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vatersein.de - Forum 19. November 2017, 09:41:40 *
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Autor Thema: Hartz4 auch für Unterhaltspflichtige?  (Gelesen 9003 mal)
mimamause
Gast
« am: 10. Oktober 2014, 07:08:45 »

Abgetrennt von:
http://www.vatersein.de/Forum-topic-28942-start-msg334818.html#msg334818

Maxo,
was mich halt an solchen Antworten ärgert ist, dass ich dann als 3-fache Mutter, die 30h arbeitet (mein Jüngster ist 14 Monate) durch die Aufstockung des TE dessen Kindesunterhalt indirekt mitbezahlen würde.
Den BET legt ihr nahe, auf Betreuungsunterhalt zu verzichten und schnellstmöglich auf eigenen finanziellen Beinen zu stehen (was ich doch absolut gut finde), den UET wird aber zur Aufstockung geraten so dass die BET indirekt den KU durch ihre Arbeit wieder mitfinanzieren.
Deswegen meinte ich Mädelsantwort und Jungsantwort.
Ich denke, jeder verantwortungsvolle UET kann den Mindestunterhalt aufbringen und solltedies sich sich zum.

Ist aber Grundsatzdiskussion, ich epd, aber das stösst mir echt sauer auf.

mmm
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2014, 09:42:29 von Beppo » Gespeichert
Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #1 am: 10. Oktober 2014, 08:17:41 »

Damit stellst du aber das ganze H4 und alle sonstigen Sozialsysteme in Frage.

Denn dann müsste ja auch jeder andere in der Lage sein, für sich selbst aufzukommen.
Oder gilt das nur für unterhaltstpflichtige Väter?
Bekommen Spieler und Säufer in deiner Welt H4?
Oder nur Kinderlose Spieler und Säufer?
Wie ist es mit Spielerinnen und Säuferinnen mit Kindern?

Warum sollte H4 nur Kinderlosen oder AE-Müttern zustehen, nicht aber unterhaltspflichtigen Vätern?
Wie ist das bei nicht getrennten Familien?
Haben die dann auch keinen Anspruch auf H4 oder verliert der Vater seinen Anspruch erst, wenn die Mutter sich von ihm trennt?

H4 ist ein gesetzlich Anspruch von Leuten mit zuwenig Geld gegen Andere.
So wie Unterhalt auch.
Warum soll der eine Anspruch bestehen, der andere aber nicht?

Ohne diese Differenzierung könnte ich deinen Standpunkt leichter nachvollziehen.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2014, 09:42:53 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
mimamause
Gast
« Antwort #2 am: 10. Oktober 2014, 08:59:55 »

ja, Beppo,

da hast du recht, ich finde das H4-System generell nicht gelungen. Ich kenne viel zu viele Leute, denen der H4-Satz zum Leben reicht und die 0,0 Anstalten machen, das irgendwie zu ändern. Ich sehe in Nachbarforen Dutzende Väter, die genau soviel arbeiten und keine Stunde länger um keinen Unterhalt zahlen zu müssen sondern den vom JC finanziert zu bekommen.

Auch Familien sollten ihren Lebensunterhalt selber erwirtschaften können (dann muss halt Muddi arbeiten, wenn sie die bessere Ausbildung hat) und auch Alleinerziehenden ist es zuzumuten zu arbeiten.
14 Monate EG und 1 Jahr Alg1 sind 26 Monate, um sich um einen Job zu kümmern, das reicht locker. Wenn man natürlich nicht erst bei Auslaufen von Alg1 damit anfängt.

Und wenn man sich beizeiten um eine fundierte Ausbildung kümmert.

In zeitlich begrenzten Notfällen muss es eine Grundsicherung geben, das ist richtig.
Aber davon halbwegs komfortabel leben können sollte man nicht.
Ich weiß nicht, ob das ein Berlin-Phänomen ist aber hier gibt es immens viele Hartzer, denen der Regelsatz seit Jahren reicht, die alle Quellen wissen, wo sie noch was zusätzlich bekommen und die sicher keine Ambitionen haben, je wieder zu arbeiten.

Und das kann es nicht sein.

Das Geld, was in Hartz investiert wird wäre in der Bildung besser aufgehoben, Jugendhilfe (dir würde Angst und Bange werden, wenn du die Klientel der örtlichen Hauptschule sehen würdest, null motiviert, kommen und gehen, wanns denen passt).
Klar, die sehen ja bei ihren Elties, dass es sich mit hartzen ganz gut leben läßt...

Klar, nicht jeder hat das Zeug zum Abi aber die Eltern sind in der Verantwortung, wenigstens die Jugendlichen zum brillanten Hauptschulabschluss zu "treten". Und wenns die Eltern nicht können, dann muss da mehr Jugendarbeit her.

Ich weiß, das sind ziemlich viele Pauschalplätze in meinem Text aber das trifft es schon so.

Zitat
Bekommen Spieler und Säufer in deiner Welt H4?
Oder nur Kinderlose Spieler und Säufer?
Wie ist es mit Spielerinnen und Säuferinnen mit Kindern?

Nein, bekommen sie nicht. Sie bekommen umfangreiche Hilfen angeboten und für diese Zeit auch finanzielle Unterstützung aber nehmen sie die nicht an ist Schluss.
Mir ist bewußt, dass Spielsucht und Alkoholismus Krankheiten sind (mein Daddy ist seit 30 Jahren trocken) aber dadurch weiß ich auch, dass man einen Grund braucht, aufzuhören. Mit Hartz 4 die jeweilige Sucht finanziert zu bekommen ist sicherlich keiner.

Jeder Erwachsene Mensch hat die Möglichkeit, für seinen Unterhalt selber zu sorgen. Setzt er Kinder in die Welt, muss er auch hierfür aufkommen. Schafft er das vorübergehend nicht, sollte es zeitlich begrenzte Hilfen geben, die aber weit stärker als jetzt vom einenen Engagement abhängig gemacht werden sollte. Was bei nem Alkoholiker auch eine Therapie beinhalten würde.

Und das gilt für ALLE erwachsenen Menschen, Kinder bekommen und haben ist da keine Ausrede.

mmm
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2014, 09:43:02 von Beppo » Gespeichert
Beppo
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« Antwort #3 am: 10. Oktober 2014, 09:46:18 »

Ich sehe diese Probleme auch.
Jede soziale Unterstützung ist ein Anreiz, selbst Sozialfall zu werden oder zu bleiben.

Deswegen bin ich auch für das bedingungslose Grundeinkommen für alle Anstelle von Steuerprogression, Ehegattensplitting, etc. und allen Sozialleistungen, inkl. KV, AV, RV, PV, Bafög KG und Unterhalt.
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« Antwort #4 am: 10. Oktober 2014, 09:55:43 »

Moin mmm,

Ich weiß, das sind ziemlich viele Pauschalplätze in meinem Text aber das trifft es schon so.
Deine Pauschalierungen treffen in Einzelfällen zu.

Den BET legt ihr nahe, auf Betreuungsunterhalt zu verzichten und schnellstmöglich auf eigenen finanziellen Beinen zu stehen (was ich doch absolut gut finde), den UET wird aber zur Aufstockung geraten so dass die BET indirekt den KU durch ihre Arbeit wieder mitfinanzieren.
Der erste Teil steht vor dem Grundsatz der Eigenverantwortung.
Der zweite Teil trifft die finanzielle Verantwortung für´s Kind.
... und ja: Wenn man einen nicht-leistungsfähigen Pflichtigen zu Zahlungen verdonnert, dann hat die Solidargemeinschaft dafür einzutreten (dazu gehören neben BETs im übrigen auch UETs, die bereits in der finanziellen Verantwortung für 1 bis x weitere Bedarfsträger stehen).

Trittbettfahrerei ist dabei ein Übel, das sich nur schwer vermeiden lässt.

ich finde das H4-System generell nicht gelungen.
Dann baue ein Besseres.
Vielleicht kennst Du auch einen geheimen Weg, wie Du Familienhilfe in Familien bringen willst und wie Du Alkoholiker therapieren willst, wenn Hilfe abgelehnt wird ...
... und wenn Du den Weg gefunden hast, dann mach auch gleich ein paar Finanzmittel frei, mit denen Du die zusätzlichen Therapeuten und Sozialhelfer finanzierst ...
... dann wirst Du ganz schnell feststellen, dass es einigen Leuten "sauer aufstößt", dass sie (indirekt) noch mehr dafür bezahlen sollen, Säufern und unfähigen Eltern zu helfen ...
... oder wander aus.

[Pauschalierung <on>] Das ratet Ihr doch immer denjenigen, die Kritik an der Familienrechtsprechung üben. [Pauschalierung <off>]

Schnell einen neuen Job zu finden wird mMn hier die einfachste Variante sein.
Da Du ja offensichtlich die unzureichenden Bewerbungsbemühungen des Thread-Openers besser kennst als alle anderen und bestens über seine Qualifikationen im Bilde bist, schick ihm doch mal ein paar für ihn passende Jobangebote.

Nach "wie drücke ich mich langfristig vorm Unterhalt" hört sich sein bisheriger Auftritt nicht an.

Gruß
United
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« Antwort #5 am: 10. Oktober 2014, 09:59:09 »

(...) (dir würde Angst und Bange werden, wenn du die Klientel der örtlichen Hauptschule sehen würdest, null motiviert, kommen und gehen, wanns denen passt).
Klar, die sehen ja bei ihren Elties, dass es sich mit hartzen ganz gut leben läßt...

Klar, nicht jeder hat das Zeug zum Abi aber die Eltern sind in der Verantwortung, wenigstens die Jugendlichen zum brillanten Hauptschulabschluss zu "treten". Und wenns die Eltern nicht können, dann muss da mehr Jugendarbeit her.
(...)

Und das ist auch der Hauptgrund für die angebliche Undurchlässigkeit des Schulsystems für bildungsferne Schichten. Wir müssen nicht das Schulsystem ändern (ok, das müssen wir schon, aber nicht aus dem Grund) sondern das Sozialsystem.
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mimamause
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« Antwort #6 am: 10. Oktober 2014, 10:07:11 »

United,

mein Beitrag war eine Antwort auf Beppos Fragen, wie ich das Sozialsystem empfinde. Ich habe das nicht auf den TO bezogen (lediglich des Hinweis, dass es am allergünstigsten ist, sich schnellstmöglich um einen neuen Job zu kümmern).
Ich habe dem TO weder etwas unterstellt noch habe ich behauptet, dass ich tolle Sozialsysteme bauen könnte.

Mit deinen Angriffen und "aus dem Zusammenhang reißen von statements" läßt sich jede aufkeimende Diskussion trefflich zerbomben.

Ich darf das H4-System suboptimal finden ohne ein neues erschaffen zu können. Oder darf man nur kritisieren, wenn man es besser machen kann? Oh, dann darf ich ja Kriege auch nicht kritisieren, da kann ich weder was gegen tun noch hab ich eine funktionierende Strategie zu deren Vermeidung.

Zitat
dann wirst Du ganz schnell feststellen, dass es einigen Leuten "sauer aufstößt", dass sie (indirekt) noch mehr dafür bezahlen sollen, Säufern und unfähigen Eltern zu helfe

während meines Studiums habe ich in der Haus- und Krankenpflege gejobbt und hatte bei mehreren Familien die Aufgabe, die Wohnungen zu reinigen und Wäsche zu waschen und Essen für die Kinder zu kochen.
Die Eltern waren beide Säufer, lebten von Sozi und saßen derweil mit Molle und Korn vor der Glotze.

Rate mal, von was das bezahlt wurde.

WEnn du fruchtbar mit mir diskutieren willst bittedankegerne, dann aber konstruktiv und nicht ala "du hast keine Ahnung und keinen Königsweg, also halt gefälligst die Frexxe"

Danke

mmm
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« Antwort #7 am: 10. Oktober 2014, 10:42:01 »


Nach "wie drücke ich mich langfristig vorm Unterhalt" hört sich sein bisheriger Auftritt nicht an.


Echt jetzt? Kann man die Frage " (...) muss (ich) auch weiterhin Kindesunterhalt zahlen?" wirklich auch anders interpretieren als genau so wie sie da steht?

Auch dass die Abfindung für (wasauchimmer) anstatt für die Kinder/ Unterhalt verwendet wurde. Die Frage hätte man ja wohl mal besser vorher gestellt.

Wieso bekommt man überhaupt ALG wenn man nicht gekündigt wurde?
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« Antwort #8 am: 10. Oktober 2014, 10:52:45 »

Moin nochmal,

@mmm:
Dir auch nochmal einen schönen guten Morgen.

Mit deinen Angriffen und "aus dem Zusammenhang reißen von statements" läßt sich jede aufkeimende Diskussion trefflich zerbomben.
Welches "aus dem Zusammenhang reißen" meinst Du ?

Ich habe dem TO weder etwas unterstellt
... das habe ich auch nicht behauptet (habe mich lediglich auf Deinen Hinweis "am einfachsten" bezogen).

noch habe ich behauptet, dass ich tolle Sozialsysteme bauen könnte.
... das habe ich auch nicht behauptet (Du hast Ansätze geliefert, die ich per se gar nicht verwerflich finde, die ich aber für schwerlich umsetzbar und finanzierbar halte).

Ich darf das H4-System suboptimal finden ohne ein neues erschaffen zu können.
Selbstverständlich darfst Du das.

Genauso wie ich sagen darf:
Trittbettfahrerei ist dabei ein Übel, das sich nur schwer vermeiden lässt.
Dass es "schwarze Schafe" gibt, will ich ja gar nicht bestreiten (wenn man dafür aber eine gesamte Klientel bestrafen will, ist das m.E. halt falsch).

Wenn Du bei Hilfestellung regelmäßig mit "ihr helft Drückebergern" und "ich hab´s aber schwerer" argumentierst, dann darfst Du Dich nicht wundern, wenn derartige Pauschalierungen einzelnen Teilnehmern des Forums "sauer aufstoßen".

Ich sehe in Nachbarforen Dutzende Väter, die genau soviel arbeiten und keine Stunde länger um keinen Unterhalt zahlen zu müssen sondern den vom JC finanziert zu bekommen.
Wir sind hier nicht in Nachbarforen.
Aufforderungen zu "Unterhaltsprellertum", "Drückebergerei" und "Karren gegen die Wand fahren" wirst Du in diesem Forum (kaum) finden.

Wenn du fruchtbar mit mir diskutieren willst bittedankegerne, dann aber konstruktiv und nicht ala "du hast keine Ahnung und keinen Königsweg, also halt gefälligst die Frexxe"
Wenn Du fruchtbar diskutieren möchtest, dann höre bitte auf mit Deinen Pauschalbeiträgen und Verallgemeinerungen.

@psoidonuem:
Echt jetzt? Kann man die Frage " (...) muss (ich) auch weiterhin Kindesunterhalt zahlen?" wirklich auch anders interpretieren als genau so wie sie da steht?
Ja: "Muss ich wirklich Unterhalt zahlen, obwohl ich kein Geld habe."

Auch dass die Abfindung für (wasauchimmer) anstatt für die Kinder/ Unterhalt verwendet wurde.
Ich konnte nicht lesen, dass er bereist mit UH-Zahlungen ausgesetzt hat (und auf seine Frage hat er von Tina eine zutreffende Antwort bekommen).

Wieso bekommt man überhaupt ALG wenn man nicht gekündigt wurde?
Frage den Gesetzgeber.

Gruß
United
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« Antwort #9 am: 10. Oktober 2014, 10:57:43 »


@psoidonuem:Ja: "Muss ich wirklich Unterhalt zahlen, obwohl ich kein Geld habe."


Komisch. Ich lese bei so was immer: "Muss ich wirklich Unterhalt zahlen, obwohl ich kein Bock habe."
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mimamause
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« Antwort #10 am: 10. Oktober 2014, 11:06:12 »

hallöle United,

wenn du denkst, dass ich sagen will

Zitat
ich hab´s aber schwerer

dann hab ich mich entweder doof ausgedrückt oder es wurde falsch verstanden.

Ich habs nicht schwerer, ich empfinde meine Berufstätigkeit und finanzielle Unabhängigkeit als persönliche Freiheit und Befriedigung. Ich kreise nicht nur um die Kids, mein Hirn bekommt Futter und ich kann mir selber aussuchen wo ich wohne und wieviel zimmer die Wohnung hat, wieviel Geld ich dafür ausgeben möchte.
Ich fühle mich mitnichten benachteilit, mit den Zwängen von Hartz empfände ich persönlich es schwieriger.

Zitat
Wenn Du fruchtbar diskutieren möchtest, dann höre bitte auf mit Deinen Pauschalbeiträgen und Verallgemeinerungen.

die unterlaufen jedem ab und an, man kann auch drumrumlesen weil ich denke, dass man auch bei meinen Beiträgen genug Argumente abseits meiner "bösen Verallgemeinerungen" findet über die man diskutieren kann.

Zitat
Welches "aus dem Zusammenhang reißen" meinst Du

Zitat
Da Du ja offensichtlich die unzureichenden Bewerbungsbemühungen des Thread-Openers besser kennst als alle anderen und bestens über seine Qualifikationen im Bilde bist, schick ihm doch mal ein paar für ihn passende Jobangebote.

Dieses hier zum Beispiel...ich habe mit keinem wort erwähnt, dass der TO sich nicht genug bemüht noch sitze ich daneben und prüfe seine Bewerbungsanschreiben.
...nagut, ist nicht aus dem Zusammenhang gerissen aber unterstellt was, was ich nicht behauptet habe.

Gruß

mmm

@psoido:
Zitat
Komisch. Ich lese bei so was immer: "Muss ich wirklich Unterhalt zahlen, obwohl ich kein Bock habe."
psssst....ich auch  rofl2
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« Antwort #11 am: 10. Oktober 2014, 13:57:21 »

Moin mmm,

@psoido: psssst....ich auch  rofl2
Dann braucht man Dir zukünftig zumindest nicht zu unterstellen, dass Du voreingenommen in die Hilfestellung einsteigst ...
... dieses hast Du ja nunmehr bestätigt.

Danke
United
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« Antwort #12 am: 10. Oktober 2014, 15:15:19 »

Den Forumsteilnehmer, der unvoreingenommen in ein Thema einsteigt möchte ich ja mal sehen.

Ich persönlich halte es jedenfalls für besser, an Ursachen herumzudoktern als an Symptomen. Einem Arbeitslosen, der keinen Unterhalt zahlen kann als erstes und einziges zu raten er solle die Transferleistungen erhöhen ist so als würde man einem Grippekranken raten sich auszuziehen damit ihm nicht so warm ist.

Ich finde es eben unklug, erst die Abfindung auszugeben und dann zu fragen. Wenn hier jemand mit sagen wir 3000€ Einkommen sagt, er möchte aber lieber seine Schulden bezahlen statt Unterhalt, bekommt er auch den maximalen Wind ins Gesicht.
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« Antwort #13 am: 10. Oktober 2014, 17:13:17 »

Moin Psoidonuem,

dann ist ja alles vorbildlich verlaufen (sehen wir mal von der Persönlichkeitsspaltung des TO ab) ...

Die erste Antwort war: Abfindung vor KU verprassen ist eine schlechte Idee.
Die zweite Antwort: Arbeit suchen (abgesehen vom "einfach" ebenfalls eine zustimmungsfähige Antwort)
... und die dritte Antwort: Hinweis auf Aufstockung.

Ich finde sogar die Reihenfolge ok.

Vollkommen "unvoreingenommen" ist niemand, auch da bin ich voll bei Dir.

... und damit will ich´s auch gut sein lassen.

Gruß
United
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« Antwort #14 am: 17. Oktober 2014, 10:54:57 »

heute beim Kinderarzt ne andere Mutter aus dem kindergarten getroffen. Die Dame roch wie ein alter Aschenbecher.
Wir sprachen kurz, sie erzählte, dass sie momentan ne ABM-Stelle hat. Ich fragte sie, was sie denn da macht. Sie schleift irgendwelche Möbel ab, macht sie aber nur, weil das Arbeitsamt das verlangt. Geht bis Februar, danach hätte sie wieder 1 Jahr Ruhe.
Gelernt hätte sie nichts, auch keinen Schulabschluss.

Ich fragte, ob man den nicht nachmachen könne, das Arbeitsamt würde das ja sicherlich unterstützen.
Nee, hätte sie keinen Bock zu. Sie lebt mit ihrem Sohn in einer 1-Zimmer-Wohnung, die vom Amt helfen ihr jetzt eine 2-Zimmer-Wohnung zu suchen, die den H4-Richtlinien entspricht.
Ich fragte sie, ob sie das nicht geiler fände, wenn sie nicht nur diesen engen, durch H4 vorgegebenen Rahmen hätte.
Nö, ist ihr egal, sie komme gut über die Runden und könne da gut mit leben.

Nein, das ist KEIN Einzelfall!!! Das ist ne ganz normale Berliner Mutter mit einem 3-jährigen H4-Empfänger in spe.
Da geht mir echt das Messer in der Tasche auf. Ich geh trotz dreier Kinder ab Di wieder 30h arbeiten (was ich gut und toll finde, wovor ich aber auch höllisch Respekt habe) und manche machen sich nen Lenz.

Und ja, solange der H4-Satz noch für Bier und Zigaretten reicht ist er definitiv zu hoch!

Und nun die Steine bitte  men_ani

mmm
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« Antwort #15 am: 17. Oktober 2014, 11:31:49 »

Mein Stein ist, wieder mal das bedingungslose Grundeinkommen.

Jeder bekäme einen kleinen Betrag, z.B. 500,-€ im Monat und jeder € der seinen Besitzer wechselt wird mit 20-30% besteuert.
Und dafür entfallen sämtliche anderen Sozialleistungen und Subventionen.

Dann könnte sich jeder selbst überlegen, wieviel er arbeiten möchte, niemand müsste verhungern und niemand müsste auf den anderen neidisch sein, weil alle das selbe bekommen und niemand muss mehr zur Arbeit gezwungen werden.
Und jeder könnte selbst entscheiden, ob er sein Geld für Bier und Zigaretten oder etwas zu essen, eine Wohnung oder ein kulturelles Angebot ausgeben möchte.

Und mindestens 1 Million hauptamtliche Geldverteiler könnten etwas nützliches tun.
Wenn sie wollen.
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2014, 11:34:05 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #16 am: 17. Oktober 2014, 12:01:18 »

Ich sehe den Unterschied zu jetzt nicht so wirklich deutlich.
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« Antwort #17 am: 17. Oktober 2014, 12:21:51 »

Da gibt es viele.

Vor Allem lohnt sich das arbeiten wieder in allen Einkommensstufen.

Am unteren Ende lohnt es sich bisher nicht, weil einem jeder € oberhalb des Hartz4 Satzes zu 80-90% wieder abgezogen wird.
Dadurch sind sämtliche Kleinjobs, die auch minderbemittelte ausüben könnten ausgestorben.
In meiner Welt könnte man 70% behalten.
Die Frage, warum sich obige Muddi vom Sofa erheben sollte, ließe sich dann wieder plausibel beantworten, statt nur mit: "Schäm dich!"

Und auch im oberen Segment, wo viele Leute, warum soll ich noch mehr anstrengen wenn ich doch nix von meinem Mehrverdienst behalten darf.

Und gerade auch der Mittelbau wird heute stark gebeutelt.
Er zahlt schon relativ viel Steuern und zusätzlich noch hohe Sozialabgaben.

Kinderreiche bekämen nicht nur das läppische Kindergeld sondern für ihre Kinder ebenfalls ein Grundeinkommen.

Entfallen könnten dafür.
KV, RV, AV, Steuerprogression, Ehegattensplitting, Kindergeld, Bafög, Einkommensschnüffelei, Behördenmarathon, Gerechtigkeitsdiskussionen, und 90% der Staatsdiener, die ihr Geld mit der Umverteilung von Steuergeldern verdienen.

Im Ergebnis wird es dazu führen, dass es arme Leute, reiche Leute und Leute dazwischen geben wird.
Faule und fleißige, schlaue und doofe, Leute mit Glück und Leute mit Pech.
Also tatsächlich genau so wie heute.

Aber das ganze wird viel einfacher und kostengünstiger zu verwalten sein, und ich behaupte, dass sich ein gut Teil der heute faulen Leute, dann doch zumindest für ein bisschen Arbeit entscheiden werden. Z.b. Rasen mähen oder Tüten packen im Kaufhaus.
Vielleicht wird dann auch irgendwann mehr draus.
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« Antwort #18 am: 17. Oktober 2014, 13:03:00 »

@beppo,
aber die Dame verweigert ja sogar einen Schulabschluss, der ihr zu mehr als ein paar läppischen Euros verhelfen könnte. Dann wird sie weiterhin dafür belohnt, dass sie stinkendfaul ist, ihr Geld lieber in Tabak investiert und anstatt die Abendschule zu besuchen "Verklag mich doch" zu schauen?

Zitat
Kinderreiche bekämen nicht nur das läppische Kindergeld sondern für ihre Kinder ebenfalls ein Grundeinkommen.

Na prima, dann explodieren Hellersdorf und das Märkische Viertel, Vermehrung im Jahresrythmus lohnt sich dann richtig. Und dann noch das Betreuungsgeld obendrauf?
**tsts - ID 35**, wieso hab ich dumme Kuh studiert, mit 5 Kindern hätte ich dann 3000€ Grundeinkommen ohne Arbeit, sogar Prosecco wäre noch drin.

Zitat
und ich behaupte, dass sich ein gut Teil der heute faulen Leute, dann doch zumindest für ein bisschen Arbeit entscheiden werden. Z.b. Rasen mähen oder Tüten packen im Kaufhaus.

seh ich nicht. Wies sollten die das tun?

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« Antwort #19 am: 17. Oktober 2014, 13:42:52 »

Ne Beppo, Du kannst das Umlabeln und Grundeinkommen nennen, HartzIV, Sozialhilfe oder Beppogeld.

Die selben Leute wie jetzt werden sich vermehren wie die Karnickel und das Geld gemäß der Prioritätenliste (Kippen, Alk, Fernseher, Auto, alles andere, Kinder) ausgeben. Und da die ihren Kindern nix vermitteln können (weder Wissen noch soziale Kompetenz) und Nachhilfe (wegen zu wenig HartzIV, natürlich nicht wegen zu vielen Kippen) nicht drin ist, ist (ta-taa) unser Bildungssystem zu undurchlässig und die nächste Generation wächst heran.

Aber wo soll das Grundeinkommen eigentlich herkommen wenn die Steuern sinken und AV, KV und RV überflüssig werden?
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« Antwort #20 am: 17. Oktober 2014, 14:25:27 »

Hallo Beppo,

im Prinzip halte ich Deinen Vorschlag für sinnvoll, sicher werden die Details anders ausehen, aber die Idee ist gut.

Ich sehe nämlich nicht, dass die sogenannte Unterschicht einfach nur stinkfaul ist, viele haben einfach aufgegeben und leben halt so gut es geht. Nichtstun, dass machen die wenigsten, es ist eher so, dass man ein bisschen Schwarzarbeit für sich und gute Freunde macht, dass man im eigenen Kleingarten tätig ist, und den Behördenmarathon bewältigt.
Auch die Frau mit Kleinkind wird auch mal Babysitter für andere Kinder sein, für die kranke Nachbarin mit einkaufen. Es gibt viele Tätigkeiten, die nicht als Berufe zu erfassen sind und die keine besonderen Anforderungen stellen.

Selbstverständlich würden diese Menschen auch arbeiten gehen, wenn es einfache Tätigkeiten gäbe, die man nicht im Akkord bewältigen muss und wo es auch nicht sonderlich auffällt, dass man eben heute mal zu spät kommt. Da es aber in D kaum einfache Tätigkeiten gibt und selbst diese heute im Akkord zu erledigen sind, fallen solche Menschen raus.
Schneeschippen ist so eine Tätigkeit, viele würden es machen, wenn es eben ein angenehmer Job wäre, eben nicht 20 min hier, dann 20 min dort und nach einer Stunde ist Schluss, mehr wird nicht bezahlt.
Auch mit weniger Geld wird man das Problem kaum lösen können, solche Menschen gleiten dann ins Schnorren ab und wenn es ganz schlimm wird, dann schlagen sie halt jemanden den Schädel ein.

Beim Beispiel der Frau ohne Schulabschluss ist heute klar, dass das eine HartzIV-Karriere wird. Allerdings ist auch klar, dass ihr irgendein Schulabschluss auch nichts bringt, sie bräuchte dann ja auch noch eine Ausildung und ob sie am Ende mehr Geld bekommt steht in den Sternen!

Wirklich Nichtstun ist in der Regel eine Art Depression, die Betroffenen können wirklich nicht, für alle anderen ist Nichtstun anstrengend.

VG Susi
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« Antwort #21 am: 17. Oktober 2014, 14:57:35 »

Zitat
Auch die Frau mit Kleinkind wird auch mal Babysitter für andere Kinder sein, für die kranke Nachbarin mit einkaufen. Es gibt viele Tätigkeiten, die nicht als Berufe zu erfassen sind und die keine besonderen Anforderungen stellen.

äh, ja, das machen viele Berufstätige nebenbei, das würde sie jetzt nicht besonders ehren. Ich nehm oft KInder nachmittags mit wenn die Eltern es nicht rechtzeitig schaffen.

Weißt du, und wenn sie wenigstens einen Abschluss machen würde, danach für wenig Geld arbeitet und dann aufstocken zeigt sie ihrem Sohn immerhin, dass man morgens aufsteht um zu arbeiten. Sie lebt einen Tagesrythmus vor.

Zitat
Selbstverständlich würden diese Menschen auch arbeiten gehen, wenn es einfache Tätigkeiten gäbe, die man nicht im Akkord bewältigen muss und wo es auch nicht sonderlich auffällt, dass man eben heute mal zu spät kommt. Da es aber in D kaum einfache Tätigkeiten gibt und selbst diese heute im Akkord zu erledigen sind, fallen solche Menschen raus.

Nee, ehrlich...wenn nicht mal die Minimalanforderung Pünktlichkeit gewährleistet werden muss dann brauchen wir gar nicht weiterreden.
WEnn die S-Bahn nicht pünktlich ist, komme ich zu spät zur Arbeit, wenn mein Babysitter nicht pünktlich ist, komme ich zu spät zum Date, wenn der Erzieher nicht pünktlich ist, stehen 50 Erwerbstätige vor der geschlossenen Kita, wenn der Chirurg nicht pünktlich ist krepiere ich am Blinddarmdurchbruch. Wenn der Pilot nicht pünktlich ist, bekommst du deinen Anschlussflieger nach Malle nicht und dein Urlaub ist 2 Tage kürzer.

Wenn ich ständig zu spät komme zeigt mir mein Chef, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat. Zu recht!

Bei dir gibt es also Leute, die dürfen keinen Bock auf Schule haben, danach keinen Bock auf arbeiten, müssen auch nichtmal pünktlich sein, wenn sie es denn täten und sind eh alle nur Opfer eines bösen, leistungsgierigen Systems?

Nee, da unterschreibe ich nicht, son bißchen Eigenverantwortung, die erwarte ich von jedem.

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« Antwort #22 am: 18. Oktober 2014, 14:19:53 »

aber die Dame verweigert ja sogar einen Schulabschluss, der ihr zu mehr als ein paar läppischen Euros verhelfen könnte. Dann wird sie weiterhin dafür belohnt, dass sie stinkendfaul ist, ihr Geld lieber in Tabak investiert und anstatt die Abendschule zu besuchen "Verklag mich doch" zu schauen?
In der Beppowelt darf sie das auch, denn sie bekommt nicht mehr geschenkt als jeder andere auch.
Wenn ihr das reicht, darf sie gerne auf dem Sofa sitzen bleiben.
Nur für Bier und Zigaretten wird das Beppogeld nicht reichen.
Das reicht nur um nicht zu verhungern und zu erfrieren.

Na prima, dann explodieren Hellersdorf und das Märkische Viertel, Vermehrung im Jahresrythmus lohnt sich dann richtig. Und dann noch das Betreuungsgeld obendrauf?
**tsts - ID 35**, wieso hab ich dumme Kuh studiert, mit 5 Kindern hätte ich dann 3000€ Grundeinkommen ohne Arbeit, sogar Prosecco wäre noch drin.
seh ich nicht. Wies sollten die das tun?
Ich glaube du überschätzt meine Großzügigkeit.
Das Beppogeld ist durchweg niedriger als Hartz4 plus der Wust an bisherigen Zulagen.
Und ein Detail, dass ich bisher an dieser Stelle unterschlagen habe:
Für alle unter 18 wäre das Beppogeld nur 400,-€ aber dafür mit einer vollwertigen Krankenevrsicherung.
Leute über 18 bekommen nur eine Basisversichrung.

Und von den dann 2.500,-€ muss noch die erhöhte Umsatzsteuer von 30% bezahlt werden.
Auch auf Mieten und Lebensmittel, sodass die Lebenskosten höher werden.
Und für eine vollwertige Krankenversorgung und für das Alter sollte man auch noch was zur Seite legen.

Und deine Kinder bekommen, mit KG und Unterhalt vermutlich auch nicht weniger als 400,-€ pro Monat.
Entweder von ihrem Vater oder von dir.

Wenn ihr zu 6. zusammen wohnt, spart ihr schon mal ganz gut was an Miete und an Bekleidung und Spielsachen, sodass in dieser Konstellation auch ohne weitere Erwerbstätigkeit ein gewisser Komfort möglich erscheint, dass erscheint mit bei 5 Kindern aber auch nicht unangemessen.

seh ich nicht. Wies sollten die das tun?
Weil es sich lohnt.
Anders als heute, denn von jedem selbstverdienten € kann man 0,70€ behalten.

Heute kann man oberhalb von nur ca. 10% behalten.
Nach Abzug der Mehrkosten für Fahrt und saubere Klamotten bleibt nix übrig.
Also bleibt man eben auf dem Sofa sitzen und raucht und säuft.
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Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #23 am: 18. Oktober 2014, 14:38:27 »

Ne Beppo, Du kannst das Umlabeln und Grundeinkommen nennen, HartzIV, Sozialhilfe oder Beppogeld.
Aber wo soll das Grundeinkommen eigentlich herkommen wenn die Steuern sinken und AV, KV und RV überflüssig werden?
Siehe oben.
Das Beppogeld unterscheidet sich vor Allem dadurch, dass es jeder bekommt und nicht durch eigene Arbeit verloren geht.
Hartz4 ist eine Belohnung für das Nichtarbeiten.
Leute die selbst arbeiten, werden mit Geldentzug bestraft.
Das ist der Hauptunterschied.

Ich will ja nicht die Steuern abschaffen.
Ich erhebe auf jeden € 30% Steuern.
Egal ob es der erste oder der Millionste ist.
Damit ergibt sich ein Steuerhaushalt von ca. 800 Mrd. €

Bei 80 Mio Einwohnern und 6.000,-€ Beppogeld pro Nase und Jahr kommen dafür Ausgaben von 480 Mrd. € dagegen.
Bleiben 320 Mrd übrig. Das sind immer noch 80 Mrd mehr als der Bund heute einnimmt.

Es entfallen aber auch geschätzt 60-80% aller weiteren Ausgaben des Staates, nämlich die oben genannten.
Allerdings kommen noch die Kosten für eine BasisKV für alle dazu bzw. eine Vollversicherung für Kinder.

Ob das mit meinen Zahlen nun exakt aufgeht, sei mal dahin gestellt aber man kann da ja noch ein wenig dran justieren.
Mir geht es ums Prinzip.

Die selben Leute wie jetzt werden sich vermehren wie die Karnickel und das Geld gemäß der Prioritätenliste (Kippen, Alk, Fernseher, Auto, alles andere, Kinder) ausgeben. Und da die ihren Kindern nix vermitteln können (weder Wissen noch soziale Kompetenz) und Nachhilfe (wegen zu wenig HartzIV, natürlich nicht wegen zu vielen Kippen) nicht drin ist, ist (ta-taa) unser Bildungssystem zu undurchlässig und die nächste Generation wächst heran.
Wie oben geschrieben, ist das Beppogeld niedriger als das heutige Füllhorn an staatlicher Fürsorge.
Die Karnickelplage wird also eher nicht zunehmen.
Und wenn doch, muss man das Beppogeld eben ein wenig absenken.
Dann ist es anscheinend noch zu hoch.
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« Antwort #24 am: 18. Oktober 2014, 14:53:22 »

Ich sehe nämlich nicht, dass die sogenannte Unterschicht einfach nur stinkfaul ist, viele haben einfach aufgegeben und leben halt so gut es geht. Nichtstun, dass machen die wenigsten, es ist eher so, dass man ein bisschen Schwarzarbeit für sich und gute Freunde macht, dass man im eigenen Kleingarten tätig ist, und den Behördenmarathon bewältigt.
Ich will da eigentlich gar nicht pauschalisieren, weil ich den Leuten gar nicht in den Kopf kucken kann, dass gar nicht will und in der Beppowelt auch gar nicht muss.
Wer nicht arbeitet hatte es in der Beppowelt nicht sehr gemütlich aber wenn ihm das reicht, soll mir das recht sein.
In der Beppowelt verursacht er kaum noch Verwaltungskosten, weil eben nicht mehr die vielen JC Mitarbeiter gebraucht werden, die nichts anderes zu tun haben, als den Leuten nachzuspionieren und in den Kopf zu kucken.

Auch die Frau mit Kleinkind wird auch mal Babysitter für andere Kinder sein, für die kranke Nachbarin mit einkaufen. Es gibt viele Tätigkeiten, die nicht als Berufe zu erfassen sind und die keine besonderen Anforderungen stellen.
Ich finde es auch schön, wenn Leute anderen Leuten helfen.
Nur sollten sie das bitte auf eigene Kosten tun und nicht auf Kosten anderer, indem sie dafür bezahlt werden wollen.
Da aber jeder 500,-€ bekommt, steht es ihm ja frei, je nach Gusto, auf dem Sofa zu sitzen, zu arbeiten oder anderen Leuten zu helfen.
Dann ist die Hilfe auch tatsächlich redlich und kommt von Herzen und nicht aus dem Geldbeutel der anderen.
Und wenn die Frau Kleinkind andere Kinder hütet, damit deren Mütter arbeiten können, können die ihr ja ein wenig von deren selbst verdientem Geld abgeben.
Dann sind alle froh.

Selbstverständlich würden diese Menschen auch arbeiten gehen, wenn es einfache Tätigkeiten gäbe, die man nicht im Akkord bewältigen muss und wo es auch nicht sonderlich auffällt, dass man eben heute mal zu spät kommt. Da es aber in D kaum einfache Tätigkeiten gibt und selbst diese heute im Akkord zu erledigen sind, fallen solche Menschen raus.
Schneeschippen ist so eine Tätigkeit, viele würden es machen, wenn es eben ein angenehmer Job wäre, eben nicht 20 min hier, dann 20 min dort und nach einer Stunde ist Schluss, mehr wird nicht bezahlt.
Auch mit weniger Geld wird man das Problem kaum lösen können, solche Menschen gleiten dann ins Schnorren ab und wenn es ganz schlimm wird, dann schlagen sie halt jemanden den Schädel ein.

Beim Beispiel der Frau ohne Schulabschluss ist heute klar, dass das eine HartzIV-Karriere wird. Allerdings ist auch klar, dass ihr irgendein Schulabschluss auch nichts bringt, sie bräuchte dann ja auch noch eine Ausildung und ob sie am Ende mehr Geld bekommt steht in den Sternen!
Es gibt nicht etwa deswegen keine kleinen Jobs, weil kein Bedarf daran bestünde, sondern weil sich die Ausübung eben nicht lohnt.
Um mit Hartz4 zu konkurieren muss man eben mindestens 8,€ die Stunde verdienen.
Und dann hat man noch nicht einen Kobo mehr als der auf dem Sofa.
Um wirklich jemandem vom Sofa zu Schneeschnippen zu kriegen, muss der Verdienst oben drauf kommen.
Und genau das tut er bei mir.
Er behält seine 500,- und für sein Bier und die Zigaretten oder z.B. die Kinokarte, muss er eben Schneeschnippen.
Und dafür reichen dann vielleicht sogar 5,-€ /h.
Dafür würden bestimmt viele Leute gerne ihre Auffahrt schippen oder den Rasen mähen lassen.
Vor Allem wenn man dann auch nicht ständig Angst vor irgendeiner Gewerbeaufsicht haben muss, die einen wegen Schwarzarbeit oder Dumpinglöhnen dran kriegen will.
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Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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