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vatersein.de - Forum 20. November 2017, 10:22:24 *
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Autor Thema: Kind lehnt familienpsychologische Begutachtung ab  (Gelesen 50528 mal)
greggbarow
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 48


« Antwort #150 am: 03. September 2015, 09:42:32 »

 schild_kapierichnicht Die gleiche schon bekannte penetrante Rundum-Blockadehaltung nach wie vor. Warum bloß einfach, wenn es auch schwer geht?
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Krishna
_krishna
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 676



« Antwort #151 am: 08. September 2015, 09:35:43 »

Moin,

nun der nächste Schachzug der gegnerischen RA. Nachdem das Gutachten niederschmetternd für die Mutter war, will sie nun das Wechselmodel erreichen. Völlig ausgeschlossen bei der Kommunikationsverweigerung seitens der Mutter. Eigentlich geht es ihr aber wohl eher darum, keinen Unterhalt zahlen zu müssen.
Die Chancen dürften gleich Null sein. Gegen den Willen eines Elternteils kann es ohnehin nicht angeordnet werden.

Für mich völlig deprimierend ist nun, dass es ohne eine Psychotherapie für Sohnemann nicht mehr weitergehen wird. Die Schule gibt alarmierende Rückmeldungen, denn auch nach den Sommerferien sind die Auffälligkeiten nicht kleiner sondern eher noch größer geworden. Drei Wochen am Stück bei der lieben Mutter haben ihm den Rest gegeben. Er kam völlig verändert zurück und nun geht quasi nichts mehr. Er selber weiß sich nicht mehr zu helfen und hat mittlerweile keine andere Idee mehr als eine Therapie zu versuchen.

Alles Reden und die Gespräche mit ihm bringen nichts mehr. Er versteht und begreift, in welch schlimmer Lage er sich befindet, aber er ist nicht in der Lage sein Verhalten zumindest so weit in den Griff zu bekommen, dass es für die Schule auf Dauer tragbar wäre. Ist er an einem Tag mit den Problemen aufgrund Stresses in der Schule konfrontiert, kann man quasi erwarten, dass es am nächsten Tag noch schlimmer wird.

Ein Elterngespräch hat stattgefunden und die Lehrer waren sichtlich erleichtert als sie hörten, dass bereits externe Hilfe kurz vor dem Start steht. Die Suche nach Erklärungen ist schwierig. Ich denke, dass Sohnemann (ob bewusst oder unbewusst) den Wechsel durch ein Versagen in der Schule scheitern lassen möchte, um der Mutter den Schmerz durch eine dadurch bedingte Rückkehr zu nehmen, oder dass er sich bereits aufgrund der vielen negativen Rückmeldungen durch die Schule als Versager fühlt und sich diese Annahme nun erfüllt.
Die Lehrer halten ihn für absolut geeignet für das Gymnasium und teilen meine Ansicht, dass ein Schulwechsel keinerlei Vorteil für ihn bringen würde, da er derzeit - egal auf welcher Schulform - einfach nur scheitern würde.

Es war nicht ganz einfach, überhaupt einen Therapeuten zu finden, aber diese Woche stehen zwei Gespräche zur Beschnupperung an. Dann werden wir sehen, ob er lieber mit der Frau oder dem Mann arbeiten will bzw. natürlich auch, wer von den beiden passende Konzepte bieten kann.

Ich könnte kotzen.

Sollte die Mutter in der anstehenden Verhandlung (weder Gutachterin noch Jugendamt sind überhaupt geladen) nicht absolut einsichtig sein, dann dürfte in letzter Konsequenz auch ein Umgangsausschluss bzw. nur noch kurzer Umgang in Begleitung anstehen, so lange, bis Sohnemann sich einigermaßen stabilisiert hat in der Therapie.

Es kann nicht länger sein, dass die liebe Mutter mit ein paar mitleidserhaschenden Blicken und Sprüchen die Zukunft des jungen Mannes ruiniert. Ich habe bereits schriftsätzlich angeregt, dass das Gericht die Mutter in eine Beratung schicken soll, die ihr die Konseequenzen ihres Handelns vor Augen führt. Sie hat durch ihre verkorkste Anwältin bereits mitteilen lassen, dass sie das Verfahren in dieser Instanz nur bei einer einvernehmlichen Lösung beenden wird. Da ein Einvernehmen, also Wechselmodel aber undenkbar ist, riskiert sie damit den vollständigen Absturz Sohnemanns. Und an dieser Stelle hört meine Geduld auf. Wer seinem Kind so schaden will, der gehört zumindest zeitweilig von jeglichem Kontakt ausgeschlossen.

Dass das einmal so weit kommen könnte, hätte ich nicht gedacht. Die Mutter sagt ja selber, dass es Sohnemann bei uns gut geht. Und trotzdem zieht sie diesen Streifen durch. Sie kämpft nicht wie eine Löwin, sie zerfleischt das Kind.

Und für meinen Vorschreiber: Halt einfach deinen Mund. Du raffst rein gar nichts. Ich habe Sohnemann mit meiner Blockadehaltung vor zig überflüssigen Gesprächen mit der Beiständin, dem Jugendamt, der Gutachterin und einer sinnlosen neuen Familienhilfe bewahrt. Habe die Dinge, so weit es mir möglich war, von ihm ferngehalten. Habe ihn - soweit die Mutter mit ihrem **tsts - ID 1**-Verfahren mich dazu wieder einmal gezwungen hat - über den Stand der Dinge aufgeklärt und ihm die Entscheidung überlassen, ob er Termine trotz seiner eindeutigen Festlegung, die er bereits mehrfach schon vor und in diesem Verfahren ohne Wenn und Aber bestätigt hat, wahrnehmen möchte. Wie oft soll sich denn ein Kind rechtfertigen, wenn es die "arme Mama" verlässt? Du hast offenbar keinen Schimmer davon, wie viel Stress und dann-im-Kopf-Behalten ich ihm erspart habe. Die Mutter schafft es während des Umgangs in absolut ausreichendem Maß, ihn runterzuziehen. Sie zerrt an seiner Seele, ist nicht bereit, ihm die nun so dringende Hilfe auch ihrerseits zukommen zu lassen. Reicht stupide Einstweilige Anträge auf Gesundheitssorge ein, kümmert sich aber nicht um Therapeuten. Sagt vor den Lehrern, der Vater mache das schon.
Das alles wäre unnötig gewesen, wenn Mama endlich eine Krankheitseinsicht hätte. Nun ist sie wieder in Therapie, um auch die familiäre Situation zu verarbeiten. Ich glaube, es geht da weniger um Sohnemann als um die schlimmen Dinge, die sie erlebt haben muss, dass es erst so weit kommen musste. Sie kann einem einfach nur leid tun. Aber wenn man das sagt und erklärt, dass man(n) bereits in den letzten Jahren viele Dinge aus der Perspektive betrachtet hat, dass sie für Vieles einfach auch nichts kann, dann kommt eine Gutachterin und nörgelt an diesem Konzept der Problembewältigung herum. Was meint die denn, wie man(n) sonst zehn Jahre staatlich gestützte Bevormundung durch eine psychsich kranke Frau ertragen konnte, ohne die irgendwann am nächsten Ast aufzuhängen?
Um was geht es solchen Nörglern wie dir? Und jetzt komm mir nicht wieder mit dem Kind, dem Wichtigsten überhaupt. Erzähl das der Mutter, du Experte.
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Gruß

Krishna
Kruemelmonster
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« Antwort #152 am: 08. September 2015, 10:02:59 »

Moin krishna,

Eigentlich geht es ihr aber wohl eher darum, keinen Unterhalt zahlen zu müssen.


Falls das wirklich der Hintergrund ist: Bist du finanziell in der Lage, auf den Unterhalt zu verzichten? Wenn ja, würde ich das in Erwägung ziehen, um Ruhe reinzubringen.

Natürlich nur, wenn du im Gegenzug die Gewissheit erhältst, dass dann auch wirklich Ruhe ist. D.h. das Verfahren wird durch Vergleich beendet. In dem Vergleich wird festgelegt, dass ABR bei dir verbleibt, Umgang sollte auch gleich festgelegt werden. Im Gegenzug wird vereinbart, dass von dir kein Unterhalt gefordert wird. Der Unterhaltsverzicht wird unwirksam, sobald die KM irgendeine Klage einreicht.

Ich bin kein Jurist und weiss nicht, ob so eine Vereinbarung überhaupt zulässig wäre. Aber wenn ja, würde ich es erwägen.

Gruß und alles Gute für dich und deinen Sohn

vom Krümelmonster
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Alle sagten: " Das kann nicht funktionieren"
Dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht
Krishna
_krishna
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« Antwort #153 am: 08. September 2015, 10:44:04 »

Danke für die Antwort.

Falls das wirklich der Hintergrund ist: Bist du finanziell in der Lage, auf den Unterhalt zu verzichten? Wenn ja, würde ich das in Erwägung ziehen, um Ruhe reinzubringen.

Sie kann derzeit wegen ALG2 ohnehin nichts zahlen und wenn es mit der Unterhaltsklage ernst wird, wird sie sich vermutlich psychisch kaputt schreiben lassen, um nicht zahlen zu müssen. Die Mutter ist aus meiner Sicht schon lange nicht mehr arbeitsfähig, ist aus einem mir bislang völlig schleierhaften Grund aber immer noch nicht in der Sozialhilfe. Trotzdem verlange ich Unterhalt. Im Gutachten steht: "Wenn die Mutter Unterhalt zahlen müsste, müsste sie wohl deswegen eine Arbeit aufnehmen": Kein Witz. Das sollte man mal ans Jobcenter schicken...

Der Unterhalt dürfte ein ganz gewichtiger Grund sein, warum sie weiter kämpft und zerrt. Nach außen hin natürlich kein Wort darüber.

Die von dir genannte Einigung hätte ich (angepasst) noch letztes Jahr ohne Streit einfach so unterschrieben: Kind lebt bei uns, Mutter bekommt aber trotzdem Unterhalt. Kind also quasi abgekauft. Heute gibt es nichts mehr abzukaufen.

Aber du bringst mich auf eine sehr interessante Idee: Ich war früher manchmal auch knapp bei Kasse und meine Eltern sind wie selbstverständlich eingesprungen um das zu überbrücken. Vielleicht sollte ich ihre Eltern mit ins Boot holen, damit sie sie dort entlasten. Keine Bange, sie haben genug Geld und das würde ihnen nicht weh tun, wären ohnehin bei Ausfall der Tochter verpflichtet.

Dann hätte die Mutter zumindest eine mentale Entlastung. Wie sie das dann mit ihren Eltern löst, muss sie klären.

Muss ich wirklich mal drüber nachdenken. Für den Jungen wäre es gut, denn ich würde das Geld nur zum Teil ausgeben und viel davon für ihn sparen können.

Gesetzt den Fall, ich hätte nur einen Titel herumliegen, der dem Kind aktuell nichts bringt, würde ich ohnehin im Erbfall in die Immobilien der Eltern vollstrecken.   


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Gruß

Krishna
ST0RM
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« Antwort #154 am: 08. September 2015, 16:00:40 »

Moin,

Vielleicht sollte ich ihre Eltern mit ins Boot holen, damit sie sie dort entlasten.
[...]
Gesetzt den Fall, ich hätte nur einen Titel herumliegen, der dem Kind aktuell nichts bringt, würde ich ohnehin im Erbfall in die Immobilien der Eltern vollstrecken.   

Kann man machen... oder man lässt es. Alles eine Frage des Characters.

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Storm
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« Antwort #155 am: 08. September 2015, 16:13:15 »

Kann man machen... oder man lässt es. Alles eine Frage des Characters.

Und du bist natürlich ein Charakter, der das nie täte...    schild_dudiegroesste

Ein Kind kostet nunmal Geld. Und ich habe - auch wenn es zeitweilig mal schwierig war - den Unterhalt immer bezahlt. Und da soll ich Rücksicht nehmen auf die Mutter, die sich seit mehr als einem Jahrzehnt auf unser aller Taschen ausruht?

Wie gesagt, die Eltern haben genug Geld und denen tut es bestimmt nicht weh. Sie haben eine gute Beziehung zu Sohnemann und daran sollten sie dabei auch denken. Wenn das der Mutter dann auch noch Druck nimmt, umso besser.
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midnightwish
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« Antwort #156 am: 08. September 2015, 16:23:54 »

Fragen kann man sie ja, rechtlich durchsetzen dürfte schwieriger werden.

Die Großeltern können zwar in die Verantwortung genommen werden allerdings nur in bestimmten Fällen.

Dabei reicht es nicht, dass ein Elternteil nicht leistugnsfähig ist. Solange der andere Elternteil (der der auch betreut) leistungsfähig ist ist dieser in der Pflicht. Erst dann, wenn beide nicht können, können die Großeltern mit ins Boot genommen werden.

Allerdings nicht in voller Höhe. Jeder Großelternteil würde nur zu 1/4 ins Boot geholt werden. Dabei darf man sich (analog zum Volljährigenunterhalt) nicht aussuchen von wem man was haben will, man müsste auch wieder alle 4 auffordern.
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« Antwort #157 am: 08. September 2015, 16:25:54 »

Und du bist natürlich ein Charakter, der das nie täte...
Richtig.

Ein Kind kostet nunmal Geld.
Hab ich von gehört.

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« Antwort #158 am: 08. September 2015, 16:42:34 »

@ midnightwish

Ich denke, die Durchsetzung hat weniger mit den rechtlichen Grundlagen sondern mit dem Anstand zu tun. Und dieser Anstand gebietet es den Großeltern mütterlicherseits, in der konkreten Situation allein einzuspringen. Weitere Einzelheiten dazu spare ich mir. Die wissen schon, warum.
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Gruß

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« Antwort #159 am: 08. September 2015, 16:52:15 »

die Durchsetzung hat weniger mit den rechtlichen Grundlagen sondern mit dem Anstand zu tun. Und dieser Anstand gebietet es den Großeltern mütterlicherseits, in der konkreten Situation allein einzuspringen.

Hiermit nehme ich alles zurück, was ich jemals exklusiv der Damenwelt unterstellt habe.

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« Antwort #160 am: 08. September 2015, 16:55:46 »

Deine Gedanken gehen in die völlig falsche Richtung. Aber wie gesagt, die wissen schon, warum.
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« Antwort #161 am: 09. September 2015, 10:04:21 »

Krishna, das Problem ist, dass dann auch deine Eltern finanziell durchleuchtet warden, wenn du das den gerichtlichen Weg gehen lassen willst. Und ohne dies kannst du großelternmütterlicherseits zwar wünschen, dass sie sich beteiligen, aber nicht alle Wünsche werden erfüllt.
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« Antwort #162 am: 09. September 2015, 13:49:52 »

Wie gesagt, die werden freiwillig zahlen.
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Gruß

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« Antwort #163 am: 12. September 2015, 13:37:51 »

Moin

Zitat
Für mich völlig deprimierend ist nun, dass es ohne eine Psychotherapie für Sohnemann nicht mehr weitergehen wird. Die Schule gibt alarmierende Rückmeldungen, denn auch nach den Sommerferien sind die Auffälligkeiten nicht kleiner sondern eher noch größer geworden. Drei Wochen am Stück bei der lieben Mutter haben ihm den Rest gegeben. Er kam völlig verändert zurück und nun geht quasi nichts mehr. Er selber weiß sich nicht mehr zu helfen und hat mittlerweile keine andere Idee mehr als eine Therapie zu versuchen.
Leider verwundert mich das nicht. Und unabhängig von KM's Teilhabe möchte ich Dir vorwerfen, dass auch Du nicht unschuldig bist. Kann es sein, dass Du seine Standhaftigkeit überschätzt hast, das vielleicht nach Maßgabe eigener Willensstärke? Schließlich hast Du ihn teilhaben lassen am Elternkonflikt, auch wenn Du das eher unter GA, Gericht, VB oder anderswo verortest. Versuche mal darüber nachzudenken.

Gruss oldie
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Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #164 am: 14. September 2015, 08:51:23 »

Lieber Oldie,

die Alternative wäre gewesen, einfach NICHTS zu tun und ihn sowieso bei Mami vor die Hunde gehen zu lassen. Und dass das keine Option für mich als Vater war, sollte klar sein.

Er sieht die beginnende Therapie nun als Chance und sein Verhalten in der Schule hat sich bereits gebessert. Es ist eine kleine Aufbruchstimmung, ahnlich der zum Wechsel, die nun genutzt werden sollte. So auch die Klassenlehrerin gestern in einer Email.

Ich denke, ich habe mir hinsichtlich des "Elternkonflikts" nicht viel vorzuwerfen. Bin über die Jahre einfach abgezockter geworden und habe es verstanden, Sohnemann - was mein Verhalten betrifft - aus den (meinen) Problemen mit der Mutter herauszuhalten. Und ich habe auch der Mutter keinen überflüssigen Stress bereitet, der dann in anderen Foren gerne als Machtmissbrauch und der böse, böse Vater bezeichnet wird. Wenn da jemand seine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte, dann Frau Mutter. Sohnemann begreift auch langsam, dass die bequeme Entschuldigung: "Meine Eltern streiten sich und sind so unterschiedlich" so langsam nicht mehr für alles ausreicht. Dass ich so bleibe wie ich bin und seine Mutter wohl auch, das dämmert ihm mittlerweile. Also denke ich, das hat weniger mit Standhaftigkeit zu tun als mit der eigenen Erkenntnis, dass er jetzt auch selbst gefordert ist und sich nun seinem Alter entsprechend verhalten sollte.
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Gruß

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Bonnie 2


« Antwort #165 am: 15. September 2015, 09:51:23 »

Moin

Ok.

Du hast viele Baustellen, und alle versuchst Du natürlich abzuarbeiten. Allerdings wäre der Umstand, dass der Junge ohne psychologische Hilfe nicht mehr weiter kommt, ein Anlass, alles noch mal zu überdenken. Vielleicht wäre es ein Weg, nur noch das Ziel Kindeswohl zu verfolgen, sprich Sorgerechtsregelung und davon tangierter Umgangsgestaltung. Alle anderen Randthemen wie Unterhalt, Grosseltern, Vergangenheit, Dein Verhältnis zur KM etc. komplett außen vor zu lassen.

Den Vorschlag von @Kruemelmonster halte ich in Anbetracht der Umstände für sinnvoll und vor allem zielorientiert.

Gruss oldie
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« Antwort #166 am: 18. September 2015, 10:23:09 »

Hallo Oldie,

kommenden Mittwoch ist abschließende Verhandlung. Entweder Mutter akzeptiert den Wechsel und hört mit ihren Schüssen auf oder ich werde einen Antrag auf das ABR stellen, der wegen des Gutachtens durchgehen würde. Sollte Mutter völlig uneinsichtig die Familiensache auf die Spitze treiben und signalisieren, dass sie weitermachen will in nächster Instanz, so ist angedacht, den Umgang (der ansonsten voll erhalten bliebe) auszusetzen und Sohnemann diese Entscheidung professionell im Rahmen der Therapie zu verdeutlichen und zu erklären. Ich hoffe nicht, dass das notwendig wird, aber es liegt nicht in meiner Hand. Ich sehe keine andere Möglichkeit mehr, als dann für anderweitige Ruhe an der Front zu sorgen.

Bei all diesen Überlegungen spielt der Unterhalt oder das Verhältnis zur Mutter aus meiner Sicht keine Rolle. Der Unterhalt ist eine andere Baustelle. Die Mutter noch eine andere, und dass da noch einmal eine positive Veränderung eintreten könnte, das habe ich in all den Jahren abgehakt. Wie sie lebt, ist ihre Sache. Mich berührt es nur dann, wenn Sohnemann mit der nächsten distanzlosen Geschichte rüberkommt und ich ihn auffangen muss.

Ich denke, dass die Mutter von ihrer Anwältin längst schon wieder eingenordet ist und die Frau einfach weiter Geld scheffeln will. Das zu durchschauen, bekommt die Mutter aber nicht hin. Der einfache Gedanke, was ihr diese Anwältin überhaupt gebracht hat, geht schon nicht durchs Oberstübchen. Sie kennt die im ersten Absatz mitgeteilten Absichten, nimmt den Antrag aber nicht zurück. Mir scheint eine Einigung wie Kruemelmonster sie vorschlug, allein wegen der Anwältin nicht erfolgversprechend zu sein. Die wird ihr sagen, sie könne sich doch nicht das Kind abkaufen lassen, und sie in die nächste Instanz drängen. Wenn eine Mutter das nicht durchschaut, dann auch nicht, dass sie das Kind mit ihrer Leidensmasche einfach kaputt macht. Wie lange will sie prozessieren, bis er 18 ist?

Mir bleibt dann vermutlich nur noch der hoffentlich nicht notwendige Antrag auf Umgangsausschluss oder begleiteten Umgang. Meine Hoffnung ist, dass wenn der Umgang geregelt ist, die Mutter in zweiter Instanz schlicht und ergreifend keine VKH-Bewilligung mehr bekommt.

Ich hätte viel lieber eine Einigung mit ihr, damit Sohnemann ihren Frust nicht länger ertragen muss, befürchte aber, dass die Vernunft nicht siegen wird und die Mutter Sohnemann weiter im Kopf vergewaltigt.
Sie ist mittlerweile vermutlich einfach schon wegen ihrer Erkrankungen und Medikamente so dull, dass vernünftige Entscheidungen nicht mehr möglich sind. Manchmal ist es vielleicht noch nicht einmal böser Wille, bspw. wenn sie ihn in den Ferien noch nicht einmal zu ein bisschen Mathe üben anhält. "Das Kind wollte Ferien haben", war die Aussage. Und wenn das Kind nicht zur Schule möchte, dann ist das für sie auch okay. In den letzten Jahren beinahe nicht mehr zu zählen. Wer seinem Kind eine solche Einstellung vorlebt, Hartz 4 als Lebensmodell, Bildung, ja gut,aber nicht heute, der sollte nicht länger ungefiltert seine Machenschaften betreiben können.

Ich hoffe, dass Sohnemann diese Erkenntnis noch früh genug hat um auf der Schule bleiben zu können. Die Schule ist top und er wird keine bessere finden. Abgesehen davon, dass er ohne Erkenntnisse auch auf jeder anderen Schulform scheitern wird. Er muss seine von Mama anerzogene Komfortzone verlassen um in dieser Welt bestehen zu können. Ich kann da nur noch auf den Therapeuten setzen, dem ein sehr guter Ruf vorauseilt und dem ich diesbezüglich auch vertraue.
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Krishna
midnightwish
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« Antwort #167 am: 18. September 2015, 10:37:18 »

Hi,

ich hoffe du vertraust diesem Therapeuten auch dann noch, wenn er sich gegen einen Umgangsausschluß ausspricht ;-)

In einem anderen Forum habe ich vor kurzem sinngemäß gelesen ,dass ein Gutachter/Therapeut sich dahingehend äußerte, dass das Kind eben lernen muss mit diesen Eltern zu leben
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Krishna
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« Antwort #168 am: 18. September 2015, 11:03:38 »

ich hoffe du vertraust diesem Therapeuten auch dann noch, wenn er sich gegen einen Umgangsausschluß ausspricht ;-)

Ein Umgangsausschluss oder begleiteter Umgang käme ja nicht von heute auf morgen, sondern allenfalls nach Einstweiliger Anordnung. Das Gutachten gibt diesbezüglich nichts her und das Gericht könnte daher auch nicht aus der Hüfte entscheiden. Und bevor ich das beantragen würde, würde ich die nächste Sitzung abwarten und das mit ihm abklären. Natürlich würde ich das nur machen, wenn ich mir sicher sein kann, dass Sohnemann da aufgefangen wird und es die Dinge nicht noch viel schlimmer macht.

In einem anderen Forum habe ich vor kurzem sinngemäß gelesen ,dass ein Gutachter/Therapeut sich dahingehend äußerte, dass das Kind eben lernen muss mit diesen Eltern zu leben

So sehe ich das inzwischen auch. Die ewige Entschuldigung, "die Eltern sind ja so unterschiedlich" mag früher gezogen haben. Nun ist er aber in einem Alter, in dem er so langsam begreifen muss, was diese Entschuldigung in seinem Leben verursachen wird. Dabei wird ihm natürlich auch der Therapeut zur Seite stehen.
Ich habe in einem Gespräch mit Sohnemann auch bereits gesagt, dass er vielleicht nicht in erster Linie die Unterschiede sehen sondern besser die Dinge mitnehmen sollte, die uns als Eltern im Positiven auszeichnen. Dass sich an dieser Unterschiedlichkeit nichts mehr ändern wird, habe ich ihm ebenfalls gesagt und er wird dies nun nach und nach lernen müssen. Ich schaffe es nicht mehr, ihn da zu einer Verhaltensänderung zu bringen. Wenn er dies auch von dem Therapeuten hören würde, wäre - aus meiner Sicht - der erste Schritt getan. 

Aber das ist Sache des Therapeuten und vielleicht gibt es ja auch noch ganz andere Erkenntnisse. Das beginnt ja gerade erst. Und ich werde mit den Ergebnissen arbeiten und leben müssen, auch wenn mir vielleicht etwas daran nicht gefallen sollte. Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, für mein Verhalten einzustehen und es auch zu ändern, wenn mir klar wurde, dass es kontrproduktiv ist. Selbst gegenüber der Mutter. Vielleicht hat mir das Training "Zehn Jahre alleiniges mütterliches Sorgerecht" dabei sogar geholfen...  cry_smile
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Gruß

Krishna
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« Antwort #169 am: 23. September 2015, 16:58:13 »

So, die hoffentlich letzte sorgerechtliche Streitigkeit hat heute ihr Ende gefunden. Wieder ganz nach Art des Hauses, nämlich mit einer netten Elternvereinbarung, die aber nichts Wesentliches fürs Kind ändert:


Ihren Alleinsorgeantrag hat die Mutter zurückgenommen, Umgang wurde geregelt und Mutters Wunsch nach MEHR abgebügelt.
Ferienregelung wurde festgeschrieben. Alles Sachen, die auch vorher schon immer gut geklappt haben. Aber Hauptsache die Kollegen Anwälte verdienen noch mehr...
Konkret neu ist, dass die Mutter nun verpflichtet ist, eine Email-Adresse einzurichten und die Mails mindestens zwei Mal pro Woche auch zu lesen. Das wollte ich schon immer, damit es hinterher nicht wieder heißt, davon habe sie nichts gewusst.

Und das war's. Ob die Mutter nun Ruhe geben wird? Keine Ahnung. Aber Hauptsache, das Verfahren ist vom Tisch. Und alle sind wieder so froh, dass sie wieder richtig was für ein Kind bewirkt haben.

Mal schauen, wenn er morgen von der Mutter kommt, ob es da wieder Neues zum Thema "Vater schlechtmachen" oder "Sieh wie schlecht es deiner Mutter geht" gibt...

Ich hab das hohle Geschwätz dieser Industrie so satt und hoffe, ich muss mir das auch nie wieder anhören.

Was mir bleibt? Viel Arbeit mit meinem Sohn und noch eine Abrechnung mit der VB und der Anwältin. Letztere war heute stinkfreundlich und die VB schon verschwunden, als die Richterin noch den letzten Satz sprach. 
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Gruß

Krishna
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