Hallo traurig hoch zehn,
Du sitzt in einem ganz schönen Schlamassel und ich freue mich, dass Du hier Deine Gedanken aufschreibst.
Tina hat schon deutlich geschrieben, dass man nicht weiß, was du eigentlich willst.
Ich hatte die sprichwörtliche Rosabrille auf, und dachte mit meiner Freundin wäre alles besser.....Die Rosabrille ist schneller ab als man glaubt; was übrig bleibt ist Schrott......Meine Freundin, bei der ich noch wohne, ..........
Du mußt also zustimmen, dass Du erst einmal in Dich kehrst und lernen mußt, was Du wirklich willst.
weil ich glaube das ich, jemand der soetwas unglaubliches tun konnte, kein Recht mehr hat am Leben zu sein.
Vollständiger Quatsch !!!!
ES gibt wohl viel, viel schlimmere Sachen, die von Menschen gemacht wurden -- und teilweise noch stolz darauf waren -- als Du.
Du hast einen Fehler gemacht, die Folgen sind für dich sehr gravierend. Das hast Du erkannt. Jetzt geht es darum zu wissen, wie Du Vater werden kannst. DA Du diesen großen Fehler gemacht hast kann es sein, dass das gemeinsame Sorgerecht nicht gegeben wird sondern das alleinige der Mutter zuerkannt wird. Damit mußt Du rechnen. Viele werden sagen, dass das auch o.k.ist, man kann dies der Mutter auch nicht zumuten.
Dann mußt Du mit Unterhaltszahlungen rechnen, für die Tochter und für die Mutter. Die können, je nach Verhältnis, ganz schön hoch sein und Du wirst ganz schön weit fallen. Mach Dich auch darauf gefasst.
Und Deine Freundin, wenn Du nur noch das Häuflein Elend bist, könnte Dich auch bald aus ihrere Wohnung rauswerfen (insbesondere, wenn sie das liest mit der Rosa-Brille). Mach Dich auch darauf gefasst.
Du endest Deine Mail mit dem Satz
Ich weiß nicht was ich tun soll.
1.
Werde Dir über Deine Situation klar.
2.
Nimm Dir psychologische Hilfe -- die brauchst Du (ich brauchte sie drei Jahre!)
sonst zerfleischst Du dich noch in Selbstvorwürfen.
3.
Entschuldige Dich bei Deiner Frau schriftlich. Mache ihr klar, dass Du die finanzielle Verantwortung übernehmen wirst. Erwarte nicht, dass sie dir verzeiht!
4.
Gehe zu Deinem Anwalt und weise ihn an, dass er die Schriftsätze nicht dazu nutzt, um schmutzige Wäsche zu waschen -- das hat hier keinen Sinn-- wenn es je einen gehabt haben soll. Er soll vom Kind aus argumentieren. Auch Kinder verzeihen ihren Eltern, wenn sie Verbrecher waren. Das Kind hat das Recht, den Vater zu kennen und zu lieben.
5.
Die psychologische Hilfe hilft Dir zu erkennen, was Du tun sollst. Das muß von Dir innen heraus wachsen. Du bist jetzt vor den Kopf geschlagen und siehst keinen Ausweg. Es gibt viele Möglichkeiten (s.u.), und die Augen hierzu muß Dir jemand drittes öffen.
Viele Menschen haben einmal einen Blödsinn gemacht, und wie die Todesstrafe bei uns abgeschafft wurde, genauso hast auch Du ein Recht, wieder aufzustehen und glücklcih zu sein.
Ich wünsch Dir kraft
Kleinegon