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Autor Thema: Anwaltswechsel im Verfahren...!?  (Gelesen 2916 mal)
Andrea2014
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« am: 02. September 2015, 13:25:45 »

Hey...

zuerst mal die Geschichte in Kurzfassung:

Mein Freund hat mit seiner aktuellen Anwältin einen Antrag bei Gericht gestellt, dass er seine 12jährige Tochter öfter sehen darf. Zur Zeit ist sie 14tägig an den WE bei uns und hat selber den Wunsch geäußert, längere Zeit am Stück bei uns sein zu dürfen.

Mit der Mutter und ihrem neuen Freund ist leider kein "normaler" Umgang möglich, so dass alle Besprechungen beim Jugendamt und Erziehungsberatung ergebnislos waren...

Die Anwältin machte bei den Beratungsgesprächen eigentlich einen ganz guten Eindruck, doch jetzt sind wir uns überhaupt nicht mehr sicher. Sie hat den Antrag ans falsche Gericht geschickt (die Mutter ist vor 3 Monaten umgezogen, dass hatten wir ihr mitgeteilt), sie hat die falschen Zeugnisnoten der Kleinen angeführt (angeblich wirkt der Aufenthalt bei uns sich negativ auf die Schulleistungen aus) und außerdem sind die Schreiben gespickt mir zahlreichen Rechtschreib-/Grammatikfehlern! Nachdem wir sie vorsichtig auf die Folgen angesprochen haben, sagte sie, dass sei nicht so wichtig und würde das Gericht letztlich nicht interessieren...

Jetzt ist die Antwort der Gegenseite angekommen und wie zu erwarten war ist die Schlammschlacht jetzt eröffnet! DAS ist auch ein Schrieb von einem richtigen Anwalt, so wie man sich das im abgebrühtesten Sinne vorstellen kann! Alles verdreht und an den Haaren herbei gezogene Argumente...die lassen halt kein! gutes Haar an meinem Freund! Sie gehen davon aus, dass er finanzielle Absichten hegt und einfach Kontakt mit der Kindsmutter halten möchte...außerdem würden die Schulnoten leiden, da wir verantwortungslos sind und unorganisiert sind (ich frage mich wie meine Kinder bei uns überleben...).

Meiner Meinung nach, erscheint die aktuelle Anwältin dagegen lächerlich und inkompetent!!!

Mein Freund hat aber Skrupel während des Verfahrens den RA zu wechseln, ist sich nicht sicher, wie das "ankommt"!? Ich mir auch nicht, sonst würde ich nicht schreiben :-)

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit so einer Situation? Bzw. kann jemand einen Anwalt im Raum Köln/Kerpen empfehlen, der so einer Hexe gewachsen ist?

Lieben Gruß und schon mal Danke

Andrea
Gespeichert
Inselreif
Gast
« Antwort #1 am: 02. September 2015, 14:13:08 »

Hi,

ich würde so einem Verdreher auf gar keinen Fall einen genauso "harten Knochen" gegenüberstellen sondern jemand, der die Sache zwar absolut professionell und so sachlich-nüchtern wie irgendwie möglich angeht und die Gegenseite ins Leere rennen lässt. Alles andere gibt tatsächlich nur eine Schlacht, in der am Ende nur die Anwälte gewinnen und das Klima weiter vergiftet wird.
Empfehlung per PN.

Gruss von der Insel
Gespeichert
Andrea2014
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #2 am: 03. September 2015, 14:32:04 »

Danke für deine Antwort Inselreif!

Hältst du denn einen Anwaltswechsel grundsätzlich für angemessen und sinnvoll? Wahrscheinlich hast du recht mit dem "harten Knochen", aber die ganze Sache macht einen so wütend!!! Ich bin einfach sprachlos angesichts der Vorwürfe die da im Raum stehen...jetzt haben wir noch Wochen Zeit bis zum Gerichtstermin!

Lieben Gruß
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United
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.156



« Antwort #3 am: 03. September 2015, 16:00:34 »

Moin Andrea,

Zitat
Ich bin einfach sprachlos angesichts der Vorwürfe die da im Raum stehen...
Dann seid ihr im richtigen Forum ... hier sind ausschließlich schlechte Menschen.

Zitat
Zur Zeit ist sie 14tägig an den WE bei uns und hat selber den Wunsch geäußert, längere Zeit am Stück bei uns sein zu dürfen.
Heißt das, mit der 12jährigen gibt es bis dato keinerlei Ferienumgänge ?

Wie seid Ihr zu der Anwältin gekommen ?

Wichtiger als etwaige Rechtschreibfehler erscheint mir:
1. Passende Chemie
2. Sicheres Auftreten
3. Realistische Zielsetzung

Wie weit entfernt lebt denn KM von Euch ?
Wie gefestigt ist der Kindeswunsch mal länger bei Euch zu bleiben ?

Gruß
United
Gespeichert
Andrea2014
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 03. September 2015, 18:34:41 »

Ferienumgänge gibt es, aber derzeit richtet sich die Aufteilung ausschließlich nach den Wünschen/Plänen der Mutter! Das ist auch Thema in dem Antrag, den wir gestellt haben...die "Gegenseite" geht darauf in ihrem Schreiben aber mit keinem Wort ein, obwohl unsere Anwältin ausführliche Forderungen gestellt hat!?

Die KM wohnt ca. 10 km von uns entfernt, sie schreibt auch, dass sie dem Kontakt zum Kindsvater nicht im Wege steht und die Kleine ja auch mal zwischendurch "länger" bei uns bleiben durfte z.B. an Brückentagen! Fakt ist aber, dass das letztes Jahr 1-2 mal vorgekommen ist und seit die Lage sich von Woche zu Woche verschlechtert absolut kein Spielraum mehr vorhanden ist.

Der Wunsch länger bei uns zu sein ist oft, klar geäußert worden! Auch, dass das alles so "lange" dauert hat sie schon gesagt! Ihr Wunsch ist es eine Woche bei uns zu sein und zwei Wochen bei Mama...von meinem ältesten Sohn (die beiden kennen sich aus der Schule und sind gleich alt) weiß ich aber, dass sie den Wunsch der Mutter, deren neuen Freund, der Oma, der Tante, der Uroma und auch ihrem Onkel gegenüber nicht äußert, weil "dass eh nichts bringt, außer schlechte Stimmung und mehr Lernen/Aufräumen etc" (Zitat). Die Gegenseite ist eine regelrechter Clan, der fest zusammen steht. Ob die Uroma sagt, dass sie doch weiß, wie traurig die Mama immer ist, wenn sie so lange bei Papa ist, oder tägliche Anrufe/WhatsApp, wenn sie bei uns ist. Wir wissen, dass sie in der ganzen Familie einem enormen Druck ausgesetzt ist...

Die Anwältin haben wir empfohlen bekommen, allerdings sind die beiden dicke Freundinnen...ganz komisches Verhältnis! Ein sicheres Auftreten hat die Anwältin definitiv...wenn man sie direkt auf diese Sachlichen Fehler anspricht, wiegelt sie konsequent alles ab...mir kommt das ganze aber einfach inkompetent vor!!! Wenn ich doch die Info hab, dass die Kindsmutter umgezogen ist, kann ich doch den ganzen Kram nicht einfach an das alte Gericht schicken...ich muss nicht erzählen, dass sich die Ganze Sache dadurch um Wochen verzögert hat...

Bei uns liegen einfach die Nerven blank und ich bin vollkommen fertig, wenn ich sehe, dass mein Freund, der wirklich, wirklich ein guter Vater ist, sich das alles zu Herzen nimmt und anfängt an sich zu zweifeln (ich weiß, dass du das später ließt ;-) ich meine das so, wie ich es schreibe!!!) Ich hab selber drei Kinder und hab nicht im Ansatz irgendwelche Bedenken...im Gegenteil ich bin dankbar für jeden Tag, den du bei uns bist, du bist für mich und die Kinder eine Bereicherung in allen Situationen...ob für den 13jährigen oder den "aufgeweckten" 9jährigen" oder den ganz kleinen!!! Danke dafür Küsschen

Sorry an alle anderen...jetzt ist das ihr im RAForum, fast ein Liebesbrief geworden ;-) aber ich mag das jetzt grade nicht löschen...

Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.033


« Antwort #5 am: 03. September 2015, 19:14:43 »

Also wenn Du erwartest das vor Gericht etwas schnell geht, dann ist das bestenfalls die Verhandlung.
Verzögerungen aus nachvollziehbaren und auch sinnlosen Gründen sind leider sehr normal.

Wenn Du allerdings soviel gegen die Anwältin hast, dann sucht Euch einen neuen Anwalt.

VG Susi
Gespeichert
Inselreif
Gast
« Antwort #6 am: 04. September 2015, 13:07:00 »

Hältst du denn einen Anwaltswechsel grundsätzlich für angemessen und sinnvoll?
Wenn ihr gar nicht mit der Frau zurecht kommt - ja. Allerdings kann man in einem Umgangsverfahren so viel gar nicht verkehrt machen. Die schriftsätzliche Vorbereitung des Termins ist nicht wirklich entscheidend.

Zitat
aber die ganze Sache macht einen so wütend!!! Ich bin einfach sprachlos angesichts der Vorwürfe die da im Raum stehen...
Genau das ist doch Zweck der Aktion und ja, es fühlt sich doof an, solche Vorwürfe im Raum stehen zu lassen.
Aber: Dinge zu kommentieren oder richtig zu stellen, die mit der Sache nichts zu tun haben, ist reines Feilschen um Positionen. Das bringt das Verfahren keinen Millimeter voran - im Gegenteil, die wirklich wichtigen Dinge gehen am Ende unter. Also: aufregen, weglegen, fertig.

Gruss von der Insel
Gespeichert
Kruemelmonster
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 303



« Antwort #7 am: 04. September 2015, 15:40:55 »

Moin Andrea,



Jetzt ist die Antwort der Gegenseite angekommen und wie zu erwarten war ist die Schlammschlacht jetzt eröffnet! DAS ist auch ein Schrieb von einem richtigen Anwalt, so wie man sich das im abgebrühtesten Sinne vorstellen kann! Alles verdreht und an den Haaren herbei gezogene Argumente...die lassen halt kein! gutes Haar an meinem Freund!


Meine EXE hatte auch so einen Anwalt. Manchmal können Hunde die viel bellen, dann aber nur ganz schlecht beissen. Ich hab dann zu Anfang auch regelmäßig an meiner Anwältin gezweifelt die (O-Ton) mehrmals zu mir sagte: "So einen Schwachsinn kommentieren wir garnicht"  Als ich nach mehreren Schlammschlacht Briefen überhaupt nicht aushalten konnte dass wir nicht reagieren, schrieb Sie nur zurück: Die im Schreiben vom.... vorgetragenen Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage und werden von uns nicht kommentiert. Falls dennoch eine Erwiderung gewünscht wird, wird um richterlichen Hinweis gebeten"

In der Rückschau (meine Scheidung ist schon lange her) hat meine Anwältin alles richtig gemacht. Im Gerichtstermin interessierte sich niemand für die unwahren Behauptungen der Gegenseite. Der Richter hat die Einwürfe des Anwalts meiner EXE häufig abgewürgt und im Termin gar keine Schlammschlacht zugelassen. Die sachliche Art meiner RAin kam gut an, und letztlich wurde alles erreicht, was sie im Vorfeld als Ziel mit mir besprochen hatte. Ich musste z.B. keinen nachehelichen Unterhalt für meine EXE zahlen. Meine Exe und ihr RA hatten es im Laufe der Verhandlung geschafft, den Richter gegen sich aufzubringen. War warscheinlich keine gute Idee von denen...

Zitat
Bei uns liegen einfach die Nerven blank und ich bin vollkommen fertig

Kann ich nachvollziehen. Bei mir ging das zu Anfang soweit, dass ich nach jedem Brief des gegnerischen Anwalts echte körperliche Bauchmerzen bekam. Mit der Zeit wurde ich dann aber etwas gelassener, weil meine Anwältin sehr viel Ruhe und Kompetenz ausstrahlte

Zurück zur Ausgangsfrage: Irgendwo schlecht ankommen, wird ein Anwaltswechsel sicher nicht. Dem Gericht wird es egal sein, ausser vielleicht wenn der Wechsel ganz kurz vor einem Termin stattfindet. Ich kann mir vorstellen, dass manche Richter das nicht mögen. Wenn ihr ein ganz schlechtes Gefühl bei eurer RA habt, solltet ihr über einen Wechsel nachdenken, schon allein damit ihr euch hinterher nicht dauernd sagt: "Hätten wir mal doch gewechselt"

Wenn ihr aber wechseln solltet, hat @United damit völlig Recht:

Zitat
Wichtiger als etwaige Rechtschreibfehler erscheint mir:
1. Passende Chemie
2. Sicheres Auftreten
3. Realistische Zielsetzung

Ein Anwalt der seitenlange Schlammschlacht-Schriftsätze verfasst, hilft euch nicht. Sachlickeit und Kompetenz sind gefragt.

Gruß und viel Erfolg

Krümelmonster
Gespeichert

Alle sagten: " Das kann nicht funktionieren"
Dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht
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