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Autor Thema: Kind lehnt familienpsychologische Begutachtung ab  (Gelesen 50356 mal)
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #25 am: 30. Mai 2015, 00:52:55 »

Moin

Darüber hinaus erinnere ich in diesem Zusammenhang an die schöne Formulierung, dass der beeinflusste Wille des Kindes psychische Realität für das Kind geworden ist und ein Durchbrechen dieses Willen dem Kind nicht zuzumuten ist.
Wenn das zynisch gemeint ist: bitte das nächste mal irgendwie kennzeichen.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
greggbarow
Schon was gesagt
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« Antwort #26 am: 30. Mai 2015, 11:02:21 »

Klar war das zynisch gemeint. Aber sowas von.

Und was soll schon bei einer Weigerung des Kindes herauskommen.

Sachverständige und Richter lehnen sich wie immer in das bequeme Polster ihrer eigenen Wahrheit zurück und der Rest ist elterlicher Konflikt, den es nur geschickt genug auszunutzen gilt, dummschlaue Gutachten und Beschlüsse zu formulieren, um (nur) den Anschein zu erwecken, man habe die göttliche Weisheit und Wahrheit inne.
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Krishna
_krishna
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« Antwort #27 am: 02. Juni 2015, 11:43:01 »

Mensch, Leute!

Ich verstehe nicht, wie man immer an einzelnen Sätzen herumdoktern muss und sich daraus irgendetwas zusammenreimt. Meine Frage zielt in Richtung Erfahrung mit einem solchen Sachverhalt. Wir schreiben hier ud sprechen nicht. Es jedem recht zu machen, damit auch das letzte Wort verstanden wird, ist schriftlich ganz einfach unmöglich. Deshalb bleibt doch bitte bei der Frage.


@Oldie: Wenn du (immer noch) nicht verstehst, warum Sohnemann von diesem ganzen Juristenkram nichts mehr hören will, dann weiß ich nicht so recht, ob du an diesem Thread teilnehmen solltest.

Ein 11-jähriger trifft aufgrund seiner eigenen schulischen und privaten Erfahrungen mit der mütterlichen Unterstützung die Entscheidung, es von nun an mit seinem Vater zu versuchen, der ihn immer unterstützt hat.
Und JAAAAAAA!!!!! natürlich habe ich ihm in den Gesprächen einen möglichen Wechsel gesagt, dass die Tür für ihn immer offen steht. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass er sich da gaaaanzz lange Zeit mit seiner Entscheidung lassen kann, weil ein Kind, das nur dem (JAAAAAAAAAAA!!!! natürlich weiß er, dass ich einen Verbleib bei der Mutter für die schlechtere Variante gehalten habe) Willen des Vaters folgt, auf Dauer mit aller wahrscheinlichkeit am eigenen Unglück eingehen würde.

Das Kind befand sich damals in einem sehr großen Loyalitätskonflikt, hat aber trotzdem (und ich habe ihm auch ganz klar gesagt, dass das viel Stress geben wird und ich ihn nicht vor möglichen Reaktionen der Mutter schützen kann) eine ganz bewusste Entscheidung gegen sie und für mich getroffen. Und die zieht er durch, auch wenn seine Mutter ihm ständig nur ein schlechtes Gewissen machen will. Und naaatttüüüüürrrrlich haben ihn die Gespräche mit mir beeinflusst. Ich bin als Vater aber auch nicht gehalten, ihn angesichts der offenkundigen Probleme der Mutter gegen meine eigene Einschätzung anzulügen. Letzteres hat mir sogar mal der JA-Fuzzi gesagt, denn das kann man anscheinend noch nicht einmal von Vätern verlangen. Nehmen wir es mit Heisenberg: Jedes Gespräch beeinflusst den Gesprächspartner, ob er das will oder nicht.

Was hätte ich von Lügen in diesem Thread?

Ach so, nochmals zum Verfahrensbeistand: Die Frau hat seine Aussagen durch dopplete Fragestellungen in einem Satz und Vorgaben der möglichen Antworten massiv beeinflusst und seine sofortige Einschränkung (also nachdem er selber gemerkt hatte, was er da gerade gesagt haben könnte) schlicht nicht erwähnt um anschließend die Lobhudelei auf die Mutter zu starten. Warum er das weiß? Weil wir naaattüürrrlliicch darüber gesprochen haben und er mir erzählt hat, was da passiert ist. Das hat er auch der damals wie heute zuständigen Richterin erzählt, die sich dann etwas über diese Verfahrensbeiständin wunderte nach der Kindesanhörung. Trotzdem hat diese Richterin genau diese Beiständin wieder beauftragt. Ich glaube, das hat die im Moment der Bestellung gerade nicht auf dem Schirm gehabt. Und falls doch: Sohnemann will nicht mit ihr sprechen. Das habe ich ihr auch mitgeteilt, und auch, dass ich nicht will, dass sie das während des Umgangs bei der Mutter versucht. Reaktion: 1. Das teile ich dem Gericht mit (wirst schon sehen, was du davon hast...), 2. ich sei nicht der einzige Sorgeberechtigte für meinen Sohn (danke für die Info, wusste ich noch gar nicht...) Völlig pissig halt.

Und genau das ist mein Problem. Die haben anscheinend das erste Mal den Fall, dass ein Kind seine Mama verlässt, zu einem kämpferischen Vater geht und dem Gericht und der Helferindustrie einfach den Finger zeigt. Ich glaube, es treibt die Beteilgten in Verzweiflung, wenn sie nichts mehr zu sagen haben, weil ein Kind seinen Willen durchzieht. Und vor allem auch, wenn dem Gericht längst mitgeteilt wurde, dass Sohnemann eine weitere Änderung in seinen Lebensverhältnissen schlicht nicht akzeptieren und nach der Schule trotzdem einfach wieder zum Vater fahren würde. Verdammt, dann bräuchte man ja einen Gerichtsvollzieher? Verdammt, das kann man einem 11-jährigen ja gar nicht antun... Die sind allesamt halt einfach nur pissig. Und naattüürrlliicchh unterstellen die mir Manipulation, weil es ja gar nicht anders gewesen sein kann. Und noch einmal: Ich habe ihn nicht mit irgendwelchen Versprechungen geködert und ich habe auch keine Lügengeschichten über seine Mutter verbreitet.

Meine Frage zielt auf Erfahrungen in ähnlich gelagerten Fällen. Ständig nur Verdrehungen richtigstellen zu müssen, das habe ich im Verfahren schon genug.

Es gibt hier nichts aufzudecken durch irgendwelche Vermutungen. Es war so, wie ich es beschrieben habe.  Ich habe mich selber mehrfach kneifen müssen, nachdem er das erste Mal sagte, er wolle jetzt zu uns wechseln. Und auch danach haben wir nichts überstürzt. Ich habe noch weitere Gespräche mit ihm geführt, um mögliche Kurzschlussreaktionen oder andere, nicht zielführende Motivationen erkennen zu können und erst danach mit der Mutter gesprochen, die davon aber natürlich nichts wissen wollte. Und dann hat er mich ca. eine Woche später gefragt, ob ich ihn von der Schule abholen komme. Ab morgen solle es so sein...

Gruß
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Gruß

Krishna
midnightwish
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« Antwort #28 am: 02. Juni 2015, 12:33:38 »

Und falls doch: Sohnemann will nicht mit ihr sprechen. Das habe ich ihr auch mitgeteilt, und auch, dass ich nicht will, dass sie das während des Umgangs bei der Mutter versucht. Reaktion: 1. Das teile ich dem Gericht mit (wirst schon sehen, was du davon hast...), 2. ich sei nicht der einzige Sorgeberechtigte für meinen Sohn (danke für die Info, wusste ich noch gar nicht...) Völlig pissig halt.

Was ist denn daran pissig?

Sie muss dem Gericht mitteilen, dass euer Sohn nicht mit ihr sprechen will. Was soll sie denn sonst tun? Sie soll ein GA erstellen und wenn das Kind nicht daran mitwirken will, dann ist sie verpflichtet das eben so mitzuteilen. Sie könnte natürlich auch nach Aktenlage entscheiden ohne das Kind zu sprechen. Wäre das besser?

Und das du nicht ASR bist ist eben auch eine Tatsache. Du kannst ihr damit nicht verbieten sich mit der Mutter und dem Kind zu treffen, wenn dies in der Umgangszeit der KM geschieht. Andersrum würdest du dir ja auch nicht verbieten lassen zu xyz zu gehen, nur weil die KM das nicht gut findet.

Ich fürchte nur, dass du dir mit deiner Verweigerungshaltung gerade das Grab für eurem Sohn schaufelst und im schlimmsten Fall das Kind zurück zur Mutter muss, weil die Bindungsintoleran und Erziehungunfähgikeit unterstellt wird.

Erfahrungen hat hier damit anscheinden niemand, weil es eben nicht oft vor kommt, das ein Kind sich verweigert, wenn es um solche Gutachten geht

Tina
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Krishna
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« Antwort #29 am: 02. Juni 2015, 13:26:25 »

Hallo,

was soll ein solcher Hinweis einer Rechtsanwältin in einem Sorgerechtsverfahren? Noch dazu an einen anderen Juristen, was sie natürlich auch weiß. In der konkreten Situation (das war eine Schnellschuss-Mail von ihr) war das einfach nur patzig so in der Richtung "von dir lass ich mir nichts sagen". Sie hätte ja auch mal fragen können, warum denn niemand mehr mit ihr sprechen will? Das weiß sie wohl nur zu gut und erklärende Worte sind gar nicht mehr erforderlich. Die Richterin oder die gegenerische Anwältin werden ihr längst berichtet haben, dass eine Beschwerde gegen sie ansteht. Die ist bislang nur angekündigt.

Ich sehe das mit dem Verbot bei der Mutter durchaus anders. Zunächst soll das Kind zu einer äußerst erheblichen Frage dieses Verfahrens und zu seiner Zukuft befragt werden. Das geht m.E. nur mit Einwilligung beider ET. Wäre ja noch schöner, wenn man solche Verfahrensmanipulatoren ohne dies losschicken könnte. Zudem würde die vermutlich auch bei einem solchen Treffen (also nach der ersten völlig falschen Stellungnahme letztes Jahr) kein Tonband mitlaufen lassen. Dann könnte man sie auch viel zu leicht der Lüge überführen. Es geht hier ja nicht um Freunde der Mutter oder des Kindes, die halt beim Umgang anstehen.

Das mit der Bindungstoleranz passt hier also nicht, weil Sohnemann nicht an die VB gebunden ist. Und Erziehungsunfähigkeit darf man schon nach BGH-Rechtsprechung allein aus der Tatsache des Ablehnens eines Gutachtens nicht folgern. Das OLG würde irgendeinen Schnellschuss der Richterin sofort kassieren. Es hat schon in einer Beschwerde, die die Mutter dann allerdings zurücknahm, deutliche Worte gegen die Spekulationen der Richterin gefunden.

Ich glaube, die Richterin weiß längst, dass sie mit noch so vielen Einfällen nichts mehr daran machen kann, dass Sohnemann nicht mehr bei der Mutter leben wird. Umgang hat sie ja. Genauso viel wie ich früher. Und das war nicht wenig.

Na ja, ich hatte gehofft, dass zufällig jemand Kenntnis von einem ähnlich gelagerten Fall hat, da ich dazu leider selber nichts gefunden habe.

Gruß
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Krishna
TotoHH
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« Antwort #30 am: 02. Juni 2015, 13:30:29 »

Moin K.

Denk mal über diesen Satz nach:
Ich fürchte nur, dass du dir mit deiner Verweigerungshaltung gerade das Grab für eurem Sohn schaufelst und im schlimmsten Fall das Kind zurück zur Mutter muss, weil die Bindungsintoleran und Erziehungunfähgikeit unterstellt wird.
Die Befürchtung teile ich auch!

Gerade wenn Du mit gutem Gewissen sagen kannst, Du hast ihn nicht manipuliert, gerade dann musst Du zunächst Dir selbst und dann dem Kind klarmachen, dass es innerhalb des Verfahrens das Gericht und idealerweise eben auch Beistand und wer da sonst noch mitmischt überzeugen muss.
Ich meine, wie soll sonst jmd eine Entscheidung treffen?? Und ja, es ist eben nicht vorgesehen, dass Kinder in dem Alter selbst entscheiden! (hier wird immer gerne der Vergleich mit dem Schulbesuch genannt).

Dein Sohn muss lernen, dass es Autoritäten gibt, die seine Entscheidungen zum Teil überstimmen. Im Normalfall sind das Vater und Mutter. Und wenn die sich eben nicht einigen können, dann die sog. Helferindustrie (durch Beratung) oder letztendlich ein Richter. Sohn kann und sollte sich nicht diesem Prozess entziehen, denn dann hat er ja noch nicht einmal die Chance sich einzubringen! Und Deine Aufgabe auf einen fairen, objektiven Verfahrensablauf zu achten und ggf. darauf hinzuweisen, wenn es aus dem Ruder läuft. und Sohn die Gewissheit zu geben, dass es fair und gerecht zu geht. Dass Du unzufrieden bist mit dem aus Deiner Sicht nicht objektiven Ablauf und der Voreingenommenheit aller Beteiligten, musst Du lösen, solltest es aber nicht mit dem Kind diskutieren, schon gar nicht das Kind darin bestärken.

Gruß, toto
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TotoHH
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« Antwort #31 am: 02. Juni 2015, 13:34:08 »

Achja, nur ein kurzer Abriss, warum hier manche wohl ein Gefühl haben, dass Deine Schilderung sehr subjektiv gefärbt sind:
Ich sehe das [...] anders.

Du solltest den Gegenwind/ die Fragen hier nicht als Zweifel an Deiner Integretät interpretieren, vielmehr als Spiegel, den wir Dir hier vorhalten.
Mach was draus!

Noch ein Gruß, toto
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Krishna
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« Antwort #32 am: 02. Juni 2015, 14:09:24 »

Hallo,

leider wird der Spiegel von jedem Beteiligten anders gehalten und wirft daher auch immer ein anderes Licht. Das habe ich, wie gesagt, bereits im Verfahren. Ich denke auch nicht, dass man das System dadurch unterstützten sollte, dass man blind an solchen Gewissensbeschwichtigungsbeschlüssen eines Gerichts teilnimmt, nur weil es sich um eine Autorität handeln soll. Ich habe zehn Jahre das ganze Geschwafel der Beteiligten mitgemacht, um freundlich zu bleiben und kooperativ zu wirken. Damit ist Schluss. Ich halte nun dem Gericht und den Beteilgten den Spiegel vor. Das ist nicht mein erstes Ziel, sondern nur zwangsläufige Folge des Nicht-mehr-länger-Mitspielens.

Was meinen Sohn angeht, so ist das eine Entscheidung, die bei ihm wohl überwiegend emotional getroffen wurde. Er will nichts mehr mit solchen Leuten/Lügnern zu tun haben. Außer mit der Richterin. Die mag er wohl irgendwie und der möchte er einfach sagen, dass er keine Veränderung mehr will. (Keine Sorge. Er ist da ganz offen und solch ein Gespräch dauert eine halbe Stunde. Da nur manipulativ nur das Wesentliche zu sagen, reicht nicht!)  Er will das aus dem Kopf haben und nicht länger daran denken und deswegen lehnt er es auch ab, an weiteren x Terminen wie Gutachten teilzunehmen. Er braucht seine Zeit für Freunde und Schule. Er will sich nicht länger rechtfertigen müssen.

Und noch einmal deutlich: Eine Beiständin lügt und eine solche Person soll man überzeugen müssen? Wir bringen den Kindern bei, nicht zu lügen. Erwachsene dürfen das? Autoritäten zu akzeptieren, ist wichtig. Aber dazu muss man erst einmal eine solche darstellen. Die Frau ist untragbar und hat mehr als einen Rauswurf aus der Gerichtskartei nicht verdient.
Er will sich nicht einbringen, sondern hat das mit seinem Wechsel längst getan. Der von der Mutter durch die Verfahren aufrechterhaltene Druck macht ihn fertig. Das merkt man dann an den Noten und dem Verhalten in der Schule... Mutter änderte ihr Verhalten in Richtung schlechtes Gewissen machen, nachdem sie die Endgültigkeit seiner Entscheidung wohl endlich begriffen hatte, und plötzlich melden sich die Lehrer, weil er sich komisch verändert hat...

Ich denke ferner, dass man Kinder nicht vormachen sollte, dass alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Und wenn mein Kind selber merkt, dass es verarscht wurde, dann kann das eine wichtige Ereknntnis für die Zukunft sein. UNd der Grundstein für kritisches Hinterfragen. Respektvolle Behandlung des Gegeners versteht sich von selbst.

Gruß
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Gruß

Krishna
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« Antwort #33 am: 02. Juni 2015, 14:23:50 »

Dein Sohn muss lernen, dass es Autoritäten gibt, die seine Entscheidungen zum Teil überstimmen

Prinzipiell hast du natürlich vollkommen recht. Aber in diesem speziellen Fall hat Krishnas Sohn anscheinend erlebt, dass es Autoritäten gibt, die seine Aussagen manipulieren oder falsch wiedergeben. Da kann die Lehre für's Leben auch lauten: Du musst dir nicht alles gefallen lassen.

Ob ein Gutachten hilft oder schadet steht in den Sternen, das gleiche gilt für die Ablehnung eines neuerlichen Gutschtens. Ich glaube, an Krishna Stelle würde ich das Gutachten tatsächlich ablehnen bzw. fordern, dass das Gutachten von einer Person vorgenommen wird, die diesen Fall nicht kennt.
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« Antwort #34 am: 02. Juni 2015, 14:25:58 »

Sorry Krishna.
Auch dieser vorangehende Beitrag von Dir strotzt nur von "ich, ich, ich" und räumt einem 11jährigen Kind(!) viel zu viel Entscheidung ein. Ich glaube nicht, dass ein Kind in diesem Alter so kühl agiert und abwägt, wie Du es iT darstellst. Und an anderer Stelle räumst Du ja selbst ein, dass es das Kind belastet. Und ich halte es nach wie vor nicht für glücklich, die Aussagen der Beiständin vor dem Kind als Lüge darzustellen. Denn ja, richtig, wir bringen unseren Kindern bei, nicht zu lügen. Aber dreist zu lügen (wie es Kinder tun) und mehr oder weniger geschickt die Wahrheit zu verdrehen (wie es Erwachsene, typischerweise Rechtsanwälte tun) ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Und Du tätest gut daran, der Beiständin nicht "Lüge!" ins Gesicht zu schmettern, sondern ggü. Gericht anhand von Fakten darzulegen, dass diese Beiständig ihren Job nicht richtig ausübt. Aber klar ist, dass das Ergebnis eine erneute Begutachtung, idealerweise durchgeführt von neuen handelnden Personen, sein wird. Und dem sollte das Kind sich dann nicht entziehen.

Gruß, toto
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« Antwort #35 am: 02. Juni 2015, 15:03:43 »

Sorry Toto,

aber das Lügen einer Erwachsenen, das dazu führt, dass nur wenige Monate später das nächste Verfahren zulasten des Kindes durchgeführt werden muss, als etwas Anderes abzutun, sorry nochmal, aber dann solltest du deine Meinung besser für dich behalten. Soll man das gutheißen - nein, wirst du natürlich sagen -, aber warum schreibst du dann so einen Unsinn? Wir hätten schon im letzten Sommer den Wechsel haben können, aber jetzt kommt er durch ein Kind initiiert, das allen Beteiligten mal eben zeigt, wie sehr sie daneben gelegen haben.

Und ich bezeichne diese Frau als Lügnerin, weil sie es eben getan hat. Mit immensem Einfluss auf gleich zwei Familien. Wie kann man das so wenig erfasst haben nach so vielen Worten? Und ich habe das natürlich auch dem Gericht kommuniziert. Selbst Sohnemann konnte der Richterin haargenau sagen, was sie gesagt, besser: ihm vorgegeben hat und was er darauf sagte. Und was eben nicht in der Stellungnahme stand, obschon das nur ein paar Tage zurücklag.

Und dann natürlich wieder der gutgemeinte Rat, das Kind doch wieder da hineinzuziehen. Wegducken und nach dem Mund reden, um am Ende wieder nur zu hören, was der Mund gar nicht sagte. Das ist die Realität. Der Ausbildungsgrad der meisten VBs und Gutachter geht gegen Stammtischniveau. Standards gibt es gleich null. Die wenigen, die es als Empfehlung gibt, werden kaum beachtet. Gerichte, die man auf Kardinalfehler hinweist, ignorieren das. Was glaubst du wohl, warum ich meinen Sohn eben nicht versuche zu überreden, an diesem Helferscheiß teilzunehmen?

Wir befinden uns in einer recht guten Ausgangslage, da ich das GSR habe und der Junge völlig klar für sich ist. Wäre es anders, müsste ich versuchen, ihn zu einer zu bewegen, um überhaupt zum Erfolg kommen zu können. Diesmal dient dieses Gutachten einzig dem Zweck, der Mutter evtl. Rechte zu verschaffen oder zu sichern. Muss man an etwas teilnehmen, das einem evtl. das genaue Gegentei dessen bringt, was man will? Auch das sind Gedanken von Sohni, der seine Mutter da einfach nicht verstehen kann.

Und jetzt komme mir bitte nicht mit, "aber wenn doch ein Gutachter ganz klar sagt, dass für das Kind dies und jenes besser wäre", denn dann sollte man besser zum VAMV wechseln.

Gruß

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Krishna
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Ein Leben lang!


« Antwort #36 am: 02. Juni 2015, 15:48:46 »

Hättest du es akzeptiert, wenn die Mutter mit diesen Worten und Gründen die Begutachtung verhindert hätte?

Was glaubst du, wäre die Aussage hier einer Mutter gegenüber, die fest überzeugt ist, SIE WEISS, was richtig bzw. wie es wirklich ist?

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #37 am: 02. Juni 2015, 15:59:20 »

Krishna, wer sollte denn entscheiden, was richtig bzw. gut/ besser fürs Kind ist?
Und nein, es ist nicht das Kind! (denn dessen nächste Entscheidung wird sein, keine Schule vor 10 Uhr und nach 11 Uhr)

Ich will Dir ja glauben, nur musst Du den Entscheider überzeugen, nicht uns. Und durch Verweigerungshaltung des Kindes wird das nichts, nur durch klare Aussagen. Problem: Wenn der Entscheider diese nicht direkt hören will/ darf, sondern als Alibi ein Gutachten einholt, dann wird es auch dies durch Verweigerung nicht besser.

Wir befinden uns in einer recht guten Ausgangslage, da ich das GSR habe und der Junge völlig klar für sich ist.
Dann verspielt die nicht!

gruß toto
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« Antwort #38 am: 02. Juni 2015, 16:57:09 »

Hallo,

warum fällt es so schwer zu glauben, dass ein Kind durchaus selber wissen kann, was gut und was schlecht ist? Das kann doch nur dann nicht sein, wenn es nicht sein darf. Eben im Familiengericht.

Und natürlich könnte ich es andersherum akzeptieren, wenn mein Sohn zur Mutter zurück wollte, wenn 1. ich es verbockt hätte, und 2. Sohnemann das auch so klar formuliert, wie er es bei der Mutter tat. Da müsste ich keine endlos belastenden Verfahren einleiten, sondern ihn einfach nur selber fragen, ob das nun sein Wille ist.

Dass das dazu führt, dass ein Kind erst um elf zur Schule will, nehme ich mal unter dem Gedanken des hinkenden Vergleichs. Ein Kind, das gerade zur Förderung zum Vater wechselt, wird dann wohl kaum zum Schulschwänzer. Das allein zeigt doch schon, wie ernst es ihm ist. Er weiß genau, dass er bei der Mutter untergehen wird und zieht auch die Schule durch. Sagt manchmal sogar selber, dass wir dies und jenes üben müssten wegen einer Arbeit. Das wäre vor sechs Monaten undenkbar gewesen, und das tut er, weil er die Schule mag, viele nette Freunde dort gefunden hat, und vielleicht auch, weil er langsam begreift, dass ihm mit Mama eine Hartz IV-Zukunft bevorsteht. 

Die Mutter hat viel Umgang, traut sich aber nicht auch nur ein Wort über den Wechsel mit ihm zu sprechen. Das letzte Mal, als sie das tat, sagte sie zu ihm, "wenn das jetzt dein Wille ist, dann ist das jetzt so". Am nächsten Tag leitete sie die Einstweiligen - und das Hauptsacheverfahren ein. Die Beschwerde gegen die Einstweilige zieht sie zurück, sagt sogar dem Jugendamt und ihrer tollen Anwältin, dass es ihm bei uns gut gehe. Wie zum Himmel kommt dann ein Gericht darauf, die Beteiligten und den Steuerzahler weiter mit solchen Gutachten zu belasten?

Wäre die Geschichte andersherum, kein Hahn würde mehr nach einem Gutachter schreien. Die Welt wäre in Ordnung.

Allein der Kindeswille zählt bei dieser Ausgangslage.

Gruß

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« Antwort #39 am: 02. Juni 2015, 17:19:09 »

Allein der Kindeswille zählt bei dieser Ausgangslage.
Genau hier vermengst Du die Dinge!!
Wenn denn alleine der Kinderwille zählen solle (und das finde ich bei dem ALter von 11 J nicht!) dann wäre die Ausgangslage irrelevant.
Da aber eben die Ausgangslage von Relevanz ist, muss die - weil die Eltern offensichtlich leider unterschiedliche Ansichten haben - von jmden Dritten beurteilt werden! Und dieser sollte  den Kindeswille in die Entscheidungsfindung einfließen lassen!

Und natürlich könnte ich es andersherum akzeptieren, wenn mein Sohn zur Mutter zurück wollte, wenn 1. ich es verbockt hätte, und 2. Sohnemann das auch so klar formuliert, wie er es bei der Mutter tat.
[Hervorhebung durch mich!]
Und auch hier schränkst Du durch die und-Verknüpfung unzulässig ein! Wer beurteilt denn, das 1. vorliegt? Ach so, Du ja selbst....

und dies hier
weil er langsam begreift, dass ihm mit Mama eine Hartz IV-Zukunft bevorsteht. 
kommt auch nicht von einem 11jährigen (und wenn es von ihm käme, dann sollte es ihm ein leichtes sein, das Gericht zu überzeugen).

Und muss ich noch erwähnen, dass mein Vergleich mit der Schule nur ein Beispiel war??? Es freut mich, dass Euer Sohn gerne zur Schule geht.

gruß, toto

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Malachit
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« Antwort #40 am: 02. Juni 2015, 17:19:57 »

Hallo zusammen,

Hättest du es akzeptiert, wenn die Mutter mit diesen Worten und Gründen die Begutachtung verhindert hätte?
Was glaubst du, wäre die Aussage hier einer Mutter gegenüber, die fest überzeugt ist, SIE WEISS, was richtig bzw. wie es wirklich ist?

Das wäre alles richtig, wenn wir hier auf der grünen Wiese beginnen würden - das tun wir aber nicht, sondern in Krishnas Fall haben wir eine unerträgliche Vorgeschichte, die geprägt ist vom durch und durch erbärmlichen, widerlichen Verhalten einer vom Gericht bestellten "Vertrauensperson". Und wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und sei's auch das Familiengericht.

Die vom Gericht bestellte Beiständin war nun mal offenbar eine absolut parteiische Drecknatter, der es einen #Aufkreischkrampf verursacht, wenn ein Kind lieber zum Vater als zur Mutter will, und die alle erlaubten und verbotenen Hebel in Bewegung gesetzt hat, das Rad der Geschichte wieder auf ihr eigenes, ewiggestriges Weltbild zurückzubiegen. Meine persönliche Neigung zur weiteren Zusammenarbeit mit solchen Personen wäre ebenfalls nahe am absoluten Temperaturnullpunkt.

Viele liebe Grüße,

Malachit.

P.S. und es ist erschreckend zu sehen, dass man inzwischen bereits den elfjährigen "Männern" auf möglichst plakative Weise beizubringen versucht, in was für einer elend weiberzentrierten Welt wir leben. Ich schätze allerdings: Das Pendel, das deswegen in einigen Jahren zurückschlagen wird, das wird noch einen fürchterlichen Flurschaden anrichten.
 
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #41 am: 02. Juni 2015, 17:36:36 »

Moin

Und was ist daran so schwer, das Kind für das Gutachten zu motivieren? Zumal dort kann es seinen Frust über Begutachtung, Gerichtsstress und sonstige nervende Gespräche äußern - sagen, dass es Ruhe will, und das bei Dir: nennt sich, die eigene Meinung nach außen auch zu vertreten und nicht zu denken, Papa macht das schon. Ein Schutzbedürfnis des Kindes kann ich hier nur schwer erkennen. M.E. gehört das zu einem klaren Willen dazu, und nach deiner Beschreibung mangelt es dem Jungen nicht daran. Er wird schon nicht gefressen. Wäre es nicht Deine Aufgabe als betreuender ET, dem Jungen genau das nahe zu bringen?

Ich denke mal, niemand hier stellt den Wunsch/Willen des Jungen bzgl. seines Lebensmittelpunktes in Frage. Darauf reitest Du aber wieder und wieder und wieder rum. Es geht um seine Mitarbeit beim Gericht. Dort sollte er klarstellen, was er möchte/will. Mehr steht doch gar nicht zur Debatte. Und da die Richterin vor einem halben Jahr bereits das ABR auf Dich übertragen hat, wird diese sich auch ihre Gedanken machen.

@Malachit
Wo entnimmst Du, dass es sich um die gleiche GA handelt? M.E. war weiter oben von einer GA in einem früheren Verfahren die Rede. So, wie ich es entnehme, wehrt sich @Krishna gegen Gutachten generell, und nicht gegen eine spezielle Person. Das man dann event. voreingenommen ist, kann ich verstehen. Das die KM und ein Gericht das anders sehen, ebenfalls.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #42 am: 02. Juni 2015, 19:58:40 »

Danke, Malachit, du hast es erfasst.

@ Oldie

Es gibt zwei Verfahren. Ein vergangenes aus letztem Sommer, in dem die Beiständin (hat mit einem GA nichts zu tun!) gelogen hat. Verfahren daher zugunsten der Mutter ausgegangen.

Nach dem Wechsel weitere Verfahren auf Betreiben der Mutter, die den Willen ihres Sohnes nicht ernst nimmt und meint, er macht das alles nur aus Spaß... Auch das Hauptsacheverfahren wieder unter Beteiligung der Beiständin aus dem letzen Sommer. Da fällt einem das Kinn runter.

Kannst du dir vorstellen, dass ein Kind irgendwann die Schnauze voll davon hat, sich zu rechtfertigen und einfach nur den erklärten Willen akzeptiert haben möchte? Dass jedes Wort, das man darüber (manchmal zwangsläufig) mit ihm sprechen muss, ihn total abnervt. Dass die Gedanken an die "traurige Mama" dafür sorgen, dass man schon genügend Präsenz des Themas im Kopf hat und noch viel weniger davon hören möchte? Und schon gar nicht wieder viele Stunden mit einer wildfremden Gutachterin über die Probleme reden muss, die man bereits angegangen hat. Dass man gerade als 11-jähriger nicht versteht, wozu das alles noch gut sein soll, wenn man seit einem halben Jahr konsequent jeden Tag beweist, dass man zu dieser Entscheidung steht. Er könnte auch einfach wieder zur Mutter fahren. Trotz meines derzeitigen ABRs könnte ich nichts dagegen machen und würde es auch nicht. Ich habe ihm auch nach dem skandalösen Ende des Verfahrens im letzten Sommer gesagt, dass ich keine Verfahren mehr führen würde, ohne ihn vorher gefragt zu haben. Denn eines war klar, nämlich dass man ohne den dezidierten Willen des Kindes als Vater rein gar nichts erreicht. Eines, bevor nun das Wettern wieder losgeht: Ich habe ihm im gleichen Atemzug erklärt, dass es für mich in Ordnung ist, wenn er bei der Mama bleibt, da er halt die überwiegende Zeit seines Lebens bei ihr hauptsächlich gelebt hat. Null Stress für ihn und er blieb bei ihr. Bis eben die Warnschüsse aus der Schue kamen und er begriff, dass es so nicht mehr weitergeht.

Hut ab davor. Und Schande auf das Haupt der Nicht-wahr-haben-Woller, die zwar immer vom Kindeswohl reden, aber es mit ihrer Ignoranz einfach nur treten und dann noch explizit erklären, das wäre ja nicht nötig, wenn es diesen Vater nicht gäbe...

Väter stören halt nur...

Gruß
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Gruß

Krishna
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Bonnie 2


« Antwort #43 am: 02. Juni 2015, 20:26:02 »

Moin

Es gibt zwei Verfahren. Ein vergangenes aus letztem Sommer, in dem die Beiständin (hat mit einem GA nichts zu tun!) gelogen hat. Verfahren daher zugunsten der Mutter ausgegangen.
Entschuldige, aber was hat das dann mit der Ablehnung eines familienpsychologischen Gutachtens durch das Kind zu tun? Spulst Du Dich gerade an der VB auf, um zu einem Rundumschlag auszuholen? Über die anhängigen Verfahren hast Du nichts geschrieben, außer das sie da sind und der Grund für Sohnis Ablehnung sind. DAS meinte ich z.B. in einem früheren Beitrag, als ich meinte, Du wirfst Brocken hin und verlangst, diese zu schlucken. Da der Junge ja nach Deiner Schilderung genau durch diese Verfahren zu seiner Auffassung gekommen ist, ist es etwas viel verlangt, Dein stures Vortragen zu akzeptieren. Der Hinweis von @TotoHH
Sorry Krishna.
Auch dieser vorangehende Beitrag von Dir strotzt nur von "ich, ich, ich"
teile ich voll. Zudem vermisse ich Reflektion, Toleranz, Kompromissbereitschaft, eigene Lösungsansätze - das alles auch nur ansatzweise. Ich höre nur ein "Ich will aber", und das war es dann auch schon. Wenn Dir nur daran liegt, Deinen Weg zu gehen, so ist ein RA die richtige Wahl für eine Auskunft. Ein Forum ist nun mal ein wenig anders gestrickt. Da gibt es dann tatsächlich Leute, die einen eigenen Kopf haben und nach Lage der Schilderungen sogar zu einer eigenen Meinung kommen. Mir kommt ein leiser Verdacht, warum das GA unbedingt nicht stattfinden soll. Anstatt hier eine Chance zu sehen, den ganzen Spuk zu beenden, ruderst DU kräftig dagegen.

Gruss oldie

PS: Du musst nicht unfein werden, um Deine Ansichten zu äußern.
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #44 am: 03. Juni 2015, 08:48:44 »

Hi,

Möchte mich vor allem dieser Aussage von oldie anschließen:
Und was ist daran so schwer, das Kind für das Gutachten zu motivieren? Zumal dort kann es seinen Frust über Begutachtung, Gerichtsstress und sonstige nervende Gespräche äußern - sagen, dass es Ruhe will, und das bei Dir

Momentan, lieber Krishna, ist die Situation so, dass der Junge vollkommen alleine entscheiden kann und muss, bei wem er leben möchte. Er muss sich mit seinen elf Jahren gegen einen seiner Elternteile (aktuell die Mutter) stellen und es aushalten, dass er sie verlassen hat.
Du selbst schreibst, dass ihn das massiv belastet.
Ein Gutachten würde insofern eine Erleichterung bringen, als der Junge dort zwar seine Meinung deutlich äußern kann - aber die Entscheidung wird dann von einem Erwachsenen getroffen und damit wird die Last von seinen Schultern genommen.
Und wenn er mit der Richterin eh gut klar kommt, dann kann er ja auch dem Gutachter gegenüber sagen, dass er auch nochmal mit der Richterin direkt sprechen möchte, damit seine Aussagen wirklich klar und deutlich wahrgenommen werden und niemand diese Aussagen verdrehen oder falsch darstellen kann - er kann dabei auch auf die Dame hinweisen, die das im vorigen Verfahren gemacht hat.

Das Gutachten zu verweigern wird diese unerträgliche Situation nur in die Länge ziehen und dem Jungen weiteren psychischen und seelischen Schaden zufügen.

Klar hat der Junge die Nase voll von dem ganzen - aber aus meiner Sicht einfach nur dadurch, dass er vollkommen überfordert ist und ihm niemand hilft, die Last der Entscheidung zu tragen.
Mit deinen Bemühungen, das Gutachten zu verzögern, weil der Junge es ja nicht will, lädst Du ihm noch zusätzliche Verantwortung auf und verweigerst ihm die Möglichkeit, dass er Verantwortung an die Erwachsenen abgeben kann.

vj
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« Antwort #45 am: 03. Juni 2015, 09:00:09 »

Moin,

ich habe den Rest nur noch überflogen.
Was mir ein wenig Sorge bereitet, ist die Tatsache, wie ihr die "Verweigerung" zur Teilnahme am GA grundsätzlich negativ darstellt. Klar, die Folgen sind auch mir bewusst, aber man kann aus jedem Verhalten lesen und deuten, wie es einem gerade in den Kram passt.

Ich habe gerade ein GA hinter mir und auch mein Sohn (10) hat sich mit Händen und Füße gegen alle Beteiligten gewehrt ... weil es ihm schlichtweg auf den Sack geht und er mit diesem Kram nichts zu tun haben will. Die Hintergründe kann man nur vermuten, die da sein könnten, dass die KM regelmäßig die Kids motiviert mit dem JA zu sprechen, damit sie zu ihr ziehen, weil die Beteiligten nicht kindgerechte Fragen stellen (Richterin und VB), oder weil es einfach nur nervt, von einem Termin zum nächsten geschleppt zu werden ... (?).
Ok, ich bin den anderen Weg gegangen, habe ihn motiviert und ermutigt dieses GA zu machen und ihm gleichzeitig versprochen, dass es das letzte mal ist. Damit war der Drops für ihn gelutscht, aber ich weiß ganz genau, dass ich mich an dieses Versprechen halten muss und ihn mindestens die nächsten zwei Jahre nicht mehr damit nerven darf ;-)!

Wenn er sich allerdings auf die Hinterbeine gestellt habe (und nicht jeder Termin ist verhältnismäßig rund gelaufen), hätte ich nicht viele Möglichkeiten gehabt. Und "ja", was die Kinder direkt betrifft und welches Auswirkungen auf diese hat, muss ich mit ihnen auch Kommunizieren! Das ist keine Beeinflußung! Vielleicht bastelt man etwas an der verbalen Verpackung.

Gruß
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« Antwort #46 am: 03. Juni 2015, 09:10:21 »

Hi Kasper,

ich würde nicht sagen, dass grundsätzlich eine Verweigerung an der Mitwirkung des GA negativ dargestellt wird.

Tatsache ist wohl, dass ein Gutachten erstellt wird, egal ob Krishna oder sein Sohn daran mitwirken oder nicht. Was der GA daraus macht ist dann ihm überlassen.

Schwierig und problematisch wird es eben dadurch, dass Krishna vehement und definitiv seine Mitwirkung an dem GA verweigert. Das ist sein gutes Recht und ok.

Nun möchte aber der Sohn auch nicht mit den GA sprechen. Auch das ist grundsätzlich erstmal das Recht des Jungen. Problematisch wird es aber eben dadurch, dass der Junge das nicht ggü. dem GA äußert, sondern Krishna dem Gutachten mitteilt, dass der Junge nicht will und ihm jeden Kontakt untersagt.

Die Kombination kann dazu führen, dass der GA dem Gericht mitteilt, dass er unter diesem Umständen kein GA erstellen kann, es kann aber auch dazu führen, daass der GA zum Schluß kommt, dass der Junge von Krishna massiv beeinflußt wird und sein eigener Wille dadurch gar nicht mehr erkenbar ist und der GA dann eben nach seinen Kenntnissen entscheidet (aus dem Gesprächen mit der KM). Das könnte dann durchaus dazu führen, dass der Gutachter zum Schluß komme, dass das Kind zur Mutter zurück muss.

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« Antwort #47 am: 03. Juni 2015, 09:22:59 »

Er muss sich mit seinen elf Jahren gegen einen seiner Elternteile (aktuell die Mutter) stellen und es aushalten, dass er sie verlassen hat.

Das ist so nicht ganz richtig, der Junge hat sich ja bereits entschieden und dies klar zum Ausdruck gebracht. Und: er hat dies im ersten Verfahren gegenüber genau der VB geäußert, die jetzt wieder am Start ist, so habe ich das jedenfalls verstanden. Also ist es kein Wunder, und erst recht kein Ergebnis einer Manipulation durch Krishna, dass der Junge ein weiteres GA ablehnt.

Allerdings:
kann dazu führen, dass der GA dem Gericht mitteilt, dass er unter diesem Umständen kein GA erstellen kann, es kann aber auch dazu führen, daass der GA zum Schluß kommt, dass der Junge von Krishna massiv beeinflußt wird und sein eigener Wille dadurch gar nicht mehr erkenbar ist und der GA dann eben nach seinen Kenntnissen entscheidet (aus dem Gesprächen mit der KM). Das könnte dann durchaus dazu führen, dass der Gutachter zum Schluß komme, dass das Kind zur Mutter zurück muss.

Deswegen würde ich in erster Linie daran arbeiten, dass das Gutachten von einer unabhängigen Person erstellt wird. Mit einer Verweigerungshaltung könntet ihr gerade bei dieser Person Öl in's Feuer giessen.
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« Antwort #48 am: 03. Juni 2015, 09:23:53 »

Moin,

die reine Vermutung, dass das Kind durch den KV beeinflußt ist, ist eine reine Vermutung und kann kein GA / verwertbare Äußerung beinhalten, schon alleine da das Kind sich gegenüber einer richterlichen Befragungg entsprechend geäußert hat. Hierauf würde ich verweisen ...

Alternativ könnte man (so habe ich das auch schon gemacht) die GA einfach zwanglos auf einen Kaffee einladen, und in einem unverfänglichen Gespräch der GA dann die Möglichkeit gegeben, dass das Kind sich mit seiner Meinung äußert. Dann wäre dies abgeschlossen bzw. die GA müsste sich etwas überlegen, wie man auf eine belastbare Darstellung kommt.

Gruß
Kasper
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« Antwort #49 am: 03. Juni 2015, 09:32:57 »

Moin.

Kaspar  thumbup

Der große Unterschied zw. Dir und dem TO ist, das Du versucht hast, als Erwachsener eine Lösung/ einen Kompromiss zu finden und damit dem GA nicht mit einer Verweigerungshaltung Futter gegeben hast, dessen Auslegung weit außerhalb jeglicher Kontrolle ist. Und, dass Du das Kind in bestärkt hast positiv mitzuwirken und nicht kindlich zu bocken.

Man muss das abermalige Verfahren ja nicht gutheißen. Aber es für das Kind so erträglich wie möglich zu machen und - soweit es eben geht - die Kontrolle zu behalten, das wäre angebracht.

toto
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