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Autor Thema: Hartz4 auch für Unterhaltspflichtige?  (Gelesen 9055 mal)
Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #25 am: 18. Oktober 2014, 15:03:32 »

Nee, ehrlich...wenn nicht mal die Minimalanforderung Pünktlichkeit gewährleistet werden muss dann brauchen wir gar nicht weiterreden.
WEnn die S-Bahn nicht pünktlich ist, komme ich zu spät zur Arbeit, wenn mein Babysitter nicht pünktlich ist, komme ich zu spät zum Date, wenn der Erzieher nicht pünktlich ist, stehen 50 Erwerbstätige vor der geschlossenen Kita, wenn der Chirurg nicht pünktlich ist krepiere ich am Blinddarmdurchbruch. Wenn der Pilot nicht pünktlich ist, bekommst du deinen Anschlussflieger nach Malle nicht und dein Urlaub ist 2 Tage kürzer.

Wenn ich ständig zu spät komme zeigt mir mein Chef, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat. Zu recht!
Wenn du in der Beppowelt nicht pünktlich bist, schmeißt dein Chef dich raus.
Wenn du ansonsten gute Arbeit leistest und pünktlich bist, vielleicht auch nicht.
Seine Entscheidung.

Aber es ist eben die ganz private Entscheidung jedes Einzelnen ob und wieviel er arbeiten will und die ist zu respektieren.

Bei dir gibt es also Leute, die dürfen keinen Bock auf Schule haben, danach keinen Bock auf arbeiten, müssen auch nichtmal pünktlich sein, wenn sie es denn täten
Ja. Genau.
Sie bekommen nur nicht ganz so viel in den Hintern geschoben wie heute.
Und die fleißigen bekommen es auch.
Das finde ich sozial und gerecht.

und sind eh alle nur Opfer eines bösen, leistungsgierigen Systems?
Es steht auch jedem frei, zu denken was er will und seine Meinung zu sagen.
Und wenn du diese Leute um ihr laues Leben beneidest, steht es auch dir frei, diesen Weg einzuschlagen.
Genauso wie es denen frei steht, deinen Weg zu gehen.

Die arbeiten viel und haben viel Geld und die anderen arbeiten wenig und haben wenig Geld.
Daran kann ich nichts schlechtes finden.

Nee, da unterschreibe ich nicht, son bißchen Eigenverantwortung, die erwarte ich von jedem.
Ich auch.
Und auch die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen ohne dass mir ständig irgendein Staatsknecht in mein Leben rein pfuscht und mir erklärt, welche Pflichten ich habe, und ich 50% meiner Zeit darüber nachdenke, wie ich dieser staatlichen Bevormundung entgehe.
« Letzte Änderung: 18. Oktober 2014, 15:12:11 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #26 am: 18. Oktober 2014, 15:13:26 »

Moin

Da aber jeder 500,-€ bekommt, steht es ihm ja frei, je nach Gusto, auf dem Sofa zu sitzen, zu arbeiten oder anderen Leuten zu helfen.
Lediglich Deine dritte Option könnte etwas darstellen, was es bisher nicht gibt. Auf dem Sofa sitzen wird zumindest bei staatlicher Stütze i.d.R. bestraft. Schließlich müssen die Leute zumindest aufstehen, um sich bei Bedarf bei der z.B. Arge zu melden, irgendwelche Kurse absolvieren, oder sonstwie für 'nen Appel und 'nem Ei nützlich zu sein. Leider heißt arbeiten nicht, daß man davon leben kann. Für Millionen von Beschäftigten wäre diese "Unterstellung" der reinste Hohn. Damit möchte ich sagen: arbeiten heißt nicht, auch davon menschenwürdig leben zu können, ja sogar entsprechend der geleisteten Arbeit entlohnt zu werden. Das liegt m.E. an der verschrobenen Wahrnehmung, was Arbeit ist, wie wertvoll sie ist. Naja und bei Hilfe, also hier vor allem echter Hilfe, da kommt gar nichts rüber. Muß auch nicht, wenn die Hilfeleistenden denn auch "gut" bezahlte Arbeit haben und es einfach gerne tun. Nur wie viele wirklich hilfeleistenden Menschen gibt es, die Hilfe für gar nichts leisten, obwohl sie nicht mal so menschenwürdig über die Runden kommen.

Das ist jetzt kein Kontra - auch ich sehe das bedingslose Grundeinkommen (oder wie man es auch immer benennen möchte) als zumindest für D. perspektivisch, ja notwendig. Und nicht nur für D.. Das auch dieses Grundeinkommen unter den ggw. Bedingungen keine Chance hat gerecht zu sein, sollte als selbstverständlich erachtet werden. Daraus wäre aber die Erkenntnis zu ziehen, daß sich lediglich die Schwelle der ggw. unfairen/unsozialen/aufwendigen Wahrnehmung verschiebt, und in absehbarer Zeit erneut die Diskussion losgeht, was doch derzeit so ausgefochten wird.

Auch wenn ich ungerne über Zahlen dabei streiten mag, 500€ sind m.E. ein feiges Alibi. Diese Zahl alleine auch nur zu diskutieren zeigt mir eins: Menschsein hat hier keine Bedeutung.

Gruss oldie

PS: Das "bedingslose Grundeinkommen" hast Du in den Ring geworfen - ich reagiere nur. Vielleicht wäre es angebracht, diese Schiene in diesem Thread erst gar nicht zu fahren.
PPS: Themen wie "bedingsloses Grundeinkommen (bGEK)" könnten vielleicht themenverwandt wahrgenommen werden, sind es aber nicht. Zum H4 gibt es gesetzl. Regeln, das bGEK ist i.M. lediglich eine theoretische Anschauung. Beides hier gemeinsam diskutieren zu wollen erübrigt sich, da es keine Schnittmengen mit Realitätsbezug gibt, d.h. es hilft hier nicht ansatzweise weiter.
« Letzte Änderung: 18. Oktober 2014, 15:38:20 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Maxo
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« Antwort #27 am: 19. Oktober 2014, 12:42:00 »

Hallo mimamause,

habe den Thread erst jetzt gesehen und weil du mich ansprichst. Hier meine Antwort, die dir vielleicht nicht passen wird.

...durch die Aufstockung des TE dessen Kindesunterhalt indirekt mitbezahlen würde.
Das ist natürlich moralinsauerer Unsinn. Weil man den TE dazu zwingt, soviel KU zu zahlen, muss er soviel von seinem Einkommen dafür abzweigen, dass dann aus Steuern/Sozialdingens sein Unterhalt aufgestockt werden muss. Deine Sorge ist auch deshalb befremdlich, weil der Anteil der Frauen am Steueraufkommen deutlich unterdurchschnittlich ist.

Und wenn ihr (mimamaus&psoidonuem) schon mit "Moral" kommt, die von der gesetzlichen Lage abweicht:
Also ich (und viele Unterhaltspflichtige) mussten mit realer Lebenszeit durch Wehr/Ersatzdienst für die Landessicherheit (oder Krankendienste, etc) bezahlen. Die meisten Kimus haben nichts bezahlt. Uns hat man gesagt, das sei, weil die Frauen die Kinder kriegen. Heute schenkt man diesen Frauen eine Mütterrente, die wir alle noch extra bezahlen dürfen.
Das schärfste ist: Obwohl ich die Hälfte der Elternzeit geleistet habe, bekommt die Kimu die ganze Mütterrente allein...

Euer beider Menschenbild gefällt mir eh nicht so: "vermehren wie die Karnickel" - also ich denke, dass alle hier, die Kinder haben das in ähnlicher Weise wie die Karnickel geschaft haben, nämlich durch den Austausch von Körperflüssigkeiten.

Und was das Aufstocken betrifft: Es ist eine Notlösung in einem kranken System, solange es keine Grundsicherung gibt.

Und Fakt ist auch: Ein Niedriglöhner mit Unterhaltspflicht wird immer unter der Knute der Amtsbürokratie stehen. Eine Niedriglöhnerin wird dank gebündelter Sonderansprüche auf KU, KG, Kinderzuschlag, Mehrbedarf, etc. ganz schnell von der Bürokratieknute freikommen.

Der Grund dafür ist die Konstruktion von BETs und UETs - die meiner Meinung nach abzuschaffen ist und durch flexiblere Betreungsanteile zu ersetzen. Als Unterhaltszahler wird man nämlich nicht geboren, man wird dazu gemacht. Daher sollte der Kindesunterhalt auch baldmöglichst abgeschafft werden und durch eine hälftig an die Eltern zu zahlende Kindergrundsicherung ersetzt werden.

Es kann nämlich nicht sein, dass z.B. ein Vater mit 3 Kindern, der Vollzeit arbeitet (und nicht nur geplante 30h wie mmm) und über 2k netto verdient, erstens ergänzende Leistungen beantragen muss um den KU zu bezahlen und nur deshalb zum Ausstocker wird, weil der die Kinder "nur" an 13 Tagen des Monats betreut. Währenddessen sich die Kimu mit Teilzeit begnügt und KU, KG und Kinderzuschlag beansprucht.
Solche kenn ich viele...

gruss
maxo

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Lausebackesmama
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« Antwort #28 am: 19. Oktober 2014, 12:51:32 »

Daher sollte der Kindesunterhalt auch baldmöglichst abgeschafft werden und durch eine hälftig an die Eltern zu zahlende Kindergrundsicherung ersetzt werden.

Die Idee ist nicht dumm, mich würde jedoch interessieren wie man dabei sicherstellen kann, dass die hälftig auszuzahlende Grundsicherung auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt, wenn der andere Elternteil z. B. kein Interesse an der Kinderbetreuung hat.

Die Diskussion um "die lässt mich nicht betreuen, obwohl ich will" oder "ich würde ihn ja betreuen lassen, aber in seiner Woche klappt nichts, ständig habe ich die Beschwerden der Lehrer über nicht gemachte Hausaufgaben an der Backe" sehe ich jetzt schon kommen. Ob diese finanzielle Lösung wirklich für funktionierende Wechselmodelle sorgt, halte ich für fraglich. Besonders dann, wenn die Begleitumstände das gar nicht möglich machen, z. B. wegen fehlender räumlicher Nähe.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #29 am: 19. Oktober 2014, 13:03:55 »

Zitat
Die Idee ist nicht dumm, mich würde jedoch interessieren wie man dabei sicherstellen kann, dass die hälftig auszuzahlende Grundsicherung auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt, wenn der andere Elternteil z. B. kein Interesse an der Kinderbetreuung hat.

Genau das habe ich mich auch gerade gefragt, LBM. Mein KV würde sich da sicherlich drüber freuen und schön in den Urlaub fahren, würde aber trotzdem sicher nichtmal das Porto für ne Geburtstagskarte übrig haben.

Zitat
Weil man den TE dazu zwingt, soviel KU zu zahlen, muss er soviel von seinem Einkommen dafür abzweigen, dass dann aus Steuern/Sozialdingens sein Unterhalt aufgestockt werden muss
Die lächerlichen 225.- bringe ich als arbeitender BET für alle 3 Kinder auf, trotz Arbeitseinschränkungen durch die Kinder. Ohne Aufstocken. Das sollten doch UET, die ein Zeitfenster von 24/7 zum Arbeiten haben (ich sage nicht, dass sie rund um die Uhr arbeiten müssen, sie sind aber nicht so eng an die Betreuungszeiten gebunden).

Zitat
Deine Sorge ist auch deshalb befremdlich, weil der Anteil der Frauen am Steueraufkommen deutlich unterdurchschnittlich ist.

Und auch das liegt nicht zwingend an den "faulen" FRauen sondern auch zu einem nicht geringen Teil daran, dass AGs Frauen mit Kindern ungerne einstellen.
Das Problem würde schwinden, würden KVs genauso konsequent den kranken Nachwuchs hüten.

Zitat
Also ich (und viele Unterhaltspflichtige) mussten mit realer Lebenszeit durch Wehr/Ersatzdienst für die Landessicherheit (oder Krankendienste, etc) bezahlen.

Ist doch ein ganz anderes Thema, da sind die Frauen ja nicht beteilligt, im Gegensatz zum Kinder zeugen und bekommen.

Zitat
und nicht nur geplante 30h wie mmm

Deine "nur 30h" sind lediglich die 30h Erwerbsttätigkeit. Ansonsten betreue ich 24/7 3 Kinder (wovon das Jüngste nicht mal 15 Monate alt ist), putze, koche, kaufe ein und habe nichtmal 5 min alleine auf dem Klo, weil mein KV eben keine Betreuung wünscht. Mein Tag beginnt um 5:30 und endet um 20:30. Bis dahin habe ich keine Minute für mich alleine gehabt.
Also lass bitte in meinem Zusammenhang das "nur" weg.

mmm
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2014, 13:07:55 von mimamause » Gespeichert
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« Antwort #30 am: 19. Oktober 2014, 13:19:50 »

Diese Verallgemeinerungen helfen sowieso niemandem. Wenn ich jetzt erkläre, dass ich im Jahr allein 5-6000 Euro Lohnsteuer/Soli zahle UND keinen KU bekomme, darf ich mir dann die Nadel der Heldinnen an die Brust tackern?
Darf das ein KV, weil er arbeitet und KU zahlt und Kinder betreut?

Mir ist unterm Strich völlig egal, wie das System gebaut ist, wenn es den Kindern dabei gut geht und es nicht primär das Ziel ist, dass bloß keiner zu viel Geld und Zeit fürs eigene Kind investieren muss. Und ich finde es müßig, dabei immer und immer wieder irgendwelche Statistiken hervorzukramen und zu "belegen", welches Geschlecht denn nun der schlechtere Mensch ist, unabhängig davon, welche Ursachen den Ergebnissen zugrunde liegen. Schlümpfe gibt es eben wie schon oft gesagt auf beiden Seiten.

Ein Anfang wäre, wenn WIR HIER schon mal aufhören würden, immer mit dem Finger auf "die andere Seite" zu zeigen und entrüstet "der/die hat aber!!!" auszurufen.

LG LBM
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« Antwort #31 am: 19. Oktober 2014, 13:22:40 »

@lbm,
ich stimme dir zu, ich konnte nur dieses "nur" nicht so stehenlassen.

mmm
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« Antwort #32 am: 19. Oktober 2014, 13:48:51 »

Ist doch ein ganz anderes Thema, da sind die Frauen ja nicht beteilligt, im Gegensatz zum Kinder zeugen und bekommen.
Klar, an der "Landessicherheit" sind Frauen nicht beteiligt. Das haben Männer nur für sich zu tun und sollen bitte leise sterben. Mit Verlaub, interessante Sichtweise.  c

Die Idee ist nicht dumm, mich würde jedoch interessieren wie man dabei sicherstellen kann, dass die hälftig auszuzahlende Grundsicherung auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt, wenn der andere Elternteil z. B. kein Interesse an der Kinderbetreuung hat.
Komischerweise darf man sich aber beim Kindesunterhalt keine Gedanken machen, ob der ausgezahlte Kindesunterhalt auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt .....

Wenn die Grundlage klar ist, dass zunächst jeder Elternteil den Grundsicherungsteil des Kindes (als an Empfängnis und Zeugung Beteiligter) anteilig zur Hälfte bekommt und verwaltet, ist die Lösung relativ einfach zu schaffen:
Aus jeder(!) Betreuungsregelung, die die Eltern im Rahmen der Elternautonomie oder mit Nachhilfe durch ein Gericht treffen, lassen sich die jahresdurchschnittlichen Betreuungstage ermitteln. Daraus folgt dann ein (Um-)Verteilungsanspruch. Bei der temporären Bedarfsgemeinschaft geht das ja auch recht einfach. Letztlich könnte auch schon ein Gericht bei der Festlegung der Umgangregelung die sich daraus ergebende Verteilungsfolge festsetzen. Wo ist das Problem?

Derzeit gibt jedoch der Staat die Lösung präjudizierend vor, indem er das Kindergeld im Zweifelsfall nur an einen Kinderbesitzer auszahlt.

gruss
maxo
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2014, 13:51:49 von Maxo » Gespeichert
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« Antwort #33 am: 19. Oktober 2014, 13:58:47 »

Komischerweise darf man sich aber beim Kindesunterhalt keine Gedanken machen, ob der ausgezahlte Kindesunterhalt auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt .....

Da darf man sich ganz viele Gedanken drüber machen. Da ich aber ein Kind von "meinem Geld" versorge, kannst Du Dir Gewiss sein, dass ein handelsüblicher KU beim Kind ankommt, wenn man es nicht absichtlich verwahrlosen lässt. Ein normal gekleidetes, mit Essen versorgtes Kind, das Möbel, ein Zimmer hat und die üblichen Nebenkosten verursacht, auf Klassenfahrten / Hortreisen /Kindergeburtstage mit darf, selbst welche feiert, verbraucht auch den für ihn gezahlten Unterhalt.

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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #34 am: 19. Oktober 2014, 14:05:57 »

Aha.
Also muss man sich nur Sorgen machen, wenn der Vater die Hälfte bekommt?

Bei Müttern ist immer die korrekte Verwendung sicher gestellt?
Oder wie darf ich deinen Beitrag verstehen?
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« Antwort #35 am: 19. Oktober 2014, 14:16:10 »

(...)mich würde jedoch interessieren wie man dabei sicherstellen kann, dass die hälftig auszuzahlende Grundsicherung auch in voller Höhe dem Kind zu Gute kommt, wenn der andere Elternteil z. B. kein Interesse an der Kinderbetreuung hat.

Ich schrieb schon, was ich meinte.
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« Antwort #36 am: 19. Oktober 2014, 14:23:28 »

Mir ist unterm Strich völlig egal, wie das System gebaut ist, wenn es den Kindern dabei gut geht ...
Hier sind wir uns doch völlig einig. Wir sind uns evtl. auch einig, dass ein Kind an jedem Tag gut versorgt sein soll, egal ob es sich gerade bei Vater oder Mutter aufhält.

Wenn du mich jedoch beim KU zum "das kann man schon Glauben" aufforderst (und ich teile tatsächlich deine inhaltliche Darstellung ja weitgehend...) , dasselbe jedoch bei einer geteilten Grundsicherung als möglicherweise fraglich ansiehst, dann empfinde ich das als einen Widerspruch in sich.

Problem ist: Das jetzige System ist nicht so gebaut, dass es Kindern gut geht. Es interessiert schlicht niemand, ob ein Vater nach der KU-Zahlung noch die ausreichenden Mittel hat, die Kinder nicht "verwahrlost" zu betreuen und übers Wockenende zu bringen, ein Bett für sie zu haben, Klamotten, usw. - Und wenn er dann aufstockt, wird er als Sozialschmarotzer bezeichnet und soll "halt mehr arbeiten".

gruss
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« Antwort #37 am: 19. Oktober 2014, 15:09:13 »

Ich habe nichts gegen die Idee der Grundsicherung für das Kind. Die Frage ist nur: wenn diese hälftig ausgezahlt wird und einer die Betreuung und Versorgung nicht leisten will, wie stellst du sicher, dass die Grundsicherung  des Kindes nicht zweckentfremdet wird?

Nimm mein Beispiel:
Kind lebt seit fast 8 Jahren in meinem Haushalt. Seitdem kümmert sich der Vater weder durch Betreuung, noch durch Umgang oder Unterhalt. Muss ich dann nach Deinem Modell beweisen, dass er nichts tut um die volle Grundsicherung des Kindes zu erhalten oder erhält er sie als Vater trotzdem, obwohl er a) nichts beiträgt und b) auch zu weit weg ist um sich einzubringen.

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« Antwort #38 am: 19. Oktober 2014, 17:16:00 »

@ maxo:

Zitat
Problem ist: Das jetzige System ist nicht so gebaut, dass es Kindern gut geht. Es interessiert schlicht niemand, ob ein Vater nach der KU-Zahlung noch die ausreichenden Mittel hat, die Kinder nicht "verwahrlost" zu betreuen und übers Wockenende zu bringen, ein Bett für sie zu haben, Klamotten, usw. -

In meinem Fall interessiert es das System schlicht und einfach nicht, dass der KM jeden Kontakt verweigert und sich nicht kümmern will. Und nein, ich habe ihm jede Tür offengehalten. Das einzige was rauskamdass selbst das JA nicht vermitteln will, weil die keine Lust auf doie Post seines Abwalts hatten ,dass dessen Mandant nicht wegen dieser Kinder belästigt werden möchte.

Wo ist da das Interesse des Systems ob es den Kindern gut geht? Nein, ihnen geht es nicht gut damit, dass ihr Vater sich nicht kümmern möchte. Aber es geht ihnen gut, weil sie trotzdem eine Familie haben.

Ich denke auf beiden Seiten gibt es Ungerechtigkeiten und die lassen sich wahrscheinlich nicht mit staatlichem Eingriff beseitigen. Was hätte ein Kind davon, wenn der Vater es hälftig zu sich nimmt, weil ein Gesetz ihn dazu zwingt und er sonst evtl. bestimmte monotären Leistungen nicht mehr bekommt. Jede Seite muss akkzeptieren, dass es Väter/Mütter gibt ,die sich tatsächlich nicht um das  gemeinsame Kind kümmern möchten. Und diese durch Geld oder sonstwas zu zwignen, wäre IMO schädlicher als der jetztige Zustand

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« Antwort #39 am: 19. Oktober 2014, 17:26:43 »

Diese Verallgemeinerungen helfen sowieso niemandem. Wenn ich jetzt erkläre, dass ich im Jahr allein 5-6000 Euro Lohnsteuer/Soli zahle UND keinen KU bekomme, darf ich mir dann die Nadel der Heldinnen an die Brust tackern?
Dann darf ich auch ...

Es liegt viel daran, das sich hier die Extreme versammeln. Da gibt es noch einen großen Haufen, die entweder diese Probleme nicht haben, oder einfach resigniert haben.

Was mich an diesem System tatsächlich ankotzt, dass sind nicht die lächerlichen 280 bis 480 KU (in der Mindestunterhalttabelle), sondern der ganze Rotz der da nebenbei noch draus gemacht wird. Mehrbedarf, Betreuungskosten und Betreuungsunterhalt, der ... wenn jemand noch was zum auspressen hergibt, dann auch noch genommen wird. Denn - meine Meinung - gerade so wird die Unabhängigkeit absurd geführt. Auch dieses gemauschel, mit der Teilung des Kindergeldes ... da ja die Betreuung als Gleichwertig angesehen wird. In meinen Augen totaler Schwachsinn, wenn man klar zwischen Betreuungs- und Bezahl-Elternteil trennt. Die Rechtssprechung ist in sich unlogisch und nicht schlüssig, und dies produziert soviel Unzufriedenheit.

Meine Meinung:
KU, ok, aber nur Mindestunterhalt. KG wird voll gegengerechnet.
Sollte wirklich ein Wechselmodell gefahren werden, wird nicht beider Einkommen zur KU-Berechnung genommen, sondern Mindsstunterhalt und evtl. KiGa-Kosten werden genau zur Hälfte geteilt. Punkt.

Was in diesem Bereich an Geld regelrecht vernichtet wird, geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr.

Gruß
Kasper
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