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Autor Thema: Diskussion: KU-pflichtiger KV möchte in Elternzeit gehen  (Gelesen 1828 mal)
oldie
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Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« am: 08. Juli 2016, 20:58:02 »

Einladung zur Diskussion

Aus Anlass der Fragestellung in diesem Thread soll das Augenmerk auf folgende Punkte gelenkt und dann bitte diskutiert werden.


Veranschaulichung:
Durch die Familienpolitik der Bundesregierung werden Väter animiert und aufgefordert, ihren Teil zur Bewältigung der Betreuung von Klein(st)kindern zu leisten und dadurch zu einer gerechteren Verteilung der elterlichen Verantwortung beizutragen. Ebenso wird dadurch ermöglicht, dass beide Elternteile gleichberechtigt und gleichgestellt ihren Beitrag zur Entwicklung ihres Kindes im Einvernehmen überhaupt leisten können.

Problemstellung:
Nur was ist, wenn einer der 'frischen' Eltern bereits anderweitige Unterhaltspflichten hat, speziell Kindesunterhalt? Wie ist dann zu verfahren?

Mögliche Fragestellung (kann gerne ergänzt werden, aber dann bitte auch als solche deutlich machen):
- Wie soll befunden werden, wenn ein Vater in Elternzeit geht, obwohl er wegen vorheriger Kinder bereits KU-pflichtig ist und durch das geringere Elterngeld nicht mehr leistungsfähig wäre?
- Im Vergleich dazu die Situation bei einer Mutter. Wie soll befunden werden, wenn eine Mutter in Elternzeit geht, obwohl sie wegen vorheriger Kinder bereits KU-pflichtig ist und durch das geringere Elterngeld nicht mehr leistungsfähig wäre?

Ein Hintergrund:
Eine Mutter muss in Elternzeit gehen, da ansonsten sie das Kind nicht stillen könnte. Dieses Agrument dürfte (vermutlich) von uns allen ultimativ anerkannt werden. Abpumpen, einfrieren, verschicken, Kühlkette beachten, aufwärmen - Bitte, das ist sicherlich nicht eine/die Lösung. Nur ist es rechtens, wenn ein Vater mangels Stillvermögens dann grundsätzlich wegen KU-Leistungen anders behandelt werden sollte, oder darf? In der Konsequenz würde dies heißen, eine Frau darf kein weiteres Kind bekommen, wenn sie bereits KU-pflichtig ist und durch die Elternzeit dieser - warum auch immer - gefährdet wäre. Eine Umsetzung hiervon wäre wohl aberwitzig.

Gruss oldie

Edit: Link eingefügt.
« Letzte Änderung: 08. Juli 2016, 21:13:37 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
AnnaSophie
_AnnaSophie
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« Antwort #1 am: 08. Juli 2016, 21:11:22 »

Hallo,

grundsätzlich kann auch der KV in Elternzeit gehen. Hier müsste dann doch die Regelung greifen, dass die KM dem KV wegen Betreuung des Kindes unterhaltspflichtig ist. Damit müsste sein Einkommen aufzustocken sein. Und von diesem Geld könnte er - unter Berücksichtigung des 2. Kindes als Zählkind - der Unterhalt für das 1. Kind gezahlt werden. Schwierig wird es, wenn er mit Elterngeld und Unterhaltsanspruch von der KM den Unterhalt nicht voll bedienen kann. Denn ich bin nicht der Meinung, dass ihm nur der Selbstbehalt eines Nichterwerbstätigen zustehen sollte. Denn er ist ja berufstätig, nur im Moment nicht. Und sein Einkommen beläuft sich ja auf Elterngelt und Unterhaltsanspruch.

Sophie

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Kasper
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Beiträge: 2.926



« Antwort #2 am: 08. Juli 2016, 21:21:18 »

Ich würde den provokativen Faden sogar noch weiter spinnen...

...ich bin nicht der Meinung, dass ihm nur der Selbstbehalt eines Nichterwerbstätigen zustehen sollte. Denn er ist ja berufstätig, nur im Moment nicht. Und sein Einkommen beläuft sich ja auf Elterngelt und Unterhaltsanspruch.
Durch die Betreuung leistet er einen vollwertigen Job.

Das Problem welches ich nur sehe, ist die jutizable fiskalische Natur. Es gibt den Mindestunterhalt und der ist zu erbringen. Leider wird in der Rechtssprechung hierbei (noch) unterschieden.
Ich habe viele Kinder erlebt, die nicht voll gestillt werden und recht früh auf die Flasche getrimmt wurden. Geschadet hat es ihnen nicht. Aber da geht es dann wieder um die Selbstbestimmung.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Susi64
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« Antwort #3 am: 08. Juli 2016, 21:22:00 »

Hallo,

einfach sind solche Fragen sicher nicht zu beantworten, aber ich denke, dass ein Recht auf Erziehungsurlaub gibt und deshalb Mutter bzw. Vater diesen auch gemäß den gesetzlichen Regelungen in Anspruch nehmen dürfen sollten. Die erhöhte Erwerbsobliegenheit also kein Hindernis sein sollte.
Andererseits sollten die Rechte vorhandender Kinder berücksichtigt werden. Tatsache ist, dass der Selbstbehalt Nicht-Erwerbstätiger bei 880 Euro liegt und es einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt gibt. Dieser Anspruch müsste aus meiner Sicht eingelöst werden. Wenn dann nichts mehr für KU übrig ist, dann ist dem so. Dabei sollte aber der neuen Familie der KU für das neue Kind ebenfalls zur Verfügung stehen.
Bleibt die Frage ob der neue Partner für das "alte" Kind zahlen muss, indirekt ja, aber eigentlich nur auf die Weise, dass er verpflichtet ist den anderen Elternteil zu unterstützen und das halte ich nicht für unbillig.

VG Susi
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #4 am: 08. Juli 2016, 21:36:43 »

Moin

Zugespitzt: Er geht in Elternzeit mit einem Elterngeld von 750€, und sie ist H4-Empfängerin oder hat ein EK von 1300€ Brutto in Vollzeit, zudem zwei weitere Kinder. Laut Willen aus dem Bundesministerium ist das kein Problem. Schließlich dürfen Eltern gleichzeitig für drei Jahre in Elternzeit gehen. Ob und zumal sie es sich überhaupt "leisten" können - davon ist keine Rede.

Sicherlich können sämtliche Eventualitäten durchgekaut werden. Nur was ist, wenn nichts mehr zum Kauen da ist, da nichts mehr geht? Darf er dann dennoch in Elternzeit gehen, wo sie doch definitiv muss? Oder reicht es, der Elternzeit bei einer KM einen neuen Namen zu verpassen sprich den Begriff Mutterschaft zu definieren und dann alle (gleichen) Unterschiede ausschließlich per Definition umzudeuten?

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 08. Juli 2016, 21:50:41 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Inselreif
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« Antwort #5 am: 09. Juli 2016, 08:25:18 »

Ich habe viele Kinder erlebt, die nicht voll gestillt werden und recht früh auf die Flasche getrimmt wurden. Geschadet hat es ihnen nicht.
Geschadet im Sinne eines sichtbaren Schadens sicherlich nicht. Aber es sollte unumstritten sein, dass "langes" (die Empfehlungen in Deutschland sind im Vergleich zu anderswo eh schon lächerlich) Stillen von Vorteil ist.

Ich finde in der Diskussion (und auch im Kollegenkreis) interessant, dass beim Thema Elternzeit immer nur "hopp oder top" gedacht wird. An die Möglichkeit einer Teilzeit denkt selten jemand. Wobei ich damit, nach inzwischen über drei Jahren, nur beste Erfahrungen habe.

Gruss von der Insel
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Susi64
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« Antwort #6 am: 09. Juli 2016, 09:29:08 »

Hallo,

der Einwand von oldie ist aus meiner Sicht so eine Art worst case szenario. Natürlich macht es Probleme, wenn beide Eltern 3 Jahre Elternzeit nehmen. Sollte diese Situation eintreten (als Massenerscheinung) würde man vermutlich die Spielregeln ändern, andererseits ergibt sich auch hier die Frage warum sollte man?

Ansonsten ist mein Eindruck, dass die, die Arbeit haben sich sehr wohl fragen, ob sie sich Elternzeit leisten können. Die Motivation dafür reicht von der Weltreise zu dritt bis zu der Festellung, dass das Kind noch zu klein für die Krippe/Kindergarten ist. Anders ist das bei denen, die in etwa H4 bekommen. Hier ist es aber auch verständlich, die Arbeit bringt nichts ein und Spass macht sie sowieso nicht. Kinder sind dann eben durchaus eine Einnahmequelle und das nicht nur bei der Elternzeit.

Letzlich bin ich nicht der Meinung, dass man Vater und Mutter hier beliebig austauschen kann. Dabei geht es weniger um das Wohl der Kinder (Stillen) als die Gesundheit der jungen Mutter. Sicher ist das in jedem Fall anders, aber ein halbes Jahr Pause tut jeder Mutter gut. Ob ein Wiedereinstieg in den Beruf dabei zunächst parallel stundenweise oder anschliessend zunächst in Teilzeit erfolgt ist nicht die Frage, aber eine gute Möglichkeit Beruf und Familie als Vater und Mutter unter einen Hut zu bringen.

Die von Inselreif erwähnte "alles oder nichts"-Mentalität spiegelt die deutsche Realität von BET (einer widmet sich möglichst Vollzeit der Familie) und der UET (mach Karriere und bringt das Geld nach Hause), die Idee, dass Vater und Mutter sich um Kind und Karriere kümmern ist zumindest in Deutschland nicht angekommen. Die Politik ermöglicht es zwar, aber die Väter und Mütter und vorallem auch die Arbeitgeber sehen es anders.

VG Susi
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Inselreif
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« Antwort #7 am: 09. Juli 2016, 19:48:01 »

Die Politik ermöglicht es zwar, aber die Väter und Mütter und vorallem auch die Arbeitgeber sehen es anders.
Naaaa ja. Ich kenne das heutige "Elterngeld Plus" nicht genau genug. Aber mit dem alten Elterngeld hat man als Gutverdiener mit Teilzeit finanziell ganz erheblich schlechter abgeschnitten als mit Null-Arbeit. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Politik dieses Modell wirklich auf dem Radar hat. Zumindest nicht für gut verdienende Väter. Davon abgesehen, dass die Politik nach 14 Monaten sowieso keinen Betreuungsbedarf mehr sieht.
Wohingegen mein Arbeitgeber solche Modelle explizit unterstützt. Bei uns kann jeder mit einem Kind unter sechs Jahren seine Wochenstunden frei festlegen und ich kenne keinen Fall, wo betriebliche Belange das verhindert hätten. Mit ein wenig gutem Willen geht das nämlich.

Gruss von der Insel
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« Antwort #8 am: 09. Juli 2016, 23:44:01 »

Wo ist das Problem?

Elternteil braucht eben ggf. nur gutes Nervenkostüm für anstehende Prozessiererei.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Vater-erkaempft-sich-Elternzeit
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Selten in der Geschichte hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken. (Winston Churchill)
nadda
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« Antwort #9 am: 10. Juli 2016, 05:57:58 »

Hi,

nachdem ich die Diskussion "wie geht es nach der Geburt weiter" inzwischen 4mal hinter mir habe fehlt mir hier eine entscheidende Frage, und die lautet: Was können wir uns leisten?

Nach dem ersten Kind war klar, dass ich zügig wieder arbeiten gehen muss weil mein damaliger Mann keinen Job hatte. Ok, ich bin in der kreativsten Weise arbeiten gegangen die man sich vorstellen kann. Kind 8 Wochen alt, Mama gibt Kurse (also nur stundenweise) Kind bei Babysitter/ Papa. Verdient hab ich damit wenig, aber es hat gereicht um gemeinsam mit den damaligen Finanzzugaben des Staates als Familie klarzukommen. Und ja, dazu war es auch nötig Milch abzupumpen und während der Arbeitszeiten (in den Pausen) zu stillen. Kind und Babysitter wurden mit an den Arbeitsort genommen, die beiden waren spazieren während ich gearbeitet hab und in der Pause wurde gestillt. Wenn das aus logistischen Gründen nicht ging gab es die Pumpe und Muttermilch im Kühlschrank. Nicht unbedingt das angenehmste, aber machbar.

Bei Kind zwei war ich dann 11 Monate zu Hause, dann kam die Trennung und ich bin arbeiten gegangen, wieder meine üblichen Kurse. Eingesprungen sind als Babysitter meine Eltern, eine Studentin (der ich mit ihrem Babysitterverdienst ihr Studium finanziert habe) und ein Tagespapa (bei dem ich um ihn zu finanzieren jeden Freitag kostenfrei gejobbt habe).
Auch hier war die Frage: Was kann ich mir leisten im Vordergrund. Vermutlich wäre es beide Male mit staatlicher Hilfe einfacher gegangen.

Bei Kind 3 war ich zu Hause und mein Mann in Teilzeit, bei Kind 4 war ich 2 Jahre zu Hause und mein Mann in Teilzeit. Für uns war das ein super Modell. Aber auch da haben wir uns halt zusammengesetzt und überlegt wie viel Teilzeit ist drin um alle finanziellen Forderungen (und dazu gehört nun mal auch der KU fürs Kind aus erster Ehe) erfüllen zu können. Wir haben die Teilzeitvereinbarung genau so gelegt das genug Geld rein kam um klar zu kommen.

Eltern sein bedeutet halt auch die finanziellen Ansprüche aller Kinder zu erfüllen. Und ich hab ein Problem damit meine eigenen Wünsche auf Kosten anderer zu finanzieren. Aber wie man sieht gibt es ja viele Möglichkeiten zwischen Vollzeit und gar nicht arbeiten. Aus meiner Erfahrung heraus bin ich sicher das diese Zwischenlösungen ein guter Weg sein können um selbstständig durch die Elternzeit zu kommen. Ja, ich hätte auch gerne gehabt das seine Ex den Unterhalt nach der Geburt unserer Tochter neu berechnen hätte lassen (wäre damals günstig gewesen für uns aber die Dame wollte nicht) aber es ist so wie es ist. Und unser Wunsch nach gemeinsamen Kindern kann ja nicht bedeuten das ein anderes Kind, das ja schon da ist, nichts mehr bekommt.

Klar kann immer mal was nicht so laufen wie geplant und dann ist es auch ok die soziale Hängematte zu nutzen, aber auch da halt bitte nicht für ewig.

Vorstellen könnte ich mir auch ein erwachsenes Gespräch mit der KM des Kindes aus erster Beziehung, vielleicht ist ja auch da Verständnis für die Situation vorhanden und eine kreative Lösung zu finden. Ja ich weis, hier im Forum ist das nicht vorstellbar - aber hier sind auch vor allem die totalen Extrem- und Problemfälle vertreten. Es gibt durchaus Trennungseltern bei denen ich mir vorstellen kann das sie gemeinsam solche Lösungen gefunden hätten.

Die Teilzeitlösung war für mich immer gut, und meine Arbeitgeber haben immer mitgemacht, genauso wie der Arbeitgeber vom Inselreifen (und da war ich anfänglich skeptisch).

LG
nadda
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