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vatersein.de - Forum 14. Dezember 2017, 07:07:41 *
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Autor Thema: Meine Geschichte  (Gelesen 5085 mal)
blauerele
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« am: 30. Juni 2015, 22:21:32 »

Liebes Forum,

nachdem ich nun lange hier mitgelesen habe, möchte ich euch meine Geschichte schreiben.

Im November 2014 teilte mir meine Nochfrau mit, dass sie sich von mir trennen möchte. Bis Januar haben wir noch zusammen weitergelebt wie bisher. Keiner hätte vermutet, dass wir eigentlich schon getrennt sind.

Im August 2014 sind wir in unser neu gebautes Haus eingezogen. Sie war gleich der Meinung, dass es für die Kinder (2 und 4 Jahre) besser wäre, wenn ich vorübergehend ausziehen würde, bis sie ein neues Haus gefunden hat. Sie wollte mich auch gerichtlich aus dem Haus klagen, was ihre Anwältin ihr aber dann nicht geraten hat. Man muss dazu sagen, dass das Eigenkapital für das Haus ausschließlich von mir war. Ich habe mich darauf aber nicht eingelassen und bin quasi in den Sitzstreik getreten. Im April ist sie nun mit gerichtlichem Segen aus dem Haus ausgezogen und wohnt nun bei ihren Eltern.
Ich habe ihr von vornherein gesagt, dass ich das Wechselmodell als geeigneste Lösung halte. Ich habe seit der Geburt mich sehr viel um die Kinder gekümmert, da ich dies auch beruflich gut konnte. Meistens war sie gestresst und ich musste mit den Kindern etwas alleine machen, damit sie Ruhe hat. Vor Gericht hat sie natürlich alles gegenteilig dargestellt. Ich habe mich angeblich nie um die Kinder gekümmert, ich könnte keinen Haushalt führen (habe von Einkaufen über putzen bis waschen alles immer gemacht) und wäre in meiner Erziehungsfähigkeit eingeschränkt. Angeblich bin ich psychisch nicht stabil.

Vor Gericht konnte mein Anwalt einen erweiterten Umgang durchsetzen. Innerhalb von 14 Tagen sind die Kinder 5 Tage bei mir. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist mir dies zu wenig. Telefonische Kontakte zu den Kindern unterbindet sie. Ich muss mir dann solche Lügen anhören wie: Ich habe mein Handy oft lautlos. Dabei hatte sie es in der Hand und nutzte Whatsapp  gun

Nach ihrer Meinung ist es für die Kinder nun so das Beste. Mein großer vermisst mich unheimlich und sagt immer, dass er öfter zu mir kommen will. Ich habe aber wohl gerade keine Möglichkeit den Umgang zu ändern.

Was mich noch rasend macht (neben dem Umgang) ist der Unterhalt. Ich muss für etwas bezahlen, das ich gar nicht will. Zudem hat meine Nochfrau mit einer halben Stelle mehr Geld wie ich mit einer Vollzeitstelle. Ich könnte  boese020 icon13

Gespräche finden zwischen uns überhaupt nicht mehr statt. Ich erfahre nichts was die Kinder angeht. Sei es Arztbesuche oder anderes. Im Kindergarten bin ich sehr aktiv, sodass ich hier Informationen direkt von den Erzieherinnen bekomme, sonst wüsste ich nichts.

Ich weiß auch, dass die Kinder von ihrer Mutter mitbetreut wird. Sie ist eine sehr anstrengende Person, sodass meine Frau bis zur Trennung über ein Jahr keinerlei Kontakt zu ihren Eltern hatte. Es ist schwer zu verstehen, warum man sich als Vater nicht um die Kinder sorgen darf, wenn die Mutter regelmäßig keine Zeit und Lust hat.

Ich hoffe, dass die Jungs irgendwann mehr Kontakt zu mir möchten und dies auch mit meiner Hilfe durchsetzen können.

Soweit nun meine Geschichte. Ich musste es mir mal von der Seele schreiben. Wenn ihr Fragen habt, nur her damit

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midnightwish
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« Antwort #1 am: 30. Juni 2015, 22:31:34 »

Nur mal so in Kürzen

5 Tage von 14 sind schon nahe am WM. das Wäre bei 14 Tagen ja 7 bei dir. Von daher hast du schon mal keine schlechte Ausgangsposition, vor allem wenn man bedenkt, dass euer jüngstes Kind 2 Jahre ist. Viele Gerichte lasse in dem Alter noch nichtmal 1 Übernachtung zu
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
blauerele
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« Antwort #2 am: 30. Juni 2015, 22:34:50 »

Das habe ich aber auch nur bekommen, weil ich mich bisher sehr intensiv um die Kinder gekümmert habe. Ich habe auch in der Trennungszeit mich beruflich etwas verändert, so dass ich nun sehr flexibel (auch von zu hause) arbeiten kann.
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #3 am: 30. Juni 2015, 23:05:31 »

Moin blauerele
Herzlich Willkommen

Wie weit auseinander lebt ihr denn jetzt? Was hatte denn Dein RA beantragt: besagte 5 Tage innerhalb von 2 Wo, oder hatte er auch das WM im Visier? Und wie hat das Gericht den erweiterten Umgang in seiner Entscheidung begründet?

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
blauerele
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« Antwort #4 am: 01. Juli 2015, 00:04:47 »

Wir wohnen ca. 5km voneinander entfernt. Mein RA wollte das WM. Meine Frau war strikt dagegen. Deswegen hat das Gericht es nicht angeordnet. Meine Frau wollte noch weniger Umgang. Ihre RA und sie sind dann aber mit sehr primitiven Argumenten gekommen. So hat die Richterin dann die Regelung festgelegt.
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Ingo30
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« Antwort #5 am: 01. Juli 2015, 00:14:52 »

Moin Erle,

willkommen hier im Forum. Ich schreib mal was mir auffällt:

- Was ist mit dem Haus? Aus unserer Erfahrung können die wenigstens die Belastungen durch Finanzierung plus Unterhalt alleine stemme. Wie schaut das bei Dir aus? Oftmals ist es sinnvoller, die Objekte einvernehmlich zu verkaufen.

-
Zitat
Was mich noch rasend macht (neben dem Umgang) ist der Unterhalt. Ich muss für etwas bezahlen, das ich gar nicht will

Vom zeitlichen Ablauf her hat sich Deine Exe für den "klassischen Weg" zur Auflösung der deutschen Musterfamilie (Meine Schätzung: EFH 400.000 Euro, Rate 1200 Euro pro Monat, Kinderwunsch erfüllt (2x), es fehlt nur der Familienhund) entschieden. Für sie heißt das: "Das steht mir zu". Durch Ehe, Grundbucheintrag und Co., keine Arbeitspflicht (da Kind noch unter 3 Jahre) hat sei eine "starke Stellung". Sie hat sich offensichtlich (wie fast immer, wenn eine Frau die Trennung will) gut vorbereitet und kennt die wichtigsten Tricks.
Es fehlt ihr allerdings an der emotionalen Stütze. Normalerweise werden dazu innerhalb von Tagen / wenigen Wochen der passende Next aus dem Hut gezaubert, der für diese Rolle zuständig ist. Deshalb sind jetzt auch die Eltern wieder im Spiel (egal wie zerrüttet vorher das Verhältnis war).
Du wirst sicherlich noch eine Zeit lang große Belastungen tragen müssen. Deshalb schauen, dass Du von dauerhaften Lasten (zu großes Haus etc.) runter kommst.

Zitat
Ich hoffe, dass die Jungs irgendwann mehr Kontakt zu mir möchten

Hier musst Du selber die Weichen stellen. Sollte die KM zur Kindsbesitzerin mutieren, wirst Du ansonsten wenig Chancen haben. Mit Hilfe von manipulativen Verhalten / Bestechung ist es für Kinder nur mit sehr starkem Willen möglich sich durchzusetzen. Zur Bestechung werden gerne Spielekonsolen / Reitunterricht / "Regelfreiheit" eingesetzt. Mein "High-Light" hier aus dem Forum zum Thema Manipulation: KM zu Kind (welches einen Vogel geschenkt bekommen hat): "Natürlich darfst Du am WE zum Papa gehen. Dein Vögelchen muss dann halt leider verhungern...".
Also bleib am Ball und festige aktiv selbst den Kontakt zu Euren Kindern. Bzw. hol Dir Rat, wenn Du Entwicklungen bei Deiner Exe nicht einordnen kannst.

Wie lange wart ihr verheiratet? Gruß Ingo
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MontyPython
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« Antwort #6 am: 01. Juli 2015, 09:23:29 »

Moin,

Sie war gleich der Meinung, dass es für die Kinder (2 und 4 Jahre) besser wäre, wenn ich vorübergehend ausziehen würde,

Wie hat sie das so kurz nach dem Einzug in's eigene Heim begründet?

Und 5 von 14 Tagen Umgang ist wirklich beneidenswert, ich würde an deiner Stelle diesen Status erstmal halten. Weise deine DEF freundlich auf die Auskunftspflicht hin und lass dich nicht reizen!

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blauerele
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« Antwort #7 am: 01. Juli 2015, 17:09:47 »


-
Vom zeitlichen Ablauf her hat sich Deine Exe für den "klassischen Weg" zur Auflösung der deutschen Musterfamilie (Meine Schätzung: EFH 400.000 Euro, Rate 1200 Euro pro Monat, Kinderwunsch erfüllt (2x), es fehlt nur der Familienhund)

Deine Schätzungen stimmen ungefähr. Ich werde das Haus alleine weiterfinanzieren. Es jetzt zu verkaufen wäre ein noch größeres Desaster. Mit etwas familiärer Unterstützung klappt das.
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greggbarow
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« Antwort #8 am: 02. Juli 2015, 10:28:15 »

Moin,

gab es Überlegungen, die vom Familiengericht festgelegte Umgangsregelung anzufechten, und wenn ja, aus welchen Gründen wurde sich dagegen entschieden? Mir scheint die derzeitige Regelung ein etwas fauler Kompromiss zu sein. Soweit sich ein Kind sogar dafür ausspricht, beim Vater öfter oder länger zu sein, gäbe es für eine Anfechtung der gegenwärtige Regelung doch auch  anlassgebende Gründe. Dass die Mutter sich so einfach mal aus heiterem Himmel und ggf. unter Angabe nicht existierender behaupteter Gründe gegen das Wechselmodell ausspricht dürfte sich eigentlich nicht derart auswirken, dass vom Umfang des Wechselmodell einfach mal die halbe zeitliche Strecke zum Wochenendmodell vom Familiengericht gekürzt wird. Woraus sollte das sachlich begründet sein?
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midnightwish
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« Antwort #9 am: 02. Juli 2015, 10:35:15 »

Das könnte an 2 Dingen liegen.

Ein 2 und ein 4 -jähriges Kind haben noch kein wirkliches Zeitverständnis. Daher können sie diese zeitspannen noch gar nicht richtig einordnen. In diesem Alter werden ihre Wünsche vom Gericht auch noch nicht beachtet. Mit steigendem Alter werden dann ihre Wünsche immer mehr berücksichtigt werden.

Das andere ist, dass ein WM derzeit noch nicht gesetzlich irgendwie verankert ist. Es geht immer um den Umgangsumfang mit dem Nichtbetreuenden Elternteil. Und da ist es eben derzeit noch schwer ein 50/50 Modell zu beschließen ,wenn sich eine Partei dagegen sträubt. Da sind 5 von 14 Tagen ja schon recht nahe dran. Und nochmal: Bei einem 2-jährigen Kind ist es leider noch nichtmal selbstverständlich, dass es beim Vater 1 Nacht verbringen kann, geschweige denn 5 ;-)

Von daher hat der TO erstmal eine gute Basis, auf die man in den nächsten Jahren bis zu einer 50/50 Betreuung aufbauen kann. Übereilte Aktionen und ein "mit dem Kopf durch die Wand" wird wahrscheinlich eher zum Gegenteil, nämlich dem "alle 2 WE Spaßpapa" führen
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Susi64
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« Antwort #10 am: 02. Juli 2015, 11:41:02 »

Hallo,

das Problem des TO ist nicht nur das "unechte Wechselmodell" sondern auch die damit verbundene volle Unterhaltspflicht.

Trotzdem sollte der TO sich fragen wieviel er gewinnt, wenn beim echten Wechselmodell die Barunterhaltspflicht gequotelt wird.
Im Moment (solange das jüngste Kind noch nicht 3 ist) müsste die KM überhaupt nicht erwerbstätig sein und hätte, so sie ihren Unterhalt nicht selbst decken könnte, außerdem Anspruch auf eigenen Unterhalt.

Das echte Wechselmodell ist juristisch in der Erprobungsphase und es gibt deshalb auch relativ neue Urteile dazu. Ein Hauptproblem scheint darin zu bestehen, dass es dann keinen eindeutig bestimmten Vertreter des Kindes gibt!

Juristisch ist das alles wie gesagt Neuland und deshalb gibt es zu vielen mit dem Wechselmodell verbundenen Fragen keine gefestigte Rechtssprechung. So gibt es durchaus Entscheidungen, die auch bei einem unechten Wechselmodell einen (leider geringen) Nachlass beim Barunterhalt ermöglichen.

VG Susi
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« Antwort #11 am: 02. Juli 2015, 12:01:32 »

Ein Hauptproblem scheint darin zu bestehen, dass es dann keinen eindeutig bestimmten Vertreter des Kindes gibt!

Ernsthaft? In einer intakten Familie wird danach ja auch nicht gefragt...
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Kasper
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« Antwort #12 am: 02. Juli 2015, 12:13:22 »

Moin,

das Prblem ist auch, wei ein Wechselmodell bei heilos zerstritten Eltern umgesetzt werden soll? Mitunter gibt es da ein hauen und stechen in allen Bereichen und dann, gerade wenn beide Elternteile gleichberechtigt entscheiden, werden die Kinder hierbei zermalen.
Und ein Streitthema ist auch gerade der KU immer wieder ein hoher Faktor, wobei die Rechtssprechung meiner Meinung nach mit der Quotelung sich diesem meines erachtens eher entgegenstellt, wie dieses unterstützt.

Ein Wechselmodell kann nur dann funktionieren, wenn die Eltern nicht auf Paarebene immer wieder um sich schlagen (einer, oder beide), die Regeln grundsätzlicher Naur geregelt sind und keine Seite permanent and dem Kind zieht und in den Regeln Änderungen herbei führen will. Und dies, das ist meine Meinung, gelingt nur ganz wenigen ...

Um ein Wechselmodell erfolgreich umzusetzen, müssen für das Gesamtmodell auch neue Regelungen aufgestellt und umgesetzt werden. Da ist die gleichberechtigte Pflicht jedes ET zu Arbeiten, und nicht der eine mehr, der andere weniger ... der KU sollte sich nahezu aufheben, da beide Seiten gleichen Aufwand haben und (nach ihrem Einkommen) dann halt auch die entsprechenden Kosten. Das wäre Gleichberechtigung.
Aber das wird wohl noch dauern.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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« Antwort #13 am: 02. Juli 2015, 12:47:21 »

Hallo Monthy,

bei intakter Familie wird auch davon ausgegangen, dass niemand beim Familiengericht aufschlägt und den anderen gegen/für was auch immer verklagt!

Kleine Randbemerkung: "Knapp vier Monate später erging vom OLG Hamburg, Beschluss vom 27.10.2014 - 7 UF 124/14: Hier wird erklärt, wie im Fall eines echten Wechselmodells das Gericht bei gemeinsamen Sorgerecht die alleinige Klagebefugnis auf einen Elternteil überträgt. Eine Übertragung der Klagebefugnis nach § 1628 BGB kann auch im Wege einer einstweiligen Anordnung erreicht werden." (Quelle)

VG Susi
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MontyPython
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« Antwort #14 am: 02. Juli 2015, 13:03:59 »

Interessant, danke für die Info, Susi!
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greggbarow
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« Antwort #15 am: 02. Juli 2015, 13:10:01 »

Moin,

muss mal klar stellen, dass ich persönlich kein Freund vom Wechselmodell war oder bin. Meine Erfahrungen mit der üblichen 14-tägigen Wochenende-Regelung und hälftige Ferien sind gut. Dennoch bin ich kein Feind davon und stehe es anderen gerne zu, dass das dort funktioniert und ( wie hier vom TE ) bevorzugt wird. Ich habe dabei auch weniger unterhaltsrechtliche Gründe, sondern wegen dem doppelten Lebensmittelpunkt der Kinder. Aber wie gesagt, in anderen Familienkonstellationen als meiner mag das funktionieren. Bei uns war es so, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt der Entspannung der Trennungssituation die Regelung ohnehin immer mehr unbeachtlicher wurde und dass im allseitigen Einvernehmen. Ja, und auch das muss ja nicht immer sol laufen.

Doch, wollte ich ein Wechselmodell, und auch hierfür gibt es ja gerade auch bei jungen Kindern ( typische Papakinder! ) gute Gründe dafür, würde ich da eventuell beharrlicher drauf bestehen. Scheinbar hat das Familiengericht doch zumindest auch so gute Gründe für mehr als nur das Wochenende-Modell gesehen. Das war mein Ansatz, dass mal anzusprechen.
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« Antwort #16 am: 02. Juli 2015, 13:30:45 »

Hallo,

...
Soweit nun meine Geschichte. Ich musste es mir mal von der Seele schreiben. Wenn ihr Fragen habt, nur her damit

Welche Fragen hast Du denn?

VG Susi
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« Antwort #17 am: 02. Juli 2015, 13:48:07 »

@Susi:

Im echten Wechselmodell hätte die KM nicht mehr oder weniger Anspruch auf Betreuungsunterhalt als der KV.

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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #18 am: 02. Juli 2015, 13:49:52 »

Moin.

Ich denke, wir sollten uns hier im Thread von Blauerele nicht in theoretische Ergüssen zum WM und etwaige erwünschte zukünftige Änderungen des FamR bzw. der Rechtssprechung auslassen (dazu dann vielleicht - mal wieder - ein separater, rechtstheoretischer Thread). Sondern vielmehr Hinweise zu der praktischen Situation geben. Vielleicht kommen ja auch noch konkrete Fragen des TO dazu.

Ich würde tatsächlich auch die aktuelle Umgangsrelation hinnehmen. 5 von 14 Tagen (und Nächten?) sind bei so kleinen Kindern tatsächlich mehr als man im Streitfall häufig zugesprochen bekommt (und vielmehr, als viele, viele KV hier es haben dürfen!). Jetzt einen Streit über die verbleibenden 2 Tage vom Zaun zu brechen birgt mehr Risiko als das es Chancen hat. Vielleicht kommt die Ausweitung von alleine wenn die Kinder größer werden. Und daran würde ich sukzessive, subtil arbeiten. Mit einem längeren Zeitraum das das so praktiziert wird, sinkt mE auf jeden Fall das Risiko, dass es weniger wird.

Das finanzielle sollte nur nachrangig von Relevanz sein. Zum einen ist es richtig, dass auch bei einem WM und der Quotelung sich der Unterhalt nicht gegenseitig aufhebt und somit der finanzielle Vorteil eines WM kleiner wird. Zum anderen könnte gerade dies Begehr naturgem. die Betreuungsmuddi anstacheln, sich mit Händen und Füßen gegen eine Ausweitung der Umgangszeit (hin zu 50:50) zu wehren, tendenziell jetzt eher versuchen, den Umgang wieder zu verkürzen.

Ja, letztlich nicht ganz befriedigend. Aber das ist (leider) das aktuelle FamR und die Rechtsprechungsrealität dazu.

Grüße eines WM-Vaters  
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« Antwort #19 am: 02. Juli 2015, 14:13:26 »

Und dies, das ist meine Meinung, gelingt nur ganz wenigen ...
Stimmt. Deshalb hier volle Zustimmung
Ich würde tatsächlich auch die aktuelle Umgangsrelation hinnehmen. 5 von 14 Tagen (und Nächten?) sind bei so kleinen Kindern tatsächlich mehr als man im Streitfall häufig zugesprochen bekommt (und vielmehr, als viele, viele KV hier es haben dürfen!). Jetzt einen Streit über die verbleibenden 2 Tage vom Zaun zu brechen birgt mehr Risiko als das es Chancen hat.
Gruss Horst
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« Antwort #20 am: 02. Juli 2015, 16:17:50 »

Also nachdem nun viel zum WM geschrieben wurde....

Ich würde mir natürlich auch etwas anderes wünschen als das WM. Ich verstehe nicht, warum die Kinder per Gerichtsbeschluss zu 99.9% ihren Lebensmittelpunkt bei der Mutter haben müssen. Ich könnte als Vater genauso gut die Betreuung der Kinder übernehmen. (Habe dies ja auch schon vor der Trennung gemacht).
Das WM wäre für mich das beste, was ich vielleicht irgendwann per Gericht erreichen kann.

Finanziell ist man als Vater ja auch der Dumme. Man bezahlt für die Kinder, damit die Mutter sich um sie kümmert und hat genauso viel an Ausgaben nochmal selbst für die Kinder.

Ich werde die jetzige Regelung erstmal nicht versuchen zu ändern. Ich weiß, dass ich meine Kinder schon viel mehr sehen kann wie andere Väter.

Weil die Frage auf aufkam:
5 von 14 Tagen (und Nächten?)
Ja auch die Nächte sind die Kinder bei mir.
Wie hast du denn das WM hinbekommen?
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« Antwort #21 am: 02. Juli 2015, 16:45:50 »

Servus blauerele!
Wie hast du denn das WM hinbekommen?
Ich sprech mal für mich: das WM haben wir sozusagen schon zu Ehezeiten praktiziert (war relativ einfach, da sowohl KM als auch ich zu Hause arbeiteten).
Es ist schwierig aus eine Konstellation KV geht ganztags arbeiten und KM vlt. weniger ein WM zu schnitzen... oder anders rum: ich kann nicht auf einmal fordern, was vorher nicht gelebt wurde. So meine Erfahrung...

Grüßung
Marco

**Edit: ein e vergessen!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
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« Antwort #22 am: 02. Juli 2015, 16:54:37 »

Moin.

Ich würde mir natürlich auch etwas anderes wünschen als das WM. Ich verstehe nicht, warum die Kinder per Gerichtsbeschluss zu 99.9% ihren Lebensmittelpunkt bei der Mutter haben müssen. Ich könnte als Vater genauso gut die Betreuung der Kinder übernehmen. (Habe dies ja auch schon vor der Trennung gemacht).
Das WM wäre für mich das beste, was ich vielleicht irgendwann per Gericht erreichen kann.
Denklogischer Fehler!
Es ist beileibe nicht so, dass nicht Väter auch (gerichtlich beschlossen) BET werden können. Häufiger werden es in der Realität aber die KMs. Warum ist dann wieder eine philosophische Frage - ich denke es hängt zT an den tradierten Rollenvorstellungen, aber auch an der Rollenverteilung vor der Trennung. Und gerade das WM ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Warum Du Dir was anderes wünschst als das WM verstehe ich nicht?! Ich denke, dass ein gut gelebtes Modell, bei dem die Kinder gleichberechtigten Zugang zu beiden ETs haben, das beste ist. Ob dass dann WM heisst, wie die genauen Betreuungsanteile aussehen und wie man sich zum Unterhaltsausgleich einigt, ist dass nachrangig.

Finanziell ist man als Vater ja auch der Dumme. Man bezahlt für die Kinder, damit die Mutter sich um sie kümmert und hat genauso viel an Ausgaben nochmal selbst für die Kinder.
Das hat nun aber nichts mit Vater und Mutter zu tun - sondern mit dem gesetzlichen Grund(miss)verständnis, dass ein ET betreut und das andere zahlt. Und genau darauf aufbauend, ist dann leider auch nicht vorgesehen,dass ein von diesem Grundsatz abweichender Betreuungsanteil angepasste Unterhaltsanteile nach sich zieht.

Wie hast du denn das WM hinbekommen?
In einem gemeinsamen Verständnis mit der KM, dass die (ehemalige) Paarebene und die Elternebene zu trennen sind und dass beide ETs wichtig sind für das Kind gepaart mit der Tatsache, dass ich einen überwiegenden Teil der Kosten die das Kind verursacht übernehme (also Klamotten, Freizeit), was ich aber angesichts des Einkommensunterschied mir 1. leisten kann und 2. für selbstverständlich halte. Die KM ist selbstvewusst genug, dass sie was ihren eigenen Lebensstandard betrifft, sich nicht aushalten lässt.  thumbup

Gruß, toto
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« Antwort #23 am: 03. Juli 2015, 10:14:08 »

Kann mir mal einer kurz darlegen, warum ein WM "bei zerstrittenen Eltern" weniger gut klappen soll? Ob ich mit meiner Ex heillos zerstritten bin und ein Standardmodell habe oder ein WM, ich seh die Tante jede Woche genau einmal und das Kind hat genau dieselben Problemchen, über die ich mit Ex kommunizieren muss.
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« Antwort #24 am: 03. Juli 2015, 10:41:55 »

Moin Psoido.

Kann mir mal einer kurz darlegen, warum ein WM "bei zerstrittenen Eltern" weniger gut klappen soll? Ob ich mit meiner Ex heillos zerstritten bin und ein Standardmodell habe oder ein WM, ich seh die Tante jede Woche genau einmal und das Kind hat genau dieselben Problemchen, über die ich mit Ex kommunizieren muss.

Ich denke schon, dass es in einem (gut funktionierenden) WM deutlich mehr Anlässe gibt, wo sich die Eltern austauschen müssen. Denk nur an die versch. Freizeitbeschäftigungen oder auch evtl. Eingriffe in schulische Alltags-Belange, über die sich mit einem "einfachen UET" nicht abgestimmt werden  muss, da der UET die Kinder ja idR nur am WE hat. Insofern: je besser die Eltern miteinander kommunizieren können, desto besser funzt das WM. Oder andersherum in Deiner Wortwahl: je "zerstrittener" die Eltern sind, desto höher ist das Risiko dass das WM "weniger gut" klappt.

Ich will nicht sagen, dass Voraussetzung für ein WM Friede-Freude-Eierkuchen bei den Eltern ist. Aber obwohl ich bekennender Anhänger des WM bin, glaube ich, dass bei heillos zerstrittenen Eltern, tatsächlich mehr negative Erfahrungen für die Kinder im WM resultieren.

Aber auch das ist für den TO OT... 

gruß, toto 
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