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Autor Thema: Bedingungslose Grundsicherung für Mütter oder Väter mit Kindern unter 3 Jahren  (Gelesen 7010 mal)
Mami0415
Frischling

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Beiträge: 1


« am: 17. Mai 2016, 10:53:26 »

Hallo,

ich möchte euch auf eine Petition aufmerksam machen, in der es um die bedingungslose Sicherung des Lebensunterhaltes von Müttern oder Vätern mit Kindern, die unter 3 Jahre alt sind, geht:

https://www.change.org/p/manuela-schwesig-bedingungslose-grundsicherung-f%C3%BCr-m%C3%BCtter-mit-kindern-unter-3-jahren

Wenn ihr die Forderung befürwortet, könnt ihr die Petition ja mit eurer Unterschrift unterstützen!
Denn je mehr Stimmen die Petition hat, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg!
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #1 am: 17. Mai 2016, 11:08:52 »

Moin

Ich habe mir die Petition durchgelesen und möchte etwas anmerken:

Es geht mitnichten auch um Väter. Der Begriff Vater taucht erst auf, wenn das Geld eine Rolle spielt (letzter Absatz). Wenn (Zitat:) "die ersten 3 Jahre im Leben eines Kindes so wichtig sind", kann ich nicht verstehen, wie (anscheinend) Müttern so ein Detail wie der männliche Elternteil erst im letzten Absatz erwähnenswert erscheint, geschweige denn die Möglichkeit alleinerziehender Väter generell als Normalität akzeptiert wird. Diese Petition bekommt keinesfalls meine Unterstützung.

Schönen Tag noch.

Gruss oldie

Edit: Noch mal sogfältig die Petition gelesen und meine Antwort angepasst.
« Letzte Änderung: 17. Mai 2016, 11:13:29 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
LucasDaddy
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« Antwort #2 am: 17. Mai 2016, 11:14:43 »

Moin Oldie,

also bei mir steht folgendes:

Ich habe zur Vereinfachung von Müttern geschrieben, das Gleiche gilt aber natürlich auch für allein erziehende Väter oder Väter, bei denen die Lebensgefährtin die Hauptverdienerin ist, aber das Gehalt für den Lebensunterhalt der Familie nicht ausreicht.

Bei Dir nicht?

LG,
LD
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MontyPython
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« Antwort #3 am: 17. Mai 2016, 11:15:31 »

Moin Oldie,

dann hast du wohl nicht bis zum Ende gelesen, dort steht explizit:

Zitat
Ich habe zur Vereinfachung von Müttern geschrieben, das Gleiche gilt aber natürlich auch für allein erziehende Väter oder Väter, bei denen die Lebensgefährtin die Hauptverdienerin ist, aber das Gehalt für den Lebensunterhalt der Familie nicht ausreicht.

Trotzdem scheint es mir hierbei um eine "Herdprämie" mit neuen Namen zu handeln...
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Susi64
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« Antwort #4 am: 17. Mai 2016, 12:09:31 »

Hallo,

selbst wenn man von Vätern und Müttern ausgeht, gutwilligerweise sehe ich das so, bleibt die Frage, was sich denn konkret ändern soll.

Auch heute hat jemand, der ein Kind unter 3 Jahren betreut und über nicht genügend Einkommen (innerhalb der Bedarfsgemeinschaft) verfügt, Anspruch auf H4. In diesem Fall gibt es auch kein Pflicht zur Annahme eines Jobs oder einer Weiterbildung.

VG Susi
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United
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« Antwort #5 am: 17. Mai 2016, 15:41:39 »

Moin,

Zitat
Kann man eine Mutter zwingen ihr Kleinkind, bevor es 3 Jahre alt ist, in eine Kindertagesstätte zu geben?
Häh ? Habe ich irgendeine Gesetzesanpassung verschlafen ? KiTa-Zwang ?

Trotzdem scheint es mir hierbei um eine "Herdprämie" mit neuen Namen zu handeln...
Es wird von "bedingungslos" geschrieben. Insofern ist das etwas anders als bei der Herdprämie.

Vielmehr hört es sich nach einem Elterngeld für die ersten drei Lebensjahre an.
Ein Bestreben, mit dem ich mich durchaus anfreunden könnte ... weil es zum Anspruch auf drei Jahre Elternzeit wie auch zur Anspruchsdauer hinsichtlich Betreuungsunterhalt passt.

Mit der in der Petition genannten Begründung und Beschreibung kann ich mich allerdings nicht identifizieren ...

Gruß
United
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midnightwish
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« Antwort #6 am: 17. Mai 2016, 16:30:00 »

Moin,
Häh ? Habe ich irgendeine Gesetzesanpassung verschlafen ? KiTa-Zwang ?

Nein.

Wobei in bestimmten Ausnahmefällen das JA den Eltern/AE die Auflage machen kann, das Kind schon mit 12 Monaten in eine KiTa zu geben. Das liegt aber dann mehr im Argen und die Familien stehen unter Betreuung einer Familienhilfe ;-)
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Tina10
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« Antwort #7 am: 17. Mai 2016, 16:38:18 »

Es wird von "bedingungslos" geschrieben. Insofern ist das etwas anders als bei der Herdprämie.
...
Vielmehr hört es sich nach einem Elterngeld für die ersten drei Lebensjahre an.

Das "bedingungslos" steht im Titel, gemeint ist aber etwas Anteres:

Zitat
..sofern der Lebensgefährte nicht allein für den Lebensunterhalt aufkommen kann.

Von daher ist die gewünschte Grundsicherung dafür gedacht, die Finanzierungslücke für diejenigen zu schließen, die keine Finanzierung durch den Partner bzw. keine Zahlung eines (ausreichenden) Betreuungsgeldes durch den Expartner erwarten können.

Das "bedingungslos" dürfte sich somit allein auf die Frage beziehen, ob der bedürftige Elternteil zunächst seine Ersparnisse für den Lebensunterhalt verbrauchen muss oder nicht. Allein das unterscheidet die geforderte Unterstützung ja von Hartz IV .

Ich bin hier - wie stets - der Meinung, dass es nicht einzusehen ist, weshalb der Steuerzahler für die Finanzierung der das Elternbuget übersteigenden Familienplanungswünsche der Unter- und unteren Mittelschicht herangezogen werden soll.
« Letzte Änderung: 17. Mai 2016, 16:43:57 von Tina10 » Gespeichert
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« Antwort #8 am: 17. Mai 2016, 22:53:27 »


Ich bin hier - wie stets - der Meinung, dass es nicht einzusehen ist, weshalb der Steuerzahler für die Finanzierung der das Elternbuget übersteigenden Familienplanungswünsche der Unter- und unteren Mittelschicht herangezogen werden soll.

Zum Glück ist das nur Deine Meinung und ich würde doch mal gerne sehen, in welchen Bereichen der Steuerzahler für Dich überall aufkommt. Es ist nun mal Sinn und Zweck durch Steuern die vergemeinschafteten Aufgaben zu erfüllen. Gemäß dem Steuerstaatsprinzip stehen die über Steuern generierten Einnahmen beispielsweise zur Finanzierung folgender Kosten zur Verfügung:

- Entlohnung aller im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeitnehmer und Beamten
- Verfolgung des Sozialstaatsziels durch finanziellen Ausgleich sozialer Unterschiede
- Verfolgung des Kulturstaatsprinzips durch finanzielle Unterstützung von Forschung, Bildung und Lehre
- Schaffung, Verbesserung und Aufrechterhaltung der Infrastruktur

um nur einige Beispiele zu nennen.

Widerwärtig finde ich Deine diskriminierende, herablassend arrogante Art über Menschen zu urteilen und wirtschaftlich benachteiligten Menschen ohne jegliche Differenzierung Nachwuchs abzusprechen.

Was ist mit Menschen, die ihre Krankenversicherung nicht bezahlen können? Erschießen???

Was ist mit Menschen, die nicht genug Rente erwirtschaftet haben? Erschießen???

Ich dachte Deutschland sei etwas weiter entwickelt,  aber bei solchen Postings bin ich froh nicht als Nichtdeutscher im Freundeskreis Deutsche zu haben, die wesentlich weltoffener sind

Mir fehlen die Worte und ich wünsche Dir, dass Du nie in die Situation der Unter- und unteren Mittelschicht kommst, denn Du tust mir einfach nur Leid
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Beim Umgang mit PLS-Patienten gilt es immer zu berücksichtigen, dass Realität, Fakten und Logik in der Welt des Betroffenen keinerlei Bedeutung haben. Auch können die meisten PLS-Patienten nicht mit Kritik umgehen, das gilt für jede Form der Kritik, also gerade auch positive oder konstruktive Kritik
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #9 am: 17. Mai 2016, 23:02:10 »

Moin

Das "bedingungslos" steht im Titel, gemeint ist aber etwas Anteres:
...
(Zitat aus der Petition)
..sofern der Lebensgefährte nicht allein für den Lebensunterhalt aufkommen kann.

in Verbindung mit Deiner Vermutung

Das "bedingungslos" dürfte sich somit allein auf die Frage beziehen, ob der bedürftige Elternteil zunächst seine Ersparnisse für den Lebensunterhalt verbrauchen muss oder nicht. Allein das unterscheidet die geforderte Unterstützung ja von Hartz IV .
interpretiere ich so, als dass Du z.B. von der Kindergeldanrechnung bei H4 noch nichts gehört hast. Ebenso scheint Dir nicht aufgefallen zu sein, das die TO vielleicht mit "bedingslos" lediglich die Einbeziehung des LG bei der Berechnung einer Haushaltsgemeinschaft gemeint haben könnte. Und das auf Basis von:  sich lediglich
Zitat
aus der Petition:
... an den Richtlinien für den Erhalt von Arbeitslosengeld II + Wohngeld orientieren.
Naja, Wohngeld kann auch seine Tücken haben und plötzlich als Einkommen zählen.

Von daher sehe ich die Forderung (und nicht den Wunsch) der Petition eher darin, als das eben anstandslos ein angemessenes Existenzminimum gewährleistet wird. Ehrlich @Mami0415, die Forderung in der Petition halte ich für viel zu gering. Sei's drum, die Formulierung ist dennoch grauenhaft und vor allem mütterlastig. Den unteren (letzten ?) Absatz, welcher mir wie eine Fußnote der Vollständigkeit halber vorkommt und ich im ersten Lesedurchlauf glatt übersehen habe da gesättigt - gleich am Anfang positioniert, und im Titel der Petition eindeutiger Bezug auf beide Geschlechter - das wäre das mindeste und ich hätte (vermutlich) nix gesagt. Auch ich erkenne die Realität - nur gefällt sie mir nicht.

Und es ist nun mal wichtig, das Mütter und Väter eine gleiche Sprache finden, um gemeinsame Ziele im Interesse der/unserer Kinder durchzusetzen. Und - es gibt genug Leute, die einen Keil dazwischen treiben wollen und sogar sich versteigern die Menschen einzuteilen in
Unter- und unteren Mittelschicht
und - ja, was sonst? - vermutlich "bessere" Menschen im Sinne des Staatshaushaltes oder auch sonst. Davon halte ich gar nichts - Eugenik kommt wohl als nächstes. (Entschuldigung ob der harten Meinung  mad3)

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 17. Mai 2016, 23:44:01 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #10 am: 18. Mai 2016, 08:32:58 »

Moin,

[...] weshalb der Steuerzahler für die Finanzierung der das Elternbuget übersteigenden Familienplanungswünsche der Unter- und unteren Mittelschicht herangezogen werden soll.
Wie Susi bereits zutreffend geschrieben hat, ist das bereits heute der Fall.

... und um bei Deinem Schichtenmodell zu bleiben:
Mit einem Kind ist ein Mittelschicht-Pärchen ganz schnell in der unteren Mittelschicht.
Kommt eine Trennung hinzu, war es das häufig mit der unteren Mittelschicht ...
... UH-Berechtigter wie -Pflichtiger landen dann nicht selten nahe am Existenzminimum oder darunter und sind auf Unterstützung des Steuerzahlers angewiesen.

Es soll Fälle geben, in denen Kinderkriegen vordergründig durchaus als zusätzliche Geldquelle angesehen wird.
In anderen Fällen überlegt man sich das mit dem Nachwuchs ganz genau und kommt aufgrund finanzieller Unwägbarkeiten zu dem Ergebnis: "lieber nicht".

... und solange das so ist, braucht sich niemand über eine niedrige Geburtenrate und darüber zu wundern, daß in "Deutschland die Falschen Kinder kriegen" (z.B. <hier>).

Gruß
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« Antwort #11 am: 18. Mai 2016, 11:05:38 »

Moin,
Wie Susi bereits zutreffend geschrieben hat, ist das bereits heute der Fall.

Aber eben, wie ich geschrieben habe, nicht für diejenigen, die selbst noch etwas Vermögen besitzen. Und ich halte es für durchaus gerechtfertigt, dass dieses vorher bis auf den HartzIV-Freibetrag aufgebraucht wird, bevor die Allgemeinheit zahlen muss.

In anderen Fällen überlegt man sich das mit dem Nachwuchs ganz genau und kommt aufgrund finanzieller Unwägbarkeiten zu dem Ergebnis: "lieber nicht".

Und genau das ist eben die vernünftigere Abwägung. Ich verstehe auch nicht, wie man Kinder in die Welt setzen kann, wenn die Eltern genau wissen, dass sie diese nicht finanzieren können.
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Kasper
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« Antwort #12 am: 18. Mai 2016, 12:43:25 »

Und genau das ist eben die vernünftigere Abwägung. Ich verstehe auch nicht, wie man Kinder in die Welt setzen kann, wenn die Eltern genau wissen, dass sie diese nicht finanzieren können.
Ich betrachte dies als egoistisches Blödgelabber. Frei nach dem Motto: "wasch mich, aber mach mich nicht naß!".

Unsere Sozialsysteme sind auf eine gewisse Geburtenrate ausgerichtet. Hiervon profitieren alle, auch Du. Ich höchstens damit konform, das vielleicht die "falschen" Personen Kinder bekommen, da diese die Sozialpolitik (ich sag es mal vorsichtig) erschweren. Aber, selbst mit einem stabilien, mittleren Einkommen, sind Kinder inzwischen eine fianzielle Größenordnung geworden, die kaum nich zu stemmen sind. Das fängt mit mehreren hundert Euro an für einen Kindergarten, und geht dann mit Sportvereinen und anderem weiter. Natürlich, nach der Maxime einer betreut und einer zahlt, geht das bei einer Trennung dann ans eingemachte, in dem ein (zumeist da) Vater kein gesteigertes Interesse daran hat, einer gewinnorientierten Tätigkeit nachzugehen. Da beißt sich die Katze wieer in den Schwanz.
Denn nach Deiner Darstellung, soll man sich nur das Kind zulegen, welches man finanzieren kann, ohne der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen, von diesem Kind Du aber dann erwartest, dass es sich an den Sozialsystemen beteiligt, die dann für Deine Krankenkasse und Rentenzahlungen zuständig sind.
Was willst du eigentlich jetzt genau?

Und da komme ich dann wieder zu meinem Lieblingsthema, dass die Finanzierung der Kinder eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und KiTas, Hort u.ä. z.B. kostenfrei zu sein haben ... naja, und noch ein wenig mehr Dinge.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Loge
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aka Clochard


« Antwort #13 am: 18. Mai 2016, 13:18:25 »

Hi,

ich unterschreibe die Petition nicht. Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen.

Erwachsene Eltern die sich andauernd hinter ihren Kindern verstecken und sich nicht ihrer Verantwortung stellen. Kinder muss man sich leisten können. Ja, das Leben ist ungerecht. Von einer liebevollen unfruchtbaren und intelligenten Frau, die ein Kind adoptieren möchte erwartet der Gesetzgeber finanziell gesicherte und sozial gefestigte Verhältnisse, neben weiteren charakterlichen und errungenen Eigenschaften!

Wann endlich beginnt die Vernunft einzusetzen und wehrt sich gegen diese Eltern die nur Forderungen gegen den Staat und andere haben.

Und nach dem Beitrag von

 
Unsere Sozialsysteme sind auf eine gewisse Geburtenrate ausgerichtet. .....Sozialsystemen beteiligt, die dann für Deine Krankenkasse und Rentenzahlungen.....

habe ich tatsächlich schon Angst, dass wir ÜBER unsere Verhältnisse leben und ein weiterer Sozialabbau erforderlich ist.

Ich bin ein Befürworter von Kita-, Schul- und Studiengebühren.

Grüße
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MontyPython
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« Antwort #14 am: 18. Mai 2016, 14:00:00 »

Kinder muss man sich leisten können.
Genau, am besten vor der Schwangerschaft 'ne Schufaauskunft vorlegen!  mad

Ja, das Leben ist ungerecht.
Muss ich das einfach so hinnehmen? Nö.

Wann endlich beginnt die Vernunft einzusetzen und wehrt sich gegen diese Eltern die nur Forderungen gegen den Staat und andere haben.
Wie stellst du dir diese Gegenwehr vor?

Ich bin ein Befürworter von Kita-, Schul- und Studiengebühren.
Und die sich's nicht leisten können, bleiben eben zu Hause, oder wie?

Mit deiner Meinung befindest du dich soziapolitisch irgendwo in der Mitte des 19. Jahrhunderts, dagegen war Bismarck ja ein regelrechter Sozi...

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aka Clochard


« Antwort #15 am: 18. Mai 2016, 15:12:59 »

Tja Monty,

hab ich dir etwas getan oder muss ich mich bedroht fühlen?

Genau, am besten vor der Schwangerschaft 'ne Schufaauskunft vorlegen!  mad
Ich wieder hole mich gerne weil ich es wirklich wichtig finde

Das Kindeswohl fängt mit einer guten Lebensplanung an!! An Adoptionseltern werden sehr hohe Anforderungen gestellt, auch in finanzieller Hinsicht. Dich scheint das nicht zu stören.

Muss ich das einfach so hinnehmen? Nö.:
Nein natürlich musst du nicht hinnehmen das das Leben ungerecht ist. Aber was willst du ändern und mit welchem Ziel? Möchtest du die Elternschaft finanziell so versorgen, dass die Kosten der Kinder vollkommen ausgeglichen sind und ist das nicht ungerecht gegenüber einer unfruchtbaren Frau die gerne Mutter sein möchte es aber wegen der hohen Hürden nicht schafft? Ist es da nicht besser die Eigenverantwortung zu stärken?

Wie stellst du dir diese Gegenwehr vor? :
Wieder die Eigenverantwortung und die Leistung belohnen. Es würde bereits reichen diese anzuerkennen.

Und die sich's nicht leisten können, bleiben eben zu Hause, oder wie?:

Nein, wenn du Kaspar Beitrag gelesen hättest dann hättest du verstanden, dass wir diese Gebühren bereits bezahlen. Alle Steuerzahler zahlen in ein Sozialsystem ein. Aus diesen Steuern werden die Kita, Schulen und Uni's bezahlt. Es gibt sogar Ansichten, dass die Bildungsförderung stärker an die Wirtschaft gebunden werden sollte.

Mit deiner Meinung befindest du dich soziapolitisch irgendwo in der Mitte des 19. Jahrhunderts, dagegen war Bismarck ja ein regelrechter Sozi...:

Bismarck hatte doch die Sozialgesetzgebung reformiert. Ich fasse deine Anmerkung als Kompliment auf.

Es erscheint mir mehr und mehr wichtig wieder die Leistung anzuerkennen und das 1,6 Kinder überhaupt kein Problem sind. Finanzielle Nöte entstehen oft aus eigenem Verhalten.

Aber was willst denn du? Bist du der anonyme Antragsteller der Petition?

Gruß
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MontyPython
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« Antwort #16 am: 18. Mai 2016, 16:16:21 »

Moin Loge,
nein, ich habe nichts gegen dich persönlich, ich kennen dich ja gar nicht wirklich 

Die Formulierung "Kinder muss man sich leisten können" ärgert mich regelmäßig und das massiv. Natürlich kosten Kinder Geld und das nicht zu knapp. Aber es geht hier um menschliche Wesen, deren Existenz mit diesem Satz von der finanziellen Potenz der Eltern abhängig gemacht wird. Deswegen meine provokante Frage nach der Schufa: Sollen Paare erstmal einen "Schwangerschaftsberechtigungsschein" holen? Wo ist die Grenze? Und was, wenn sie unberchtigt ein Kind bekommen? Ich kenne einige Fälle von Schwangerschaften während der Ausbildung/des Studiums. Natürlich waren diese Eltern erstmal auf staatliche Hilfe angewiesen, aber mit einem Job nach der Ausbildung konnte sie darauf verzichten.

Zitat
An Adoptionseltern werden sehr hohe Anforderungen gestellt, auch in finanzieller Hinsicht. Dich scheint das nicht zu stören.

Doch, das stört mich durchaus. Natürlich besteht hier eine Diskrepanz zur leiblichen Elternschaft, es sollte dann aber etwas an diesen Anforderungen geändert werden und nicht die Hürden für leibliche Eltern in spe hochgesetzt werden.

Zitat
Es gibt sogar Ansichten, dass die Bildungsförderung stärker an die Wirtschaft gebunden werden sollte

Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich diese Ansicht nicht teile. Wir leben in einem Sozialstaat, einer Solidargemeinschaft. Da kommt es leider auch vor, dass "Schmarotzer" mit durchgebracht werden, aber der Großteil der Bevölkerung profitiert davon. Kinderbetreuung und Bildung muss ein Sozialstaat sich bedingungslos leisten, und zwar kostenlos für die Kinder, Schüler und Studenten. Der Versuch, Studiengebühren in Deutschland einzuführen ist zum Glück und nicht ohne Grund kläglich gescheitert, nur Sachsen hält daran noch fest.

Zitat
Das Kindeswohl fängt mit einer guten Lebensplanung an!!

Zum Glück nicht, sonst wäre das Kindswohl der meisten Kinder in D übelst in Gefahr. Ich glaube die wenigsten jungen Paare haben so etwas wie eine "Lebensplanung". Man kommt zusammen, lebt miteinander und will Kinder haben. Ich kenne keine Eltern, die das vorher durchkalkuliert haben oder wegen der Kinder gar einen Finanzplan aufgestellt haben.

Und Bismarck war auch der mit "Zuckerbrot und Peitsche" und seine Reformen waren nur für seine Zeit revulotionär...
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #17 am: 18. Mai 2016, 18:17:26 »

Moin

Das Kindeswohl fängt mit einer guten Lebensplanung an!!
Und global betrachtet? Zählen da diese Deine Worte auch? Z.B. Afrika, Südostasien, Lateinamerika? Oder sollen sie aussterben?

Schönen Tag noch

Gruss oldie
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« Antwort #18 am: 18. Mai 2016, 18:18:20 »

ich habe meine Kinder auch nicht "durchgeplant", habe aber eine fundierte Ausbildung mir der ich alle meine Kinder (3 an der Zahl) SELBER! finanzieren kann.

Ja, Kinder muss man sich leisten können.

Natürlich können unvorhergesehene Dinge (Krankheit, vorübergehende Arbeitslosigkeit etcpp), natürlich "passieren" Schwangerschaften auch gerne einfach mal.

Aber dann sollte nach Geburt zügigst eine Erwerbstätigkeit/Ausbildung angestrebt werden.

Kinder aus bildungsfernen Familien (und anderen) sollten stärker in Bildungsangebote eingebunden werden, Kita in bestimmten Fällen ab 1 Jahr verpflichtend.
Damit, wie der Vorschreiber schon schrieb, Eigenverantwortung gelehrt wird, die Kinder Zugang zu Bildung haben und Menschen ihnen dabei unterstützend zur Seite stehen, wenn die Eltern - aus welchen Gründen auch immer - dies nicht können.

Ich rede nicht nur von der finanziellen Potenz. Aber die ist meist eine Folge der eigenen beruflichen Lebensplanung, des Ehrgeizes und der Verantwortung bzgl. eigenen Lebens.

Auch Flüchtlingen sollten wir sofort Bildungsangebote zur Verfügung stellen, die Kinder bilden, integrieren. Kluger (und damit meine ich nicht zwingend akademischer) Nachwuchs ist wichtig.

Mima
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Bonnie 2


« Antwort #19 am: 18. Mai 2016, 20:55:22 »

Moin

In Fortführung:
Kinder aus bildungsfernen Familien (und anderen) sollten stärker in Bildungsangebote eingebunden werden, Kita in bestimmten Fällen ab 1 Jahr verpflichtend.
Das sehe ich abgewandelt. Jedem Kind die optimale Ausbildung, in jedem Lebensabschnitt - zum Wohle aller. Sicher ist das hier und heute ein utopischer Ansatz, nur - wohin wollen wir? Wir alle, ob jung oder alt! Jetzt. Dann ansonsten, was ist eigentlich das Ziel? Optimale Produktionsarbeiter, Existenssicherung, Reproduktionskapazität? Sind das Lebensziele? Ist das Lebensqualität?


Gruss oldie
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« Antwort #20 am: 18. Mai 2016, 21:30:21 »

Wieder die Eigenverantwortung und die Leistung belohnen. Es würde bereits reichen diese anzuerkennen.
Das sehe ich ebenso.

Wer zulässt, dass junge Leute mit guter Ausbildung über Jahre durch schlecht oder gar nicht bezahlte Praktika geschleust werden dürfen,
wer zulässt, dass Zeitarbeiter schlechter entlohnt werden als festangestellte Mitarbeiter und
wer die wiederholte Befristung desselben Arbeitsplatzes für dieselbe Person zulässt,
darf sich als politischer Gestalter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht über unerwünschte demografische Nebenwirkungen wundern. 

Wenn die einzigen Politiker, die sich im Jahr 2016 noch auf Ludwig Erhards (CDU!!) "soziale Marktwirtschaft" berufen, der Partei "Die Linke" angehören, dürfen sich die christlichen und sozialen Mitglieder der GroKo nicht wundern, wenn ihnen die Stammwähler von der Fahne gehen. 

Ich verstehe auch nicht, wie man Kinder in die Welt setzen kann, wenn die Eltern genau wissen, dass sie diese nicht finanzieren können.
Weil die meisten Mittelschichtsangehörigen ebenso denken, gibt es in Deutschland deutlich weniger Geburten pro Frau als in vergleichbaren Industriegesellschaften.

Das wird in Zukunft besonders bitter werden, für die wenigen Kinder, die zuletzt trotzdem geboren wurden.

dass die Finanzierung der Kinder eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und KiTas, Hort u.ä. z.B. kostenfrei zu sein haben ...
Dass Bildung und Betreuung für Kinder aus einkommensschwachen Familien schon kostenlos ist - während Geringverdiener, die knapp über dem Existenzminimum verdienen, sämtliche Beiträge tragen sollen, ist das eine.

Dass Bildung in Deutschland für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern aber nicht nur kostenlos, sondern auch umsonst ist (was jede PISA-Studie aufs neue bestätigt) ist aus meiner Sicht der eigentliche Skandal. Solange Lehrer erwaten (und Bildungspolitiker dies dulden), dass hinter jedem erfolgreichen Grundschüler und Gymnasiasten mindestens ein Elternteil mit guter Bildung und reichlich Tagesfreizeit stehen muss, weil der Schulstoff anders nicht zu bewältigen ist, ist der Schulbesuch in vielen Fällen nicht nur kostenlos, sondern auch umsonst ( = vergeblich). Wenn an skandinavischen Schulen ein Kind das Klassenziel zu verfehlen droht, hat der verantwortliche Klassenlehrer mehr als eine ungemütliche Viertelstunde bei seinen Vorgesetzten. Das Kind bekommt jede nur denkbare Unterstützung.

Bei uns werden die Eltern in die Pflicht genommen, Defizite der Schule als Einrichtung sowie einzelner Lehrer auszugleichen.

Eltern, die das aus organisatorischen, finanziellen, kulturellen oder sozialen Gründen nicht leisten können
weil sie vielleicht zu Zeiten arbeiten, wenn ihre Kinder wach und aufnahmebereit sind,
weil sie kein Geld für qualifizierte Nachhilfe oder kostspielige Privatschulen haben,
weil sie ihren Schulabschluss, ihre Ausbildung  oder ihr Studium in einem (Bundes-)Land mit anderem Schul- oder Bildungssystem gemacht haben oder
weil sie nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen
müssen einigermaßen hilflos zusehen, wie ihre Kinder ungebremst durch die Maschen des deutschen Bildungssystem rauschen.

Ganz gleich ob die Eltern Schichtarbeiter am Band oder Gastprofessoren an einer deutschen Universität sind.

Wenn sicher wäre, dass Kinder von ihrer persönlichen Grundsicherung nicht nur satt werden (auch ohne Tafel!) und ein Dach über dem  Kopf haben (wo es nicht infolge des Investitionsstaus im sozialen Wohnungsbau durchs Dach regnet), sondern an kostenlosen staatlichen Schulen auch Zugang zu effizienter Bildung und Teilhabe an Kultur und Sport bekommen (ohne dass es dort ebenfalls durchs Dach regnet), wäre die Angst potentieller Mittelschichtseltern vor Kindern als Armutsrisiko vielleicht weniger groß.

Geld allein nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen halte ich nicht für die Lösung. Aber das Existenzminimum von Kindern zu sichern - inklusive der Rechte auf Betreuung, Bildung und Teilhabe - ist eine Aufgabe, die deutsche Finanz-, Familien- und Bildungsminister seit Jahren vom BGH aufgegeben wird - ohne dass sich an der Realität von Familien mit Kindern in Deutschland etwas gebessert hätte.

Kinder muss eine Gesellschaft sich leisten wollen.
Von diesem politischen Willen sehe ich in Deutschland herzlich wenig.
Kinder werden nicht als Garanten unserer Zukunft angesehen, sondern als persönliches Risiko der Eltern.

Ein Risiko, das immer mehr Bezieher/innen durchschnittlicher Einkommen aus Lohn oder Gehalt aus gutem Grund scheuen.

sollte nach Geburt zügigst eine Erwerbstätigkeit/Ausbildung angestrebt werden.
Wehe dem oder der, der/die das nicht schafft!
Weil das Kind nicht 100% stromlinienförmig in Großgruppenbetreuung (mit lausigem Personalschlüssel in baufälligen Räumlichkeiten) mitschwimmt.
Weil ein Kind krank oder behindert wird.
Weil die Arbeitszeiten im Job der Eltern nicht zu den Öffnungszeiten der KiTa bzw. Schulbetreuung passen.
Weil der eigene Arbeitsplatz wegrationalisiert wurde oder der Arbeitgeber während der Elternzeit in Konkurs gegangen ist und
weil eine neue Stelle mit familienfreundlichen Arbeitszeiten nicht ohne weiteres gefunden werden kann.

Kinder sind für fast alle potentiellen Eltern zwischen 25 und 40 Jahren ein unkalkulierbares Risiko.
Außer, sie sind so arm, dass auch viele Kinder ihr Elend nicht mehr verschlimmern können.
Oder so reich, dass ein Leben allein nicht ausreicht, das private Vermögen aufzubrauchen. 

Dass Geldsorgen oft der Anfang vom Ende einer Ehe sind, sei dabei in unserem Kreis hier nur am Rande bemerkt ...

Ich werde diese Petition nicht unterzeichnen, weil ich denke, dass sie mangelhaft durchdacht ist und nur an Symptomen herumfuhrwerkt statt Ursachen zu benennen und wirksam anzugehen.

Schönen Abend noch Biggi
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
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« Antwort #21 am: 18. Mai 2016, 21:53:45 »

Kinder aus bildungsfernen Familien (und anderen) sollten stärker in Bildungsangebote eingebunden werden, Kita in bestimmten Fällen ab 1 Jahr verpflichtend.
Damit, wie der Vorschreiber schon schrieb, Eigenverantwortung gelehrt wird, die Kinder Zugang zu Bildung haben und Menschen ihnen dabei unterstützend zur Seite stehen, wenn die Eltern - aus welchen Gründen auch immer - dies nicht können.

Dazu fällt mir wieder der Witz ein:

Neu zugezogene Nachbarin auf einen Kaffee bei einer Mutter.
Nachbarin: "Die vielen Leistungsurkunden und Diplome an der Wand! Ich bin beeindruckt. Wem gehören die?"
Mutter (vor Stolz platzend): "Die sind alle von meinem Sohn!"
Ruft der Vater aus dem Nebenraum:"Wird langsam mal Zeit, das du die abhängst, schliesslich ist der Junge seit
drei Jahren arbeitslos."

Ich habe manchmal das Gefühl, einige wollen am liebsten in der Geschichte zurück bis zum Poor Law Amendment Act.

Der Markt regelt schon, wer Zugang zu Bildung erhält und wer nicht. Von der Politik ist hierzulande nichts zu erwarten, am wenigsten
durch Petitionen und Brandbriefe. Anreize könnten eher lukrative Dienstreisen, Pöstchen, Diätenzulagen oder vielleicht nette Gefälligkeiten sein.

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Selten in der Geschichte hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken. (Winston Churchill)
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« Antwort #22 am: 18. Mai 2016, 22:45:12 »

Bisher habe ich meiner sehr hohen Steuerlast immer etwas positives abgewonnen, da ich gerne etwas von dem Glück was mir in der Ausbildung,  im Beruf sowie im sozialen Umfeld zuteil wurde auch wieder der Gesellschaft unter anderem über die von mir zu zahlenden höheren Steuern, die durchaus meiner Leistungsfähigkeit entsprechenden und mich sicher nicht überfordern, zurückzugeben.

Versteht mich nicht falsch, ich bin schon für Eigenverantwortung,  aber ich bin auch entsetzt zu lesen, welche Schichten nun Kinder bekommen dürfen sollten und welche nicht. Es ist nicht alleine die Schuld der Politiker, es sind wir, die wir die Gesellschaft repräsentieren.  Es gibt für mich auch moralische Verpflichtungen innerhalb einer Gesellschaft,  vergleichbar mit dem Umgang innerhalb einer Familie. Wer kann denn ernsthaft von sich behaupten, dass alles was er/sie bisher erreicht hat allein auf der eigenen Leistungsfähigkeit beruht??? Was, wenn in die Unterschicht hinein geboren, was, wenn man durch Krankheit oder Unfall leistungsunfähig  oder -eingeschränkt wäre, was, wenn man einfach etwas mehr Pech gehabt hätte....Bitte erzähle mir keiner, man hätte sein Leben voll im Griff und man habe seinen Wohlstand sich ganz alleine selbst erarbeitet....

Etwas Demut würde einigen nicht schaden, ehrenamtliche Tätigkeit z.B. in einem Kinderhospiz holt einem schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, wem man alles zu verdanken hat.

Ich zahle gerne meine Steuern und lieber für Kinder der Unterschicht als für Millionäre die alle Schlupflöcher ausnutzen. Wie gesagt, aus meiner Sicht ist es eher eine moralische Frage, der sich jeder selbst stellen muss
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aka Clochard


« Antwort #23 am: 19. Mai 2016, 13:06:34 »

Moin
Und global betrachtet? Zählen da diese Deine Worte auch? Z.B. Afrika, Südostasien, Lateinamerika? Oder sollen sie aussterben?

Schönen Tag noch

Gruss oldie

Danke dir Oldie,

meiner Meinung nach fängt Kindeswohl in erster Linie mit einer Lebensplanung an.

Kinder kosten Zeit, Geld und Nerven. Wenn man nicht in der Lage ist dies zu leisten sollte ich mir überlegen Kinder in die Welt zu setzen. Falls du  vergessen hast kann ich dir gerne Bilder in dein Gedächtnis zurückrufen aus Indien, Afrika, Asien. Bilder von Kindern die verhungern und deren Hunger mit 5 € mtl. gestillt werden könnte.

Leider bin ich endlich zu dem Schluß gekommen, dass Peter Scholl-Latour Recht hat. Ich zitiere ihn:

²Menschen sind schlecht. Mann kann sie nur erziehen"

Kinder die durch Waffen verkrüppelt werden und Kinder die für Prostition verkauft werden, Kinder, denen die eigenen Eltern verdorbenes Wasser zu trinken geben damit die Kinder eine Behinderung bekommen. Denn der Staat gibt mehr Geld für behinderte Kinder an Familien als an Familien mit gesunden Kindern. Und warum das alles? Weil Familien das Geld benötigen um überhaupt leben zu können.

Und weiter komme ich dazu zu sagen, dass jede finanzielle Föderung ausgenutzt wird, kompromisslos. So sind Menschen und Eltern. Und Eltern machen auch nicht vor ihren eigenen Kindern halt.

In China, gab es eine Geburtenbegrenzung auf 1 Kind pro Frau. In Afrika z.B. Gegenden mit hoher Geburtenrate und sehr großer Armut wird von westlicher Entwicklungshilfe massiv für Verhütung geworben und Erwachsenen geschult.

Ist es nicht sinnvoll, Kinder vor dem Verhungern zu schützen?

Ich weiß nicht was Kinder für dich sind. Für mich sind Kinder Menschen mit eigenem Charakter. Menschen!

Ja meine Worte zählen auch hier. Und viele anderen die ebenfalls so denken.

Zitat: https://www.tagesschau.de/ausland/weltbevoelkerung-111.html
Das Bevölkerungswachstum geht fast ausschließlich auf die Entwicklungsländer zurück, in denen jährlich rund 75 Millionen Frauen ungewollt schwanger würden. Gründe seien mangelnde Aufklärung und Verhütung sowie fehlende Gleichberechtigung. Die Stiftung unterstützt in ärmeren Staaten Gesundheitsinitiativen und Aufklärungsprojekte.

Grüße
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« Antwort #24 am: 19. Mai 2016, 13:15:42 »

²Menschen sind schlecht. Mann kann sie nur erziehen"

Aha. Mann kann, Frau nicht? Die Frau sei dem Manne Untertan, oder wie

Zitat
In China, gab es eine Geburtenbegrenzung auf 1 Kind pro Frau.

Richtig und hat wie z.B. auch in Indien (da sind Mädchen ein Mitgiftkostenfaktor) dazu geführt, dass weibliche Fören abgetrieben werden oder weibliche Babys nach den Geburt getötet wurde. Ist das wirklich humaner, ethischer und besser?

Der "positive Effekt" ist, dass sich dort fot Frauen Männer aussuchen können, da es inzwischen mehr erwachsene Männer als Frauen gibt ;-)
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