Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 18. November 2017, 18:25:30 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: es ist furchtbar die Neue zu sein / Kind als Druckmittel. Bitte um Hilfe  (Gelesen 6720 mal)
Manon
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« am: 17. August 2015, 09:59:58 »

Hallo zusammen,

ich wende mich an Euch, da ich mich in einer sehr unschönen Beziehungssituation befinde und ich Euren Rat brauche.

ich bin die neue Freundin eines Vaters eines 4-jährigen Sohnes. Mein Freund (nennen wir ihn mal Markus) und seine Ex haben sich vor 1,5 Jahren nach 13 Jahren Beziehung getrennt, da sie sich in einen anderen Mann verliebt und keine Gefühle mehr für ihn hatte. Ausgezogen ist Markus aber tatsächlich erst im Februar. Wir lernten uns im Mai kennen und sind seit ca Mitte Juni nun ein Paar. Das Kind habe ich bisher nicht kennengelernt. Er sieht das Kind 2 Abende unter der Woche sowie einen Tag am Wochenende über Nacht.

Fing alles sehr gut an. Bis die Ex davon erfuhr, dass es mich gibt bzw vorgab davon erfahren zu haben. Plötzlich schrieb sie wütende Sms, dass ihr das Kind weinend erzählt habe, dass der Papa jetzt immer mit mir frühstücke und es ein absolutes Unding sei, dass sie von seiner neuen Beziehung über ein weinendes Kind erfahre. Ihr Vertrauen sei weg und er würde das Kind jetzt nicht mehr bekommen, erst recht nicht über Nacht. Ausserdem sei es eine Frechheit ihr gegenüber, dass er so schnell (Huch) eine Neue habe. Er bräuchte ja nur irgendwen. Knallte ihm dann noch Sachen auf die Terrasse, die in ihrem Keller waren. Ausraster der ersten Güte. So ging das über Tage. Dann schrieb sie wieder, dass sie kein Recht habe eifersüchtig zu sein und entschuldigte sich, aber gemeinsame Kinder könnten wir uns erstmal abschminken (äääh), nur um dann wieder auszurasten und zu sagen, dass er das Kind am Zaun absetzen solle und er ihn nur noch alle 2 Wochen bekommen würde, so wie andere Scheidungskinder eben auch.

Dann gab sie sogar zu, dass sie bereits seit Wochen von unserer Beziehung gewusst hat, da uns jemand in der Stadt gesehen hatte. Wir hatten uns ohnehin gewundert, wieso das Kind so etwas sagen oder gar weinen würde, da ich das Kind ja noch nie gesehen habe und Markus auch nicht erzählt hat, dass er eine neue Freundin hat oder auch nur was mit mir unternimmt. Gefrühstückt haben wir auch noch nie miteinander, da ich nie frühstücke.
Markus fragte das Kind daraufhin, ob er traurig sei, dass er mit mir frühstücke (er hat das einfach mal so übernommen) und da antwortete das Kind nur ganz erschrocken: woher weisst du denn, dass ich das gesagt habe? Keine Traurigkeit, keine Tränen. Markus fragte dann, ob er mich denn mal kennenlernen möchte und da ich den gleichen Namen wie eine seiner Kindergartenfreundinnen habe, sagte er nur: hä? die kenne ich doch schon?! Keine Spur von dem, was die Frau da vorgegeben hat. Das Kind weiss nichts von mir oder wer ich bin. Ich gehe also davon aus, dass sie das Kind ausgefragt hat und gefragt hat, ob ich mit Papa frühstücke, er das - warum auch immer - bejaht hat - und sie daraus schloss, dass wir einen auf Familie machen und dies als Grund für ihren Ausraster genommen hat.

Sie liess sich nur beruhigen und zum Einlenken bewegen, indem Markus ihre Mutter anrief und ihr das alles berichtete. Nachdem die Ex dann erfuhr, dass ich das Kind noch nicht kennengelernt habe und ich auch nicht anwesend bin, wenn das Kind da ist, durfte das Kind auch wieder bei Markus schlafen. Allerdings sagte sie gleich, dass sie und das Kind noch nicht so weit, dass er eine neue Beziehung haben dürfe, in der das Kind mitspielt. Plötzlich knirscht das Kind mit den Zähnen. Plötzlich braucht das Kind einen Psychologen. Eine Woche vorher waren sie noch froh, wie gut und offenbar schadlos das Kind die Trennung weggesteckt hat. Verabredungen, die wir seit 4 Wochen hatten, durchkreuzt sie und droht wieder damit, dass er das Kind nur noch alle 2 Wochen bekomme, wenn er es nicht an diesem einen Samstag nehme.
Nun schreibt sie ihm den ganzen Tag. Wahlweise, wie schlecht es ihr geht, dann wieder aggressiv, dann schickt sie Photos vom Kind (mehrmals täglich), dann ruft sie an, um dem Kind gute Nacht zu sagen, wenn er bei ihm ist. Die Frau ist ständig irgendwie anwesend.

Ich habe ihm zunächst gesagt, dass ich nicht in der Lage bin, eine Beziehung zu führen, in der eine andere Frau derart präsent ist, sei es per Sms, Anrufe oder Bestimmungen, was unsere Urlaubsplanung oder Wochenenden betrifft oder gar unsere (ohnehin noch nicht vorhandene) Familienplanung!  Dass mir schon klar ist, dass sie immer irgendwie anwesend sein wird, weil sie die Mutter seines Kindes ist, nur alles was da gelaufen ist, hatte ja mit dem Kind eigentlich nicht das Geringste zu tun. Das war ja nur vorgeschoben, um unsere Beziehung zu durchkreuzen. Er meinte, sie hätte halt eine angespannte psychische Situation, offenbar noch Gefühle für ihn und würde sich dann schon wieder beruhigen. Sie sei ja eigentlich nicht so, sonst wäre er nicht so lange mit ihr zusammen gewesen. Manipulieren würde sie auch nicht, es sei Zufall, dass sie dieses eine Wochenende eben auch verabredet gewesen sei. Und vielleicht hätte das Kind ja wirklich geweint wegen mir. Das weiss man ja alles nicht. Ich sehe das leider anders. Ich habe jahrezehntelangen Scheidungskampf meiner Eltern auf meinem Rücken hinter mir und für mich beginnt das alles wieder. Die Frau wird keine Ruhe geben. Wer sich 1 Mal so verhält und das Kind als Druckmittel benutzt, wird das auch weiter tun, wenn er damit Erfolg hat. Und er hat ihr nun gezeigt, dass sie es mit ihm machen kann. Er hat in jedem Punkt nachgegeben. Ich lerne das Kind nicht kennen, es wird ein Psychologe für das Kind gesucht (ich bin der Meinung, dass eher die Eltern einen bräuchten), sie bestimmt die Tage am Wochenende, egal ob wir was vor hatten oder nicht, wir fahren nicht mit dem Kind und weiteren Freunden (als Freunde, nicht als Paar!) in den Urlaub. Meinen Vorschlag, dass wir uns kennenlernen und sie sieht, dass ich weder schlechter Einfluss für das Kind bin, noch Ersatzmama spielen werde, lehnte sie aggressiv ab.
Ich habe ihn gebeten mit ihr gemeinsam einen Mediator aufzusuchen, damit das nicht weiter eskaliert und ihr auch klar gemacht wird, was sie dem Kind antut, wenn sie sich so verhält. Einen Mediator empfindet er jedoch als Eskalation und sagt, dass er dann ja gleich zum Anwalt gehen könnte.

Markus und ich haben uns darüber ziemlich zerworfen. Ich empfinde sein Verhalten so, als dass er nicht hinter mir steht. Er hat ihr gesagt, dass das alles nichts mit ihr zu tun hat und ich kein Ersatz für sie bin und er endlich wieder glücklich ist. Nur verhält er sich nicht so. Sie spricht mir die Daseinsberechtigung ab, sie regt sich sogar über ein Photo von mir an seiner Pinnwand auf. Er lässt sich in jedem Punkt erpressen. Für mich bedeutet das, dass er nicht in aller Konsequenz hinter mir steht. Ich bin durch ihren Terror und seine Nachgiebigkeit irgendwann echt aggressiv geworden und wir haben nur noch gestritten. Ich habe mich sehr unsicher in der Beziehung gefühlt und ihn gebeten, mit ihr zu sprechen und ihr zu sagen, dass ich da bin und da sein werde und auch das Kind kennenlernen werde. Von mir aus in Abstimmung mit ihr und erst in einigen Monaten, aber das muss klar sein. Das hatte er zunächst zugesagt, um es dann wieder abzusagen. Das hätte ja alles nichts mit mir zu tun, die würde sich schon wieder einkriegen. Und da wir nur streiten, wäre es ohnehin nicht an der Zeit, dass ich das Kind kennenlerne. Ja, aber warum streiten wir denn? Weil er nicht ausreichend hinter mir steht. Da beisst sich die Katze doch in den Schwanz. Er hatte mich bereits 3 Mal gefragt, ob ich das Kind kennenlernen will (natürlich nur als Bekannte!), aber das war mir zu früh.

Wir haben uns jetzt einigermassen zusammengerauft, aber das ist ja alles kein Zustand. Ich weine viel und habe Angst, dass er sich endgültig trennt, weil sie keine Ruhe gibt und das Kind weiter als Druckmittel benutzt. Er hat nun erneut zugesagt, mir ihr zu sprechen, aber er hat panische Angst, dass es eskaliert und er das Kind wirklich nur noch alle 2 Wochen am Wochenende bekommt und alles über den Anwalt läuft. Und das möchte er keinesfalls. Er fühlt sich der Situation hilflos ausgeliefert und ist nicht der Meinung, dass er irgendetwas tun kann. Er erwartet von mir, dass ich das akzeptiere, bis sie sich wieder beruhigt. Er hätte es auch gerne anders, ihn nervt es auch, dass sie ihn den ganzen Tag nervt und hofft, dass sie bald einen neuen Freund hat, weil dann könnte er ja auch sagen, dass ich das Kind kennenlernen darf und sie ihn in Ruhe lässt. Er ist komplett passiv. Sie macht die Regeln. Vielleicht sei es einfach zu früh gewesen, dass er eine neue Beziehung eingegangen ist. Zu früh für sie. Er wusste nicht, dass es so kompliziert werden würde. Aber er könne ja gar nichts tun. Sie sitzt am längeren Hebel wegen des Kindes.

Mir bleibt doch gar nichts anderes übrig, als entweder ihre Regeln zu akzeptieren oder ihn zu verlassen. Aber diese Situation ist unaushaltbar für mich.
Wie ist so etwas zu lösen bzw auszuhalten?

Ich bin für jede Meinung / Rat dankbar! Bin echt todunglücklich.
Manon
Gespeichert
AnnaSophie
_AnnaSophie
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.359


« Antwort #1 am: 17. August 2015, 10:26:40 »

Hallo Manon,

die offizielle Trennung war im Februar, ihr seid seit Mitte Juni ein Paar. Wir haben Mitte August.
Damit sind Markus und seine Frau seit 7 Monaten getrennt. Hier dürften noch nicht alle Baustellen geschlossen sein.
Ihr seit seit zwei Monaten ein Paar.

Dein Freund sollte seine Umgangsprobleme mit der Mutter der Kindes lösen und evtl. eine Beratung - gemeinsam mit der Mutter - in Anspruch nehmen. Auswirkungen auf dich sollte das nur insoweit haben, dass es bestimmte Zeiten gibt, wo das Kind bei ihm ist und ihr euch zu Beginn der Beziehung dann nicht sehen könnt.

Auch würde ich an deiner Stelle keinen Antrittsbesuch bei der Mutter machen um das Zusammensein des Kindes mit dir erlauben zu lassen. Das ist nicht die Baustelle der Mutter. Das muss dein Freund allein - bzw. mit dir zusammen entscheiden - wann du das Kind das erste Mal triffst.

Aber die alltäglichen Streitigkeiten mit der Mutter sollte dein Freund aus eurer Beziehung so lange raushalten wie es geht. Logischerweise funktioniert das nicht mehr, wenn ihr zusammenwohnt oder aber du das Kind kennst und ihr Unternehmungen nicht durchführen könnt, weil die Mutter das Kind einbehält.

Wie alt ist das Kind?

Sophie
Gespeichert
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.155


Ein Leben lang!


« Antwort #2 am: 17. August 2015, 10:43:55 »

Hallo,

das wird nicht besser, solange Dein Freund sich aus Angst vor Umgangsboykott nicht traut den Rücken gerade zu machen.

Ich hielte es für eine gute Idee, wenn ER sich hier anmeldet und von den Usern stärken lässt, die das schon hinter sich haben.

LG LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Manon
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #3 am: 17. August 2015, 11:25:06 »

Hallo Sophie,

danke für Deine Antwort.

Nein, die offizielle Trennung war vor 1,5 Jahren. Er ist da nur wohnen geblieben und hat 1 Jahr auf der Couch gepennt, bis er eine Eigentumswohnung zum Kauf gefunden hatte. Er hat es nicht eingesehen, 2 Mal umziehen zu müssen. Finde ich auch ziemlich merkwürdig, aber gut. Vielleicht wollte er auch verhindern, dass der Mann, in den sich die Ex verliebt hatte da ein und aus geht. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Markus wollte ja schon öfter, dass ich das Kind kennenlerne. Das habe ich verweigert, weil ich wusste, dass das nur zu weiterem Stress führen wird, solange sie sich so verhält. Das wollte ich uns allen nicht antun, auch dem Kind nicht. Ich habe ihm gesagt, dass ich das Kind nicht kennenlernen möchte, bis die ihren Kram geklärt haben. Nur klärt er aus Angst eben nichts. Er hatte sich alles ganz leicht vorgestellt, sich vorgestellt, wie wir zu dritt gemeinsam Zeit verbringen, dies und das machen und nun, da die Ex schlicht alles boykottiert, ist er in Schockstarre verfallen. Der lässt sich wirklich alles von ihr gefallen.

Das Kind ist 4.


Lieber LBM,

danke auch für Deine Antwort. Diese Befürchtung habe ich leider auch. Und er möchte halt warten, bis sie einen Neuen hat, damit er auch das Recht hat, dass ich da bin. Er traut sich nicht. Wir haben wirklich nichts falsch gemacht, gegenüber dem Kind schon 3 Mal nicht. Aber er traut sich nicht, den Mund aufzumachen und ihr auch nur irgendetwas entgegen zu setzen. Wenn ich dann traurig bin oder meckere, weil ich das nicht okay finde was sie tut und mir das weh tut, dass er unsere seit 4 Wochen stehenden Verabredungen auf ihren Druck hin sausen lässt, tut er so, als wäre ich diejenige, die sich falsch verhält. Ich habe tatsächlich Druck aufgebaut und ihm gesagt, dass wir so nicht zusammen sein können und er das mit ihr klären muss. Das war genau falsch. Ich bin dann ja diejenige, die darauf pocht, auf die Gefahr hin, dass sie gänzlich durchdreht. Aber ich finde das echt unerträglich. Er auch, nur tut er eben nichts.
Ich habe ihm von diesem Forum erzählt und auch erzählt, was ich so gelesen habe. Nee, das sind ja ganz andere Situationen. Viel krasser. Er weicht wirklich nur aus und versucht es unter keinen Umständen zu irgendeiner Art von Konfrontation kommen zu lassen.
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.030


« Antwort #4 am: 17. August 2015, 11:35:03 »

Hallo,

also wenn ich es richtig sehe hat Markus kein Problem sondern die TO!

Ich denke, dass Du darüber nachdenken solltest wie Du Dir die Beziehung vorstellst. Es wird immer so sein, dass Markus für seinen Sohn dasein will und da ist und Du in diesem Fall die 2. Geige spielst. Wenn Du damit nicht klar kommst, dann mache ich das nicht Dir zum Vorwurf sondern stelle es als Frage in den Raum, damit Du Deine Entscheidung treffen kannst.

Das Verhalten der KM ist eher typisch. Trennung ja, aber neue Partnerin nein. Das Ganze hat reale und irreale Gründe. Zum einen befürchtet die KM, dass es nun aller "halben" Jahre eine neue "Mutti" für ihr Kind geben könnte. Außerdem spürt sie durch Dich die Trennung jetzt wirklich. Markus ist nicht der "bestrafte" Ex sondern der, der ein neues Leben gefunden hat, und das wird jetzt mit allen Mitteln madig gemacht.

Gegensteuern kann nur Markus indem er klar macht, dass er zu Dir steht und ein Recht hat seinen Sohn regelmässig zu sehen. Ja, die KM hat auch die Pflicht den Umgang zu ermöglichen und zu fördern! Markus kann das JA oder eine andere Organisation bitten im Konflikt mit der KM zu vermitteln. Tut er nichts kannst Du nur noch gehen.

VG Susi
Gespeichert
midnightwish
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 9.822



« Antwort #5 am: 17. August 2015, 11:40:57 »

Klingt jetzt wahrscheinlich hart, aber hilft ja nix.

Nimm deine Beine in die Hand und laufe, so weit du kannst.

Klar muss eure Beziehung erst wachsen, aber wenn er schon jetzt über jeden Stock der Ex springt, wird es das voraussichtlich auch noch in 10 Jahren tun. Wenn du das aushälst, dann bleibe bei ihm, wenn nicht, dann beende es so bald wie möglich. Er sitzt zwischen euren Stühlen und geht den bequemsten Weg. Jede von euch bekommt zu hören, was sie grade besänftigt, aber sobald es Konsequenzen erfordern würde, ist ihm das Kind wichtiger. Was er nicht sieht, ist, dass seine Ex nur soweit gehen kann ,wie er es möglich macht. Wenn er das Gericht oder JA für schädlich hlt, wird seine Ex in die nächsten 14 Jahre am Nasenring durch die Manege ziehen. Für mich wäre das so ziemlich unsexy

Seine Ex wird triumphieren und die nächste Beziehung von ihm wird auch wieder so ablaufen. So lange bis er sich mal auf die Hinterbeine stellt. Dazu scheint er aber (noch) nicht in der lage zu sein.

Welch Unsinn, dss er warten will bis auch sie eine neue Beziehung hat. Was, wenn sie beschleißt lieber alleine zu bleiben? Er wird auch sehr schenll feststellen ,dass es nicht dasselbe ist, wenn 2 Menschen das Gleiche tun. Sprich, für die Mutter wird es selbstverständich sein, dass ihr neuer Partner das Kind sehr schnell kennenlernt und auch "Verabtwortung" übernehmen darf. Schließlich lebt das Kind ja bei ihr, für den Vater gilt das nicht. Schließlich lebt dieser nicht mit dem Kind zusammen, soll die wenige gemeisame Zeit möglichst exklusiv mit dem Kind verbringen und überhaupt ist eine neue Beziehung der Mutter für das Kind von Vorteil, die des Vaters für das Kidn schädlich (nenn es ironisch oder eine fast typische Denkweise von manchen Exen)

Tina
Gespeichert

Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.155


Ein Leben lang!


« Antwort #6 am: 17. August 2015, 12:33:38 »

Ich kann mich da Tina nur anschließen.

Entweder hat er ein grundsätzliches Problem oder aber er ist schlicht noch nicht soweit, eine konsequente Beziehung zu führen. Dafür spricht, dass er erwartet, dass DU so springst, wie es SEINE Situation erfordert. Und das ist in einer Beziehung auf Augenhöhe ein NoGo.

Davon mal abgesehen erinnert mich die Argumentation an einen Alkoholiker.

Wenn ich dann traurig bin oder meckere, weil ich das nicht okay finde was sie tut und mir das weh tut, dass er unsere seit 4 Wochen stehenden Verabredungen auf ihren Druck hin sausen lässt, tut er so, als wäre ich diejenige, die sich falsch verhält. Ich habe tatsächlich Druck aufgebaut und ihm gesagt, dass wir so nicht zusammen sein können und er das mit ihr klären muss. Das war genau falsch. Ich bin dann ja diejenige, die darauf pocht, auf die Gefahr hin, dass sie gänzlich durchdreht.

Du solltest ihm tatsächlich keinen Druck machen und ihn erpressen. Du solltest einfach von Dir aus sprechen: Das ist für mich keine Beziehung, wie ich sie mir vorstelle. Ich brauche einen Partner mit Rückgrat. Und wenn ich das in einer Beziehung nicht habe, ist es für mich die Falsche und ICH ziehe die Konsequenzen daraus.

Wenn er das Muster nicht erkennt, dass er seiner Ex in den Hintern kriecht, aus Angst dass sie durchdreht, dann kannst Du nichts tun. Er hat dann schlicht nicht verstanden, dass er gemeinsam sorgeberechtigter Vater eines Kindes ist, der seine legitimen Forderungen nach ungestörtem Umgang nicht wie ein erwachsener Mensch durchsetzen muss. Momentan winselt er wie ein Bittsteller um die Füße seiner Ex.

Das Schlimme ist: Das ist nicht nur - wie Tina schrieb - unsexy für die neue Freundin, sondern er macht sich auch vor der Ex zur Lachnummer und sorgt dafür, dass sie diese Machtposition immer weiter zu seinen Ungunsten ausbauen wird.

Wenn er das schön findet.....

LG LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Manon
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #7 am: 17. August 2015, 12:52:18 »

Liebe Susi,

danke auch für Deine Antwort.
Ich habe mir diese Frage gestellt. Mir ist klar, dass ihm sein Kind immer wichtiger sein wird und ich würde es schlimm finden, wenn nicht. Dann wäre er ein schlechter Vater. Das finde ich sogar gut.
Nur finde ich eben auf der anderen Seite, dass er auch zu mir stehen muss. Um diese Frage geht es doch eigentlich, das Kind wird von ihr ja nur vorgeschoben. Und er hat die Panik, dass wenn er so zu mir steht, wie es sich gehört, er das Kind nur noch alle 2 Wochen am Wochenende sehen wird.

Liebe Tina,

auch Dir danke für Deine Antwort.
Ich habe da auch schon drüber nachgedacht, zumal das für mich aufgrund meiner Kindheitserfahrungen einen besonderen inneren Druck auslöst. Ich leide echt.
Ich finde es nicht unsexy, dass er da schwach ist. Aber es löst in mir derbe Verlustängste aus und teilweise tut er mir auch leid. Dann denke ich wieder, dass sie ihm doch schon genug kaputt gemacht hat und ich da für ihn stark sein werde, aber eigentlich ist doch er derjenige, der da stark für uns sein muss. Er ist es aber nicht. Ich fühle mich halt komplett hilflos und zwischen allen Ängsten hin und her gerissen. Manchmal werde ich dann halt auch aggressiv, weil ich diejenige bin, die alles ausbadet und nochmal erlebt und er schwach ist.

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Wahrscheinlich wäre es wirklich das Beste zu gehen. Aber das tut so weh.

Lieber LBM, wie krass! Ich habe ihm auch schon gesagt, dass mich das alles eher an einen Abhängigen erinnert, als an jemanden, der ein geradliniger und freier Mensch ist. Die Droge ist nicht böse, Du bist böse, weil Du mir den Spiegel vorhältst. Ich habe ihm das genau so gesagt und da hat er total panisch reagiert, was das jetzt bedeuten würde, ob ich ihn jetzt verlassen würde. Nein, ich habe dir nur gesagt, dass ich einen solchen Einfluss einer anderen Frau in meiner Beziehung nicht ertrage. Ja, aber da könnte er ja gar nichts dran ändern. Na eben doch... Du musst nicht jede SMS beantworten, du musst nicht springen, du musst das alles nicht tun. Für ihn fühlt es sich so an, als habe er keine andere Wahl wegen des Kindes.
Er wisse, dass es sein Recht ist, aber das würde ja alles nichts nützen, wenn sie das nicht auch einsehe.

**tsts - ID 36**.
Gespeichert
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.155


Ein Leben lang!


« Antwort #8 am: 17. August 2015, 13:05:00 »

Bitte pass auf, dass Du da kein frauentypisches Helfersyndrom entwickelst.

Ich würde an ihn appellieren, dass er sich von außen Hilfe holt. Das sieht ja seine Ex erst mal nicht. Ob er jetzt selbst einen Coach (klingt für Männer meist besser als "Psychotherapeut") sucht oder sich mal vom Anwalt unverbindlich beraten lässt, welche Rechte und welche Möglichkeiten er hat, das muss er sich selbst aussuchen.

Denn dann
Er wisse, dass es sein Recht ist, aber das würde ja alles nichts nützen, wenn sie das nicht auch einsehe.
würde er erfahren, dass es Methoden gibt, die seiner Ex "helfen", das einsehen zu lernen. Deren Kind ist nicht Exens Barbiepuppe, über die SIE bestimmt, wer wann und wie oft damit spielen darf.

Er hat es jetzt in der Hand, ob er ein gleichberechtigter Vater bleiben will oder Exens Depp wird. Umso länger die Deppenphase andauert, desto schwerer wird es, ihr das wieder auszutreiben.

Mal eine andere Idee: Wenn sein Chef ihm jetzt statt 25 Euro die Stunde plötzlich nur noch 15 Euro zahlt, nimmt er das auch so hin? Sagt er dann auch "Ja ich habe Recht, steht so im Vertrag, aber was nützt es, wenn der Chef das nicht einsieht?" Hält er dann auch still aus der Angst gekündigt zu werden oder wendet er sich an den Betriebsrat oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht?

Mit der Ex ist das nicht anders. Sie haben mit der Geburt des Kindes und der Ehe einen "gleichberechtigten Vertrag" über das gemeinsame, gleichberechtigte Sorgerecht geschlossen. Außerdem hat er darüber hinaus kraft leiblicher Vaterschaft ein ihm zustehendes Umgangsrecht.

Wenn er nicht kapiert, dass er sich das gerade durch Weichwurstigkeit selbst zerstört, dann ist das für ihn und das Kind fatal. Das Kind braucht einen Drachentöter als Vater und keinen Schneckenschubser.

Für Dich kann ich nur sagen: gib ihm noch ein paar Schubser, aber dann löse Dich, ehe Du in einem Zweitfrauensumpf untergehst. Ohne Einsicht auf seiner Seite verlierst Du nur.

LG LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
psoidonuem
_psoidonuem
***
Beiträge: 1.540


« Antwort #9 am: 17. August 2015, 13:14:24 »

Nein, die offizielle Trennung war vor 1,5 Jahren. Er ist da nur wohnen geblieben und hat 1 Jahr auf der Couch gepennt, bis er eine Eigentumswohnung zum Kauf gefunden hatte. Er hat es nicht eingesehen, 2 Mal umziehen zu müssen.
Lächerliche Ausrede, an der Ex kleben zu können

Und er möchte halt warten, bis sie einen Neuen hat, damit er auch das Recht hat, dass ich da bin.
Das ist auf mehreren Ebenen verstörend

Er traut sich nicht. Wir haben wirklich nichts falsch gemacht, gegenüber dem Kind schon 3 Mal nicht. Aber er traut sich nicht, den Mund aufzumachen und ihr auch nur irgendetwas entgegen zu setzen.

Lauf, Forrest, lauf!


Im Ernst, Du bist ohne ihn besser dran. Und wenn er ehrlich zu sich selbst ist, er auch.
Gespeichert
Manon
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #10 am: 17. August 2015, 14:14:51 »

Liebe LBM,

Du sprichst mir so aus der Seele.
Ich spüre selbst, dass ich aufpassen muss, dass die Dynamik nicht ungesund wird. Ich habe manchmal mehr Mitleid mit ihm, als für mich. Das ist schon ungesund. Ich verlange ja nichts Schlimmes. Ich bin ja nicht diejenige, die sagt, ich oder dein Kind. Das ist die Ex. Entweder siehst du dein Kind oder Deine Freundin. Wenn deine Freundin da ist, kriegst du das Kind nicht. Und wenn ich ihn dann bitte, sich mit ihr zusammenzusetzen und sogar mit ihr in Abstimmung einen Plan zu machen und klare Absprachen zu treffen was meine Anwesenheit betrifft, blockt er ab, aus Angst dass es eskaliert. Dann bin ich schuld, wenn er das Kind nur noch alle 2 Wochen sieht.

Ich habe ihm geraten, sich beraten zu lassen. Ich habe ihn sogar gebeten einen Mediator aufzusuchen. Der Frau muss doch eine neutrale Person klar machen, was sie dem Kind antut. Natürlich trifft sie Markus damit, aber in erster Linie und langfristig doch ihr eigenes Kind. Nein, das würde Eskalation bedeuteten. Äh. Ein Psychologe sagte genau das gleiche, aber der hat auch keine Ahnung und kennt die Situation ja nicht.

Auch das mit dem Mut habe ich ihm alles gesagt. Es würde ja quasi bedeuteten, dass er unterschreibt die nächsten 14 Jahre alleine zu bleiben oder zu hoffen, dass sie es irgendwann langweilig findet, ihn zu malträtieren: das ist alles so passiv. Er das arme ausgelieferte Opfer, das gar nichts tun kann.
Da hat er sogar gesagt, dass es vielleicht wirklich besser wäre, erstmal allein zu bleiben, bis die Frau sich beruhigt oder einen neuen Freund hat. Man! Mit bleibt doch kaum noch was anderes übrig als zu gehen.

Gespeichert
Manon
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #11 am: 17. August 2015, 14:17:21 »

Liebes Psoidonuem,

ich würde so ungern Rennen, das ist ja der Mist. Aber ich kann auch meine Augen nicht mehr verschliessen. Ich bin so nicht glücklich.
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.030


« Antwort #12 am: 17. August 2015, 14:38:49 »

Hallo Manon,

der Glaube, dass wenn man ihn nur "richtig" liebe sich alles andere ergibt, ist eine der Lebenslügen denen insbesondere Frauen gern erliegen.

Du hast die Wahl so zu leben wie es jetzt ist oder zu gehen, dazwischen gibt es nicht viel.

VG Susi
Gespeichert
ST0RM
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 199



« Antwort #13 am: 17. August 2015, 14:55:33 »

Moin Manon,

Auch das mit dem Mut habe ich ihm alles gesagt. Es würde ja quasi bedeuteten, dass er unterschreibt die nächsten 14 Jahre alleine zu bleiben oder zu hoffen, dass sie es irgendwann langweilig findet, ihn zu malträtieren: das ist alles so passiv. Er das arme ausgelieferte Opfer, das gar nichts tun kann.

Empfehle ihm doch mal, dieses Buch zu lesen.
Vielleicht merkt er dann selbst, was für ein Waschlappen er eigentlich ist.

--
Storm
Gespeichert

When nothing goes right - go left!
superpapa
Gast
« Antwort #14 am: 17. August 2015, 23:22:11 »

Empfehle ihm doch mal, dieses Buch zu lesen.
anspruchslose, kurzweilige Kinderkacke (wenn man einmal drüber geschlafen hat)  - schade um die Euros...
Gespeichert
ST0RM
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 199



« Antwort #15 am: 18. August 2015, 00:11:59 »

anspruchslose, kurzweilige Kinderkacke
Genau. Und deswegen liegt das Dingen auch spätestens zum 18. Geburtstag meines Juniors unter'm Tannenbaum.
Auf das er sich nicht so dusselig anstelle wie ich damals...

--
Storm
Gespeichert

When nothing goes right - go left!
Tina10
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 216


« Antwort #16 am: 18. August 2015, 08:14:27 »

Hallo Manon,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich selbst eine sogenannte"Zweitfrau" bin und vor Jahren einmal einen ähnlichen Fall im Freundeskreis hatte.

Eigentlich ist die Sachlage hier wohl ziemlich klar: Dein Freund ist noch mitten in der Trennungsphase und hat mit seiner Ex noch längst nicht abgeschlossen (und sie mit ihm auch nicht).

14 Jahre sind eine sehr lange Zeit, besonders, wenn man auch noch ein gemeinsames Kind hat. So eine Verbindung löst sich nicht in wenigen Monaten (das Jahr in der gemeinsamen Wohnung zählt ja nicht wirklich; wie schon mehrfach angedeutet, ist seine Erklärung für den späten Auszug aus der gemeinsamen Wohnung mehr als durchsichtig).

Kurz gesagt bist Du einfach die Frau zum falschen Zeitpunkt. Und das hat er Dir ja auch deutlich klar gemacht:

Da hat er sogar gesagt, dass es vielleicht wirklich besser wäre, erstmal allein zu bleiben, bis die Frau sich beruhigt oder einen neuen Freund hat. Man! Mit bleibt doch kaum noch was anderes übrig als zu gehen.

Noch direkter kann er kaum werden. Dir bleibt wirklich nichts anderes als zu gehen. Das tut jetzt zwar weh, aber Du tust Dir nichts Gutes, wenn Du Dich an einen Mann klammerst, dessen Thema momentan einfach nicht Du bist.
Gespeichert
superpapa
Gast
« Antwort #17 am: 18. August 2015, 09:15:07 »

Genau. Und deswegen liegt das Dingen auch spätestens zum 18. Geburtstag meines Juniors unter'm Tannenbaum.
Auf das er sich nicht so dusselig anstelle wie ich damals...
Ok, das ist dann akzeptabel. Gut gekontert, Punkt für Dich.
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Zweitpartner (Moderator: 82Marco)  |  Thema: es ist furchtbar die Neue zu sein / Kind als Druckmittel. Bitte um Hilfe
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2017 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team