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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 09:23:53 *
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Autor Thema: Ollis Geschichte  (Gelesen 747 mal)
olli2203
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« am: 04. März 2005, 17:40:08 »

Hallo Leute, nach einigen Monaten des Zauderns habe ich mich nun doch hier angemeldet, versteht das nicht falsch, es ist eben nicht mein Ding so private Sachen in die Öffentlichkeit zu tragen. Allerdings sind in den letzten Wochen erneut Dinge vorgefallen die mich ratlos machen und ich nun mit Eurer Hilfe versuchen möchte meine Möglichkeiten abzustecken. Ich denke, dass die Erfahrung die hier live gemacht wurden weitaus besser sind als eine Stunde bei einem wirklich guten Anwalt zu sitzen.

Doch alles hat einen Anfang und da fange ich am besten an:

Ich lebte mit meiner Lebensgefährtin von 1992 bis 1996 zusammen. Das typische auf und ab letztendlich waren wir beide auch noch relativ Jung, beide 68er. Das was unsere Beziehung massiv belastete waren die ungeheuren Finanzmittel die meine Lebensgefährtin für sich brauchte. Wofür fand ich nie heraus. Ich musste ihr dauernd aus der Patsche helfen. Ich habe zwar nie schlecht aber auch nie Unmengen verdient, Sie allerdings auch. Im Laufe der Zeit wurden die Summen aber dann so hoch, das ich ihr sagte, ich kann nicht mehr, alle was ich hatte ist weg. Dann müssen deine Gläubiger eben an den Arbeitgeber heran und du per Lohnpfändungen deine Schulden bezahlen. Das war zu einem Zeitpunkt als mein „Ihr aus der Patsche helfen“ die Summe von 40.000,00 DM überschritten hat. Getrennt habe ich mich jedoch nicht von ihr, sondern eingeschränkt mit ihr, logisch es fehlte der größte Teil Ihres Gehaltes, weiter zusammen gelebt.

Gleichfalls hatte Sie immer massiv gestörte Verhältnisse zu Ihren Arbeitgebern, in den 5 Jahren in den wir zusammen lebten wurde ihr 4 mal zumindestens nahegelegt zu kündigen, meistens wegen Eigentumsdelikten gegenüber ihr anvertrauten Personen !!. Bedauerlicherweise fand sie immer wieder eine neue Tätigkeit, meistens eben , weil ich ihr Lebensgefährte war und der Name meiner Familie in diesem Bereich in dieser Kommune für eine gewisse Solidität sprach.

Für mich war ganz massiv bedrückend das ich mich mit niemanden über diese Probleme unterhalten konnte, erzählt mal euren Eltern das die Freundin klaut wie ein Rabe. Und das hat sie nicht nur auf der Arbeit, auch die besten Freunde, mich und andere Bekannte. Irgendwann riss ich all meinen Mut zusammen und sprach mit meinem besten Freund über die Angelegenheit, das war nachdem ich sie nicht mehr finanziell unterstützen konnte, ich weis noch das ich sagte, wenn die mal viel Geld hat oder die Schulden abgebaut sind habe ich das dumme Gefühl das sie abhaut und das ich das Geld was ich an sie verliehen habe bin ich auch los. An diesem Tag, das wusste ich allerdings erst viel später, war das Verhältnis zwischen ihr und mir zerbrochen, ich hatte kein Vertrauen mehr in ihre Person. Allerdings konnte ich mir auch nicht vorstellen wie sie an so eine große Summe herankommen sollte.

Acht Monate später machte ihr AG ihr ein Angebot, Du gehst und zwar sofort und wir zahlen alle deine uns bis jetzt bekannten Schulden. Noch mal 35.000,00 DM

Vier Wochen später, sie hatte bereits einen neuen Job gab es einen kleine Streit, mit dem Ende das Sie auszog. Am nächsten hatte ich beruflich einen wichtigen Termin auf den ich mich bereits seit einigen genau vorbereitete in diesem Termin ging es um den Fortbestand der Unternehmung die ich mittlerweile als stellv. GF führte und um eine Riesensumme. Wenn in diesem Termin alles schiefgelaufen wäre, wären am nächsten Tag 40 Leute arbeitslos gewesen. Ungefähr eine ½ Stunde nach Beginn wurde ich informiert, dass meine Lebensgefährtin die Wohnung ausräumt. So und jetzt Ihr, gehen und das eigene Eigentum verteidigen oder den eigenen und den Job der anderen 40 Mitarbeiter retten? Ich habe mich für das Zweite entschieden.

Das Ergebnis war die totale Armut, alles, ich wiederhole alles, war weg die gesamte Wohnung war leer inclusive der Deckenleuchten. Meine Kleidungsstücke befanden sich alle in einer Ecke auf einem Haufen. Die persönlichen Unterlagen wurden gefilzt alle Belege die auf Eigentumsverhältnisse meiner Person hinwiesen waren weg. Die Konten von mir waren geräumt incl. der eingeräumten Dispos.

Nach 4 Wochen rief sie mich an und wollte schön Wetter machen, es täte ihr leid, etc etc. und wir müssten noch mal von vorne anfangen. Auf meine Frage wieso letztendlich habe sie mich vor noch nicht einmal 4 Wochen beklaut kamen die drei Worte  I c h   b i n   s c h w a n g e r. Das Vertrauen war am Ende, da war zuviel in letzter Zeit, das hätte kein Kind mehr kitten können.

Es ging weiter so wie die meisten das kennen wenn es dreckig wird, nur ohne Anwalt, wir waren ja nicht verheiratet und meine Sachen zurückerobern war sinnlos.

Nach 9 Monaten kam unsere Tochter zur Welt, ich besuchte sie im Krankenhaus, nicht ohne auf dem Flur dem neuen Lover zu begegnen und von der gesamten Familie angepöbelt zu werden, bereits damals während der Schwangerschaft setzte sie diverse massiv negative Gerüchte über mich in die Welt, Infantil,etc. Der Besuch war recht kühl und knapp. Bei der Vaterschaftsbeurkundung sprachen wir ein 14tägiges Besuchsrecht ab. Natürlich von ihrer Gnaden, denn der nette Sachbearbeiter der ja nur um de Kindeswohl bemüht ist klärte sie in meiner Gegenwart auf das ich gar keine Rechte habe.

Die Abmachung hielt solange bis die Alis per Dauerauftrag auf dem Konto meiner Ex eingingen. Dann war Schluss, kein Jugendamt half, nichts. Meine Mutter durfte ihr Enkelkind nur sehen wenn sie vorher den Wunschzettel der Mutter erfüllte. Auf Deutsch also: Eintritt, Oma!!

Parallel zu diesen Problemen geschah das schrecklichste was ich je in meinem Leben erlebt hatte. Bei einem Bootsunfall überfuhr ich meinen Schwager, diese Situation und die Bilder werde ich nie vergessen, trotz therapeutischer Hilfe, der Unterstützung meiner ganzen Familie und meiner besten Freunde habe ich das bis heute nicht verarbeitet. Zu diesem schrecklichen Ereignissen gesellt sich noch ein Brief der Staatsanwaltschaft über die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens wegen fahrlässiger Tötung. Diese Sache zog sich fast 2,5 Jahre hin in den ersten Monaten hatte ich keine Kraft mehr mich um meine Tochter zu kümmern, es ging nicht. Da ich auch noch in einem Beruf der, der ständigen Aufsicht von staatlichen Stellen unterliegt, arbeite, brachte das Verfahren auch noch ein Berufsverbot bis zur Beendigung des Verfahrens mit sich. Das ich nicht am Seil hing oder von der Brücke gesprungen bin ist einzig und allein ein Erfolg meiner Familie und meinen besten Freunden. Ganz besonders aber meiner Schwester die mir nie einen Vorwurf über den Tod ihres Mannes gemacht hat, die mir Vertraute. Das war Existenzangst pur. Nach ca. einem 3/4 Jahr der Ermittlungen rief mich meine Schwester an und fragte ob ich ihr übers Wochenende mit etwas Geld aushelfen könne, da der Bankautomat spinnen würde und ihre Karte gefressen hätte. Wir verabredeten uns in meiner Wohnung da ich dort immer etwas Geld liegen hatte. Als ich Nachhause kam klingelte es kurz darauf an der Tür, ich dachte meine Schwester machte die Tür auf und rief komm hoch, Irrtum, das war ein MEK die kamen hoch aber nicht so wie ich gedacht hatte. Ich wurde überwältigt, festgenommen, einer packte ein paar Sachen von mir ein. Da stand auf einmal mein Schwester in der Tür, fassungslos, fragte was los sei wurde ihr mitgeteilt, das ich wegen Auftragsmord festgenommen sei. Einer der Polizisten überprüfte den Personalausweis meiner Schwester und dann war Sie auch fest genommen. Sie sollte den Auftrag gegeben haben. Zum Mord an ihrem Mann. Ein 23jähriges Mädchen die im Jahr vorher ihren Mann und ihr Kind verloren hat. Dieser Verdacht wurde von meiner Ex unaufgefordert vor der Staatsanwaltschaft gemacht. Es folgten für mich 39 Tage Untersuchungshaft, Vernehmungen etc. meine Schwester durfte nach 4 Tagen unter Auflagen die U-Haft verlassen. Irgendwann mischte sich ihre neue beste Freundin ein, der hatte sie triumphierend geschildert was gemacht habe und das sie dafür gesorgt habe das ich in Knast komme für lange Zeit. Und das sie der Staatsanwältin richtig was vom Pferd erzählt hätte. Diese Frau die ich nicht kannte machte sofort einen Termin bei der Staatsanwältin und klärte sie auf.

Als ich rauskam schalteten mein Anwalt und ich sofort das JA ein, sinnlos. Gegen mich wurde für die gesamte Zeit des noch andauernden Verfahrens eine gerichtliche Verfügung erwirkt, natürlich unter Hilfestellung des JA, das ich meine Tochter nicht mehr sehen dürfte. Begründung: Gewalttätig, wegen dem Verfahren das ja immer noch auf Auftragsmord lief.

Ich habe diese Verfügung nie angefochten, weil ich nicht mehr konnte. Das Verfahren, der Unfall, die hinterlassenen Schulden, die Existenzängste alles zusammen waren einfach zuviel. Ich hätte einen Besuch bei meiner Tochter nicht durchgehalten zumal diese Frau ja immer dabei war.

Als das Verfahren der Staatsanwaltschaft auf die Anfangsvorwürfe zurückgeführt wurde, hatte ich die Möglichkeit mehrere Monate im Ausland tätig zu sein, Canada. Das wurde sogar durch die Staatsanwaltschaft genehmigt. Allerdings nur unter Auflagen, aber die waren nicht so schlimm. Nach all diesen schlimmen Monaten wurde das die ziemlich schönste Zeit meines Lebens. Leider musste ich nach 3 Monaten wieder nach Hause.

Kaum zu Hause sprachen meine Chefs mit mir und erklärten das in einer anderen Unternehmung in Deutschland die Luft brenne, und das sie mich dort umgehend benötigen. Auch würde die dort ansässige Aufsichtsstelle meine Situation tolerieren und kein Berufsverbot, unter Auflagen, ausstellen. So zog ich innerhalb von 18 Stunden um. Nach Berlin. 4 Monate nach diesem Umzug wurde das gesamte Verfahren eingestellt. Meine Ex ist während meines Auslandaufenthaltes auch aus dem Ort weggezogen. Nun trennten uns gute 620 km.

In den letzten 5 Jahren habe ich immer wieder über das JA versucht eine gütliche Einigung über das Umgangsrecht zu erzielen, aber diese vollemanzipierten Sozialpädagoginnen mit angeborenem Männerhass unterstützen diese Frau nach allen Regeln der Kunst. So das nie eine Einigung zustande kam.

Im letzten Jahr habe ich dann Klage auf UGR eingereicht und im Dezember dank eines „normalen“ ein zuerst behütetes UGR eingeräumt bekommen. Der Richter wies meine Ex ganz massiv auf Ihr Fehlverhalten hin. Bei dieser Verhandlung durfte ich meine Tochter das erste mal nach fast 8 Jahren sehen. Den betreuten Umgang sollte die Caritas durchführen bei der erschien die Mutter zum ersten Gespräch mit der Aussage sie wolle das nicht und die Tochter hätte, ganz im Gegenteil zur Verhandlung, nun gesagt sie wolle diesen Mann nicht sehen. Aus vorbei die Caritas schickte die ganze Angelegenheit zurück zum Richter.

Nun frage ich mich hat das überhaupt noch Sinn, die Mutter wird doch weiterhin alles unternehmen damit kein UG zustande kommt und wenn habe ich die Befürchtung das sie wieder alles unternimmt um mir zu Schaden. Und das kann ich mir mittlerweile nicht mehr leisten.

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bengel
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« Antwort #1 am: 04. März 2005, 17:47:42 »

hi olli,

erstmal willkommen hier. ich les mal in ruhe und dann werd ich dir antworten.

kopf hoch erstmal.

gruss bengel
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Batman
Schon was gesagt
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Beiträge: 32


« Antwort #2 am: 04. März 2005, 18:25:49 »

Hallo Olli , Hier ist Batman!

Willkommen im Club.Aber du stehst erst am Anfang deines Kampfes.
Eines nur ganz kurz : Die Leute hier im Chat können dir wirklich helfen.
Wenn du möchtest , kannst du ja meine Geschichte lesen.
Es gibt einige Parallelen.
Bloß gib nie auf. Dafür warst du bisher, was ich so gelesen habe viel zu stark.
Hast du schon - bei all deinem Frust - die Jugendsamtsumfrage mitgemacht?

LG Batman
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AndreaDD
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« Antwort #3 am: 04. März 2005, 18:48:20 »

Hallo Olli,

oh Mann, schon wieder so eine Hammer-Story  cry_smile

Du fragst, ob es Sinn macht, zu kämpfen... Ich denke, das macht es immer. Denn wenn dein Kind weiß, dass du dich bemühst wird es nie das Gefühl haben, das es das nicht wert ist (oder war) dass Papa sich kümmert. Solche Mütter machen sich einfach keine Gedanken darüber, was sie da im Kind anrichten. Du bist der einzige, der das bei seinem Kind lindern kann.

Ich kann deine Gefühle sehr gut verstehen. Fühl dich einfach mal in den Arm genommen.

Liebe Grüße
Andrea
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Alexa
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« Antwort #4 am: 04. März 2005, 21:30:12 »

Hallo Olli
Als ich eben deine Geschichte las, musste ich ganz arg mit den Tränen kämpfen.
Ich bewundere eigentlich deine Kraft das alles durchzustehen.
Aber du hast soviel ausgehalten,gib den Kampf um dein Kind nicht auf. Denn dieser Kampf wird sich immer lohnen.
Du hast das alles ertragen, acht Jahre gekämpft.Dein Kind wird größer, und reifer. Und irgendwann wird sie sich selber ein Bild machen wollen. Und selbst wenn die Mutter ihr erzählt das du nichts von ihr wissen möchtest, dann kannst du ihr beweisen das du niemals aufgegeben hast.
Ich weiss, das ist gerade kein Trost, aber einen besseren Rat habe ich gerade nicht.
Alexa

[Editiert am 8/3/2005 von Alexa]

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Beurteile einen Menschen nie nach seinem Lächeln.... manche Lachen nur um nicht weinen zu müssen.
Papa Nico
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« Antwort #5 am: 04. März 2005, 22:01:55 »

Hallo Olli!

Um ganz ehrlich zu sein, ich kann dir kaum das ausdrücken, was ich empfinde, wenn ich deine Story lese. Es ist schon sehr bestürzend, wenn man das verinnerlicht. Die Tiefschläge reißen nicht ein einziges Mal ab, abgesehen von deinem Auslandseinsatz. Nur ein einziger Lichtblick?

Ich bewundere dabei dein Durchhaltevermögen, diese Tiefschläge zu verarbeiten - von "wegstecken" kann man hier wohl nicht reden... Aber es zeigt mir auch, dass Menschen zu mehr fähig sein können, als sie sich anfangs eingestehen wollen. Diese Kraftreserven hast du, dass konntest du dir selbst beweisen. Da nun ein Ziel noch nicht in Sicht zu sein scheint, ist also der Kampf noch nicht ausgestanden. Dein Kampf sollte und muss sich einzig und allein auf dein Kind beziehen! Dazu kann ich dir nur ganz viel Kraft und Mut wünschen. Ich wünsche mir für dich, dass du wieder ein Verhältnis zu deinem Kind aufbauen kannst. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du als Vater vor deinem Kind stehst, und dieses dich nicht erkennt und keinen Bezug zu dir hat. Es ist eine grauenhafte Vorstellung!

Versuche nach vorn zu schauen - du bist nicht allein!

Nico
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Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
kleinegon
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 596


« Antwort #6 am: 05. März 2005, 07:37:16 »

Hallo Olli,
ein erschütternder Bericht !!!!
Und Danke, dass Du Dich überwunden hast, hier Deine Geschichte zu schreiben. Hast Du gemerkt, dass Dir dieses Niederschreiben geholfen hat, dass Du erleichtert bist? Es kann so eine Funktion haben, wie ein Tagebuch, wobei Du zusätzlich unterschiedliche Meinungen erhälst, unterschiedliche Meinungen, die Dir mehr Wahlmöglichkeiten bieten.

Aber Fragen habe ich, denn auf einmal kann man nicht alles verstehen.

 
Zitat
Irgendwann mischte sich ihre neue beste Freundin ein, der hatte sie triumphierend geschildert was gemacht habe und das sie dafür gesorgt habe das ich in Knast komme für lange Zeit.  


So wie ich es verstanden habe handelt es sich um eine Freundin Deiner Ex, die Dir und Deiner Schwester geholfen hat, da diese Frau das Motiv (Rache) Deiner Ex dem Staatsanwalt mitteilte.
Ist hier nicht die Möglichkeit gegeben, mit dieser Aussage (und wahrscheinlich anderen Fakten) eine Anzeige/Zivilklage wegen böswilliger Verleumdung gegen Deine Ex anzustreben ?
Schließlich wurde Deine wirtschaftliche Existenz zerstört und dadurch könntest Du auf Schadensersatz klagen, auch wenn nichts dabei rüber kommen wird. Es geht mir darum, dass der Staat diesen bösartigen, rachsüchtigen Menschen, wie es Deine Ex wohl ist, klar mitteilt, dass dies keine zwischenmenschliche Art ist. Mit diesem Charakter scheint sie mir "gemeingefährlich zu sein". Eine Klage hat m.E. den weiteren Vorteil für Dich, dass die entsprechenden Vorwürfe (Auftragsmord.....), die ja bei jedem Prozeß im Raum stehen (Du bist ja gewalttätig), relativiert werden und evtl. in das Gegenteil gekehrt werden, nämlich negativ gegen die KM.

Weiter: Deine Frage ist, ob Du weiter kämpfen sollst, um Deine Tochter zu sehen. Ich benenne meine Aktionen (leider nur zeitweise) um in: ich bin   beharrlich. Diese Sichtweise gibt mir die Möglichkeit, dass ich nicht verlieren kann. Die Gegebenheiten sind halt so und ich bestehe nur auf das Recht des Kindes, Umgang mit beiden Elternteilen zu haben, also auch mit mir als Vater. Auch nehme ich die Zwanghaftigkeit heraus.

Welche Chancen hast Du bzw. Dein Kind ??
Nach meiner Erfahrung ist das sehr abhängig von dem Ort, an dem die Klage eingereicht wird, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Juamt, dem Gericht und den anderen Beratungsstellen (auch Anwälten) geprägt ist. Eine pauschale Beurteilung ist m.E. nicht möglich. Es gibt aber allgemein Tendenzen, das Recht des Kindes, den Vater zu sehen, mehr und mehr respektieren. Auch Richter und JuAmt-Mitarbeiter erkennen langsam den Unterschied zwischen Paar- und Elternebene, wenn Vorwürfe zwischen den Eltern hin- und hergeworfen werden.

Sinnvoll ist auf jeden Fall die Klage, wie es ja im Moment auch so läuft. Drücke Deine Bereitschaft aus, ein / mehrere moderierte Gespräche mit der KM zu wollen, um darüber Einigkeit zu erzielen. (dies wird m.E. die Kindesmutter ablehen, da sie nicht glaubt, dass Du ihr verzeihen kannst, aber dem Gericht gefällt dieser Vorschlag.) Bringe auch rüber, dass die Kosten für vereitlelten Umgang (wie bereits geschehen) der Mutter in Rechnung gestellt werden (auch wenn nichts zu holen ist). Die Klage auf Zwangsgeld ist wohl nicht hilfreich, da Deine Ex ja nichts hat, aber schaden kann sie auch nicht.

 
Zitat
Nun frage ich mich hat das überhaupt noch Sinn, die Mutter wird doch weiterhin alles unternehmen damit kein UG zustande kommt und wenn habe ich die Befürchtung das sie wieder alles unternimmt um mir zu Schaden. Und das kann ich mir mittlerweile nicht mehr leisten.


Ja, Deine Ex wird sehr viel unternehmen, um Dir zu schaden. Also sei vorsichtig, sichere Dich ab, minimiere Dein Risiko. Reduziere auch Deinen Einsatz dahingehend, dass nach acht Jahren (oder mehr) des Leidens Deine Tochter nicht in Deinem Lebensmittelpunkt rücken kann. Sondern sei bereit, dass Sie dann zu dir kommt (nicht um bei Dir zu wohnen, sondern um Dich kennenzulernen) , wenn sie es für ihre Entwicklung braucht. Dies ist häufig in der Pubertät der Fall. Und damit Deine Tochter weiß, dass sie bei Dir willkommen ist, sind beständige Aktionen Deinerseits nötig. Deine Tochter wird immer wieder, in Abständen von einem halben bis einem Jahr (je nach der "Schnelligkeit" der Gerichte) mit der Problematik, einen Teil ihrer Wurzel nicht zu kennen, konfrontiert. Dies nenne ich Deine Beharrlichkeit.

Ich wünsche Dir Glücksgefühle, die Du brauchst !!

Kleinegon
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Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
olli2203
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #7 am: 07. März 2005, 11:11:31 »

hallo vilene dank für Eure Antworten und Unterstützung

Nach diesem langen Beitrag sind natürlich noch einige Fragen aufgetaucht die ich erstmal beantworten möchte

 
Zitat
So wie ich es verstanden habe handelt es sich um eine Freundin Deiner Ex, die Dir und Deiner Schwester geholfen hat, da diese Frau das Motiv (Rache) Deiner Ex dem Staatsanwalt mitteilte.
 


Genau, die ging ja dann zu meiner netten Freundin der Frau Staatsanwältin und hat ausgesagt, meine Freundin glaubte der nicht und wollte auch nichts unternehmen, sie hatte ja einen Dicken Fisch an der Angel des Überführung sie in ihrer Karierre mächtig nach oben beschleunigen sollte. Erst als  die Aussage dann vor meinem Anwalt und später auch auch vor dem Haftrichter gemacht wurde, kam ich unter Auflagen frei.


 
Zitat
Ist hier nicht die Möglichkeit gegeben, mit dieser Aussage (und wahrscheinlich anderen Fakten) eine Anzeige/Zivilklage wegen böswilliger Verleumdung gegen Deine Ex anzustreben ?
Schließlich wurde Deine wirtschaftliche Existenz zerstört und dadurch könntest Du auf Schadensersatz klagen, auch wenn nichts dabei rüber kommen wird. Es geht mir darum, dass der Staat diesen bösartigen, rachsüchtigen Menschen, wie es Deine Ex wohl ist, klar mitteilt, dass dies keine zwischenmenschliche Art ist. Mit diesem Charakter scheint sie mir "gemeingefährlich zu sein". Eine Klage hat m.E. den weiteren Vorteil für Dich, dass die entsprechenden Vorwürfe (Auftragsmord.....), die ja bei jedem Prozeß im Raum stehen (Du bist ja gewalttätig), relativiert werden und evtl. in das Gegenteil gekehrt werden, nämlich negativ gegen die KM.


Ich sage nur: Einestellt gegen eine Geldbuße von 500,00 DM, junge Kindsmutter eben. Schadenserstz gab es auch nicht, weil ja nur U-Haft und weil mein AG mich zum Glück nicht gekündigt hat sondern Tag für Tag meine Überstunden abgezogen. Soziale Verantwortung eben, dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Wer macht sowas schon mit.

 
Zitat
abgesehen von deinem Auslandseinsatz. Nur ein einziger Lichtblick?


Nein Nico zum Glück nicht, erst einmal habe ich ein Familie die ganz stark zusammenhält und ich hatte und habe immer noch Freunde die sich um mich gekümmert haben und meinen natürlich mein AG.  das sind die Lichtblicke gewesen die mich damals vor dem Suizid gerettet haben. Ehrlich wäre ich alleine gewesen oder hätte mich keiner unterstützt hätte ich die Sache erledigt. Ich muss hier glaube ich nicht die Gedanken, vor allem wenn man bereits als Gewalttätiger Verbrecher abgestempelt ist, ausbreiten. Ich hatte auch einen Anwalt der ausnahmsweise mal nicht die Dollarzeichen in den Augen stehen hatte sondern wusste was zu tun ist.

Danach ging es ja zumindestens beruflich wieder bergauf, ein neuer Lichtblick.nach einigen jahren lernt ich dann meine jetzige Lebensgefährtin kennen mit der ich seit 5 über Jahren zusammen lebe. Wir bauen ein Haus und ich werde langsam sesshaft. Das Blatt scheint sich gewendet zu haben.

Der schönste Lichtblick war als die ermittelnde Staatsanwältin, die nachweislich etwas überttrieben hatte, von ihrem Vorgesetzten richtig eine eingeschänkt bekommen hat, ihr die Zuständigkeit entzogen wurde und der leitende Oberstaatsanwalt die Angelegenheit selber bearbeitete.

Mittlerweile passt es also wieder, den Wohlstand und die Ruhe von damals werde ich nie wieder erreichen, aber warum auch? Ich durfte kennen lernen was Familie und echte Freundschaft bedeutet,  meine LG und ich sind glücklich und das ist das schönste was es im Leben gibt.

Mein Problem ist eben das ich weis wenn ich Kontakt mit meiner Tochter bekomme, meine Ex wieder anfangen wird. Ich habe erlebt wie sie ihrem Bruder einredete seine Tochter hätte den Anschein einer sexuellen Misshandlung, die spinnt wirklich so rum, wahrscheinlich durch den  neuen Freund der Ex Frau. Die hat den so kirre gemacht das der mit seiner Tochter am Wochenende in einer Ambulanz erschienen ist und seine Tochter (1,5 Jahre) untersuchen ließ.

In Bezug auf meine Person reicht nur der  Vorwurf, dann in ich beruflich und somit auch existenziell weg vom Fenster. Sie weis das.


 
Zitat
Sinnvoll ist auf jeden Fall die Klage, wie es ja im Moment auch so läuft. Drücke Deine Bereitschaft aus, ein / mehrere moderierte Gespräche mit der KM zu wollen, um darüber Einigkeit zu erzielen.


O Ton bei der UGR Verhandlung "Ich will mit so einem nicht sprechen" Richter: "So einem? das müssen sie mir erklären" Stille, keine Antwort.

Ich bin jetzt jahrelang ruhig gewesen, aber aufkochen wäre aufgrund der Vorkommnisse nicht dienlich.

Heute rufe ich erst mal meinen RA Anwalt an und schildere ihm das Schreiben der Caritas, mal gucken.


olli

[Editiert am 7/3/2005 von olli2203]
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tubaco
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12



« Antwort #8 am: 07. März 2005, 12:44:33 »

Hallo,

das ist echt der Hammer. Schön das es dir wieder besser geht.

Gruß tubaco
Gespeichert
bill
Gast
« Antwort #9 am: 08. März 2005, 23:15:22 »

hammerhart! und Respekt!

pass auf Olli, kennst Du "achte auf Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten."

Deine KM scheint schwer heilbar durchgeknallt. Das Gefühl der Rache (=Unfähigkeit sich sonstwie zu wehren) wird sie noch lange begleiten!

Deinem Kind wird PAS (Parental Alentation Syndrom) angetan. Das ist in anderen Ländern ein Verbrechen, in Deutschland gibts nichtmal ein Wort dafür! Nimm alle Gespräche mit der KM auf, dann kanst Du der Tochter das Jahre später vorspielen!

Versuche es Deinem Kind entsprechd dem Alter zu erklären, das Du da bist - mehr geht nicht!
Streite Dich niemals vor dem Kind mit der Mutter und ersetze textuell das Wort "Vorname der Mutter"  durch liebe "Vorname der Mutter" wenn Du über sie redest.

Das Kind wird sich langfrsitig demjenigen zuwenden, bei dem es Vater und Mutter haben kann.
Wenn einer ihm verhindert den anderen zu haben, stüzt er das Kind in einen unlösbaren Konflikt und schmeißt sich letztendlich nur selbst raus!

 
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