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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Zweitpartner (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Freundin vs Kind
Seiten: 1 2 [3]   Nach unten
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Autor Thema: Freundin vs Kind  (Gelesen 25806 mal)
Seerobbe
Schon was gesagt
*
Beiträge: 9


« Antwort #50 am: 08. Mai 2015, 15:34:06 »

Hallo Kitesurfer

Ich empfehle dir und deiner Freundin das Buch

"Du hast mir nichts zu sagen" - Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge von Susanne Petermann,

es enthält neben vielen Fallgeschichten auch Tipps für das Vermeiden von ich sag mal problematischen Situatione in der Zweitfamilie.
Hätte ich es früher hätte ich einiges anders gemacht - in Bezug auf meinen Ex ebenso wie im Bezug auf meine Stiefkinder.

Gruß
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Schelly
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 9


« Antwort #51 am: 08. Mai 2015, 17:15:52 »

Seerobbes Buchtip sei einmal ausgeklammert' aber zu seinen Vorrednern:
Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.

Würde mich sehr freuen, noch den einen oder anderen guten Tip zu lesen, oder vielleicht ein Feedback des Verfassers - was er als gute Anregungen annimmt und ob sich am ursprünglichen Problem vielleicht was verbessert hat.

genervte Grüße
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ST0RM
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 199



« Antwort #52 am: 08. Mai 2015, 18:28:31 »

Moin Schelly,

Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.
Na du bist ja drollig. Nur, was genau hat deine "fundierte" Analyse, deine intollerante Haltung und deine private Pauschalverurteilung Anderer jetzt mit Kitefans Fragestellung zu tun?

Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Moderator nicht verstanden hast?

--
Storm
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When nothing goes right - go left!
Schelly
Schon was gesagt
*
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Beiträge: 9


« Antwort #53 am: 08. Mai 2015, 20:31:43 »

Hallo Storm,
Danke für das Kompliment dass ich drollig bin und meine"Analyse" fundiert ist. Dachte mir schon, dass du die Bindungsstörung auf dich beziehst ;)
Eine "Pauschalverurteilung" ist ein schönes Wort. Schade nur, dass es falsch eingesetzt wurde und intolerant bin ich nur, weil das getrolle hier inzwischen kaum noch zweckdienlich ist. Ist für mich überhaupt kein Problem, wenn sich jemand (beispielsweise) darüber amüsiert, wenn jemand seiner Frau auf der Tasche liegt. Aber gehört sowas tatsächlich noch zum Thema? Es gibt doch bestimmt irgendwo auch Foren in denen es nur um sowas geht, oder? Du glaubst gar nicht wie tolerant ich bin, wenn dort soetwas abläuft ;)

Ach, und kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Modorator nicht verstanden hast?
User - kann seine Meinung äußern (auch wenn sie Storm nicht in die geistige Diarrhoe passt), bis der Modorator den Stecker zieht
Modorator - ist bestenfalls moderat und moderiert (bis er irgendwann den Stecker ziehen muss)
Gar nicht so schwer, oder?
Gespeichert
ST0RM
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 199



« Antwort #54 am: 08. Mai 2015, 21:00:41 »

Moin Schelly,

auch auf die Gefahr hin, dass es jetzt wohl ein Fall für die Virtuelle Mülltonne wird, aber einer von uns beiden ist blöder als ich.

--
Storm
Gespeichert

When nothing goes right - go left!
Malachit
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.529



« Antwort #55 am: 08. Mai 2015, 21:23:33 »

Hallo zusammen,

seid mal so freundlich und lasst diese herzallerliebsten Pöbeleien bleiben - zurück zum Thema, bitte!

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Biggi62
_Biggi62
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #56 am: 09. Mai 2015, 11:34:51 »

Hallo Kitefan,
aus deinen Beiträgen ist mir nicht ganz klar geworden, was eine "ideale Frau" stattdessen
Im ersteren Fall will sie in Zukunft nicht mehr dabei sein.
tun könnte oder sollte. Was wünschst du dir von deiner Freundin im konkreten Konfliktfall statt Rückzug?

Als frühere Ziehmutter (53) von 2 Kindern (35 und 27 Jahre) meines früheren Lebensgefährten (59 Jahre, Vater meiner Tochter (20 Jahre)) sowie als Mutter im Verhältnis zum Vater (53) und der Stiefmutter (54) meines Sohnes (9 Jahre, seit 6 Jahren WM) habe ich das Thema auf beiden Seiten erlebt.

ist mein Dilemma verständlich?

Ich denke, ja. Danke für deine Offenheit.

Du schreibst:
ich stehe dort hinter meiner Freundin, wo sie nach meiner Unterstützung fragt. Ich werde aber den Teufel tun und ihr meine "Hilfe" dort aufdrängen, wo sie ganz klar allein zurecht kommt.
das ehrt dich und ist in Alltagsdingen exakt das Verhalten, das erwachsenen Menschen beiderlei Geschlechts angemessen ist.

In Gefühlsdingen gibt es oft eine andere Logik. Deine Freundin zeigt hier
Meine Freundin allerdings denkt mehr über sie nach als ich. Das macht mir Sorgen. Ich will nicht, dass sie sich so da rein hängt. Denn es ist unnötig und belastet unsere Beziehung.
und dort
beschäftigt sie sich anschließend länger und intensiver damit als ich. Und das sorgt dann auch bei mir für eine unnötige Unruhe.
wo sie verletzlich und unsicher ist.

Euer fünfjähriger Gefühls-Seismograph spürt deine und ihre Schwächen und reagiert darauf
mit Manipulation und dem Verursachen von Schuldgefühlen.
Das macht deinen Sohn noch nicht zu einem Hochbegabten. Meiner Erfahrung nach haben alle Kinder diese Fähigkeit - je jünger sie sind, desto ausgeprägter. Der Hintergrund ist meiner Erfahrung nach nur oberflächlich die kindliche Freunde daran, Macht auszuüben und zu manipulieren. Ich sehe diese Kinder eher in der verzweifelten Suche nach verlässlichen und unerschütterlichen Erwachsenen. Je mehr man ihnen nachgibt, desto unsicherer und verzweifelter werden diese Kinder. Mein Eindruck ist, dass du dir dessen bewusst bist:
Da kommt man nur mit sehr, sehr viel Konsequenz und teilweise auch Härte gegen an (natürlich trotzdem im liebevollen Sinne, ohne Gewalt o.ä.).
Das klingt gut und zeigt dass du auf die innere Not des Kleinen angemessen reagieren kannst.

Meine Sicht als ältere Frau von außen ist:
Beide - Sohn und Frau an deiner Seite - sind in ihrem Erleben unsicher was deine innere Haltung angeht.

Schelly fasst hier treffend zusammen, was ich in deinen Beiträgen auch empfunden habe
Aber wenn Kind und Beziehung in Konkurrenz zueinander existieren, hast du irgendetwas gehörig falsch gemacht. Da du die Schlüsselfigur in dieser hoffentlich prä-erotischen Dreiecksbeziehung bist, solltest du dir überlegen wohin dich dein Weg führen wird, denn ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.
 

Wenn du dir das Verhältnis von Erwachsenen und Kindern sowie von Männern und Frauen in einer intakten, funktionalen Beziehung bildlich vorstellst, stehen kleine Kinder (bis zum Ende der Pubertät) ihren Eltern frontal gegenüber. Mit ausgestreckten Ärmchen. Stell dir ihre innere, gefühlsmäßige  Haltung vor wie bei einem Kleinkind, das "Mama Aaaam" oder "Papa Aaaam" ruft und dabei körperlich und emotional vollkommen darauf ausgerichtet ist, vom Vater und von der Mutter zu bekommen, was es braucht.

Während der Pubertät gehen die Arme in dieser bildlichen Vorstellung allmählich herab - das Kind wächst auf Augenhöhe heran und kann endlich (sowohl innerlich als auch im äußeren Verhalten erkenntlich) den Vater, die Mutter erwachsen umarmen, sich bedanken und dann loslassen. In diesem Bild dreht es sich anschließend um und stellt sich mit dem Rücken zum gleichgeschlechtlichen Elternteil auf.

Die Mutter steht in diesem Bild hinter der erwachsenen jungen Frau, der Vater hinter dem erwachsenen jungen Mann.
Hinter der jungen Frau und ihrer Mutter stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Hinter dem jungen Mann und seinem Vater stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Der junge Mann hat seinen Platz in der Reihe der Männer gefunden, die jungen Frau hat ihren Platz in der Reihe der Frauen gefunden.

Von ihrem sicher männlichen und erwachsenen bzw. sicher weiblichen und erwachsenen Stand aus wählen sich die jungen Menschen eine/n Liebespartner/in und nehmen diese/n an ihre Seite.
Gemeinsame Kinder stehen ihnen später frontal gegenüber und strecken die Ärmchen nach ihnen aus ... 

Soweit der gesunde und bewährte Ablauf.

Ein großes Problem in vielen Familien und zwischenmenschlichen Beziehungen ist, dass viele Erwachsene noch als 30-, 40- oder 50-Jährige mit der inneren Haltung eines bedürftigen Kleinkindes (ausgestreckte Ärmchen zum Papa oder zur Mama oder zu beiden) durchs Leben gehen und jede/r Mensch, der zu ihnen innere Nähe empfindet, sich schnell in einer quasi-väterlichen oder -mütterlichen Verstrickung wiederfindet.

Keine Chance, diese Menschen als Partner/in "an seine Seite" zu bekommen.
Schwierig für Freunde, Kollegen und Vorsetzte ...

Erst wenn diese unreifen Menschen selbst (durch Selbsterfahrung, Reflexion oder Therapie) ihre innere Entwicklung soweit vorantreiben und innerlich nachreifen, dass sie ihren Eltern danken und sie loslassen und ihren Platz in der männlichen bzw. weiblichen Reihe der Erwachsenen einnehmen können, können sie eine/n Partner/in an ihrer Seite brauchen bzw. ein/e Partner/in an der Seite eines anderen Erwachsenen werden. Solange sie diese Entwicklung nicht vorantreiben, werden diese Menschen einfach älter, aber nicht erwachsen.

Das hindert diese Menschen nicht daran, sich biologisch fortzupflanzen.
Dann gibt es alle möglichen ungesunden Kombinationen von "Platzhaltern" im inneren Erleben.

Viele Kinder werden schon als Kleinkinder an die Seite eines Elternteils gezerrt und müssen "an der Seite" von Vater oder Mutter die Stellung im Familiengefüge einnehmen, die der Frau des Vaters oder dem Mann der Mutter zustehen würde.
Viele Mädchen suchen ihren Platz in der Reihe der Väter und männlichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war. Viele Jungen suchen ihren Platz in der Reihe der Mütter und  weiblichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war.

Wenn dein Sohn deiner Freundin den Platz "an deiner Seite" streitig macht, ist es an dir als Vater ihn in seiner inneren Haltung des bedürftigen Kindes "vor dir" anzunehmen.
Wenn deine Freundin mit deinem Sohn um den "Papa-Aaaam!"-Platz vor dir kämpft, darfst du sie an deine Seite bitten.

Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes.

Deine geschiedene Frau ist nicht länger "die Frau an deiner Seite".
Dort hast du die Freundin hingestellt, dort willst du sie haben.

Dein kleiner Sohn bleibt noch 10 bis 20 Jahre vor dir und dir zugewandt, bis er als erwachsener Mann dir danken, dich loslassen, dir den Rücken zukehren und seinen eigenen Platz in der Reihe Erwachsener einnehmen kann.
Dort, wo anschließend du und alle lebenden und toten Männer eurer Familie ihm innerlich "den Rücken stärken".

Wenn deine Freundin innerlich noch ihre Ärmchen nach ihrem Papa ausstreckt, wirst du sie aus dem Machtkampf mit dem Kleinen nicht lösen können.

Wenn dein Sohn in der Familie der KM einige Zeit als Platzhalter "an der Seite" seiner Mutter verbracht hat und jetzt vom Stiefvater dort verdrängt wird und zugleich dank Stiefgeschwisterchen den Platz "vor" der Mutter teilen muss, kann es sein, dass er bei dir nach dem Platz "an deiner Seite" strebt. Wenn du diesem Streben des Kindes "an deine Seite" nachgibst, tust du ihm und dir selbst keinen Gefallen.

So oder so ist eine Frage deiner inneren Klarheit, wie du diese Konflikte löst.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass alle drei (Ex-Frau, Freundin und Sohn) innerlich mit ausgestreckten Ärmchen in "Papa Aaam!"-Haltung vor dir stehen und/oder zugleich "an deine Seite" streben.

Die erste Frau hast du aus gutem Grund von diesem Platz entfernt.

Deine Freundin scheint grundsätzlich "an deiner Seite" eine gute Figur zu machen, wie du es beschreibst.

Dass du ihre Wünsche als
Anspruchshaltung
wahrnimmst und darauf mit
Abwehrverhalten
reagierst, kann daran liegen, dass sie vor dir steht und dich deinem Sohn als "Papi" streitig machen will. Du sollst ihr "Papi" sein, nicht seiner.

Dann wäre deine Abwehr gesund und berechtigt.

Es kann auch daran liegen, dass du ihr innerlich in einer "Vater-Tochter-Haltung" oder "Mutter-Sohn-Haltung" begegnest und dich weigerst, dich als erwachsener Mann an ihre Seite zu stellen. Ebenso,wie dir die Augenhöhe und Souveränität im Umgang mit der Mutter deines Sohnes fehlt und du ihr zuviel Macht über deine Seelenruhe gibst.

Dann wären ihre Ansprüche gegen dich als Mann berechtigt und deine Abwehr gegen eine Frau an deiner Seite beunruhigend.

Im Idealfall sieht es so aus:
Von deiner Mutter hast du dich in deinem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Dein Vater und andere Männer stärken dir in deinem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-männlich hinter dir.

Zu anderen Frauen hast du schwesterliche, respektvoll-distanzierte Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.
Zu anderen Männern hast du brüderliche, respektvoll-verbundene Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.

Die Frau an deiner Seite steht dir unverbrüchlich zur Seite - so, wie du ihr.
Von ihrem Vater hat sie sich in ihrem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Ihre Mutter und andere Frauen stärken ihr in ihrem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-weiblich hinter ihr.

Deine, ihre, eure Kinder stehen innerlich in berechtigter Anspruchshaltung vor euch und ihr gebt euer Bestes um sie zu gesunden Erwachsenen heranwachsen zu lassen.

Der Kleine, deine Freundin und die geschiedene Frau testen deine Standfestigkeit (Shit-Test) als Vater und als Mann.

Wenn alle drei bei dir spüren, dass du fest und zuverlässig "an der Seite" deiner Freundin und zugleich in einer unvorstellbar langen Reihe männlicher Vorfahren fest an deinem Platz als erwachsener Mann stehst und dass du aus dieser kraftvollen inneren Haltung heraus ein liebevoll zugewandter Vater sein kannst, wird Ruhe einkehren.

Diesen Schritt kannst du nur selbst gehen. Du musst ihn nicht allein gehen, aber du musst ihn selbst gehen.

Sollten die Frauen in deinem Leben dich als "Papi" wollen, ist es richtig diesen Platz für den Kleinen (und dessen eventuelle Geschwister) zu reservieren. Auch Nichten, Neffen, Enkel, Nachbarkinder und Spielkameraden deiner Kinder und Enkel dürfen sich von Fall zu Fall an dieser emotionalen Quelle nähren. Für eine Frau an deiner Seite und andere Erwachsene ist dieser Zugang zu deiner Seele tabu und ich finde es richtig, das du ihn schützt und verteidigst.

Sollte dein Sohn "an deine Seite streben" und damit entweder dir die weibliche Rolle an seiner Seite zuweisen wollen oder die weibliche Rolle an deiner Seite einnehmen wollen, wäre das für ihn ebenso ungesund, wie für dich, wenn du die "mütterlichen Qualitäten" der Frauen in deinem Leben fürchtest oder nutzen willst.   

Solange du selbst an dem Punkt innerlich herumeierst werden beide (bzw. wenn ich es recht verstehe alle drei) deine innere Haltung und Standfestigkeit weiterhin "testen".

Kompromisse sind an dem Punkt - wer nimmt welche Stellung im Verhältnis zu dir ein - wie Storm richtig schreibt 
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
nicht möglich

Sobald klar ist, dass du fest "an der Seite" deiner Freundin stehst - und die Spielchen deiner Ex bei dir wirkungslos verpuffen, kann deine Freundin sich entspannen. 

Solange du so unsouverän
Zum einen, weil ich selbst ein Problem damit habe (ich will einfach keine Zeit mit ihr verbringen), vor allem aber halte ich es für kontraproduktiv im Sinne der Entwicklung bei unserem Sohn.
auf deine Verflossene reagierst und ihr soviel Macht
Das regt mich in den jeweiligen Momenten natürlich auf und bringt meine Freundin dazu, sich ebenso aufzuregen.
über deine Gefühlslage einräumst, ist aus meiner Sicht völlig verständlich, dass deine Freundin und dein Sohn sich unsicher fühlen im Umgang mit dir und weiter an dir herumzerren.

Diese Erwartung
Wie ich mir eine Partnerin vorstelle: sie hält zu mir und steht hinter mir, da wo ich es zulasse.
aufzugeben, könnte hilfreich sein.   

Hinter dir sollten deine männlichen Vorfahren, Verwandten und Freunde stehen.
An deiner Seite deine Partnerin. So, wie du ihr zur Seite stehst. Fest und unerschütterlich.

Insofern ist dein Weg, andere Männer zu fragen "Wie habt ihr solche Herausforderungen gemeistert?" eine kluge Entscheidung und das hier
um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
eine sinnvolle Einschränkung. Zugleich sind die Rückmeldungen von Frauen wertvolle Hinweise auf diese Frage:
Ich frag mich manchmal, was mit Euch Frauen los ist.
Wenn ich mich selbst frage, was mit einem bestimmten Mann los ist, komme ich allein selten zu einem sinnvollen Ergebnis. Wenn ich andere Männer frage "Was könnte einen Mann dazu bringen, dieses zu tun und jenes zu lassen?" kommt öfter etwas Sinnvolles dabei heraus.

Die allerbesten Anworten bekomme ich, wenn ich den jeweiligen Mann selbst dazu befragen kann und er meine Frage nicht als "Verhör" oder als "Vorwurf" auffasst, sondern sondern mein liebevolles Interesse und meine Ratlosigkeit spürt, sodass er aufrichtig antworten kann.

Was du über die Beziehung zu deiner Freundin schreibst, lässt diesen Weg auch für euch als gangbar erscheinen.
 
Manche Dinge regele ich aber alleine.
Kennst du den Unterschied zwischen "Etwas allein tun." und "Etwas selbst tun"? Als Mann an der Seite deiner Freundin wirst du immer noch selbst deine Rolle als Vater des Kleinen leben können. Zugleich kannst du als Teil eines Paars nicht allein auftreten - gegenüber deinem Sohn, gegenüber deiner geschiedenen Frau und dem Mann an deren Seite.

Kannst du dir vorstellen, dass die neue "Zutraulichkeit" deiner Ex etwas mit dem neuen Gleichgewicht zu tun haben könnte?

Sie hat einen Mann an ihrer Seite.
Du hast eine Frau an deiner Seite.

Die unverbrüchliche Bindung an den/die Neue/n "an deine/ihrer Seite" gibt deiner geschiedenen Frau und dir die innere Freiheit als Eltern gemeinsam aufzutreten (was ihr rein biologisch seid und immer bleiben werdet) ohne als (Liebes-)Paar wahrgenommen zu werden oder euch selbst so wahrzunehmen.

Ich stimme deiner geschiedenen Frau zu, dass euer Sohn sich freut, euch beide beim Fußballtraining zu sehen. 

Mein Kinder freuen sich auch, wenn sie bei ihren Aktivitäten das Interesse und die Anteilnahme von Vater und Mutter spüren. Wenn dann Stief- bzw. Ziehvater bzw. -mutter samt Halbgeschwistern auch noch dabei sein können, ohne dass es Streit und peinliche Auftritte gibt, sind Trennungs- und Scheidungskinder sehr glücklich, dass ihre ganze Familie sich dafür interessiert wie gut sie Fußball spielen, Reiten, Tanzen oder Singen können.

Für unsere Kinder gehören Vater und Mutter zu ihrer Familie. Ebenso wie deren jeweilige Eltern, Geschwister und weiteren Kinder.
Wenn diese neue Partner/innen "an ihre Seite" gestellt und neue Kinder bekommen haben, gehören auch diese Verwandten mit zur Familie der Kinder.   

Die Halbgeschwister meiner Tochter, deren Partner/innen und deren Kinder gehören nicht zu meiner Familie und zu der meines Sohnes. Aber zur Familie meiner Tochter. Als Bruder der Schwester und Tochter ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.

Die Halbgeschwister meines Sohnes, deren (Stief-)Eltern und Stiefgschwister gehören nicht zu meiner Familie und zu der meiner Tochter. Aber zur Familie meines Sohnes. Als Schwester des Bruders und Sohns ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.

Je souveräner wir als Erwachsene diese "Patchwork-Mengenlehre" respektieren, desto wohler können sich unsere Kindern unabhängig von ihrer Abstammung und Haushaltszugehörigkeit in diesem Gefüge fühlen.

um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.

Diesen vielleicht doch: Suche die Gesellschaft von Männern, die in ihren Beziehungen zu ihren Kindern und Frauen einen entspannten, gelassenen, souveränen und zufriedenen Eindruck machen. Suche ihre emotionale Nähe und ihren lebensklugen Rat. Vieles läuft in Freundschaften zwischen Männern eher nonverbal als in Gesprächen. Schau dir an, was diese Männer anders machen als du und stell dir vor, wie du dich an deren Stelle fühlen würdest. 

In diesem Forum finden sich viele gescheiterte und verbitterte Menschen beiderlei Geschlechts, die als Ratgeber nur bedingt taugen. Internet-Devices als Medium verschleiern mehr als sie zeigen. Dürre Worte werden auch nicht mit Hilfe von Smilies zu realen zwischenmenschlichen Erfahrungen.

Deiner Familie (im weitesten Sinne) und dir selbst wünsche ich alles Gute

LG Biggi 
 
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« Antwort #57 am: 09. Mai 2015, 15:12:41 »

Liebe Biggi, wie schon öfter: n dr Krze lgt d Wrz!

Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.

LG LBM
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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #58 am: 09. Mai 2015, 15:27:47 »

Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.
Ich schaff das nicht ...
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« Antwort #59 am: 09. Mai 2015, 15:38:35 »

Ich habs geschafft und muss sagen, dass es gut formuliert ist und mir mal eine andere Sichtweise vermittelt hat. Nur wäre mir kürzer auch lieber gewesen ;-)
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« Antwort #60 am: 09. Mai 2015, 20:38:41 »

Hallo,

ich glaube, in viel weniger Worte läßt sich dieses Thema nicht fassen, wenn man es wirklich verständlich machen will. Ich fands zuerst verwirrend und nach ein paar Momenten Sortierzeit erbaulich und erkenntnisreich. Danke, Biggi!

Liebe Grüße

Frieda
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Glaub nicht alles was Du denkst.
Biggi62
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« Antwort #61 am: 10. Mai 2015, 09:22:20 »

Ich schaff das nicht ...
Lesen kann man lernen. 

Die komplexe Gemengelage, die der TO uns hier anbietet, kann ich nicht knapper entwirren.
Tut mir leid. Ich habe die Situation nicht geschaffen. Ich habe nur beschrieben, was ich von außen sehe.

Die Bildersprache, der ich mich in meiner Beschreibung bedient habe, stammt aus dem weiteren Umfeld des HSI. Zum Weiterlesen für Interessierte ...

Das Urheberrecht für die extra short version hat User @Schelly:
ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.

Das habe ich so wiedergegeben:
Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes.

Deine geschiedene Frau ist nicht länger "die Frau an deiner Seite".
Dort hast du die Freundin hingestellt, dort willst du sie haben.

Das Wichtigste aus meiner Sicht habe ich am Schluss geschrieben:
Suche die Gesellschaft von Männern, die in ihren Beziehungen zu ihren Kindern und Frauen einen entspannten, gelassenen, souveränen und zufriedenen Eindruck machen. Suche ihre emotionale Nähe und ihren lebensklugen Rat. Vieles läuft in Freundschaften zwischen Männern eher nonverbal als in Gesprächen.

Schau dir an, was diese Männer anders machen als du und stell dir vor, wie du dich an deren Stelle fühlen würdest. 

In diesem Forum finden sich viele gescheiterte und verbitterte Menschen beiderlei Geschlechts, die als Ratgeber nur bedingt taugen. Internet-Devices als Medium verschleiern mehr als sie zeigen. Dürre Worte werden auch nicht mit Hilfe von Smilies zu realen zwischenmenschlichen Erfahrungen.

Ein erholsames Wochenende wünscht uns
 yltype  Biggi
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
oldie
Administrator
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Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« Antwort #62 am: 10. Mai 2015, 12:58:17 »

Moin

Lesen kann man lernen. 
Die Bildersprache, der ich mich in meiner Beschreibung bedient habe, stammt aus dem weiteren Umfeld des HSI. Zum Weiterlesen für Interessierte ...
Interessant. Scheinbar sind Kosten und Finanzierung solcher Anbebote für Dich ein Klacks. Ich zitiere mal vom Grundanbebot:
Zitat
Systemische Therapie/Beratung
Kosten der Weiterbildung

Der Grundkurs kostet Euro 1.980,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 330,– pro Block.
Das Praxisjahr kostet Euro 1.980,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 330,– pro Block.
Der Aufbaukurs kostet Euro 2.100,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 350,– pro Block.
Die Seminare kosten zwischen Euro 260,– und Euro 500,–.

Für jedes Weiterbildungsjahr wird eine Organisationsgebühr von Euro 80,– erhoben.
Liebe Biggie. Vorsicht, sei bitte ganz vorsichtig. Kommt mir wie Werbung vor. Denn wo Du dort auf dieser Seite auch nur ansatzweise lesenswerte und damit Erkenntnis vermittelnde Beiträge verortest, entzieht sich meiner (bedingt oberflächlichen) Recherche. Dort werden m.E. ausschließlich Angebote zu kostenpflichtigen Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, und keine kostenlosen Referate oder Diskussionen.
Und: In einem Seminar/Diskussionsangebot, wo es vom Grundsatz her um ausländische Wurzeln geht, die genannten Referenten ausnahmslose dt. Namen tragen, ist für mich mehr als irritierend. Oder doch nur offenkundig (typisch deutsch) überheblich, arrogant, ja vielleicht sogar rassistisch? Ich mag nun mal diese Selbstverliebtheit solcher "Institute" nicht, und neben bei bemerkt auch nicht die Deine. Dass Du Dich da hingezogen fühlst ist allerdings für mich nicht unverständlich.


Ich würde es begrüßen, wenn Du mitunter etwas bodenständiger hier auftreten würdest.

Gruss oldie

PS: Den Link von Lesen meine ich nicht, sondern den vom HSI. Und Dir dürfte klar sein, dass erstere Verlinkung provokativ von Dir gemeint ist. Hier verweise ich dann gerne auf die Forenregeln. Oder wie Du es nennen würdest, auf die Netquette. Das meine ich sehr ernst.
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
ST0RM
Rege dabei
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Beiträge: 199



« Antwort #63 am: 10. Mai 2015, 14:52:12 »

Moin Biggi,

Das habe ich so wiedergegeben:
Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes. 
Während ich der "Long Version" noch folgen konnte (ja, ich hab sie komplett gelesen), geht die "Extra-Short Version" nun in die falsche Richtung.

Nach Kitefans Beschreibung erkenne ich hier keinen Rollentausch zwischen Kind und Frau, sondern einen Konflikt zwischen Kind und Frau und zwar in Form von "das ist mein Papa" vs "das ist mein Mann", der immer dann auftritt, wenn alle 3 zusammen sind. Dazwischen steht der Kitefan, von dem nun erwartet wird, dass er sich in dieser Situation bitte für einen von beiden entscheiden möge.

--
Storm
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When nothing goes right - go left!
superpapa
Gast
« Antwort #64 am: 10. Mai 2015, 17:48:00 »

Es trägt nicht zum Thema des TO bei, daher bitte ich um Nachsicht.

Die charakterliche Kennzeichnung
diese Selbstverliebtheit..., und neben bei bemerkt auch nicht die Deine.



spricht mir aus der Seele, da ich mich über manche Beiträge von

Ich habe nur beschrieben, was ich von außen sehe.

wirklich geärgert habe!
 
 
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Biggi62
_Biggi62
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #65 am: 11. Mai 2015, 08:38:49 »

Scheinbar sind Kosten und Finanzierung solcher Anbebote für Dich ein Klacks.

Das kannst du nicht wissen, Oldie.
Wenn dem so wäre, wäre das mpMn auch kein Grund, mich öffentlich zu rügen. Meines Wissens ist das Erzielen eines auskömmlichen Einkommens aus eigener Arbeitsleistung kein Verhalten, das in diesem Forum grundsätzlich missbilligt wird.

Ich würde es begrüßen, wenn Du mitunter etwas bodenständiger hier auftreten würdest.

Das darfst du dir gern wünschen. Garantieren kann ich es nicht.

Kommt mir wie Werbung vor.
Dann löscht den Link bitte.

Ich hatte geschrieben "aus dem weiteren Umfeld von ...".

Als junge Frau war ich in einer ähnlichen Situation wie die Freundin von Kitefan.

Ich habe damals als Studentin (23) kostenlos eine Beratung besucht bei einer Beraterin, die mit den Bildern gearbeitet hat, die ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread verwendet habe. Diese Bildersprache fand ich für mich persönlich damals sehr hilfreich. Nicht nur in dem vor fast 30 Jahren aktuellen Konflikt, sondern auch später sehr oft bei der Betrachtung von zwischenmenschlichen Konflikten. Die Beraterin hatte seinerzeit den Namen "Helm Stierlin" genannt, bei dem sie selbst eine Weiterbildung gemacht habe, als ich sie gefragt habe, woher ihre kraftvolle Bildersprache stammt.

Da ich mich ungern mit fremden Federn schmücke, habe ich einen Link auf die Website des geistigen Urhebers gesetzt. Soweit wie du bin ich in deren kommerzielles Angebot nicht vorgedrungen und von rassistischen o.ä. Äußerungen distanziere ich mich ausdrücklich.

Und Dir dürfte klar sein, dass erstere Verlinkung provokativ von Dir gemeint ist.
Ja. Und? Provokation, Ironie - nenne es wie du willst.
Welche Textsorten und Textmengen ein Mensch lesen kann und will, hängt von vielen Faktoren ab.
Die entsprechenden Faktoren und Zusammenhänge werden auf Antolin zum Teil erklärt.
Auch, weshalb das sinnentnehmende Lesen zunehmend komplexer werdender Texte in Deutschland als wichtiges Bildungsziel gilt.

In einem Forum, wo Mitschreiber einander ungerügt wahlweise als Vollpfosten, Beziehungslegastheniker, Armleuchter und härter beschimpfen dürfen, finde ich deine Auslegung der Netiquette und Forenregeln im Zusammenhang mit meinem Antolin-Link ungewöhnlich.

... da ich mich über manche Beiträge ...
wirklich geärgert habe!
Das freut mich wirklich! Ganz frei von Ironie.

Nach Kitefans Beschreibung erkenne ich hier keinen Rollentausch zwischen Kind und Frau, sondern einen Konflikt zwischen Kind und Frau und zwar in Form von "das ist mein Papa" vs "das ist mein Mann", der immer dann auftritt, wenn alle 3 zusammen sind. Dazwischen steht der Kitefan, von dem nun erwartet wird, dass er sich in dieser Situation bitte für einen von beiden entscheiden möge.

Yepp, Storm, du hast Recht. Das ist die Crux bei der Verkürzung komplexer Sachverhalte.
Dass die Zuspitzung zu Fehldeutungen führen kann, über die sich dann wieder trefflich streiten lässt.

Die Wahrheit ist, dass der TO sowohl der Liebhaber und Gefährte der Freundin als auch der Vater des Sohnes ist.
Und dass ein Tag nur 24 Stunden hat - auch an Umgangstagen.

Sein Weg, die Konflikte zu entschärfen (nicht zu vermeiden!!!), liegt meiner Erfahrung nach in seiner eigenen inneren Klarheit.
Er muss sich von Fall zu Fall (oft mehrmals in einer Minute) entscheiden welche Rolle er vorrangig einnimmt.

Sobald er gegenüber dem Kleinen "partnerschaftlich" und gegenüber der Frau "väterlich" auftritt, fehlt diese innere Klarheit und unvermeidliche, alltägliche Konflikte verschärfen sich nicht nur, sondern verlagern sich zugleich in das innere Erleben des TO.

Dass jede Stunde Umgang nur 60 Minuten hat und dass er in den kostbaren gemeinsam verbrachten Stunden die Rolle des Vaters klar in den Vordergrund stellt, muss seine Freundin mpMn akzeptieren. 

Dass wir als Eltern nicht nur Vater oder Mutter sind, sondern auch Liebhaber/in und Partner/in der Frau/des Mannes an unserer Seite sind, und dass unsere liebevolle Beziehung zu diesem Menschen für unser Lebensglück eine wichtige Rolle spielt, ist eine Botschaft, die der emotionalen Gesundheit unserer Kinder mpMn gut tut. Auch der des Sohns von Kitefan.

So zu leben, als sei erwachsenes Liebesglück ein entbehrliches "Nice to have" und kein elementarer Bestandteil eines erfüllten Erwachsenenlebens ist aus meiner Sicht die Wurzel vieler schmerzhafter Trennungen. Ob wir diese Botschaft in Form einer lieblos ausgehaltenen Ehe oder in Form langjährigen Single-Lebens an die nächste Generation weitergeben, ist dabei aus meiner Sicht von nachrangiger Bedeutung.   

Konflikte zu leugnen, verschärft diese meiner Erfahrung nach im Laufe der Zeit.
Ebenso, wie die unrealistische Erwartung, ein dauerhaft konfliktfreies Zusammensein von 2 oder mehr Menschen sei möglich, die eigene Zufriedenheit beim Auftreten von alltäglichen Konflikten spürbar reduziert.

Der TO selbst ist hier mpMn schon auf der richtigen Spur
Zur Klarstellung: ein Mann, der seine Position vertritt, ist kein Macho.

Bei der Begriffsklärung, welche unterschiedlichen Positionen jeder von uns als Elternteil und (Ehe-)Partner/in z.T., gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen vertreten muss, möchte ich behilflich sein. Weil ich die weit verbreitete Unklarheit bezüglich dieser unterschiedlichen Rollen und Erwartungen für wesentlich beim Scheitern von Ehen und Liebesbeziehungen halte.

LG Biggi
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
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superpapa
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« Antwort #66 am: 11. Mai 2015, 08:54:42 »

Das freut mich wirklich! Ganz frei von Ironie.

Anm.: Mod: Beleidgung gelöscht.
« Letzte Änderung: 11. Mai 2015, 09:03:48 von midnightwish » Gespeichert
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« Antwort #67 am: 11. Mai 2015, 20:49:43 »

Moin Biggi,

nur kurz, da seitens des TO offensichtlich keinen Interesse mehr an diesem Thread besteht...

Sein Weg, die Konflikte zu entschärfen (nicht zu vermeiden!!!), liegt meiner Erfahrung nach in seiner eigenen inneren Klarheit.
Ich wüsste nicht, wie der TO noch klarer sein könnte in seiner Haltung. Noch deutlicher kann er sich kaum positionieren.

Sobald er gegenüber dem Kleinen "partnerschaftlich" und gegenüber der Frau "väterlich" auftritt, fehlt diese innere Klarheit [...]
Ich hab noch immer nicht verstanden, wo genau du väterliches Auftreten gegenüber der Frau verortest. Ich sehe jedenfalls keins.

So zu leben, als sei erwachsenes Liebesglück ein entbehrliches "Nice to have" und kein elementarer Bestandteil eines erfüllten Erwachsenenlebens
[...]
Ob wir diese Botschaft in Form einer lieblos ausgehaltenen Ehe oder in Form langjährigen Single-Lebens an die nächste Generation weitergeben, ist dabei aus meiner Sicht von nachrangiger Bedeutung.  
Aus meiner Sicht nicht. Zumindest nicht, wenn du in diesem Kontext eine "lieblos ausgehaltene Ehe" mit einem möglicherweise zufriedenen Single-Leben gleichsetzt.

--
Storm
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« Antwort #68 am: 12. Mai 2015, 08:47:53 »

In einem Forum, wo Mitschreiber einander ungerügt wahlweise als Vollpfosten, Beziehungslegastheniker, Armleuchter und härter beschimpfen dürfen, finde ich deine Auslegung der Netiquette und Forenregeln im Zusammenhang mit meinem Antolin-Link ungewöhnlich.
Da is was dran ...
Gruss Horst
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« Antwort #69 am: 12. Mai 2015, 14:01:04 »

Auch wenn mittlerweile etwas Zeit vergangen ist und ich eigentlich mehr nur ein stiller Mitleser bin, muss ich mich jetzt doch glaube ich auch einmal dazu äußern.
Also Kitefan, ich (44) 3 Kinder (je 12), getrennt seit 2012, auch in einer neuen Beziehung und auch nur eine 2-Zimmer-Wohnung, wenn auch mit einer Galerie (da es sich um eine Dachgeschosswohnung handelt), kann schon ein wenig nachvollziehen, wie es Dir geht. Auch ich liebe meine Kinder über alles, freue mich auf jedes zweite Wochenende und die Oster- und Sommerferien, und würde wahrscheinlich auch fast alles für meine Girlies machen, aber und damit meine ich ABER es gibt klare Grenzen und Regelungen, die mein Nachwuchs einzuhalten hat.
Dazu gehörte von Anfang an... Jede hat ihr eigenes Bett bzw. Matratze. Hätte ich die Galerie nicht, würden Sie evtl. auf der Couch liegen oder es gäbe ein Matratzenlager. Aber mein Bett gehört mir und in dem Fall meiner Freundin. Klare Trennung.
So, zum Sitzplatz im Auto. Wenn Freundin mitfährt, sitzt ohne wenn und aber die Freundin vorne, Girlies hinten. Punkt ohne wenn und aber. Ist Freundin nicht mit dabei, dann wird gelost bzw. von mir entschieden.
So lieb ich meine Kiddies hab, Erwachsene sind Erwachsene und Kinder sind Kinder. Man kann zwar mit Ihnen diskutieren, aber die Entscheidungsgewalt liegt beim Elternteil.
Kleinigkeiten:
Freundin kocht, Kinder decken den Tisch und decken ab. Klare Regelung.
Freundin wäscht, Kinder bringen ihr die Wäsche und nicht umgekehrt, dass alles zusammengesucht werden muss.
Freundin putzt zusammen mit mir, Kinder helfen, wenn Sie da sind.
und so geht es weiter. Klare Regelungen darlegen, vor vollendete Tatsachen stellen und nicht mit sich diskutieren lassen in gewissen Bereichen. Sicher kann man hier und da mal nachgeben, aber dann nur in Absprache.

Und vor allem, wenn Du mit Deiner Freundin zusammenziehen willst, gehören vorher klare Regelungen her, was Fillius darf, kann und was ein absolutes No-Go-Ist. Erziehung ist Deine Sache, aber alles was für die Paarebene von Dir und Deiner Freundin ist oder mit der Wohnung zusammenhängt ist Eure Sache und das Kind hat sich danach zu richten.

So, meine 2 Cents dazu... Ansonsten noch einen schönen Tag.

Gruß
Fuzzi
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Carpe Diem, denn der Tag ist immer zu kurz....
Kitefan
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« Antwort #70 am: 15. Mai 2015, 11:47:32 »

So, jetzt fühle ich mich doch genötigt, hier mal wieder zu schreiben...

Biggy: Deinen Text habe ich sehr aufmerksam gelesen, und zwar vollständig. Muss im Nachhinein aber feststellen, dass Du mir ebenso die Uhr hättest erklären können. In solchen Dingen bin ich fachlich versierter (beruflich bedingt) als die meisten anderen Menschen, daher nichts für ungut. Allerdings habe ich nach dem Wort "Shit-Test" noch genauer gelesen. Denn das ist ein Begriff aus der PickUp-Szene (der geneigte Leser mag hierzu die Websuche bemühen) und ihrem Ursprung, der Evolutionsbiologie. Das ist, mit Verlaub, pseudowissenschaftlicher Unsinn und steht der Evolutionspsychologie konträr gegenüber. Ich glaube nicht, dass dies hier das passende Forum für solche Diskussionen ist...

Interessant finde ich, dass Du den Soll-Zustand sehr genau beschreibst, aber keine Lösung für den Ist-Zustand anbietest. Da ich hier nach Rat gefragt habe, bringt mich dieser lange Text kein Stück weiter. Nur Eins sei dazu noch gesagt: Was mich in den jeweiligen Situationen aufregt, betrifft nicht die Gefühlslage zur KM. Deren Lebenslauf ist mir, gelinde gesagt, ziemlich egal. Was mich aufregt ist, dass ich die möglichen Folgen ihres Handelns im Kopf sehr schnell durchspielen kann und mir dadurch klar wird, was sie mit diesem Verhalten bezweckt und dass dadurch Schaden für unseren Sohn entsteht. Ein Schaden, der hinterher wahrscheinlich nur mit Gesprächstherapie wieder gut zu machen ist. Das gilt es zu verhindern oder dort, wo es nicht zu verhindern ist, zumindest abzumildern. Dieses Wissen, verbunden mit meinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und dem Bedürfnis, den Jungen vor seelischem Schaden zu bewahren. Mir ist klar, dass ich nicht alles von ihm abwenden kann, das will ich auch gar nicht. Aber DIESE Art von Schaden ist in meinen Augen vermeidbar.

Sei es drum, die aktuelle Situation hat sich leider noch verschärft, allerdings passt sie damit nicht mehr unter diesen Threadtitel. Die KM dreht nämlich am Rad, weil sie nicht bekommt, was sie will. Es wäre also sinnvoll, die Diskussion hier zu beenden. Meine Baustellen liegen woanders.

Gruß, Kitefan
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #71 am: 15. Mai 2015, 15:11:40 »

Moin

Ich denke schon eine Weile über folgenden (Spruch) Ausspruch von Dir nach:
Man möge mir meine Direktheit verzeihen, aber: um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
Mindestens drei Fragen lokalisiere ich bei mir sofort:
1. Was ist bei Dir ein "Preis".
2. Was ist an einem "Rat" so dermaßen provokant, als das er bei Dir zu solcher Reaktion führt? Ist doch nur ein Rat - so sehe ich es jedenfalls.
3. Wieso nicht auch bei Männern, also mal grundsätzlich die Auffassung eines anderen Menschen betrachtend?

Deine Kombination aller Auffassungen von Dir sind auf nicht Involvierte freilich provozierend: bezogen auf eine Problemlösung, die Perspektive haben soll. Das wirst Du vermutlich auch wissen. Von daher frage ich mich, wo überhaupt ein Spielraum besteht, um Lösungen zu erarbeiten?

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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