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vatersein.de - Forum 19. November 2017, 15:19:20 *
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Autor Thema: Bin plötzlich Vater von einem 3 Jährigen Kind  (Gelesen 18232 mal)
Mrs_Mima
Gast
« Antwort #50 am: 07. April 2016, 16:35:27 »

ich unterschreibe uneingeschränkt bei nadda.

Ich habe ein Studium absolviert, arbeite (mit wohlgemerkt 3 Kindern!!!) seit dem ersten Geburtstag des Jüngsten (und bei den beiden davor auch immer seit deren 1. Geburtstag) 30h/Woche.
Den Haushalt erledige ich oft morgens (bevor die Kinder aufstehen), abends bin ich zu platt dafür.  Einkäufe erledige ich im Rennen.
Meine Steuererklärung steht an, einige Arzttermine in den nächsten Wochen, unter den Schränken sieht es aus wie Sau.

Auto hab ich nicht, kann ich mir nicht leisten, Urlaub??? Das letze mal 2013 10 Tage Österreich. Ging, weil mein Vater was zugesteckt hat.

Kita ruft an mitten im meeting? Tschüssi Chef, muss schauen, ob ich morgen schon wieder da bin, je nachdem, ob meine Eltern Zeit haben.
Messe im Mai? Klar, gerne (ich bete jetzt schon, dass keins der kids krank werden.

Mein GESAMTER!!!! Urlaub geht seit Jahren für Ferien und Kitaschließtage drauf, ich hatte SEIT JAHREN NICHT EINEN EINZIGEN TAG FÜR MICH!!!!!!

Mima, langsam echt sauer
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Tina10
Rege dabei
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Beiträge: 216


« Antwort #51 am: 07. April 2016, 17:06:16 »

Diese Unterhaltsgesetze gleichen dem Raubrittertum. Darüber sind sich hoffentlich alle einig.

Davon bist höchstens Du selbst überzeugt.

Die Unterhaltssummen, die in der Düsseldorfer Tabelle festgelegt sind, sind bei weitem nicht dazu geeignet, die tatsächlichen Kosten zu kompensieren. Jede alleinerziehende Mutter legt drauf.

Die wesentlichen Kosten entstehen nämlich nicht durch die materiellen Güter, die ein Kind benötigt, sondern durch die flexible Betreuung, die notwendig ist, wenn eine Mutter wirklich vollzeit arbeiten möchte (und unter "vollzeit" verstehe ich nicht die 8 Stunden pro Tag eines Hilfsarbeiterjobs, sondern die Zeit, die man aufwenden muss, um einen einigermaßen qualifizierten Job auszuführen: Bereitschaft, auch 'mal Überstunden zu machen; Dienstreisen akzeptieren; kein Meeting mit der Begründung "die KITA schließt gleich" vorzeitig zu verlassen...).

Aus unserem Abijahrgang gibt es genau eine Mutter, die auch eine passable Karriere hingelegt hat und nun Seniorpartnerin einer Anwaltskanzlei ist: diese Frau hat eine eigene Nanny für ihre Kinder (und die Kosten dafür liegen doch geringfügig über den 240 €). Demgegenüber gibt es einige kinderlose Frauen und einige Männer (mit und ohne Kind), die vergleichbare Karrieren hingelegt haben.

D a s sind die tatsächlichen Kosten der Kindererziehung. Und vergleicht man die Gehälter der Mütter mit denjenigen von Männern (mit und ohne Kind) und kinderlosen Frauen, dann ist der Gap weit größer als die paar hundert Euro, die gemäß DDT gezahlt werden müssen.

Soweit zur wahren Gleichberechtigung und der Frage, wer den Großteil der durch den Nachwuchs verursachten Kosten trägt.
« Letzte Änderung: 07. April 2016, 17:08:41 von Tina10 » Gespeichert
TotoHH
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Beiträge: 3.137


« Antwort #52 am: 07. April 2016, 18:01:02 »

Jede alleinerziehende Mutter legt drauf.
naja, wenn  der Anspruchspruch von AE ist, dass Kinder sich durch KU tragen (und am Besten noch ein "Lohn" für die Betreuung und die Opportunitätskosten der entgangenen Karriere eingesackt werden kann)  puzzled
das wird so nicht funktionieren. Kinder kosten nunmal Geld ("man legt drauf"). das merken auch die sog. intakten Familien...

Aber so schlecht scheint der Satz für BET nicht zu sein - oder warum reißen sich so viele darum und sind nicht bereit Betreuung zu teilen od. gar UET zu werden?

Toto
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MalteW
_MalteW
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« Antwort #53 am: 07. April 2016, 18:37:40 »

Moin,

habe jetzt mal überschlägig gerechnet und möchte mal kurz meinen Senf dazugeben. Sorry an die Mods, falls das hier das Thema übersteigt, vielleicht könnte man das ja abtrennen.

Zum Hintergrund: ich bin seit 14 Monaten getrennt erziehender Vater seines Sechsjährigen.

Die finanzielle Seite mal einfach betrachtet:

+ 190 EUR KiGeld
+ 194 EUR Unterhaltsvorschuss (okay, den gibts nur noch maximal fünf Jahre)
+ 345 EUR Unterhalt (den ich nicht zahlen muss) - das gehört ja auch zu der Rechnung

= 729 EUR

- 300 EUR für mehr Wohnraum (leider nicht ganz so einfach umzusetzen)
- 156 EUR Kinderbetreuung Hort
-  22 EUR Englischkurs
- 120 EUR Einkommensreduktion (36/38 Stunden = ca. 5 % weniger, dabei Vorteil durch Steuerklasse II schon eingerechnet)
-  40 EUR Mittagsverpflegung

= 638 EUR

bleiben 91 EUR für Kleidung, Schulbedarf und Essen. Okay, wahrscheinlich zahle ich finanziell etwas "drauf". Dafür darf ich meinen Sohn 12 von 14 Tagen ins Bett bringen. Und ihn morgens wecken. Mit ihm Frühstücken. Und so weiter. Das ist es mir sowas von wert...

Sicher, die Phase, wo Kinder öfter krank sind, hat er hinter sich. Bis jetzt habe ich Glück gehabt, nur 3 Tage war er krank in den 14 Monaten.

Einkaufen gehen wir zusammen, meist in Ruhe. Wenn er keine Lust hat, mit auszusuchen, geht er Richtung Kasse und liest Zeitungen. Also recht stressfrei. Rennen muss ich nur, wenn die S-Bahn ausfällt und es knapp wird mit dem Hort (hier bis 18 Uhr geöffnet), das war bis jetzt der größte Stress.

Haushalt mache ich am Wochenende oder Abends, wenn er schläft (Wäsche aufhängen und so). Waschen ist dabei der größte Punkt, weil er isst im Hort und ich in der Arbeit, also fällt Kochen nur aufs Wochenende.

Achso und Urlaub ist sicher auch anders fordernd, als alleine verbracht. Aber: nachdem die KM die halben Ferien mit ihm verbringt, ist das eine Zeit, die ich nur für mich habe und das durchaus auch nutze. Genauso wie jedes zweite Wochenende. Da kann ich Freitags länger arbeiten (10 Stunden), weil ihn seine Mutter vom Hort abholt und er dann bis Sonntag bei ihr ist.

Ich will hier nicht die Leistungen von viellen "echt" alleinerziehenden (weil der andere ET sich nicht kümmert) schmälern. Aber mich hat jetzt hier dieses "schwer reden" etwas gestört, so dass ich hier auch mal ein Gegenbeispiel zeigen wollte.

Viele Grüße,

MalteW
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Mrs_Mima
Gast
« Antwort #54 am: 07. April 2016, 18:51:49 »

@Malte

danke für das Beispiel, ich finde es auch wichtig, dass klar gemacht wird, dass es alle Situationen zwischen "schwarz und weiß" gibt".

Aber ich denke, dass es bei einem Kind auch wirklich besser kompensierbar ist. Hab ich ja selber durch, hab seit dem 1. Geburtstag meines Großen Vollzeit gearbeitet mit 1,5h Fahrzeit täglich.

Mit Krankheit hast du Glück gehabt, das freut mich wirklich (für euch). Mein Großer hat allergisches Asthma und dementsprechend Krankentage gehabt.

Ich habe kein Auto, ich wüsste nicht, wie palettenweise Saft, Selters und Milch "in Ruhe" mit Kindern eingekauft werden können.

Mima
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nadda
_nadda
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« Antwort #55 am: 07. April 2016, 18:55:19 »

Hallo Toto,

keine Ahnung warum es Leute gibt die glauben so gut zu fahren - vielleicht bekommen sie wirklich viel Unterhalt und haben die perfekte Betreuungssituation - vielleicht sind sie einfach zu dumm um es zu überreißen. Vermutlich geht es den meisten um Macht über den Vater des Kindes.

Ich bin nicht mehr alleinerziehend, trotzdem ist es für mich schwer Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, aber als ich allein war war es noch viel schwerer und ich war finanziell immer am Ende. Ok, ich hab UVG bekommen aber im ersten Jahr habe ich immer um die 400€ für Kinderbetreuung gezahlt, pro Monat und dabei noch unter 1000€ verdient. Vernünftig gerechnet wäre ich mit zu Hause bleiben und Harz beantragen besser gefahren. Aber es gab während meiner Arbeitszeiten keine andere Betreuungsmöglichkeit als Tagespapa und Babysitter, ich hab beim Tagespapa jeden Freitag vormittag umsonst gearbeitet damit ich die anderen zwei Vormittage meine Jungs dort umsonst abgeben konnte.

Die übrigen Arbeitszeiten (anderer Arbeitsort) habe ich mit Opa und Babysitter überbrückt - vor 8 Jahren hatte ich keine Chance für meinen 1 Jahr alten Sohn eine feste Betreuung hier am Ort zu bekommen, ich war gezwungen ihn an den Arbeitsort mit zunehmen. Dadurch ist der Kleine ständig durch die Gegend gefahren worden, für ihn auch nicht einfach. Schlafen im Auto, wieder aufgeweckt werden bei neuer Betreuungsperson abgeliefert werden und der Spass mehrmals täglich. Den Großen musste ich am Anfang auch noch so mit mir mitschleppen bis er endlich 3 geworden war und dann im Herbst darauf einen Kindergartenplatz bekommen hat. Durch die super Betreuungsituation war ich oft gezwungen 80km pro Tag zu fahren, erst 20 in die eine Richtung zum Tagespapa und dann den Rest in die andere Richtung zur Arbeit, abends den gleichen Weg zurück. In meinem damaligen Job gibt es keine 8 - 12 Arbeitszeiten, da war meist nachmittags arbeiten angesagt, oft Abendtermine und dann keine Betreuung? Ein einziger Abendtermin hat mich schnell mal 60€ Babysitter gekostet, in meinem Job waren da aber locker jeden Monat 2 dabei, nicht zu vergessen die vielen Wochenendtermine.

Auch heute gibts hier nur einen Krippenplatz von 7.30 - 12.30Uhr, mehr geht nicht. Und ich fange um 7.30Uhr an, zum Glück im gleichen Gebäude, aber ich bin niemals pünktlich, genauswenig wie meine Kolleginnen die ihre Kinder auch vorher abgeben müssen.
Dreimal kannst du überlegen was dann passiert wenns um die Bonuszahlungen geht, wir kommen ja täglich zu spät......

Meinen Traumjob musste ich als Alleinerziehende aufgeben, er war nicht finanzierbar, weil die Betreuungsmöglichkeiten nicht zur Arbeitszeit gepasst haben. Und meinen heutigen Job liebe ich lang nicht so sehr, ich geh halt arbeiten weil ich Geld verdienen muss. Zurück in meinen Traumjob kann ich  nicht mehr, ich bin ja seit einiger Zeit draußen, habe eine Weiterbildung kurz vor der Prüfung abgebrochen weil ich mich um meine Kinder kümmern musste.

Damit das als Alleinerziehende/r klappt braucht man den passenden Job und Betreuungsmöglichkeiten die zur Arbeitssituation passen. Ja, das wird immer einfacher aber es gibt trotzdem noch genug Probleme. Ich seh jeden Tag Eltern die es nicht einfach schaffen Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen, weil die Öffnungszeiten einer KITA halt nicht unbedingt passend zur eigenen Arbeitszeit sind. Viele schummeln sich so durch, ist man zu zweit kann man das deutlich einfacher regeln, wer allein ist hat da echt zu kämpfen.

Hi Malte,

du hast die zum Glück optimale Betreuungszeiten durch den Hort, dein Kind kann dort essen, du musst keine Hausaufgaben mehr betreuen. Das ist super - aber das bekommst du in diesem Land leider nicht überall.
Und der Vorteil wenn man einen anderen Elternteil hat der mitbetreut ist, man hat auch irgendwann "frei" - ein Luxus den ich nicht hatte, aber gern gehabt hätte. Nur das war nicht machbar.

LG
nadda
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AnnaSophie
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« Antwort #56 am: 07. April 2016, 19:42:08 »

Hallo,

ich kenne das ja von beiden Seiten; einmal als Betreuungselternteil und dann als Barunterhaltselternteil.
Und ganz ehrlich, durch die Hobbies der Kinder und keinerlei Verwandtschaft in der Nähe war die Zeit nach der Trennung echt hart. Damals waren die Kinder 4 und 6. Die Große grade in der Schule, wir wohnten ein gutes Jahr hier, also auch noch kein großartiges Netzwerk.
Dann die Trennung, klar hatte ich Glück mit Kita mit Mittagessen und Schule mit Mittagessen und anschließender Hortbetreuung.
Allerdings war es so, dass ich die Kinder erst in die eine Richtung bringen musste und dann in die andere Richtung zur Arbeit.
Dazu dann nicht Vollzeit arbeiten können, einfach weil es zeitlich nicht drin war.
Finanziell war es oft so, dass Hartz4-Mütter mehr hatten als ich oder gleichviel aber deutlich weniger Stress.
Klar änderte sich das finanzielle im Laufe der Jahre zum besseren,
Aber ich wollte ja auch, dass die Kids ihren Hobbies nachgehen konnten.
Und die Kleine hatte dann viermal die Woche Turntraining, die Große zweimal die Woche ihren Sport.
Dazu kamen die Wettkämpfe am Wochenende.
Finanziell hieß jeder Elternabend etc. 8-10 €/Stunde für den Babysitter.
Ich war sozusagen nur im Stress, unter Power.
Dazu kamen bei den Kids auch Trainingslager, die bezahlt werden mussten etc.
Es hat alles funktioniert, war aber nicht einfach.
Und ich und berufliche Ambitionen blieben auf der Strecke.
Mit meinem berufsbegleitenden Studium habe ich dann angefangen als beide Kids beim Papa wohnten und ich nur den Unterhalt rüberreichen musste.
Ich kam nach Hause und hatte niemanden der sagte: Mama, ich brauch zu morgen noch, das Essen im Hort hat nicht geschmeckt, ich habe noch Hunger, die Hausaufgaben konnte ich im Hort nicht machen, weil ich sie nicht verstanden habe, kannst du mir helfen, für den Ausflug nächste Woche brauche ich noch....
Nein, ich kam nach Hause und konnte runterkommen, lernen, mich auf die Uni vorbereiten und hatte dann die Kinder am Wochenende.
War echt entspannend.
Und das erste Mal habe ich dann nicht das Gefühl gehabt, dass alles Geld für die Kinder weggeht sondern durch den Selbstbehalt deutlich mehr für mich und meine Aktivitäten.
War bei mir bestimmt auch so, weil der KV ja ein paar Jahre nach der Trennung weggezogen ist und Umgang zwischen ihm und den Kindern nur in den Ferien stattfand, weil er die Wochenenden zur Erholung benötigte.

Aber ich habe es immer wieder feststellen können, ein Kind alleine lässt sich viel besser wegorganisieren und bespaßen als zwei mit unterschiedlichen Interessen.
Und das beide ihren Interessen nachgehen konnten war mir wichtig.
Und ihre Hobbies - das ist das schöne - begleiten sie bis heute und sind ihnen bis heute wichtig.

Aber finanziell habe ich deutliche Einbußen erlitten, weil ich als die Kinder klein waren mehr auf die Familienverträglichkeit des Jobs geachtet habe als auf Aufstiegsmöglichkeiten und Gehaltshöhe. Deswegen das Studium um das mittelfristig irgendwie noch kompensieren zu können und einen Job ausüben zu können, der mich wirklich fordert und den ich gern mache.




Sophie
« Letzte Änderung: 07. April 2016, 19:43:43 von AnnaSophie » Gespeichert
Ingo30
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« Antwort #57 am: 07. April 2016, 21:02:28 »

Finde die unterschiedlichen Erlebnisberichte sehr interessant. Gruß Ingo
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Andreas Intess
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« Antwort #58 am: 07. April 2016, 21:03:45 »

Hallo

ich gebe zu das ich nicht alle Beiträge gelesen habe. Dennoch geht mir einiges gegen den Strich !!!

Als erstes da ist eine Frau die sagt das gemeinsame Kind habe ich abgetrieben ( warum auch immer dieses Kind entstanden ist). Nach 3 Jahren kommt besagte Frau und sagt hoppla da ist ja ein Kind das gehört zu dir. Warum verflucht noch einmal hat diese Mutter 3 Jahre gewartet Huch Nun hat man die Frage wie komme ich aus der Unterhaltsnummer raus ? ich wollte doch überhaut nicht und ganz neben bei Sie hat doch gesagt ich habe abgetrieben.

Jetzt gibt es anscheinend viele hier die sagen der Unterhalt reicht doch überhaupt nicht um ein Kind groß zu bekommen. Ja das mag stimmen aber wer zwingt Mama dazu das Kind ohne mithilfe von Papa groß zu bekommen. Es mag viele Gründe aus der Situation geben bestimmt. Aber bei der ganzen Betrachtung wird eines aber sowas von vergessen, auch Umgang kostet Geld und das nicht zu knapp wenn man seine Kinder nur alle 14 Tage  sehen darf und das nicht nur weil es ein Gericht so entschieden hat sondern weil genau das die Mama so wollte. Ich für mich packe trotz Mangelfall jeden Monat ca. 300 € oben drauf nur für wir haben eine schöne Zeit und hier geht es nicht um ich schenke dir ein Pony.

Gleichberechtigung heißt eben genau das  beide Eltern haben verflucht noch mal sich auch um die Kinder in gleichen Maßen zu kümmern  müssen!!!  Ja es gibt fiele Väter die das nicht wollen aber es gibt genauso fiele Mütter die das nicht zu lassen.

So jetzt bin ich total vom eigentlichen Thema weg aber ich kann es so einfach nicht mehr hören.


Sofern es für den TO noch eine rolle spielt ich würde def. nicht pauschal das Kind ab lehnen (das macht das verhalten der Mutter 3 Jahre das Kind als Tot dar zustellen  nicht besser.) Ich denke an die Situation Vater zu sein muss man sich gewöhnen und auch die liebe zu eben diesem Kind kommt nicht über Nacht. Aber wenn sich das entwickelt ist alles andere egal.

Andreas, der derzeit absolut gefrustet ist über die Tatsache ist das Väter pauschal als die schlechten dargestellt werden.
« Letzte Änderung: 07. April 2016, 21:12:15 von Andreas Intess » Gespeichert
Mateusz74
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« Antwort #59 am: 08. April 2016, 08:27:56 »

Die unterschiedlichen Erlebnisse und Geschichten finde ich auch sehr interessant. Auch zu dem von Toto geposteten gibt es nichts hinzuzufügen.
Es ist sehr bequem sich hinzustellen und andere die Verantwortung (finanziell) für die gewollten Kinder übernehmen zu lassen. Wozu dann Kinder in die Welt setzen? Die Betreuung ist doch dann auch selbstverständlich. Natürlich kostet dies viel Arbeit jedoch soll es dafür eine AE Orden von Angela geben?
Ich selbst stamme aus Osteuropa. Dort gibt es auch sehr viele AE Mütter. Diese Frauen sind in der Regel voll berufstätig, bekommen keinen Unterhalt und Kindergeld gibt es auch keins. Dort unterstützt der Familienverbund/Freunde und Nachbarn.
Ich persönlich würde nie jemanden Dritten finanziell für meine Tochter belangen, außer Kindergeld,dies verbietet mir mein Stolz und meine Selbstachtung. Lieber würde ich einen zweiten und dritten Job annehmen nur um dieses Kind durchs Leben zu bringen und wäre dadurch ganz bestimmt kein schlechterer Elternteil. Ich denke dies ist auch eine Sache der Einstellung.
Persönlich bin ich für moderate Unterhaltszahlungen, das WM per Gesetz und einen Anteil der Gesellschaft und des Staates an der finanziellen Beteiligung des Unterhalts, zu mindestens für die Kinder.
Das was hier momentan in Deutschland noch täglich passiert, ist eine Diskriminierung von Männern und vor allem der Kinder. Die Gesetze schön neutral gehalten, jedoch per Dekret werden die Kinder zu 95% der Mutter zugeschoben, damit hierfür der Staat nicht aufkommen muss. Es ist System. Mit 1-2 Kinder geht es noch. Alles was darüber liegt, vor allem noch BU,  ist finanziell auf lange Sicht einfach nicht stemmbar. Der Vater geht psychisch und physisch vor die Hunde. Leutnant Dino mag sein wie er ist. Mehr davon und die Gesetze würden schon lange anders sein, denn dann würde der Staat für seinen Mist zur Verantwortung gezogen werden und nicht nur ein Geschlecht.
Das nach Jahrhundertelanger Unterdrückung der Frauen das Pendel nun auch mal in die entgegengesetzte Richtung ausschlägt war klar, jedoch nicht auf Kosten der Kinder. Und dies ist leider der Fall.
« Letzte Änderung: 08. April 2016, 08:30:45 von Mateusz74 » Gespeichert

Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
sleepy
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« Antwort #60 am: 08. April 2016, 08:55:45 »

Moin,

+ 190 EUR KiGeld
+ 194 EUR Unterhaltsvorschuss (okay, den gibts nur noch maximal fünf Jahre)
+ 345 EUR Unterhalt (den ich nicht zahlen muss) - das gehört ja auch zu der Rechnung

= 729 EUR

- 300 EUR für mehr Wohnraum (leider nicht ganz so einfach umzusetzen)
- 156 EUR Kinderbetreuung Hort
-  22 EUR Englischkurs
- 120 EUR Einkommensreduktion (36/38 Stunden = ca. 5 % weniger, dabei Vorteil durch Steuerklasse II schon eingerechnet)
-  40 EUR Mittagsverpflegung

= 638 EUR

Bei meinem Mann hätte die Rechnung anders ausgesehen, wobei ich bei den Beträgen, die ich nicht beurteilen kann (Betreuung Hort/Englischkurs/Mittagsverpflegung) mal Maltes Werte habe stehen lassen:

+ 190 EUR KiGeld
+ 334 EUR Unterhalt
+ 334 EUR Unterhalt (der nicht mehr gezahlt werden muss)

= 858 EUR

- 0 EUR für mehr Wohnraum (nicht erforderlich, da Junior bei uns immer ein Zimmer hatte/hat)
- 156 EUR Kinderbetreuung Hort
-  22 EUR Englischkurs
- 0 EUR Einkommensreduktion (Fremdetreuung -wie bei Muttern- bzw. immer jemand im Generationenhaus da)
-  40 EUR Mittagsverpflegung

= 218 EUR


Da er bei uns sowie immer einen ausreichenden Klamottenvorrat hatte, der auch für ein "normales" Leben bei uns gereicht hätte, wäre das ein ein Plus von 640 € gewesen. Da wären tolle Sachen für Junior drin gewesen.   c

« Letzte Änderung: 08. April 2016, 08:57:18 von sleepy » Gespeichert

Sleepy
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aka Clochard


« Antwort #61 am: 08. April 2016, 09:22:08 »

Hallo an alle,

ich habe eine dringende Bitte an euch denn ich habe einen sehr innigen Lebenstraum. Ich werde schon depressiv wenn ich daran denke, dass ich mir den Traum noch nicht erfüllken konnte. Jetzt aber habe ich das Gefühl, dass ich es mit eurer Hilfe schaffe.

Ich möchte mir einen Porsche kaufen. Ich brauche dafür von euch nur € 850.- mtl. Ihr als Gruppe könnt mir das locker finanzieren.

Oder juckt es euch schon in den Fingern um mir zu schreiben was mir eigentlich einfällt und ich mich selbst um die Finanzierung meiner Träume kümmern muss?

Ein Porsche kostet € 150.000.- Mindestens genau soviel kostet ein Kind bis zur abgeschlossenen Ausbildung.

Was ist blos mit euch allen los? Während sich viele um ihr Hobby kümmern und einiges dafür auf- und hergeben und dies als Selbstverständlich ansehen fangen alle an zu jammern wenn es um Kinder geht. Die Kosten auf einmal so viel, das konnte man vorher nicht wissen. Die beanspruchen so viel Zeit das war niemendem klar. Und vor allem die Kosten der Kinder sollen andere bezahlen, der Staat, der Expartner und, und, und.

Ich bin der Meinung, dass derjenige der das Kind betreut auch finaziell für das Kind aufkommen muss. Da stimme ich Kapitän Dino zu.

Wenn ich mir ein Hobby leiste, das viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt, dann überlege ich mir das vorher ob das Hobby auch das richtige für mich ist und macht es nicht wenn man sich damit überfordert. Diejenigen, die sich mit dem Hobby überfordern werden schnell zur Rechenschaft gezogen durch Pfändungen etc. Ich finde bei Kindern ist man da sorglos. Die macht man einfach und wundert sich hinterher welchen Aufwand diese bedeuten.

Ich persönlich bin in der Lage die Kinder betreuen zu können und mein Einkommen ist nicht viel aber ausreichend um mich und meine Kinder zu versorgen.

Viele scheinen zu vergessen, dass das Kindeswohl nicht erst nach der Trennung beginnt sondern mit einer vernünftigen Lebensplanung anfängt.

Kinder gehören zu dem Elternteil, der die Versorgung sicherstellen kann.

Grüsse
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Susi64
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« Antwort #62 am: 08. April 2016, 10:43:16 »

Hallo,

auch wenn es jetzt eigentlich eine Grundsatzdiskussion ist.

Wir können uns ganz schnell darauf einigen, dass die gesetzlichen Regelungen nicht optimal sind. Je nach Sichtweise oder Bedürfnissen ist es nicht genug oder zuviel Geld. Wobei man nicht unterschätzen sollte, dass die Verfügbarkeit von Geld Dinge auch ändern kann. Selbst wenn genügend alte Sachen da sind, wird man bei entsprechendem Geld dieses oder jenes neu kaufen. Ich habe meine Hausaufgaben am Küchentisch gemacht, trotzdem wird man heute ein Kinderzimer pro Kind als angemessen ansehen. Sprich sich hier zu einigen ist schwierig.

Prinzipiell haben alle Menschen Vater und Mutter und es ist ein Menschenrecht zu wissen, wer die Eltern sind. Wer keine Kinder will muss entsprechend handeln. Wenn sich jemand an Verträge nicht hält, dann ist das nicht schön und unmoralisch aber in vielen Fällen wird auch der, der durch den Vertragsbruch Probleme hat, diese selbst lösen müssen.
Wird Geld veruntreut und die Firma geht pleite, dann sind viele betroffen und sie müssen ihr Problem alleine lösen.
Das soll kein Freibrief sein, aber wenn ein Vater sein Kind ablehnt, dann ist das kein Privatvertrag zwischen Mutter und Vater sondern ein Handeln zu Lasten des Kindes. Ein Kind ist ein Mensch und kein Porsche und kein Hobby!
Auch wenn es gerade in Deutschland viele gibt, die es genauso sehen und damit Eltern, die sich um Kinder kümmern ausgrenzen.

Gibt es ein Kind, dann ist es die Verantwortung der Eltern sich darum zu kümmern.

VG Susi
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« Antwort #63 am: 08. April 2016, 10:57:05 »


Finanziell war es oft so, dass Hartz4-Mütter mehr hatten als ich oder gleichviel aber deutlich weniger Stress.

Und in diesem Punkt stimme ich dir uneingeschränkt zu und kann das erfahrungsgemäß auch so bestätigen. Nicht nur die finanzielle Seite muss dabei betrachtet werden, die haben auch wesentlich mehr Zeit ;-)

Da hinkt unser System ungemein!
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« Antwort #64 am: 08. April 2016, 11:01:20 »

Hi,



Was ist blos mit euch allen los? Während sich viele um ihr Hobby kümmern und einiges dafür auf- und hergeben und dies als Selbstverständlich ansehen fangen alle an zu jammern wenn es um Kinder geht. Die Kosten auf einmal so viel, das konnte man vorher nicht wissen. Die beanspruchen so viel Zeit das war niemendem klar. Und vor allem die Kosten der Kinder sollen andere bezahlen, der Staat, der Expartner und, und, und.

Ich bin der Meinung, dass derjenige der das Kind betreut auch finaziell für das Kind aufkommen muss. Da stimme ich Kapitän Dino zu.


Schön, dann leben meine Kinder ja bei mir richtig - auch wenn ich deine Begründung total daneben finde.

Die meisten Kinder entstehen geplant, oder unbeabsichtigt von beiden Eltern bei einer gemeinsamen Aktivität von der beide wissen das sie eventuell Folgen haben kann.
Ja, es mag diese Fälle geben wo ein Elternteil alleine entscheidet das er jetzt ein Kind möchte - ich persönlich glaube nicht das das mehr als 10% aller Trennungskinder betrifft.

Die Verantwortung liegt deshalb bei beiden Elternteilen, es waren auch beide beteiligt, und wenn jemand auf Nummer sicher gehen will kann Mann gerne auch noch selbst verhüten. Ich würde mich als Frau heute auch niemals nur auf Kondome verlassen wenn ich sicher nicht schwanger werden möchte!

Ja, das Verhalten dieser Frau finde ich auch unter aller S... Aber ich vermute mal sie war jung, dumm und naiv und durch die extrem ablehnende Haltung ihres Partners völlig durch den Wind. Trotzdem hätte sie ihm sagen müssen das er ein Kind hat.

Nur, das alles ändert nichts an der Tatsache das das Kind jetzt da ist. Und als erstes muss er wie mehrfach festgestellt erstmal klären ob es überhaupt sein Kind ist - danach kann man weiter sehen.


Wenn du da sagst vorher konnte das keiner wissen....

Nein, mir war durchaus klar das Kinder Geld kosten, mir war klar, dass ich dieses Geld verdienen muss. Mir war klar, dass ich mich um diese Kinder kümmern muss. Allerdings bin ich bei der Planung davon ausgegangen das ich es nicht allein tun muss. Das war dann wohl der gedankliche Fehler. Und ich habe meine Kinder allein großgezogen bis der Inselreife in unser Leben kam, ich habe allein finanziert, allein betreut, allein gearbeitet. Es war machbar aber unglaublich anstrengend. Und ich hätte den Vater der Kinder gerne mit ins Boot geholt zum Thema Finanzierung unserer gemeinsamen Kinder und zum Thema Betreuung - es ging nicht.

Du bist also der Meinung der Betreuungselternteil darf alles zahlen und alles allein stemmen und was ist dann mit dem anderen Elternteil?
Mein Ex ist 3mal im Jahr in Urlaub gefahren (moment ich war seit der Geburt des ersten 1x 3 Tage weg), mein Ex hatte immer Freizeit - ich nie, und ich hab mich mit mehreren Jobs über Wasser gehalten während er sich entspannt auf seiner Rente und dem Geld seiner Eltern ausgeruht hat. Ok, ich möchte auch nicht mit ihm tauschen auch wenns schwierig war hatte ich viele tolle Erlebnisse mit den Kindern. Es ist nur so, ich empfinde diese Gesetze nicht als fair.

Fair ist was anderes, und wenn deine "wer plant" bezahlt Ansicht richtig ist müsste mein Ex für unseren ersten Sohn komplett allein aufkommen. Dieses Kind entstand weil er das wollte und den Gummi mal weggelassen hat -ich wurde nicht gefragt und habs zu spät kapiert. Aber ich war von diesem einmaligen "Test" meines Ex schwanger und auch wenn ich damals noch kein Kind wollte habe ich mich auf dieses Kind gefreut, liebe ich dieses Kind und habe es immer betreut und finanziert. Ich wollte damals noch nicht Mutter werden weil mir noch der letzte Rest meiner Aufbauausbildung gefehlt hat. Diese Ausbildung konnte ich nicht mehr abschließen weil ich schwanger war und 2,5 Jahre Arbeit waren umsonst. Aber mein Sohn hat niemals zu hören bekommen das ich ihn nicht geplant hatte und es ist heute auch völlig egal. Ich finde ich großartig und ich bin froh das ich ihn habe. Bei unserem zweiten Sohn weis ich auch nicht wie er entstanden ist, aber damals hat mein Mann zumindest gesagt er möchte keines mehr und da er sich immer um die Verhütung gekümmert hat hab ich eigentlich gedacht ich werd nicht nochmal schwanger. Da war ich wohl extrem naiv....

LG
nadda

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Mrs_Mima
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« Antwort #65 am: 08. April 2016, 11:09:06 »

hi,

ich komme auch für meine 3 Kinder fast komplett alleine auf - in jeglicher Hinsicht.

Kind eins war geplant von beiden in einer Ehe. Als die Trennung erfolgte war der Sohn 2,5, Vater wollte ihn nicht sehen, das ist bis heute so geblieben, Sohn wird 17.

Kind 2 vom Ex LG auch geplant. Ex hat 4 Jahre keinen Unterhalt gezahlt, keine Betreuungsleistung erbracht. Nun begleiteter Umgang, Unterhalt wenig. Begleiteter Umgang hat auch nicht funktioniert, nun wieder Funkstille.

Kind 3 vom LG war von beiden Seiten nicht geplant, rechnerisch hätte da nix passieren dürfen. Ex fragte mich "kann was passieren", ich sagte "nein". Weil ich mir sicher war.

Also muss jetzt Kind 3 ins Heim? weil keiner es geplant hat? Oder ist es fair, dass ich für alles aufkomme, weil er bei mir lebt?

Mima
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aka Clochard


« Antwort #66 am: 08. April 2016, 12:54:27 »

Ich habe meine Hausaufgaben am Küchentisch gemacht
ja, viele schreiben sie haben ihre Hausaufgaben am Küchentisch gemacht. Aber du wurdest versorgt! Denn sonst hättest du dein Lebensunterhalt bestreiten müssen. Leider wird nur allzu gerne diese Rundumversorgung vergessen. Mich würde brennend interessieren, welche Leistungen du denn am Küchentisch vollbracht hast? Nach meiner Einschätzung hattest du ein priviligiertes Leben, dass andere sich nur träumen können. (Ich gehe davon aus, dass du Hausfrau warst ohne zusätzliche Belastungen wie Hausbau, Betreuung Schwerbehinderter u.a.)

Ich denke zurück an meine Mutter. Kein Auto nur ein Fahrrad und 3 Kinder. Ein Ehemann, der Alleinverdiener war und zusätzlich zur Regelarbeitszeit noch Bereitschaftsdienst leisten musste. Sie hatte nur eine Waschmaschine, keine Schleuder. Die Wäsche musste das ganze Jahr über darußen getrocknet werden. Einkäufe für einen 5 köpfigen Haushalt hat sie mit dem Fahrrad erledigt. Ebenso hat sie die Kinder mit dem Rad in den Kindergarten gebracht. Sie musst die Hemden mit Stärke bügeln u.v.a.m. Denke ich an meine Großmutter sieht es noch viel düsterer aus. Die hat noch mit einem Bügeleisen das mit Kohle geheizt wurde gebügelt.

Da ich selbst einen Haushalt führe habe ich die direkten Vergleiche. Der Haushalt ist sehr viel einfacher geworden und keine Belastung mehr. Das Fahrrad dient als Sportgerät und dient nicht mehr der Mobilität oder als Transportmittel. Kinder mussten betreut werden. Es gab weder Kita's, Hort's oder Ganztagesschulen. Nanny's konnten sich keiner leisten.

Aber der Anspruch die Haushaltsarbeit und Betreuungsarbeit als große Belastung anzuerkennen steigt unermesslich.

Ich empfinde Betreuungselternteil zu sein als großes Glück und durch nichts zu ersetzen. Im Vergleich mit meiner Anstellung sehe ich die Betreuungs- und Hausarbeit als entspannend.

trotzdem wird man heute ein Kinderzimer pro Kind als angemessen ansehen

Wer sieht das heute so an? Dritte oder du? Und wenn dies nicht möglich ist, was dann?

Das soll kein Freibrief sein, aber wenn ein Vater sein Kind ablehnt, dann ist das kein Privatvertrag zwischen Mutter und Vater sondern ein Handeln zu Lasten des Kindes.

Ich komme mit solchen Aussagen immer weniger zurecht. Eine Mutter wird dank Abtreibung, Babyklappe und Anonyme Geburt alle erdenklichen, legalen Möglichkeiten gegeben sich vor jeglicher Verantwortung zu drücken. Dies wird akzeptiert. Wenn ein Vater, der betrogen wurde und deswegen ein anderes Leben hat sich weigert eine Beziehung aufzubauen wird gemassregelt. Das ist eine Doppelmoral.

Gibt es ein Kind, dann ist es die Verantwortung der Eltern sich darum zu kümmern.

Genau. Man muss aber die richtigen Dinge berücksichtigen.

Grüsse
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« Antwort #67 am: 08. April 2016, 13:07:22 »

Hallo,

jeder pflegt seine Vorurteile und den Schuh muss ich mir nicht anziehen und Hausfrau war ich nie.

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« Antwort #68 am: 08. April 2016, 13:10:18 »

Hallo Nadda,

das du mich richtig verstehst. Derjenige Elternteil, der die Versorgung sicherstellt soll meiner Meinung nach die Obhut für die Kinder erhalten. Ein Umgang oder eine Aufteilung der finanziellen Belastung unterliegt dann den beiden Eltern. Es hat sich niemand mehr da reinzumischen.

Ich finde dies schick. Denn meine Präferenz wäre das die Kinder sich genausoviel bei ihrer Mutter aufhalten wie bei mir. Es hat zudem den Vorteil, dass meine Exfrau nur soviel finazielle Belastung hat wie sie tragen möchte.

Ich finde diesen Ansatz echt schick.

LG
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« Antwort #69 am: 08. April 2016, 13:13:42 »

Es wäre angebracht eine Abtrennung vom eigentlichen Thema vorzunehmen.

Der TE sollte nun alle Infos erhalten haben, um seine weitere Vorgehensweise abzustimmen.
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Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
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« Antwort #70 am: 08. April 2016, 14:53:47 »

Dann macht doch ein eigenes Thema auf. Warum sollen immer die Mods die Arbeit machen etwas abtrennen, nur weil niemand Lust hat sich an eine Bitte zu halten, genau diese Grundsartdiskussion nicht zu führen. Und das auch noch auf Aufforderung?
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