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vatersein.de - Forum 18. November 2017, 16:51:21 *
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Autor Thema: Umgang mit 4 Monate altem Baby  (Gelesen 4671 mal)
Dad76
Schon was gesagt
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Beiträge: 41


« am: 28. Mai 2017, 06:25:37 »

Hallo Community

Auf diesem Weg versuche ich Infos aus der "Praxis" über den Umgang mit einem 4 Monate alten Baby bei getrennt lebenden Partner zu bekommen. Eventuell hat ja jemand anderes auch etwas ähnliches erlebt.

Ich habe vor ca. einem Monat erfahren, dass ich seit Ende Januar Vater eines Jungen bin. Mit der KM bin ich schon seit Juli letzten Jahres nicht mehr zusammen. Die Info, dass ich Vater bin, habe ich erst erhalten als das Kind bereits 3 Monate alt war. Seit dieser Info durch die KM und das Jugendamt, habe ich einen Vaterschaftstest gemacht, die Vaterschaft beim Jugendamt anerkannt und eine Sorgeerklärung abgegeben. Ich möchte, trotz der Tatsache, dass ich nicht mit der KM zusammen bin, ein guter und liebevoller Vater für das Kind sein.

Ich habe den Kleinen in der Zeit 3x im Beisein der KM gesehen. Zum Großteil waren das ca. 75min Spaziergänge, bei den der Kleine fast ausschließlich im Kinderwagen lag und meistens auch geschlafen hat. Auf Nachfrage, ob ich ihn evtl. auch mal alleine während eines Spaziergangs "betreuen" dürfte, machte mir die KM nur die Ansage, dass sie immer dabei sein will, wenn ich den Kleinen sehe. Auch wenn meine Eltern den Kleinen sehen wollen, will die KM dabei sein. Für mich ist es sehr schwierig, auf diese Art eine vernünftige Beziehung zum Kleinen aufzubauen. Immer ist die KM dabei und funkt dazwischen. Meistens hat der Kleine geschlafen... Ihn öfters zu sehen wiegelt die KM schon im Ansatz ab, mit der Begründung, dass sie keine Zeit hat.

Inwieweit muss ich das so akzeptieren. Wie handhabt ihr das in der Praxis. Welche Rechte habe ich? Ich wohne nur 15min von der KM entfernt und habe bereits mehrfach um mehr Kontakt gebeten. Ich möchte ihn ja nicht für 5h oder so... aber eben öfters als bisher und vor allem ohne die KM.

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe
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TotoHH
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« Antwort #1 am: 28. Mai 2017, 08:52:43 »

Guten Morgen und willkommen hier.

Bemüh mal ein wenig die SuFu - solche Fälle gibt es immer wieder hier...

Du hast das GSR ohne Widerstand bekommen?  thumbup Das ist schon mal kein verkehrtes Zeichen!

Ansonsten ist zunächst einmal festzuhalten, dass die Bemühungenum um alleinigen Umgang, sei es auch nur stundenweise, schwierig sind, wenn und solange das Kind noch gestillt wird. Wenn es Dir gelingt, diese Zeit einigermaßen einvernehmlich und mit regelmäßigem Sehen des Kindes zu überbrücken, wird es danach evtl. leichter - auch argumentativ: denn KM wird sicher anderweitige fremdbetreuung (Babysitter, Eltern, Krippe) haben, da spricht dann auch nichts objektives mehr gegen Dich als KV.

Ich würde es also langsam angehen lassen, keine Brechstange, Verständnis für KM aufbringen (heucheln) , KM in der auch für sie neuen Situation unterstützen und mich über kleine Fortschritte freuen. Die spannende Zeit mit Kind alleine kommt noch...

gruß toto, der das Verhalten der KM damit allerdings nicht gutheißt!

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Dad76
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« Antwort #2 am: 28. Mai 2017, 10:21:52 »


Erstmal Danke für dein Statement dazu.
Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass Brechstange, Druck oder ähnliches nicht hilfreich sind.

Was ich nur grundsätzlich hinterfrage ist die Tatsache, warum ein Kontakt mit dem Kleinen nur ausschließlich im Beisein der Mutter stattfinden kann. Was genau sollte der Grund dafür sein? Sie hat geregelte Zeiten was das Stillen betrifft und lässt auch ihre Mutter alleine mit dem Kleinen zum Beispiel spazieren gehen. Und auch während unserer "gemeinsamen Spaziergänge" war stillen nie ein Thema. Dies nimmt die KM nur als "Todschlagargument" wenn es darum geht, dass ich den Kleinen mal ohne sie sehen kann. Es ist doch vielmehr ihr rein subjektives Befinden, mir den Kontakt, allein zum Kind, für ca. 2 Stunden zu untersagen.

Gruß

_____________
Edit: Vollzitat gelöscht. Bitte einfach auf antworten klicken oder die Zitate auf das Wesentliche kürzen.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2017, 11:31:48 von Lausebackesmama » Gespeichert
TotoHH
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« Antwort #3 am: 28. Mai 2017, 11:35:51 »

Ja, im Prinzip hast Du Recht! Es gibt keinen rationalen Grund!  mir widerstrebt es auch, dass die KM hier die Macht ausüben will. Aber - sie hat hier die Macht des Faktischen und wenn Du - um jetzt stundenweisen Umgang mit einem meist schlafenden Säugling zu bekommen - die Kiste komplett gegen die Wand fährst, dann wird es mit vernünftigem und geregeltem Umgang mit dem größer werdenden Kind  schwer. Glaub mir, die spannende Zeit für Dich als Vater mit dem Kind kommt erst noch. Die Kunst ist es, den Umgang langsam aber stetig auszubauen, die KM glauben zu lassen, dass sie ihren Willen durchsetzt, ohne dass sie dem Schein erliegt, die alleinige Macht über die Vater-Kind- Beziehung zu haben. Nicht einfach, ich weiß.

Deshalb: Gute Miene zum KM-Spiel, nichts übers Knie brechen, m.E. spielt die Zeit für Dich, wenn Du nicht ganz außen vorgehalten wirst (was ja offensichtlich nicht der Fall ist). Alles andere sind Deine emotionalen Befindlichkeiten, die Dich nicht weiterbringen.

Was willst Du langfristig erreichen?

Du wirst hier sicherlich noch weitere Meinungen erhalten. ZT radikalere, z T sicher auch stillende-Mütter-verstehende... Daraus wirst Du Dir dann deinen eigenen Weg basteln müssen.

gruß, toto
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Dad76
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« Antwort #4 am: 28. Mai 2017, 12:23:27 »


Was willst Du langfristig erreichen?



Ich möchte dem Kind ein guter Vater sein. Und zwar nicht nur dann, wenn es der Mutter recht ist, sondern, wie es meiner Meinung nach fairerweise ablaufen sollte, nach Absprache mit dieser, regelmäßig. Ich möchte nicht erst ein Jugendamt oder ähnliches bemühen müssen, damit ich das Recht des Kindes auf Umgang mit mir, auch wirklich wahrnehmen kann. Ich möchte nicht erst Kämpfe ausfechten müssen und für jedes weitere "Entgegenkommen" betteln müssen. Es ist das Recht des Kindes und mein Recht, den Umgang mit ihm wahrzunehmen, natürlich immer dem Alter des Kindes angepasst.

Und wenn ich jetzt schon darum betteln muss, damit ich den Kleinen mal alleine im Kinderwagen schieben darf, dann läuft da gehörig was schief. Meine Eltern würden den Kleinen auch gerne sehen, jedoch hat sie das auch an die Bedingung geknüpft dabei zu sein. Warum? Was gibt ihr das Recht dazu, solche Forderungen zu stellen. Wir reden hier von maximal 2h ohne Mutter. Ich möchte kein Bittsteller sein, um mein Kind zu sehen. Es werden weitere Bedingungen von ihr kommen, sie wird es mir nicht leichter machen, soweit kenne ich die KM. Mir wäre eine schriftliche Regelung, gerne mit Hilfe des Jugendamtes oder anderer Alternativen, am liebsten.

Gruß
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Susi64
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« Antwort #5 am: 28. Mai 2017, 12:28:33 »

Hallo,

wenn Du durch das JA von der Vaterschaft erfahren hast, dann besteht ganz offensichtlich kein Vertrauensverhältnis.
Trotzdem ist es ein Teufelskreis, zum einen hast Du objektiv weder Erfahrung mit einem Kind, noch eine Bindung zu diesem Kind. Andererseits wird sich das bei Ausfahren eines schlafenden Kindes in Anwesenheit der KM auch nicht ändern.

Sicher kann man versuchen über das JA eine Meinungsänderung der KM zu bewirken, ich denke aber, dass Du erst einmal für Dich einen Plan machen solltest, wie Du den Umgang ausweiten kannst. Eine Stunde ausfahren ohne Aufpasser sollte der Anfang sein. Windeln, versorgen des Kindes bei der KM könnte der nächste Schritt sein.

Bei einem so jungen Baby ist esfür viele junge Mütter unvorstellbar das Kind auch nur für kurze Zeit "wegzugeben". Wie ist Dein Verhältnis zur Oma? Vielleicht ist die Oma ja auch eher bereit Dir mal etwas Zeit mit Deinem Kind zu geben?

Wie ist denn der Umgang bisher geregelt? Ein erster Schritt sollte regelmäßiger kurzer Umgang sein. Da kannst Du auch beweisen wie zuverlässig Du bist und Dein Interesse am Kind bekunden. Wenn alles immer nur auf Abruf geschieht, dann ist das für alle Beteiligten Stress. Es kann natürlich passieren, dass Du auch mal warten musst, weil das Kind gerade gestillt wird, aber das sollte kein wirkliches Argument gegen Regelmäßigkeit sein.

VG Susi
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Dad76
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« Antwort #6 am: 28. Mai 2017, 14:20:29 »



Hallo Susi

Auch dir erstmal danke für deinen Kommentar!

Ich habe von der Vaterschaft am selben Tag vom Jugendamt per Post und der KM per Mail erfahren. Sinngemäß schrieb sie, dass der Kleine vor 3 Monaten geboren wurde, sie erst jetzt Zeit gefunden hat wegen dem Unterhalt zum JA zu gehen und sie auf jeden Fall Unterhalt haben möchte und dabei auf einen reibungslosen Ablauf hofft. Ich glaube wenn ich es wie folgt zusammenfasse, trifft das den Kern ihrer Aussage ziemlich genau: zahle den Unterhalt und lass mich ansonsten zufrieden.

Und jetzt mal ehrlich, welche tatsächlich praktischen Erfahrungen mit einem Kind hatte denn die KM unmittelbar nach der Geburt? Keine!
Im Gegenteil zu ihr, habe ich sicher schon mehr Erfahrungen im Umgang mit Kindern, wenn diese auch älter sind. Ich bin seit mehreren Jahren Nachwuchstrainer und habe Kinder vom Bambinialter bis hin zur D- Jugend trainiert und begleitet. Dies tue ich mich großer Hingabe. Und in Vorbereitung auf den Kleinen, habe ich mich schon vor Wochen bei pro familia für einen "Säuglingspflegekurs" angemeldet. Diesen werde ich kommenden Dienstag das erste mal besuchen.

Und ich habe sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie ein Umgang vorerst aussehen könnte. Ich wohne gerade mal 15km von der KM entfernt. Ich könnte also ohne große Anstrengungen auch mal spontan vorbei schauen. Ich habe ihr das auch schon mehrfach vorgeschlagen, was sie aber immer mit der Begründung, sie hätte keine Zeit, abgelehnt hat. Alle Termine fanden nach ihrem Willen statt. Ort, Zeit, Ablauf und Dauer der Treffen legte sie fest. Mit dem Ergebnis, dass ich fast ausschließlich ein schlafendes Kind im Kinderwagen in ihrem Beisein umher geschoben habe.

Mir wäre ein regelmäßiger Umgang an 2 Tagen die Woche für 2 oder 3 Stunden ohne Mutter, ein vernünftiger Konsens. So kann ich wenigstens versuchen, die Wachphasen des Kleinen selber zu "gestalten" und versuchen eine Verbindung zu ihm aufzubauen, ohne dass die KM ihn ständig wieder ablenkt oder "beeinflusst". Und sehr gerne nehme ich da auch Rücksicht auf die "Stillzeit". Wenn sich also der Termin mal um ne halbe Stunde verschiebt, habe ich damit überhaupt kein Problem!

Liebe Grüße

Zur Mutter der KM habe ich gar kein Verhältnis, da ich ihre Familie nie kennengelernt habe.

__________________
Edit: Vollzitat gelöscht. Noch mal, bitte keine ganzen Texte zitieren.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2017, 16:37:25 von Lausebackesmama » Gespeichert
TotoHH
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« Antwort #7 am: 28. Mai 2017, 16:33:24 »

Und ich habe sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie ein Umgang vorerst aussehen könnte. Ich wohne gerade mal 15km von der KM entfernt. Ich könnte also ohne große Anstrengungen auch mal spontan vorbei schauen. Ich habe ihr das auch schon mehrfach vorgeschlagen, was sie aber immer mit der Begründung, sie hätte keine Zeit, abgelehnt hat. Alle Termine fanden nach ihrem Willen statt. Ort, Zeit, Ablauf und Dauer der Treffen legte sie fest. Mit dem Ergebnis, dass ich fast ausschließlich ein schlafendes Kind im Kinderwagen in ihrem Beisein umher geschoben habe.

Mir wäre ein regelmäßiger Umgang an 2 Tagen die Woche für 2 oder 3 Stunden ohne Mutter, ein vernünftiger Konsens. So kann ich wenigstens versuchen, die Wachphasen des Kleinen selber zu "gestalten" und versuchen eine Verbindung zu ihm aufzubauen, ohne dass die KM ihn ständig wieder ablenkt oder "beeinflusst". Und sehr gerne nehme ich da auch Rücksicht auf die "Stillzeit". Wenn sich also der Termin mal um ne halbe Stunde verschiebt, habe ich damit überhaupt kein Problem!

Nochmal ich - Du klingst sehr vernünftig. Und das was Du vorschlägst klingt sehr vernünftig.  thumbup

Und wenn die KM nicht freiwillig bzw mit leichtem Druck einlenkt, dann wirst Du vermutlich früher od. später externe Hilfe (JA) bis hin zu einer gerichtlichen Klärung bemühen müssen. Ich will Dir nur raten, das derzeitige Spiel der KM für den Moment mitzumachen und dadurch Deine Ausgangsposition zu verbessern. Im Moment besteht die Gefahr, das die KM auf die Tränendrüse drückt. Anders wenn Du abwartest, bis vielleicht nach der Stillzeit und Du auf andere Fremdbetreuung verweisen kannst und bis dahin zusammen mit der KM das Kind gesehen hast. Du verpasst bis dahin wirklich nichts! Aber durch dieses kontinuierliche Sehen und Kümmern, kann Dir dann nicht vorgehalten werden, Du wärst ein "total Fremder"  c

Ja, ist unfähr. Aber mE die mfr erfolgreichere Strategie für diesen Fall.

Freu Dich, dass Du GSR bekommen hast (so lese ich es in Deinem Eingangspost- ist das richtig?) - damit wäre diese hürde bereits genommen.

toto
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midnightwish
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« Antwort #8 am: 28. Mai 2017, 18:07:21 »

Ich fürchte fast, das  es kein GSR gibt.

Er hat zwar die SR-Erklärung abgegeben. Aber hat die KM dieser auch zugestimmt und die diese auch unterschrieben?

btw. Hat sie denn der Vaterschaftserklärung zugestimmt?
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Dad76
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« Antwort #9 am: 28. Mai 2017, 19:13:42 »

Das hatte ich völlig vergessen zu schreiben. Ich habe lediglich die Vaterschaft anerkannt und die Sorgeerklärung abgegeben... die Mutter hat beidem aber noch nicht zugestimmt.
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Tsubame
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« Antwort #10 am: 28. Mai 2017, 19:43:05 »

Hallo,
Schön, dass Du hierher gefunden hast.
Auch ich bin der Meinung, dass Du sehr vernünftig schreibst und Deine Vorstellungen absolut kindgerecht sind.
Ich wollte Dir vorschlagen, dass Du einen Säuglingspflegekurs besucht (und Du hast Dich schon eingeschrieben). Nicht, weil Du das besser oder schlechter als die Kindesmutter kannst, sondern als ein Zeichen der Vetrauensbildung zwischen der Mutter und Dir (und als solches solltest Du ihr das "verkaufen") und auch als Zeichen Deines guten Willens gegenüber Jugendämtern etc., falls dies in der Zukunft nötig sein sollte.

Die Front an der Du arbeitest ist, der Kindesmutter mit der Zeit verständlich zu machen, dass Du ein Elternsein auf Augenhöhe für das gemeinsame   Kind willst und nicht als Zahlvater. Die Tatsache, dass sie hier alleine die Entscheidung für das Kind getroffen hat und Dich nur informiert um Geld zu erhalten, spricht dafür, dass sie der Ansicht ist, dass das Kind (zu) ihr gehört. Es wird für Dich schwierig, diesen ihren Standpunkt zu verändern. Manche Kindesmütter sind nicht in der Lage dies einzusehen. In diesem Fall geht es vielleicht mit Hilfe von Dritten. Die Kindesmutter hat theoretisch kein Recht irgendwelche Forderungen zu stellen, praktisch hat sie alle Macht der Welt das Recht des Kindes auf seinen Vater auf ein Minimum zu beschränken, d.h. auf das Geld. Der Gesetzgeber stellt das Recht auf Unterhalt ganz nach vorne, aber der sogenannte "Umgang" steht ganz hinten auf seiner Liste.

Du musst Strategien entwickeln, wie Du die Kindesmutter davon überzeugst, dass Du genauso Vater sein willst, wie sie Mutter ist, dass Dir das Kind genauso am Herzen liegt wie ihr. Dabei solltest Du immer ruhig, sachlich und freundlich bleiben. Argumente wie "ich habe das Kind neun Monate unter meinem Herzen getragen" usw. sind Manöver. Ich erkläre die Lage immer so :  "Die Mutter leiht - gleich einer Vase - ihren Körper dem Kind neun Monate lang. Der Vater, der diese intime Bindung nicht eingehen kann, gibt dem Kind als Ausgleich  bei der Geburt
seinen Namen. Das Kind stellt nach der Geburt durch die Präsenz des Vaters fest, dass es von einem Menschen geliebt werden kann, mit dem es diese symbiotische Bindung nicht erlebt hat. Und, dass es selbst einen Menschen lieben kann, ohne vorher eine symbiotische Bindung mit ihm eingehen zu müssen." Dieser Lernprozess ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Frage die Kindesmutter, wie sie sich die den Alltag, die nahe und ferne Zukunft vorstellt. Suche Dir dazu einen guten Zeitpunkt aus. Lade sie zu einem Kaffee ein und sprecht Euch als Eltern aus. Versuche ihr klar zu machen, dass ihr gemeinsam Eltern seid.

Versichere Dich, dass ihr das gemeinsame Sorgerecht habt. Wo und wie hast Du eine Sorgerechtserklärung unterschrieben ? Viele jungen Väter werden hier hinters Licht geführt.

VG,
Tsubame.



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Susi64
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« Antwort #11 am: 28. Mai 2017, 21:16:52 »

Hallo,

im Prinzip steht einem gemeinsamen Sorgerecht nichts im Wege, außer (leider) in einigen Fällen die KM.
Nach heutiger Gesetzeslage kann Dir ein gSR nur dann verweigert werden, wenn es dem Kindwohl widerspricht.

Dein Umgangsrecht ist aber vom gSR unabhängig und beruht einzig und allein darauf, dass Du der Vater bist. Sicher ist es schöner und in gewisser Weise auch einfacher das gSR zu haben. Für Dich ist aber im Moment der Umgang die Baustelle (ohne dabei das gSR völlig außer acht zu lassen).

VG Susi



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Pinkus
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« Antwort #12 am: 28. Mai 2017, 22:12:20 »

Das hatte ich völlig vergessen zu schreiben. Ich habe lediglich die Vaterschaft anerkannt und die Sorgeerklärung abgegeben... die Mutter hat beidem aber noch nicht zugestimmt.

Dann hast Du aktuell noch kein Umgangsrecht, die KM aber auch kein Anspruch auf Unterhalt für Euer Kind und für sich.

Vielleicht weist Du sie ja mal dezent darauf hin...nur das mit dem UH, dann kommt sie eventuell auch in die Pötte.
Wenn das JA Ihr noch die Sorgerechtserklärung unter den Stift legt, unterschreibt sie vielleicht gedankenlos?!

LG Pinkus
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Papa Markus
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« Antwort #13 am: 29. Mai 2017, 07:50:32 »

Dann hast Du aktuell noch kein Umgangsrecht, die KM aber auch kein Anspruch auf Unterhalt für Euer Kind und für sich.

Hallo in die Runde.

Zunächst einmal zum Statement von Pinkus. Das Umgangsrecht, hast du mit Anerkennung der Vaterschaft. Ob das Mama bestätigt oder nicht. Unabhängig davon scheint zum Thema Umgang auch keine offene Frage zu bestehen, da ihr euch ja bereits zu "Spaziergängen" trefft. Das GSR bekommst du auf jeden Fall auch wenn Mama da nicht zustimmt. Ich lege dir das auch nahe!!! Anders wie viele leichtfertig abwinken ("ist ja nur zur Unterschrift, für´n Kindergarten oder n´ Sparbuch gut") bist du erst dann ERZIEHUNGSBERECHTIGT. Selbst wenn die Mama (wovon du ausgehen darfst) gegen ein GSR stimmen wird, wirst du dies mit einfachem Antrag beim AG erhalten. Unterhaltsanspruch hat sie mit der Anerkennung auf Vaterschaft sofort. Sie scheint sich das mittels Beistandsschaft durch das JA einzutreiben. Pass hier besser auf, dass JA ist nicht mit Mathematikern und Juristen gesegnet. Viele Positionen die den Unterhalt schmälern können berücksichtigen und kennen die gar nicht. Ich habe was Unterhalt angeht nahezu alle Instanzen durch (AG, LG, OLG) - Da wundert sich so manch gierige Ex was übrig bleibt wenn man sich mal auf die Hinterbeine stellt.

Vielleicht einmal kurz zu meiner Erfahrungswelt:

Meine Exfreundin verließ mich noch in der Schwangerschaft. Nach der Geburt ging dann ein ähnliches Spiel wie bei dir los. Sie wollte das alleinige Sorgerecht, Umgang, wenn überhaupt, nur mit ihr und dann auch nur 1x pro Woche 1 Std. spazieren (im Winter), Unterhalt etc. Eben die ganze Klaviatur welche der Staat eine "hilflosen Mutter" anbietet.

Ich habe folgendes gemacht: Ich habe mehrere Gespräche beim JA gesucht um ein einvernehmlichen Umgang zu gestalten. Ich wollte auch erst Umgang ohne sie aber inzwischen ist ohne Emotionen auch ein Umgang mit Mama kein Thema mehr.
Sie lehnte alle Vorschläge zum Umgang ab. Ich bestand auf das GSR und drohte mit Klage. Das JA klärte die Mutter auf, dass insofern es keine berechtigte Bedenken gegen den Vater gibt er dies auch vor dem AG erhalten wird. Ich habe es bekommen. Da die Umgangszeiten von willkürlichen "Ausfällen" gespickt waren klagte ich den Umgang mit meiner bis dahin sechs Monate alten Tochter ein.

Siehe da, ich sehe sie jede Woche 2x zwei Stunden im beisein der Mutter. Das zunächst bis August (dann ist sie 10 Monate). Ab August wird es eine Umgangserweiterung geben welche auch den Umgang ohne Mutter vorsieht (so der Richter). Es mag sich nicht viel anhören 2x2 Std. Aber inzwischen sind zwei weitere Termine pro Woche auch echt eine Herausforderung. Meine Kleine genießt die Zeit und zur Mutter habe ich seit dem ein Dritter dies für uns regelte, eine hervoragende Beziehung. Evtl. hat sie das gebraucht.

Ich rate dir also, hier nicht allzu lange zu lavieren, sondern (so wie sie das auch mit dem Unterhalt getan hat) konkret den Rechtsweg zu gehen und eine Basis für euch zu schaffen.
Für eine durch das Amtsgericht vorgegebene Umgangsregelung brauchst du keinen Anwalt. Du stellst den Antrag an Geschäftsstelle beim Rechtspfleger. Es wird im sog. Eilverfahren beschieden und du hast in spät. 4-6 Wochen eine feste Umgangsregelung. Diese würde ich per "Durchsetzbarkeit" beantragen, damit Mama nicht willkürlich den Umgang aussetzen kann (sie bekommt in diesem Fall ein Zwangsgeld auferlegt). Glaube mir, danach habt ihr eine Basis und keiner meint mehr den anderen aufgrund von ominösen biologischen Vorteilen den anderen domptieren zu müssen. Glaube mir, es wird auch der Mutter gut tun, da sie von Anfang an sieht hier kommt das Hündchen nicht mit dem Stöckchen zurück. In meinen persönlichen Fällen habe ich auch zu lange auf das Gespräch und die falschen Institutionen gehofft. Eine Mutter die "ihr" Kind nicht herausgegeben will, wirst du nicht mit herumlavieren weich kochen. Da muss der Staat der Frau die Uhrzeit sagen.

Es geht um das Baby!!! ....und die Beine auseinander machen ging ja auch hervorragend. Die Konsequenz mit welcher viele Muttis nicht leben können ist, dass es auch Väter geben soll die bleiben (mal sehen ob Mama das beim nächsten ONS berücksichtigt). Alles Gute für euch
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Loge
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aka Clochard


« Antwort #14 am: 29. Mai 2017, 09:30:20 »

Hi,

ich sehe es wie Papa Markus ohne seine Erfahrungen. Das Verhalten der KM zeigt deutlich wie sie tickt. Ein Umgang bei dem das Kind nur im Kinderwagen schläft ist bedeutungslos. Allerdings ist ein längerer Umgang ohne stillende Mutter schwierig. Also würde ich bis zum Ende der Stillzeit den Umgang nach den Stillzeiten richten und versuchen auch Wachphasen des Kindes beim Umgang zu haben. Wichtig ist auch Körperkontakt. Das Kind kann auch auf deiner Brust sehr gut schlafen. So nimmt es auch dein Herzschlag war. Zeig ihr das du dein Kind auch wickeln oder die Flasche geben kannst. Befasse dich mit den Entwicklungsphasen des Kindes und spreche mit der Mutter darüber. Sei dir bewußt, dass sie aber immer besser bescheid weiß, weil sie durch ihre eigene Familie und Freundinnen bereits geimpft ist und alles in ihrer vorstellung bereits gefestigt ist. Für Wachphasen ist es auch wichtig gut vorbereitet zu sein. Eigene Flaschen, nein kein Bier, Windeln, Puder und die üblichen Utensilien. Gibt mehr Ruhe bei den Übergaben und zeigt deine gute Vorbereitung. Es gibt auch sehr viele Kursangebote für Eltern  mit Säuglingen, z.B. Babyschwimmen etc. Versuche so etwas auch im Beisein der Mutter. Zumindest festigt das dein Verhältnis zum Kind. Allerdings vermute ich, dass die Mutter sehr schnell eifersüchtig reagiert wenn sie merkt, dass euer Vater-Kind-Verhältnis eine zu starke Bindung erhält. Versuche eine Regelung mit der Mutter zu erreichen. Sollte es Widerstände geben bemühe den Rechtsweg.

Gruß
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Dad76
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« Antwort #15 am: 29. Mai 2017, 11:03:10 »

Vielen Dank für die zahlreichen Informationen.

Ich werde mich bei dem morgigen Treffen mit dem Kleinen und der KM mal danach erkundigen, ob denn nicht Treffen außerhalb der Schlafphasen sinnvoller wären und werde sie auch konkret auf den Körperkontakt mit dem Kleinen ansprechen.
Ansonsten versuche ich jetzt erstmal keinen Druck wegen des kurzzeitigen alleinigen Umgangs zu machen. Und ich werde ich "klarmachen", dass ich den Kontakt mindestens auf 2x die Woche "ausbauen" möchte.

Ich habe mir jetzt noch zusätzlich einen Termin bei der Familienberatung der Caritas besorgt und werde dort auch noch um Unterstützung beim Gespräch mit der KM bitten.
Falls die KM bis dahin keinen Schritt auf mich zumacht, werde ich über das JA bzw. den ASD, weitere Schritte tätigen.

Dann werde ich, wie es Papa Markus so trefflich formuliert hat - nicht weiter lavieren-, sondern den Rechtsweg gehen.
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TotoHH
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« Antwort #16 am: 29. Mai 2017, 11:15:41 »

Moin.

Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten:
Ich werde mich bei dem morgigen Treffen mit dem Kleinen und der KM mal danach erkundigen, ob denn nicht Treffen außerhalb der Schlafphasen sinnvoller wären
Nicht "erkundigen" ob es "sinnvoller wäre" sondern mindestens konkret "vorschlagen, weil es sinnvoller ist" (eigentl. sogar vorsichtig "fordern", aber wie gesagt nur mit sanftem Druck, um es nicht zu eskalieren).

und werde sie auch konkret auf den Körperkontakt mit dem Kleinen ansprechen.
warum ansprechen? warum um Erlaubnis fragen? Kind aus dem Kinderwagen hochnehmen (wenn es denn dann wach ist...)! Hej, Du bist der Vater! Und was meist Du wieviele Tantchen, Freundinnen schon "dutzi-dutzi-du" gemacht haben!

toto
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« Antwort #17 am: 29. Mai 2017, 11:24:08 »

Moin.

Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten: Nicht "erkundigen" ob es "sinnvoller wäre" sondern mindestens konkret "vorschlagen, weil es sinnvoller ist" (eigentl. sogar vorsichtig "fordern", aber wie gesagt nur mit sanftem Druck, um es nicht zu eskalieren).
warum ansprechen? warum um Erlaubnis fragen? Kind aus dem Kinderwagen hochnehmen (wenn es denn dann wach ist...)! Hej, Du bist der Vater! Und was meist Du wieviele Tantchen, Freundinnen schon "dutzi-dutzi-du" gemacht haben!

toto

Du hast natürlich Recht. Ich bin wohl schon zu sehr im "Deeskalationsmodus".
Ich werde dann mal berichten wie es lief.

Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Tips
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« Antwort #18 am: 29. Mai 2017, 11:33:05 »

Du hast natürlich Recht. Ich bin wohl schon zu sehr im "Deeskalationsmodus".

Deeskalieren ist ja gut - nichts anderes will ich Dir ja nahe legen (s.o., Zeitgewinn, weil Deine Ausgangslage durch regelm. Kontakt/ Umgang besser wird, auch wenn derzeit noch nicht alleine...)

Aber eben nicht devot bitten und betteln - sondern dann einfach tun. Kind geht schon nicht kaputt 

toto
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« Antwort #19 am: 29. Mai 2017, 12:31:50 »

Hallo 

Ich finde, dass die Art und Weise, wie du von der Mutter bzw. durch die Beistandschaft von der Existenz deines Kindes erfahren hast, schon sehr tief blicken lässt.
Was mir sehr sauer aufstösst ist die Forderung des pünktlichen Unterhalten ohne Probleme und das Wegfallen bzw. Schweigen über die Anerkennung der Vaterschaft durch die Mutter (das muss sie nämlich sehr wohl) und die Unterschrift zum gSR.

Allerdings würde ich genau DIESE Dinge (Unterhalt, das Eintreiben beider Unterschriften) ausschließlich mit ihrer Beistandschaft schriftlich klären, dort Druck machen, Fristen setzen etc.., damit eure Kommunikation durch diese Themen im Alltag nicht vergiftet wird.
Das JA handelt im Auftrag und der Interessen des KINDES, nicht der Mutter. Deshalb hat es auch entsprechende Dinge wie Unterschriften, Bescheinigungen beschaffen etc.einfach zu erledigen und sich darüber mit der Mutter rumzuschlagen, wenn ihre Dinge noch fehlen.

Kommst du mit der Beistandschaft dort nicht weiter würde ich den offiziellen Weg vor Gericht gehen.

Zum Umgangsalltag.
Ja, ich kann die Mutter verstehen (steinigt mich ruhig als Frau), dass sie dir ein 4Monate altes Kind nicht in die Hände drückt für 2 Stunden. Nicht, weil du es nicht gebacken kriegst, sondern weil ihr wohl grundsätzlich das Vertrauen fehlt und sie dich wohl gar nicht richtig kennt.
Da setzt ein Schutzmechanismus ein. ABER den kannst du geschickt für dich nutzen.
Nämlich so, dass du zuverlässig alle Termine einhälst, erstmal persönlich keinen Druck machst beim Treffen, das Baby bei Wachzeiten aus dem Kinderwagen hebst, ihr vom Säuglingspflegekurs erzählst etc..
Biete dich an, aber betteln nicht drum etwas machen zu können. Lass ihr NOCH den Vortritt,  damit sie Sicherheit und Vertrauen gewinnt.

Auf der anderen Seite würde ich an deiner Stelle deine Wünsche, Absichten, Zukunftsvorstellung zu Umgang,  Kindesbindung,  weiterem Elternverhälnis, Papasein usw. einer offiziellen Beratungsstelle vortragen und dort um Kontaktaufnahme mit der Mutter oder Beistandschaft (als Vermittler des Kindes) bitten.
Zeig deine Absichten und Engagement offiziell und öffentlich für das Kind. Lass es schriftlich festhalten und dokumentieren. Dann wird sie dir nie an den Karren p.... können,  dass du dich nicht kümmerst oder irgendeinen Blödsinn verzapfst.

Im persönlichen Kontakt würde ich IMMER nur das Kind zum Thema machen und alles andere blocken.
Dafür hast du erstmal die Beratungsstellen und die Beistandschaft.

Merkst du aber, dass die Mutter anfängt dicht zu machen und sich aus dem Umgang rausziehen will insgesamt würde ich alle Hebel mit RA und Gericht in Bewegung setzen, damit der Umgang und das gSR festgesetzt werden.
Nichts kann sie dir schneller entfremden als so ein kleines Baby. Da solltest du zügig handeln.

Trotz allem was dir da vor die Beine geworfen wurde finde ich deine Einstellung zum Kind top.  thumbup
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Wenn der Tag nicht dein Freund war, so war er dein Lehrer.
Papa Markus
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« Antwort #20 am: 29. Mai 2017, 13:36:55 »

PS. Zum Thema Körperkontakt!!!!
In der Verhandlung um meinen Säugling sprach nicht nur die Verfahrensbeiständin, sondern auch der Richter konkret das Bedürfnis des Körperkontaktes des Kindes an. Sei dir sicher, dass du das Recht zugesprochen bekommst das Kind auch auf den Arm zu nehmen. Mein "durchsetzbarer Beschluss" lautet sinngemäß wie folgt: Da die Kindesmutter den Umgang in den eigenen vier Wänden sowie jenen des Kindesvaters ablehnt, findet der Umgang jeweils am *** um *** in *** statt. Hier hat der Vorsitzende gerade mit Blick auf den besonderen Körperkontakt darauf bestanden, dass es entweder in einem Cafe oder bei einer öffenltichen Einrichtung wie der Caritas statt findet. Dies wurde sogar im Beschluss festgelegt (Mal gespannt wie wir das machen sollten, sollte das Cafe mal geschlossen werden  ). Eben damit die Mutter nicht behauptet es sei kalt, regnerisch oder sonst etwas. Bei mir im speziellen treffen wir uns in einem Cafe.

Aber evtl. nochmal zurück zum Status Quo: Alle öffentlichen Einrichtungen wie Familienberatung, Jugendämter, Cariatas, ProFamilia und die sonstigen Gumbajamylord-Gittaristen haben keinerlei Entscheidungsgewalt. Eine Mutter die etwas belesen ist, wird dich das recht schnell spüren lassen. Du bist am besten beraten, parallel deiner Gesprächsversuche den Eilantrag auf Umgang zu stellen. Es hilft dir, auch wenn Mama mal eine Laune hat.

Wenn also nicht irgendwo ein emotionaler Funke schwirrt, der dich hoffen lässt, dass sie zurückkommt oder dergleichen, was hält dich noch davon ab? Auf eine für dich auf der kommuikativen Ebene angestrebten Lösung wird sie wohl nicht aus sein, oder wie erklärst du dir dass sie neun Monate dich in Unkenntnis lies sowie drei Monate des Lebens deines Kindes dir nahm? Entweder bist du ein "Guter-Mensch" oder etwas vernebelt (war ich auch). Du willst für das Kind da sein, dann solltest du dies auch deutlich zeigen. Ich würde sie über dein Vorgehen unterrichten und ihr lediglich mitteilen, dass es nicht dem Konflikt dient, sondern eben lediglich dazu dient, damit alles dauerhaft und vorallem belastbar geregelt wird (so wie sie das ja mit dem Unterhalt getan hat). Es wird auch mal schlechte Tage geben und da willst du einfach das Kind vor absichern.

Du wirst spätestens in drei Monaten hier erneut eine Frage zu diesem Thema stellen, wie du mit einer erneuten kniffligen Situation mit der Kindesmutter umgehen sollst. Ich erinnere mich zu gut, wie ich auf all die Medizinmänner, Schamanen und Scharlatane hörte, die sagten setze dich mit einem Tee ans Lagerfeuer und sing ein Lied mit ihr. Eine Mutter die ein Kind hat (und evtl. auch nur wollte) und zum Vater sonst keinerlei Bezug hat, hat gar keinen Grund im Jahr 2017 einen Vater für ihr Kind zu brauchen (oft Sichtweise der Mutter).

Richtig blutig sind nämlich erst diese ganzen weichgekochten Gesprächstherapien. Weil ohne Konsequenz für den potenziellen Unruhestifter und jeder versteht nur das was er hören will. Erinnern will man sich dann oft auch nicht. Mit einem handfesten Beschluss ist eurem Baby und euch beiden am besten geholfen.

Frage dich selber, ob du mal kurz Papa anrufst und mitteilst das der vereinbarte Umgang mit dem Jugendamt heute nicht klappt, weil das Baby plärrt oder ob du dich trauen würdest dies zu tun, wenn ein durchsetzbarer Beschluss vorliegt, mit der Option bis zu €25.000,- auf den Tisch legen zu müssen. Der Umgang wird regelmäßiger und belastbarer stanttfinden und so habt ihr alle was davon.

Das habe ich bitter mit meiner ExFrau und meinen beiden Töchtern erleben müssen und habe diese Lernkurve bei meiner ExFreundin und unserer kleinen Tochter eben erfolgreich anders gemacht. Seitdem durchsetzbare Beschlüsse vorliegen ist an allen Fronten ruhe  thumbup Es waren zwar beide Verfahren unglaublich belastend aber der erste mit allen Gesprächsversuchen und Therapieansätzen viel zu zeitintensiv und belastend für die Kinder. Du kannst einer Frau welche im Zweifel gar verbittert ist, dass es nicht so kam wie sie sich das erhoffte nicht mit Tee am Lagerfeuer bei kommen. Aber lote aus, wäge ab und entscheide selbst.
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« Antwort #21 am: 02. Juni 2017, 17:11:16 »

Hallo Community

An dieser Stelle mal ein kurzes Feedback zu den vergangenen Tagen.
Ich habe den Kleinen diese Woche 2x mal für ca. 2h gesehen. Ich "durfte" ihn das erste mal selber wickeln und hatte auch reichlich Kontakt mit ihm, außerhalb vom Kinderwagen.

Beim Versuch der KM zu erklären, dass ich das Umgangsrecht schriftlich durch einen Dritten festhalten möchte, schaltete sie sofort auf Aggro. Ich würde sie damit unter Druck setzen und das würde sich auch aufs Kind übertragen. Sie wüsste keinen Grund warum wir das schriftlich regeln wollen, wenn sie mir doch versprochen hat, dass ich ihn nach Gewöhnung länger sehen könnte... nun ja, und noch so 1,2 Gründe mehr warum das nicht gehen würde bzw. sie das nicht möchte.

So wie es für mich klang, wird sie der Vaterschaft zustimmen, die Sorgeerklärung für das gemeinsame Sorgerecht aber nicht.

Da ich jetzt für 1,5 Wochen im Urlaub bin, habe ich das erstmal so hingenommen, werde mir aber im Anschluss an den Urlaub zumindest schon mal Hilfe bezüglich Regelung des Umgangs und der schriftlichen Fixierung suchen.

Soweit erstmal zum aktuellen Stand
Grüße
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« Antwort #22 am: 02. Juni 2017, 20:27:17 »

Hallo,

klingt ein Schritt vorwärts und zwei zurück.

Mich würde mal interessieren wie der Unterhalt geregelt ist. Wenn die Vaterschaft nicht anerkannt ist, dann bist Du (noch) nicht der Vater, allerdings kann die KM, wenn die Vaterschaft anerkannt ist, den Unterhalt ab Geburt fordern, so dass Du das Geld zumindest schon mal sammeln solltest.

Wie sieht es mit Betreuungsunterhalt aus?

VG Susi
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« Antwort #23 am: 03. Juni 2017, 00:20:01 »

Hallo,

Beim Versuch der KM zu erklären, dass ich das Umgangsrecht schriftlich durch einen Dritten festhalten möchte, schaltete sie sofort auf Aggro. Ich würde sie damit unter Druck setzen und das würde sich auch aufs Kind übertragen. Sie wüsste keinen Grund warum wir das schriftlich regeln wollen, wenn sie mir doch versprochen hat, dass ich ihn nach Gewöhnung länger sehen könnte... nun ja, und noch so 1,2 Gründe mehr warum das nicht gehen würde bzw. sie das nicht möchte.

So wie es für mich klang, wird sie der Vaterschaft zustimmen, die Sorgeerklärung für das gemeinsame Sorgerecht aber nicht.


Nun, die Kindesmutter weiss keinen Grund und fordert, dass Du ihr vetraust. Gleichzeitig zeigt sie sehr deutlich, dass sie Dir nicht vetraut, den sie spricht sich gegen das GSR aus. Vielleicht solltet Du mit ihr einmal über gegenseitiges Vertrauen sprechen. Wer verheimlichte die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes ? Die Tatsache, dass sie das GSR nicht will, ist eine Unverschämtheit und zeigt, dass Sie Dich im besten Fall als Anhängsel sieht. Frage sie, was wird, wenn sie stirbt oder dement wird. Wer wird sich um das Kind kümmern ? Ist ihr eine Pflegefalilie lieber ? Natürlich stimmt sie der Vaterschaftsanerkennung zu, sonst bist Du nämlich nicht verpflichtet zu zahlen.
Und sie würde von Dir unter Druck gesetzt ? Was macht sie denn mit Dir ? Und selbst setzt sie sofort das Kind als Druckmittel ein : wenn es ihr schlecht geht, geht es dem Kind schlecht.
Ich bin da ganz bei Papa Markus.
Du bist am besten beraten, parallel deiner Gesprächsversuche den Eilantrag auf Umgang zu stellen. Es hilft dir, auch wenn Mama mal eine Laune hat.

Auf eine für dich auf der kommuikativen Ebene angestrebten Lösung wird sie wohl nicht aus sein, oder wie erklärst du dir dass sie neun Monate dich in Unkenntnis lies sowie drei Monate des Lebens deines Kindes dir nahm? Entweder bist du ein "Guter-Mensch" oder etwas vernebelt (war ich auch). Du willst für das Kind da sein, dann solltest du dies auch deutlich zeigen. Ich würde sie über dein Vorgehen unterrichten und ihr lediglich mitteilen, dass es nicht dem Konflikt dient, sondern eben lediglich dazu dient, damit alles dauerhaft und vorallem belastbar geregelt wird (so wie sie das ja mit dem Unterhalt getan hat). Es wird auch mal schlechte Tage geben und da willst du einfach das Kind vor absichern.

Du wirst spätestens in drei Monaten hier erneut eine Frage zu diesem Thema stellen, wie du mit einer erneuten kniffligen Situation mit der Kindesmutter umgehen sollst. Ich erinnere mich zu gut, wie ich auf all die Medizinmänner, Schamanen und Scharlatane hörte, die sagten setze dich mit einem Tee ans Lagerfeuer und sing ein Lied mit ihr. Eine Mutter die ein Kind hat (und evtl. auch nur wollte) und zum Vater sonst keinerlei Bezug hat, hat gar keinen Grund im Jahr 2017 einen Vater für ihr Kind zu brauchen (oft Sichtweise der Mutter).

Richtig blutig sind nämlich erst diese ganzen weichgekochten Gesprächstherapien. Weil ohne Konsequenz für den potenziellen Unruhestifter und jeder versteht nur das was er hören will. Erinnern will man sich dann oft auch nicht. Mit einem handfesten Beschluss ist eurem Baby und euch beiden am besten geholfen.

Frage dich selber, ob du mal kurz Papa anrufst und mitteilst das der vereinbarte Umgang mit dem Jugendamt heute nicht klappt, weil das Baby plärrt oder ob du dich trauen würdest dies zu tun, wenn ein durchsetzbarer Beschluss vorliegt, mit der Option bis zu €25.000,- auf den Tisch legen zu müssen. Der Umgang wird regelmäßiger und belastbarer stanttfinden und so habt ihr alle was davon.




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« Antwort #24 am: 04. Juni 2017, 20:14:01 »

Hallo,

klingt ein Schritt vorwärts und zwei zurück.

Mich würde mal interessieren wie der Unterhalt geregelt ist. Wenn die Vaterschaft nicht anerkannt ist, dann bist Du (noch) nicht der Vater, allerdings kann die KM, wenn die Vaterschaft anerkannt ist, den Unterhalt ab Geburt fordern, so dass Du das Geld zumindest schon mal sammeln solltest.

Wie sieht es mit Betreuungsunterhalt aus?

VG Susi

Hallo Susi

Ich glaube du hast es treffend formuliert - ein Schritt nach vorne, 2 zurück -
Sie hat die Vaterschaft mittlerweile anerkannt, das habe ich vom Jugendamt jetzt schriftlich. Im selben Schreiben steht, dass sie keine Erklärung über die gemeinsame Sorge abgegeben hat.

Den Unterhalt fürs Kind habe ich soweit schon bei Seite gelegt. Ich wusste ja seit dem positiven Vaterschaftstest, dass ich ab der Geburt Unterhalt zahlen muss. Und die Zahlung für den Kleinen leiste ich auch gerne. Bezüglich Betreuungsunterhalt habe ich mich noch nicht weiter belesen. Ich weiß nur, dass die KM beim Jugendamt auch über diese mögliche Zahlung durch mich, informiert wurde.

Ich bin leider gerade im lange geplanten Urlaub in Dänemark und Norwegen, kann deshalb den Kleinen erst am 15.06 wieder sehen und auch dann erst die KM mit dem Schreiben vom Jugendamt persönlich konfrontieren.
Ich werde aber die Zeit nutzen und die KM schonmal vorab per Mail darüber informieren, dass ich auf Grund der nicht getätigten gemeinsamen Sorgeerklärung durch sie, nun zeitnah das Jugendamt und gegebenenfalls das Familiengericht bemühen werde. Ich habe zum Glück eine Rechtsschutzversicherung. Ich hoffe die wird mir in so einem Fall behilflich sein.

@Tsubame
Ich bin ganz bei dir. Ich sehe es ja genauso wie du. Gerade, dass sie schon das Kind als Druckmittel nimmt halte ich für sehr bedenklich, auch was die Zukunft betrifft.
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