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vatersein.de - Forum 18. November 2017, 18:35:16 *
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Autor Thema: Umgang und wie er sich mit der Zeit verändert...  (Gelesen 2315 mal)
jack-no7
Rege dabei
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 170


« am: 26. Juni 2017, 17:37:53 »

Hallo zusammen,
ich brauche nach langer Ruhe mal wieder Rat...
Erstmal nicht über die Formulierung "Kind" wundern. Ich möchte das hier geschlechtsneutral halten.

Folgende Situation:
Kind, 7 Jahre alt, lebt bei der KM. Vor ca. 6 Jahren Trennung, danach das übliche Spiel (plötzlich keinen Umgang mehr etc.)
JA eingeschaltet, war sehr bemüht konnte aber nicht helfen. Rechtsweg eingeschlagen. Ergebnis: vernünftige Umgangsregelung (alle 2 Wochenenden + Ferienregelung).

Seit dem sind 5 Jahre vergangen und es hat sich so einiges verändert.
Kind ist nicht mehr im KiGa sondern in der Schule, ist im Sportverein, hat seinen Freundeskreis usw. Das alles bei der KM (wir leben ca. 40km entfernt).
Umgangsregelung haben wir im Einvernehmen an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Generell ist KM mal mehr und mal weniger komisch drauf. Seit neustem versucht sie mir vorzuschreiben, was ich am WE machen darf und was nicht. Aber das sind die üblichen Nebenkriegsschauplätze.

Seit einiger Zeit kommt es nun zu Dingen, die ich als schwer erträglich empfinde und mir nicht sicher bin, ob es wirklich dem Wohle des Kindes dient oder ich einfach nur ein persönliches Problem damit habe.

1.
Das Kind ist in einem Sportverein. Da gibt es natürlich regelmäßig Training. Das findet freitags statt, deswegen hat sich das Abholen um ca. 2 Stunden nach hinten verschoben.
Dadurch, dass das Kind jetzt in der Schule ist, soll es Sonntags früher zurück damit es zuhause noch "runter kommen" kann, ggf. noch was mit den Nachbarskindern machen usw.
Die WE wurden also um ca. 4 Stunden verkürzt. Argument seitens der KM: ist ja alles im Interesse des Kindes.

2.
Es kommt natürlich auch vor, dass Wettbewerbe auf das Wochenende fallen, wo das Kind bei mir ist. Diese fangen gerne mal Sonntags morgens an und Sonntags mittags vorbei.
Ich bin bei den Wettbewerben natürlich dabei. Danach geht das Kind aber direkt mit der KM nachhause. Weil das weniger stressig sein soll.

3.
KM äußert sich seit einiger Zeit, dass sie freitags öfter "Stress zuhause hat", weil das Kind keine Lust hat zu mir zu kommen.
Ich glaube ihr das auch teilweise.

Punkte 1. und 2. sind mehr oder weniger erträglich. Gerade Punkt 2 hängt von der jeweiligen Situation ab und da könnte man bestimmt auch was verändern.
Wirklich kritisch sehe ich Punkt 3. Ich sehe es schon seit längerer Zeit kommen, dass ich mit Aussagen wie "Ich will nicht zu dir kommen, ich will lieber mit meinen Freunden spielen/es ist ein Geburtstag usw." konfrontiert werde.
Das wird sich nicht vermeiden lassen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Kind war. Wenn man am WE etwas mit den Freunden machen wollte oder irgendwas anderes anstand, fand ich es auch immer **tsts - ID 35** wenn mich meine Eltern irgendwo mit "hingeschleppt" haben.

Nun hatte ich jüngst ein Gespräch mit der KM wo es auch darum ging. Meine Idee war es, mal zum JA zu gehen und sich beraten zu lassen, wie man zukünftig damit umgeht. Wir sind ja nicht die einzigen mit so einem "Problem" und dort gibt es ja Experten, die da aus all ihrer Erfahrung bestimmt gute Tipps geben können.
Ich sehe es nämlich kommen, dass bald Anrufe von der KM oder meinem Kind bekomme mit "Dieses Wochenende habe ich keine Lust...". Was dann tun?
Zu zwingen mit "Du musst aber..." und dann der Buhmann zu sein? Einfach einlenken auch auf die Gefahr hin, dass der Wunsch in Wahrheit von der KM kommt und das der Anfang zur Entfremdung ist? Ich habe keine Ahnung!
Deswegen empfand ich den Vorschlag mit dem JA als eine sehr gute Idee. Damit bin ich jedoch alleine... "Bei sowas mache ich auf gar keinen Fall mit. Ich lass mir nicht von Dritten sagen, die mein Kind gar nicht kennen, was richtig und was falsch ist."
Es kennt keiner das Kind so gut wie sie und keiner weiß besser, was richtig und falsch ist als sie. Das ist das, was ich immer zu hören bekomme.

Was also tun wenns zu der besagten Situation kommt?
Vielleicht hat ja jemand auch Erfahrung mit seinen eigenen Kindern in dem Alter.

Rein rechtlich: es gibt eine fixe Umgangsregelung mit Androhung von Ordnungsmitteln bei Zuwiderhandlung die ich natürlich versuchen könnte, mit der Brechstange durchzusetzen.
Ich glaube aber weder, dass das erfolgreich sein wird. Noch, dass es dem Kind etwas bringt.
Kommt es zu einer erneuten richterlichen Auseinandersetzung, wird das Kind mit involviert. Das ist für das Kind nicht schön und KM hat natürlich auch viele Möglichkeit, ihren Einfluss da auszunutzen.

Viele Grüße
Jack
« Letzte Änderung: 26. Juni 2017, 17:41:02 von jack-no7 » Gespeichert
Ingo30
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« Antwort #1 am: 26. Juni 2017, 18:48:04 »

Moin Jack,

das Problem bei Dir ist - im Gegensatz zu "vernünftigen" Elternteilen, dass ihr wahrscheinlich auf Elternebene keine Lösung finden werdet. Daher auch der Gerichtsbeschluss.

Wie würden das kooperative Elternteile lösen? "Du, Kind hat am Freitag Veranstaltung xy und am Sonntag noch das Turnier in xz" - "Ja, kein Problem, ich übernehm das - am Montag bringe ich sie dann morgens auch zur Schule, so haben wir auch noch den Sonntagabend, das ist doch kein Problem, oder?" Nein, kein Thema"...

Und genau das funktioniert ja bei Euch nicht. Und deshalb musst Du auch die Umgänge so einhalten und durchsetzen wie sie vorgesehen sind. Es ist bekannt, dass durch solche "Taktiken" gerne die Umgangszeit beschränkt werden soll. Euer Kind ist übrigens 7 Jahre alt - und entscheidet in diesem Alter überhaupt nichts mit in Sachen Umgang. Mach Dich hier etwas gerade und setz Deinen Umgang durch. Die KM hat ebenfalls eine Pflicht am Umgang mitzuwirken.
Auf Aussagen der KM, "was am Wochenende zu tun ist" erklärst Du ihr ganz sachlich, dass sie das nichts angeht. Genauso wirst Du auch in ihre Umgangszeit nicht hereinplanen.
Das man Aktivitäten, die dem Kind Spaß machen als Elternteil begleitet finde ich gut und wichtig. Das der Umgang gekürzt werden soll, nicht. Biete der KM an, Euer Kind am Montag zur Schule zu bringen. So spart ihr Euch auch die lästige Übergabe an der Tür. Die KM lehnt ab? Super, Du lehnst das frühere zurückbringen genauso ab.
Es geht leider bei diesem Typus KM nicht anders. Gruß Ingo
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Tsubame
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« Antwort #2 am: 26. Juni 2017, 18:51:33 »

Hallo,

Warum machst Du bei diesem üblen Spiel die Papazeiten immer mehr zu kürzen mit ?

Das Kind ist im Sportverein und hat Wettbewerbe. Selbstverständlich bist Du dabei und selbstverständlich überlegst Du Dir, was Du hinterher noch mit dem Kind gemeinsam ohne die KM machen kannst : ruhiges Mittagessen (wenn es schön ist, bereite ein Picknick vor) und selbstverständlich Abendessen, welches die Papazeit ausklingen lässt. Zwischendurch finden sich auch im Umkreis sicherlich noch andere Dinge, welche man unternehmen kann. Spaziergang etc. Du kannst auch nach einem Wettbewerb fragen, ob Kind einen Freund einladen will.
Selbstverständlich bringst Du während der Papazeiten das Kind nicht Stunden vorher zur Kindesmutter, damit es "runter kommt" und mit den Nachbarskindern spielt.  c Sondern Du bringst es satt nach dem Abendessen zurück und - das ist auch möglich - im Schlafanzug und mit geputzten Zähnen. Kind wird sich später daran erinnern, wie es in Papas Auto langsam eingeschlafen ist. Womöglich immer mit der gleichen Musik. Das sind Rituale, welche sich einprägen.
Müssen aus irgendwelchen Gründen, die Wochenenden tatsâchlich verkürzt werden, werden diese Stunden (Feiertage) selbstverständlich nachgeholt.

Zum Thema "ich habe keine Lust zu kommen". Papa und Mama tun alles, dass Kind hier keine Lust mehr hat. Das Kind ist sieben Jahre alt. Überlege Dir, wie Du die Wochenenden gestaltest. Das Kind kann einen Freund mitbringen. Du kannst einen Geburtstag ausrichten. Gibt es bei Dir keine Nachbarskinder ? Keine Cousins und Cousinen ? Keine Oma und Opa ? Habt Ihr gemeinsame Interessen ? Was macht Ihr in den Ferien ? Kannst Du bei den Hausaufgaben helfen ? Melde das Kind in einen Töpferkurs jedes zweite Wochenende an oder in den Ferien in einen Theaterkurs, Backkurs. Kann es schon Fahrrardfahren ? Macht Ausflüge.
Das Kind muss Deine Präsenz und Dein Engagement spüren. Das : "Ist alles stressig für das Kind ausser  Mama" ist Unsinn.

Halte Dich an die Umgangsregeln.

VG,
Tsubame.
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« Antwort #3 am: 26. Juni 2017, 19:40:16 »

Mein Eindruck ist, dass Jack eben nicht auf Biegen und Brechen diese Umgangsregelung umsetzen will, sondern Verständnis für die Wünsche des Kindes hat, weil er sich da sehr gut rein versetzen und an seine Wünsche als Kind erinnern kann.

Die Frage ist also, wie man die Bedürfnisse aufeinander abstimmt. Da Väter idR ja nicht nur die Wochenendclowns sein sollen, sollte dem Kind auch schon möglich sein, Verabredungen zu treffen. Eine Alternative wäre, den Umgang von Freitags nach der Schule bis Montags zur Schule auszudehnen, mit der Prämisse, Hausaufgaben zu erledigen und dem Kind Verabredungen zu ermöglichen.

Ja ich weiß, Umgang ist "Pflicht", aber er sollte dem Kind auch nicht verleidet werden, weil es im Umgang mit Freunden "außen vor" ist.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Tsubame
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« Antwort #4 am: 26. Juni 2017, 20:36:42 »

Ich sehe hier nicht, wo das Treffen mit Freunden zu kurz kommt. Das Kind kann seine Freunde jeden Tag nach der Schule treffen und muss daher die Nachbarskinder nicht unbedingt jeden zweiten Sonntag abend vor dem Schlafengehen sehen. "Umgang" ist nicht Pflicht. Beide Elternteile zu sehen und zu erleben ist ein Recht des Kindes.
Hier sieht das Kind den Vater vier Tage im Monat.
Eine Regelung von Freitags nach der Schule fände ich auch viel kindgerechter. Papa kann Sohn zum Sportverein bringen, auf ihn warten und dann heimfahren. Dann ist auch der Sport in die Papazeit integriert.
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« Antwort #5 am: 27. Juni 2017, 09:37:29 »

Auf ein Recht kann man aber auch verzichten, wenn man möchte.

Ich mag das sture Beharren bzw. Überreden auf Teufel komm raus einen Beschluss einzuhalten nicht. Wichtig ist, dass über Kompromiss oder nicht Kompromiss der Vater als Umgangsberechtigter und -verpflichteter entscheidet. Wenn also Samstag Kindergeburtstag ist, halte ich es für völlig in Ordnung, dem Kind die Teilnahme nicht wegen Umgang zu versagen. Allerdings ist es eine Frage, die zwischen Vater und Kind zu klären ist. Papa bringt hin und nach dem Geburtstag geht es zu Papa zurück. Und da kann man sicher auch mal eine 2-3stündige Verabredung bei Lisa oder Fritz einschieben... und damit auch bei Freunden als Papa Präsenz zeigen.

LG LBM
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« Antwort #6 am: 27. Juni 2017, 18:38:38 »

Ich weiss nicht, ob hier der siebenjährige Sohn auf sein Recht auf Papazeiten verzichten möchte.
Ich lese aus dem Beitrag auch nicht heraus, dass Jack entscheidet und ich sehe auch keine Kompromisse in den beschriebenen Situationen, sondern nur Kürzungen der ohnehin knappen Papazeit.

Aber selbstverständlich bringt der Papa das Kind an den gemeinsamen Wochenenden zu den Geburtstagen, kauft ein Geschenk mit Sohn für das Geburtstagskind und holt ihn wieder ab.

Es gab einen Grund, einen Beschluss gerichtlich einzufordern. Diesen gilt es meiner Meinung nach nur dann nicht einzuhalten, wenn Vater und Mutter flexibel sind. Falls Jack in den letzten Monaten also zur Mutter sagte, "Du, am nächsten Mama-Wochenende ist Oma X bei uns und möchte mit Sohn am Samstag in den Zoo. ich würde ihn am Freitag abend abholen und bringe ihn am Samstag wieder zu Dir zurück. Ist das ok ?" und Mama antwortet:"Mensch. Das ist super. Dann sieht Sohni wieder mal die Oma. Gerne. Grüss sie schön von mir", dann wäre alles entspannt und in Butter.

VG,
Tsubame
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jack-no7
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« Antwort #7 am: 03. Oktober 2017, 12:39:23 »

Hallo zusammen,
in der vergangenen Monaten ist einiges passiert. Ich werde bald eine Entscheidung treffen müssen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Lausebackesmama liest es richtig heraus. Ich möchte mein Recht nicht mit aller Gewalt durchsetzen. Ich bin der Meinung, dass damit allen Beteiligten am wenigsten geholfen ist.
Sind wir mal realistisch: selbst wenn ein Gericht erneut feststellt, dass die Regelung so weiterhin bestand haben sollte und selbst wenn es der KM verdeutlicht, dass die Ursachen der Probleme bei ihr und nicht beim Kind oder dem Vater liegen, was hat das alles für einen Wert wenn das Kind zuhause permanent etwas anderes "eingetrichtert" bekommt?

Tsubame: es gibt und gab an Wochenenden immer schon ein tolles Programm. Mittlerweile ist eher das Problem, dass mein Kind herausgefunden hat was es tun muss um das zu bekommen was es will. Fakt ist aber, dass sein soziales Umfeld nunmal am Wohnort der Mutter ist. Es gibt hier Oma, Opa, Freunde mit gleichaltrigen Kindern, es wird hier immer auch der Geburtstage nachgefeiert, wenn es am WE auf einen Geburtstag eingeladen ist, fahre ich es dahin, hole es wieder ab... es scheint aber alles nicht zu "reichen".

Was bisher passiert ist:

Es gab in den Sommerferien ein riesen Drama bei der Übergabe. Mein Kind hat bitterlich geweint. Auch die ersten Tage hat man das noch gespürt. Ich habe versucht herauszufinden, was mein Kind denn so traurig macht. Aber es riegelt komplett ab. Auch Dritten gegenüber (Oma, Opa, Patenonkel etc.)
"Ich vermisse die Mama". "Die Mama ist traurig wenn ich nicht da bin". Mehr kam da nicht. Letzteres finde ich am Schlimmsten und das sagt einiges aus. Wenn es dann wirklich ein Grund ist und nichts vorgeschobenes. Je weiter die Ferien voran schritten desto mehr hat sich das ganze entspannt. Wir hatten auch echt eine sehr tolle Zeit zusammen und viele tolle Dinge unternommen. Vielleicht war es auch einfach nur Heimweh dachte ich zunächst.
Die Dramen bei den Übergaben haben sich nun leider auch in den Umgangsalltag übertragen. Man sieht meinem Kind an, dass ihm der Abschied von der Mama schwer fällt. Ich muss dazu aber auch sagen: die Verabschiedung gleicht teilweiser einer Zeremonie. Als ob man sich die nächsten 3 Jahre nicht wieder sehen würde. Das Kind sucht hier auch die Nähe zur Mama. Nimmt sie immer nochmal und nochmal in den Arm. Die KM sagt da natürlich nicht nein. Ich habe versucht mit meinem Kind darüber zu reden. Habe ihm den Tipp gegeben: versuch doch mal kürzer Tschüss zu sagen. Dann fällt dir das bestimmt leichter. Und nach 2x schlafen seht ihr euch ja auch wieder. Kann/will mein Kind nicht umsetzen. Eher klingelt dann einige Tage später mein Telefon, die KM ist dran und wirft mir vor ich würde unserem Kind verbieten Tschüss zu sagen. Was auch auffällt: die Begrüßung und Verabschiedung zwischen uns läuft sehr kühl ab. Kein in den Arm nehmen oder sonst was. Es wirkt sehr distanziert. Selbst wenn ich auf mein Kind zugehe ist das keine richtige Umarmung. Sobald wir aber zuhause sind, ist es das komplette Gegenteil. Es wird meine Nähe gesucht, gekuschelt usw. Die KM wirft mir vor, dass ich keine Bindung zu meinem Kind habe. Und ich mich nicht wundern solle, dass er deswegen nicht gerne zu mir kommt. Was widerspricht dem, was dann zuhause passiert. Interessiert die KM aber nicht. Mein Kind fühlt sich in der Situation unwohl wenn es "zwischen uns" steht. Es will der Mama nicht zeigen, dass es gerne bei mir ist. Oder mich lieb hat. Das ist meiner Meinung nach der wahre Kern der Probleme. Ein Loyalitätskonflikt.
Sieht die KM anders. Ich solle die Meinung von unserem Kind einfach mal akzeptieren und nicht versuchen irgendwelche psychischen Störungen zu suchen. Ich habe vorgeschlagen die Situation mit den Übergaben zu entspannen indem ich es Freitags direkt vom Sport abhole. Die KM hat daraufhin unser Kind gefragt. Das möchte es nicht. Diskussion für sie beendet.
Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind und werden da so einfach nicht einen gemeinsamen Nenner kommen.

Da ich keine Ahnung habe wie ich mit dieser Situation umgehen sollte hatte ich mittlerweile Kontakt mit dem JA. Ich muss dazu sagen, dass ich generell bisher sehr gute Erfahrungen mit dem für uns zuständigen Amt gemacht habe. Gespräche dort waren immer sehr konstruktiv und es wurde immer nach einer Lösung gesucht, die für alle tragbar ist. Auch damals nach der Gerichtsverhandlung war das so und wir haben zusammen eine noch bessere Lösung gefunden als sie der Beschluss hergegeben hat.
KM sieht das nicht so. "Ich lasse von keinem Dritten der mein Kind nicht kennt entscheiden was richtig und falsch ist". Meine Argumente wie "es geht nicht darum, dass wer Drittes entscheidet sondern, dass wir beide uns Tipps holen, wie wir mit der Situation am besten umgehen". Sie kennt ihr Kind am Besten, das macht alles keinen Sinn, sie macht bei sowas nicht mehr mit... es ist hoffnungslos, das sie ihre Meinung ändern wird. Seit Juni versuche ich sie davon zu überzeugen.
Beim Gespräch mit dem JA kam vereinfacht gesagt heraus:

- es ist immer schwierig wenn nur ein Elternteil da ist
- man kann pauschal nicht sagen, was richtig und was falsch ist
- Umgang zu erzwingen ist nie gut. Wenn das Kind nicht will lieber sagen: ok, finde ich schade. Die Tür steht dir aber jederzeit offen
- wir können die KM zu nix zwingen. Im Zweifelsfall müssen sie klagen

Es gab mittlerweile auch ein Wochenende wo mein Kind gesagt hat, es will freitags sondern erst samstags kommen. Auch wieder unter Tränen.

So, und nun?

Mein Kind befindet sich in einem Loyalitätskonflikt. Das ist unangenehm, daraus möchte es ausbrechen. Am einfachsten ist es dann natürlich, sich für eine Seite zu entscheiden. Das passiert nun gerade.
Aus Sicht meines Kindes löst es das "Problem" natürlich kurzfristig. Aber es löst nicht das wahre Ursache.
Ich könnte nun mit der Keule kommen und meine Rechte versuchen gewaltsam durchzusetzen. Dann habe ich alle 2 Wochen ein weinendes Kind. Und vielleicht irgendwann eins was mir vorwirft, ich würde nicht auf dessen Gefühle Rücksicht nehmen. Oder ähnliches.
Vielleicht kommt es dann zu einem neuen Gerichtsverfahren. Wo das Kind dann auch seine Wünsche äußert. Mit 7 Jahren wird es involviert sein. Und vielleicht erkennt man da auch die wahren Probleme und es folgen Maßnahmen, die meinem Kind wirklich helfen. Vielleicht aber auch nicht. Mein Kind kann sich für sein alter sehr gut ausdrücken. Und es versteht verdammt viel. Ich möchte meinem Kind diese Situation eigentlich ersparen.
Die KM ist der Meinung unser Kind muss in alle Entscheidungen involviert werden. Mit 7 Jahren kann es sagen, was es will und was nicht. Ich bin der Meinung: klar kann es das. Aber es kann die Tragweite von Entscheidungen noch nicht einschätzen.
Es wird ja sicherlich auch morgens in die Schule geschickt, obwohl es keine Lust hat.

Es gibt in der Umgangsregelung ein paar Dinge, die sicherlich nicht mehr altersgemäß sind und die man anpassen könnte. Ich bin dazu auch bereit. Ich wäre auch dazu bereit, den Rhythmus ggf. auszuweiten.
Ich bin mir auch sehr sicher: wenn ich meinem Kind das vorschlage sagt es direkt ja. Es hat dahingehend mir gegenüber kein schlechtes Gewissen oder ähnliches. Auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite traurig.
Aber... ich weiß nicht, ob es das Problem löst. Ob es den Loyalitätskonflikt irgendwie entspannt. Oder es es der Anfang vom Ende ist.
Ich finde es unmöglich vernünftigen Umgang zu gestalten, wenn beide Elternteile nicht positiv darauf einwirken. Ich weiß nicht, was bei denen zuhause passiert. Mein Kind hat noch nie etwas in die Richtung erzählt, dass es zuhause was blödes über mich gesagt bekommt. Nur eben: dass es sagen soll was es will.

Schwierige Situation. Gibts wahrscheinlich keine wirkliche gute Lösung für.

Viele Grüße
Jack
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« Antwort #8 am: 03. Oktober 2017, 15:06:02 »

Moin Jack,

aus meiner Sicht müsst ihr mal dringend davon weg kommen, irgendetwas von der Umgangsthematik von Eurem Kind entscheiden zu lassen. Die KM aber auch Du. Kinder in dem Alter haben am Umgang NICHTS mitzubestimmen. Das Regeln die Elternteile. Und ja, wenn ihr letztlich nicht einig werdet, werden Dritte über das Thema entscheiden (FamGericht).
Versuch somit die Themen von Eurem Kind wegzuhalten. Es ist normal, dass Kinder zwischen KM und KV "umschalten" bei der Übergabe. Das hast Du ja auch selber schon festgestellt. Gestalte die Übergaben so kurz wie möglich. Ansonsten gehe auf das Gebaren der KM überhaupt nicht mehr ein. Zeige Dich unbeeindruckt. Eine Kontaktlose Übergabe über Schule / Verein wäre sinnvoll und sollte von Dir auch forciert werden, wenn die Probleme weiter zunehmen.

Nur noch mal aus der Forenerfahrung was bei einer richtigen "Kindsbesitzerin" zu Hause im Rahmen der Manipulation passiert (was bei Euch nicht so sein muss, nur mal um Deinen Horizont zu erweitern. Hier die Klassiker:

1. Mama zu Kind: "Wenn Du zu Papa gehst wird Mama immer ganz traurig. Mama muss dann die ganze Zeit weinen".
2. Mama zu Kind: "Wenn Du nicht mehr zu Papa willst, kriegst Du in nächster Zeit ein eigenes Pony / eine Spielekonsole..."
3. Mama zu Kind - die heftigste Sache die ich hier mal gelesen habe : "Natürlich kannst Du zum Papa. Dein Haustier muss dann halt leider verhungern, weil es niemand füttern wird".

Du siehst, hier sind viele Manipulationsmöglichkeiten möglich (die natürlich genauso auch von KVs missbraucht werden könnten).
Also, sei Dir dieser Sache bewusst. Kläre Umgangsthemen ausschließlich mit der KM. Und wenn sie Deinen Umgang beschränken will, geht es halt zum FamGericht. Du kannst hier die KM fragen, ob sie das wirklich möchte und ihre Zeit nicht sinnvoller verwenden kann. Gruß Ingo
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jack-no7
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« Antwort #9 am: 03. Oktober 2017, 15:18:21 »

Hi Ingo,
danke für Deine Antwort. Wenns nach mir ging würde ich es genauso handhaben wie du schreibst.
Unser Kind wird seitens der KM nur leider immer wieder in das Thema involviert. Ich mache unserem Kind da auch keinen Vorwurf. Zuhause bekommt er sagt "du musst sagen was du willst und wir richten uns danach" und bei mir bekommt er gesagt "klar kannst du sagen was du denkst aber entscheiden tust du nichts."

Folgendes Szenario:
ich komme Fr wie immer um unser Kind abzuholen. Kind weint und sagt, dass es nicht mit will. Lässt sich auch durch gutes Zureden nicht beruhigen/überzeugen.
Und dann? Darauf bestehen, dass es mitkommt also es dazu zwingen?
Gehen wir davon aus ich mache das so. KM sagt dann: ich zwinge mein Kind zu gar nichts und schlägt mir die Tür vor der Nase zu. Und dann? Polizei rufen, Gerichtsbeschluss parat haben und auf Durchsetzung bestehen?

Machen wir uns nix vor. Wenn sich die Meinung von mir und der KM so grundlegend unterscheidet bleibt mir nur die Möglichkeit, zu versuchen meine Interessen gerichtlich durchzusetzen.
Mit allen Konsequenzen die das dann haben kann.

Grüße
Jack
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« Antwort #10 am: 03. Oktober 2017, 15:31:39 »

Moin Jack,

die Polizei hat in solchen Umgangsstreitigkeiten in der Regel kein Mandat. Dies ist dann die Sache des FamGerichts. Hier sollte ein guter Anwalt im Vorfeld auch Sanktionsmittel aufnehmen lassen (Ordnungsgeld) wenn der Umgang nicht zu Stande kommt. Bei Verweigerung des Umgangs ist dann wieder das Gericht anzurufen.
Natürlich wäre das kein wünschenwertes Szenario. Denn neben vielen Kosten für den Anwalt hast Du letztlich auch keine Gewähr, dass die Mittel wirksam werden. Euer Kind ist aber noch jung. Bei Kindern im Alter ab ca. 12 Jahren kann Umgang ohnehin nicht mehr durchgesetzt werden. Bei Dir lohnt es sich aber schon, dran zu bleiben.

Zur Übergabe: Die Eltern entscheiden den Umgang. Die KM ist gesetzlich verpflichtet, am störungsfreien Umgang mitzuwirken. Verdeutliche ihr das ruhig noch einmal, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Ansonsten ist das Kind an die Hand zu nehmen und der Einflussbereich der KM so freundlich wie möglich aber auch so zu zügig wie möglich zu verlassen. Natürlich ohne jegliche Nötigung oder Drama. Im Zweifel ist der Umgang abzubrechen.
Ansprechpartner wären dann das Jugendamt und / oder Anwalt für FamRecht. Gruß Ingo
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« Antwort #11 am: 03. Oktober 2017, 16:15:19 »

Hallo Jack,

Du möchtest, dass es Deinem Kind gut geht. Die KM vermutlich auch. Trotzdem wird die Situation immer komplizierter. Wenn sich etwas ändern soll, dann muss sich das Verhältnis zwischen euch als Eltern ändern. Wenn sich etwas friedlich ändern soll, dann sehe ich eigentlich nur den Weg über eine Eltern/Paarberatung.
Dabei geht es darum, dass ihr als Eltern so handelt, dass es am besten für das Kind ist. Günstig wäre eine Umgangsbegleitung, also jemand der im Konflikt vermittelt und die Aufgabe der Kindsübergae übernimmt. Ich denke, dass man sowas auch kaufen kann und die Kosten müsstest natürlich Du übernehmen, es muss ja nicht über Jahre sein.

Das Grundübel ist, dass die KM Dir nicht vertraut und das Kind ja "offensichtlich" nicht zu Dir will, dann muss das ja an Dir liegen. Eine andere Erklärung kann die KM nicht zulassen, denn dann wäre es ja ihr Fehler. Hier eine Änderung zu bewirken wird nicht einfach sein.

Wenn das alles nichts bringt, dann bleibt Dir natürlich nur der harte Weg.

VG Susi
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nadda
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« Antwort #12 am: 05. Oktober 2017, 15:41:31 »

Hi,

auch wenn das unschön wird, du musst deutlich klar stellen das eine neue Regelung notwendig ist um euer Kind zu entlasten.
Also entwerfe eine Umgangsregelung bei der du das Kind aus der für das Kind stressigen Situation der Übergabe raus nimmst.

Prinzipiell würde ich vorschlagen das Kind Freitags von der Schule zu holen und Montags zur Schule zu bringen, wenn du das
logistisch schaffen kannst. Das entstehen diese Situationen nicht wo man sich ewig von Mama verabschieden muss weil Mama das braucht.
(Und ja, das braucht Mama, nicht das Kind!)

Formuliere das ganze nett (wir lesen gerne drüber, ist meistens auch sinnvoll weil es sowieso vor Gericht landet) und schick es der KM,
mit einer Frist von einer Woche. Passiert nichts bittest du das JA noch einmal um Vermittlung wegen einer neuen Umgangsregelung,
kommt dieses Gespräch nicht , oder bringt es nichts, dann ab zum Anwalt.

Lass dir nicht viel Zeit, die Zeit arbeitet in diesem Fall absolut gegen dich. Ob bewusst oder unbewusst, hier wird ein Kind immer stärker in den
Loyalitätskonflikt gezogen, und das muss geändert werden.

Also schreib heute was an die KM, lass es gegenlesen und dann geht es los!


LG
Nadda


P.S. So ein Mama Verhalten ist grad scheinbar schick. Am Ende kommen da Kinder bei raus die in der 7ten Klasse vor lauter Heimweh nicht im Schullandheim bleiben können.
Uns wurde gestern beim Elternabend erklärt, dass jedes Jahr Kinder wegen Heimweh abgeholt werden müssen mit 12 und 13!
In so einer Situation wäre angebrachtes Elternverhalten dem Kind zu erklären das es auch 5 Tage ohne Mama und Papa auskommen kann.

In deinem Fall wäre angebrachtes Mutterverhalten das Kind zu verabschieden und ihm viel Spass zu wünschen!
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« Antwort #13 am: 17. Oktober 2017, 19:53:00 »

Hallo,

Die KM manipuliert das Kind massiv, in dem sie ihm Schuldgefühle einredet. "Mama ist traurig, wenn ich nicht bei ihr bin" ist ein Klassiker. Gibt es einen bestimmten Grund, warum sie das gerade dieses Jahr eingefädelt hat und durchzieht ? Ihr Ziel ist klar : Kind soll nicht mehr zum KV gehen wollen, können.

Ich finde Naddas Vorschlag, was das Abholen und Bringen anbelangt, sehr gut. Es nimmt das Kind aus der Schusslinie. Und die KM muss sich etwas einfallen lassen, da es vor Gericht gehen wird (wenn du willst, dass das Kind dich weiterhin sieht). Sie hat deinen Vorschlag, das Kind vom Sport abzuholen, ja schon abgelehnt.

Falls du willst, dass das Kind weiter von seinem Vater begleitet aufwächst,  solltest du schnellstens einen Anwalt aufsuchen, parallel zum Jugendamt. Und eine klare Ansage an das Kind, kindgerecht und zur richtigen Zeit, machen : Papa und Mama können sich nicht einigen, was die Papazeiten anbelangt. Du als Kind musst nicht entscheiden. Das ist virl zu schwierig für dich. Ein Richter wird das auf sich nehmen.

Viele Grüsse,
Tsubame.

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