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vatersein.de - Forum 20. November 2017, 02:46:54 *
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Autor Thema: Buch zur Kindesentwicklung gesucht  (Gelesen 4361 mal)
Kaninchen
Frischling

Beiträge: 5


« am: 20. Oktober 2015, 19:52:50 »

Hallo,
ich hoffe meine Frage passt in diese Unterrubrik.
Ich bin seit einiger Zeit Stiefmutter eines dreijährigen Jungen. Eigene Kinder habe ich keine, arbeite zwar im pädagogischen Bereich, da aber mit jungen Erwachsenen. Da der Kleine oft bei uns ist, tauchen bei mir immer wieder Fragen auf, was der Zwerg zu welcher Zeit können müsste/sollte. Könnt ihr mir ein Buch empfehlen, in dem wichtige Entwicklungsschritte im Kinderalter beschrieben werden? Ständig zu googlen ist etwas mühsam ;).
Danke!
VG Kaninchen
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oldie
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Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« Antwort #1 am: 20. Oktober 2015, 20:39:20 »

Moin Kaninchen

Statistik - nix anderes kann ein allgemein gültiges Nachschlagewerk zu Kindern sein - hilft nicht wirklich. Da ich selber mal Kinder- und Jugendarbeit als Betätigung hatte empfehle ich Dir: höre auf Deinen gesunden Menschenverstand, sei feinfühlig , geduldig, und gerecht. Schaue Dich um und lerne schnell. Das dürfte Dir bekannt sein.

Ich höre bei Dir Unsicherheit sehr deutlich heraus. Warum? Gibt es da Gründe?

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2015, 20:42:51 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Kaninchen
Frischling

Beiträge: 5


« Antwort #2 am: 20. Oktober 2015, 20:56:43 »

Klar lernt jedes Kind in seinem eigenen Rhythmus, das ist mir schon bewusst. Es geht mir einfach um generelle Dinge wie Wechsel Windel zum "normalen " Klo, Alter um Fahrradfahren zu lernen usw. Da hätte ich manchmal einfach gerne eine Hilfestellung zu. Für den KV ist es das erste Kind,  er ist ohne Geschwister aufgewachsen und daher auch nicht so informiert ;).
Da ich den Zwerg gerne mag möchte ich natürlich alles richtig machen und mache mir vielleicht auch zu viele Gedanken wie alles laufen sollte/müsste...da bin ich perfektionistisch veranlagt ;).
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oldie
Administrator
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Bonnie 2


« Antwort #3 am: 20. Oktober 2015, 21:03:42 »

Moin

Meinst Du das jetzt ernst - mit dem Hintergrund einer pädagogischen Qualifikation? Da schwöre ich doch eher auf Menschen, die es einfach anpacken (und damit den Ansatz von Individualität bewahren).

Gruss oldie

PS: Perfektionismis ist eines der schlimmsten Dinge, die unsere moderne Welt Kindern antun kann, und leider viel zu oft tatsächlich antut. Sei bitte einfach Mensch mit Schwächen und Eigenheiten.
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2015, 21:07:55 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Kaninchen
Frischling

Beiträge: 5


« Antwort #4 am: 20. Oktober 2015, 21:51:40 »

Ich bin Berufsschullehrerin, habe also eine pädagogische Qualifikation, aber nicht auf Kleinkinder bezogen. Im Umgang mit dem Kleinen klappt auch alles gut, das ist nicht das Problem.
Ich wünsche mir einfach nur eine Orientungshilfe bezüglich einiger Fragen, die sich mir stellen, Entscheiden was ich tue bzw was für uns richtig ist kann ich ja dann immer noch.
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Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.155


Ein Leben lang!


« Antwort #5 am: 20. Oktober 2015, 22:12:09 »

Hi,

Du gehst zu verkopft da ran. Malt, spielt, bastelt, macht Angebote und versucht einfach. Aus dem Bauch heraus. Alles andere führt nur dazu, dass man bewertet und das ist ja nicht notwendig.

Und bei so Dingen wie aufs Klo gehen: er wird euch doch sagen, ob er muss. Und wenn er noch in die Windel macht, ist das so. Es ist ja nicht eure Aufgabe in der Umgangszeit, ihn trocken zu kriegen.

Und wenn er was nicht will oder sich nicht traut, sagt er sicher deutlich nein.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Pinkus
Nicht wegzudenken
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Beiträge: 260


« Antwort #6 am: 20. Oktober 2015, 22:50:20 »

Hallo Kaninchen,
Für den KV ist es das erste Kind,  er ist ohne Geschwister aufgewachsen und daher auch nicht so informiert ;).

Ich bin auch ohne Geschwister aufgewachsen und hatte irgendwann das erste (und einzige) Kind.
Ich habe nach meinem Bauch und nach den Eindrücken unserer Umgebung (KiGa, Spielplatz etc.) entschieden und "gehandelt".
Es gibt Kinder die fahren mit 2 Jahren Fahrrad, brauchen noch ne Windel und sprechen wenig, es gibt Kinder, die brauchen mit 2 Jahren keine Windel, fahren nicht Fahrrad sprechen aber schon ganz gut etc.
Da braucht es kein Buch, da braucht es Aufmerksamkeit, Geduld, Liebe und viel Zeit mit den Kindern.
LG
Pinkus
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vj
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 621



« Antwort #7 am: 21. Oktober 2015, 08:22:44 »

Hi Kaninchen,

Ich verstehe Dich sehr gut.
Auch ich bin eine Stiefmutter und als Kiddy damals mit knapp acht Jahren zu uns gekommen ist, war ich teilweise auch recht unsicher - und das, obwohl ich durch zwei jüngere Geschwister und einer Mutter, die als Tagesmutter gearbeitet hat, doch einiges an Erfahrung hatte.

Aber was ich sowohl bei meiner Herkunftsfamilie als auch bei den Tageskindern und unserer eigenen kleinen Familie deutlich sehen konnte: ein Buch hilft nicht.
Wenn Du Pech hast, erwischt Du ein vollkommen falsches, das für dieses Kind überhaupt nicht passt und auch wenn Du eines findest, was vielleicht in manchen Dingen zu passen scheint, dann wird es doch in anderen wieder ganz falsch liegen.

Das wichtigste, wurde schon geschrieben: liebevoll und aufmerksam sein, hinschauen und hinhören, was dieses einzigartige Kind braucht und danach handeln.

Was ich noch ergänzen möchte: Mir hat es immer geholfen, so viel Kontakt zu anderen Menschen zu haben, wie möglich - ob das jetzt einfach auf dem Spielplatz ist, wo man andere Kinder und Eltern trifft, oder bei gemeinsamen Ausflügen oder bei Gesprächen mit dem Jugendamt, mit den Lehrern....
Man darf dann die Kinder nicht miteinander vergleichen, aber mir hat es deutlich gezeigt, wie unterschiedlich Kinder sind und das hat mich viel gelassener gemacht.
Wenn dann wirklich konkrete Zweifel bzgl. einer Entwicklung oder Nicht-Entwicklung da waren, dann habe ich auch konkret nach Antworten gesucht.

Mir fällt auf, dass wir uns durch die ganzen Ratgeber und (Selbst-)Hilfebücher extrem verunsichern lassen.
Wenn es ein Buch dafür gibt, dann muss es auch jemanden geben, der Bescheid weiß, wie das "richtig" gemacht wird...! - Nö, is nicht so.
Denn dieser jemand, der das Buch geschrieben hat, stellt auch nur eine Theorie auf oder verpackt seine Beobachtungen in kluge Sätze. Und wenn Du fünf Erziehungsratgeber willkürlich aus dem Regal nimmst, dann hast Du fünf - teilweise vollkommen widersprüchliche - Theorien.

Also: versuch, lockerer zu werden.
Bei der Erziehung eines Kindes kann man nie alles richtig machen - aber auch nie alles falsch.

Und wenn Du konkrete Fragen hast, dann frag einfach.

lg
vj
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2015, 08:24:41 von vj » Gespeichert

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Wildlachs
_wildlachs
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« Antwort #8 am: 21. Oktober 2015, 09:50:20 »

Moin Kaninchen,

Deine fürsorglichen Gedanken zum Kind in Eurer Familie kann ich gut nachvollziehen.

Einerseits weiß ich aus beruflicher Sicht, was da in der Entwicklung eines Kindes alles grausam schief laufen kann,
andererseits bin ich immer wieder über Robustheit und steuernde Kraft dieser kleinen Wesen auch in schwierigstem Umfeld überrascht.

Ich möchte mal so sagen:
Wenn die U-Untersuchungen im Normbereich sind, dann holt sich ein Kind das, was es gerade benötigt.
Voraussetzung ist aber, daß es Angebote erhält, aus denen es auswählen kann, OHNE es zu überfrachten.

vj hatte es schon angesprochen: Ich/wir Eltern haben auch sehr früh Kontakt zu anderen Eltern und ihren Kids gesucht.
Das hat uns in der Orientierung geholfen. Sehr interessant zu beobachten aber war, wie Kids sich anbieten, sich gegenseitig fordern und dabei spielend synchonisieren.

Nicht ohne Grund wird für eine gesunde Entwicklung der Kids auf ein gutes Mix aus elterlichen UND Angeboten in vorschulischen Bereichen hingewiesen.

Wenn man ein Kind nicht einseitig 'ernährt', kann man eigentlich nicht viel falsch machen.  

W.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2015, 09:51:52 von Wildlachs » Gespeichert
SpecialD
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« Antwort #9 am: 21. Oktober 2015, 10:22:30 »

Hallo Kaninchen,

auch ich finde, dass uns Gott alles an die Hand gegeben hat was wir brauchen, um unsere Kinder zu erziehen.
Den Kontakt zu anderen Eltern und Kindern halte ich ebenfalls für sehr förderlich.

Du hattest konkret nach einem Buch gefragt. Aktuell lese ich stückchenweise aus einem.
Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und beschreibt alltägliche Dinge, mit denen man sich auch gut identifizieren kann.

Der Tenor ist folgender:

Vom Reden, vom Labern und vom Sprechen ohne Worte

Das Buch heisst:

Wie Sie reden, damit Ihr Kind zuhört & wie Sie zuhören, damit Ihr Kind redet

Von Jan-Uwe Rogge und Angelika Bartram.

Tolle Geschichten, die uns zeigen, wie Kinder uns den Spiegel vorhalten.
Hat zwar nicht unbedingt was mit Kindesentwicklung zu tun, aber dir wird auffallen, wie viel wir automatisch richtig machen 

Liebe Grüße,

Daniel
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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
Wildlachs
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« Antwort #10 am: 21. Oktober 2015, 10:38:10 »

... möchte noch den Gedanken nachreichen:
Wenn wir Großen, Eltern, Erzieher usw. SELBST gut für uns sorgen, guten Kontakt zu uns SELBST haben, im Gleichgewicht sind, dann sehe ich gute Chancen, daß es die jeweiligen Kids auch sind. Sie folgen ihren Vorbildern einfach..."Aha, so macht der das. Das probier ich auch mal..."

Na gut. Konkret bei Windeln ist etwas Transferleistung notwendig.😊
Aber sonst...

W.
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AnnaSophie
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« Antwort #11 am: 21. Oktober 2015, 11:00:56 »

Hallo,

ich habe zwei Kinder und das eine konnte mit 1,5 Jahren laufen und das andere mit 13 Monaten. Nur so als Beispiel.

Es gibt "Richtlinien" was Kinder können sollten, da sind aber Zeitspannen drin. Beim Laufen beispielsweise von 1 bis 1,5 Jahren.
Da das von vielen Faktoren abhängt.

So ein Buch wäre hilfreich, aber wenn die KM mit dem Kind die U-Untersuchungen wahrnimmt dürfte da nichts schief gehen.

Spielen, Angebote machen, in den Alltag mit einbinden etc. Das dürfte schon reichen.
Ich habe es früher immer so gemacht, dass es immer wieder bewusste Ruhetage gab, wo die Kinder die neu gesammelten Eindrücke verarbeiten konnten. Sprich nicht jeden Tag Aktivität hoch drei sondern immer auch mal einen Tag zu Hause.

Insofern solltet ihr nicht jeden Tag Programm machen wenn das Kind bei euch ist. Und nicht immer irgendwohin fahren, sondern eher die Großeltern mal zu Besuch kommen lassen, dann kann sich das Kind in seiner vertrauten Umgebung zurückziehen, wenn es zuviel wird.

Sophie
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Inselreif
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« Antwort #12 am: 21. Oktober 2015, 12:14:18 »

Hi,

na ja, die U-Untersuchungen fördern eigentlich nur zu Tage wo das Kind schon im Brunnen liegt. Dann erst gegenzusteuern ist meist schon recht spät und entsprechend aufwändig.
Auch schadet es nicht, die anatomischen Grundlagen und die Entwicklungsfenster kennen. Dafür ist ein gutes Buch sicher nicht verkehrt. So lange man sich nicht sklavisch daran festklammert und verrückt machen lässt, finde ich das Wissen gut und wichtig.
"Hallo hier spricht mein Gehirn" ist fachlich fundiert aber sehr locker zu lesen.

Gruss von der Insel
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nadda
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« Antwort #13 am: 22. Oktober 2015, 13:52:31 »

Hi,

das Thema ist viel zu komplex um nur mit einem Buch wirklich durchzusteigen. Klar, es gibt Anhaltspunkte was ein Kind wann können sollte, aber das sind nur Anhaltspunkte und wenn man unsicher ist sollte man sich Hilfe bei Fachpersonal holen.

Ein einziges Merkmal ist oft auch überhaupt nicht besorgniserregend, treffen aber mehrere zusammen würde ich mir schon Gedanken machen und das eventuell auch schon deutlich vor der Zeit die in den Büchern dann als "normale" Spanne genannt wird.

Unsere Tochter hat z.B. sehr spät angefangen zu sprechen, aber alles noch im Bereich der "Normalität", trotzdem war sie schon sehr früh total gefrustet mit ihren Sprechergebnissen. Sie konnte sich einfach nicht deutlich genug ausdrücken und war dann total traurig. Jetzt gibt es Kinder denen macht das nichts aus und Kinder die sich dann eben zurückziehen würden. Bei den einen kein Problem - bei den anderen ein großes Problem

Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich leider nur bestätigen, wer ab September noch Rezepte für irgendwelche Therapien vom Kinderarzt bekommt sollte diese Therapien dringend durchziehen. Wir haben grade mehrere Kinder in der Einrichtung bei denen bereits bei den ersten Schulkontakten (wir haben ein Spezialprogramm für Vorschulkinder mit Schulbesuchen) klar war, dass wird so nichts werden in der Regelschule. Genauso wie auch der Kindergarten schon längere Zeit Bedenken geäußert hat. Diese Kinder kamen ohne Rezepte vom Kinderarzt zurück, man könnte ja nochmal abwarten was nach der Einschulung passiert......

LG
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Wildlachs
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« Antwort #14 am: 22. Oktober 2015, 14:20:36 »

Ich denke, viele 'Ratgeber' sind geeignet, bereits verängstigte Eltern noch weiter zu beunruhigen und ihnen das knappe Geld aus der Tasche zu ziehen.

Es braucht eine Menge Kenntnis und noch mehr Erfahrung, um Entwicklung und Status eines Kindes im Einzelfall beurteilen zu können. Da sind Kinderärzte und multiprofessionelle pädiatrischen Zentren schon recht gut dabei.

6 Jahre Studium, 5 Jahre Facharztausbildung, laufende Aus- und Fortbildungen, dabei sehr viele Patienten gesehen, kann durch Nachlesen mal eben in Ratgebern nicht ersetzt werden.
'Ratgeber' können nur ganz grobe Orientierung bieten.

W.
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« Antwort #15 am: 22. Oktober 2015, 14:58:41 »

Hi,

Problem ist bei den Kinderärzten allerdings, dass sie nicht zuviele Rezepte ausstellen dürfen - also sind sie extrem sparsam damit und das ist nicht gut so!

LG
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« Antwort #16 am: 22. Oktober 2015, 16:01:33 »

Interessant, Nadda.

Ich habe dagegen den Eindruck, daß da zu viel, statt zu wenig verschrieben wird (gemeint sind vermutlich Medikamente).

Es gibt auch bei den Kinderärzten eine große Spannweite von 'körpernaher' bis hin zu 'psychoanalytischrer' Dienstauffassung, und entsprechende Erwartungen der Kundschaft.

W.
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« Antwort #17 am: 22. Oktober 2015, 20:19:53 »

Hi,

bei Antibiotika und Ritalin würde ich sagen, ja das bekommt jeder.
Aktuell ist eines "meiner" Kiga Kinder das 4te mal mit Antibiotika versorgt seit September......
Ritalin bekommen bereits im Kindergarten einige Kinder und das eigentlich in jeder Gruppe.

Aber es ist einfacher (für Eltern und Arzt) ein unruhiges Kind mit Ritalin zu versorgen - die Ergotherapie, oder das Konzentrationstraining brauchen
deutlich mehr Zeit und Aufwand bevor Wirkung eintritt. Und ich bin mir beim Ritalin sicher es ist vielen Eltern angenehmer das Medikament zu testen
bevor man es mit Therapie versucht. Allerdings ist die Studienlage hier eindeutig: die besten Wirkungen werden bei einer Kombination von Medikament
und begleitender Therapie erreicht und in leichteren Fällen kann eine Therapie das Medikament ersetzen.

Und hier muss man sagen, im Einzugsbereich einer großen Kita wie unserer gibt es an die 10 verschiedene Kinderärzte, im Ergebnis ist es gleich.
Wir schicken die Kinder die es nötig haben zur Frühförderung zum testen, nach erfolgtem Test wird über den Topf der Frühförderung therapiert. Der gleiche Effekt
ist machbar bei Kinder- und Jugendpsychiatrie, auch hier gibt es Rezepte z.B. wenn das Kind Hyperaktiv sein sollte. Und ja, wir schicken die Eltern zuerst immer zum Kinderarzt, weil das für uns mit deutlich weniger Aufwand verbunden ist, aber das gewünschte Ergebnis bekommen wir da oft nicht.
Die Hemmschwelle ein Kind bei der Frühförderung testen zu lassen ist aber bei vielen Eltern hoch, weil die bei uns mit den Förderschulen zusammenarbeiten. Im Zweifelsfall bekommt das Kind keine Hilfe und nach der Einschulung erfolgt die "Zwangshilfe" durch Sitzenbleiben und die Kinder landen dann viel zu spät in der Förderung -dann heißt die aber Förderschule.


LG
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