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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 09:34:49 *
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Autor Thema: Eine neue miese Geschichte  (Gelesen 885 mal)
traurighoch10
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1


« am: 19. März 2005, 13:59:19 »

Hallo,

ich bin schon länger angemeldet und verfolge die Geschichten hier.
Ich denke es ist Zeit meine Geschichte- eine wirklich miese Geschichte- kund zu tun.

Mein Absturz begann letztes Jahr im Juli.
Ich bin mit meiner Frau seit neun Jahren zusammen. Im April 2003 haben wir geheiratet und Anfang 2004 haben wir uns entschieden ein Kind zu zeugen.
Es hat auch sofort geklappt doch auf einmal war ich nicht mehr in der Lage mit der neuen Situation um zu gehen.
Im Juli ist es dann passiert. Ich hab eine alte Freundin wieder getroffen und eh ich mich versah wurde eine heimliche Affaire daraus.
Ich dachte ich könnte es jederzeit beenden und das es mir nur über die Schwangerschaft meiner Frau, in der sie wirklich schwierig wurde, hinweg hilft. Ich war so ein Idiot.
Irgendwie war meine Freundin so anders (natürlich) und irgendwann dachte ich, ich würde meine Frau nicht mehr lieben.
Im November 2004 haben meine Frau und ich uns dann getrennt.
Ja, ich Schwein habe sie kurz vor der Geburt verlassen, weil ich dachte mein Leben als Vater wäre vorbei.
Ich hatte die sprichwörtliche Rosabrille auf, und dachte mit meiner Freundin wäre alles besser.

An alle da draußen, die vielleicht auch vor so einem Schritt stehen und glauben es gibt nur die Lösung abzuhauen - das ist quatsch.
Die Rosabrille ist schneller ab als man glaubt; was übrig bleibt ist Schrott.

Meine Tochter ist im Januar geboren. Da wir nur noch über Anwälte kommunizieren; unter anderem auch, weil meine Frau mich nicht mehr sehen will; hab ich sie noch nie gesehen.
Aber es war auch mein Wunschkind. Ich war nur zu blöd, das zu sehen was ich da aufgebe.

Anfangs ging es mir auch noch ganz gut. Ich dachte ja, das was ich da tue ist das einzig richtige für mich - wie egoistisch.
Erst nach drei Monaten kamen die Depresionen und der Wunsch, das Rad der Zeit einfach zurück drehen zu können. Weil das nicht geht quälen mich oft Selbstmordgedanken, weil ich glaube das ich, jemand der soetwas unglaubliches tun konnte, kein Recht mehr hat am Leben zu sein.

Was damit einher kommt ist wohl klar.
Ich hätte fast meinen Job verloren, weil ich völlig neben der Spur bin. Meine Freundin, bei der ich noch wohne, muß damit klar kommen das ich eigentlich nur noch ein häufchen Elend bin.

Ich weiß nicht was ich tun soll.
Gespeichert
catilotti
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 103



« Antwort #1 am: 19. März 2005, 15:15:20 »

9 Monate Schwangerschaft sind wohl für manche Männer zu lang ....
Gespeichert
DieMystiks
_DieMystiks
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.472


WWW
« Antwort #2 am: 19. März 2005, 16:09:24 »


Hallo traurighoch10,

ich kann nicht wirklich herauslesen, was du ausdrücken möchtest.
Du schreibst von deiner Freundin, die damit zurecht kommen muss, daß es dir schlecht geht. Ebenso möchtest du das Rad der Zeit zurückdrehen.

Weisst du eigentlich was du möchstest?Huch?

Du solltest dir darüber mal Gedanken machen, bevor du an weitere Schritte denkst.
Für deine Tochter musst auch du Verantwortung übernehmen.
Dass deine Frau dich nicht mehr sehen möchte ist wohl gut nachzuvollziehen.

Also denke erst einmal über dich nach und wie du es regeln kannst trotz der ganzen Misere für deine Tochter ein Vater zu sein.

Es sieht so aus, als ob du einiges verbockt hast...jetzt ist es an der Zeit den Allerwerstesten hoch zu bekommen.

Sortiere deine Gedanken, erst wenn du ein Ziel vor Augen hast, kannst du beginnen den Weg zu gehen.
Die düsteren Gedanken musst du versuchen loszuwerden. Weglaufen ist keine Lösung.

Halte dir vor Augen, daß du Vater bist, deine Tochter kann nun überhaupt nichts dafür, daß die Ehe ihrer Eltern den Bach runter ist.

Ich lese auch heraus, daß es dir bei deiner Freundin nicht so gut geht, wie du anfangs erhofft hast. Die Rosabrille ist nun weg .....ja und jetzt?Huch?
Versetze dich auch mal in die Lage deiner Freundin. Wahrscheinlich hat sie sich eure Beziehung auch anders vorgestellt.
Welche Rolle spielt sie denn nun? Du schreibst wenig (bis gar nicht) über positive Gefühle ihr gegenüber....hat sie  die Situation wie sie jetzt ist, so verdient??

Ich glaube, du machst es dir im Moment etwas zu einfach. Du musst aus deinem Tief raus und klare Verhältnisse für dich und deine Umgebung schaffen.

Gruß
Tina

Gespeichert

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
kleinegon
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 596


« Antwort #3 am: 19. März 2005, 18:03:55 »

Hallo traurig hoch zehn,

Du sitzt in einem ganz schönen Schlamassel und ich freue mich, dass Du hier Deine Gedanken aufschreibst.
Tina hat schon deutlich geschrieben, dass man nicht weiß, was du eigentlich willst.
 
Zitat
Ich hatte die sprichwörtliche Rosabrille auf, und dachte mit meiner Freundin wäre alles besser.....Die Rosabrille ist schneller ab als man glaubt; was übrig bleibt ist Schrott......Meine Freundin, bei der ich noch wohne, ..........

 


Du mußt also zustimmen, dass Du erst einmal in Dich kehrst und lernen mußt, was Du wirklich willst.

 
Zitat
weil ich glaube das ich, jemand der soetwas unglaubliches tun konnte, kein Recht mehr hat am Leben zu sein.
 
Vollständiger Quatsch !!!!
ES gibt wohl viel, viel schlimmere Sachen, die von Menschen gemacht wurden -- und teilweise noch stolz darauf waren -- als Du.
 Du hast einen Fehler gemacht, die Folgen sind für dich sehr gravierend. Das hast Du erkannt. Jetzt geht es darum zu wissen, wie Du Vater werden kannst. DA Du diesen großen Fehler gemacht hast kann es sein, dass das gemeinsame Sorgerecht nicht gegeben wird sondern das alleinige der Mutter zuerkannt wird. Damit mußt  Du rechnen. Viele werden sagen, dass das auch o.k.ist, man kann dies der Mutter auch nicht zumuten.

Dann mußt Du mit Unterhaltszahlungen rechnen, für die Tochter und für die Mutter. Die können, je nach Verhältnis, ganz schön hoch sein und Du wirst ganz  schön weit fallen. Mach Dich auch darauf gefasst.

Und Deine Freundin, wenn Du nur noch das Häuflein Elend bist, könnte Dich auch bald aus ihrere Wohnung rauswerfen (insbesondere, wenn sie das liest mit der Rosa-Brille). Mach Dich auch darauf gefasst.

Du endest Deine Mail mit dem Satz
Zitat
Ich weiß nicht was ich tun soll.  


1.
Werde Dir über Deine Situation klar.
2.
Nimm Dir psychologische Hilfe -- die brauchst Du (ich brauchte sie drei Jahre!)
sonst zerfleischst Du dich noch in Selbstvorwürfen.
3.
Entschuldige Dich bei Deiner Frau schriftlich. Mache ihr klar, dass Du die finanzielle Verantwortung übernehmen wirst. Erwarte nicht, dass sie dir verzeiht!
4.
Gehe zu Deinem Anwalt und weise ihn an, dass er die Schriftsätze nicht dazu nutzt, um schmutzige Wäsche zu waschen -- das hat hier keinen Sinn-- wenn es je einen gehabt haben soll. Er soll vom Kind aus argumentieren. Auch Kinder verzeihen ihren Eltern, wenn sie Verbrecher waren. Das Kind hat das Recht, den Vater zu kennen und zu lieben.
5.
Die psychologische Hilfe hilft Dir zu erkennen, was Du tun sollst. Das muß  von Dir innen heraus wachsen. Du bist jetzt  vor den Kopf geschlagen und siehst keinen Ausweg. Es gibt viele Möglichkeiten (s.u.), und die Augen hierzu muß Dir jemand drittes öffen.

Viele Menschen haben einmal einen Blödsinn gemacht, und wie die Todesstrafe bei uns abgeschafft wurde, genauso hast auch Du ein Recht, wieder aufzustehen und glücklcih zu sein.

Ich wünsch Dir kraft
Kleinegon

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Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
haddock
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 837


« Antwort #4 am: 19. März 2005, 19:40:56 »

Zitat
9 Monate Schwangerschaft sind wohl für manche Männer zu lang ....  


Hallo,
dieser Beitrag ist nicht sehr hilfreich - und zudem überflüssig c

:-(
Haddock
Gespeichert
haddock
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 837


« Antwort #5 am: 19. März 2005, 19:47:53 »

Hallo TraurigHoch10,

dem was Kleinegon geschrieben hat möchte ich nicht viel hinzufügen. Es stimmt schon was er schreibt.

Aber, versuche dich nicht von deinem dir selber ja als falsches erkanntes Verhalten nicht ausknocken zu lassen.
Du hast einen Fehler gemacht.
Verzeihen wirst du nicht erwarten können.

Aber das Unrecht, welches du deiner Ex getan hast, darf sie dir gegenüber nicht mit dem beliebten Instrument "Kindesentzug" vergelten.
Das gilt es zu verhindern, und ich meine, es gibt nichts, was das Instrumentalisieren eines Kindes um Rache oder Vergeltung zu üben entschuldigt.

Aber, warte ab, vielleicht findet ihr doch noch eine Möglichkeit zu kommunizieren.

Kopf hoch und allen Beteiligten das Maß an Weisheit, welches ihr benötigt.

Gruß
Haddock
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JensB2001
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.099


« Antwort #6 am: 20. März 2005, 00:55:36 »

Hey!

 
Zitat
9 Monate Schwangerschaft sind wohl für manche Männer zu lang ....


Weiß nicht worüber ihr euch alle so aufregt .. aber nur weil es @catilotti auf den Punkt gebracht hat??

Und das hat sie ja wohl .. scheinbar war es ihm zu lang, weil er brauchte ja eine Affaire .. anstatt für sie da zu sein ..

Und davon mal abgesehen, weiß scheinbar so manch einer nicht wirklich das eine Schwangerschafft dann wiederum nur 9 Monaste dauert .. Anfang  2004 Kind gezeugt und anfang 2005 ist es auf die Welt gekommen?!
Hm .. naja der Begriff "Anfang" mag natürlich auch recht weitläufig sein ..

Und nun scheint es nach der Trennung vor der Geburt nicht  mehr so mit der neuen zu laufen, schon vrmisst man die alte .. und will zu ihr zurück .. zumindest hat man ja gemerkt was es für ein Fehler war und was man da aufs Spiel gesetzt hat .. und das klingt nun auch nach einem gewissen Wunsch nach "zurück" ..

Aber dennoch wohnt man, nachdem die Rosarotebrille runter ist, noch bei der Freundin ..

Na das ja auch klasse ..

Klingt nach Zweigleisig fahren .. das eine noch warm haltenbis das andere richtig warm wird..so wars ja schon mal..und jetzt machen wir es nur umgekehrt wieder zurück??

Also .. da klingt dennoch einiges auch sehr nach Selbstmitleid ..nur das Leid wurde selber verbockt .. und nun noch sowas..


Weiß nicht wohl kaum ok so ...

Und bei allem noch solche Gedanken ..hm .. wie wärs mal sich über ds klar zu werden was man wirklich will und nicht nur den einfachen Weg zu nehmen .. von einem Nest ins andere ..

Das Selbstmitleid weg lassen .. und mal Konsequenzen akzeptieren, für klare Linien sorgen und Verantwortung tragen ..

Und notfalls sich Hilfe holen ...

Und er hat nicht nur einen  Fehler gemacht... er macht gleiche Fehler schon wieder ....

Und das die KM so reagiert ..naja ist nicht ganz ok , aber auch nicht unverständlich ..

Und wenn sie wüßte wie er noch so denkt und handelt.. na dann Mahlzeit ..

Also werd dir klar was du willst, handel, schaffe klare Linien, trage die Konsequenzen deines Handelns und deiner Fehler, trage die Verantwortung mit .. und versuche mit der KM zu sprechen und möglichst mit Hilfe..mit Hilfe von Beratungsstellen .. und wenn du Probs auch mit dir hast, dann bitte besorge dir auch Hilfe !!!!!

Alles Gute


 
 


@kleinegon

Sie sind verheiratet

 
Zitat
DA Du diesen großen Fehler gemacht hast kann es sein, dass das gemeinsame Sorgerecht nicht gegeben wird sondern das alleinige der Mutter zuerkannt wird. Damit mußt Du rechnen


Da gibt es nich ".. das das GSR nicht gegeben wird .."

Das GSR ist da .. es könnte wenn höchstens genommen werden ..aber warum?..Dafür liegt erstmal nichts vor, ihm das zu nehmen!!

Auch nicht wenn er einige Fehler gemacht hat..die haben aber nichts mit dem GSR zu tun...

 


Gruß
Jens
Gespeichert
kleinegon
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 596


« Antwort #7 am: 20. März 2005, 07:29:02 »

@Jens
Die Parteien kommunizieren nur noch über RAe. Wir wissen nicht, ob die KM das ASR beantragt hat. Wenn dem so ist, dann muß der Richter entscheiden. Nach den hier geschilderten Umständen wird der Richter nicht umhin kommen, das ASR der KM zu geben.

@Traurighoch zehn
@Haddock
Zitat
Kopf hoch und allen Beteiligten das Maß an Weisheit, welches ihr benötigt.
Ein guter und schön formulierter Satz, dem ich mich voll anschließe
Kleinegon
Gespeichert

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