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vatersein.de - Forum 19. November 2017, 07:52:19 *
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Autor Thema: Unterhaltsvorschuss bis 18!  (Gelesen 7604 mal)
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #25 am: 17. November 2016, 22:06:32 »

Moin

Und die bekommen alle UHV? puzzled
Das sprengt ja den Rahmen von 260.000 betroffenen Kinder bei weitem ... Ich wusste garnicht dass mehrere Erwachsene auf ein Kind verteilt werden und diese daher keinen UHV bekommen dürfen.

Wer sagt denn das. Ach Kasper, denke doch bitte über folgendes nach. Glaubst Du etwa, dass AE's auf Rang 1 der Hitliste stehen, wenn nebenbei auch nicht kindgebundene Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, und das auch in der leistungsorientierten Privatwirtschaft (Versandtgeschäft, Einzelhandel, etc.)? Stehen letztgenannte etwa nicht in Konkurrenz zu den verfügbaren Arbeitsplätzen? Sind die etwa nur für AE's da? Und Arbeitsplätze, welche kinderfreundlich (attraktiv) sind, werden von denen seltenst aus Rücksicht verschmäht.
Der Statistik bleibst Du aber klammheimlich schuldig.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
eskima
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« Antwort #26 am: 17. November 2016, 23:37:12 »

Moin,

Meine Auszubildene brauch für Ihre Tochter keine ALG II mehr beantragen ... es lohnt sich sogar zu arbeiten ...

Ich denke, dass der wahre Grund für diese Änderung darin zu finden ist, dass die Kinderarmut statistisch geringer werden soll.

Es wurde bereits geschrieben, dass es bei Hartz IV linke Tasche, rechte Tasche ist. Aber die Kinder bekommen dann eben kein Hartz IV. Und wie in diesem von Kasper beschriebenem Beispiel, fällt das Kind aus ALG 2 Bezug raus.

Interessant wäre es doch, wieviele von den genannten 260.000 Kindern dann real auch mehr Geld zur Verfügung haben, bzw. deren Eltern, und in welcher Höhe.

LG eskima
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Malachit
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« Antwort #27 am: 18. November 2016, 07:20:59 »

Hallo zusammen,

Interessant wäre es doch, wieviele von den genannten 260.000 Kindern dann real auch mehr Geld zur Verfügung haben, bzw. deren Eltern, und in welcher Höhe.

Zumindest überschlägig kann man das ausrechnen, wenn denn die Angabe weiter oben in diesem Thread stimmt, dass die ganze Aktion den Staat unterm Strich "nur" hundert Millionen Euro kostet (was mir, ehrlich gesagt, ziemlich niedrig geschätzt erscheint). Diverse Medien wie z.B. die FAZ berichten nämlich übereinstimmend:

Zitat
Mitte Oktober hatten Bund und Länder bei ihrer Einigung über die künftigen Finanzbeziehungen die Reform des Unterhaltsvorschusses im Grundsatz beschlossen. Bisher trägt der Bund ein Drittel der Kosten, die Länder zwei Drittel. Bliebe es dabei, müsste der Bund künftig 260 Millionen Euro mehr aufbringen, die Länder 530 Millionen Euro.

Also: Mehrkosten für den erweiterten Unterhaltsvorschuss sind in Summe 790 Millionen Euro, um auf die Netto-Kosten von 100 Millionen Euro zu kommen, müssen dann aber ca. 690 Millionen Euro anderweitig eingespart werden. Heißt im Umkehrschluss, für die meisten Betroffenen werden die staatlichen Transferleistungen nur umdeklariert, ohne dass ihnen effektiv mehr Geld zur Verfügung steht. Wenn's dumm läuft, dann sind die Verwaltungskosten das einzige, was wirklich nennenswert steigen wird ;-(

Jedenfalls, möge sich ein jeder im Lichte obiger Zahlen selbst ausrechnen, wie viele Kinder von diesem Wahlgeschenk tatsächlich profitieren werden, und bei wie vielen die Verbesserung nur auf dem Papier besteht.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
United
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« Antwort #28 am: 18. November 2016, 08:15:30 »

Moin,

Und aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es ganz klar ein Minusgeschäft.
Vielleicht ... vielleicht auch nicht.
Für ein "publizistisches Wahlgeschenk" halte ich diese Änderung durchaus ebenfalls.

Allerdings empfinde ich - selbst wenn netto 790 Mio EUR herauskämen - es nicht als "Prasserei".

790 Mio EUR netto werden aber aus bereits genannten Gründen nicht herauskommen:

Fallbetrachtung ohne Verwaltungskosten:

Fall 1:
AE Hartz IV, UH-Pflichtiger leistungsfähig -> Netto: Null-Mehraufwand (Pflichtiger zahlt)
Fall 2:
AE Hartz IV, UH-Pflichtiger nicht-leistungsfähig / Mangelfall / Aufstocker -> Netto: Null-Mehraufwand (rechte Tasche, linke Tasche)
Fall 3:
AE leistungsfähig, UH-Pflichtiger leistungsfähig -> Netto: Null-Mehraufwand (Pflichtiger zahlt)
Fall 4:
AE leistungsfähig, UH-Pflichtiger nicht-leistungsfähig / Mangelfall / Aufstocker -> Mehraufwand: hier finden sich die Profiteure ...

Netto profitieren also in erster Linie leistungsfähige AE-Haushalte. Insofern halte ich die psoidonuem´s These für nachvollziehbar.

Wenn man nun noch die Kurve bekäme (woran ich ehrlich gesagt zweifle) und Verwaltungsaufwand in diesem Rahmen optimiert, dann kann das volkswirtschaftlich tatsächlich zu einem Plus werden:
Aktuell beschäftigen sich "nebenberuflich" Arbeitsagentur, jugendamtliche Beistandschaft und Unterhaltsvorschußkasse mit den unterhaltsrechtlichen Gegebenheiten (in meinem Fall hat sich zusätzlich noch die Wohngeldstelle "eingemischt").

Abgesehen von einem Wegfall der Doppel- und Dreifachgängelung des UH-Pflichtigen, ließe sich bei einer Bündelung dessen so manche Eurone an Verwaltungsaufwand einsparen.

Ich weiß, manchmal träume ich ...

Gruß
United
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Mateusz74
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« Antwort #29 am: 18. November 2016, 10:05:12 »

Völlig falscher Ansatz.

Statt endlich mal eine schon lange überfällige Renovierung des Unterhaltsrechts (Pflichtiger/Berechtigter) vorzunehmen, wird hier der Status Quo weiter zementiert. Der Kampf vor Gericht wird jetzt noch weiter forciert.

Zudem wird es die Faulheit vieler noch weiter fördern. Leistungen en masse abschöpfen, jedoch nichts dafür tun und nach immer mehr schreien.  Ohh ich erziehe (M)ein Kind, dafür will ich fürstlich entlohnt werden, dafür müssen andere zahlen nur nicht ich. Ja ne is klar. Armes Deutschland. Die Regierung kommt mir so vor wie der Klavierspieler auf der Titanic.

@ DeepThought

Danke 
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Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Kasper
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« Antwort #30 am: 18. November 2016, 10:21:18 »

Netto profitieren also in erster Linie leistungsfähige AE-Haushalte. Insofern halte ich die psoidonuem´s These für nachvollziehbar.
Ich kenn ja nurn einige ... da ich mich in diesen "Kreisen" bewege ...
Da sind einige bei, die gerade so an der Grenze rumknapsen, arbeiten aber eben durch das nicht vorhandensein von UH auch teilsweise garnicht mehr können. Sei es aus finanziellen Gründen, oder eben auch aus Zeitgründen... Und für die ist es genau das, worauf viele gewartet haben...
Arbeiten und nicht permanent mit Abzügen bestraft zu werden, alle paar Monate ellenlange Anträge abgeben, damit man 100 Euro mehr bekommt. Sich komplett nackig machen, vor wildfremden Leuten, und das nur weil ein anderer seiner Verpflichtung nicht nachkommt bzw. nicht kann.

Und ich gebe offen zu, auch ich persönlich bin nicht unglücklich über die Entwicklung. Ich bekomme seit 4 Jahren keinen KU für drei Kinder, nach und nach sind alle UHV-Zeiträume ausgelaufen, die KM - die im Sommer 2015 noch dröhnte dass das negative Gutachten sie in ihrem beruflichen Fortkommen behindern würde - ist ununterbrochen in ALG II Bezug.
Wir sind bisher gut klar gekommen, meine Angestellten mussten nicht hungern ... meine Kinder auch nicht ... aber so 700 Euro mehr in der Tasche ist schon etwas erleichternd. Und obwohl ich Ackere wie eine Hafenhure, mich um alles kümmere und Zusammenhalte, bleibt bei mir nicht mehr hängen wie bei einem ALG II Empfänger ... wenn ich alle Kosten abziehe. Einziger Unterschied, ich brauche keine Anträge ausfüllen und fahre zwei Autos ...

Ich glaube nach wie vor, dass die Verlängerung etwas entscheidenes bewirken wird, da die Verantwortung nicht mehr einer Seite alleine aufgebürdet wird und diese sich auch noch alles gegenrechnen lassen muss. Wenn ihr es als Wahlgeschenk deklariert ... Eure Meinung ist Euch unbenommen, ich halte es als notwendige Änderung, die schon seit Jahren gefordert wird, und wenn sie dann kommt auch wieder madig geredet wird ...

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
LucasDaddy
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« Antwort #31 am: 18. November 2016, 10:44:28 »

Moin,

ich bin da komplett bei Kasper und finde dies
Zitat
ich halte es als notwendige Änderung, die schon seit Jahren gefordert wird, und wenn sie dann kommt auch wieder madig geredet wird ...
wirklich sehr traurig.

Mir sind auch einige AE-Eltern (Mütter und Väter) bekannt und niemand von diesen lebt von Sozialleistungen. Genauso wie ich arbeiten alle und bekommen Job und Familie ganz gut unter einen Hut. Nur wirklich finanziell unabhängig ist absolut keiner von ihnen und große Sprünge sind auch nicht drin. Für uns bedeutet die Weiterzahlung des UHV daher schon eine Verbesserung und vielleicht ist dann sogar mal ein Urlaub pro Jahr drin (die "zahlungsunfähige" KM gönnt sich pro Jahr drei Fernreisen....).

Zudem habe ich die Hoffnung, dass die Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Elternteils endlich wirklich überprüft wird, wenn Vater Staat mit UHV einspringen muss. Zumindest in meinem Fall begnügt sich dieser mit an den Haaren herbeigezogenen Lügenmärchen und prüft nicht eines davon nach. Warum auch, kostet ihn ja nichts...

LG,
LD
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Kasper
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« Antwort #32 am: 18. November 2016, 11:06:50 »

Zudem habe ich die Hoffnung, dass die Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Elternteils endlich wirklich überprüft wird, wenn Vater Staat mit UHV einspringen muss. Zumindest in meinem Fall begnügt sich dieser mit an den Haaren herbeigezogenen Lügenmärchen und prüft nicht eines davon nach. Warum auch, kostet ihn ja nichts...
Oh ja, ein wenig mehr Engagement wird den Kreisen gut tun ... denn die geben sich meist oft mit einfachen Aussagen zufrieden. Aber wie so oft im Leben, bewirkt es etwas, wenn plötzlich die Taschen aufgemacht werden müssen. Und wenn es nur ein Teilbetrag ist...

Gruß
Kasper
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Mr_Gru
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« Antwort #33 am: 18. November 2016, 11:09:20 »

Leute...  puzzled

Können wir uns nicht einfach freuen? Allein das viele damit aus dem H4 Bezug rausfallen ist
doch ne positive Sache für die Betroffenen... Wieviele AE´s gehen in TZ arbeiten und stocken
auf... keine Gängelung durch JC mehr, kein regelmäßiges "Nackig machen", dass allein erhöht
doch ungemein die Lebensqualität.

Für mich als AE in Vollzeit sogar super, denn Unterhalt bekomm ich 0,00 Cent und meine
Tochter wäre nächstes Jahr auch aus dem UHV rausgefallen.

Egal ob Wahlgeschenk oder nicht, die bisherige Regelung war ungerecht, unlogisch und viele
hoffen seit Jahren auf eine Änderung.


Mr_Gru, der jetzt hochmoiviert daran arbeiten wird das seine Kinder nicht später zur erwerbslosen,
nicht Steuern zahlenden Unterschicht gehören   rofl2
« Letzte Änderung: 18. November 2016, 11:12:45 von Mr_Gru » Gespeichert
Susi64
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« Antwort #34 am: 18. November 2016, 11:33:42 »

Hallo Mr_Gru,

 thumbup thumbup

Es trifft ja auch die Richtigen!

Nichts auf dieser Welt ist perfekt. Die UHV-Kasse bzw. die öffentliche Hand beschäftigt bestimmt gern noch ein paar Sozialdetektive, die alles nachprüfen. Nur entsteht die Frage ob die das auch rechtlich dürfen und ob der Aufwand in Relation zu den Kosten steht.
Ich glaube kaum, dass es hier einen zahlenden Vater freut, wenn er jetzt auch noch ganz offiziell von Sozialdetektiven überwacht wird.

VG Susi

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Ein Leben lang!


« Antwort #35 am: 18. November 2016, 12:13:12 »

Sehe ich auch so wie Kasper, LD und Mr. Gru.  thumbup
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #36 am: 18. November 2016, 18:04:40 »

Moin

Die neue Regelung zum UHV ist für mich lediglich überfällig und ein Mindestmaß an angemessener und vor allem gleichberechtigter Behandlung aller Kinder. Ich mache nichts madig, nur empfinde ich auch keine Freude - höchstens Genugtuung. Von daher kein Grund für mich, in Jubel zu verfallen. Das es anderen da anders ergeht, möchte ich weder ignorieren noch schlecht reden. Mir geht es um die, welche ganz weit unten in der Nahrungskette stehen und die faktisch Null Komma Nichts davon haben. Genau das gibt auch die tatsächliche Kostenerwartung  (ggü. den theoretischen Aufwendungen) der Bundesregierung wider. Ich bin es eben leid in Anbetracht tatsächlicher Not, wenn solche Scheinzahlen wie 260.000 Kinder profitieren unter das Volk gebracht werden. Denn genau hier liegt doch die Botschaft für das gemeine Volk, dieser verlogene Botschaft.

Da ich persönlich in keinster Weise auch nur ansatzweise betroffen bin (außer das meine Steuergelder dafür verwendet werde - und hier habe ich absolut nichts dagegen einzuwenden, im Gegenteil, ich heiße es richtig so), kann ich mir den "Luxus" leisten, über den Tellerrand zu schauen.

Gruss oldie

Edit und PS:
... Allein das viele damit aus dem H4 Bezug rausfallen ist
doch ne positive Sache für die Betroffenen... Wieviele AE´s gehen in TZ arbeiten und stocken
auf... keine Gängelung durch JC mehr, kein regelmäßiges "Nackig machen", dass allein erhöht
doch ungemein die Lebensqualität.
Eine ganz wichtige Sache, die für mich auch am hervorstechensten ist, diese Lebensqualität. Diese allein ist es wert.
« Letzte Änderung: 18. November 2016, 18:12:01 von oldie » Gespeichert

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« Antwort #37 am: 21. November 2016, 01:48:04 »

Moin,

ich befürworte es, wenn es dann wirklich durch den Bundestag und Bundesrat geht.

Und ich glaube auch, dass dann mehr Mitarbeiter eingestellt werden, um Kontrolle auszuüben.

Gruß
Marko
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Kasper
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« Antwort #38 am: 21. November 2016, 07:19:58 »

Es ist bereits beschlossen.

Gruß
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Malachit
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« Antwort #39 am: 21. November 2016, 20:35:00 »

Hallo zusammen,

um nochmal auf die Frage zurückzukommen, wie viele Kinder von der Änderung denn nun tatsächlich profitieren, da gibt's eine zwar örtlich begrenzte, aber dennoch recht aufschlussreiche Meldung beim Focus. Dort erzählt nämlich ein gewisser Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor des Regionalverbands Saarbrücken (Hervorhebung ist von mir):

Zitat
"(...) Unterm Strich bekommen dadurch aber leider nur sehr wenige Familien wirklich mehr Geld.“

Grund dafür sei, dass der Unterhaltsvorschuss bei Hartz IV-Empfängern mit dem Regelsatz verrechnet wird. Und im Regionalverband seien nun mal – ähnlich wie im Bund - rund 90 Prozent der Leistungsbezieher nach dem Unterhaltsvorschussgesetz auch im Hartz IV-Bezug. „Die beiden Leistungen von Jobcenter und Jugendamt werden miteinander verrechnet und die Familien haben keinerlei finanzielle Vorteile. Diese Doppelbürokratie ist sinnlos, wird aber durch die Neuregelung sogar ausgeweitet, weil sich die Fallzahlen im Regionalverband verdoppeln werden.“

Der Rest des Artikels ist übrigens ebenfalls durchaus lesenswert.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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« Antwort #40 am: 21. November 2016, 21:03:15 »

Das kommt absolut hin: wenn die Mehrkosten, wie Frau Schwdsig sagt, nur 100 Mio betragen, kommen, wenn man von einem durchschnittlichen Bezug von 200 € im Monat ausgeht, knapp 42.000 Kinder zusätzlich in den Genuss des Unterhalts.

Das sind etwa 16℅ der angegebenen 260.000.

Wieder so ein typisches Gesetz für eine winzige Lobnygruppe.
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #41 am: 21. November 2016, 21:15:15 »

Moin

Wieder so ein typisches Gesetz für eine winzige Lobnygruppe.
Also diese Unterstellung, dass eine angebliche "Lobby-Gruppe" hier 'profitieren' tut, ist ausgesprochen dumm und zeugt von Deiner Arroganz. Mit Verlaub, genauer gesagt ist solch' Auffassung hetzerisch und diffamierend. Falls Du jemand anderen meinst als die, welche durch den erweiterten UHV-Geltungsbereich anschließend mehr im Monat zur Verfügung haben, so sage es etwas eindeutiger.

Gruss oldie
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« Antwort #42 am: 21. November 2016, 23:09:34 »

Hallo,

das ist in vielen Fällen ein Problem. Die meinsten Anliegen betreffen nicht die Mehrheit.
Wenn es eine Mehrheit betreffen würde, wären die Zahlen entweder sehr klein (das Kindergeld soll ja auch angehoben werden) oder unbezahlbar.

Deshalb ist mir wichtig, dass es überhaupt einen nachvollziehbaren Nutzeffekt hat. In einer talk-Runde wurde einmal gefragt, warum sich Politiker so wenig für den Bildungsbereich interessieren. Die banale Antwort war, dass man da Millionen versenken könnte ohne, dass es einer überhaupt mitbekommt.

VG Susi
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« Antwort #43 am: 22. November 2016, 09:40:19 »


Wieder so ein typisches Gesetz für eine winzige Lobnygruppe.

Das meinst ironisch,  oder?  question

Denn genau diese "Lobbygruppe"  sind doch die einzigen Menschen die deiner Meinung nach
überhaupt Kinder in die Welt setzen dürften,  berufstätig und unabhängig von öffentlichen Geldern.
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Frieda
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Ja.


« Antwort #44 am: 22. November 2016, 11:48:50 »

Hallo,

oh, dann gehöre ich wohl auch mal zu ner "winzig kleinen Lobbygruppe" ;-)
Mein Ex zahlt gerichtlich festgelegt 53,00€ pro Kind und Monat und kümmert sich etwa alle Jubeljahre mal einen Nachmittag um die Kinder (also eigentlich gar nicht), beide sind über 12, ich arbeite Vollzeit und kümmere mich allein um die beiden.
Mein Verdienst plus Unterhalt plus Kindergeld reicht jeden Monat haargenau aus, aber nur mit viel Verzicht und Rechnerei. Die Unabhängigkeit von irgendwelchen Ämtern mit anmaßenden Sachbearbeitern hab ich mir mühsam erkämpft und möchte sie erhalten, schon um mein Selbstwertgefühl zu behalten.
 Ich fände es sehr schön, wenigstens finanziell mal etwas Entspannung zu haben.

Liebe Grüße

Frieda
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Glaub nicht alles was Du denkst.
Kasper
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« Antwort #45 am: 23. November 2016, 18:27:23 »

Sinnloses Aufregen ...
da kommt wohl nichts mehr ... vielleicht versuchen die das Projekt auch heimlich einzustampfen ...

http://www.stern.de/news/bedenken-aus-union-verzoegern-reform-des-unterhaltsvorschusses-7206384.html?utm_campaign=artikel-header&utm_medium=share&utm_source=twitter
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Malachit
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« Antwort #46 am: 30. November 2016, 23:22:43 »

Hallo zusammen,

zu diesem Thema mal wieder ein Blick in die Medien, diesmal die Mitteldeutsche Zeitung vom 29.11.2016:

Zitat
Alleinerziehende: Staat kassiert Unterhaltsvorschuss gleich wieder ein
(...)
Nun aber zeigt sich: Die Reform droht seine Wirkung fast völlig zu verfehlen. Denn bei 87 Prozent der Anspruchsberechtigten käme der Vorschuss derzeit gar nicht an, weil er ihnen als Hartz-IV-Empfängern von der Grundsicherung abgezogen würde.
(...)
Zudem droht das geplante Gesetz nun auch an der Ablehnung einiger SPD-Länder im Bundesrat zu scheitern (...)
(...)
Laut der Antwort des Bundesfamilienministeriums auf ihre Anfrage haben Anfang 2015 rund 454.000 Kinder Unterhaltsvorschuss bekommen. Davon erhielten laut Statistischem Bundesamtes rund 395.000 Hartz IV.

Irgendwie klingt das für mich immer mehr nach einem gewaltigen Rohrkrepierer aus dem Hause Schwesig ...

Nix für ungut,

Malachit.
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« Antwort #47 am: 01. Dezember 2016, 07:44:22 »

Nein,

mich ärgert es maßlos ... und ich kenne so viele die aufstocken müssen, weil sie keinen Unterhalt bekommen bzw. der gerade der UHV ausgelaufen ist.
Es gibt nicht ein sinnvolles Argument für die Begrenzung auf 72 Monate und Beschränkung bis zum 12. Lebensjahr. Die Änderung ist eigentlich überfällig bzw. hätte so niemals begonnen werden dürfen.
Das als Rohrkrepierer zu bezeichnen, halte ich für schwachsinnig.

Aber wenn das so gesehen wird, dann erachte ich es nur als Recht und billig, dass Unterhaltsverweigerern - ob bewusst oder unbewusst - sofort ins Gefängnis kommen, wenn sie keinen KU zahlen. Ohne Ausnahme. Vielleicht noch ein paar Vorstufen, wie Fürherscheinentzug, einschränken der Reisemöglichkeiten, ein Hausarrest (mit Fußfessel) ist auch nicht so schlecht.

Ich finde es nur recht und billig, wenn der Staat sich aus der Verantwortung stiehlt, der andere Elternteil dies ebenso macht und man quasi in den ALG II Bezug gepresst wird, dass dann alle möglichen Repressalien ausschöpfend genutzt werden.

Dann ist dies natürlich ein ordentlicher Rohrkrepierer ... aber die Schreie zu den notwendigen Maßnahmen kann ich jetzt schon hören. Im übrigen, die Begeisterungsfähigkeit der Beistandschaften, wenn sie nicht selber mit dem Geld leben müssen, ist allgemein bekannt ...

Gruß
Kasper
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« Antwort #48 am: 24. Januar 2017, 10:21:10 »

Moin,

ab 01.07.17 soll es jetzt losgehen:
Unterhaltsvorschuss - Mehr Hilfe für Alleinerziehende (Quelle: Tagesschau)

Gruß
United
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