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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 09:39:19 *
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Autor Thema: Kinder, Trennung?, geplatzte Liebe  (Gelesen 1873 mal)
josie
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12


« am: 21. März 2005, 15:02:36 »

Es ist mir so peinlich und ich hätte nicht gedacht, dass es mal so weit kommen kann, aber abzusehen war es ja wohl schon. Ich bin völlig verzweifelt und total von der Rolle. Ich schreib einfach jetzt meine Geschichte, vielleicht interessiert es jemanden oder kann mir sogar ein wenig tröstliches sagen.
Meine Frau und ich kennen uns jetzt 12 Jahre, wir haben nicht geheiratet. Sie ist 8 Jahre älter als ich,  und  wir haben uns langsam eigentlich richtig gut eingerichtet. Unsere Kinder sind 6 und 10 Jahe alt, beider Job gut, Eigenheim schön gestaltet und so weiter.
Anfangs war ich sehr verliebt, so ungefähr ein halbes Jahr, war aber eine stressige Zeit für mich, da ich mir nicht sicher war, ob sie auch sicher bei mir bleibt. Dann ging ich ein halbes JAhr nach USA, in dieser Zeit war es eigentlich schon aus, was aber von meiner Seite ausging. Als ich zurück kam, war ich wegen Prüfungsstress arg daneben, da hat sie sich viel Mühe mit mir gegeben. Wir sind dann halt zusammen geblieben, und kurz darauf kam ungeplant unser erster Sohn zur Welt.  Da hatten wir noch getrennte Wohnungen, und ich bin echt ungern zu ihr gegangen, weiß ich noch. Irgendwann mal dachten wir, wir versuchen es mit einer gemensamen Wohung, da hat sich dann auch keiner so richtig wohl gefühlt, obwohl sie heute sagt, sie hätte damals einiges für mich empfunden. In dieser Zeit kam unser zweiter Sohn auf die Welt, das war dann aber geplant. Wir haben uns halt beide so sehr eine Familie mit 2 Kindern gewünscht.
Als mein Jobwechsel vor 3 Jahren anstand, haben wir uns dann ein Reihenhaus gekauft, das wir mit viel Mühe umgebaut haben. Ist auch sehr schön geworden. Leider ist unser zweiter Sohn in dieser Zeit an Diabetes erkrankt, und das macht enorme Mühe. Aber wir lieben beide unsere Kinder von ganzem Herzen, sie sind unser beiden ein und alles, sie sind der grund unseres Zusammenseins, und wenn ich daran denke, was eine trennung für sie vielleicht bedeutet, dann fließen bei mir die Tränen.
Meine Frau ist kein Drachen, wir geben uns auch wirklich viel Mühe, aber wir passen einfach nicht zusammen. Das sieht jeder, der uns kennt, es herrscht immer eine Spannung im Hause, kein Harmonie. Wenn die Kinder mal aus dem Haus sind, ist spätestens alles vorbei.

Letztes Jahr habe ich eigentlich ganz wohl gefühlt, hatte so etwas wie meine Mitte gefunden oder mich vielleicht arrangiert.  Aber gewusst habe ich immer, dass das nicht so weiter gehen kann. Ich habe mich auch verändert, schaue mich immer mit ganz, ganz schlechtem Gewissen nach anderen Frauen um.
Jetzt habe ich mich anfang des JAhres in eine nette junge Frau verliebt, bei der die Chemie wirklich stimmt, wir hatten einige traumhafte Abende (ohne *****!) und haben uns in 4 Wochen über 100 SMS geschickt. HAt sich ganz langsam alles schön entwickelt, ich hatte mir Hoffnungen gemacht, dass mit ihr alles gut wird, obwohl sie mir gleich gesagt hat, dass ihr Ex-Freund immer noch sehr wichtig ist. Aber sie hat sich so sehr für mich interessiert, und der Umgang wurde immer vertrauter, sie wollte alles von mir wissen.
Aber dann wollte sie der Beziehung mit ihrem Ex-Freunddoch noch ein Chance geben. Sie findet mich immer noch sehr nett und sympatisch, wir haben auch noch öfters telephoniert, aber eine gemeinsame Zukunft  wird es nicht geben. Aber ich Depp schaue immer noch alle 5 Minuten auf das Handy und hoffe auf eine SMS.

Aber ich weiß genau, hätte es mit dieser netten frau geklappt, würde ich heute genauso vor der Frage stehen, Haus und Hof zu verlassen oder bei den Kindern zu bleiben. So stehe ich halt nur als enttäuschter Liebhaber doppelt blöd da, und alles kann ich mit meiner Frau besprechen, Kinder Haus Trennung, aber diese Geschichte natürlich nicht.

Danach habe ich viel mit meiner Frau gesprochen, die auch alles weiß, und ich dachte, es wäre das beste, ich würde ausziehen. Meine Frau meint, es reicht ihr, wenn sie ihre Liebe den Kindern geben kann, und wir könnten uns arrangieren, es wäre nicht nötig auszuziehen, wegen der Verantwortung der Kinder gegenüber.

Ihr müsst verzeihen, mein Kopf ist so voll von Selbsvorwürfen, Angst vor der Zukunft, Tipps und guter Ratschläge meiner Familie, es muss alles so verwirrend klingen. Ausziehen und alles zerstören, die Kinder traumatisieren, alles nur , weil man sich unzufrieden fühlt? Aber so kann es auch nicht weiter gehen, ständig diese Spannungen und das Gefühl, nicht akzeptiert und nicht geliebt zu werden. Wir wissen beide, dass wir nicht zusammen passen!

Leider kann ich noch weniger klar sehen, weil sich ja zwei Probleme vermischt habe. Einerseits die drohende Trennung, andererseits die enttäuschten Erwartungen der nicht erwiderten Liebe. Aber ich wollte immer weg, schaffe es aber nicht, und es wird immer schwieriger scheint mir.

So, ich höre jetzt lieber auf, meine Geschichte ist sicher ganz banal, ist aber das schlimmste, was ich je mitgemacht habe, und es scheint ja noch viel schlimmer zu kommen. Ich habe schon früher Trennung von Freundinnen ganz, ganz schlecht verkraftet, aber jetzt ist es noch ein paar Dimensionen schlimmer.

Was ist richtig, was ist falsch? Soll man es noch mal versuchen zu richten, obwohl Gefühl und Verstand dagegen sind. Falsches Spiel, der Kinder wegen?

Jetzt gehen wir erst mal zur Paartherapie (gemeinsamer Entschluss), aber was sollen die einem sagen?

[Editiert am 21/3/2005 von josie]

[Editiert am 21/3/2005 von josie]
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AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #1 am: 28. März 2005, 23:38:19 »

 
Zitat
so daß ich jetzt denke, daß ich mit Hilfe einer mich liebenden Frau die Trennung wohl hinkriegen würde.  


Sei mir nicht böse josie, aber genau von diesem Denken musst du weg kommen! Schön, wenn du sie findest, und schön, wenn es klappt. Aber die Gefahr ist riesengross, dass du sie (wenn auch unbewusst) als Mittel zum Zweck benützt.

Mehr dazu später, wie versprochen.

Gruß AJA
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haddock
Nicht wegzudenken
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« Antwort #2 am: 21. März 2005, 15:37:46 »

Richtig ist: Bleib bei deinen Kindern!

Es kommt auf einen Versuch an.

Wenn ich es richtig verstanden habe hast du keinen Streit oder sowas mit deiner Lebenspartnerin.
Wenn sie schon glaubt, sich mit der Situation arrangieren zu können, kannst du es doch auch versuchen. Deine Kinder brauchen Dich!

Abgesehen, von finanziellen Aspekten.

Trotz des ersten Satzes, stellt meine Antwort nur eine Unvollkommene - weil nicht mit allen Facts gefütterte - Meinung dar!

Gruß
Haddock


Habe gerade gesehen, daß Du editiert hast, deswegen ziehe ich nach.

Natürlich mußt du dir klar sein, was du willst, welchem Druck du dich ausgesetzt siehts, wie weit Du bereit bist den auszuhalten,  etc..
Aber ich rate: gehe nicht leichtfertig mit deinem Vatersein um.
Die Kinder habe zwar feine Antennen,  aber trotzdem sind zusammenlebende, sich zwar nicht liebende, aber respektvoll miteinander umgehende Eltern VIEL BESSER, als getrennte Eltern.
Betonung liegt auf "respektvoll miteinander umgehende Eltern". Sich bekriegende und u. U. hassende Eltern, welche nur noch Verachtung füreinander übrighaben, sind m. E. schädlich für die Entwicklung der Kinder!
Entscheide selbst!!

Beratung halte ich für eine Gute Idee, allein das Reden hilft einem oft sehr gut, herauszufinden welcher Weg der passendste ist.

Gruß nochmal.
Haddock

[Editiert am 21/3/2005 von haddock]
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Papa Nico
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« Antwort #3 am: 21. März 2005, 15:49:53 »

Hi josie!

Wichtig ist erst einmal das, was du selbst willst. Einerseits schreibst du, dass du dich nicht mehr wohl fühlst, andererseits kommst du nicht von ihr los. Warum schaffst du keine Trennung??? Mir scheint, dass bei dir noch mehr im Kopf existiert, als du dir selbst eingestehen willst. Ergründe das für dich!!!

Meine ganz objektive Meinung: Bleibe dort. Du bist Vater und bleibst es auch! Nur eines solltest du dabei tun: Aussprechen!!! Entweder ihr könnt die Vergangenheit auf den Tisch legen und darüber reden und anschließend begraben oder ihr werdet immer mit diesem "Ausrutscher" und den negativen Seiten leben. Das geht auf Dauer nicht, wie du selbst merkst. Dieses Hin-und-Her schafft dich und euch nur! Denk eben auch die Kinder (Verweis auf Haddock). Dann schafft ihr eure Basis des Miteinanders und lebt sie auch!

Stellt ruhig eure gegenseitigen Ansprüche. Jeder sollte das Recht haben, seinem Partner zu sagen, was er sich wünscht und vorstellt, oder? Macht das auch so! Und dann: Haltet euch daran. Bleibe dann mit Konsequenz Vater und (Ehe)Mann.

Ihr habt euch nicht gestritten - euer Fundament hält noch! Also baut darauf auf!  thumbup

Was denkst du darüber?

Tschau
Nico

P.S. Eine Paarberatung ist ein guter Anfang. Aber zerrede dir nicht schon alles im Kopf. Laß es einfach passieren...
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Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
josie
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« Antwort #4 am: 21. März 2005, 20:32:48 »

Jungs,
erst mal vielen Dank für eure Nachrichten, hab aber im Moment echt Bammel vor Tips, wie es genau gehen sollte (z.B. bleib auf jeden Fall bei deinen Kindern), das habe ich die letzten tage oft gehabt, und da kommt man dann irgendwann gar nicht mehr zum eigenen denken.

Aber dennoch, vielen Dank.

Würde mich übrigens wirklich freuen, wenn mal eine Frau ihre Meinung sagen würde, denn trotz allem, für mich ist die Zukunft weiblich!

Josie
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DieMystiks
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« Antwort #5 am: 21. März 2005, 21:10:36 »


Hallo Josie,

den Entschluß eine Paarberatung aufzusuchen, habt ihr beide getroffen. Das zeigt doch, daß ihr beide bereit seid, die Situation ohne Trennung hinzubekommen.

Ich würde die Paarberatung erst einmal abwarten, bevor Entscheidungen getroffen werden. Vielleicht findet ihr doch zueinander. Es ist oft gut, sich im Beisein einer dritten neutralen Person auszutauschen. Oftmals bekommt man Denkanstöße, die man noch nicht in Erwägung gezogen hat.

Ihr müsst gemeinsam entscheiden, ob es funktionieren kann, so zusammenzuleben, der Kinder zu Liebe.
Dazu gehört jede Menge  Respekt und  Tolleranz.

Du schreibst selbst, daß es nur so lange friedlich zwischen euch geht, so lange die Kinder im Haus sind.
Kannst du wirklich guten Gewissens sagen, daß die Kinder die Spannungen zwischen euch nciht mitbekommen?
Beobachtet euch doch mal etwas genauer oder aus einem anderen Blickwinkel. Wie z.B. sehen euch die Kinder?

Die Paarberatung kann auf jeden Fall noch etwas rumreissen. Dazu gehört aber auch völlige Offenheit.

Im Großen und Ganzen schließe ich mich ja eigentlich PapaNico und haddock an.

Ich finde allerdings auch, daß die Gefahr der Selbstaufgabe, also das NICHTLEBEN der eigenen persönlichen Wünsche und Vorstellungen sehr groß ist.

Warte erst einmal die Paarberatung ab, aber wie PapaNico schon schrieb, spekuliere jetzt nicht über Gesprächsverlauf und daß, was dort auf euch zukommt. Lass es auf dich zukommen und sortiere dann die Gedanken neu.

Gruß
Tina
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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
kleinegon
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« Antwort #6 am: 21. März 2005, 21:51:54 »

Hallo Josie,
auch ich schließe mcih den Vorschreibern bzgl. der Paartherapie an. Ich zitiere Tina:
Zitat
Ich finde allerdings auch, daß die Gefahr der Selbstaufgabe, also das NICHTLEBEN der eigenen persönlichen Wünsche und Vorstellungen sehr groß ist.
Es ist m.E. nicht nur der streßfreie und respektvolle Umgang, der für ein gutes Umfeld für die Kinder sorgt. Wenn ich das NICHTLEBEN von Tina umformuliere in NICHT GLÜCKLICH LEBEN, dann färbt dies ebenfalls negativ auf die Kinder ab. Auch könnte ich mir bei einem weiteren Leben gemeinsam im Hause vorstellen, dass dadurch Spannungen hinzukommen, wenn ein Elternteil deutlich glücklich lebt (sei es ein Freund/in, sei es......) und der andere, ich sage mal, "neidisch" ist. Es ist nicht leicht, dan anderen glücklich zu sehen, wenn man selbst nicht so leben kann. Schau, Josie, Du wolltest Deine Lebensgefährtin sogar wegen einer anderen Frau verlassen -- und was geschieht, wenn Du Dich wieder verliebst ?
Ginge ein Modell, da ihr beide gut zu verdienen scheint, dass ihr  ganz nah getrennt wohnt? Umgang der Kinder ganz frei, ohne Zwang und Boykott? Und beide könnten ihr eigenes Leben glücklich in die Hand nehmen? Ich bin, wohl aus eigener Kindheit geprägt, kein Freund davon, dass die Eltern unbedingt zusammen leben müssen, wegen der Kinder. Gibt es andere Chancen für die Eltern und die Kinder?
Siehe unten meinen Wahlspruch. Ich wollte nur einen anderen Denkanstoß geben---für die Paartherapie.
Viel Glück für euch alle thumbup
Kleinegon

 
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Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
haddock
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« Antwort #7 am: 22. März 2005, 10:49:39 »

Zitat
...Es ist m.E. nicht nur der streßfreie und respektvolle Umgang, der für ein gutes Umfeld für die Kinder sorgt. Wenn ich das NICHTLEBEN von Tina umformuliere in NICHT GLÜCKLICH LEBEN, dann färbt dies ebenfalls negativ auf die Kinder ab. Auch könnte ich mir bei einem weiteren Leben gemeinsam im Hause vorstellen, dass dadurch Spannungen hinzukommen, wenn ein Elternteil deutlich glücklich lebt (sei es ein Freund/in, sei es......) und der andere, ich sage mal, "neidisch" ist. Es ist nicht leicht, dan anderen glücklich zu sehen, wenn man selbst nicht so leben kann. ....Ich bin ...kein Freund davon, dass die Eltern unbedingt zusammen leben müssen, wegen der Kinder. Gibt es andere Chancen für die Eltern und die Kinder?
Viel Glück für euch alle thumbup
Kleinegon

 

Hallo, Kleinegon
 der respektvolle und streßfreie Umgang der Eltern miteinander und auch mit den Kindern ist nur die Minimalanforderung an das weitere Zusammenbleiben! So habe ich das gemeint. Das Optimum ist natürlich mit weitaus mehr eigenschaften zu belegen. Aber das Optimum ist bei uns Allen nur eine vergangene Illusion, oder?
In den meisten Fällen ist aber sogar diese Minimalanforderung nicht zu erfüllen (in meinem z. B. ja auch nicht, sonst wäre ich ja nicht geschieden). In vielen Fällen wäre diese Anforderung erst  nach einer Trennung zu erfüllen, aber da stellt sich die Frage nach einem Zusammenbleiben, der Kinder wegen, naturgemäß nicht mehr.
Das Glücklichsein oder das Glück der beiden Eltern miteinzubeziehen in diese Minimalanforderungen finde ich gewagt, um nicht zu sagen etwas vermessen, denn wieviele Paare die zusammen sind und auch bleiben, können schon von sich behaupten rundum glücklich zu sein? Sicherlich einige,  aber die, die das nicht sind, sollen sich lieber Trennen,weil sie nicht glücklich sin?
Das Glück ist der Zustand dem jeder zustrebt. Glücklich ist der, der dieses Ziel erreicht , aber viele sind immer auf der Suche nach dem Glück, ohne es zu finden. Deren Leben ist genausoviel lebenswert, wie das der Glücklichen.
Ich persönlich bin einigermassen verbittert  ;) (ein bißchen) und habe dieser ewigen Jagd nach dem (gemeinsamen) Glück entsagt. Ich möchte nur zufrieden sein - habe ich deswegen einen schlechten Einfluß auf meinen Sohn oder bin ich gar ein schlechter Vater?

Ich bin absolut dagegen, eine zerüttete, vergiftete (wie bei mir) und womöglich haßerfüllte Beziehung den Kinder zuliebe aufrecht zu erhalten, aber ich habe den Eindruck, daß Trennungen immer öfter aus kleinsten Anlässen oder pers. Befindlichkeiten aufs Spiel gesetzt oder sogar übers Knie gebrochen werden-ohne ernsthafte Versuche zu unternehmen zu retten, was zu retten ist. Auf der Strecke bleiben allzu häufig aus leichtfertigem Egoismus die Kinder.

Dies bezieht sich ausdrücklich nicht auf Josie. Ich weiß dafür zuwenig über seine Beziehungs-Vita, als das ich mir ein solches Urteil erlauben würde.

So, daß mußte ich mir mal von der Seele schreiben.


@ Tina: Du hast vollkommen Recht, daß man seine Bedürfnisse nicht vergessen soll, aber es gilt auch die Bedürfnisse der Kinder einzubeziehen, denn die gehören unverbrüchlich zum eigenen Leben und zur eigenen Person dazu. Es kommt halt wie immer auf Ausgewogenheit und die richtige Mischung / Gewichtung der Prioritäten an.

@Josie: Was heißt bei Dir, die Zukunft ist weiblich?

Gute Wünsche

Haddock

wer Kommasetzfehler findet darf sie behalten Lächelnd
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« Antwort #8 am: 22. März 2005, 11:24:01 »

 
Zitat
meine Geschichte ist sicher ganz banal


Nein, das ist sie nicht. Schon gar nicht, da sie schon so lange dauert.

Eine Paartherapie ist ein Anfang, der aber nicht unbedingt dazu führen muss, dass zwei Menschen, die nicht zueinander passen, plötzlich doch passen. Es kann ebenso gut eine Trennungbegleitung werden, die dann zumindest dazu dient, dass ihr euch keine Selbstvorwürfe mehr machen müsst.

Ich halte nichts davon, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, die überhaupt keine mehr ist. Kinder können im Zweifel mit Klarheiten besser leben, als mit einem ständigen Schwebezustand. Auch wenn keine offensichtlichen Streitereien statt finden, aber die emotionale Kälte bekommen sie trotzdem ungefiltert mit. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Auch, was das nicht zusammen passen angeht. Mein Ex, der sich ewig gegen die Scheidung gesträubt hat, der dem Richter vorgeheult hat, er würde mir auch nach zwei Jahren noch die Tür offen halten, wenn ich denn nur wieder zu ihm zurück käme, hat mir andererseits einen Brief geschrieben, in dem stand, dass er mich nur deswegen so mies behandelt hätte, weil er wollte, dass ich endlich einsehe, dass wir nicht zusammen passen. Hätte ich das mal früher getan.  c

Dein Ego scheint durch die erneute Enttäuschung angeknackst zu sein. So wie du schreibst, scheint sie die Hoffnung für dich gewesen zu sein, doch noch die passende Frau zu finden. Und jetzt liest du dich so, als hättest du die Hoffnung, die richtige zu finden ein für alle Mal aufgegeben, und würdest dich jetzt in dein unabwendbares Schicksal fügen für die Kinder bei der ungeliebten Frau zu bleiben. Korrigiere mich bitte, wenn ich das falsch verstanden habe.

Die Frage, die sich stellt ist, wie lange du dich auf diese Art selbst verleugnen möchtest. Die Frage ist, ob nach einer Trennung ein Leben unter einem Dach noch möglich sein wird. Könnt ihr beide das so klar voneinander trennen?

 
Zitat
Meine Frau meint, es reicht ihr, wenn sie ihre Liebe den Kindern geben kann, und wir könnten uns arrangieren, es wäre nicht nötig auszuziehen, wegen der Verantwortung der Kinder gegenüber.


Es reicht ihr, jetzt und im Zusammenhang mit dir. Was ist, wenn sie den Mann ihrer Träume kennen lernt? Darfst du dann gehen? Was ist, wenn du wieder eine Frau findest? Zieht sie dann mit ein, oder gehst du dann, so dass es für die Kinder aussieht als würdest du sie wegen der neuen Frau im Stich lassen?

Es fällt mir schwer, bzw. es ist unmöglich, dir einen Rat zu geben, ausser dem einen: Werde dir klar, was du wirklich willst. Es ehrt dich, dass du Rücksicht auf deine Kinder nehmen willst, bedenke aber bitte auch, was ich oben geschrieben habe: sie bekommen jede Stimmung mit. Und ich denke unterm Strich ist ein glücklicher, zufriedener Vater alle zwei Wochen besser als ein unglücklicher, missgelaunter jeden Tag. Wobei diese zwei Wochen ja nicht sein müssen, wenn du mit der Mutter deiner Kinder ansonsten gut klar kommst, wirst du deine Kinder auch öfter sehen können.

Gruß AJA
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« Antwort #9 am: 22. März 2005, 13:26:22 »

Vielen Dank für die vielen netten Antworten, es ist schön zu sehen, dass man nicht allein ist.

@AJA
Das mit dem angeknacksten Ego wegen der neuen stimmt ganz genau. Ich bin ja nicht erst seit gestern unglücklich und habe mich ja schon länger umgeschaut, aber hier hatte ich den Eindruck, das alles stimmte, ganz behutsam wurde es enger.
Es ist schon ganz richtig, in der Tat kann ich nicht glauben, in absehbarer Zeit die richtige passende Frau zu finden. Wahrscheinlich gar nicht. Ist mir ja in den letzten 38 JAhren auch nicht passiert
Daher wäre weggehen wäre falsch, weil ich dann gar nichts mehr habe und eine traumatisierte Familie zurücklasse, bleiben ist auch nicht richtig, weil es so nicht weitergehen kann. Also bleiben und auf einen neue Gelegenheit warten?

Das halte ich genauso für falsch und feige und ungerecht.  Aber alleine schaffe ich die Trennung nicht.

O Gott, gibt es denn keine Lösung?

@haddock
Mit der weiblichen Zukunft meine ich, dass ich klischeehaft immer noch an "weibliche" Eigenschaften glaube, also weniger Agressionen, Fürsorglichkeit, Harmonie, Wärme und Nähe, alles Eigenschaften, die ich eher mit Frauen als mit Männern verbinde.

Josie

[Editiert am 22/3/2005 von josie]
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« Antwort #10 am: 22. März 2005, 13:58:26 »


Hallo Josie,

ich habe den Eindruck du bewegst dich im Kreis.

Du kanst Lösungesansätze in der Paartherapie finden. Welche das sein werden musst du abwarten.

Die optimale Lösung für eine trennung gibt es meiner Meinung nach nicht wenn Kinder da sind.
man kann versuchen den "Schaden" so eng wie möglich zu begrenzen, so daß die Kinder einigermaßen mit der Situation umgehen können.
Sollte es zur Trennung kommen, kann man den Kindern viel Streß ersparen, indem man als Elternpaar gemeinsam nach Lösungen für das Leben nach der Trennung sucht.

Ich verstehe nicht ganz deine Aussage" du schaffst die Trennung nicht allein".
Wer soll dir dabei helfen? Eine Frau,. die irgendwann die Schmetterlinge bei dir fliegen lässt? Momentan herrscht bei dir Chaos und wahrscheinlich auch eine Portion Zukunftsangst. Es geht aber jetzt um eure Kinder, deine Frau und dich. Ihr könnt viel Hilfe in Anspruch nehmen aber letztendlich müsst ihr (du) den Weg gehen.

Ich glaube in deiner jetzigen Situation können nur Gespräche helfen zwischen dir und deiner Frau und in der Paarberatung.

Ihr müsst so ehrlich zueinander sein, offen zu überlegen ob ihr die von haddock beschriebene Ausgewogenheit unter einem Dach leben könnt und die erforderlichen Prioritäten setzen könnt.

Wann habt ihr denn eigentlich den ersten Termin bei der Paarberatung?

Gruß
Tina





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« Antwort #11 am: 22. März 2005, 19:29:37 »

Hi Tina,

danke für deine Meinung, Termin für die Paarberatung ist Donnerstag nach Ostern. Problem ist, dass für meine Lebenspartnerin die Entscheidung schon feststeht, das ich ausziehe, obwohl ich ihr sage, wir sollten die Sache offen lassen. Das bringt mich fast in Panik, ist wohl aus ihrer Sicht aber verständlich.

Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen mit der Aussage, wer mir wohl dabei helfen sollte, hier herauszukommen. Welche Frau sollte das mitmachen? Es erscheint mir klar, das es besser ist, dass wir uns trennen, und da ich meine, dass wir alles tun würden, um es unseren Kindern gut gehen zu lassen, würden wir das wohl auch hinkriegen. All die Katastrophen, die die andern armen Leute aus dem Forum mitmachen müssen (Umgangsrecht, Anwalt, Finanzen, Umzug, etc), gibt es bei uns nicht oder wären ohne Probleme lösbar. Wir könnten sogar vielleicht freundschaftlich miteinander umgehen.

Ich weiß aber trotz allem nicht, ob ich dass nervlich auf die Reihe kriege, und ich glaube sogar, dass ich die einsamen Stunden nicht ertragen könnte. Soll es ja geben, dass da einer mal asklinkt.
Es ist schon sehr schön, abends heimzukommen, die Kinder zu begrüßen, gemeinsam zu essen usw. Aber abends in eine einsame Wohnung zu gehen, ohne irgenjemand würde ich wohl eher nicht als Befreiung ansehen, sondern als Versagen.

Bin ich zu schwach um zu gehen oder glaubt das jeder?

Josie
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« Antwort #12 am: 22. März 2005, 20:26:01 »

Hallo Josie,
ich finde, Du hast sehr gute Beiträge hier erhalten: unterschiedliche Ansichten, die auch mir wieder neue Einblicke geben. Insofern ist Dein Beitrag wirklich nicht banal, wie Du schreibst.

Das ist von Dir neu:
Zitat
Problem ist, dass für meine Lebenspartnerin die Entscheidung schon feststeht, das ich ausziehe, obwohl ich ihr sage, wir sollten die Sache offen lassen.
Dies kam bei mir bisher nicht so an. Ist die Aussage neu von Deiner Frau oder ist sie/Du wechselhaft?  
Zitat
Das bringt mich fast in Panik, ist wohl aus ihrer Sicht aber verständlich.
 
Das ist meines Erachtens der springende Punkt. Du hast Angst, alleine zu wohnen, und schreibst sogar
Zitat
........ohne irgenjemand würde ich wohl eher nicht als Befreiung ansehen, sondern als Versagen.
 
Sorry, willst Du damit alle Singles als Versager hinstellen, willst Du auch mich als Versager hinstellen? Natürlich nicht!
Du erliegst zur Zeit Deiner Selbstverständlichkeit vom Leben, deinen Werten, wie Du geprägt wurdest. Du hast einen harten, innereren Kampf zu bestehen, der mit  Ängsten verbunden ist(Verlassensängsten), und das hat nur mit Dir alleine etwas zu tun. Hier trägst Du m.E. einen Rucksack aus der Kindheit mit. Frage für Dich: spürt deine Frau bei Dir diese Ängste? Wenn dies der Fall ist, dann ist keine Gleichheit zwischen euch, ihr steht nicht auf einer Stufe und könnt gemeinsam nicht eine Lösung finden, die von beiden getragen wird. Sie geht davon aus, dass Du ausziehst -- trotz deinen Ängsten--- irgendwie ist die Kommuinikation zwischen euch schiefgeraten. Pass bitte auf, dass Du Dir nichts vormachst, wie respektvoll ihr euch trennt und verantwortliche Lösungen für eure Kinder findet.

Und jetzt nochmals zurück zu Dir. Hast Du die Möglichkeit mit jemanden zu sprechen, woher diese Ängste des Alleinseins kommen? Ich gehe, nach den Formullierungen die Du benutzt, nicht davon aus, dass es bei Dir die Bequemlichkeit und Vertrautheit einer Familie ist, sondern wirklich die Angst vor dem Alleinsein.

Ich suche mal positive Seiten, wenn Du alleine sein solltest:
Du wirst mit Dir selbst konfrontiert und hast endlich Zeit, mal über Dich nachzudenken und an Dir selbst zu arbeiten. Dies ist eine interessante Entdeckungsreise, die Tiefs- aber auch tolle Hochs bringt. Du erhälst die Chance, dich selbst kennen zu lernen. Und überlege mal, was Du bereits alles geschafft hast: USA-Aufenthalt, gute Prüfung, guter Job, Eigenheim-- Du bist stark und hast was drauf! Und diese Fähigkeiten, die Du besitzt, gehen nicht verloren, wenn Du alleine bist. Und Deine Kids werden Dir Freude in den Alltag bringen, denn der Kontakt wird von der Mutter unsterstützt. Und dann hast Du eine ganz andere Aufgabe mit dem Umgang deiner Kids: Deinen Kids Deine Kraft zu geben.
Betrachte es mal so: das Ende des gemeinsamen Familienlebens ist der Beginn einer neuen Freundschaft einer anderen Seite mit dem Leben.

Diese Gedanken sollten Dir helfen, Ängste vor dem Alleinsein zu verringern oder ganz wegzubringen, insbesondere bei rationalen Abwägungen -- um später das Bauchgefühl zu fragen. Siehe das Alleinsein auch als eine Wahlmöglichkeit an: sie ist eine!
Genauso wie der Ansatz von Haddock oder die wirklich guten Ansätze von den anderen.

Hast Du noch weitere Möglichkeiten ? Suche danach, es lohnt sich.
Und jetzt gehe ruhig und ohne Zwang, etwas bestimmtes für Dich (!) in der Paarberatung erreichen zu wollen, zum termin am nächsten Donnerstag.

Ich wünsch Dir alles gute
Kleinegon


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AJA
Frischling

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« Antwort #13 am: 22. März 2005, 20:26:35 »

 
Zitat
Bin ich zu schwach um zu gehen oder glaubt das jeder?


Das war ich viele Jahre, obwohl mich keine leere Wohnung erwartet hätte, da für mich im Grunde immer klar war, dass die Kinder bei mir sein werden. Trotzdem ist es nicht einfach einen Lebenstraum aufzugeben, auch wenn hunderttausend Vernunftsgründe dafür sprechen. Solche Veränderungen sind ein absoluter Neuanfang, der sicher erst mal ein Umdenken und eine Menge Arbeit, vor allem auch an sich selbst bedeutet.
Alte Gewohnheiten und Rituale einfach aufgeben und neue suchen. Sich im Leben umorientieren, neue Prioritäten setzen. Das ist nicht einfach und geht auch nicht von heute auf morgen, aber es geht und dann kann und wird das sehr wohl eine Befreiung sein.

Versagen ist es schon gar nicht. Zum Scheitern einer Beziehung gehören immer zwei und eure war ja wohl von Anfang an nicht das gelbe vom Ei.

Vergiss die Panik, dein Leben lang allein zu bleiben. Wenn du dich so verkrampfst, wirst du auch keine andere Frau an dich heran lassen können.

Versuche, dir nicht leid zu tun und deine Zukunft nur schwarz zu sehen. Bleibe deinen Kindern ein guter Vater, der sein Leben eine Weile auch ohne Frau an seiner Seite durchsteht.

Gruß AJA

Na ja, das hätte ich mir jetzt sparen können, kleinegon hat das viel schöner geschrieben  ;)

[Editiert am 22/3/2005 von AJA]
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« Antwort #14 am: 22. März 2005, 20:33:33 »

@Aja
Zitat
Na ja, das hätte ich mir jetzt sparen können, kleinegon hat das viel schöner geschrieben  
Nein Aja, nur anders hab ich geschrieben ;)

Aber Danke für das Kompliment --rutscht runter wie Öl
Kleinegon
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josie
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« Antwort #15 am: 22. März 2005, 20:58:26 »

Danke für eure lieben Kommentare und Erahrungen.

Egon, ganz in der Tat bin ich der wechselhafte. Ich bin wohl sehr spontan, ein recht ruhiger Abend wie heut mit lachenden Kindern bringt mich zum Zweifeln, und da muss ich mich schon anstrengen, mir die Probleme mit meiner Frau in Erinnerung zu rufen. War aber erst heue mittag, als ich echt unbehagen hate, mit ihr zusammen einzukaufen. Ist das normal? Aber wer denkt denn gerne an das Schlechte, es gibt auch schöne Momente, muß man da vor Angst an der möglichen Entscheidung sich immer wieder das Schlechte in Erinnerung rufen?

Und du hast ganz recht, der Punkt ist die Angst vor dem Alleinsein. Das hatte ich schon immer, obwohl ich schon mal 18 Monate nicht ganz unglücklich allein gewohnt habe. Ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn ich irgendwann ganz allein nächtens in der einsamen Wohnung bin und mich die PAnik überkommt. Muss ich wohl aufarbeiten



Und Egon, nicht liegt mir ferner, als andere als Versger darzustellen. Hast das wohl auch nicht so gemeint, schön, dass es so einen Humor gibt. Vermisse ich hier auch sehr. Aber mich selbst sehe ich dann schon als Versager (gescheiterte Beziehung, zerüttete Ehe, trennungskinder, all die hässlichen Worte).

Und AJA, gerne würde ich die Panik vergessen, weiß schon, wie das gemeint ist, aber das Problem ist nicht so ganz, dass ich nicht eine Frau an mich heranlassen könnte, sondern dass ich glaube, dass ich diese tolle und offene junge Frau mit ihren 28 Jahren durch mein Beziehungsstress abgeschreckt habe. Sie findet mich nett, süß und toll (hat sie so geschrieben), aber dennoch will sie lieber ihrem EX "eine neue Chance" geben. Soll ich jetzt mit dem Gedanken hier alles hinschmeissen, ihr zu gefallen?

Stimmt schon, es dreht sich alles im Kreis. Oh je, die eine weg, weil ich es nicht packe, an der anderen bleibe ich kleben, auch weil ich es nicht packe, muß es wohl doch irgenwann einmal packen.

Danke euch

Josie
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« Antwort #16 am: 22. März 2005, 21:51:32 »

Muß noch was loswerden:

Wie immer, erst mal nachdenkn, dann reden oder schreiben.

Jetzt langsam sind deine Worte erst angekommen, lieber Egon, alleinsein als Chance, zu sich selbst zu kommen. Wie aufmerksam Du alles gelesen hast, und ihr anderen auch!

Wo hast Du die Weisheiten eigentlich her?

Ich glaube, ich geh jetzt mal ganz ruhig ins Bett, dort ist schon mein Sohn, der wird morgen 10!! Dann sehen wir weiter.

Danke euch allen

Josie
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AJA
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« Antwort #17 am: 22. März 2005, 23:02:33 »

 
Zitat
Soll ich jetzt mit dem Gedanken hier alles hinschmeissen, ihr zu gefallen?


Diese Bemerkung hat mich mal dazu veranlasst, dein Profil anzusehen. Sie ist glatte 10 Jahre jünger als du. Du bist Arzt? Woher kommt dein mangelndes Selbstbewusstsein?

Mir scheint, dass sich alles in deinem Denken darum dreht, dass du nur dann ein perfekter Mensch bist, wenn auch die perfekte Frau, bzw. Beziehung, zusammen mit den perfekten Kindern an deiner Seite ist.

 
Zitat
muß es wohl doch irgenwann einmal packen


Ja, genau das. Und zwar unabhängig von äusseren Umständen. Du ganz allein. Du kannst nicht erwarten, dass dich eine Prinzessin aus deiner unglücklichen Situation befreit. DU musst das schaffen. ALLEIN!

Das meinte ich mit "auf eine andere Frau einlassen". Solange du nicht frei von diesen Zwängen bist, wird das jede Frau spüren.

Versetze dich mal in die andere Seite. Da ist ein Mann, der an einer Frau hängt, die zwar die Mutter seiner Kinder ist, die er aber nicht liebt. Er kommt nicht von ihr los. Warum? Er hat Angst vor dem Alleinsein. Nun kommt da der Engel, nach dem er sich immer gesehnt hat. Dieser Engel hat aber von Anfang an eine nicht zu bewältigende Aufgabe: Er muss besser sein, lieber sein als die ehemalige Frau es jemals war. Er muss der Traumengel, die Traumfrau sein, die immer ersehnt war. Er muss ganz nebenbei Frust und Trennungsschmerz mit aufarbeiten. Er muss die starke Frau an seiner Seite sein.

Ne, ich hör jetzt auf, du liest das jetzt eh nicht mehr und ich wünsche euch einen ganz wunderschönen 10. Geburtstag  present  present  present

Gruß AJA
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« Antwort #18 am: 23. März 2005, 13:04:48 »

AJA, AJA,

da hast Du ganz recht. Hat mich im nachhinein sogar gewundert, dass diese Frau sich so auf einen (platonischen) Kontakt weiter eingelassen hat, meine Briefe und KArten aufbewahrt und mich in guter Erinnerung behalten möchte. Sie möchte den Kontakt ja auch nicht abreißen lassen, andererseits tritt sie feiwillig auchnicht mit mir in Kontakt. Stimmt wohl schon, das das ganze eher abschreckend wirkt.

Und das ist auch richtig, woher kommt mein mangelndes Selbstbewußtsein? Das ist wohl der springende Punkt, hat doch bisher alles ganz gut geklappt, wie Kleinegon und auch andere schon richtig bemerkten.

Aber meinst Du wirklich, dass das eine junge Frau alles so schnell merkt und dann lieber zu ihrem EX zurückgeht um es dort noch mal zu probieren? Aber liebe AJA, klang gestern so, als fiele Dir noch einiges dazu ein. Vielleicht kannst Du es ja die Tage noch mal weiter ausführen.

Aber sicher richtig ist, dass ich da alleine durch muss.

Aber jetzt wird Geburtstag gefeiert  laola   laola   happybirthday  

[Editiert am 23/3/2005 von josie]
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« Antwort #19 am: 23. März 2005, 14:44:00 »


Hallo Josie,

deine Gedanken kreisen doch sehr noch um die Freundin. Mir fällt dabei auf, daß auch du dir die Schuld hier gibst.
Vielleicht wollte sie ihrem Ex auch noch einmal eine Chance geben und nicht alles hinschmeißen. Die Idee hattest du für dich ja auch schon.
Vielleicht war sie auch noch nicht bereit für eine feste neue Beziehung, von der du dich noch nicht gelöst hast. Das alles ist halt Spekulation.

Aja und Kleinegon haben dir ja schon Gedanken zu deinem Versagensempfinden geschrieben. Ich kann mich da nur anschließen.
Jeder, der eine Trennung hinter sich hat oder gerade mitten in der Trennung steckt kennt dieses Gefühl.
Es wird eine Zeit dauern aber auch du wirst akzeptieren können, daß man in dieser Situation die Träume, die man mal hatte loszulassen.

Du bist kein Versager, es hat halt nicht gepasst. Einer allein schafft es nicht eine Beziehung/Ehe aufrecht zu halten, das hat nichts aber auch gar nichts mit Versagen zu tun.

Du schreibst ziemlich sicher, daß es bei euch bei einer Trennung keine Probleme gibt, was den Umgang angeht und du erwartest keine finanzielle Rangerei.
Sieh das doch mal positiv.  In den seltesten Fällen gibt es diese Ausgangsposition.

Die Idee, die Kleinegon dir mal schrieb, ganz in der Nähe der Kids eine Wohung zu suchen, finde ich daher für euch passend. Wenn es keine schmutzige Wäsche gibt ist das eine gute Lösung. Besonders für die Kids, die dich dann halt nicht als Wochenendpapa erleben bräuchten.

Die Angst vor dem Alleinsein, alleine abends in die ruhige Wohnung zu kommen, ist nachvollziehbar. Ich denke es wäre gut, wenn du auch jetzt schon nach Möglichkeiten suchst, das Alleinsein nicht so über dich ergehen zu lassen.

Es gibt viele Möglichkeiten wie z.B: Sport, Bekannte treffen, einem vergessenen Hobby nachgehen usw.

Zweifel nicht so sehr an dir. Jeder macht Fehler und das beste Mittel ist, seine Fehler zu akzeptieren.
Du schaffst das, wie viele andere auch. Es geht nicht von heute auf morgen, du musst dir schon etwas Zeit lassen.

An eine andere, neue Beziehung würde ich erst einmal nicht denken. Das ergibt sich dann schon. Dazu musst du allerdings innerlich gelöst sein und musst den Kopf frei haben.

Wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist, ist doch eine neue Beziehung bei deiner Angst vor der Einsamkeit eher Mittel zum Zweck. Ich meine das jetzt nicht böse und will dir auch nicht auf den Schlips treten.

Ich denke halt einfach, du schaffst es auch allein. Die Probleme, die jetzt da sind, musst du mit deiner Frau lösen. Die Kids brauchen euch jetzt auch besonders. Da ist noch kein Platz für eine neue Beziehung, die funktionieren soll.

Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Geburtstag

Gruß
Tina

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« Antwort #20 am: 23. März 2005, 19:43:34 »

Geburtstag war sehr schon, wir waren alle zusammen mit Gästen im Anfass-Museum, war eine schöne Sache. Könnte mir aber auch vorstellen, jetzt einfach zu gehen. Aber auch nur vorstellen, machen ist was anderes.

Kleinegon hat schon recht, es sind eine Menge sehr wertvoller Beiträge, von außen ist die Sache klarer zu sehen als wenn man drinsteckt. Aber ihr lieben Schreiber, ihr seid wohl doch eine besondere Sorten Menschen.

Jeder Beitrag gibt neue Perspektiven und in der tat kreisen meine Gedanken auch ganz oft um die neue Freundin, die ja leider keine ist. eigentlich waren wir ja gute Freunde geworden, da schmerzt es umso mehr, dass sie sich nicht meldet. Vielleicht kann sie nicht oder sieht besser als ich, dass es nicht geht. Ich sehe das als weiterer Weg zu mir, sie nicht zu brauchen und mich meinrseits nicht mehr zu melden. Tut aber schon weh, sich bei einem Freund nicht mehr melden zu dürfen.

Mittlerweile hat sich der Gedanke hier auszuziehen so verfestigt, dass es fast normal geworden ist, darüber ohne tränen nachzudenken. Ein ganz seltsames Gefühl. Kleinegon hat die Vorteile des alleinlebens so sehr als positive Erfahrung dargestellt, dass ich denke, man
m u s s so etwas mitgemacht haben.

Ihr habt recht, die Paarberatung sollte abgewartet werden, vorher nicht so viel Gedanken.

Euch nochmals herzlich gedankt

Josie
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« Antwort #21 am: 23. März 2005, 19:58:34 »

Hallo josie
 
Zitat
dass ich denke, man
m u s s so etwas mitgemacht haben.
 
nicht m u s s , sondern kann.
 
Zitat
Wo hast Du die Weisheiten eigentlich her?
 
durch Gespräche, lesen,..... kommen neue Gedanken, Aspekte, Formulierungen... ---- und einige finden einen Ansprechpartner, etwas bekanntes in meinem Bauch -- und dann kann ich sie wahrnehmen und sie sind für mich stimmig.

Schau mal in Deinen Bauch: auch Du hast Weisheiten drin, such sie!

Gruß und alles Gute
Kleinegon
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« Antwort #22 am: 23. März 2005, 20:46:40 »

Hallo Kleinegon,

hab mich schon richtig gefreut auf deine Nachricht. War wieder mal schön.

Josie
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« Antwort #23 am: 24. März 2005, 19:06:37 »

Hallo Josie,
Zitat
Aber ihr lieben Schreiber, ihr seid wohl doch eine besondere Sorten Menschen.
 
Ich glaube nicht, Josie. Wir sind ganz verschiedene Menschen und jeder hat sein Schicksal individuell erfahren, hat ganz persönliche Einblicke zu sich selbst gefunden. Wir haben ähnliche Erlebnisse gehabt, mit unterschiedlichen Folgen. Und jeder hat für sich selbst seine Entscheidungen getroffen. Allen jedoch ist die Verantwortung und die Liebe zu ihren Kindern der zentrale Punkt.

Und ich bin so normal, dass ich mich wahnsinnig darüber freue, dass Du Dich freust!
 heartpump lichen Dank
Kleinegon
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AJA
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« Antwort #24 am: 24. März 2005, 19:29:55 »

 
Zitat
Aber liebe AJA, klang gestern so, als fiele Dir noch einiges dazu ein. Vielleicht kannst Du es ja die Tage noch mal weiter ausführen.


Das mache ich gerne, josie, aber erst, wenn du deinen "Termin" hinter dir hast, okay?

Gruß AJA
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