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vatersein.de - Forum 24. November 2017, 13:57:00 *
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Autor Thema: Kapital von Ex für Hauskauf (vor Hochzeit) wg. Scheidung zurück zahlen ?  (Gelesen 1231 mal)
gemolkene_Kuh
Schon was gesagt
*
Beiträge: 29


« am: 24. Juni 2016, 15:18:09 »

Hallo geschätzte Kollegen und Leidensgenossen,

ich habe eine hoffentlich leicht zu klärende Frage in die Runde.

Wenige Monate vor der Hochzeit mit meiner holden vor ca. 2 Jahren habe ich ein Haus gekauft. Im Kaufvertrag und Grundbuch stehe nur ich, meine Frau steht allerdings mit im Kredit mit drin, weil die Bank sonst nicht mitgespielt hätte und wir das Haus nicht kaufen hätten können.  Geheiratet haben wir 2-3 Monate nach dem Hauskauf. Sie hatte damals einen gewissen Betrag mit "eingebracht", damit das nötige Eigenkapital beisammen war.

Nun steht leider die Trennung an und meine Frage wäre nun, ob sie das damals vor der Ehe eingebrachte Kapital während/nach einer Scheidung zurück verlangen kann ?
Gespeichert
Mrs_Mima
Gast
« Antwort #1 am: 24. Juni 2016, 16:43:36 »

hi,

die Frage ist, was willst du?
War das Geld eine Schenkung?

Lässt du sie raus aus dem Kreditvertrag?

Mima
Gespeichert
TotoHH
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.137


« Antwort #2 am: 24. Juni 2016, 17:15:21 »

Moin.
Warum auch immer jmd (hier die DEF) Geld in eine Immobilie gesteckt und auch noch fürs Darlehen haftet ohne den Kaufvertrag mit zu unterschreiben und im grundbuch eingetragen zu sein...  puzzled Das ist schon ein wenig naiv... Nun denn.

Ich schau mal mit gesundem Menschenverstand, nicht juristisch und formal, drauf:
- Ihr habt gemeinsam eine Immobilie für Eure zukünftige Familie gekauft; jeweils einen Teil mit EK finanziert und haftet gemeinsam für das Darlehen und habt vermutlich in den vergangenen Jahren aus dem gemeinsamen Haushaltseinkommen den Kredit angefangen zu tilgen und die Immobilie gemeinsam gehegt und gepflegt
- insofern wäre es nur fair, bei einem jetzigen Verkauf (zu aktuellen Marktpreisen) den Nettoerlös (Verkaufspreis abzgl noch offenes Darlehen abzgl Nebenkosten des Verkaufs) entsprechend Eurer anfänglichen Eigenkapitalanteile aufzuteilen (bzw. falls eine Lücke entsteht, diese aus Eurem (noch) gemeinsames sonstigen Vermögen aufzufüllen.
- Sollte einer den anderen auszahlen wollen, dann entsprechend der gleichen Formel bei gleichzeitger Schuldhaftentlassung.

Mir ist bewusst, dass eine solche faire Einigung in strittigen Scheidungsphase häufig nicht möglich ist. Aber warum sollte man den gesunden Menschenverstand über Bord werfen.

Eine rechtliche Diskussion zu führen, ob ihr Anteile an der Immobilie gehören, obwohl sie nicht im Grundbuch steht und ob das von ihr eingebrachte Eigenkapital eine Schenkung oder ein Darlehen, widerstrebt mir!

Gruß. toto

Gespeichert
Mrs_Mima
Gast
« Antwort #3 am: 24. Juni 2016, 17:23:13 »

@Toto

mir widerstrebt das auch, ich hab nur manchmal Schiss, wieder zu emotional rüberzukommen und zu sagen:
"hey, aus moralischen Gründen zahlst du ihr der Exe den eingesetzten Betrag zurück und entläßt sie aus dem Kreditvertrag"

Dann kommen wieder Stimmen die sagen: selbst schuld, die Alte (fürchte ich).

Also meine Meinung: zahl ihr das Geld (abzüglich der gesparten Mieten?) zurück und lass sie aus dem Kreditvertrag.

Mima
Gespeichert
Inselreif
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 281


« Antwort #4 am: 24. Juni 2016, 17:58:03 »

Es dürfte sich um eine Schenkung handeln. Allerdings könnte sich die Frau Ex durch die Trennung auf Wegfall der Geschäftsgrundlage berufen und das Geld abzüglich einem Anteil, der ihr zugute gekommen ist, zurück verlangen.
Ähnliches gilt, eine Dimension komplizierter, für den Darlehensvertrag.

Letztlich läuft es also, auch formell ganz korrekt, auf Mimas Vorschlag hinaus.

Gruss von der Insel
Gespeichert
Ingo30
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.357


« Antwort #5 am: 25. Juni 2016, 12:46:11 »

Moin,

das Ganze ist sicherlich etwas für eine Scheidungsfolgenvereinbarung. Hier bieten sich doch gute Möglichkeiten der Aufrechnung mit anderen Punkten (z.B. Versorgungsausgleich). Eine Beratung beim guten Anwalt für FamRecht in Zusammenarbeit mit einem Notar wäre hier sicherlich sinnvoll. Gruß Ingo
Gespeichert
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