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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 15:42:44 *
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Autor Thema: Umzug von Mutter zum Vater  (Gelesen 7609 mal)
Dory
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« am: 29. Dezember 2016, 12:19:47 »

Hallo,

ich bin neu hier und
mich beschäftigt folgende Frage:

Eine Woche vor Weihnachten ist die Tochter (14) meines Mannes aus erster Ehe zu uns gezogen. Sie war schon immer sehr gerne bei uns und hatte die letzten Jahre immer wieder überlegt zu uns zu ziehen. Wir, das sind mein Mann, unsere Tochter (7) und unser Sohn (5) und ich.
Die endgültige Entscheidung kam nun, da die KM mit ihrem neuen Mann und gemeinsamen Sohn 1,5 Stunden von hier wegziehen. Dagegen hat das Mädchen sich nun gestellt und entschieden bei uns zu wohnen.

Wir freuen uns natürlich riesig

Alles was Tochter mit gebracht hat waren Klamotten und ihre Schulsachen ...alle persönlichen Dingen, Hamster, Spiele, Bücher, CD/DVD, Fahrrad usw. hat die Mutter mit in den neuen Wohnort genommen. Für mich fühlt es sich ein bisschen so an als wolle die KM unter gar keinen Umständen dass die Tochter sich bei uns zuhause fühlt. Es ist doch das Eigentum des Kindes, und sollten die Sachen nicht da sein wo es wohnt?

Wie würdet ihr reagieren? Ist die Mutter verpflichtet die Dinge raus zu geben?

Vielen Dank

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TotoHH
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« Antwort #1 am: 29. Dezember 2016, 13:49:25 »

Moin!

Zunächst einmal freue ich mich für Eure Tochter, dass sie nicht gegen ihren Willen wegziehen musste, bei ihrem Vater, Dir und den Halbgeschwistern wohnen kann und auch die KM - wahrscheinlich auch schweren Herzens, denn wer lässt schon gerne seine 14jährige Tochter los - dem Wunsch des Kindes entsprochen hat!  thumbup Jetzt wird sicherlich spannend sein, wie ein Kind in dem Alter Interesse an regelm. Wochenenden bei ihrer Mutter und dem anderen Teil ihrer Familie entwickelt...

Das die KM soviel persönliche Dinge der Tochter zurückbehält klingt erstmal nicht schön. Vielleicht will sie tats. ein wenig Anreiz setzen, dass das Kind regelm. zum Umgang kommt (sicher nicht der richtige Weg dazu zu motivieren...  mad) oder sie ist vielleicht in ihrer Mutterehre gekränkt... Aber mal ehrlich: So dramatisch sind die von Dir aufgezählten Dinge nun auch nicht, oder? Was sagt denn das Kind dazu? Vermisst es was? Oder "entsorgt" es damit seine Kindheit und bricht in ein neues Teenie-Leben auf? Vielleicht will das Kind ja sogar einen Neuanfang bei Euch?

Ich würde erwarten, dass ein Kind in dem Alter, das offensichtlich seinen Wunsch zu seinem Vater zu ziehen durchgesetzt hat, auch zunächst einmal alleine in der Lage ist, der Mutter zu sagen, was sie sonst noch gerne mitnehmen würde (bzw. beim nä. Umgang etwas mitzunehmen). Bzw. ihren Vater/ Euch hierzu einbezogen hat. In diesem Fall sollte der KV einmal das Gespräch mit Mutter suchen. Sollte die aber auf stur schalten, würde ich es eher ggü. Kind runterspielen und Neuanschaffungen "zelebrieren". In diesem Zusammenhang mit Eigentum zu argumentieren und gar auf eine rechtl. Verpflichtung der KM zu drängen, wäre mir der Stress nicht wert.

Gruß. toto

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Dory
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« Antwort #2 am: 29. Dezember 2016, 14:31:28 »

Hallo Toto,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Es fühlt sich alles noch so unwirklich und unsicher an,
da es absolut überraschend kam und wir nicht mehr damit gerechnet haben dass sie wirklich zu uns kommt.
Sie hat sich über ein Jahr mit der Entscheidung gequält.

Du hast sicherlich recht, eine 14 jährige kann kund tun was sie möchte. Wir werden ihr nun erst mal ihr Zimmer einrichten und sie dann fragen was ihr noch "fehlt" von ihren Sachen und sie diese einfach mitbringen soll.

Mein Mann hatte gegenüber der KM schon angefragt was z.B. mit dem Fahrrad ist, als Antwort kam dann: Das hat die Tochter ja nicht zum Geburtstag sondern außerhalb der Zeit bekommen und Rad fahren könnte die Tochter ja auch gut am neuen Wohnort!

Da in den letzten Jahren viel Manipulation von Mutterseite ausging, wünschen wir uns nun das die Tochter zur Ruhe kommt und ihre Unbeschwertheit zurück erlangt. Wir sind auf keinen Fall daran interessiert rechtlich irgendwas zu klären. Mich interessiert das ganze mehr von der moralischen Seite.

LG Dory
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AnnaSophie
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« Antwort #3 am: 29. Dezember 2016, 18:02:29 »

Hallo,

hat denn Tochter versucht ihre Sachen zu packen oder hatte sie(ihr) erwartet das die KM das macht?

Bei uns lief das damals so, dass meine Kleine nicht gepackt hat und einfach so mit ihren Klamotten zu Papa gegangen ist. Ich habe es auch nicht eingesehen das zu erledigen. Nachdem ich eine andere Wohnung gefunden habe habe ich dann zwangsläufig die Sachen gepackt, Papa hat sie dann unter Protest abgeholt.
Sie wollte sie aber wohl gerne haben wollte sich aber auch nicht die ARbeit machen beim Umgang ihre Sachen zu packen.

Möbel und auch das Fahrrad habe ich behalten, zum einen weil sie ja schon ein fertig eingerichtetes Zimmer bei Papa hatte und zum anderen weil es das Fahrrad eben zwischendurch gab und sie es beim Umgang nutzen sollte.

Was will denn die Tochter von ihren Sachen wirklich haben?
Bzw. was benötigt ihr denn wirklich von all den Dingen?

Bei uns war es so, dass der KV massiv die Gitarre eingefordert hat, obwohl sie zu dem Zeitpunkt daran kein Interesse mehr hatte und ich die zwischendurch gekauft habe als wir kurzfristig einen Platz an der Musikschule bekommen hatten. Da ging es wohl eher ums Prinzip, denn sie hat nie wieder angefangen.

Sophie
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Dory
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« Antwort #4 am: 29. Dezember 2016, 19:26:35 »

Hallo Sophie,

Danke für deine Eindrücke die du hattest als deine Tochter zum Vater zog? Darf ich dich fragen wie du dich damit fühlst? Gibt es Dinge die du uns raten kannst, die für uns gegenüber der Mutter wichtig sind?

Uns ist klar dass es bei uns keine Entscheidung gegen die Mutter war, sondern eine gegen den Umzug vom gewohnten Umfeld. Leider hatte die Mutter in der Vergangenheit ihre Tochter nicht frei entscheiden lassen, oft wurde manipuliert, sowohl psychisch als auch materiell.

Nun zu deinen Fragen: Die Tochter hat sich 5 Tage vor dem Wegzug (Samstag) der KM entschieden dass sie nicht mitgeht, daraufhin hat mein Mann vorgeschlagen die Sachen der Tochter einen Tag vorher ( Freitag) abzuholen. Dies hat die KM abgelehnt und gemeint sie würde die Tochter mit ihren Sachen Sonntags zu uns bringen. Nun dies beinhaltete wie gesagt nur die Kleidung.

Die Möbel wurden im Vorfeld verkauft, da es im neuen Haus neue Möbel gibt. Wobei wir eh von Anfang an gesagt haben dass sie bei uns auch neue Möbel bekommt. Ich dachte mir nur so ein Teenager zieht sich doch gerne zurück und dafür braucht man doch seine persönlichen Dinge? Einfach sein gewohntes Zeug um sich heimelig zu fühlen.

Ich werde sie erst mal fragen müssen was sie von ihren Sachen noch alles braucht. Bestehen werden wir auf gar nichts, lieber kaufen wir es nach und nach neu.

LG Dory


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AnnaSophie
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« Antwort #5 am: 29. Dezember 2016, 20:09:47 »

Hallo,

die "Kleine" ist jetzt 18 wird in ein paar Tagen 19 
Sie hat im Laufe der Jahre festgestellt, dass es bei Papa teilweise auch nicht so toll ist. Sie war damals 12.
Und ohne ihr soziales Umfeld wäre sie schon lange wieder bei mir, so ihre Aussage.

Damals war es in meinen Augen die richtige Entscheidung, da er sie massiv unter Druck gesetzt hat, beispielsweise 6x am Tag angerufen etc. etc.

Wichtig ist, dass ihr nicht schlecht über die KM sprecht. Sie hat zwar die Entscheidung getroffen umzuziehen zu ihrem Lebensgefährten, aber sie hat die Tochter bis jetzt groß gezogen. Und anscheinend auch einen halbwegs guten Job dabei gemacht.
Diese Manipulationen, die die Mutter gemacht hat, solltet ihr auf keinen Fall kopieren. Das würde jetzt eine Zeitlang funktionieren, aber nicht auf Dauer.

Der KV der Kleinen hat das auch gemacht, als sie da war gab es gleich einen neuen Laptop, ein neues Handy und den Hund, den sie schon immer haben wollte. Aber auch das hat auf Dauer nicht geholfen, dass die Kleine die negativen Seiten nicht gesehen hat. Heute würde sie vermutlich anders entscheiden.

Was bei euch hinzukommt ist der Punkt, dass es jetzt sehr kurzfristig gekommen ist, dass die Tochter nicht mitgezogen ist. Evtl. hat sie dass auch nicht klar kommuniziert.
Und evtl. hatte die Tochter keine Lust die Sachen zu packen, analog wie bei mir.  Und die KM hat dann nur folgerichtig die Kleidung eingepackt.
Gut, Möbel müsst ihr neu kaufen, kann aber auch eine schöne Sache sein, wenn die Tochter merkt, dass auch Möbel von Ikea aufgebaut werden müssen und das einfach Arbeit macht (sie sollte logischerweise mithelfen).

Wie sieht eigentlich der geplante Umgang zwischen KM und Tochter aus?

Sophie
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Dory
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« Antwort #6 am: 29. Dezember 2016, 21:24:53 »

Hallo Sophie,

ich habe große Achtung vor dir dass du deine kleine damals ziehen lassen konntest. Nicht jede Mutter und auch nicht jeder Vater sieht das Kind und nicht seine eigenen Interessen. Es hört sich so an dass ihr weiterhin ein gutes Verhältnis habt, das freut mich für euch.

Mit der Beeinflussung war es bei uns die letzten Jahre anders herum. Die KM ist mit neuem Mann und gemeinsamen Kind 20 km vom Kindheitsort der Tochter meines Mannes umgezogen. Ohne Einverständnis des Vaters vorher zu erfragen bzw. ohne die Tochter vorher zu informieren. Es wurden einfach Tatsachen geschaffen. Dies war 2014. Die Tochter meines Mannes hat sehr darunter gelitten, da sie im Ursprungsort super integriert war und einen tollen Freundeskreis hatte. Sie musste zwar nicht die Schule wechseln, leidete aber sehr unter dem Umzug. Bei uns weinte sie viel und sprach immer wieder davon zu uns zu wollen.

Da der Mutter das Verhalten auch auffiel sprach sie die Tochter darauf an: ob Tochter den Vater denn lieber hätte und sie könne es ohne ihre Tochter keine 2 Wochen aushalten usw.

Dann kam überraschend im Herbst 2015 der Anruf der Mutter, wir bauen ein Haus und ziehen Ende 2016 180 km weg, obwohl im Vorfeld der Tochter versprochen wurde nicht in den Ort des neuen Mannes der KM zu ziehen. Wieder ohne vorherige Absprache mit dem KV

Dann wurde ein Hund für die Tochter gekauft und ihr diverse materielle Versprechungen gemacht wenn sie in das Haus ziehen, eigener Fernseher usw. Auch hat die Mutter sich ständig per Handy am Umgangswochenende sich gemeldet, und die Tochter musste früher heim da sie ja noch mit ihrem Hund raus müsse.....Wir haben die ganze Zeit keinen Wettkampf betrieben sondern der Tochter nur klar gemacht, all das gibt es bei uns nicht. Sie soll frei sein in ihrer Entscheidung, unsere Türen stehen offen und es ist auch in Ordnung wenn sie wegzieht. Schließlich sehen wir uns weiterhin jedes 2. Wochenende und teilweise in den Ferien. Natürlich fanden wir die Entscheidung der KM als absolut falsch, da die Tochter schon unter dem ersten Umzug nach wie vor litt.

Da die Tochter im Frühsommer signalisierte nicht weg ziehen zu wollen, hat mein Mann sich entschieden das JA einzuschalten und Widerspruch gegen den Umzug kund zu tun. Die Mutter ist dermaßen auf die Barrikaden und hat wie wild verbal um sich geschlagen. Das JA, mussten wir feststellen sind wohl Mütterämter. Leider wurde nicht dem Vater geholfen, der nur wollte dass seine Tochter an neutraler Stelle gehört wird. Die Tochter lehnte ein gemeinsames Gespräch mit Vater und Mutter ab. Ihre größte Angst war die Mutter zu enttäuschen.


Da aber wohl die persönlichen Dinge nicht hier her kommen müssen wir wohl einiges anschaffen, was okay ist, allerdings fern ab von materiellen Manipulationsmitteln. Das haben wir auch die letzten Jahre nicht gemacht.
Über die KM wird selbstverständlich vor dem Kind nicht negativ gesprochen.

Der Umgang ist nicht besprochen, ich denke die klassische jedes zweite Wochenende und in den Ferien soviel Tochter möchte. So handhaben wir es momentan in den Weihnachtsfeiern. Die Tochter ist erst seit einer Woche vor Weihnachten bei uns.

LG Dory
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Ingo30
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« Antwort #7 am: 29. Dezember 2016, 21:54:10 »

Moin Dory,

ihr solltet trotzdem nicht alles aus "Gutmütigkeit" aus der Hand geben. Aus der Forenerfahrung ist es so, dass zum Großteil ganz andere Hintergründe bei den Jugendlichen den Ausschlag für den Umzug geben.
Dies ist oftmals damit begründet, dass es bei Papa "weniger Regeln" oder andere Vorteile geben könnte.

Ihr solltet deshalb ziemlich zügig besprechen, wie Euer Zusammenleben konkret aussieht, wer in der Familie was zu sagen hat (und das bist auch Du als "Zweitfrau") und wie sich das Zusammenleben mit den gemeinsamen Kindern gestaltet.

Dazu kommt dann auch gern die "wenn es mir nicht passt, zieh ich halt wieder zur Mama"-Nummer. Auch darüber solltet ihr vielleicht mal präventiv sprechen.

Und noch ein ganz anderes Thema: Was ist mit dem Unterhalt? Besteht ein Titel für die Tochter? Konntet ihr die Tochter schon ummelden und das Kindergeld beantragen? Aus der Praxis ist es so, dass gerade diese finanziellen Einbußen (gerade wenn ein Haus gebaut wird) bei der KM spürbar werden. Dann wird meist auch wieder versucht, mit Hilfe von Manipulation ("kriegst ein Pony / Reitstunden") die Jugendliche wieder zurückzuholen. Es sind noch vier Jahre bis zum Volljährigenunterhalt. Es würde mich wundern, wenn die KM diese Einnahmequelle sausen lässt. Gruß Ingo
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Dory
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« Antwort #8 am: 29. Dezember 2016, 22:33:15 »

Hallo Ingo,

Vielen Dank für dein Feedback.

Was meinst du denn mit aus Gutmütigkeit aus der Hand geben?

Bezüglich Kindergeld hat die KM auf Ende Dezember gekündigt.
Angemeldet wurde die Tochter heute bei uns.
KM hat auch schon angefragt ob wir Tochter nun privat versichern wollen oder über die KM versichert lassen wollen. Der Handyvertrag läuft Ende Januar aus und wir werden dann einen neuen machen. Der Unterhalt wird ab Januar eingestellt. Es besteht ein Titel.
Die KM meinte mein Mann solle bezüglich Unterhalt sich vom JA beraten lassen, wie sie es ja auch gemacht hatte.
Ich denke den Titel werden wir dann zurück fordern.
Die Schule ist auch informiert.

Die Tochter kennt mich gut und auch schon lange, seitdem sie 4 ist. Sie kennt unser Familienleben und lässt sich von mir auch was sagen. Wir haben schon immer ein sehr gutes und inniges Verhältnis. Auch meine beiden kleinen lieben ihre große Schwester sehr. Wir haben in den unserer Erziehung eher klare Strukturen, mitunter auch strenger. Dies ist bei der Mutter anders. Sie ist eher inkonsequent und wiegt vieles materiell auf. Unser Schwerpunkt liegt bei gemeinsamen Unternehmungen, sprich qualitative Zeit.
Ich denke ihre Motivation war in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben.

Ich hoffe wirklich dass die Tochter nun zur Ruhe kommen darf und die Mutter wegen den Finanzen nicht weiter an ihr rummanipuliert.

LG
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TotoHH
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« Antwort #9 am: 30. Dezember 2016, 08:53:43 »

Moin.

 thumbup Das liest sich doch alles sehr strukturiert von Euch - trotz der Kurzfristigkeit und der verschiedenen Manipulationen in der Vergangenheit.  Die Herausforderungen werden im Alltag mit einer Pubertierenden sich ergeben - aber es würde mich sehr wundern, wenn Euch das überrascht

Zwei etwas speziellere Hinweise:

Die "Anmeldung" zum Kindergeld muss vom KV kommen. Soweit ich weiß, braucht es dazu gar nicht der "Abmeldung" durch die KM.

Den Titel unbedingt zurückfordern, nicht das damit Schindluder getrieben wird. Sonst müsst ihr unrechtmäßig eingetriebenem Geld hinterherlaufen. Aus taktischen Gründen würde ich erst Titel zurückholen bevor der KV eine etwaige KU-Diskussion mit der KM startet. Viel Beratungsnotwendogkeit beim JA wg KU sehe ich nicht - eigentlich ist es recht einfach: KM muss auf Basis ihres bereinigten Netto-Gehalts der verg 12 Monate (was sie dazu offenlegen muss, wenn ihr es fordert) gem. DDT bezahlen abzgl. des halben Kindergelds. Euch (bzw. dem Kind) steht dazu ein Titel zu. Ob es den für den Fall der Fälle braucht od. ob ihr euch auf einen anderen Zahlbetrag einigt bleibt euch überlassen. Arbeitet die KM überhaupt? Wenn nicht, wird es tendenziell schwerer dort KU zu holen. Die KM hat zwar eine sog. erhöhte Erwerbsobliegenheit, aber das kann in einem unschönen Unterhaltskrieg enden, in desssen Verlauf vermutlich die Tochter wieder manipulativ einbezogen wird. Dann liegt es an Euch, abzuwägen wieviel Stress euch das Durchsetzen des Untehaltsanspruchs wert ist und wie sehr ihr auf das Geld angewiesen seid.

Ich wünsche euch und insb. dem Kind ein gutes Einleben und bin gespannt, wie sich Umgang und Verhalten der KM in der Zukunft gestalten.

gruß, toto
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Dory
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« Antwort #10 am: 30. Dezember 2016, 11:18:08 »

Guten Morgen Toto,

Danke für den Tipp mit dem Titel, wir werden ihn wohl vorher zurück fordern bevor wir zum Jugendamt gehen. Kindergeld wird mein Mann da anfordern wo auch unsere beiden Kinder gemeldet sind.

Ob die KM Unterhalt leisten muss wird sich zeigen. Sie hat die letzten Jahre circa 60% gearbeitet, allerdings sind sie ja jetzt umgezogen, ich weiß aber dass sie dort einen neuen Job hat. Ob sie mit ihrem Verdienst über ihren Selbstbehalt kommt glaube ich fast nicht. Wird das Gehalt indirekt auch von ihrem Mann dazu genommen? Ich dachte mal gelesen zu haben dass er ihr zum Unterhalt beitragen muss.

Was am Ende dabei rauskommt werden wir sehen, wir wollen keinen Unterhaltskrieg, schon die Einsparung der Unterhaltszahlungen unsererseits plus das Kindergeld ist doch schon mal ein Plus in unserer Haushaltskasse. Wenn ich aber sehe wie hoch die Summe sein könnte, verstehe ich warum viele Väter gefrustet sind Zahlpapa zu sein und warum Mütter ungern darauf verzichten.

Wir freuen uns auf jeden Fall über unseren neuen Familienzuwachs.
Besonders freue ich mich für meinen Mann der nach all den Jahren endlich mal ein bisschen Alltag miterleben kann und nicht nur ein Wochenendpapa ist.

LG Dory
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« Antwort #11 am: 30. Dezember 2016, 11:41:09 »

Wir freuen uns auf jeden Fall über unseren neuen Familienzuwachs.
Besonders freue ich mich für meinen Mann der nach all den Jahren endlich mal ein bisschen Alltag miterleben kann und nicht nur ein Wochenendpapa ist.

 thumbup thumbup

Ich bin kein Unterhaltsrechen-Crack. Nur soviel: Reicht es bei der KM nicht für den SB, dann wird dieser mE aufgrund des Zusammenlebens mit dem Partner gesenkt und/ oder es wird ein Wohnvorteil bei Wohnen im Eigenheim angesetzt. Evtl. hat sie einen Unterhaltsanspruch gg. ihren neuen Mann, der ihr Einkommen erhöht? Aber all das sind Feinheiten des dt. Unterhaltsrecht, die sehr schnell in einen "Unterhaltskrieg" münden.  exclamation_smile Wobei das JA euch helfen soll ist mir nicht ganz klar. Verschafft Euch selbst einen groben Überblick, was Euch max. "zustehen" könnte und verhandelt mit der KM einen fairen Betrag, der Eure Bedürfnisse berücksichtigt, ebenso wie die Situation der KM und auch die Kosten für die neu einsetzenden Umgangsfahrten. Starten würde ich die Verhandlungen einfach mal damit, freundlich soviel KU zu  fordern, wie bisher bezahlt wurde. Und dann kann man ja sehen....

toto
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« Antwort #12 am: 30. Dezember 2016, 16:11:43 »

Hallo Toto,

ich dachte bisher man muss sich daran halten was das Jugendamt angibt...wir haben das so immer gemacht. Die KM ist zum Jugendamt und von denen haben wir dann einen Brief bekommen indem mein Mann aufgefordert wurde sein Verdienst offen zu legen. Wir haben alles eingereicht auch die Belege die zur Bereinigung des Einkommens zählen. Danach kam dann die Rechnung vom Jugendamt die auch dem entsprach wie wir es uns gedacht haben. Also haben wir in dieser Höhe auch geleistet. Umgekehrt würden wir jetzt auch so vorgehen.

Damals sagte man uns dass nur der Unterhaltsempfänger Beratungsrecht beim Jugendamt hat, als wir selbst dort waren und auch beraten werden wollten. Trotzdem hat der Herr sich mit uns hin gesetzt und alles nochmal erklärt und begründet. Dem Unterhaltsschuldner steht sonst nur der Weg zum Anwalt frei, was ich schon wieder ungerecht finde. Vätern bleibt oft nur der Selbstbehalt, sollen den Umgang voll finanzieren und wo soll da Geld für den Anwalt bleiben?

Gruß Dory
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« Antwort #13 am: 30. Dezember 2016, 17:31:12 »

Alles richtig soweit und schön zu lesen, dass ihr mit dem JA den Umständen entsprechend gute Erfahrung gemacht habt.

Da es keinen Zwang gibt, den Unterhalt via JA zu regeln, war ich davon ausgegangen, dass ihr in der Lage seid, den KU Anspruch selbst zu bestimmen und dann mit KM eskalalationsbefreit ohne Einschaltung eines Amtes zu regeln.

Da ihr aber gute Erfahrung mit dem örtlichen JA gemacht habt (ich gehe davon aus, die Zuständigkeit ändert sich nicht (zuständig ist immer das Amt am Wohnort des Kindes) und offensichtlich auch die KM einer Berechnung des JA traut und es quasi erwartet, mag dies der zielführend Weg sein. Nicht das Euch nachher noch unterstellt wird, ihr würdet das JA umgehen um mehr KU zu fördern  c

Gruß, toto, der allerdings der guten Ordnunghalber darauf hinweist, dass das JA den Unterhalt nicht festlegt oder rechtsverbindlich "angibt "
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« Antwort #14 am: 30. Dezember 2016, 19:58:41 »

Moin Dory,

mit zu "gutmütig" mein ich, dass ihr etwas aufpassen müsst.

Man merkt, dass ihr Euch nicht wirklich mit den Kompetenzen von JA und den ganzen Unterhaltssachen beschäftigt habt. Muss man auch nicht.

Aber aus der Forenerfahrung ist es leider so, dass es sehr oft um den Unterhalt Streitigkeiten gibt, die dann erbittert ausgefechtet werden. Insbesondere wenn die KM nicht viel verdient (was bei Euch der Fall ist). Nach meiner Einschätzung hat die KM sich über den Punkt "Einkommensverlust" durch den Wegzug der Tochter keine Gedanken gemacht. Nicht umsonst hetzen viele KMs so gut sie können, um solche Umzüge zu verhindern.

Den Titel muss die KM herausgeben. Hier werdet ihr schon die erste Hürde haben, ob sie diesen herausgibt. Ansonsten müsste zumindest ein Vollstreckungsverzicht von der KM unterzeichnet werden. Solange der Titel aber nicht befristet ausgestellt war, ist auch mit Hinblick auf den Volljährigenunterhalt bereits jetzt der Titel einzufordern.

Also einfach etwas wachsam bleiben, dann steht dem Familienglück nichts im Wege. Gruß Ingo
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« Antwort #15 am: 30. Dezember 2016, 21:41:39 »

Hallo Ingo,

auch wir können ein Lied davon singen wie das Jugendamt mit den Vätern umgeht, gerade jetzt in Bezug als mein Mann Hilfe wollte, da die Tochter in der Zwickmühle war, nicht wusste wie sie sich entscheiden sollte und dabei immer trauriger wurde. Wir wollten das JA mit ins Boot holen, da bei einem evtl Gerichtstermin das JA eh mit dabei gewesen wäre. So hatte unsere Anwältin es empfohlen. Sie meinte, die Mutter kann mit dem Kind ohne Einverständnis des Vaters nicht umziehen, andernfalls muss sie auf alleiniges ABR klagen. Also haben wir Einspruch gegen den Umzug erhoben und wollten dass das JA sich dem Kind annimmt, bzw. eine Psychologische Unterstützung zur Entscheidungsfindung stellt.

Das JA hat sich sehr geziert und meinte nur wir sollen doch gegen den Umzug klagen. Das lag uns aber völlig fern. Wir wollten nur Hilfe für die Tochter die ständig manipuliert wurde. Schon vom Kleinkindalter an. Da wollte sie z.B. ihren Kindergeburstag bei uns feiern und wir hatten schon richtig tolle Pläne. Bis sie dann auf einmal nicht mehr wollte, und auf Nachfrage sagte sie die Mama hätte gesagt die Kinder wissen doch gar nicht wo der Papa wohnt. Es hat nie aufgehört, all die Jahre, ich habe selbst zwei Kinder und frage mich warum tun Mütter das? Es kann doch nicht nur wegen dem Geld sein! Das ganze ist so traurig. Und die Kinder stehen einfach dazwischen.

Bin etwas abgeschweift   
Nachdem wir die Mutter informiert haben über den Widerspruch und die Einschaltung des JA ist sie völlig außer sich gewesen, unterste Schiene. Kaum war Madame beim JA lief es auf einmal. Die Tante vom JA nahm sich Zeit für ein Gespräch mit der Tochter und siehe da, die Tendenz war wohl eher zum Vater aber die Tante berat die Tochter eher doch mit der Mutter zu gehen  mad dann sollte sie laut JA zur Psychologin um das ganze zu begleiten. Nach zwei Terminen war die gute schwanger und nicht mehr da. Auf Nachfrage meines Mannes hieß es immer wir sollten Geduld haben. Natürlich gab es keinen Ersatz und die Tochter hat sich die letzten Monate allein da durch gequält, da sie auch nicht darüber reden wollte.

Mal sehen ob sich das nun ändert wenn wir Unterhaltsempfänger sind. Wir sind auf jeden Fall enttäuscht vom JA und werden auch in Zukunft vorsichtig sein. Ebensowenig werden die Manipulationen aufhören, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich bewundere jeden Vater der da aus Liebe zu seinen Kindern drüber steht bzw. durchhält.

Grüße Dory
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« Antwort #16 am: 31. Dezember 2016, 15:56:31 »

Moin Dory,

mir ist fast kein Fall hier aus dem Forum bekannt, wo eine KM überhaupt Unterhalt an ein Kind zahlt. Denk daran, ihr habt einer armen KM das Kind weggenommen. Wie könnt ihr jetzt noch Unterhalt fordern?

Solange die KM Euch den Titel nicht herausgibt, ist der KV weiterhin zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Tut er das nicht, kann die KM bei Euch jederzeit pfänden lassen. Hier müsst ihr zwingend tätig werden im neuen Jahr. Gruß Ingo
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« Antwort #17 am: 31. Dezember 2016, 17:26:41 »

mir ist fast kein Fall hier aus dem Forum bekannt, wo eine KM überhaupt Unterhalt an ein Kind zahlt. Denk daran, ihr habt einer armen KM das Kind weggenommen. Wie könnt ihr jetzt noch Unterhalt fordern?

@Ingo: ... evtl. solltest Du Satz 2 und 3 als Ironie kennzeichnen - nicht jeder unerfahrene Leser hier wird es sonst erkennen. Denn natürlich steht KU zu, von Kind wegnehmen kann nicht die Rede sein und im Großen und Ganzen scheint es in diesem Fall einigermaßen geordnet abzulaufen. Aber in der Tat - mal sehen was passiert, wenn eine konkrete Unterhaltsforderung auf dem Tisch liegt... Aber deshalb schrieb ich auch weiter oben

Verschafft Euch selbst einen groben Überblick, was Euch max. "zustehen" könnte und verhandelt mit der KM einen fairen Betrag, der Eure Bedürfnisse berücksichtigt, ebenso wie die Situation der KM und auch die Kosten für die neu einsetzenden Umgangsfahrten. Starten würde ich die Verhandlungen einfach mal damit, freundlich soviel KU zu  fordern, wie bisher bezahlt wurde. Und dann kann man ja sehen....

aber dies
Solange die KM Euch den Titel nicht herausgibt, ist der KV weiterhin zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet.
ist falsch!
Der Titel begründet nicht die Zahlungspflicht dem Grund nach! Ja, solange der Titel nicht zurückgegeben  (oder ein Vollstreckungsverzicht erklärt) wurde, kann aus dem Titel recht einfach gepfändet werden. Aber eine Pfändung eines Betrags die dem Grunde nach nicht existiert (hier aufgrund des geänderten Wohnsitzes des Kindes) ist nicht zulässig und kann zurückgefordert werden - ja, ist aufwändig, aber der rechtliche Unterschied mE wichtig zu kennen.

gruß, toto
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« Antwort #18 am: 02. Januar 2017, 14:41:50 »

Hallo,

aber diesist falsch!
Der Titel begründet nicht die Zahlungspflicht dem Grund nach! Ja, solange der Titel nicht zurückgegeben  (oder ein Vollstreckungsverzicht erklärt) wurde, kann aus dem Titel recht einfach gepfändet werden. Aber eine Pfändung eines Betrags die dem Grunde nach nicht existiert (hier aufgrund des geänderten Wohnsitzes des Kindes) ist nicht zulässig und kann zurückgefordert werden - ja, ist aufwändig, aber der rechtliche Unterschied mE wichtig zu kennen.

Das ist so leider nicht korrekt. Im Bekanntenkreis durfte ein KV, bei dem das Kind lebt und auch gemeldet ist, titulierten Unterhalt nachzahlen.
Solange der Titel existiert, hat der Unterhaltsberechtigte auch Anspruch.

Von daher gilt es, den Titel so schnell wie möglich abändern zu lassen, sollte KM den Titel nicht von selbst als nichtig erklären.

LG D
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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
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« Antwort #19 am: 02. Januar 2017, 14:57:59 »

Moin.

Ich will nicht wortklauberisch sein, aber
Solange der Titel existiert, hat der Unterhaltsberechtigte auch Anspruch.
nur damit wir sauber miteinander disktutieren:
Im vorliegenden Fall, existiert noch ein Titel mit der KM als Berechtigte aus dem dem Titel; unterhaltsberechtigt ist die KM aber nicht mehr aufgrund des Umzugs des Kindes .
Somit mag die KM zwar aus dem Titel anspruchsberechtigt sein, aber einen Unterhaltsanspruch hat sie nicht mehr.
Insofern wäre - wenn sie noch aus dem Titel vollstrecken lassen würde - in diesem Fall der KV berechtigt, dieses Geld zurückzufordern. Aber ex post - er muss dem Geld hinterherlaufen. Deshalb ist es in der Tat sehr ratsam, den Titel zurückzufordern bzw. einen Vollstreckungsverzicht seitens der KM erklären zu lassen. Eine Abänderung des Titels ist nicht notwendig.

toto
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« Antwort #20 am: 02. Januar 2017, 16:34:37 »

Hi,

in diesem Fall war die Situation identisch und der KV musste klagen.

Der Richter meinte zwar, dass die Logik, das Kind wohne nicht mehr bei der Mutter, richtig sei, aber dennoch müsse der Titel bedient werden und die Forderung sei rechtens. Der KV hätte dafür Sorge tragen müssen, den Titel abändern zu lassen. Das Geld, mehrere 1000 Euros, durfte er bezahlen.

Von daher kann ich nur empfehlen, es nicht darauf ankommen zu lassen; also den Titel abändern zu lassen.

LG D
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« Antwort #21 am: 02. Januar 2017, 18:11:10 »

Der Richter meinte zwar, dass die Logik, das Kind wohne nicht mehr bei der Mutter, richtig sei, aber dennoch müsse der Titel bedient werden und die Forderung sei rechtens. Der KV hätte dafür Sorge tragen müssen, den Titel abändern zu lassen. Das Geld, mehrere 1000 Euros, durfte er bezahlen.
Mich wundern immer wieder diese verquerten Rechtsauffassungen und Verdrehung des (teilweise) selber ausgeurteilten ...

Der Titel betitelt einen Anspruch des Kindes. Der Titelinhaber ist das Kind, und der BET "vertritt" dieses Kind immer nur. Mit einem Umzug entfällt doch die Vertretungsvoraussetzung und damit darf eine KM solch einen Titel auch nicht mehr anfassen. Denn der Titel ist für / auf den Namen des Kindes und damit nach meiner Auffassung nicht umsetzbar.
Aber es scheint immer wieder Verdrehungen nach den unglaublichsten Umständen zu geben ...

Gruß
Kasper
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« Antwort #22 am: 02. Januar 2017, 18:27:15 »

Hallo,

mich würde zur Klarstellung im konkreten Fall interessieren:
In welchem Verfahren wurde die Pflicht zur Bedienung des Titels festgestellt? (Unterhalt oder Vollstreckung?)
Wurde nachweislich der Lebensmittelpunkt des Kindes dauerhaft geändert oder war das Kind nur "dauerhaft zu Besuch"?

VG Susi
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« Antwort #23 am: 02. Januar 2017, 22:30:34 »

Welchen Unterschied würde das machen?
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« Antwort #24 am: 03. Januar 2017, 09:50:53 »

Hallo,

den Unterschied will ich an einen Beispiel erläutern. Die KM muss ins KH und der KV betreut in dieser Zeit, sagen wir 3 Monate oder auch 6 Monate das Kind. In diesem fiktiven Fall sind sich beide einig, dass das Kind nach wie vor seinen Lebensmittelpunkt bei der KM hat und diese deshalb z.B. eine entsprechend große Wohnung hat. Außerdem übernimmt sie die Kosten für Kleidung, Vereinsmitgliedschaften, Schule des Kindes.
Deshalb steht ihr der KU auch für diese Monate zu, andererseits kann der KV eine Entschädigung für die Verköstigung des Kindes und ggf. auch weitere Ausgaben fordern.

Prinzipiell entsteht ein Anspruch auf Unterhaltszahlung, wenn ein minderjähriges Kind betreut wird. in aller Regel werden die Großeltern keinen Unterhalt fordern auch wenn das kind für 3 Monate zu Besuch ist. Auch könnten sich die Eltern auf 3 Monate Ferien beim KV einigen und schon besteht dem Grunde nach Unterhaltspflicht.

Auch hier im Forum steht immer wieder einmal, dass man sich auf ein "Probewohnen" von 3 Monaten oder auch 6 Monaten geeinigt hat, auch in diesem Fall bleibt der Unterhaltsanspruch bestehen, da man davon ausgeht, dass die KM weiterhin wesentliche Ausgaben für das Kind tätigt, auch wenn der KV durchaus eine Entschädigung für die Verköstigung des Kindes fordern kann.

Das mag spitzfindisch klingen, aber so denken auch Richter, und das führt dann zu entsprechenden Urteilen.

Ob es sich um ein Unterhaltsverfahren oder ein Vollstreckungsverfahren handelt frage ich einfach, weil mich die Konstellation unter der entschieden wurde interessiert.

VG Susi

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