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vatersein.de - Forum 19. November 2017, 11:26:47 *
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Autor Thema: Umgang mit neuen usern, Zweitpartnern und allg. Diskussionskultur dabei  (Gelesen 13491 mal)
oldie
Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« am: 05. November 2014, 18:02:15 »

Moin

In den letzten Wochen/Monaten fällt mir auf, daß sich der Ton verschärft. Ich möchte mal zwei Schwerpunkte skizzieren (ja, ich habe da noch mehr in petto):

1.  Neuzugänge werden mitunter überfallartig zugetextet, daß ich mich wundere, wie diese noch nach Luft schnappen können. Dabei gleitet der Ton schnell ins persönliche ab, was doch gar nichts hier verloren hat.
     Aus Vermutungen werden Behauptungen, und daraus wiederum Agrumente.

2.  Zweitpartnern wird schon lange geraten, daß es der Sache dienlicher ist, den betroffenen Partner zu animieren, doch persönlich hier zu schreiben. Aus diesem Rat scheint inzwischen eine Forumsforderung geworden zu sein.
     Ebenso wird dem/der TO schnell unterstellt, sich aufzudrängeln/einzumischen.


Vielleicht ist es nicht schlecht, sich hier mal dazu auszutauschen und zu erfahren, wie Ihr das seht. Was ist Euch aufgefallen? Gibt es vielleicht Ideen, ohne ausartende "Zensur" einen etwas mehr friedlicheren und angenehmeren Umgang zu ermöglichen?


Ein paar Spielregeln müssen aber gelten:
- keinen user mit Nick benennen, außer dem eigenen Nick möchte ich keinen anderen in seinem/ihrem Beitrag sehen
- keine Bezugnahme auf getätigte Aussagen hier im Forum
- keine Zitate aus dem Forum, keine Verlinkung dorthin, nichts davon, und zwar gar nichts
- alles, was hier gesagt werden soll, bitte komplett neu ersinnen und dann nett formulieren

Edit: Diese Spielregeln haben einen einfachen Hintergrund. Wird dem nicht entsprochen, kommt es zwangsläufig zum Ansprechen einer bestimmten Person (direkte personenbezogene Kommunikation, auch wenn man das gar nicht beabsichtigt). Die angesprochene Person möchte verständlicher Weise reagieren, z.B. sich rechtfertigen, klarstellen, verneinen, oder was weiß ich. Eine extreme und leider häufig auftretende Folge wäre das Zwiegespräch, wie sie vermehrt in letzter Zeit vorkommen. Viele verstehen es, nicht antworten zu müssen, auch wenn der Finger juckt. Doch ist alles eine Frage des Maßes, wann die Beherrschung aussetzt. Soweit alles klar?

Bei Verstoß wird in diesem Faden nicht ermahnt, sondern der gesamte Beitrag gelöscht - egal, wie umfangreich. Alles andere würde nur zu Streit führen und eine Diskussion beeinträchtigen oder verhindern. Ich denke mal, mit etwas Konzentration kann man damit leben, das tut niemandem weh. Es geht nicht darum, Beweise zu erheben, auf jemanden mit dem Finger zu zeigen, oder auch nur Negativbeispiele aufzuführen. Es geht um Lösungen. Probleme kann man auch neutral beschreiben. Falls eine(r) bisher dies für unmöglich hielt, kann er/sie es jetzt bei Bedarf üben.

Gruss oldie

PS: Für 'ne Weile bleibt der Thread angepinnt.
« Letzte Änderung: 05. November 2014, 21:50:53 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.922



« Antwort #1 am: 05. November 2014, 18:45:57 »

Moin,

grundsätzlich finde ich es nicht falsch, wenn sich ein Zweitpartner anmeldet udn ein Problem beschreibt.
Natürlich ist es immer Sache des Betreffenden, daber wie oft (quasi aus dem wahren Leben) ist es so, dass der Betreffende:
  • ... den Kopf einfach nicht frei hat.
  • ... selber es nicht so mit dem Schreiben hat.
  • ... mitten im Konflikt steckt und sich nicht artikulieren kann.
  • ... einfach die Zeit nicht dafür hat, sich Informationen einzuholen.
  • ... sich selber einfach sch.... fühlt.
In Partnerschaften sollte es so sein, dass man sich austauscht und gegenseitig hilft. Und das wird ja meist auch im richtigen Leben so praktiziert. Deswegen denke ich, dass man zwar drauf hinweisen sollte, es aber auh generell nicht verteufeln sollte.


Zum Ton ... hmm!
Was mir aufgefallen ist, dass die Unfairness des FamR schnell als "selber Schuld" dargestellt wird. Wie man in die "Falle" gerannt ist, merken die meisten doch erst, wenn es sie wirklich betrifft. Die Meisten (Väter) wollen in erster Linie das Beste für die Familie, und wenn er mehr verdient, dann denken die meisten auch garnicht über die möglichen Folgen nach. Erst wenn es dann knallt, woran diese noch nicht einmal schuld haben müssen, dann fällt einem auf, dass man - als selbst an den Rechtsstaat glaubender - ziemlich verarscht wird.
Die Schriftsätze mancher Anwälte sind auch schwer zu verdauen, da sie vor Unsachlichkeit nur so triefen und einem (zumindest am Anfang) nur noch die Kinnlade herunter klappt, wenn man den Mist zu lesen bekommt. Da hilft ein "du hast aber ..." nicht viel weiter. Klar, richtige Informationen sind wichtig, aber man muss sich auch mal auskotzen müssen ... und zumindest zu einem Teil Recht bekommen.

Aber insgesamt treiben die Meinungen da oft weit auseinander. Ein exemplarisches Beispiel ist da der Kindesunterhalt.
Die Empfänger, die welchen bekommen, jammern wie teuer so ein Kind ist. Die Zahler, wie sie unter den Selbstbehalt gedrückt werden und jeden Cent nachweisen müssen. Und der Gesetzgeber rechnet:
Barunterhaltspflicht = 2 mal das Existenzminimum, Betreung ist gleichwertig: damit steht einem Kind der 4fache Bedarf zur Verfügung, dessen was notwendig ist (gilt natürlich nur begrenzt, wenn der Staat vergleichbare Leistungen tätigen muss). Im ganzen Feld die großen Sauereien mit dem Selbstbehalt, fiktiven Einkommen und so weiter ...
Meine Meinung: einfaches Existenzminimum und keine Partizipierung am Einkommen. Betreuungsleistungen werden gegengerechnet, so das bei einem Wechselmodell keine Seite etwas an den anderen ET ausgleichen muss. Dann muss sich jeder selber bemühen und sehen wie er klar kommt.
Bei Umgangsverweigerung gibt es dann Aufschläge, die die zusätzliche Betreuung würdigen. Umgangsboykotte schmälern den KU bis auf 0 ...
Diese Zeilen von einem, der keinen KU bekommt und dessen Ex vermutlich auch in 10 Jahren noch lieber schwarz arbeitet, wie auch nur einen Cent sich an den Kindern zu beteiligen.

Auskotzen lassen, seine Meinung schreiben und nicht mit irgendwelchen demokratischen Wahlen ankommen ... jeder weiß doch, dass die letzten Veränderungen im FamR alle durch die Hintertür gekommen sind und von weiblichen Lobbyverbänden heftigst bombardiert werden ...

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Susi64
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« Antwort #2 am: 05. November 2014, 18:48:26 »

Hallo,

ich denke, dass das Problem Grundsatzdiskussionen sind, die bei jeder passenden Gelgenheit aufs neue aufflammen, zu Anfang sicher auch zum Thema gehören und dann als "Kettenbriefe" aus dem Ufer laufen, weil man ja recht hat und deshalb immer wieder darauf antworten muss.

Zweitpartner sollten freundlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass es besser ist, wenn der (gab es auch schon mal die?) Betroffene selber schreibt. Das kann man freundlich und sachlich.
Jeder Zweitpartner ist betroffen und möchte seinem Partner helfen, trotzdem neigen Zweitpartner dazu ihre zu ernst zu nehmen, sie können die Probleme des anderen nur begleiten aber nicht lösen. Da aber den Zweitpartnern diese Erfahrung fehlt wird gelegentlich der Einwand nicht vrstanden und von der anderen Seite draufgehauen. Ich denke, dass wer zum Problem was schreiben kann und will das tun soll, aber nicht ständig darauf rumreiten, das sich doch bitte der Betroffen selber melden soll.

Die Regeln sind ja nicht schlecht, nur muss davon auch Ausnahmen geben, warum darf ich nicht Hallo oldie schreiben?
Wenn in einem Topic ein Thema schon einmal behandelt wurde, macht es durchaus Sinn darauf zu verlinken, manchmal versteht man ein Anliegen auch besser, wenn man die (Vor)Geschichte noch einmal lesen kann.

Problematisch sind diese Dinge doch nur, wenn sie vom Thema wegführen und damit meine ich das Problem wegen dessen das Thema eröffnet wurde.

VG Susi
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Bitumen
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 279


« Antwort #3 am: 05. November 2014, 19:01:25 »

Danke Oldie, dass Du dieses Thema mal aufnimmst.

Zunächst fällt mir auf, dass es hier im Forum nicht mehr um einen Austausch gegenüber neuen Hilfeschrei geht, sondern es gibt vorgefertigte Meinungen aus vielleicht eigenen Erfahrungen, die als quasi 'Gesetz" propagiert werden und wenn dies nicht so vom Fragenden akzeptiert wird, dann kommen gleich heftige Reaktionen. Es geht sicher nicht darum, dass kritische Nachfragen des TO gleich als persönliche Beleidigung aufgefasst werden sollen, was aber anscheinend bei einigen so ankommt.

Gerade im Familienrecht gibt es nicht die LÖSUNG, es hängt von vielen Faktoren ab, also warum bietet man neuen nicht erst einmal einen Blumenstrauß an Meinungen (und mehr ist es hier auch nicht, auch wenn das einige hier nicht verstehen wollen) aus denen sich der Betroffene dann seine Blume zieht, die dann im Weiteren näher diskutiert und verfeinert werden kann???

Auch sollte seitens der Moderatoren deutlich früher eingegriffen werden, wenn in einem Thread nicht mehr themenbezogen geantwortet wird, sondern Grundsatzdiskussionen weit ab vom Thema geführt werden.

Drohungen, Beschimpfungen, Wahrsagerei,  Stichworte wie 'Wunschantworten gibt es hier nicht', Du wirst schon sehen wie weit Du damit kommst, etc sollten von Moderatoren direkt aus den Threads entfernt werden.

Ebenso das Thema Zweitpartner: entweder bin ich hier völlig weltfremd unterwegs, aber ich würde meine Zweitpartnerin jetzt Erstpartnerin sofort auf den Mond schießen,  wenn sie sich nicht zu meinem, jetzt unserem,  Kind äußern würde. Es ist eine neue Familie mit neuen Beteiligten und eben kein Zweitpartner mehr, sondern nun der Erstpartner mit dem ich und das Kind das Leben verbringt,  so dass Kinder eben zwei Elternpaare im Idealfall haben.....ich käme nie auf die Idee jemanden zu verurteilen, der sich um das Wohl von Kindern kümmert.

Rest folgt später, wenn ich meine viel zu engagierte und sich immer einmischende Zweitpartnerin befragt habe, die trotzdem als Mutti angesprochen wird und sich bestens mit dem Kind versteht. Ich verbiete es ihr aber vielleicht noch....


CU Bitumen
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Beim Umgang mit PLS-Patienten gilt es immer zu berücksichtigen, dass Realität, Fakten und Logik in der Welt des Betroffenen keinerlei Bedeutung haben. Auch können die meisten PLS-Patienten nicht mit Kritik umgehen, das gilt für jede Form der Kritik, also gerade auch positive oder konstruktive Kritik
MalteW
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Beiträge: 87


« Antwort #4 am: 05. November 2014, 19:07:17 »

Hallo zusammen,

den Eindruck eines bisweilen verschärften Tons in letzter Zeit teile ich. Ich lese hier seit einigen Jahren mit und schätze das Forum sehr.

Zum Thema "zutexten". Mir fällt das auf, dass sich ganz viel - logischerweise - wiederholt. Also "wie kriege ich (mehr/besseren) Umgang". Teilweise meine ich mich zu erinnern, dass auf den Trennungsfaq verwiesen wird als Erstinformation. Andererseits fällt dann oft das Stichwort des Umgangsdreisprungs, woraufhin dann die Rückfrage kommt, was das denn sei und dann erklärt es jemand.

Wie wäre es denn, wenn es zu bestimmten Themen, also Umgangsdreisprung, Zweitpartner Threads gibt, wo die allgemeinen Sachen, die sich über Jahre herauskristallisiert haben, zunächst übersichtlich sortiert dargestellt werden. Die Sachen könnten dann ja angepinnt werden.

Meldet sich dann ein neuer User an, kann er höflich darauf hingewiesen werden, dass sie Basics in einem Thread dargestellt werden und dann ergeben sich ja automatisch Fragen, wie sich bestimmte Sachen in der konkreten Situation umgesetzt werden können. Somit würde nicht immer ganz vorne angefangen werden müssen. Und neue User würden sich vielleicht auch schneller integriert fühlen, weil sie von bestimmten Begriffen (Hexe/DEF usw.), die viele Stammuser kennen und verwenden, schonmal gehört haben?

Viele Grüße,

MalteW
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Ingo30
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« Antwort #5 am: 05. November 2014, 19:49:09 »

Moin,

ich finde das bisherige Vorgehen im Forum eigentlich ganz gut. Sicherlich sollte man mit dem Ton aufpassen, es ist jedoch auch zum Teil so, dass neue Mitglieder (auch Zweitpartner) sehr fest in ihrer Meinung sind und man sich zum Teil auch fragt, was sie nun hier vom Forum möchten. Brauche ich nur externe Bestätigung für meine Weltsicht (die sich bisher vielleicht nur in Diskussionen mit dem KV / der KM erschöpft haben)? Das ist für mich das Einholen von Wunschantworten, welche ich persönlich z.B. nicht unterstütze. Ja, das kann auch mal unangenehm sein, muss man aber auch aushalten können.

Ich denke mal jeder ist hier schon mal mit den Meinungen der anderen Mitglieder aneiandergeraten und hat sich gerieben. Das darf aus meiner Sicht auch so sein und macht das Forum auch aus. Hier ist halt nicht nur die "pro KV"-Fraktion vertreten, sondern wir sind auch dabei, wenn es darum, geht lethargische oder nichtzahlende KVs an ihre Pflichten zu erinnen. Nur wenn man schon an den roten Moderatoren-Postings sehen kann, wie sich ein Beitrag aufschaukelt und auch Mitglieder beleidigt werden, sollte schon deutlich eingegriffen und ermahnt werden (auch die erfahrenen Mitglieder).

Zum beliebten "Ich schreibe für meinen Partner-Thema". Auch ich unterstütze das Anmelden des Betroffenen. Allein schon deshalb, weil ich die immer gleichen "Ausreden" der Zweitpartner auch schon vorbeten kann: "Mein Partner geht nicht gern ins Internet, mein Partner hat es nicht so mit dem Internet / einem Forum". Wenn ein KV jedoch Verantwortung übernehmen möchte, sollte er es auch hinbekommen, hier einen Beitrag zu schreiben.
Es ist auch so, dass hier nicht jeder KV selber mitliest, sondern das Gelesene dann mündlich weitergetragen wird. Mit der Folge, dass vielleicht von einem guten Tipp nur die Hälfte ankommt.
Auch jeder Zweitparnter sollte mit seinen Nöten angenommen werden; die Botschaft den Partner zu aktivieren sollte aber auch ankommen.

Auch wenn sich manche Punkte wiederholen,  ist jeder Fall doch anders und ich finde es gut, wenn auf jeden Fall individuell eingegangen wird. Aus meiner Sicht kann man nach einer Zeit hier im Forum auch bestimmte Verhaltensmuster bei Trennungen erkennen und dem (natürlich unerfahrenen) Betroffenen auch angemessen vermitteln. Gruß Ingo
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eskima
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« Antwort #6 am: 05. November 2014, 20:49:17 »

Moin,

ich habe von Anfang an als Next geschrieben und bin deshalb nicht angegriffen worden. Klar wurde auch mir gesagt, dass es mehr Sinn machen würde, wenn der Angler (mein Göttergatte) sich hier anmelden würde, aber trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass mir jemand das Leben schwermachen wollte, weil ich hier meist als Next geschrieben habe.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn hier andere Partnerinnen schreiben, denn ich finde sehr wohl, dass sie involviert sind. Aber manchmal bekomme ich den Eindruck, dass eine Next (auch) in Umgangs- und Unterhaltssachen des Partners kontrollieren und dominieren will und dann muss man auch mal schreiben dürfen, dass das wenig Sinn macht.

Aber manchmal ist es auch so eine Sache, nicht jeder kann sich in der Schriftform gut ausdrücken und vielleicht sind manchmal einfach auch Missverständnisse die Ursache von Reibereien.

Zudem würde ich es begrüßen, wenn oben eine Anrede/Gruß und unten auch eine Abschiedsformel steht. Auch wenn man häufig drüber wegliest, so finde ich es doch sehr unhöflich, darauf zu verzichten.



LG eskima
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« Antwort #7 am: 05. November 2014, 21:04:37 »

Ich selbst habe damals auch als Next vom (jetzt) Ex hierher gefunden, weil es Probleme mit dem Unterhalt gab und mein Ex sich damals gottergeben einer offensichtlich falschen Behauptung seiner Ex beugen wollte.

Ich kann daher gut nachvollziehen, dass es Menschen (Männer) gibt, deren "Ding" so ein Forum nicht ist und die "den Schreibkram" lieber ihre Freundin machen lassen. Natürlich verwischt da die Grenze zwischen dem was er denkt/will und dem was sie denkt/will oder meint zu wissen, was er denkt/will.

Ich selbst habe auch später den Fehler gemacht, meinen Ex zum Umgang tragen zu wollen. Ohne zu merken, dass er sich um den Umgang nicht gerissen hat. Das hatte zwar auch Gründe außer "Bocklosigkeit", aber ich habe da auch einen Einsatz begonnen, den er nicht wirklich gewollt hat, sondern nur "so getan als ob". Hätte ich das gemerkt, hätte ich viel merken, lernen, vermeiden können.

Aus eigener Erfahrung halte ich das Aktivsein hier nicht unbedingt für ein Zeichen übermotivierter Nexts. Aber die Grenze von "ich informiere mich mal für dich" zu "ich kämpfe deinen Kampf für dich" (oder den, von dem ich der Meinung bin, dass er gekämpft werden soll) ist schon sehr fließend.

Ich finde, wir sollten einer Next eine faire Chance geben und ihr nicht von vornherein über den Mund fahren und DANN darauf aufmerksam machen, dass sich besser der Mann anmeldet, wenn sie "wirklich" übers Ziel hinaus schießt.

LG LBM
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« Antwort #8 am: 05. November 2014, 22:14:13 »

Beitrag gelöscht. Die Spielregeln sind eindeutig, Verlinkung und Bezugnahme auf frühere Aussagen daher ausgeschlossen.

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 05. November 2014, 22:31:51 von oldie » Gespeichert

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Ja.


« Antwort #9 am: 05. November 2014, 22:41:47 »

Hallo allerseits,

ich möchte gar nicht auf die oben angesprochenen Punkte eingehen, sondern mal ganz allgemein meinen Eindruck der letzten Zeit schildern: Ich lese nun schon über einen langen Zeitraum fast täglich mit und mir ist aufgefallen, daß manchmal der Gedanke verloren geht, daß jeder Mensch speziell ist, eine eigene Art hat, aufzutreten, eine eigene Art, andere zu verstehen. Ohne den Gegenüber sehen und hören zu können ist es manchmal schwer, das einzuschätzen. Daraus ergeben sich häufig Mißverständnisse, die nicht ausgeräumt werden können, weil die (schriftliche) Diskussion sofort emotional in die Höhe schießt.

An manchen Tagen denke ich mir: Haben wir Sturm oder warum sind heute alle so auf Krawall gebürstet?

Es kommt vor, daß ich den Eindruck habe, daß jemand nicht als "richtig" anerkannt wird, weil er eine andere Meinung vertritt. Und es kommt vor, daß sich zwei aufeinander eingeschossen haben und quer durch die Threads sich gegenseitig was beweisen müssen, wo es wahrscheinlich heilsamer wäre, mal im RL ein Bierchen miteinander trinken zu gehen.

Die Signatur eines Users hat mir immer sehr gefallen, die mit dem einen Menschen, den man ändern kann: den man morgens im Spiegel gesehen, gewaschen und gekämmt hat. Alle anderen müssen wir so verbrauchen, wie sie sind. Wir können uns drüber aufregen, nützt aber nix.

Vielleicht sollten wir alle uns zu eigen machen, VOR jeder Antwort kurz innezuhalten, einen Kaffee oder Tee zu holen, darüber nachzudenken, was wir gerade schreiben wollen und wie das beim Gegenüber wohl ankommen mag, ja, auch darüber nachzudenken, was wir beim Gegenüber mit unserer Antwort bewegen wollen.... und dann bei Bedarf noch mal gedanklich umformulieren und neu beginnen. Ich denke, das würde viel Konfliktpotential aus dem Weg räumen.

Deshalb müssen wir uns nicht gleich alle furchtbar liebhaben, aber es würde den Respekt und die Achtung vor dem Gegenüber als Individuum zurückbringen, die ich von Anfang an hier sehr geschätzt habe und die ihren Glanz in letzter Zeit etwas eingebüßt haben.

Liebe Grüße

Frieda
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Glaub nicht alles was Du denkst.
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #10 am: 05. November 2014, 23:21:04 »

Moin

In den bisherigen Beiträgen fällt mit auf, dass ein neues Mitglied dieses Forums auf ähnliche bzw. gleiche Beiträge verwiesen werden kann/sollte. Dem gegenüber steht aber auch die hiesige faktisch homogene Meinung, daß im Familienrecht jeder Fall separat zu betrachten ist. Das ist m.E. ein Widerspruch. Wäre es daher nicht ratsam, erst einmal auf den user einzugehen, die Problemstellung heraus zu kristallisieren, und ihn erst dann auf entsprechende (ähnliche)Fragestellungen früherer Beiträge hinzuweisen? Ansonsten wird doch gleich unterstellt, er/sie hätte sich nicht vorher hier belesen. Sicher, das gibt es auch, daß kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten. Nur hilft das? Ist es nicht angebracht, einen user erst einmal hier aufzunehmen, als ihn hin- oder zurechtzuweisen? Denn so könnte das nur allzuleicht bei dem-/derjenigen rüberkommen. Und es wurde bereits mehrfach treffend bemerkt, in welch angespannter Situation so mancher user hier aufschlägt.

Gruss oldie

Edit: Zur Verdeutlichung: Das würde bedeuten, von einem - ich sage jetzt mal - "gestressten" Neuzugang würde verlangt werden, die Ruhe aufzubringen, sich durch einige dutzend oder hundert Threads zu arbeiten, bis er zu dem gelangt, der auf seinen Fall zutreffen könnte. Er, der user, von nichts 'ne Ahnung, soll abstrahieren von Themen, von denen er nichts versteht, da vorher nie damit konfrontiert, nie eine Berührung vorhanden war. Ich denke mal, dieser Neuzugang würde es als unendliche Erleichterung wahrnehmen, wenn man ihn erst einmal an die Hand nimmt.
« Letzte Änderung: 05. November 2014, 23:28:09 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Bester Papa
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« Antwort #11 am: 06. November 2014, 00:32:02 »

Hallo oldie.

Ich gebe meinen Senf auch mal dazu:

Neue User
Werden in der Tat häufig zu hart angegangen. Und was mir auffällt, ist, dass oft gar nicht auf die eigentliche Frage/Problematik eingegangen wird.
Beispiel: Ein User fragt nach dem Sorgerecht, bekommt aber als Antwort, er solle sich doch erstmal um Umgang bemühen.
Das mag zwar stimmen, geht aber an der Frage vorbei.

Zweitpartner
Ich finde es ok wenn sich der Zweitpartner hier anmeldet. Und ich finde es auch in Ordnung, wenn er sich in die Kindesbelange seines Partners einmischt.
Warum?
Weil ich es lediglich aus der Sicht des Kindes sehe. Und da ist es mir egal, ob der Ex/Exe da nen Hals bekommt.
Wenn also der Zweitpartner hier nach Tipps fragt, wie sein LG mehr Umgang für's Kind bekommt, dann finde ich das gut.
Warum sollte man da nicht helfen?

Natürlich, wenn man gesagt bekommt, der LG schreibe nicht gerne oder hält nichts von Foren, dann ist man selbst nicht gerade motiviert zu schreiben und Zeit zu investieren.
Insofern ist der Hinweis, sich hier anzumelden, ok. Sollte aber keine Bedingung sein.

Und seien wir mal ehrlich: Ob man Männlein oder Weiblein ist oder gar der betroffene Elternteil, lässt sich sowieso faken.

LG

Bester Papa
(Und der ist echt 
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eskima
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« Antwort #12 am: 06. November 2014, 00:37:40 »

Moin oldie,

ja, normalerweise bin ich ja auch ein Verfechter davon, dass man Menschen dort abholt, wo sie stehen. Und wenn sie keinerlei Vorerfahrungen haben, sich noch niemals mit dem Thema an sich beschäftigt haben und sich überhaupt nicht auskennen.... dann fände ich es dennoch sinnvoll, sie an -was auch immer- zum Lesen zu schicken. Vielleicht macht es Sinn, zu gewissen Themen eine Art Geländer zu errichten.

Umgangsprobleme: Dreisprung Ansprechpartner, Jugendamt, Gericht
Volljährigkeit: Grundvoraussetzungen
Abkürzungen, die hier im Forum genutzt werden

LG eskima
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

Kasper
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« Antwort #13 am: 06. November 2014, 08:46:21 »

Guten Morgen,

vorgefertigte Antworten sind gut, lassen sich vermutlich auch schnell erstellen.
Allerdings, die fragestellungen haben sich in den letzten 10 Jahren nicht wirklich geändert. Sie variieren in leichten Detailfragen, grundsätzlich sind sie immer gleich. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren gravierend geändert, da kommt so mancher Anwal nicht einmal mit.
Wenn sich dieses Forum an die Brust heftet, dass es ein "Hilfeforum" ist, dann muss man auch damit Leben können, dass sich viele Fragen wiederholen und es manchmal auch monoton wird.

Warum?
Besinnen wir uns mal jeder auf seine Eingangssituation. Warum und wie ist er hierher gekommen, nahezu alle waren in einer extremen Ausnahmesituation, keine Ahnung, ein riesiger Scherbenhaufen namens "Leben" und verschiedene Experten (der eigene Anwalt, JA Mitarbeiter, vielleicht noch Erziehungsberatung, und die abstrusen Schreiben der Gegenseite - vollgestopft mit Lügen).
Auch wenn man plötzlich viiiel Zeit zum Lesen hat, wer kann das in so einer Situation?
Man muss schon zu einem gewissen Grad abgebrüht sein, um diese Situationen an sich abperlen zu lassen ... und selbst mit einiges an Erfahrung ist man in entsprechenden Situationen doch auch schonmla schnell angeschlagen. Dann kommen die unterschiedlichen Charaktere ins Spiel, Ausdruck, Schreibstil ... das ist nicht jedermanns Sache. Da kommen zum einen schnell Mißverständnisse auf, zum anderen weiß einer vielleicht nicht wie er sich richtig Ausdrücken soll.
Deswegen, meine Meinung, muss man Wiederholungen zu einem gewissen Grad hinnehmen. Zu Grundlegenden und sich oft wiederholenden Sachverhalten, kann man Texte zum Nachlesen fertigen, auf die dann verwiesen wird (auch die Suchfunktion ist ja nicht immer jedermanns Sache). Und dann sollte auch aktzeptiert werden, dass man sich hier kräftig auskotzen kann und man ihm/ihr Recht gibt, selbst wenn es juristischer Blödsinn ist.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
82Marco
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« Antwort #14 am: 06. November 2014, 09:05:06 »

Servus!
Ergänzend zu Kasper: als ich hier im Forum aufschlug, wollte ich Antworten, die mir möglicherweise SOFORT weiterhelfen.
Ich hatte ganz ehrlich weder Lust noch Kraft, mich in anderen Topics einzulesen, in denen vtlt. das gleiche Problem wie meines "behandelt" wurde...ich kann mir gut vorstellen, dass es Neu-Usern ähnlich geht!

Daher mein Vorschlag, ausschliesslich gestellte Fragen zu beantworten und GLEICHZEITIG auf ähnlich gelagerte Fälle verweisen. Wenn keine Fragen gestellt werden steht es jedem User frei, zu hinterfragen (nicht zu vermuten), wieso ein neuer User im Forum auftaucht .

Ergänzend zu eskimas ersten Beitrag möchte ich anregen, dass in den Forenregeln oder bei der Neuanmeldung ein Verweis zu "Grundsatzbeiträgen" á la Dreisprung, Abkürzunge und dergl. erfolgt, um den Wiederholungsfaktor zu reduzieren.

Grüßung
Marco

**edit: Korrektur + Ergänzung
« Letzte Änderung: 06. November 2014, 09:44:16 von 82Marco » Gespeichert

Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________

Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
HoWi64
_HoWi64
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Beiträge: 666


« Antwort #15 am: 06. November 2014, 09:57:37 »

Hi,
Kasper hat Recht mit der Ausnahmesituation. 

Als ich hier anfing war ich minimum 95%  cry_smile crash  mad gun Empörung und Verzweiflung und maximum 5% Cool Ratio.
Das Verhältnis hat sich nach und nach geändert. Meine Kopfwäschen hier waren nicht lieblich säuselnd.

Aber extrem hilfreich!!!

Wem klare Antworten aus dem Forum zu grob sind
der soll sich von Anwälten und Gerichtssälen besser fernhalten find ich.
Ne kalte Dusche von hier kostenlos. Bei zartbesaiteten Gemütern auch umsonst.
Der Unterschied ist wichtig wenn Mann seine Scheidung überleben will.
Im Gerichtssaal ist derselbe kalte Guss deutlich teurer.
Und hat lebenslängliche Folgen.

Wem der Ton hier nicht passt der muss eben beleidigt abdackeln
und dann vor der Hex zu Kreuze kriechen und jeden Mist schlucken.
Dann mästet Mann die Anwälte.
Stalkt seine Kinder auf Facebook bis zur Sperrung.
Und zahlt lebenslang bis zur Privat-Inso oder als Harzt4-Aufstocker.

Jeder wie er mag. Mein Weg ist das nicht.

Ich weiß jetzt wie wichtig Ratio im Kampf mit der Ex ist.
Weiß auch wieviel gelogen wird im Kampf um Kinder und Kohle.

Hab mit eurer Hilfe schon manche Schlacht gewonnen.
Seh auch das mein Krieg noch nicht vorbei ist.

Wenn Ex einen Dämpfer braucht kriegt sie ihn.
Kaltlächelnd ohne Verzweiflung.
Klappt jedesmal besser.

Bin wieder verheiratet und leb mein Leben.
Eure harten klaren Worte haben mir viel Geld und Nerven gespart.

Gruss Horst
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« Antwort #16 am: 06. November 2014, 11:23:21 »

Einen wunderschönen guten Morgen in die Runde!

Zeit meinem Namen alle Ehre zu machen - ein spezieller Daniel.

Lasst mich bitte einmal anhand meines persönlichen Empfindens euch aufzeigen, wo meiner Meinung nach einige Schwachstellen liegen.

Die meisten von euch sind bereits sehr erfahrene User und haben diesen gigantischen Berg - Umgang / Sorgerecht / Unterhalt / Erziehung / ... - bereits erklommen und mögen dort die schöne Aussicht genießen.

Dort sind Neuankömmlinge noch lange, lange, laaaaaaaaaaange nicht.

Als ich mich hier Anfang Juli anmeldete war ich am emotionalen Tiefpunkt meines Lebens.
Frau, Kind und Job weg. Wie viele Schlagzeilen es nach derartigen Schicksalsschlägen über schlimme Familiendramen in Zeitungen gibt, brauche ich nicht erwähnen?!

Ich bin aber nicht Amok gelaufen. Ganz im Gegenteil, ich nutzte meine restliche Energie, um die Familie zu retten.
Erst als ich erkannte, dass mir das Zusammenbasteln meines alten Lebens mit den vor mir liegenden Scherbenhaufen nichts mehr bringt, war ich bereit, mir Hilfe zu suchen. Aber das hat gedauert.

So kam ich nach vatersein.de. Was mich hier erwartete, verschlimmerte mein emotionales Karussell.
Nach nur wenigen Posts wurde mir dargestellt, wie aussichtlos doch mein Kampf sei.
Auch wenn das alles der Tatsache entsprach, war das nicht was ich brauchte.

Ich rede hier nicht von „Wunschantworten“, sondern von ZUSPRUCH!

Den konnte ich hier anfangs nicht erkennen. Und ja, vielleicht habe ich auch etwas Mitleid, aber zumindest Mitgefühl, gesucht.
Logisch, dass man sich dann Mut zusprechende Antworten rauspickt. Kaum aber getan, kommen die „Großen“ (ich fühlte mich echt klein am Anfang hier) und scheinen sich über die Ignoranz des Frischlings zu ärgern, dass seine/ihre Meinung augenscheinlich überlesen oder nicht ernst genommen wurde.

Vom Berggipfel aus mag man das Chaos / Labyrinth überblicken, aber von hier unten sieht alles echt be***scheiden aus!

Auch möchte ich euch daran erinnern, was dieser Stress auslösen kann.

Ich bin ein Logiker, der aber nach dem Herzen entscheidet. Widersprüchlich, aber mag es geben.
Ich joggte vor der Ehe mehrmals in der Woche 10km und mehr. War im Fitnessstudio unterwegs und hatte für meine doch zierliche Statur verhältnismäßig viel Kraft.

Dann wurde mir mein geliebter Sohn vorenthalten!

Nach hundert Meter schnellem Laufen geriet ich außer Atem und mir wurde schwindelig.
Wenige Kilos konnte ich nicht mehr anheben.

Hätte mir das damals in meiner heilen Welt jemand erzählt, den hätte ich höchstwahrscheinlich belächelt *schäm*

Bitte, liebe erfahrene User, vergesst nicht was manche Menschen gerade durchmachen.
Nehmt sie an der Hand und nähert euch langsam an solche Hilfesuchenden.
Nach und nach kann sich der Ton verschärfen. Das find ich sogar gut so. Erwartet auch nicht den nötigen Abstand zur Sache. Den gibt es in dieser Phase einfach nicht.

Interpretiert bitte nicht zu viel in Dinge hinein.
Tretet bitte mehr als Helfer und nicht als Richter auf.
Genießt den frischen Wind, den Neuankömmlinge mitbringen!

Hinterfragt bitte auch weiterhin, denn ihr habt hier schon so manchen entlarvt.
Dafür spreche ich meinen höchsten Respekt aus!

Ich weiß, dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Hoffentlich konnte ich aber mit meiner Sicht der Dinge, euch etwas mitgeben.

Ach ja, bevor ich es vergesse. Man braucht einem User nicht immer und immer wieder seine Fehler vorhalten. Die Menschen, die sich hier anmelden, wissen meistens, dass sie Mist gebaut haben.
Klar sind einige, inklusive mir, etwas begriffsstutzig. Das liegt aber nicht an mangelndem Intellekt, sondern an der Befangenheit der eigenen Sache.

Danke fürs Lesen.

Genießt nun die Sonne. Wir haben gerade strahlend blauen Himmel mit wundervollem Sonnenschein.

Herzlichst!

Euer D

PS: Zu Zweitpartner habe ich aktuell kein Statement parat…

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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
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« Antwort #17 am: 06. November 2014, 11:33:32 »

Ich fühle mich jetzt mal direkt angesprochen, das kann kein Zufall sein, dass dieser Fred geöffnet wird, ausgerechnet so kurz nach dem Schließen eines anderen Freds durch die Userin. Eine Userin, die einigen irgendwie sympathisch war und mir zutiefst unsympathisch. Was natürlich gar nichts damit zu tun hat, dass sie beleidigend war. Und damit komme ich zum Punkt. Einige von uns, einschließlich mir sind schon sehr sehr lange hier. Wir haben viele kommen und gehen sehen. Und Du erkennst sie beim ersten, beim zweiten, spätestens beim dritten Beitrag. Die Unsympathen und Stänkerer, die im RL aus verständlichen Gründen keine Wunschantworten bekommen und meinen, wenn sie die Geschichte hier, ohne dass man die Gegenseite kennt ein bisschen geschönt preisgeben, Wunschantworten bekommen zu können. Und wenn das nicht klappt persönlich werden.

Das ist unser Wohnzimmer und wer hier reinkommt und sich auf das Sofa setzen will, soll freundlich und ehrlich sein. Wer das nicht schafft kann wegen mir bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Dass Partner für ihre Partner fragen finde ich zwar unglücklich aber im Grunde nicht schlimm.
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« Antwort #18 am: 06. November 2014, 11:40:01 »

Moin,

Dank an Oldie für die zur Diskussion-Stellung dieses Themas ... und schön so viele themenbezogene, sachliche Beiträge zu lesen.

Meine Meinung:
Hinsichtlich des Umgangs mit Neuankömmlingen würde ich mir wünschen, dass ein wenig mehr Abstand von Vorverurteilungen und dem Abgleiten in Grundsatzdiskussionen genommen wird.

Kritisches Hinterfragen hingegen halte ich grundsätzlich für angebracht.

Insofern fände ich es besser, wenn ...
... Zweitfrauen darauf hingewiesen werden, dass "stille Post" eine Hilfestellung schwierig macht anstatt pauschal den Vorwurf der Einmischung zu erheben.
... in Mangelfallsituationen nachgefragt wird, worin die Ursachen für die Geldknappheit liegen anstatt den Ratschlag "sieh zu, dass Du Kohle ranschaffst" zu äußern.
... zu selbstkritischem Hinterfragen aufzufordern anstatt dem TO ein "selber Schuld" an den Kopf zu schmeissen.

Der Ton macht die Musik.

Wer mit 100 Emoticons im ersten Beitrag aufschlägt, braucht sich über emotionale Reaktionen nicht zu wundern.
Wer mit einer sachlichen Frage aufschlägt, erhält aktuell aber häufig ebensolche emotionalen Reaktionen.

... und ne, das tut nicht Not.

Gruß
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« Antwort #19 am: 06. November 2014, 12:45:22 »

Meine Meinung:
Hinsichtlich des Umgangs mit Neuankömmlingen würde ich mir wünschen, dass ein wenig mehr Abstand von Vorverurteilungen und dem Abgleiten in Grundsatzdiskussionen genommen wird.

Kritisches Hinterfragen hingegen halte ich grundsätzlich für angebracht.
Es wird sich nicht verhindern lassen, dass man eigene Erfahrungen mit einfließen lässt! Muss ja auch, denn wir sind ja auch ein Meinungsforum und unsere Meinung basiert auf den zum Teil selbst gemachten Erfahrungen. Ich denke aber auch, dass gezieltes Nachfragen sinnvoller ist, um einen neuen User nicht kleich die Scheuklappen aufzusetzen. Vielleicht auch vor dem Hintergrund der mangelnden Ausdrucksfähigkeit.
Selbst wir können uns ja untereinander mißverstehen, weil man Texte so oder auch so lesen kann.

Womit meiner Meinugn grundsätzlich aufgehört werden muss, ist einem Neuen vorzuhalten, dass er sich "dieses Modell" ja selber ausgesucht hat. Die meisten wissen garnicht, in welche Falle sie da rennen und werden meist von der Ex mit Tatsachen konfrontriert, die diese noch garnicht auf dem Schirm haben.

Gruß
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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« Antwort #20 am: 06. November 2014, 14:43:56 »

Moin Zusammen!

Zunächst mal Danke an Oldie, dass du das in letzter Zeit deutlich veränderte Klima hier zum Thema gemacht hast. Ich bin ja nun schon recht lange hier und habe auch viel Gutes aus dem Forum mitnehmen können. Auch ich habe das Gefühl, dass sich hier einiges zum Nachteil verändert hat.

Zum Umgang mit den Neuen: Wer neu hier aufschlägt, ist meistens ziemlich fertig mit der Welt. Er braucht hier keine Anfeindungen, die hat er zu Hause wahrscheinlich schon genug. Wer neu hier hinkommt, braucht in erster Linie Hilfe und oftmals auch jemanden der einfach nur Verständnis für die Situation hat. Manche User müssen erstmal aufgefangen werde, bevor man an die sachliche Hilfe gehen kann.

Wenn man neuen Usern vowirft, sie hätten das 2. oder 3. Kind nicht in die Welt setzen sollen, weil Sie es sich nicht leisten können, ist das IMHO schon fast beleidigend, zumindest hilft es dem User nicht. Dabei sollte man nicht vergessen, dass in einer funktionierenden Partnerschaft für 3 Kinder eben NICHT 3x KU nach DT + 3x KG gebraucht wird. Dieser hohe Finanzbedarf entsteht doch erst nach der Trennung. Und das erfahren doch die meisten erst, wenn es zu spät ist. In einer funktionierenden Partnerschaft kriegt man die Kinder auch mit weniger Geld groß. Schon meine Großeltern wußten: Ein Kind mehr kriegt man immer auch noch satt.

Es gibt Fälle, wo jemand auch mit gutem Willen, den Mindestunterhalt nicht erwirtschaften kann. Denen wird manchmal vorgehalten, dass wir doch nicht mit unseren Steuern sein Kind finanzieren wollen. Also ICH finanziere mit meinen Steuern (und die zahle ich reichlich) lieber UHV für Kinder als Flughäfen von denen nicht gestartet wird, Philharmonien in denen keine Musik gespielt wird oder Drohnen die in der EU fliegen sollen aber hier nie eine Zulassung bekommen können (to be continued)

Den Neuen müsste wieder mit mehr Empathie begegnet werden. Das war früher hier üblich. Zumindest wie ich neu war.

Zur Zweitpartnerproblematik: Natürlich ist es sinnvoll, wenn sich die Betroffenen hier selber anmelden. Das kann man auch freundlich klar machen. ABER: Eine Hilfestellung sollte nicht davon abhängig sein. Warum soll eine Zweitpartnerin nicht hier für ihren Partner Hilfe suchen und bekommen? Und ja, es ist normal, dass sich neue Partner gegenseitig in das Leben des jeweils anderen einmischen, helfen oder auch mal kritisieren. Sonst wäre es keine Partnerschaft sondern nur eine Bettgeschichte.

Allgemein fällt mir auf, dass hier inzwischen sehr viel "Mainstream" verbreitet wird, abweichende Meinungen werden kaum noch geäußert. Das ist Schade.

Ein Beispiel: "das ABR kriegst du nie, vergiss es". Wo sind die User, die statt dessen sagen: "Du hast zwar kaum eine Chance, aber wenn du den Kampf aufnehmen willst, das sind die Risiken und du musst auf folgendes achten...." . Auch das gab es hier früher mehr. Zum Teil sind die User die abweichende Ansichten vertraten leider schon lange nicht mehr hier.

Etwas mehr Vielfalt wäre manchmal gut.

Gruß vom Krümelmonster
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« Antwort #21 am: 06. November 2014, 14:46:38 »

Moin Kasper,

Es wird sich nicht verhindern lassen, dass man eigene Erfahrungen mit einfließen lässt! Muss ja auch, denn wir sind ja auch ein Meinungsforum und unsere Meinung basiert auf den zum Teil selbst gemachten Erfahrungen. Ich denke aber auch, dass gezieltes Nachfragen sinnvoller ist, um einen neuen User nicht kleich die Scheuklappen aufzusetzen. Vielleicht auch vor dem Hintergrund der mangelnden Ausdrucksfähigkeit.
naja, wir sind ein Diskussions- und Hilfeforum mit einer vollkommen zufälligen (man könnte auch sagen: chaotischen) Teilnehmerstruktur. Niemand muss bei seiner Anmeldung eine sprachliche, inhaltliche, moralische, sachliche, emotionale oder sonstige Eignung nachweisen, sich zu irgendeinem der hier diskutierten Themen zu äussern. Niemand hier hat einen Vertrag mit irgendwem, sich auf eine bestimmte Weise äussern zu müssen oder keine Kritik äussern zu dürfen. Eben gerade WEIL hier keine ausgebildeten Therapeuten schreiben, sondern Individuen vor dem Hintergrund selbst gemachter oder bei anderen erlebter Erfahrungen, ist das Ergebnis vollkommen offen und der Verlauf einer Diskussion auch kaum vorherseh- oder steuerbar. Gerade das unterscheidet ein Internet-Forum von einem bezahlten Therapeuten, dem man auch mit Beendigung der Therapie drohen kann, wenn er keine Wunschantworten und keine Wunschbehandlung liefert.

Selbst wir können uns ja untereinander mißverstehen, weil man Texte so oder auch so lesen kann.
eben. Und wie im richtigen Leben kann man nachfragen, um eventuelle Missverständnisse aufzuklären. Wie im richtigen Leben gilt allerdings auch hier: Wenn ich neu irgendwo hinkomme (auch auf eine Party mit Fremden oder an einen neuen Arbeitsplatz), sollte ich mich auch entsprechend verhalten. Wer gleich in seinen ersten Posts Forderungen aufstellt, wie ihm zu antworten oder das Forum zu moderieren sei und wer gefälligst nicht mehr schreiben solle, wird sich wenig Freunde machen und wenig Hilfe kriegen.

Ich verstehe gut, dass viele Menschen angesichts einer privaten Katastrophe wie der Trennung von Partner und Kindern keinen Kopf dafür haben, sich erst mal lange und rational ins Thema einzulesen. Trotzdem muss man die Gepflogenheiten eines Internet-Forums anerkennen, wenn man dort Hilfe finden möchte.

Womit meiner Meinugn grundsätzlich aufgehört werden muss, ist einem Neuen vorzuhalten, dass er sich "dieses Modell" ja selber ausgesucht hat.
das ist eine Frage der Lesart. Ich schreibe das auch gelegentlich. Natürlich ist jeder frei, das (fälschlicherweise!) als schadenfrohen Vorwurf oder als persönliche Beleidigung aufzufassen. In meinem Fall geht es dabei nur darum, dem User nahezubringen, das das Ende seiner Partnerschaft/Ehe nicht der Punkt ist, mit anwaltlicher oder gerichtlicher Hilfe erfolgreich eine Umkehrung des bislang gelebten Rollenmodells zu erreichen: An diesem Punkt werden Besitzstände verteidigt und Ex-Partner ausgenommen; keine neuen Rollenmodelle entwickelt. Hier etwas anderes zu erwarten, verstellt den Blick auf die wirklich zu klärenden Fragen; deshalb muss dieser Hinweis durchaus erlaubt sein. Das Gericht, das die Rollenverteilung im konkreten Fall NICHT einfach umdreht, schert sich einen Dreck um das, was in Internet-Foren diskutiert und an Wünschen geäussert wird; es orientiert sich aus naheliegenden Gründen schlicht an der Vergangenheit. Das muss man hier auch aussprechen dürfen.

Die meisten wissen garnicht, in welche Falle sie da rennen
in diese Falle rennen sie nicht am Tag der Trennung; sie befinden sich bereits in dieser seit dem Tag ihrer Hochzeit bzw. seit der Manifestation der Rollen- und Betreuungskontinuität ihrer Partnerschaft oder Ehe. Bei der Trennung wird das nur offensichtlich. Der § 1353 BGB gilt auch im Zeitalter massenhafter Ehescheidungen unverändert.

und werden meist von der Ex mit Tatsachen konfrontriert, die diese noch garnicht auf dem Schirm haben.
richtig. Ziemlich unstreitig sollte allerdings sein, dass die Ex in solchen Fällen nicht geduldig abwartet, bis ihr Ehemann oder LG sich mit er neuen Situation abgefunden, in diese eingelesen und einen tüchtigen Anwalt gefunden hat. Insofern ist Kopftätscheln und die Erörterung von Fragen wie "wie kann sie nur?" nur ein bedingt und kurzfristig gutes Rezept; echte Hilfe zur Selbsthilfe sieht in solchen Fällen aber anders aus und muss vor allem zügig beginnen; notfalls auch mal mit Kopfwäschen. Die können durchaus auch mal deutlich oder auch ruppig ausfallen; die äussere Form wird in der Regel durch unsere Forenregeln gewahrt.

Grüssles
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« Antwort #22 am: 06. November 2014, 15:36:40 »


Ein paar Spielregeln müssen aber gelten:
- keinen user mit Nick benennen, außer dem eigenen Nick möchte ich keinen anderen in seinem/ihrem Beitrag sehen
- keine Bezugnahme auf getätigte Aussagen hier im Forum
- keine Zitate aus dem Forum, keine Verlinkung dorthin, nichts davon, und zwar gar nichts
- alles, was hier gesagt werden soll, bitte komplett neu ersinnen und dann nett formulieren

Edit: Diese Spielregeln haben einen einfachen Hintergrund. Wird dem nicht entsprochen, kommt es zwangsläufig zum Ansprechen einer bestimmten Person (direkte personenbezogene Kommunikation, auch wenn man das gar nicht beabsichtigt). Die angesprochene Person möchte verständlicher Weise reagieren, z.B. sich rechtfertigen, klarstellen, verneinen, oder was weiß ich. Eine extreme und leider häufig auftretende Folge wäre das Zwiegespräch, wie sie vermehrt in letzter Zeit vorkommen. Viele verstehen es, nicht antworten zu müssen, auch wenn der Finger juckt. Doch ist alles eine Frage des Maßes, wann die Beherrschung aussetzt. Soweit alles klar?

 
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« Antwort #23 am: 06. November 2014, 17:08:49 »

Ahoi!

Auch, wenn ich vielleicht nicht der aktiv-schreibendste User bin, bin ich doch fast täglicher Mitleser und jemand, der sich auch selbst schon einmal hier sehr gut Rat abholen konnte. Ich würde ganz gern ebenso ein, zwei Worte verlieren wollen.
Als ich mich damals hier anmeldete, hatte das Gericht bereits über den Umgang meines Partners mit seinen Kindern geurteilt. Seine Ex hatte bereits (fast) alles bekommen, was sie wollte, ich habe also nie den "Kampf um die Kinder" hier dargestellt - dennoch war ich in ihn genauso involviert wie manche der Zweitfrauen hier im Forum. Bei vielen beobachte ich, als jemand, für den diese ganze Geschichte tatsächlich schon über 5 Jahre zurücklegt, diesen Aktionismus, den ich selbst auch an den Tag gelegt hatte.
Vielleicht habe ich nie dieses "WIR" so extrem betont, aber mit beim Anwalt war ich tatsächlich auch, Informationen eingeholt ebenso.

Unbewusst, glaube ich, wollen viele (und ich damals definitiv auch!) ihrem Freund beweisen, dass sie "ganz, ganz anders sind als die Ex", kinderlieb, engangiert, interessiert, aber eben vor allem: besser als die Ex. Klar, die Beziehung ist bei vielen noch jung, das war sie damals bei uns auch, da zeigt man sich von seiner besten Seite - Schokolade inklusive. Die Mädels wollen beweisen, dass sie etwas erreichen können, notfalls eben mit Hilfe eines Forums. Und dann werden sie hier abgekanzelt und es wird gesagt: nö, Männe soll sich kümmern! Oh Schreck, aber DEM will ich doch gerade helfen, zeigen, dass ich zu ihm stehe!
An dieser Stelle scheitern Pläne dann plötzlich.
Der Feuereifer wird abrupt gestoppt; das sorgt für Frust, besonders dann, wenn es dem Liebsten sichtbar schlecht geht.

Wie gesagt, ich habe hier aber in der akutesten Phase des Umgangsstreites nicht selbst geschrieben (das habe ich damals in so einem Frauen-Patchwork-Forum, und glaubt mir: DA bekommt man dermaßen derbe Sprüche als neue Partnerin, dagegen seid Ihr hier, meine Herren, mit Verlaub, allesamt zarte, milde Rehlein!).

Ich stieß hier dazu, weil ich gern konstruktive Kritik meines eigenen Verhaltens wollte ... ich hatte nicht den Anspruch in diesem Forum zu hören, was für eine BÖSE Frau die Ex meines Partners denn sei und dagegen wie gütig-aufopferungsvoll-traumfrauartig ich dem gegenüber.
Und selbst, obwohl ich durchaus wusste, dass mein Weltbild zu dem damaligen Zeitpunkt irgendwie komisch aussah, habe einige Watschen und härtere Worte hier zu lesen bekommen. Einmal war ich wirklich sauer über etwas, was Martin geschrieben hatte, dass ich die halbe Nacht nicht schlafen konnte - werde ich nie vergessen.
Ich will jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, was ich eigentlich sagen möchte ist folgendes:

Heute, mit einigen Jahren Distanz zu dem, was damals passierte, mit einer gefestigten Beziehung zum allerbesten Partner, den ich mir wünschen kann, mit zwei "Stief"-Mädels, die regelmäßig bei uns sind und die aktuell damit beginnen fröhlich zu pubertieren, mit einem Überraschungsbaby im Bauch, das aus uns bald eine kleine Patchworkfamilie machen wird, finde, dass gewisse Worte, die gegen manche überengagierte Frauen hier geschrieben werden, durchaus ihre Berechtigung haben. Der Ton hier ist tatsächlich manchmal rau, in vielen Fällen auch ernüchternd, aber ich persönlich schätze die Antworten mancher User hier sehr, selbst dann, wenn sie einen riesigen Rattenschwanz an Beleidigungen mancher TO nach sich ziehen. Würden die TO diese Worte in ein paar Jahren lesen, würde ihnen auch klarer werden, dass derartiger Aktionismus oft zu sehr wenig führt.

Oft fühlen sich Zweitpartnerinnen mitverantwortlich. Ich habe in all den Jahren gelernt bei Streiterein zwischen meinem Partner und seiner Ex (die es bis heute regelmäßig gibt, gleichwohl der Umgang funktioniert und man sich höflich begegnet) zwar meine persönliche Einschätzung zu artikulieren, aber nicht mit wehenden Fahnen vorzupreschen, wenn mein Liebster das anders sieht. Das geht nicht darüber hinaus, dass ich zu einer unfreundlichen SMS der Ex, die mir mein Freund vorliest, leise brummel: Antworte da doch einfach nicht drauf!
Tut er es doch, ist das seine Entscheidung.

Ich empfinde diese Diskussion hier dahingehend als sinnvoll, dass vielleicht doch darüber nachgedacht werden sollte, manche User nicht gleich all zu sehr zu verschrecken - nicht nur in Bezug auf Zweitfrauen, auch manche entsorgte Väter, die emotional möglicherweise wirklich am Krückstock gehen, wollen manchmal auch einfach ein bisschen aufgerichtet werden. Gerade für sie ist es in vielen Fällen schon ein großer Schritt sich überhaupt Hilfe zu holen und dann bekommt man gesagt:
du hast in Bezug auf Umgang, etc. bisher alles falsch gemacht,  mach schonmal deinen Tresor auf, der wird dir nämlich eh demnächst von der KM leer geräumt!
Ich schreibe meinen Schülern selbst unter ein Diktat, in dem jedes zweite Wort falsch geschrieben wurde, erst einmal ein nettes Wort drunter - und sei es nur, dass ich mich über die schöne Handschrift freue. Grinsend

Gleichzeitig bleibe ich aber auch dabei, dass User, die Wunschantworten wollen und überhaupt nicht kritikfähig sind und dann Tiraden schreiben à la "Ihr seid hier alle schon soooo frustriert!", schlicht unhöflich sind. Manchmal hoffe ich wirklich, dass sie Jahre später ihr Schreiben und Verhalten hier noch einmal reflektieren und vielleicht doch bemerken, dass einige Tipps/Hinweise direkt ins Schwarze trafen.
Aber das könnt Ihr natürlich nicht einfordern..

Seid lieb gegrüßt.
FW




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« Antwort #24 am: 06. November 2014, 20:20:03 »

Moin,

find diese Zusammenstellung der Sichtweisen sehr spannend. Man kann sich dabei an viele Situationen hier im Forum erinnern.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele der Geschichten für Neue sehr heftig zu lesen sind. Was für die erfahrenen Mitglieder schon "Routine" ist, ist für einen Neuling, auch wegen der manchmal krassen Einzelfälle schwer "zu verdauen".

Auch die friedliche, einvernehmliche Trennung ist zum richtigen Zeitpunkt möglich (und das haben ja auch einige von uns mit Hilfe des Forums geschafft). Gruß Ingo
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