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Autor Thema: Bundestagspetition: Wechselmodell  (Gelesen 15445 mal)
82Marco
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« Antwort #25 am: 06. Oktober 2014, 16:23:17 »

Alle vernünftigen Eltern kriegen das mit dem Wechselmodell zum Wohl ihrer gemeinsamen Kinder auch ohne staatlichen Zwang hin. Das scheint die absolute Mehrheit der Deutschen offensichtlich ebenso zu sehen. Und wegen ein paar hundert anderslautenden Ansichten muss man keine neuen Gesetze machen.
Was die elterliche Vernunft angeht, bin ich absolut bei Dir, Martin.

Ich bin allerdings der Meinung, dass durch Einführung eines vernünftigen Wechselmodels per Gesetz viel Streitpotential in Sachen Umgangsregelung und -boykott sowie in Sachen KU wegnimmt, es käme erst mal Ruhe in die Umgangskiste (unabhängig davon, wie die Rollenverteilung ist) und die Munition, um den anderen ET zu "piesacken" wäre auch erst mal vom Tisch.

Grüßung
Marco
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Mateusz74
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« Antwort #26 am: 06. Oktober 2014, 16:31:50 »

Moin,

ich kann nicht wirklich nachvollziehen, wie man mit Beleidigungen immer wieder auf ebensolche zurück greift ... selbst wenn man als Moderator diese einfordert. Aber zum Thema ...
Leider scheint dies Brille die letzte Zeit vermehrt auszuzeichnen. Allmählich verliert er die Objektivität und verbreitet sehr gerne Unwahrheiten und verkauft diese gerne als bare Münze.
Nochmals Brille: Niemals habe ich dazu aufgerufen Scheidungen zu verbieten. Lediglich meine Behauptung das Scheidungen für Kinder ein einschneidendes Erlebnis sind, welches die Kinder noch lange Zeit ihres Lebens nachhaltig beeinflussen wird, wiederhole ich hiermit nochmals zum Mitschreiben!
Nicht so wie du stelle ich mich hin, schiebe meine Kinder vor mich, verstecke mich hinter ihnen und behaupte vollmundig hinter dem Rücken meiner Kinder "Ich habe mich einzig und alleine scheiden lassen, weil es gut für die Kinder ist".
Nein ich stelle mich hin und stehe zu meiner (Ent)Scheidung. Ich sage: " Ich weiß, dass die Scheidung für meine Tochter ein sehr schlimmes und einschneidendes Erlebnis ist unter welchem sie noch sehr sehr lange leiden wird.
Wer dies nicht wahr haben will, so wie du, ignoriert die Bedürfnisse der Kinder, so wie es der Vater Staat im Familienrecht tagtäglich praktiziert.
Bzgl. deiner angeprangerten Verumglimfungen. Wie es in Wald reinschallt... usw. Grad du als Mod bist die letzte Zeit nicht nur mir mit deinen verbalen Entgleisungen und Beleidigungen negativ aufgefallen. Du schreibst hier in einer selbstherrlichen Art die nicht nur mich mächtig ankotzt und viele neue User sehr verunsichert.
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2014, 16:38:06 von Mateusz74 » Gespeichert

Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Mateusz74
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« Antwort #27 am: 06. Oktober 2014, 16:36:56 »

Was die elterliche Vernunft angeht, bin ich absolut bei Dir, Martin.

Ich bin allerdings der Meinung, dass durch Einführung eines vernünftigen Wechselmodels per Gesetz viel Streitpotential in Sachen Umgangsregelung und -boykott sowie in Sachen KU wegnimmt, es käme erst mal Ruhe in die Umgangskiste (unabhängig davon, wie die Rollenverteilung ist) und die Munition, um den anderen ET zu "piesacken" wäre auch erst mal vom Tisch.

Grüßung
Marco

Jep sehr gut auf den Punkt gebracht. Das momentane Familienrecht offnet Umgangsboykottierenden Elternteilen Tür und Tor. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass viele Familengericht eine aktive Elternentfremdung (PAS) fördern und aktiv daran teilhaben, teilweise sogar aktiv das Kindeswohl nach § VIII aSGB gefährden.
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« Antwort #28 am: 06. Oktober 2014, 16:53:21 »

Die Beteiligung ist wirklich schwach, was daran liegen könnte, dass dieses Thema nur die interessiert, die selbst betroffen sind. D.h. viele Frauen werden diese Petition aus Prinzip nicht zeichnen und für Männer, die (noch) in einer intakten Beziehung sind, ist das Wechselmodell wahrscheinlich irgendein abstraktes Konstrukt...

Wie schwer es ist, hier in Deutschland  ohne gesetzliche Grundlage ein Wechselmodell zu leben, bekommen die meisten hier hautnah mit. Andere Länder machen es uns vor, dass das Wechselmodell der Normalfall nach einer Trennung sein sollte. In Deutschland fehlt einfach die Lobby um die eingefahrene Rechtssprechung grundlegend zu ändern und tatsächlich sind ja auch viele Politiker/-innen bei uns noch der Meinung, dass das Kind mach einer Trennung zur Mutter gehört. Damit sich etwas ändert müsste schon ein Veto aus Brüssel kommen mit dem Hinweis, dass in diesem Bereich unsere Rechtssprechung nicht dem europäischen Standard entspricht. Mich wundert es allerdings, dass sich noch kein ehrgeiziger Junganwalt, keine Partei und keine Organisation an diese Thema gewagt hat, es wäre doch interessant, zu welchem Schluss das BVerfG kommen würde.
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United
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« Antwort #29 am: 06. Oktober 2014, 16:55:08 »

Moin,

Ich habe die Petition übrigens auch nicht mitgezeichnet, obwohl ich ein grosser Verfechter des Wechselmodells bin: Weil [...]
Ich werde die Petition nicht zeichnen. Die Begründung ist für mich keine.
Diese Aussagen finde ich sachbezogen und ehrlich gut.

100% deckungsgleich mit meiner persönlichen Meinung ist die Formulierung der Petition definitiv nicht, die Begründung auch in meinen Augen eher "geht so".

Nichts desto trotz finde ich persönlich die Petition befürwortungsfähig (nochmal: zum Standard wird das WM hier nicht erhoben) ...

... und beteilige ich mich auch gerne an dieser Diskussion in einem Forum, in dem nur 0,016% der Bundesbürger einen Account haben (der weitgehenden Mehrheit der Bevölkerung ist es offensichtlich egal, ob Trennungskindern beide Elternteile erhalten bleiben sollten).

Gruß
United
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Lausebackesmama
aka LBM
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Ein Leben lang!


« Antwort #30 am: 06. Oktober 2014, 17:40:38 »

@ Mateusz: Mit den Beleidigungen hast DU angefangen. Daher noch mal für Dich explizit: Du hast die Forenregeln hier mit Deinem Beitritt zum Forum anerkannt. Das nächste Userbashing landet in der virtuellen Mülltonne, ganz egal, ob es einen Moderator oder einen "normalen" User trifft.

Ich bin auch grundsätzlicher Befürworter für das Wechselmodell. Dann allerdings - und hier wiederhole auch ich mich - nicht nur wenn Papa das gerne WILL, sondern auch, falls er darauf keinen Bock hat. Ich kenne einige Mütter mit Wochenendspaßpapas, die sehr gerne die Betreuung des Nachwuchses fair teilen würden, aber die Väter die Bereitschaft dazu nicht haben. Das heißt also, dass es schwierig wird, sowohl als Arbeitnehmerin als auch als Mutter 100% geben zu können, irgendwas bleibt immer auf der Strecke, wenn man nicht ein anderweitig stabiles Netzwerk hat. Und nein, "mit KU freikaufen, wenn man WM nicht will oder kann", gibt's dann eben auch nicht.

Ich würde jedoch meinen Hintern darauf verwetten, dass die Initiatoren eines gesetzlich fixierten WM mit faulen Eiern und Tomaten beworfen werden und zwar von ihren männlichen Geschlechtsgenossen. Ich halte es auch für weit daher geholt, dass die Mehrheit der Väter ein echtes WM will.

Und es ist mir auch nicht klar, warum man das Übel nicht an der Wurzel packen soll, nämlich paritätische Elternschaft ab Geburt zu leben.

Im Übrigen kann ich mich hier nur Anna Sophie aus eigener Erfahrung anschließen:

In meinen Augen sollte zum Wohle des Kindes - während einer Trennung - die gelebte Rollenverteilung erhalten bleiben. Sprich: Wechselmodell wenn vorher auch 50/50 betreut wurde. Wenn nicht dann so wie vorher. Oder soll dem Kind zusätzlich zur Trennung noch ein Wechsel der Hauptbetreuungsperson zugemutet werden?

Als Scheidungskind einer klassischen Rollenmodell-Ehe hätte ich mich mit Händen und Füßen gegen ein WM gewehrt. Meine Mutter war die Hauptbezugsperson, mein Vater wusste z. T. weder wie meine Schule / Lehrer heißen, noch so ganz genau in welche Klassenstufe ich gehe. Ich hätte mich herzlich bedankt, wenn er plötzlich die Hälfte meines Alltags mein Ansprechpartner gewesen wäre. Zumal das für meinen Vater auch ganz klar bedeutet hätte, dass ich "seinen/unseren" Haushalt hätte führen müssen (ein Urlaub meiner Mutter mit meiner kleinen Schwester hat mir da gereicht...) Never ever hätte ich das mit mir machen lassen. Und ich bin ganz sicher, dass es den meisten Kindern mit Wochenendspielpapa während der Familienzeit genauso geht.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #31 am: 06. Oktober 2014, 19:14:16 »

Biggi, du magst mit deiner Einschätzung vielleicht recht haben.
Zumindest für einen, wie auch immer großen Teil, der Väter.

Wir werden es nur vermutlich nie raus finden, wie groß dieser teil wirklich ist, das Mütter die Väter so bequem weg beißen können.
Aus welchen Gründen auch immer. Und sei es auch nur des Geldes wegen.

Was ich nicht verstehe, ist diese ständige Schwarz/Weiß Malerei.
So als wenn es zwischen der heutigen Staatssabotage am WM und einem erzwungenen WM für alle überhaupt keine Zwischentöne gäbe.

Ich wiederhole auch gerne zum Xten Mal meine These, dass es schon ein großer Gewinn wäre, wenn der Staat aufhören, würde das WM, wo immer möglich, zu verhindern.

Warum soll es nicht möglich sein, das WM einfach erstmal als Standard anzunehmen und nur den, der sich diesem verweigert, mit der Unterhaltspflicht zu belegen?
Einfach mal den Frieden und die Gerechtigkeit als Standard statt Streit und gezielte Ungerechtigkeit.
Konstruktivität statt staatlicher Destruktion.

Das sollte doch eigentlich weder schwer zu begreifen, noch schwer zu realisieren sein.
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2014, 20:32:13 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #32 am: 06. Oktober 2014, 20:01:00 »

Moin

Das sollte doch eigentlich weder schwer zu begreifen, ...
Sicher nicht, und ich vermute, darum geht es auch nicht wirklich hier.

.., noch schwer zu realisieren sein.
Ähm, das jetzt aber ist ein Witz.

Der in der Petition abzuändernde §1671 BGB sagt doch nur aus
Zitat
§ 1671 Übertragung der Alleinsorge bei Getrenntleben der Eltern

(1) Leben Eltern nicht nur vorübergehend getrennt und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt.
Alle weiteren Punkte beziehen sich auf Ausnahmesituationen. D.h. doch, vom Grundsatz her steht beiden ET das SR zu. Was bitte hat das aber mit dem WM zu tun? Da geht es doch um den Lebensmittelpunkt des Kindes. Und nur, wenn sich die Eltern hierzu nicht einigen können, wird über §1671 etwas anderes festgelegt, nehmlich die Alleinsorge eines ET. Was also soll der Gesetzgeber denn konkret festlegen, um das WM zu fördern?

Das die UH-Regelungen mehr als überholungsbedürftig sind, brauche ich wohl kaum zu sagen. Nur hat das mit der eigentlichen Problematik WM erst einmal rein garnichts zu tun, zumal sich in meinen Augen hier die Spreu vom Weizen bei der Einschätzung der Möglichkeit eines verantwortl. gelebten WM trennt. Leider ist der Faktor Geld bestimmt in manchen Fällen der entscheidende Grund, vor allem wenn dann noch die Spezialisten von der Arge hinzustoßen.

Von daher würde ich eher eine Petition begrüßen, welche sich eine expliziete Nennung des Modells WM als zu förderndes Instrument im Familienrecht auf die Fahne schreibt und damit der Rechtssprechung eine gesetzl. Grundlage in ihrer Urteilsbegründung in die Hand gibt. Denn im Moment können solcher Art Urteile nur mit dem gesunden Menschenverstand statt mit §§ begründet werden. Bei der stümperhaften Agrumenteauswahl obiger Petition fällt mir aber nichts zu ein, zumal 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden sollen, die unterschiedlicher nicht sein können.

Gruss oldie

PS: Eine Sache als Vorschlag von mir wäre: Warum darf ein Kind bei WM nicht 2 Hauptwohnsitze haben, und mit Volljährigkeit muß es sich dann entscheiden? Bei der Staatszugehörigkeit geht das doch auch. Ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, hat aber m.E. das Potential einer Signalwirkung nach außen. Ja ja, mehr Probleme als Lösungen. KG, Schulanmeldung, ...
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Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #33 am: 06. Oktober 2014, 20:05:20 »

Natürlich scheitert das WM nicht am Gesetz, denn es ist natürlich nicht verboten.
Es scheitert an der Rechtsprechung.
Die hat, gerade im Familienrecht, fast nichts mit dem Gesetz zu tun.

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Bonnie 2


« Antwort #34 am: 06. Oktober 2014, 20:11:00 »

Moin

Und warum soll dann eine Gesetzesänderung per Petition verfolgt werden? Oder hast Du jetzt den Faden verloren?

Gruss oldie
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« Antwort #35 am: 06. Oktober 2014, 20:14:58 »

Meine Antwort bezieht sich tatsächlich nicht auf den Wortlaut der Petition, sondern auf die vorherigen Argumente gegen das WM und dass das bisherige Destruktionsmodell angeblich alternativlos sei.
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2014, 20:27:57 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #36 am: 06. Oktober 2014, 20:24:25 »

Lie Biggi,

sei mir nicht böse, aber diese Aussagen...
Ich kennen mehr als genug Trennungsväter, die weder durch weite Wege noch noch ungünstige Arbeitszeiten an einem erweiterten Umgang mit den eigenen Kindern gehindert sind (und deren ehemaligen Partnerinnen für verlässliche Entlastung im Alltag als Vollzeit berufstätige AE sehr, sehr dankbar wären) die aber schlichtweg sagen, dass sie die Wochenenden zur Erholung brauchen und den eigenen Nachwuchs keinesfalls über Nacht oder länger als ein paar Stunden am Stück betreuen können. Auch mit einem Schulkind Vokabeln, das 1x1 oder für ein Diktat zu üben, geht über die Kräfte dieser Väter. Windpocken, Läuse oder Scharlach sowieso!
..sind eine Frechheit.
Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis auch genügend Frauen, die sich lieber zu Hause den  **tsts - ID 6** breit sitzen und dem Mann das Arbeiten überlassen, anstatt sich aufzuraffen, zumindest einem Teilzeitjob nachzugehen.

Und wenn ich dann schon diesen gequirlen Mist von diesen Frauen höre, dass Kinderbetreuung und Arbeit unvereinbar seien, dann kann ich nur lachen. Auch ich praktiziere mittlerweile mit meiner Exe ein WM und wir sind beide berufstätig. Natürlich ist anstrengend, morgens die Kids in die Schule zu bringen, ins Büro zu fahren, mittags oder nachmittags wieder abzuholen, Essen zu kochen, Hausaufgaben zu machen und sie dann auch noch zu bespassen. Aber es soll mir doch keiner sagen, das Arbeit und Kinderbetreuung nicht möglich seien.
Nein, diese FRAUEN WOLLEN EINFACH NICHT ARBEITEN!!!!!!

Und zu dem hier, was Martin schreibt:

"Hat halt keiner mitbekommen" ist im Internet-Zeitalter kein besonders überzeugendes Argument;
Es ist nicht die Frage, was im Internet-Zeitalter alles möglich ist, sondern was der ISUV konkret gemacht hat. Und da scheint mir so einiges im Argen zu liegen, wenn nicht einmal ein Forum wie dieses über die Petition informiert war. Allein dieser Threat hat in 3 Tagen fast 900 Seitenaufrufe hervorgebracht.
Und Meldungen über Facebook hätten mir auch nichts gebracht, weil ich eben kein Fratzenbuch-Kunde bin und auch nicht sein werde.

Für eine Seite wie diese, hätte ich erwartet, dass man diese Petition unterstützt und vielleicht eine Meldung über Facebook oder Twitter raushaut. Stattdessen wird dagegen geschossen.

Es kann ja jeder seine eigene Meinung haben, aber in diesem Threat zu sagen: "Das bringt doch eh nix" halte ich für deplaziert.

Auch diese Aussagen sind deplaziert:
Ich habe die Petition übrigens auch nicht mitgezeichnet, obwohl ich ein grosser Verfechter des Wechselmodells bin: Weil man Menschen nach meiner Lebenserfahrung nicht per Gesetz zu Vernunft und zur Kooperation (oder zur Fortsetzung einer toten Ehe...) zwingen kann, wenn diese sich auf den Tod nicht ausstehen können.

Es geht hier eben nicht um die Eltern oder um die Fortsetzung einer toten Ehe,  sondern schlicht und ergreifend um die Kinder. Zu behaupten, ein WM erfordere ein hohes Maß an Kooperation und Kommunikation ist Kokoleres.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn Gesetze niemanden zur Vernunft bringen, dann brauchen wir ab morgen auch keine Geschwindigkeitsbeschränkungen mehr vor Schulen, die Promille-Grenze kann abgeschafft werden, Steuern brauchen wir auch nicht mehr zu bezahlen und die restlichen 100.00 Gesetze, die unsere demokratische Gesellschaft hervorgerufen hat, können wir gleich mit über Bord werfen...

Warum soll es nicht möglich sein, das WM einfach erstmal als Standard anzunehmen und nur den, der sich diesem verweigert, mit der Unterhaltspflicht zu belegen?
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Konstruktivität statt staatlicher Destruktion.
Vollste Zustimmung Beppo  thumbup
Und wenn es dann so viele Rabenväter gibt, wie hier behauptet, können diese ja immer noch auf einen Teil ihres Umgangsechtes verzichten, wen ihnen das alles zu viel wird.

Dieses ganze Geschwätz, "Väter wollen sich nicht kümmern, Väter sind nur an ihrer Karriere interessiert, ein WM lässt sich nicht per Gesetz anordnen und und und...." ist durch nichts, aber auch GAR NICHTS belegt.  Nichts als private Meinungen, die hier versucht werden, als bare Münze zu verkaufen. Das ist lächerlich hoch zehn.

VG
BP
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2014, 20:32:44 von Beppo » Gespeichert
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #37 am: 06. Oktober 2014, 22:01:23 »

Moin

Diskutiert doch bitte über die Petition, sagt was gut oder schlecht an ihr ist. Von mir aus auch erklärt, ob ihr unterzeichnet habt oder auch nicht, und wieder von mir aus auch gerne mit einer Begründung. Und bitte hört auf damit dem anderen weismachen zu wollen, wie doof er doch ist. Dafür gibt es die Forenregel 5, und auch an Regel 4 könnte ab und zu gedacht werden.

Das ist nicht nur eine Bitte. Danke.

Gruss oldie
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Mux
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« Antwort #38 am: 06. Oktober 2014, 23:57:42 »

Moin,

meine bescheidenen Anmerkungen zum Text der Petition:

"Mit der Petition werden gesetzliche Regelungen gefordert, die es getrenntlebenden, geschiedenen Eltern ermöglichen, flexibel gemeinsame Elternschaft u. a. auch im Rahmen eines Wechselmodells zu praktizieren."

Da bin ich da sowieso draußen. Bin zwar getrennt lebend (schreib ich jetzt falsch oder die?), aber nicht geschieden. Macht mich schon in der Steuererklärung ganz wuschig, wenn dauernd darauf beharrt wird, die Felder Ehefrau auszufüllen.

"ISUV ist der Auffassung, dass durch eine Änderung des § 1671 BGB die familiengerichtliche Anordnung einer Betreuung im Wechselmodell explizit hervorgehoben und Gerichten damit ein Impuls gegeben werden muss."

Ich versteh hier die Forderung schon nicht. Was heißt denn hervorgehoben werden muss? Hier wird sich um die eigentliche Forderung gedrückt. Was wird denn gefordert? Und wieso denn der § 1671? Dieser regelt das Sorgerecht. Für mich wäre das Wechselmodell eher im Umgangsrecht angesiedelt, also eher als Ergänzung des §1684.

"Es geht uns dabei um pragmatische Lösungen."
Sehr schön. So ne Absichtserklärung macht sich doch immer gut in einer Petition. Siehe auch die Geschichte mit der Impulsgebung für die Gerichte.

"Daher sollte auch § 1687 BGB dahingehend geändert werden, dass getrennt lebende Eltern, die ihre Kinder im Wechselmodell betreuen, Alltagsentscheidungen (§ 1687 Abs. 1 S. 2 u. 3 BGB) gemeinsam treffen oder die Entscheidungsbereiche individuell aufteilen können."

Diese Forderung ist doch sinnfrei und kann nur einem Mißverständnis über das Verständnis der Alltagssorge zugrunde liegen. Es impliziert zusätzlich, dass es jetzt nicht möglich ist, dass sich Eltern hier verständigen (z.B. welche Filme das Kind sehen darf), was doch totaler Unfug ist. Und wie soll denn so eine Gesetzesänderung aussehen?

"Gemeinsame Elternschaft nach Trennung und Scheidung wird zwischen zerstrittenen Eltern nur dann möglich sein, wenn staatliche Stellen durch Beratung und Mediation die Umsetzung flexibel gestalteter gemeinsamer Elternschaft auch im Rahmen eines Wechselmodells nachhaltig unterstützen."

Quatsch, wenn Eltern zerstritten sind, hilft nur eins von staatlicher Seite: Durchsetzung der gesetzlichen Regelungen, zur Not mit Hilfe von Sanktionen, wie z.B. beim Umgangsrecht. Also entweder wird gefordert, das Wm gesetzlich zu verankern und es dann auch ggf. per Sanktion durchzusetzen; aber zerstrittenen Eltern das WM zu "empfehlen", ist doch wiederum Unfug, vor allem auf welcher Grundlage?

"Leitender Gedanke bei der Beratung, Anordnung und Umsetzung gemeinsamer Elternschaft muss ausschließlich das Kindswohl und der autonom formulierte Wunsch des Kindes/der Kinder sein."

Das ist der schlimmste Satz der ganze Petition, stößt bei mir auf volles Unverständnis und lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Ich habe es schriftlich, von dem OLG Stuttgart, dass es nicht dem Kindeswohl dient, dass ich an dem Sorgerecht für meinen Sohn beteiligt bin, ebenso habe ich verschiedene Urteile, die expliziet erklären, dass es nicht dem Kindeswohl dient, über den gewährten Umgang hinaus Kontakt zu meinem Kind haben, und man muss schon als Vater mit dem Klammerbeutel gepudert sein (so hat man wohl früher gesagt), um als Vater in Deutschland in einer Petition zu fordern, dass Kindeswohl bzw. den Kindeswillen als Maxime dessen in den Vordergrund zu stellen, wie die eigene Vaterschaft gelebt wird. Das braucht man übrigens nicht zu fordern, das ist alltägliche Praxis. Als ob es PAS und das ganze Elend der Kinder, die zwischen den Eltern stehen nicht gäbe. Im Gegenteil muss endlich eingesehen werden, dass die Inthronisierung des "Kindeswillens" ein Irrweg ist, der korrigiert werden muss, um die Kinder aus der Schusslinie elterlicher Streitigkeiten zu nehmen.  

"ISUV ist der Auffassung, dass Betreuung jedes Elternteils auch unterhaltsrechtlich berücksichtigt werden muss."

Ab hier gehts dann wieder um Geld, was die ganze Petition noch diffuser macht. Kurzerhand werden auch Klassenfahrten zu Mehrbedarf deklariert.

Letzten Endes wird nicht klar, was eigentlich gefordert wird und wie es praktisch umgesetzt werden soll.

LG,
Mux
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Zurzeit ohne Wolken!


« Antwort #39 am: 07. Oktober 2014, 11:34:56 »


@Mux:  thumbup
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Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
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