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Autor Thema: Die neue Partnerin und was sich Kinder so wünschen...  (Gelesen 3444 mal)
Kitefan
Zeigt sich öfters
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Beiträge: 63


« am: 02. September 2014, 13:58:07 »

Guten Tag zusammen,

meine heutige Frage berührt eigentlich mehrere Bereiche, aber sie passt wohl durchaus in diesen Forenteil. Wenn nicht, bitte verschieben.

Ich bin geschieden, meine Exfrau und ich haben einen gemeinsamen vierjährigen Sohn. Bei der Trennung war er zwei. Offiziell geschieden sind wir seit März diesen Jahres. Nun kam es heute zu einer sehr unangenehmen Situation, die es in abgeschwächter Form bereits mehrfach gab. Aber ich muss da etwas ausholen.

Ich habe seit einigen Wochen eine neue Partnerin. Meine Exfrau weiß von ihr (wir haben zu Anfang vereinbart, dass die jeweils andere Seite davon erfährt, wenn sich Veränderungen ergeben, die evtl. große Auswirkungen auf unseren Sohn haben), unser Sohn nicht und das soll erstmal auch so bleiben. Nun hat meine Exfrau bereits seit einiger Zeit einen neuen Partner, lebt auch mit ihm zusammen (unser Sohn auch) und erwartet ein Kind von ihm. Unseren Sohn hat das zu Anfang etwas belastet, er tendierte in dieser Zeit sehr zu mir. Eigentlich war er von Anfang an ein Papakind, da wurde es aber noch intensiver. Nun hat er sich wohl mit dem Gedanken angefreundet und fühlt sich (so meine ich) ganz wohl damit. Seit etwa zwei Monaten hat er eine Phase, in der er nur im eigenen Bett schlafen will, weder bei den Großeltern noch sonst irgendwo. Als einzige Ausnahme lässt er die Besuchswochenenden bei mir zu, nimmt mich aber dann auch völlig in Anspruch, reagiert schon dann eifersüchtig, wenn ich nur mit jemand anderem telefoniere oder auf der Straße spreche. Er kuschelt extrem viel mit mir, kommt permanent zu mir und versichert sich meiner Zuneigung. Das ist für mich in Ordnung, er war früher jedoch nicht ganz so anhänglch. Es ist also eine Veränderung spürbar.

Eigentlich sollte unser Sohn diese Woche Urlaub bei mir machen. Das hatten wir schon einige Male und es hat bislang immer gut funktioniert, er hatte nie Heimweh. Seit Sonntag war er nun bei mir. Die Tage verliefen völlig problemfrei, nur an den letzten beiden Abenden gab es ein höllisches Theater, wenn er ins Bett sollte. Er regte sich dann so stark auf, dass er fast eine Stunde brauchte, um wieder runterzukommen. Weinte sehr stark und lang und dabei fielen ständig Sätze wie "ich will in mein Bett" oder "ich will zu meiner Mami". Mich hat das natürlich getroffen, aber ich habe es halt seiner aktuellen Phase zugeordnet. Gestern Abend war es so schlimm, dass er nur einschlief, nachdem ich ihm hoch und heilig versprechen musste, ihn morgen (also heute) nach Hause zu bringen. Wir haben dann abgemacht, dass er den Rest der Woche zu Hause schläft und ich jeden Tag etwas mit ihm unternehme. Wir haben gemeinsam feste Tagespläne geschmiedet. Ich habe daraufhin, nachdem er endlich eingeschlafen war, einige Verabredungen für heute getroffen, um wichtige Dinge erledigen zu können (Hilfe im Garten der Eltern, etwas Büroarbeit für den Job).

Heute morgen nun, als ich ihn fertig machen wollte, um ihn wegzubringen, wurde er sehr traurig. Das Theater war nicht ganz so schlimm, aber er weigerte sich standhaft, z.B. seine Schuhe anzuziehen. Da ich ihn nicht gewaltsam zwingen wollte, habe ich seine Mutter angerufen (die, was das angeht, einfach ein besseres Händchen hat). Sie kam dann auch, aber trotzdem konnten wir ihn nur mit einer List dazu bringen, in ihr Auto zu steigen. Das war nicht fein, es gab aber in dem Moment keine bessere Lösung. Er wollte einfach nicht von mir weg. Da wir das beide schon gewöhnt sind, dass er häufig seine Meinung nach Gusto und im Fünfminutentakt ändert, bin ich hart geblieben. Ich meine einfach, dass er lernen muss, sich an Absprachen zu halten und dass Dinge, die er sagt oder tut, auch Konsequenzen haben. Zudem glaube ich, dass er sich einfach wünscht, dass seine Eltern wieder zusammenleben und mit solchen Aktionen versucht, uns dazu zu bringen. Das habe ich an einigen Äußerungen herausgehört. Und da denke ich, dass er lernen muss, dass das nicht geht. Auch, wenn das schwer für ihn ist.

Ich bin mir sicher, dass für ihn morgen alles wieder gut ist, aber für seine Mutter nicht. Sie ist stinksauer gewesen und warf mir hinter vorgehaltener Hand vor, ich würde ihn abschieben, um mehr Zeit mit meiner Freundin verbringen zu können. Sie hat es etwas direkter formuliert, aber das will ich hier nicht wiedergeben. Fakt ist, sie weiß, wie sie mich packen kann und jetzt sitze ich hier und habe ein mordsmäßig schlechtes Gewissen und natürlich das Gefühl, dass ich ihn doch abgeschoben hätte. Obwohl das nicht stimmt. Meine Freundin und ich, wir sehen die Woche gar nicht, weil ich ja eigentlich meinen Sohn habe und sie beruflich im halben Land unterwegs ist.

Ich möchte jetzt hier keine Absolution haben, aber ich fragem ich doch, ob ich mich an irgendeiner Stelle falsch verhalten habe. Ich wäre dankbar für einen externen Blick auf diese Situation.

Gruß
Kitefan
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« Antwort #1 am: 02. September 2014, 14:30:35 »

Hi,

Aus meiner Sicht war es nicht ganz die beste Entscheidung, sich von dem Jungen durch Terror "erpressen" zu lassen und ihm zu versprechen, ihn wieder zur Mutter zu bringen.
An diesem Punkt wäre eher Konsequenz angebracht gewesen oder auch eine diplomatische Ansage wie "wir reden dann morgen darüber, wenn Du ausgeschlafen bist - versprochen".
Und am nächsten Tag hätte dann geklärt werden müssen, dass diese Zeit jetzt als Papa-Zeit ausgemacht wurde und dass man sich eben schon an diese Abmachung halten muss.

Aus Sicht des Kindes hat er durch sein Geschrei und seine Weigerung, in dem Bett (das nicht bei Mama steht) zu schlafen, Dich - den Erwachsenen - dazu gebracht, seine Meinung zu ändern und ihn zurückzubringen.
Du hast dich als nicht zuverlässig erwiesen und die Abmachung, dass er von dann bis dann bei Papa ist, wurde plötzlich über den Haufen geschmissen.
Nicht gut.

Erwachsene müssen für einen Vierjährigen zuverlässig sein und grade in einer Situation wo sich alles ändert, müssen die Erwachsenen die Entscheidungen treffen - und sich nicht von einem vierjährigen Trotzkopf alle Pläne umschmeißen lassen.

Ich verstehe die Verärgerung der KM schon, denn sie hatte sich auf Alltag ohne den Jungen eingestellt und vielleicht Dinge geplant, die sie jetzt nicht machen kann...

Würde also das Gespräch mit KM suchen und zugeben, dass Du hier einen Fehler gemacht hast - aus Verzweiflung über das trotzige Verhalten des Jungen. Und dass das nach Möglichkeit nicht mehr vorkommen wird.

lg
vj
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« Antwort #2 am: 02. September 2014, 14:34:54 »

Moin Kitefan,

etwas schwierig, das ganze aus der Ferne zu beurteilen... Aber kann es sein, dass sich dein Sohn wie ein ganz normaler vierjähriger verhält, der im Moment etwas trotzig ist? Ich erinnere mich an solche Phasen bei meinen beiden, nur war es damals noch so, dass meine DEF und ich solche Probleme oft gemeinsam gelöst haben. Durch die Trennung stehst du nun alleine davor (was ohne Frage manchmal schwierig ist) und vermutest Zusammenhänge, wo vielleicht gar keine sind. Du solltest in Zukunft versuchen, solche Trotzphasen alleine in den Griff zu kriegen (sonst merkt er schnell, dass er damit etwas erreichen kann) und du solltest deine neue Partnerin nicht weiter verheimlichen. Vielleicht ahnt dein Sohn ja schon längst, wie es bei dir aussieht, Kinder haben dafür ja diese berühmte Antenne.
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Susi64
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« Antwort #3 am: 02. September 2014, 14:35:28 »

Hallo Kitefan,

wenn ich es richtig verstanden habe, dann sollte Dein Sohn eigentlich die ganze Woche bei Dir sein. Weil es aber gestern Abend so ein Theater gab, hat ihn seine Mutter heute abgeholt, also entgegen der eigentlichen Vereinbarung, die aber gestern abend geändert wurde. Die KM ist nun sauer auf Dich.

Aus Sicht der KM sieht das so aus. Du willst Deinen Jungen loswerden, weil er ja eigentlich nicht mit wollte und sie ist jetzt die Böse.

Naja, besonders schlau war es sicher nicht ihn zurück zu bringen, weil es bedeutet, dass Du/ihr euch von eurem Sohn (4 Jahre alt) vorschreiben lasst, wann wieviel Umgang stattfindet. Sicher ist es richtig, den Umgang den Bedürfnissen des Kindes anzupassen, aber im konkreten Fall, war es sicher nicht in Ordnung.
Dass er letzlich doch nicht mit wollte, zeigt doch eigentlich, dass er gern bei Dir ist. Außerdem zeigt es, dass das Kindswohl nicht unbedingt dem Kindswillen entspricht.

Ihr solltet Euch gemeinsam Gedanken machen wie der Umgang abläuft und wie er so gesteuert werden kann, dass die unschönen Szenen minimiert werden. Da seid ihr beide gefragt.

VG Susi
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Kitefan
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« Antwort #4 am: 02. September 2014, 18:11:56 »

Hm nun gut, das akzeptier ich. Mein eigentlicher Gedanke war, ihn so langsam zu der Erkenntnis zu bewegen, dass er eben seine Meinung nicht gerade so ändern kann, wie es ihm passt. Und dass es auch Konsequenzen hat, wenn er so ein Theater schiebt. Klar, mir wird langsam bewusst, dass ich der KM damit kräftig in die Hände spiele. Tatsache ist aber auch, dass sie immer noch versucht, über Besuchszeiten und den angeblichen "Willen" des Jungen Kontrolle über mich auszuüben. Also z.B. ganz bewusst Besuchswochenenden switcht, nur weil sie gerade mal irgendwo hin will oder oft fordert, dass ich ihn außer der Reihe abhole. Wenn ich mich dagegen wehre, holt sie die Moralkeule raus (ist auch dein Kind etc., Du liebst ihn doch, oder?). Klar, hier in dieser Situation habe ich wohl unbewusst etwas Ähnliches getan, allerdings mit anderem Hintergedanken. Mir ging es darum, dass er sich entspannen kann, was ihm im heimischen Bett besser gelingt. Und, dass er die Zeit bei mir nicht mit Theater und Heulerei in Verbindung bringt. Ist anscheinend schief gegangen. Wir wollen heute Abend nochmal telefonieren. Da kann ich mich wohl auf was gefasst machen...
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Bonnie 2


« Antwort #5 am: 02. September 2014, 18:36:40 »

Moin

Aus deinem Eingangsbeitrag heraus würde ich vermuten, dass der Junge unbewusste Verlustangst spürt. Die Trennung der Eltern war bestimmt nicht leicht für ihm zumal Du ihn als Papa-Kind bezeichnest. Dann kam der neue LG der KM und nahm mehr oder weniger den Platz ein, den sich sein Papa zuvor mit ihm als Kind geteilt hat. Nun haben Mutti und der "Fremde" bald ein weiteres Kind. Vielleicht spürt er unterschwellig, dass dieses dann ein "Ersatz" für ihn werden könnte, so wie sein Papa auch verdrängt wurde? Sicher nicht der vollumfänglichen Maßgabe nach, wie ein Erwachsener diese Worte von mir begreift, aber er ist ja auch nur 4 Jahre alt. Dennoch begreift auch er teilweise bestimmte Prozesse, und "lernt" daraus.

Ich möchte Dir damit sagen: das Zurückbringen und vor allem der Abbruch des Zusammensein - die Wirkung auf den Jungen ist vermutlich tiefgreifender, als mit seinem Schlafplatz entschuldbar. M.E. ist Kontinuität und bei seinem Alter auch Zuverlässlichkeit deutlich wichtiger, wobei ich Zuverlässlichkeit mit Verlässlichkeit gleichsetze. Deren Bedeutung wird stetig steigen, bis er irgendwann selbstständig und dabei seine eigenen Schwerpunkte setzen kann. Das die KM hier sauer reagiert könnte ich genauso daraus ableiten. Ihre Reaktion ist ja nun nicht so verwunderlich.

Kann es sein, dass Du lediglich überfordert warst? Das es Dich ziemlich beschäftigt zeigt sich daran, dass Du hier darüber schreibst. Versuche mal, etwas sensibler auf den Jungen einzugehen, versuche genauer hinzuschauen. Und vertraue ihm ein wenig. Ich finde jedenfalls, er hat sich der Situation entsprechend (so wie ich sie sehe) völlig ok verhalten.

Soweit mein externer Blick auf Deine Problematik

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 02. September 2014, 18:50:56 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hexesyl
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Beiträge: 462



« Antwort #6 am: 02. September 2014, 20:16:57 »

Hmm, es ist schwierig und ich kann verstehen, dass man wegen heulender Kinder durchaus aus der Fassung gerät. Mir geht es momentan so.

Aber hier aus Sicht einer Mama, wo der Papa abholt. Meine ist 2,5 Jahre und trotz gerade rum. Jetzt noch die Trennung dazu. Ist ganz schön anstregend. Nun ist es so, dass Papa  kommt und sie ins Bett bringt an ein paar Abenden in der Woche. Manchmal fragt sie nach Papa und dann sage ich ihr: "Ja heute kommt der Papa" Oder "Nein, Papa kommt erst morgen." 
AN dem Tag wo Papa kommt, fange ich morgens schon an und sage, heute kommt der Papa. Manchmal freut sie sich und singt dann rum. Es kam aber auch schon vor, dass sie ganz laut "Nein, ich will das nicht" oder ähnliches schreit. Dann wiederhole ich es. Deswegen würde ich den Umgang nie, niemals absagen. Denn im Endeffekt freut sie sich jedes Mal, wenn Papa klingelt und dann da ist. Ich bestehe da genauso auf die Verlässlichkeit für die Kinder und auch für mich.


Auch die anderen Kinder meines Ex konnten sich auf den Umgangsplan immer verlassen. Auch bei denen kam mal vor, dass sie ihre Mama vermissten, wenn sie in den Ferien länger bei uns waren. Dann hat man mit ihnen gesprochen und sie in Arm genommen. Auch eine email wurde eingerichtet, wo sie ihren Eltern jederzeit schreiben können.Das hilft auch

Manchmal muss man durch das Geschrei durch und dann ist gut.

Ich finde den Vorschlag gut:" Wir verschieben das Gespräch auf morgen früh und  entscheiden dann." Dann hast du auch Zeit mit der KM zu telefonieren und ihr könnt gemeinsam vorher zu einer Entscheidung kommen. Vielleicht hätte es auch ein Telefongespräch am nächsten Tag gereicht.
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