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vatersein.de - Forum 17. Dezember 2017, 11:09:50 *
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Autor Thema: Umgang mit 4 Monate altem Baby  (Gelesen 5803 mal)
Dad76
Schon was gesagt
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Beiträge: 45


« Antwort #25 am: 04. Juni 2017, 20:20:26 »

...

Kannst du mir evtl. nochmal detaillierter schildern, was jetzt genau der für dich richtige Weg wäre, also konkret. Der Gang zum Anwalt? Oder wo kann ich belastbar den Umgang klären?
Danke schon mal

______________________________
Mod: Vollzitat gelöscht
@Dad76, bitte zitiere nur die Teile die zum Verständnis Deiner Antwort erforderlich sind, sonst weiss niemand, worauf Du Dich beziehst
« Letzte Änderung: 05. Juni 2017, 09:52:35 von Inselreif » Gespeichert
Susi64
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« Antwort #26 am: 04. Juni 2017, 21:02:33 »

Hallo,

ich denke, dass die die Höhe des BU unterschätzt, im Prinzip muss sie gestellt werden als ob das Kind bzw. die Schwangerschaft ihre Karriere nicht verändert hätte, konkret kann sie von Dir das Einkommen vor der Geburt des Kindes minus Elterngeld fordern, wobei 300 Euro vom Elterngeld anrechnungsfrei sind. Du hast hier einen Selbstbehalt von 1300 Euro, wobei von Deinem Einkommen der KU vorher abgezogen wird.

Was das gSR angeht ist es auf alle Fälle sinnvoll einen Termin beim JA zu machen, die KM muss dazu zwar nicht erscheinen, aber Du hast Deinen guten Willen gezeigt.
Was die Rechtschutzversicherung angeht kann ich nichts sagen. Ich denke aber, dass der Antrag auf gSR (so heißt das tatsächlich) die Rechtsschutzversicherung nicht braucht. Das gSR kann Dir nur verweigert werden, wenn es dem Kindswohl schadet. Dafür sehe ich aber keinerlei Anzeichen.

Letzlich ist aber trotzdem so, dass die eigentliche Baustelle der Umgang ist. Der erste Schritt wäre eine schriftliche Vereinbarung zwischen euch als Eltern. Gestaffelt auf den Rest des 1. Lebensjahres und dann eine Stiegerung auf den normalen Umgang um den 2. Geburtstag.
Das bringt im Konfliktfall nicht viel, aber wenn sich beide erst einmal auf etwas schriftlich geeinigt haben, dann ist das ein guter Ausgangspunkt.
Bringt das nichts, dann sollte auch hier das JA involviert werden. Passiert dann immer noch nicht, dann bleibt Dir nur die Umgangsklage vor Gericht und das kann kompliziert und langwierig werden. Da Richter ungern Entscheidungen treffen könne sie z.B. anregen, dass ihr eine Elternberatung besuchen sollt und euch dann auf Umgang einigen.
Manchmal funktionierts, manchmal auch nicht, vorallem dauert es.

VG Susi
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MutterzuBesuch
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« Antwort #27 am: 04. Juni 2017, 22:38:16 »

Hallo,

Normale Rechtschutzversicherungen übernehmen zu 99 % keine Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten.
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Tsubame
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« Antwort #28 am: 04. Juni 2017, 23:14:40 »

Hallo,
In Deiner Situation wirst Du bald entscheiden müssen, ob es sich lohnt für das GSR zu kämpfen. Es wird von der Reaktion der Kindesmutter abhängen. Sprich noch einmal mit ihr und erkläre ihr, dass es sich hier nur um einige wenige Entscheidungen handelt, welche ihr gemeinsam treffen müsstest und unterstreiche, dass das Kind abgesichert sein sollte, wenn ihr etwas passiert. Stelle ihr hier die Frage nach dem gegenseitigem Vertrauen. Vielleicht auch, wenn Du Lust hast, ob sie glaubt, dass das Kind ein Recht auf seinen Vater hat oder nicht, wie sie sich Deine Rolle als Vater vorstellt oder nicht vorstellt. Bleibe sachlich. Falls sie sich wieder in der Opferrolle sieht (Stichwort Druck), erkläre, dass ihr alle drei in einer aussergewöhnlichen Situation seid, welche ihr meistern müsst zum Wohle des gemeinsamen Kindes und dass dieses Meistern vor allem  von ihrer Einstellung abhängt.

Tatsächlich kann das Kind eine innige Beziehung zu seinem Vater nur durch ausreichende Papazeiten aufbauen. Sie kann Dich und das Kind erpressen, in dem sie Papazeiten nur zulässt und fördert, wenn Du auf das GSR verzichtest. Dann solltest Du, wie PapaMarkus und Susie schreiben, gerichtlich den Umgang festlegen lassen um dem Kind Kontinuität und Sicherheit zu gewährleisten. Am besten schreibst Du ihr dann einen Brief (Einschreiben mit Fristsetzung für die Antwort), in dem Du ihr einen ausbaufähigen altersgerechten Vorschlag für die Papazeiten machst). Stimmt sie nicht zu, geht es zum Jugendamt, welche nur vermitteln können. Der dritte Schritt ist dann das Gericht.
VG,
Tsubame.
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Dad76
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« Antwort #29 am: 05. Juni 2017, 08:21:30 »

Hallo,

Normale Rechtschutzversicherungen übernehmen zu 99 % keine Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten.

Fallen diese aber nicht unter Rechtsschutz bei Familienangelegenheiten? Diese sind nämlich explizit in meiner Rechtsschutz genannt.
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Inselreif
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« Antwort #30 am: 05. Juni 2017, 09:51:02 »

Fallen diese aber nicht unter Rechtsschutz bei Familienangelegenheiten? Diese sind nämlich explizit in meiner Rechtsschutz genannt.
Und welche Leistungen sind in Familienangelegenheiten vorgesehen? Wahrscheinlich nur Beratung.

Gruss von der Insel
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Dad76
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« Antwort #31 am: 05. Juni 2017, 14:45:03 »

Und welche Leistungen sind in Familienangelegenheiten vorgesehen? Wahrscheinlich nur Beratung.

Gruss von der Insel

"über die Beratung hinaus gehend" ist der Wortlaut
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Papa Markus
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« Antwort #32 am: 06. Juni 2017, 09:47:20 »

Kannst du mir evtl. nochmal detaillierter schildern, was jetzt genau der für dich richtige Weg wäre, also konkret. Der Gang zum Anwalt? Oder wo kann ich belastbar den Umgang klären?
Danke schon mal

Wie weiter oben beschrieben gehe ruhig auf die Mutter ein, biete ihr alle GEspräche an welche du anbieten kannst (schriftlich) Parallel dazu gehst du zu dem für euch zuständigen Amtsgericht (Wohnsitz des Kindes). Gehst dort zum Rechtspfleger (Temrin ist nicht notwendig, etv. Wartezeit einplanen). Dieser nimmt deinen Antrag um geine gerichtliche Ausgestaltung des Umgangs auf. Das ganze wird im Eilverfahren (vier Wochen) beschieden. Denke daran dass du den Beschluss per Billigung des Gerichts erwirken musst. Also per Durchsetzbarkeit, damit im Fall von Ad-Hoc Launen deiner Ex hier mal ordentlich eine ausgeteilt werden kann.
Das ganz geht in der ersten Instanz ohne Anwalt. den brauchst du auch nicht. Glaube mir- in Umgangsangelegenheiten sitzen die Anwälte meißt als teure Statisten da. Hier ist für diese nichts zu tun. Es sind die Beistände und Richter die hier ausschließlich im Sinne des Kindes entscheiden. Und Umgang mit dem Vater ist immer (es sei denn es liegt etwas gegen dich vor) im Sinne des Kindes.

Beide meine Weiber waren Furien, die eine weil sie extrem Geldgierig ist die andere weil sie eben nur ein Kind haben wollte. Seitdem ich die durchsetzbaren Umgangsregelungen habe, sehe und höre ich nichts mehr von denen, was diese ganzen Gemeinheiten angeht. PERFEKT
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Dad76
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« Antwort #33 am: 19. Juni 2017, 12:54:37 »

Morgen habe ich mit der KM Gespräch bei der Caritas. darum hatte mich das JA noch gebeten, bevor ich "den anderen Weg" wähle.
Ich verspreche mir nicht viel von diesem Treffen, habe aber dann wenigstens meinen guten Willen gezeigt.

Bis dato hat sich am Umgang gar nichts geändert, ich sehe ihn nur wenn die Mutter Zeit hat (vergangene Woche teilte sie mir mit, dass es diese Woche bei ihr nur am Mittwoch gehen würde??). Umgang beschränkt sich nach wie vor auf Kinderwagen schieben (oft schläft der Kleine dabei) und ab und an den Kleinen im Arm halten. Das ist für mich so unbefriedigend. Jeder aus ihrer Familie sieht den Kleinen öfters als ich.

In den letzten 6 Wochen hat sich am Umgang garnichts geändert, weswegen ich Anfang Juli den von Papa Markus gewählten Weg einschlagen werde.
Es sind mittlerweile noch 1,2 Sachen vorgefallen, die mich Nerven gekostet haben. Noch bin ich aber sehr ruhig und besonnen...

Schreibe dann hier, wie meine Eindrücke vom Treffen mit der KM bei der Caritas sind. Aber wie gesagt, ich gehe davon aus, dass das Ganze ihr nur zum Zeit schinden dient....
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Papa Markus
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« Antwort #34 am: 19. Juni 2017, 13:55:31 »

...vielleicht noch eins. Denke immer daran, dass es nicht darum geht das du der bösen Mutter etwas schlimmes möchtest...
Du möchtest lediglich die natürlichen Bedürfnisse des Kindes gerecht werden. Das ist nunmal der Kontakt auch zum Vater (und das nicht nach dem Ermessen der Mutter).

Es wird jetzt ein wenig Zeit und Kraft kosten...du wirst "den Pokal" aber nach Hause tragen. Solange das Kind so klein ist bekommt es von dem ganzen Zwist nicht viel mit.
Umso länger du wartest (oder dich einlullen lässt), umso eher ist das Kind voll involviert. Und das ist das schlimm für das Kind. Deshalb mag die "juristische Keule" jetzt wie Kanonen auf
Spatzen wirken, ist aber bei diesem Verhalten der Mutter das einzig richtige. Bleib hart in der Sache und behalte das Kind im Fokus. Die Mutter hat nämlich nur dich im Fokus!
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Dad76
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« Antwort #35 am: 21. Juni 2017, 10:27:01 »

Gestern hatte ja ich das erste Gespräch bei der Caritas.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine angenehme Atmosphäre war und ich auch mit einem gutem Gefühl nach Hause gefahren bin. Die KM wirkte danach etwas angesäuert, hatte sie sich das Ganze wohl etwas anders vorgestellt.

Kurz zusammengefasst konnte ich alle geäußerten Bedenken der KM mit Tatsachen und Äußerungen ausräumen. Auch die Frau der Caritas (Diplom Psychologin) musste am Ende fragen, was denn jetzt eigentlich das Problem der KM ist? Da kam halt nicht mehr sehr viel... Auch wenn es jetzt noch nicht ins Detail ging, so habe ich ein gutes Gefühl, dass ich verstanden wurde und man die Bedenken der KM nicht nachvollziehen kann. Es wurde auch sofort ein Umgang 2x die Woche vereinbart, auch an den WE, was vorher völlig unmöglich war. Inwieweit das jetzt natürlich dauerhaft ist werde ich sehen.
Auch hat sich die KM im Laufe der Unterhaltung in Lügen verstrickt, was auch der Dame der Caritas auffiel. Sie bohrte dann nochmal konkret nach uns stellte fest, dass Behauptungen bzw. Äußerungen haltlos waren bzw. nicht der Wahrheit entsprachen.

Ich werde auf jedem Fall beim nächsten Termin in 14 Tagen ganz konkret auf die Sorge und die schriftliche Regelung des Umgangs und dessen Erweiterung hinweisen.
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Dad76
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« Antwort #36 am: 11. August 2017, 11:50:55 »

hier ein weiteres Update nach dem 3ten Besuch bei der Caritas...

Nachdem es beim gestrigen Besuch bei der Caritas mal ordentlich gekracht hat, ist der jetzige Stand, dass ich den Kleinen ab sofort bei meinen beiden Umgangsterminen in der Woche, ohne die KM sehen darf. D.h. spazieren gehen und der Umgang allgemein ab jetzt ohne KM, anfänglich für ca. eine Stunde.

Bei den vergangenen ca. 25 Umgangsterminen in den letzen knapp 4 Monaten herrschte immer eine angespannte Stimmung. Man machte "gute Miene zum bösen Spiel". Ich wusste, dass es der KM in keinster Weise Recht war, dass ich den Umgang hatte. Es war ihr auch sehr unangenehm mit mir gemeinsam Zeit zu verbringen, wäre mir aber unter keinen Umständen entgegen gekommen und hätte mich alleine mit dem Kleinen losziehen lassen. Ich hatte mehrfach nachgefragt. Und ich spüre, dass sie mich auf keinem Fall als Vater für den Kleinen haben will, der ich ja aber nun mal bin. Und so kam es dann zum Krach beim Termin bei der Caritas, da ich das alles dort endlich mal ausgesprochen habe.

Die KM forderte immer nur (unter anderem mittlerweile auch BU, kurzfristige Verschiebungen des Umgangs um 1-2 Stunden, etc), blockte aber immer ab, wenn es darum ging, mir Zugeständnisse zu machen.

Nun ja, die gemeinsame Sorge wird dann bis zum Ende des Jahres "geklärt" werden, da ich eine Frist gesetzt habe.

Ich hoffe, dass sich jetzt die Lage etwas entspannt, da der Umgang jetzt ohne die KM stattfindet.

Gruß
Dirk
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Papa Markus
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« Antwort #37 am: 14. September 2017, 11:00:54 »

...mal eine Anmerkung am Rande...du siehst offenen Auges was die Gute da abzieht und gibst ihr Fristen zur Zustimmung der gemeinsamen Sorge?
Wenn du Google einmal bemühst wirst du sehen, dass in Sachen Sorgerecht die Zustimmung einer Mutter nur noch ein Placebo ihres Egos ist. Jedes Familiegericht stimmt
einem Antrag des Vaters auf GSR zu, spätestens seit dem EUGH Urteil.

Evtl. hast du mehr Ansehen vor der Mutter wenn du einmal "durchgreifst" als das wenn du immer den Deeskalierenden Bückling machst. Letzteres kostet nicht nur Nerven sondern auch Zeit mit deinem Kind
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Dad76
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« Antwort #38 am: 20. September 2017, 08:49:24 »

kurzes Zwischenfazit

Nachdem ich im Juni aufgefordert wurde, Auskunft über mein Einkommen abzugeben damit der Unterhalt fürs Kind und den BU ausgerechnet werden kann, habe ich vergangene Woche durch die KM eine erste "Berechnung" (die ihren Namen nicht annähernd verdient hat) des JA als "Diskussionsgrundlage"  ausgehändigt bekommen. Demnach sollte ich knapp 800,-€ BU zahlen. Eine Berechnung für den KU war gar nicht dabei. Auffällig war die Tatsache, dass sie Berechnungen des BU rückwirkend bis zur Geburt meines Sohnes dabei hatte, obwohl ich erst im April vom Kind erfahren habe und erst im Juni zur Abgabe meiner Einkommensverhältnisse aufgefordert wurde.

Zu den Lohnzetteln der letzten 12 Monate, hatte ich natürlich auch die Nachweise über die private Krankenversicherung sowie über die laufenden Kredite ausgehändigt. Diese wurden aber bei der der "Berechnung" des JA in keinster Weise beachtet, weshalb ich auf einen BU von knapp 800,-€ gekommen wäre. Also ab zum Anwalt und dort die Berechnung durchführen lassen. Stand jetzt zahle ich also 289,-€ BU um nicht unter meinen Selbstbehalt von 1200,-€ zu rutschen, und nicht rückwirkend bis zur Geburt sondern erst ab Juni, da ich zu dem Zeitpunkt erst zur Abgabe der Einkommensnachweise aufgefordert wurde. Die Summe wird sich noch etwas reduzieren, da ich die mtl. Beiträge für die Gewerkschaft vergessen hatte anzugeben.

Was wohl jetzt noch als nächstes kommt, sind Forderungen der KM für den Sonderbedarf Babyerstausstattung, wobei ich ja schon quasi am Limit des finanziell Leistbaren bin. In dem Zussammenhang die Frage, was genau alles zu dieser Babyerstausstattung zählt. Vielleicht kann mir da ja jemand behilflich sein.

Grüße
Dirk
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« Antwort #39 am: 20. September 2017, 09:15:42 »

Hallo,

Du musst KU und BU strikt trennen. Das JA vertritt im Falle einer Beistandschaft das Kind und wird deshalb den KU berechnen und eintreiben. Ansonsten kann das JA den KU für die KM berechnen, endgültig ist das aber nicht, das geht nur durch ein Gericht. Wenn die Rechnung aber richtig ist gibt es natürlich keinen Grund die Rechnung anzufechten.

Beim BU kann das JA die KM nur beraten. Das JA muss hier auch nicht rechnen. Richtig ist, dass BU gefordert werden muss und deshalb nicht rückwirkend gezahlt werden muss und Du einen Selbstbehalt von 1200 Euro hast.

Es gibt ein Urteil des OLG Koblenz von 2009 (OLG Koblenz v. 12.5.2009 - 11 UF 24/09  oder auch hier) nach der die Säuglingserausstattung Sonderbedarf ist und in der Regel 1000 Euro nicht überschreitet. Damit wird die Säuglingserstaustattung pauschalisiert und Du solltest mit 1000 Euro rechnen.

VG Susi
 
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Dad76
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« Antwort #40 am: 20. September 2017, 09:24:05 »

Danke Susi für die schnelle Info...

Ist es sinnvoll, sich für die Erstausstattung Quittungen zeigen zu lassen, wenn ich weiß, dass die KM viele Sachen geliehen oder geschenkt bekommen hat bzw. diese gebraucht gekauft hat? Kann sie denn pauschal 1000,-€ fordern, wenn nachweisbar wäre, dass sie nicht mal annähernd soviel Geld dafür ausgegeben hat. Und was genau zählt zu dieser Erstausstattung?

Findet es in dem Zusammenhang auch Beachtung, dass ich auch eine gewisse Erstausstattung "beschafft" habe, da ich ja von der KM getrennt lebe und für die Zeiten meines Umgangs auch ein Babybett, Kinderwagen, Babyschale fürs Auto etc. beschafft habe?

Und inwieweit muss ich diese Pauschale sofort zahlen, wenn ich doch aktuell nach Zahlung KU und BU schon bei meinen 1200,-€ Selbstbehalt bin?

Fragen über Fragen... Sorry
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der Frosch
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« Antwort #41 am: 20. September 2017, 09:27:57 »

Hallo Dad76
Als Nachsatz zu Susi64 möchte ich noch anmerken, das der Unterhalt für das Kind vorgeht und als erstes von Deinem bereinigten Netto abgezogen wird, bevor es an die Berechnung für den Betreungsunterhalt der Mutter geht. Wenn dann nach Abzug Deines Selbstbehaltes von 1200 € übrig ist bekommt Sie den BU.

LG der Frosch
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« Antwort #42 am: 20. September 2017, 10:46:45 »

Hallo,

Da die Erstaustattung Sonderbedarf ist, ist sie nicht mit dem KU abgedeckt.
Selbstverständlich muss auch die Erstausstattung belegt werden, selbst wenn es pauschaliert ist, heißt das nicht, dass man einfach die Pauschale kassieren kann. Eine gewisse Kulanz bei überlassenen Sachen sollte trotzdem drin sein.

Eine Auflistung der Erstaustattung findest Du z.B. hier oder auch hier, natürlich braucht man nicht alles, aber 1000 Euro kommen da schnell zusammen.

Dass Du auch Aufwendungen hast ist bei der ganzen Sache leider nicht berücksichtigt und Du kannst das nicht gegenrechnen.

Da das Baby mittlerweile 4 Monate alt ist, braucht die KM das Geld doch nicht mehr für die Anschaffung, deshalb sollte Ratenzahlung möglich sein.

VG Susi
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Dad76
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« Antwort #43 am: 20. September 2017, 20:20:23 »

Wie mir die KM beim heutigen Termin bei der Caritas mitgeteilt hat, hat sie für gar keine Sachen der Erstausstattung eine Quittung mehr. Ich hatte sowas ja schon vermutet, da sie in den vergangenen Monaten häufig erwähnt hat, dass sie vieles geschenkt oder gebraucht bekommen hat bzw. sich gewisse Dinge geliehen hat. Und mal ganz ehrlich... so gänzlich ohne einen Nachweis für irgendwas tu ich mich ziemlich schwer mal eben so mindestens 500,-€ zu zahlen.

Außerdem möchte sie noch, dass ich mich an den Kosten für die private Krankenversicherung für den Kleinen hälftig beteilige. Dies kann ich dann aber sicher auch zur Bereinigung meines Nettoeinkommen rechnen und gegebenenfalls den BU um diese Summe kürzen!? Ich bin ja eigentlich mit allen Zahlungen schon bei meinem Mindestbehalt von 1200,-€...
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Inselreif
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« Antwort #44 am: 20. September 2017, 20:28:01 »

Hi Dad,

wieso ist das Kind privat krankenversichert?
Grundsätzlich bist Du verpflichtet, die PKV nicht nur hälftig sondern vollständig zu übernehmen. Das kann dann bei der Bereinigung des Einkommens vorneweg (also vor Berechnung des KU) abgezogen werden und mindert insofern auch die Leistungsfähigkeit für BU.

Gruss von der Insel
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« Antwort #45 am: 20. September 2017, 20:30:57 »

Hi Dad,

wieso ist das Kind privat krankenversichert?
Grundsätzlich bist Du verpflichtet, die PKV nicht nur hälftig sondern vollständig zu übernehmen. Das kann dann bei der Bereinigung des Einkommens vorneweg (also vor Berechnung des KU) abgezogen werden und mindert insofern auch die Leistungsfähigkeit für BU.

Gruss von der Insel

Danke dir für die Info...
da sowohl die KM als auch ich jeweils privat versichert sind, ist wohl nur eine private Krankenversicherung für den Kleinen möglich
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« Antwort #46 am: 03. November 2017, 17:54:00 »

So, hier mal bei meiner Geschichte der aktuelle Stand der Dinge

Nach mittlerweile 7 Terminen bei der Familienberatung hat die KM am gestrigen Tag jeden weiteren Termin dort abgesagt. Sie wünscht keine weitere Beratung. Dies hat sie der Caritas per Mail mitgeteilt, ich weiß es auch nur von der Caritas selber, von der KM nicht. Dies und viele, viele weitere Schikanen der KM, brachten uns an den Punkt an dem wir jetzt sind...

Die Termine verliefen eigentlich immer gleich, ich wollte gerne mehr als die 2x 1,5h Umgang in der Woche, habe immer wieder die von mir angestrebte gemeinsame Sorge zum Thema gemacht und die KM war in der ganzen Zeit damit beschäftigt, mit zu erklären, warum das Ganze nicht geht. Es waren immer wieder sie selben "Argumente" (stillen, keine festen Schlafenszeiten des Kleinen und der gänzlich fehlende Rhythmus sowie mangelndes Vertrauen mir gegenüber...) Beim letzten Caritas Termin war es so schlimm, dass es nicht mal möglich war Zeiten zu finden, an denen ich den Kleinen bekommen könnte und er eben nicht die nächsten 1,5h gestillt werden müsste, schlafen muss oder von der Mutter Brei bekommt.

Das Ende vom Lied ist, dass die Mutter keine weiteren Termine bei der Caritas möchte, somit auch das Thema gemeinsame Sorge eben kein Thema mehr ist.
Ich werde jetzt beim Familiengericht die gemeinsame Sorge beantragen und gleichzeitig auf eine schriftliche Umgangsregelung bestehen.

Ich habe zwar schon bissel bei Google gesucht, aber gibt es hier im Forum vielleicht irgendwo schon einen Musterantrag zur gemeinsamen Sorge bzw. dem festlegen von Umgangszeiten. Mein Kleiner wird in knapp 3 Wochen, 10 Monate alt. Ich hatte seit Mai ca. 53 Umgänge in 25 Wochen mit dem Kleinen gehabt. Keine Ahnung, ob das im Antrag mit formuliert werden muss oder sollte.

Für eure Tipps oder Hinweise wäre ich euch sehr dankbar.

Grüße
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Dad76
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« Antwort #47 am: 03. November 2017, 18:03:26 »



Ich habe zwar schon bissel bei Google gesucht, aber gibt es hier im Forum vielleicht irgendwo schon einen Musterantrag zur gemeinsamen Sorge bzw. dem festlegen von Umgangszeiten. Mein Kleiner wird in knapp 3 Wochen, 10 Monate alt. Ich hatte seit Mai ca. 53 Umgänge in 25 Wochen mit dem Kleinen gehabt. Keine Ahnung, ob das im Antrag mit formuliert werden muss oder sollte.

Für eure Tipps oder Hinweise wäre ich euch sehr dankbar.

Grüße

Sorry, habe hier im Forum gerade selber ein sehr allgemeinen Antrag  gefunden...
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« Antwort #48 am: 03. November 2017, 18:18:25 »

Hallo,

es gibt auch auf der Seite des ISUV einen Musterantrag, diesen unter allgemeinen Informationen anklicken, runterscrollen und auf download klicken, kostet nichts, habe ich gerade ausprobiert.
Die gemeinsame Sorge ist relativ einfach zu bekommen, da sie nur verweigert werden kann, wenn es dem Kindswohl entgegensteht. Rein praktisch bringt Dir die gemeinsame Sorge aber nicht viel, Dein eigentlich es Problem ist der Umgang.

Deine Vorstellungen sind auf keine Fall unbillig, es wird aber nicht einfach das durchzusetzen. Offensichtlich ist der friedliche Weg am Ende und hat zu nichts geführt. Letzlich kannst Du beim Gericht eine Umgangsregelung beantragen. Das Problem damit ist, dass es mit Sicherheit nicht schnell geht, die Beziehung zur KM natürlich nicht verbessert und der Kampf weitergeht.
In aller Regel wird das Gericht auch erst einmal versuchen, dass sich die Eltern einigen. Vielleicht bringt aber der Druck etwas.

VG Susi
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« Antwort #49 am: 03. November 2017, 18:27:00 »

Danke für den Tipp Susi.
Das Problem mit dem Umgang ist doch aber, dass die KM und ich trotz Hilfe der Caritas nicht auf einen vernünftigen Umgang einigen konnten und die vereinbarten Umgangstermine durch die KM beliebig verändert, verschoben oder verkürzt wurden. Das Ganze war dann auch rein dienstlich etc. kaum noch planbar. Im Endeffekt lief alles darauf hinaus, dass sie mir die bereits bei der Caritas getroffenen Umgangsvereinbarungen gekürzt hat und zu keinen weiteren Kompromiss bereit war.

Deshalb würde es auch nur sehr wenig Sinn machen, wenn das Gericht diesen Vorschlag macht, da meine , für mein Dafürhalten völlig normalen Wünsche über den möglichen Umgang, bei der Mutter auf taube Ohren stoßen werden. Der Umgang muss vom Gericht oder wer auch immer das tut, festgelegt werden, am besten belastbar.

Ich habe wirklich alles versucht mit der KM einen normalen Umgang zu pflegen. Aber es sind mittlerweile so viele Dinge passiert, die mein Vertrauen in sie gänzlich "vernichtet" haben. Selbst die Dame der Caritas konnte nur noch den Kopf schütteln.
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