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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 09:54:50 *
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Autor Thema: vor der Trennung - harte Zeit!  (Gelesen 749 mal)
Geccko
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« am: 12. April 2005, 09:38:18 »

Hallo,
ich bin seit 14 jahren verheiratet, habe 2 Kids (9 + 5) und die Trennung steht bevor!
Seit gut 5 -  6 Jahren läuft es so wie es nicht laufen sollte!
Wir haben es immer wieder versucht uns aufzuraffen, zu ändern, anzupassen, es dem anderen recht zu machen - wir haben dabei viele fehler gemacht!
ich habe ihr nun gesagt, dass ich mich von ihr trennen möchte! für mich ist es endgültig, sie will es nicht, will es weiter versuchen!
ich bin nun in der emotionalen zwickmühle! ich liebe meine beiden jungs über alles, merke aber, wie ich langsam abbaue. mir geht es nicht mehr gut, bin lfd. irgendwie krank, bin unkonzentriert, nervös, etc pp!
bei dem gedanke mich zu trennen, geht es mir richtig gut!
bei dem gedanke, die jungs nicht mehr so einfach um mich zu haben geht es mir schlecht!
meine frau sagt, ich sei sein super vater, aber sie hat mir auch zu verstehen gegeben, dass sie die jungs als druckmittel einsetzen wird!
ich habe andere einträge im forum gelesen und nun geht es mir voll schlecht!
ich will da raus, meine frau versteht es gar nicht, sie will es nicht!

WAS NUN Huch

Bitte, schreibt mir wenne s bei euch auch so war !!  

DANKE !!!
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Papa Nico
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 763



« Antwort #1 am: 12. April 2005, 10:15:12 »

Hi Geccko!

und willkommen hier!

Deine Geschichte steht noch am Beginn. Aber laß mich einmal ein paar Gedanken äußern, die mir bei deinen Aussagen einfallen:
 
Zitat
bei dem gedanke mich zu trennen, geht es mir richtig gut!
Wenn es in der Beziehung nicht funktioniert, dann kann ich diese Haltung verstehen, ABER:
 
Zitat
merke aber, wie ich langsam abbaue. mir geht es nicht mehr gut, bin lfd. irgendwie krank, bin unkonzentriert, nervös, etc pp!
und  
Zitat
bei dem gedanke, die jungs nicht mehr so einfach um mich zu haben geht es mir schlecht!
Wenn ich dann so etwas lese, dann glaube ich, du willst einfach nur flüchten. Es geht dir nur dieser Gedanke durch den Kopf und ich bin überzeugt, dass du dir noch nicht viele Gedanken gemacht hast, was dich nach einer Trennung erwartet. Es sind nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingung wie Unterhalt, Umgang und damit verbundene Gerichtsverfahren, sondern auch die seelischen Graumsamkeiten, die eine Trennung eben mit sich bringen.  cry_smile

 
Zitat
meine frau sagt, ich sei sein super vater, aber sie hat mir auch zu verstehen gegeben, dass sie die jungs als druckmittel einsetzen wird!
Hier sehe ich das Potenzial der seelischen Grausamkeiten  Traurig

 
Zitat
Wir haben es immer wieder versucht uns aufzuraffen, zu ändern, anzupassen, es dem anderen recht zu machen - wir haben dabei viele fehler gemacht!
Habt ihr denn bei euren "Versuchen" auch die Fehler analysiert? Habt ihr daraus gelernt, was vorher schief gelaufen ist?

Wäre denn eine Eheberatung denkbar?
Zitat
ich habe ihr nun gesagt, dass ich mich von ihr trennen möchte!   für mich ist es endgültig, sie will es nicht, will es weiter versuchen!
Aus all meinen Gedanken, die ich "Deine Flucht" überschreiben könnte, überzeugt mich deine Aussage nicht wirklich.

Tschau
Nico
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Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
Geccko
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« Antwort #2 am: 12. April 2005, 12:51:22 »

Ja, es mag alles etwas kurz gefasst sein! OK !
eine flucht ist es bestimmt - aus einer ehe die mich einängt, mich kaputt macht, mir weh tut!
ich habe lange, sehr lange versucht mich zu ändern. ich habe nie versucht sie zu ändern. ich habe ihr gesagt, was mich stört, wir haben darüber geredet! wir uns gesagt was uns stört. ich bin der meinung man ist wie man ist. sie ist der meinung, in einer ehe muss man sich anpassen!

auch unsere charaktäre sind sehr sehr verschiedene, lebenseinstellung, sichtweise, ideale etc pp

ich habe gespräche mit meiner mutter und geschwistern geführt, die uns beide kennen. alle sagen, dass sie sich wundern, dass wir überhaupt noch zusammen sind! sie sind auch der meinung, dass es mir "alleine" besser geht und ich wieder ich sein könnte!

mir tut der gedanke sehr weh, abends nicht mehr zu den jungs ins zimmer gehen zu können, zu beim schlafen zu sehen, das sie dann nicht mehr einfach nachts zu mir ins bett gekrabbelt kommen können. der gedanke, die nackten füsse, die nachts auf den fliesen "platschen" und zu mir kommen nicht mehr zu hören ist grausam!

klar, der grosse merkt das etwas nicht stimmt, er fängt an reserviert zu werden, achtet auf alles, will alles nur zu viert machen -ich denke er leidet unter der situation. am wo-ende, wenn ich da bin und zeit habe, ist so viel zu erledigen, dass die jungs auch nicht richtig was von mir haben!

wenn egtrennt, dann wäre ich am wo-ende voll für die jungs da, wir hätten mehr von uns, könnten mehr unternehmen!

viele spannungen wären weg, die heute einfach da sind! ich bin viel unterwegs, wenig zu hause, mein frau ist viel alleine, ich sehe die jungs morgen vo der schule, ich kann sie nachts sehen und am wo-ende! sie muss den haushalt hauptsächlich alleine meistern!

dann sind da noch die gedanke, ob ich das alles finanziell hinbekomme, wenn ich ausziehe!
ist schon hart ...

ach ... es tut einfach weh. ich bin selbst scheidungskind, wollte ein perfekter vater + ehemann sein - habe lange daran festgehalten, obwohl mir früh bewusst war, dass wir nicht passen!

ich weiss auch gar nicht, was für tipps mir helfen könnten,glaube, ich schreibe, weil ich es mir einfach von der seele reden möchte!

sie will die trennung nicht, sie glaubt wohl auch nicht, dass ich es ernst meine!
sie wird es erst realisieren wenn ich ausziehe! wenn ich ihr sage, es ist aus, es ist mir total ernst und die entscheidung ist endgültig, schaut sie mich an, redet dass es so nicht geht, dass sie es so nicht will! dann wird ein tag nicht drüber gesprochen, dann tut sie ob alles wieder gut sei!

es fällt mir schwer, dieses thema wieder aufzugreifen! ihr wider klar zu sagen, dass es aus ist!

ja, sie hat vorgeschlagen eine theraoie zu machen. aber ich bekomme magenkrämpfe beim gedanke daran. habe die therapie meiner eltern miterlebt, musste da auch mit hin - es war furchbar!

ok .. genug für jetzt ... kann nicht mehr !

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Papa Nico
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 763



« Antwort #3 am: 12. April 2005, 13:05:09 »

 
Zitat
ja, sie hat vorgeschlagen eine theraoie zu machen. aber ich bekomme magenkrämpfe beim gedanke daran. habe die therapie meiner eltern miterlebt, musste da auch mit hin - es war furchbar!
Fokusiere nicht die schlechten Erfahrungen anderer auf dich! Mein einziger Tip, den ich dir geben kann...

Nico
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skipper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 134


« Antwort #4 am: 12. April 2005, 16:09:15 »

Hallo Geccko und Willkommen!

Ich würde dir auch raten eine Eheberatung oder Mediation zu machen. Dabei könnt ihr nur gewinnen oder es stellt sich wirklich heraus, dass es für einen Partner so einfach nicht mehr weiter geht. Es hilft vor allem die Gründe aufzudecken, warum es nicht mehr geht und in so einer Art und Weise, dass der andere Partner es auch versteht und darüber nachdenken kann.
Ich schreibe das, weil ich selber beides mit meiner Ex gemacht habe. Sie wollte sich trennen, ich wollte den Kindern zu Liebe nicht, obwohl ich die letzten Jahre meiner Ehe sehr gelitten habe und nur geschluckt habe. Die Mediation hat mir gezeigt, dass sie absolut nicht bereit war irgend etwas zu ändern oder toleranter zu werden. Alle Schuld lag nur bei mir und die Moderatoren haben letztendlich die Mediation abgebrochen, weil sie nicht gesehen haben, dass es für uns irgend etwas bringt. Danach war ich von dem Irrglauben befreit, dass wir uns wieder finden könnten. Schöner ist es natürlich, wenn so etwas anders herum ausgeht.

Grüsse
Skipper


 
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anja_ps
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« Antwort #5 am: 14. April 2005, 11:19:13 »

Hallo Geccko,

aus meiner Erfahrung - allerdings mit einer ganz anderen Brille - kann ich dir erzählen, dass eine Trennung, die nicht BEIDE wollen oder zumindest akzeptieren können, in erster Linie zu Lasten der Kinder geht. Und deine Frau hat es ja schon angedroht. Die Kinder "als Druckmittel zu benutzen" hört sich schon schlimm an, finde ich, als wären es "Mittel", die man einfach "benutzt", weil nichts anderes da ist. Aber noch schlimmer ist das, was (vermutlich) dabei in den Kindern passiert, weil sie keinesfalls in der Lage sind, die Situation richtig zu beurteilen. Vermutlich würde es zu ganz gegenläufigen Erklärungen für die Situation von ihren Eltern kommen und das darauf folgende Handeln passt wieder nicht zu dem, was sie gesagt haben. DAS schadet den Kindern viel mehr, als eine Trennung der Eltern an sich und verhindert, dass sie glauben können, dass nach wie vor beide Eltern sie lieben und für die da sein werden, denn - und das wiederum ist, was in den Kinderherzen oder -köpfen ankommt: einer von beiden, Mami oder Papi, lügt! Und sie haben keine Chance herauszufinden, warum sie angelogen werden.

Deshalb kann ich mich Skipper und Papa Nico nur anschließen, versucht eine gemeinsame Trennung herbei zu führen. Wenn eure Beziehung zu Ende ist und keine Chance mehr besteht, dann wird sich das unter professioneller Anleitung zeigen. Und deine Frau kriegt Unterstützung dabei, die du ihr nicht geben kannst. Und wenn die Beratung/Therapie dazu führt, dass ihr es nochmals versucht (wenn ihr beide ehrlich seid und der/die Berater/in wirklich gut ist/sind), dann kannst auch du dahinterstehen und siehst Licht am Ende des Tunnels. Auch das sich-gemeinsam-auf-den-Weg-machen ist schon ein guter Anfang für ein noch unbekanntes Ende. Diese Zeit und Mühe ist in jedem Fall gut investiert, denn so oder so werdet ihr beide mit einem guten Gefühl zusammen bleiben oder auseinandergehen. Für dich ist wichtig, dass ihr schnell damit anfangt.

Viele Grüße

Anja
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Hoffnung ist der Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.
(unbekannt)
Geccko
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« Antwort #6 am: 14. April 2005, 11:38:36 »

Hallo, danke für eure Hilfe !
im moment gerade ist es so, dass ich voller elan bin und denke, dass die trennung das einzig richtige ist, vor allem für die jungs! selbst wenn ich versuche, mir klar zu machen, dass es etwas bringt, wenn ich es nocheinmal versuche, so weiss ich 2 minuten später, dass ich mich anlüge!
ich möchte nicht, dass die kinder leiden. meine elter haben gut 10 jahre zusammen gelebt und doch getrennt gewesen. wir waren nie zusammen in urlaub etc! das möchte ich meinen jungs nicht antun! das sie nicht alles verstehen werden, warum und wieso mama und papa sich nicht mehr lieb haben, ist mir klar! ich möchte ihnen aber auch nix vormachen.  mein grosser merkt schon ganz genau das da was nicht stimmt!

FRAGE:
ist ein theraoeut nur darauf aus, die ehe zu retten oder kann er auch als moderator dabei helfen, zu verstehen, warum es nicht klappt und das eine trennung das beste ist!

ich möchte meiner frau gerne helfen, aber das was ich sage nimmt sie nicht ernstbzw will sie nicht hören! sie hat ihre sichtweise, und so ist es! ich bin in den 14 jahren fast allen streitigkeiten aus dem weg gegangen, habe versucht es ihr immer recht zu machen - ja, habe ihr damit die "macht" gegeben, zu entscheiden ! war ein fehler, aber ist halt so gelaufen!

wir hatten vor einem 3/4 jahr richtig stress, haben uns alles gesagt was ist - und seit dem habe ich mir intensivst gedanken über alles gemacht. über mich, sie, die ehe, die kids, warum es schief gelaufen ist! mein fazit ist, dass wir absolut verschieden sind! (und das ist nicht nur meine meinung, sondern auch die von aussenstehenden, dritten!).
sie sagt jedoch, sie will mich nicht aufgeben, will die ehe nicht so einfach aufgeben, will kämpfen! ich verstehe sie, respektiere sie - aber ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr! ich bin körperlich am ende, kann nicht mehr richtig essen, schlafen, denken ! es tut einfach weh, dass sie mir nicht zuhört, mir nicht glaubt! ich habe ihr gesagt" es ist aus, ich will die trennung, es ist endgültig!" sie sagt "nein, das will ich nicht, ich will darum kämpfen!" prima !

ich will ihr gerne helfen zu verstehen!   will mich aber nicht noch weiter durch diese situation quälen! ja, sie sagt sie leidet auch, so geht es nicht weiter, es muss sich was ändern!

bin ich ein egoitischer " **tsts - ID 6**" ?  bin ich zu feige zu kämpfen?  
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Papa Nico
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Beiträge: 763



« Antwort #7 am: 14. April 2005, 11:52:04 »

 
Zitat
FRAGE:
ist ein theraoeut nur darauf aus, die ehe zu retten oder kann er auch als moderator dabei helfen, zu verstehen, warum es nicht klappt und das eine trennung das beste ist!
So war es einmal. Heute werden auch Entscheidung getroffen, dass man sich besser trennt, wenn es nicht mehr geht!

 
Zitat
bin ich ein egoitischer " **tsts - ID 6**" ? bin ich zu feige zu kämpfen?
Diese Fragen solltest du zuerst dir selbst beantworten.

LG
Nico
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(Dante)
Geccko
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« Antwort #8 am: 14. April 2005, 12:03:56 »

Hi Nico,
danke, das mit der therapie überlege ich mir! ich möchte ja, dass sie es versteht und damit umgehen kann!
denke, die fragen habe ich mir schon beantwortet!
Ciao
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Papa Nico
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Beiträge: 763



« Antwort #9 am: 14. April 2005, 12:17:41 »

Noch eine kleine Anmerkung zu Beratungen etc.:

Viele Einrichtungen kann man auch allein besuchen. Man kann dort seine Sichtweise darstellen und erhält oftmals nützliche Tipps, wie man dem Partner gegenüber auftritt. Man lernt auch, etwas mehr vom Denken des Partners zu verstehen.

Für die, die ihren Partner nicht zur Therapie bekommen, ist das auch ein geeigneter Weg.

Nico
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