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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 09:46:29 *
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Autor Thema: Darf das sein? Macht das Sinn?  (Gelesen 2746 mal)
Fragender
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Beiträge: 15


« am: 06. April 2005, 14:05:50 »

Hallo Ihr Väter und Mütter,

'meine Geschichte', 'Tagebuch' - das klingt gut. Momentan beschäftigt mich eine Frage ganz besonders und vielleicht hat hier einer eine Antwort darauf: Mit meiner Ehefrau (wir leben seit kurzem getrennt) hat mich viel verbunden, eine Freundin mit der ich sehr glücklich war. Nun habe ich eine andere Frau kennengelernt. Wir haben uns ineinander verliebt. Und beide(!) haben wir das Gefühl, daß daraus etwas richtig großes erwachsen kann (bislang haben wir aber noch nicht miteinander geschlafen). Nach vielen Gesprächen mit meiner  Ehefrau hat sich herauskristallisiert, daß der wesentliche (wenn nicht gar der einzige Grund) für die Trennung eine sexuelle Inkompatibilität ist. Man könnte es abgekürzt so ausdrücken: 'Ich will immer, sie fast nie'. Seit Jahren habe ich mir eingeredet, ich sei glücklich und ich könnte damit leben nur ab und zu mal 'Blümschensex' zu haben. Inzwischen glaube ich, ich kann es doch nicht. Wir haben oft über das Problem geredet, aber sie kann(!) nicht aus ihrer Haut.

Nun haben wir neben unserer Freundschaft auch zwei Kinder, und ich stelle mir die Frage, ob ich aus Egoismus handele und ein ausgemachtes A****loch bin, oder ob der Grund sich zu trennen in irgendeiner Weise entschuldbar ist question  

[Editiert am 6/4/2005 von Fragender]
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moinmoin
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« Antwort #1 am: 06. April 2005, 14:26:42 »

hallo Fragender.

Eigentlich kann man seine Gefühle nicht ganz steuern, und wenn Du eine andere Frau
mehr liebst als deine Eigene, dann ist es Fügung.
Hast du denn noch gefühle für deine Ex-Frau....?
Was noch Interessant ist, weiß deine Ex Frau von Anfang an eures Gesprächs von deiner
neuen Beziehung.

Und zur einer Trennung gehören immer Zwei dazu....nie hat einer alleine einen Fehler
gemacht, wobei, ob es ein Fehler ist, sei dahin gestellt.

Also gib nicht Dir allein die Schuld für dein Verhalten. Mann öffnet sich den anderen
Frauen nur dann, wenn etwas in der eigenen Beziehung im Argen liegt.

MfG  moinmoin
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Fragender
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« Antwort #2 am: 06. April 2005, 14:51:03 »

@moinmoin

Danke für Deine aufbauende Antwort, ich möchte einige der offensichtlich unklaren Punkte noch ergänzen.

Zitat

Hast du denn noch gefühle für deine Ex-Frau....?


Unendlich viele freundschaftliche und ja, ich denke ich liebe sie auch noch, aber anders. Es ist keine Begierde mehr da, es ist mehr eine reifere, freundschaftlichere Form der Liebe, verstehst Du, wie ich das meine?

Zitat

Was noch Interessant ist, weiß deine Ex Frau von Anfang an eures Gesprächs von deiner
neuen Beziehung.

So eine 'richtige' Beziehung ist das neue ja noch nicht, denn uns beiden ist klar, daß ich mich emotional ersteinmal von meiner Ehefrau lösen muß, bevor wir etwas neues aufbauen können. Was das 'Gespräch' anging, so meinte ich, daß ich mit meiner Frau in den letzen Jahren endlos oft über unsere Sexualität gesprochen habe. Jetzt aktuell ist es so, daß ich meiner Frau erzählt habe, daß ich mich in eine andere verliebt habe und diese Frau gerne treffen möchte, auch um zu schauen, was mir meine Ehe noch bedeutet. DAS war der eigentlich Auslöser für meine Ehefrau die Beziehung für beendet (oder zumindest für 'unterbrochen') zu erklären.

Zitat

Und zur einer Trennung gehören immer Zwei dazu....nie hat einer alleine einen Fehler
gemacht, wobei, ob es ein Fehler ist, sei dahin gestellt.

Auch wenn es jetzt zynischer klingt als es gemient ist: Für meine Frau gehöre ich zum Psychater in eine Therapie.... aber OK, natürlich hätte auch ich viel mehr an unserer Beziehung und Ehe arbeiten können/müssen. Diesen Vorwurf muß ich mir machen lassen. Öfter mal früher nach Hause kommen, die Kinder ab und zu mal wegorganisieren, etc. Aber nun scheint es dafür zu spät zu sein. Vielleicht hatte ich auch resigniert, nach dem Motto: 'Da ändert sich sowieso nichts mehr' ...


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AJA
Frischling

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« Antwort #3 am: 06. April 2005, 15:14:50 »

 
Zitat
Wir haben oft über das Problem geredet, aber sie kann(!) nicht aus ihrer Haut.


Wart ihr schon mal bei einer Paarberatung?

Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass es an einem Partner allein liegt, wenn es im sexuellen Bereich nicht klappt. Ich denke, das ist ein gegenseitiges Wechselspiel und es muss einfach zusammen passen. Wenn es nicht zusammen passt, ist es auch schwierig, wenn nicht unmöglich, es passend zu machen, es sei denn, mindestens einer von beiden verleugnet sich.

Es gibt Dinge, die fand ich mit meinem Ex eklig, mit dem anderen Mann merkwürdigerweise nicht mehr. Aber es ist auch so, dass eben ansonsten alles soweit "stimmt" und mein Ekel mit Sicherheit aus allen anderen ungelösten Problemen resultierte.

 
Zitat
'Ich will immer, sie fast nie'.


War das immer schon so oder hat sich das im Laufe der Zeit so entwickelt? Vielleicht fühlt sie sich ja auch durch dein Immerwollen so unter Druck gesetzt, dass ihr die Lust komplett vergeht? Wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passiert...

Gruß AJA
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Fragender
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« Antwort #4 am: 06. April 2005, 15:28:37 »

Hallo AJA,

Zitat

Wart ihr schon mal bei einer Paarberatung?
[\quote]
Vor fünf Jahren hatte ich mich einmal mit einer Frau getroffen, die ich übers Internet kennengelernt hatte. Ich war einfach nur neugierig (und naiv!). Es ist nicht viel passiert, aber ich habe den Fehler gemacht meiner Frau davon zu erzählen. Damals dachte ich noch, dam könnte ALLE Geheimnisse teilen, ich hätte besser meine Klappe halten sollen! Jedenfalls habe ich meiner Frau damals sehr sehr weh getan und damals war ich einmal bei ProFamilia alleine und einmal zusammen mit meiner Frau. Das Ergebnis war, daß meine Frau die Beraterin als 'völlig unprofessionell' titulierte, weil diese der Meinung war, so schlimm sei es um unsere Ehe doch garnicht bestellt. Damals war es ganz klar, daß ich der alleinige Schuldige für die Krise war. Dazu muß ich vieleicht auch noch sagen, daß wir (meine Frau und ich) in der Zeit ein paar Sachen ausprobiert haben (die meine Frau allerdings ziemlich lagweilig fand) und sie dannach (aus guten Gründen) gesagt hat, daß es ja garnichts brächte mir auf s3xueller Ebene entgegen zu kommen.

Das es am passenden Partner liegt, kann ich gut nachvollziehen, nur daß es bei uns eigentlich keine (offensichtlichen) Probleme (außer dem einen) gab.  

 
Zitat

War das immer schon so oder hat sich das im Laufe der Zeit so entwickelt? Vielleicht fühlt sie sich ja auch durch dein Immerwollen so unter Druck gesetzt, dass ihr die Lust komplett vergeht? Wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passiert...


... damit triffst Du den Nagel auf den Kopf! Aber wie soll man so einen Teufelskreis durchbrechen?

An dem Wochenende, an dem wir uns liebenlernten (vor ca. 15 Jahren) flüsterte sie mir eine viertel Stunde, bevor ich zum Bahnhof mußte ins Ohr, daß sie mich noch einmal spüren wolle. Daher muß es sich wohl im Laufe der Zeit so entwickelt haben ...

Wenn Du schreibst, daß es nicht das erste mal ist, daß soetwas passiert, kennst Du (oder jemand anders?) vielleicht auch Möglichkeiten diesen Teufelskreis zu durchbrechen?

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AndreaDD
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« Antwort #5 am: 06. April 2005, 15:48:47 »

Hallo Fragender,

deine Zeilen lesen sich für mich, als ob du gerade in Versuchung bist, eine recht gute Beziehung für ein Abenteuer wegzuwerfen. Dabei denke ich, dass ich dir nur wünschen kann, dass du das nicht eines Tages bitter bereuen wirst. Eine gute Freundschaft nach 15jähriger Ehe ist sehr viel wert.

"Durststrecken" wie die von dir beschriebene haben mein früherer Mann und ich in unserer 18jährigen Ehe auch gehabt. Wir haben diesen Teufelskreis durch einen gemeinsamen Urlaub ohne Kinder durchbrochen.

Ich sehe die Gefahr in einer so langen Beziehung darin, dass so vieles einfach Gewohnheit ist und sehr viel als bekannt vorausgesetzt wird. Wenn ein Paar auf beiden Seiten gewillt ist, die Partnerschaft zu erhalten und sich so gut versteht wie du und deine Frau, fehlt es vermutlich nur an Auszeiten für das Paar alleine, z. B. kinderfreie Wochenenden, Ausbrechen aus dem Alltag.

Ich würde es schade finden, wenn du das einfach weg wirfst und jetzt das Vertrauen deiner Frau zerstörst.

Du hast eine Frau, die dir nach 15 Jahren noch tolle Freundin ist. Weißt du, worauf du dich einläßt?

Ich wünsche dir ein glückliches Händchen.

Liebe Grüße
Andrea
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Dalai Lama
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« Antwort #6 am: 06. April 2005, 15:59:12 »

@AndreaDD:

Du hast mit fast allem Recht, was Du schreibst, nur, daß ich mir nicht sicher bin, wieviel Vertrauen meiner Frau noch da ist.

Was das 'glückliche Händchen' angeht: Danke, das kann ich brauchen!
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AndreaDD
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« Antwort #7 am: 06. April 2005, 16:12:44 »

Zitat

Auch wenn es jetzt zynischer klingt als es gemient ist: Für meine Frau gehöre ich zum Psychater in eine Therapie.... aber OK, natürlich hätte auch ich viel mehr an unserer Beziehung und Ehe arbeiten können/müssen. Diesen Vorwurf muß ich mir machen lassen. Öfter mal früher nach Hause kommen, die Kinder ab und zu mal wegorganisieren, etc. Aber nun scheint es dafür zu spät zu sein. Vielleicht hatte ich auch resigniert, nach dem Motto: 'Da ändert sich sowieso nichts mehr' ...

 


Vielleicht solltest du deiner Frau genau das sagen, dann ließe sich vielleicht einiges kitten.

Liebe Grüße
Andrea
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« Antwort #8 am: 06. April 2005, 16:20:02 »

Zitat

 Vielleicht solltest du deiner Frau genau das sagen, dann ließe sich vielleicht einiges kitten.


Darüber haben wir schon (vorgestern) geredet. Ich hab' ihr nochmal eine e-mail geschrieben.
Mein Problem ist, daß ich nicht mehr zurückstecken mag. Ich habe das Gefühl mich jetzt viele Jahre zurückgehalten zu haben und das unsere Beziehung nur dann noch eine Chance hat, wenn wir uns BEIDE ändern. Und bislang glaube ich nicht (vielleicht unterschätze ich sie aber), daß meine Frau das möchte.
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« Antwort #9 am: 06. April 2005, 16:33:07 »

Du steckst immernoch in deinem "Da ändert sich sowieso nichts mehr... " - merkst du das?  ;)
Ich würde mich freuen, wenn sie dich da eines besseren belehren würde.

Liebe Grüße
Andrea
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sandgren
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« Antwort #10 am: 06. April 2005, 16:37:41 »

hy fragender,
es kann ja sein das ich dir nun unrecht tue, aber für mich lesen sich deine posts so das du im moment von "neu verliebt" schreibst und in wirklichkeit nur dein sexualleben endlich ausführlich geniessen willst.

deine frau wollte die letzten jahren nicht so wie du es dir gewünscht hättest also siehst du dich im recht dir deine wünsche woanders zu holen.

wie wäre es wenn du die lösung einmal nicht bei deiner frau sondern bei dir suchst?
das ihr beide nicht immer im selben masse an s... denkt ist doch völlig normal.
hast du deine frau auch einmal gefragt woran es liegt das sie sich dir verweigert?
offtmals fühlt sich ein partnerin von den wünschen des partners schlicht überfordert und verweigert sich deswegen um enttäuschungen und erwartungshaltungen zu vermeiden. ;)

sollte es dir also nur um die erfüllung deiner wünsche gehen stehe dazu und suche nicht die schuld bei deiner frau und erwarte auch keine absulution von ihr!
das ihr vertrauen nun entäuscht ist war ja wohl zu erwarten!

gruss sandgren :cool:

ps:man(n) nennt soetwas auch 2ter frühling. ;)
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« Antwort #11 am: 06. April 2005, 17:00:19 »

@sandgren

Zitat

 ... "neu verliebt" schreibst und in wirklichkeit nur dein [...] sexualleben geniessen willst.


Du tust mir sicher nicht Unrecht, wenn Du kritische Fragen stellst, die regen schließlich auch zum Nachdenken an, danke!

Also, sicherlich ist für mich die Aussicht jetzt (endlich?) mein Leben auch auf körperliche Ebene ausleben zu können reizvoll, aber die >noch-nicht-ganz-eine-Beziehung< zu der neuen Frau ist auch auf intellektueller Ebene eine echte (und reizvolle) Herausforderung. Es gibt da deutlich mehr als eine rein körperliche Anziehungskraft. Ob das natürlich auch zu einer Freundschaft fürht, die zig Jahre überdauerern kann ist völlig offen, aber ich (bzw. wir) sehen da eine Menge Potential.

Zitat

wie wäre es wenn du die lösung einmal nicht bei deiner frau sondern bei dir suchst?


Mir ist voll und ganz bewußt, daß ich offenbar zuviel von meiner Frau verlange (ich weiß aber nicht, ob ich hier jetzt Beispiel nennen sollte?), aber ich will einfach nur ich sein dürfen - und das scheint nicht zu gehen.
Das was ich mir wünschen würde, stößt bei meiner Frau nur auf Abweisung. Wenn Du das als MEINE Schuld siehst, dann hast Du völlig Recht, ich KÖNNTE ja weniger wünschen, aber das habe ich doch seit fünf Jahren versucht :-( Ob sich meine Ehefrau überfordert fühlt, kann ich nicht beurteilen, sie sieht es vermutlich eher so, daß sie alles versucht hat und sich in Ihr Schicksal (nämlich ab und zu mit mir zu schlafen) ergibt. Ihre Begründung ist, daß sie einfach neben Kinderern und Job einfach keine Lust mehr hat auch mir noch 'zu Diensten zu sein'. Meine Frau empfindet s.. als Arbeit und nicht als etwas entspannendes ...

Zitat

ps:man(n) nennt soetwas auch 2ter frühling. ;)  


Was jetzt genau ist ein '2ter Frühling'?


[Editiert am 6/4/2005 von Fragender]
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« Antwort #12 am: 06. April 2005, 17:01:07 »

Hey!

Für mich klingt es so als wenn du dir hier versuchst Entschuldigungsgründe zu finden..
Und es scheint dir offensichtlich sehr um deinen männlichen Trieb ausschließlich oder zumindest überwiegend zu gehen ...

Denn das scheint eher nur dein Problem zu sein ..

Und ein ständig seinem (vielleicht gar extremen, oder essexsiven) Trieb nach gehen zu wollenkann natürlich schnell zu Spannungen führen .. deine Frau könnte sich bei dir evtl. als reines *****-Objekt sehen, und sich darauf durch dich reduziert fühlen .. was bestimmt nicht ihre Lust steigern wird ..

Man könnte das Them nun ausdiskutieren, aber ich denke das das hier dafür der falsche Ort ist ..

Sopzusagen scheinst du dir jetzt die Hörner bei der anderen Frau mal so richtig abstoßen zu wollen ... und dann??
Dann wirst du nachher irgenmdwann mitmal feststellen, "Ne das war jetzt gut, hab meinen Trieb befriedigt, aber jetzt möchte ich meine Familie wieder zurück .." und danach klingt das ganze etwas ..

Und du scheinst hier die Entschuldigungsgründe dafür hier zu hören zu bekommen ...

Zumindest erweckt das so den Eindruck für mich ..

Ich glau du solltest dir das wahrlich überlegen was du da vorhast ..
Und wenn ich das richtig versteh hast du scheinbar dich mit der anderen Frau bisher noch nichtmals getroffen..lese ich das da jetzt so richtig Huch

Denke euch würde im Moment eher eine Paar/Eheberatung helfen ..

Und sich einer anderen Frau zuzuwenden, da wo man sich bisher noch nichtmal srichtig gelöst hat, wird wohl auch nicht das wahre sein ..
Und schon gar nicht aus Trieb gründen ...

Denke lieber nocheinmal darüber nach .. und reduziere dich nicht auf deine Triebe zu sehr ..

Gruß
Jens
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« Antwort #13 am: 06. April 2005, 17:07:06 »

Hey!

 
Zitat
Ihre Begründung ist, daß sie einfach neben Kinderern und Job einfach keine Lust mehr hat auch mir noch 'zu Diensten zu sein'. Meine Frau empfindet s.. als Arbeit und nicht als etwas entspannendes ...




Ich glaube darüber solltest du mal dringend nachdenken ...
Kinder, Job, Huashalt usw. .. und du redest nur von deinen Trieben bezüglich eurer Ehe ..

Sie empfindet S** als Arbeit u nichts entspannendes.. jetzt solltest du dich doch langsam fragen ob du nicht was falsch machst .. denke sie hat dir schon reichlich Anhalstpunkte mit dem Satz gegeben ...
Kinder , Job!!!
Und dann ein Ehemann der ständig an S** denkt ..
Es gibt auch noch andere Arten von körperliche Nähe .. und dann kommt der Rest, das Verlangen bei ihr evtl dann auch mal wieder, wenn sie auch merkt das es dir nich tnur noch zusätzlich nur um das geht .. und sie nur zu leistne hat-.. Kinder , Job, Triebe befriedigen..

Gruß
Jens
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DeepThought
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« Antwort #14 am: 06. April 2005, 17:15:23 »

Moin Fragender,

die in den letzten Beiträgen aufgeworfenen Analysen sind nicht von der Hand zu weisen.

Um provokativ die andere Seite zu beleuchten, werfe ich nur mal so zum Nachdenken in den Raum, ob der Entzug körperlicher Liebe durch deine Frau evtl. ein bewusster Vorgang ist mit dem sie versucht, dich zu treffen? Gerade weil sie um deine Bedürfnisse weiß.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Wolfsfrau
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Beiträge: 225

ausgeschieden


« Antwort #15 am: 06. April 2005, 17:23:30 »

Hallo Fragender,

ich kann dir als Beispiel die Geschichte meines jetzigen Partners erzählen:

35 Jahre lang hat er sich auf seine Partnerinnen eingestellt, seine se...uellen Bedürfnisse hinten angestellt (ok, einen gewissen Zeitraum davon wusste er nicht wirklich, was er wollte  ;) ). Eine lange Zeit fühlte er dennoch, dass ihm etwas fehlte...

Erst nach der Trennung der Mutter seiner Tochter vor nunmehr fast fünf Jahren und unserem Kennenlernen konnte er sich se...uell entfalten und endlich glücklich sein.

Er erzählt mir immer wieder, was er in den Jahren verpasst hat, in denen er sich nicht ausleben durfte.
Damit will ich mich nicht in den Himmel heben... sondern lediglich darlegen, dass man sich auf Dauer nicht permanent selbst verleugnen kann. Es geht einfach nicht, man wird immer spüren, dass etwas fehlt.

Mein Rat daher: sei ehrlich zu dir. Und dann handle danach. Nimm dir Zeit für diese Entscheidung, aber triff sie dann klar und deutlich.

Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt für diese (nicht ganz einfache) Entscheidung.

Alles Gute
Wolfsfrau
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eddie
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« Antwort #16 am: 06. April 2005, 17:37:55 »

moin fragender,

da stehst, vor einer echt kniffligen entscheidung. mh. ich weiss nicht wozu ich dir raten kann. möchte es eigentlich auch nicht. ich möchte hier aber mal etwas zum thema sexuelle anziehungskraft schreiben.

bei mir lief es nämlich ähnlich wie bei dir und in meinem freundeskreis läuft es auch in vielen beziehungen ähnlich. ich bin auch der meinung, das ***** nicht alles ist und zu einer vollkommenen beziehung mehr gehört als *****. aber er gehört dazu. wenn einer in einer beziehung mal einen kurzen zeitraum hat in den er nicht so große lust verspürt, dann ist es mal ok, wenn sich dieser zeitraum aber auf eine länge von mehr als ein jahr hinzieht, dann stimmt etwas in der beziehung nicht. ich kann auch ehrlich gesagt dieses gequatsche von ***** ist nicht alles nicht mehr hören. ***** hat nicht nur etwas mit trieb zu tun, sondern mit verlangen, zuneigung, zährtlichkeit und liebe. mir kann keiner sagen, das das verlangen irgendwann weniger wird und das es normal ist. wenn das verlangen nach befriedigung weniger wird, darf aber die zärtlichkeit und die zuneigung nicht weniger werden. ich weiss, das viele diese probleme haben, aber ich bin mir sicher, das es beziehungen gibt, wo es nach jahren immernoch wunderbar funktioniert.

jetzt habe ich dir nicht wirklich geholfen, aber es war mir mal ein bedürfnis es auszusprechen.

auch ich wünsche dir bei deiner entscheidung eine glückliche hand, denn schließlich wirst du mit den konsequenzen leben müssen und durch ein ziemlich langes tal wandern.

alles gute

eddie
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AJA
Frischling

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« Antwort #17 am: 06. April 2005, 21:34:41 »

 
Zitat
Wenn Du schreibst, daß es nicht das erste mal ist, daß soetwas passiert, kennst Du (oder jemand anders?) vielleicht auch Möglichkeiten diesen Teufelskreis zu durchbrechen?
 


Ich habe die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, sondern möchte nur auf diese Frage antworten. Das Problem, dass sich eine Frau bedrängt fühlt von ihrem (damals noch nicht) Mann, habe ich vor vielen Jahren mit einem sehr gut befreundeten Paar besprochen. Da ich selbst in der "bedrängten" Lage war, hatte ich ihnen vorgeschlagen, einfach mal eine begrenzte Zeit körperliche Nähe nicht direkt in ***** umzuwandeln. Einfach, damit die Frau sicher sein kann, dass der Mann ihr auch nahe kommen kann, ohne gleich "immer nur das eine" zu wollen. Die beiden waren damals noch relativ jung, aber schon ca. sechs Jahre zusammen. Sie liebten sich, das konnte man schon daran merken, dass dieses Problem sie beide belastete. Das Gespräch war frei von gegenseitigen Vorwürfen, beide waren nicht glücklich mit der Situation. Sie haben diesen Vorschlag durchgezogen. Er hat ihr die Zeit gegeben, die sie brauchte, um wieder Vertrauen zu fassen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, waren das etwa sechs Wochen. Danach hatte sie genug Selbstbewusstsein zu sagen: Du, heute nicht. Und er konnte das wegstecken, weil er wusste, morgen gehts ja wieder. Und wenn es übermorgen ist, ist das auch kein Beinbruch. Inzwischen sind die beiden seit fünf Jahren glücklich verheiratet und Eltern.

Mein Ex hatte dieses Verständnis leider nicht. Ich war allein mit den Kindern. Entweder schlief er, oder er war in der Arbeit. Abgesehen von der Zeit, die er vor der Glotze verbrachte. Das war aber meistens nachts und pünktlich wenn mein Wecker ging, dann ging er schlafen (Schichtarbeit). Das törnt natürlich nicht gerade an. Und WENN er dann "was" wollte, lief bei mir absolut nichts. Da habe ich mich dann einfach nur ausgenutzt gefühlt. Da war das dann auch nur ein zusätzlicher Job, wie du schon geschrieben hast. ***** ist dann für eine Frau entspannend (behaupte ich jetzt mal ganz tolldreist im Namen aller Frauen  ;) ), wenn das Drumherum auch stimmt. Wenn ich deine Beiträge ein bisschen quer lese, habe ich schon den Eindruck, dass sich deine Frau auch ein bisschen allein gelassen fühlt.

Ich weiss nicht, ob ich das mit meinem Ex wieder hingekriegt hätte. Jetzt im Nachhinein betrachtet: NO WAY!!! Aber ich hätte es vielleicht versucht, wenn von seiner Seite ein bisschen mehr Entgegenkommen da gewesen wäre. Bei dir liest sich das für mich eher so wie bei dem Paar, dass ich eingangs erwähnte.

Einen Versuch wäre es wert. Huch

Gruß AJA
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haddock
Nicht wegzudenken
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Beiträge: 837


« Antwort #18 am: 07. April 2005, 14:15:04 »

Hi, Fragender

ich werde mal etwas provozieren:

Dieses ganze Gerede von bedingungsloser+wahrer Liebe, zwischengeschlechtlicher Herausforderung, sexueller Erfüllung und das sich-nicht-wehren-können-gegen-die-überschäumenden-Gefühle, dieser ganze verlogene Gefühlspathos der heutigen Gesellschaft  ist alles Bullshit!  c
Keiner zwingt dich, deine Ehe aufs Spiel zu setzen - denn im Gegensatz zu Tieren sind wir Menschen eben nicht ausschließlich triebgesteuert! Lies dich durch die ganzen Geschichten hier und anderswo. Immer wieder: "Sie hatte einen Anderen kennengelernt", "ich bin leider fremdgegangen, aber ich konnte nichts dafür", "sie hat unsere Beziehung wegen eines anderen einfach weggeworfen", "mein LG bekommt von seiner EX (ich war der Trennungsgrund) die Kinder vorenthalten" etc. pp.
Viel zu schnell wird aufgrund vager und unrealistischer Erwartungshaltungen eine Elternschaft zerstört! Gehälftet und teilweise (kommt aufs Geschlecht an) entrechtet.
Wem es das Wert ist - bitte, aber nicht auf Kosten der Kinder! exclamation  exclamation

Also:
Warte bis deine Kinder groß sind, bevor du deine Frau  betrügst, wenn du es denn tun mußt!
Eine Paartherapie muß man ja nicht bei ProFamilia machen - es gibt genügend Anlaufstellen,eine Passende für einen weiteren Versuch zu finden.

Wenn sie es schon sind,  dann los, wenn du wirklich willst.

und an alle, die sich nun aufregen: Ja, manchmal bin ich verbittert.

Haddock

PS: was ich schrieb, gilt m.E. für Frauen und Männer
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Solstart
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« Antwort #19 am: 07. April 2005, 15:04:20 »

Hallo Fragender,

verfolge nun seit ein paar Tagen das Topic und finde es rattenscharf.

Toll fand ich die tolldreiste Bemerkung von AJA bezüglich des Drumherums.

Ist es denn nicht letztenendes so, dass das harmonische zusammenleben eine Summe des glückseligen Drumherums ist? Wenn da dann irgendetwas nicht mehr so ist, dann gerät das ganze doch auf dauer aus den Fugen, bei dem einen nach kurzer Zeit und bei dem anderen nach 20 Jahren. Sicherlich gibt es einige, die zum Leiden geboren sind, ich war es nicht und mir geht es heute verdammt gut.

Eine gescheiterte Beziehung auf die sexuelle Basis zu schieben ist bei den meisten die einfachste Art, eine Erklärung für das Scheitern zu finden.
Ich empfand aber die Unehrlichkeit die mir engegenschlug, als ich meine Grundbedürfnisse proklamierte, viel gravierender als die Disharmonie in der Kiste. Allerdings saß da die Karre auch schon ziemlich fest.

Da kann man viel vonne Liebe hin un wech reden, aber durchleuchte mal deine Beziehung in alle Richtungen und denke genau drüber nach, ob das Rad noch rund ist, ob es nur nen Standschaden hat oder ob es sich schon zerlegt hat und ihr nur noch auf der Karkasse düllert.

Gruß solstart
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Der geistige Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null und dass nennen sie dann Standpunkt - Albert Einstein
AJA
Frischling

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« Antwort #20 am: 07. April 2005, 15:23:18 »

 
Zitat
Eine gescheiterte Beziehung auf die**tsts - ID 10**uelle Basis zu schieben ist bei den meisten die einfachste Art, eine Erklärung für das Scheitern zu finden.


Vor allem vor dem Hintergrund, dass die sexuelle Basis in den allermeisten Fällen, wie auch der Fragende eingeräumt hat, nicht von Anfang an nicht gestimmt hätte. Am Anfang prickelt es eben noch und wenn dann langsam der Alltag einkehrt, zeigt es sich, ob die Beziehung so harmonisch ist, dass es eben auch auf dieser Basis gut und erfüllend weiter geht. Dafür kenne ich nun wirklich genügend Beispiele. Die einen arrangieren sich damit, die anderen leben unglücklich damit weiter, andere arbeiten gemeinsam daran und schaffen es, wieder andere trennen sich und tappen beim nächsten Partner in die gleiche Falle. Denn auch da kehrt früher oder später der Alltag ein. Letzteres aber bitte nur dann so zu sehen, wenn das Drumherum eben nicht so stimmt oder gestimmt hat, wie ich es hier vermute.

Gruß AJA
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Solstart
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« Antwort #21 am: 07. April 2005, 15:56:52 »

Zitat
 wieder andere trennen sich und tappen beim nächsten Partner in die gleiche Falle.


Stimmt, gibt genügend Beispiele die daraus für sich selber nichts herausholen und quasi ein Loch mit dem anderen stopfen.
Das sind dann die schmallippigen mit den Wintergesichtern. c

LG solstart
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« Antwort #22 am: 07. April 2005, 18:35:16 »

Hallo Fragender,

ich bin nicht davon überzeugt, dass du einen übermäßig stark entwickelten männlichen Trieb hast. Ich denke eher, dass deine Gedanken verständlicher Weise sehr um das Thema kreisen, weil sich da seit Jahre soviel Frust angesammelt hat.
Ich fasse mir jetzt mal den Mut, das Ganze aus weiblicher Sicht ein bisschen ausführlicher darzustellen. Aja hat ja schon den Anfang gemacht.

Deine Frau, die sich früher, wie du dich noch erinnerst, nach der körperlichen Liebe mit dir gesehnt hat und anscheinend überhaupt nicht unsinnlich und unerotisch war, mag nicht mehr.
Was ihr früher die Erfüllung eines Wunsches (!) war, ist ihr seit einiger Zeit nur noch Dienstleistung. Ich bin, ehrlich gesagt, auch durch diese Phase gegangen und mein Mann natürlich mit mir, deshalb kann ich aus Erfahrung etwas dazu sagen.

Deine Frau fühlt sich offensichtlich ausgelaugt oder ausgebrannt. Der Job bringt vielleicht mehr Anstrengung und Routine als Erfüllung, die Kinder erlebt sie vielleicht ebenfalls als anstrengend und - wenn sie noch so klein sind, ganz normal - sehr fordernd, sodass sie das Gefühl hat, nie genug zu tun und zu geben. Und als Ehefrau ist sie nun auch noch eine Versagerin, weil sie ihren Mann nicht glücklich machen oder wenigstens zufriedenstellen kann.

Viele Frauen und Mütter haben dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein in der heutigen Zeit. Könnten sie nicht beruflich noch mehr leisten? Müssten sie ihren Kindern nicht gleichzeitig eine bessere Mutter sein: verständnisvoller, vorbildlicher, fröhlicher und zupackender? Und sollte es nicht leichter fallen, außerdem noch eine attraktive Geliebte für den Mann zu sein?

Der Ehemann ahnt von solchen deprimierenden Gedanken oft lange nichts und stellt vielleicht nur fest, dass sie überempfindlich geworden ist, ständig schlechte Laune hat und keine Lust mehr auf S*x.  Und kommt im Fernsehen eine Liebesszene, die dem Mann ein genüssliches Lächeln auf die Lippen zaubert, schaut sie mit verkniffenem Mund beiseite und denkt sich, dass die zum Glück nicht wissen, was sie in der Zukunft erwartet.

Was will ich sagen? Diese Art von Unzufriedenheit ist ein Dauerstress, der sich meist auch in körperlichen Verkrampfungen und Verspannungen äußert. Da können z.B. Massagen vom Partner helfen, nichts besonderes, nur eine wohltuende Rückenmassage etwa.

Vielleicht hast du jetzt den Gedanken: "Na gut, von mir aus, aber warum muss das alles so kompliziert sein?"
Jemand hat hier in der Diskussion gemeint, deine Frau würde sich dir vielleicht aus Protest verweigern. Sicher, so etwas gibt es immer wieder. Aber meist ist es so, dass die Frau in diesem Fall nicht nur die S**ualität ihres Mannes ablehnt, sondern vor allem ihre eigene!

Kannst du deiner Frau helfen, dass sie sich besser fühlt und schließlich auch ihre S**ualität nicht mehr verleugnet?
Ich kann es natürlich nicht wissen.  Und ich verstehe, wie stark die Versuchung für dich sein muss, zu jener anderen Frau zu gehen, die offensichtlich mit sich im Reinen ist und dir selbstbewusst und neugierig gegenüber tritt, voller Offenheit und Sehnsucht, mit dir viele Erfahrungen zu teilen.

Wenn es möglich ist:  sei aufmerksam zu deiner Frau. Vielleicht kannst du versuchen, ihr so zuzuhören, als würdest du sie erst seit kurzer Zeit kennen. Vielleicht kannst du dich ab und an bemühen, ihre Wünsche zu erraten oder sie auf liebevolle Weise danach zu fragen. Oder du hast Ideen, wie du ihr manchmal eine kleine Freude bereiten könntest. Und das Wichtigste: schiebe für dich den Gedanken beiseite, dass sie dir, wenn du dir schon so außer der Reihe Mühe geben sollst, dann wenigstens eine s**uelle Belohnung schuldig ist!

Eine Ehebratung ist sicher prinzipiell eine gute Idee. Deine Frau mag bisher das Gefühl gehabt haben, sie sollte dort irgendwie dazu gebracht werden,  sich abzufinden oder endlich normal zu "funktionieren" (!). Und wenn sie weiß oder auch nur ahnt, dass da eine andere Frau ist, kann es sein, dass sie nicht von sich aus die Kraft aufbringt, sich wieder mal Mühe zu geben (um die Erhaltung eurer Ehe) und dann vielleicht ein weiteres Mal in ihren Augen zu versagen.

So, jetzt habe ich dir mein langes Geschreibsel zugemutet und wenn du jetzt denkst, das hörte sich ja nicht gerade danach an, dass es einen einfachen Weg geben würde, aus deiner Frau und dir wieder ein Liebespaar zu machen (was ja nicht heißt, dass man ständig engumschlungen auf Wolke Sieben schwebt ), dann hast du Recht!
Ihr müsstet es zumindest beide wollen.

Zu dem Thema, ob man der Kinder wegen eine Ehe nicht auch auf rein kameradschaftlicher Basis aufrecht erhalten sollte, haben dir ja andere schon ihre Meinungen geschrieben.

Ich wünsche euch alles Gute!

Septime

 
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"Die Menschen können nicht sagen, wie sich eine Sache zugetragen, sondern nur, wie sie meinen, dass sie sich zugetragen hätte."
(Georg Christoph Lichtenberg)
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« Antwort #23 am: 07. April 2005, 20:58:03 »

Natürlich ist die Entscheidung, aus einer bestehenden Ehe wegen großer sexueller Differenzen auszubrechen, schwierig und sollte wohl bedacht sein. Wenn jeodoch die drei Säulen einer Ehe (soziale, wirtschaftliche und sexuelle Einheit) von der weiblichen Seite permanent in Frage gestellt werden, dann sollte der Mann schon ernsthaft den "Absprung" überlagen und wagen.

Ick kenne das Ganze auch aus der eigenen Ehe, also ertwas an eigenen Erfahrungen: Der letzte *****. vollzogene Kontakt fand 1986 bei uns statt. Bei Beratungsgesprächen (versch. Organsiationen) wurde ich als Mann nur darauf hingewiesen, Geduld zu haben, verständnisvoll zu sein, keine eigene sexuellen Ansprüche zu haben uns sogar Selbstbefriedigung zu unterlassen (das würde die Frau nur als abstoßend und ekelhaft empfinden). Außerdem wäre ***** sowieso nichts mehr für einen Mann dieses Alters (O-Ton meiner Frau).  Argumente in diesen Gesprächen wurden von meiner Frau stets im nachhinein als Waffe in der ehelichen Auseinandersetzung verwendet, Ermahnungen dieser Stellen an sie zwecks Verhaltensänderung wurden geflissentlich übersehen.  Schließlich gab mir ein ganz normaler Arzt während einer Kur den Rat, auch an mich selbst zu denken. In diesen verqueren Zeiten hat auch ein Mann das Recht, an sexuelle Befriedigung zu denken. Eine Ehe taugt nicht mal 5 Pfennig, wenn diese natürlichen Ansprüche verleugnet werden , nur weil die Frau inzwischen das Klimakterium erreicht hat.
Übrigens mich hat das Ganze (nach eigeen langwierigen Kämpfen) dazu gebracht, auch meine bisexuellen bzw. homosexuellen  Triebe anzuerkennen...und ich fühle mich wirklich besser seit dieser Zeit (sprich seit ca. 2 Jahren). Vielleicht ein bißchen gewagt für dieses Forum, aber ....(/ihr wißt schon).

Mein Ratschlag also - überlege gründlich..und dann zu der Entscheidung stehen.
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #24 am: 07. April 2005, 23:16:12 »

Septime, super! Du hast viele meiner Gedanken ausführlich geschildert, die man bei mir wahrscheinlich höchstens zwischen den Zeilen lesen konnte  ;)

 
Zitat
Wenn es möglich ist: sei aufmerksam zu deiner Frau. Vielleicht kannst du versuchen, ihr so zuzuhören, als würdest du sie erst seit kurzer Zeit kennen. Vielleicht kannst du dich ab und an bemühen, ihre Wünsche zu erraten oder sie auf liebevolle Weise danach zu fragen. Oder du hast Ideen, wie du ihr manchmal eine kleine Freude bereiten könntest. Und das Wichtigste: schiebe für dich den Gedanken beiseite, dass sie dir, wenn du dir schon so außer der Reihe Mühe geben sollst, dann wenigstens eine s**uelle Belohnung schuldig ist!
 


Das ist genau das, was ich dem beschriebenen Paar geraten habe. Aufmerksamkeit und Zuneigung zeigen, OHNE dass die Frau "Angst" haben muss, dass dafür eine "Belohnung" fällig ist. Es dauert nicht lange, glaub mir, bis das Vertrauen und das Selbstbewusstsein wieder kommt. Es ist nun mal einfach so, dass je fordernder der Mann wird und je grösser seine Erwartungshaltung, und je ÜBERforderter gleichzeitig seine Partnerin ist, umso grösser die Abwehrhaltung der Frau wird. Sie kann sich nicht mehr fallen lassen. Und dieses Fallen lassen ist einer der wichtigsten Faktoren für eine wirklich erfülltes S*xerlebnis.

 
Zitat
Und ich verstehe, wie stark die Versuchung für dich sein muss, zu jener anderen Frau zu gehen, die offensichtlich mit sich im Reinen ist und dir selbstbewusst und neugierig gegenüber tritt, voller Offenheit und Sehnsucht, mit dir viele Erfahrungen zu teilen.
 


Mhm, und damit das gleiche Bild bietet, wie die eigene Frau seinerzeit auch?

Siehe dazu mein anderes Post - am Anfang die Euphorie, und dann der Alltag  exclamation_smile

Gruß AJA
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