wertvollen Punkt dieses Forums: Hier wird nicht nach dem Mund geredet.
Der Punkt dass es Deinem Partner schon "nervt" sollte Dich eher hellhörig machen. Und ihn vielleicht auch dazu bewegen sich hier selbst anzumelden. Denn die Aktivitäten zur Ausgestaltung des Umgangs und Regelungen mit seiner Ex-Partnerin muss er treffen. Und mit Verlaub: Hier liegt noch einiges an Arbeit vor ihm.

Zitat
Wir wären nur dort um zu arbeiten und damit es einfacher wäre seine Tochter alle 2 Wochen zu sehen
.
Meine Antwort als Vater: Ganz genau, dass wäre der (harte) aber richtige Weg. Weil er sonst nicht mehr groß am Leben seiner Tochter teilhaben wird können. Was ist mit Kindergeburtstagen? Was ist wenn mal die Schulfreundin mitkommen will zum übernachten? Was ist mit dem Auftritt im Kindergarten / der Schule= Das sind alles keine Pflichtveranstaltungen, aber wichtige Abschnitte für ein Kind.

Im Moment zählt für Dich deine Familie. Was verständlich ist. Und Deine Familie wird auch kein Interesse haben, dass ihr Kind wegzieht. Das ist gerade bei Familien auf dem Land oft so (und natürlich auch verständlich).

Und zu den 2400 Euro - das ist ein Wert der aus der langjährigen Forenerfahrung ein schon realistischer Wert ist, um ein Leben so wie ihr es Euch vorstellt (Fahrten zur Aufrechterhaltung des Umgangs, Zahlung von Unterhalt, Zahlung von Sonderbedarf, Aufbau einer Beziehung) aufzubauen. Und wir reden hier nicht von großen Sprüngen.
Das müsst ihr nicht toll finden. Und ihr könnt gern drüber lachen. Es wird aber dazu kommen, dass Du mit Teilen Deines Einkommens bzw. Deine Eltern Deinen Partner quer subventionieren werden. Wenn das kein Problem ist für Euch - alles gut.

Es geht auch nicht darum, Euch eure Beziehung auszureden. Sondern nur Euch auch realistisch aufzuzeigen was eine Beziehung mit einem Mann mit "Altlasten" bedeutet. Gruß Ingo
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« Antwort #23 am: 19. Juli 2017, 09:11:30 »

Hallo,

ich denke, dass alle Varianten erläutert wurden und das Thema für Mr. Green noch lange nicht durch ist.
Unterhalt und Umgang sind die Folge einer Trennung und Dinge, die einer Verädnerung unterliegen in Abhängigkeit der sich sich auch immer wieder ändernden Lebensumstände.
Schlecht ist immer der Kampf ums Kind und trotzdem findet er statt.

Zu den 2400 Euro, aus allgemeiner Forenerfahrung dürfte das stimmen. Aber viele Wessis machen sich keine Vorstellung wie der Durchschnitt im Osten und eben auch in Meck-Pomm ist.

VG Susi
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« Antwort #24 am: 19. Juli 2017, 09:19:42 »

Guten Morgen Ingo,

Du hast ja recht und das ihr uns das realistisch aufzeigt ist korrekt.
Es ist nur nicht das erste Mal. Meine Eltern haben ihm von Anfang an auch solche Dinge gesagt und ihn immer wieder gelöchert, ob
er das wirklich so will und und und...seit fast einem Jahr hört er von allen Leuten nichts anderes mehr.
Als ihr das das erste Mal hier geschrieben habt, war es auch ok. Aber durch das ständige wiederholen wurde es ihm zu nervig.
Er sagte mir das das hier doch eh nichts bringt.
Manchmal wünscht man sich dann einfach das die Leute seine Entscheidung akzeptieren. Meine Eltern haben es dann nach einigen
Monaten auch getan und stehen im jetzt mit Rat und Tat zur Seite, genau wie ich.

Man muss über solche Dinge reden und das ist auch richtig, aber irgendwann ist es dann auch genug.
Er braucht keine Leute die ihm immer wieder sagen wie schwer es sein wird, denn das hat er wirklich verstanden.
Er sagte mir gestern Abend das es ihm dann auch nicht gut geht oder ihn das auch belastet, wenn man immer wieder sowas hört.

Wir haben gestern Abend auch wirklich nochmal über alles gesprochen und er sagt mir auch was ich hier schreiben soll.
Wie gesagt es ist halt schwer für ihn das immer wieder zu hören, aber er weiß das er sich trotzdem damit auseinander setzen muss.
Sein Standpunkt zur Zeit ist der, dass er gucken möchte was nun bei der ganzen Rechnerei dort rauskommt.
Dann Entscheiden wir wieviel wir freiwillig zahlen, falls sie z.B. Unterhaltsvorschuss bekommt. Ansonsten geben wir alles daran den
Mindestunterhalt zu zahlen.
Und dann will er auch unbedingt das mit dem Umgang klären, weil ihn das auch von der KM nervt. Sie will immer nur haben, aber er
hat nichts davon. So sagte er....Notfalls geht's bis vors Gericht!

Ansonsten hast du wegen diversen Veranstaltungen auch recht. Er sagte wir versuchen dann Urlaub zu nehmen, denn jede Woche kommt
so etwas ja auch nicht vor. Aber er wird sich auf jeden Fall bemühen.
Auch gegen Schulfreundinnen die in den Ferien mal mit herkommen wollen hätte keiner was.

Meine Eltern sind selbständig und ich arbeite schon seitdem ich 14 bin bei ihnen mit (freiwillig). Selbst jetzt neben der Arbeit noch.
Sie meinten dass er notfalls noch auf Nebenjobbasis bei ihnen eingestellt wird. Wir alle wollen das wirklich gemeinsam durchziehen.
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