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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 05:01:03 *
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Autor Thema: Schock! Gutachterkosten 16.500 €  (Gelesen 2724 mal)
Frauvonpapa
_Frauvonpapa
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 124


« am: 01. Juli 2017, 11:44:37 »

Liebes Forum,

wir haben die Kosten des Gutachters vom Gericht bekommen.... Mein Mann soll nun die Hälfte von 16.500 € bezahlen, den Rest der Steuerzahler, da KM PKH erhält.

Obwohl mein Mann dem Gericht erklärte, dass ein erneutes Gutachten (2008 kostete es 5.000) sinnlos ist, da das gleiche nämlich PAS herauskommen würde, beschloss das Gericht erneut ein Gutachten erstellen zu lassen, anstatt die Akte aus 2008 hinzu zu ziehen.

Die simple Fragestellung war: das Kind fand es immer schön und toll beim Papa, jetzt nicht mehr.

Das Gutachten bestätigte erneut die Beeinflussung der Mutter. Der Gerichtsbeschluss zu Gunsten des Vaters, aber so schwammig - nicht durchführbar. Kontakt/ Umgang zur Tochter 0.

Fazit: "Gewonnen" und doch verloren - und dazu finanziell ruiniert.

1. Wie kann es sein, dass ein Gericht einen quasi überqualifizierten Gutachter bestellt, bei einer so simplen Fragestellung.
(Ich kritisiere nicht die Gutachterkosten, da ich bei seiner Ausbildung mit 2 Dr. Titeln auch 250,-€ die Std nehmen würde)

2. Wer kontrolliert die Ausgaben des Gerichts ? Schliesslich bezahlt das der Steuerzahler bei PKH?

3. Hätte mein Mann nicht über aussergewöhnliche Kosten im Vorfeld informiert werden müssen? (Schließlich muss man bei solch einem Betrag früh anfangen zu sparen, oder sich um Kredite kümmern.)

4. Der Gutachter kam 700 km gefahren, um meinen Mann zu sprechen. Wenn wir die Fahrtzeit mit diesem Stundenlohn berechnen war das ein 6.000,-€ Psychotest.
    Beim 1. Gutachten fuhr mein Mann zur Gutachterin. Es war nie nötig unsere Wohnung zu sehen.

5. Kann man PKH nachträglich berechnen lassen?

6. Wie sollen Väter weiterhin auf Umgang klagen, wenn sie solche Summen fürchten müssen?

Was bleibt dann noch für die Kinder? Theoretisch könnte mein Mann finanziell den Umgang mit dieser Entfernung gar nicht mehr ausführen. Das steht alles in keinem vernünftigen Verhältnis!

Hier läuft doch etwas völlig verkehrt?

Grüße
FvP



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Susi64
Spezialgruppe
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.042


« Antwort #1 am: 01. Juli 2017, 12:14:38 »

Hallo,

leider seid ihr nicht mit diesem Problem alleine (siehe hier zur Angemessenheit von Gutachterkosten und hier)

und die dort gegebenen Antworten werden euch nicht freuen, z.B.:

"... ob der Richter ein Gutachten ohne Auftrag der Parteien erstatten lassen kann (wenn er nicht über die Kosten informiert):

Ja, das ist der Fall. Nach den §§ 26 - 30 FamFG hat das Gericht von Amts wegen die zur Feststellung der Entscheidung erheblichen Tatsachen und erforderlichen Ermittlungen durchzuführen, und es erhebt die hierzu erforderlichen Beweise in geeigneter Form, wobei es an das Vorbringen der Beteiligten nicht gebunden ist nach § 29 Abs. I FamFG. "

VG Susi

edit: Link hinzugefügt

« Letzte Änderung: 01. Juli 2017, 12:16:48 von Susi64 » Gespeichert
dt64
Schon was gesagt
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Beiträge: 15


« Antwort #2 am: 01. Juli 2017, 12:22:31 »

Hallo Frauvonpapa,
5. Kann man PKH nachträglich berechnen lassen?
VKH kann noch mindestens bis zum Ende der letzten mündlichen Verhandlung beantragt werden.
In dem hier beschriebenen Falle scheint es aber schon eine verfahrensbeendende Entscheidung zu geben, daher wird es hier nach meiner Kenntnis zu spät sein.
Unter Umständen kann der Betrag gegenüber der Gerichtskasse abgestottert werden, das Geschäftszimmer weiß, wer dazu konsultiert werden muß.
Als kleinen Trost könnte man diese dann längerfristige Belastung (VKH oder Kredit) in weiteren Verfahren im VKH-Antrag mitangeben und dadurch das einzusetzende Vermögen mindern. Wie gesagt: nur ein kleiner Trost.

dt
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Frauvonpapa
_Frauvonpapa
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 124


« Antwort #3 am: 01. Juli 2017, 12:54:21 »

Hallo Susi,

Danke für Deinen Link. Dort steht aber auch, dass Kosten bei rund 9.000 € entstehen können. Davon gingen wir im Schnitt auch aus.
Dann aber gibt es die Hinweispflicht für aussergeöhnliche Kosten. Hätte hier der Gutachter nicht vorschlagen können, dass mein Mann zu ihm fährt, um Kosten zu sparen?

Dann wurde auch eine Art Mediation von ihm ausgeführt, die wir aus dem 1. Gutachten nicht kannten, da dies vom Gericht nicht beauftragt wurde. Eigentlich wollte mein Mann diese Sitzung mit der KM nicht machen, da er dies bereits hinter sich hatte und nichts brachte.
Sich aber gegen die Vorschläge des Gutachters zu stellen, wäre für ihn negativ ausgefallen - er führte mehrere Telefonate mit ihm darüber, bei dem der Gutachter dies deutlich durchblicken ließ... Somit fuhr mein Mann nach Berlin, um diese unsinnige Mediation von 2,5 Std durchzuführen, die wie vermutet umsonst war. Wir dachten schon damals, dass er eigentlich seine Kompetenz/ Auftrag überschreitet....

Auch wenn wir die Belastung im Vermögen mindern könnten - vor Gericht gehen wir bezüglich der Tochter nie mehr! Nacher haben wir Gutachtenkosten in Höhe von 30.000 €...., wer weiß das schon  c

Im Notfall hebt mein Mann mit die Hand (Insolvenz) und wird auch keinen Unterhalt mehr bezahlen können... 
Im ernst: mein Mann ist ja nicht alleine und wir erfahren Unterstützung aus unseren Familien... Aber was ist mit Vätern, die das nicht haben? Kaum vorzustellen, wie es einem dann geht...

Hier sollte dringend eine Grenze existieren! Sollte jemand Gruppen wissen, die sich dafür einsetzen (politisch), würden wir gerne mitwirken.

Gruß
FvP










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Susi64
Spezialgruppe
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.042


« Antwort #4 am: 01. Juli 2017, 14:19:12 »

Hallo,

wie dt64 schon geschrieben hat, die momentan einzige Möglichkeit ist Ratenzahlung zu versuchen.
Ggf. kann auch noch während des Verfahrens ein Antrag auf Verfahrenskostenhilfe gestellt werden. Was dann bezahlt wird ist auch nicht klar.

Leider weiss ich auch niemanden, der sich mit dieser Sache politisch beschäftigt.

VG Susi
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Samson1978
Rege dabei
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 158


« Antwort #5 am: 02. Juli 2017, 17:52:54 »

Was sagt denn euer Anwalt dazu?

Ich sehe hier die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt. Ein Gutachter in 700km Entfernung? Das ist einmal Hamburg- Ingolstadt. Da gibt es doch gewiss einige dazwischen.
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Bitumen
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 279


« Antwort #6 am: 02. Juli 2017, 19:44:20 »

Freunde Euch damit an, dass ihr die Summe zahlen müsst, es könnte deinem Mann je nach Verdienst auch noch Teile der Gegenseite auferlegt werden.

Dein Mann ist noch nicht einmal beschwerdefähig, schaue unter JVEG  § 4 Gerichtliche Festsetzung und Beschwerde Satz 1 und dann Satz 3.

(1) Die Festsetzung der Vergütung, der Entschädigung oder des Vorschusses erfolgt durch gerichtlichen Beschluss, wenn der Berechtigte oder die Staatskasse die gerichtliche Festsetzung beantragt oder das Gericht sie für angemessen hält. Zuständig ist
1.
das Gericht, von dem der Berechtigte herangezogen worden ist, bei dem er als ehrenamtlicher Richter mitgewirkt hat oder bei dem der Ausschuss im Sinne des § 1 Abs. 4 gebildet ist;
........

(3) Gegen den Beschluss nach Absatz 1 können der Berechtige und die Staatskasse Beschwerde einlegen, wenn der Wert des Beschwerdegegenstands 200 Euro übersteigt oder wenn sie das Gericht, das die angefochtene Entscheidung erlassen hat, wegen der grundsätzlichen Bedeutung der zur Entscheidung stehenden Frage in dem Beschluss zulässt.

Wenn also das Amtsgericht keine Abhilfe geschaffen, habt ihr keine Chance.

 EIGENE Erfahrung: Selbst ein wegen Befangenheit vom FamG abgelehntes Gutachten musste in voller Höhe bezahlt werden.....waren ca 10.500 Euro und nicht nach wissenschaftlichen Standard erstellt..... c

Seht es als Lehrgeld an.....ich kann immer nur davon abraten sich in die Fänger einer Begutachtung zu geben, auch wenn man selbst gewinnt, verlieren tun dabei i.d.R. alle. Deshalb sollte man immer wissen wie weit man unter solchen Umständen bereit ist zu gehen....

Bitumen
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Beim Umgang mit PLS-Patienten gilt es immer zu berücksichtigen, dass Realität, Fakten und Logik in der Welt des Betroffenen keinerlei Bedeutung haben. Auch können die meisten PLS-Patienten nicht mit Kritik umgehen, das gilt für jede Form der Kritik, also gerade auch positive oder konstruktive Kritik
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