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Autor Thema: Wie das Leben so spielt.. Existenzangst!  (Gelesen 16809 mal)
Federwolke
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Beiträge: 76


« am: 06. August 2014, 18:33:32 »

Liebes Forum,

vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere noch an mich, wobei ich allerdings wirklich sehr, sehr lange nicht aktiv geschrieben habe - tatsächlich aber überaus regelmäßig still mitgelesen habe und so manche Emotion hinsichtlich vieler Themen gedanklich hier gelassen habe.

Noch mal kurz zu mir bzw. den "Umständen" des Lebens mit mit meinem LG.
Mein LG und ich sind seit 6 Jahren ein Paar, er hat zwei fantastische Kinder (9 und 12), die ihn bzw. uns regelmäßig alle 2 Wochen, sowie in den Ferien - jeweils zur Hälfte - besuchen. Während der ersten Zeit gab es zwischen ihm und seiner Ex einen recht heftigen Rosenkrieg in Bezug auf die Kinder, insbesondere was Umgang und Umzug anging. Nach einem gerichtlichen Vergleich erhielt die Ex die Erlaubnis an ihren 200km entfernt liegenden Heimatort zurück zu ziehen, allerdings unter der Maßgabe die Kinder an jedem zweiten Wochenende die Hälfte der Strecke zu fahren. SR und v.a. das ABR verblieben bei beiden.
Unser aller Verhältnis ist sehr gut, seine Kinder und ich pflegen einen engen, liebevollen Kontakt, ich gehöre für sie einfach dazu, allerdings habe ich immer viel Wert darauf gelegt als Freundin an ihrer Seite zu sein, weniger als Stiefmutter oder gar "Ersatzmami".

Abgesehen davon, dass ich dieses Forum sehr schätze und bis dato wirklich kein vergleichbares Forum gefunden habe, in dem es so konstruktiv und kindorientiert zugeht, gleichzeitig aber eben auch mal klare Worte gefunden werden, hat mein Wiedererscheinen natürlich auch einen kleinen (haha!) Grund. Ich brauche dringend Euren Rat.

Im Inneren habe ich mich übrigens schon mal darauf eingestellt, dass manche von Euch nach dem Lesen meiner kleinen Geschichte folgendes denken werden:  c. Aber da muss ich jetzt durch..

Dann mal los..
Wie gesagt, mein LG und ich sind nun schon eine Weile ein Paar und haben gemeinsam viele Höhen und Tiefen überwunden, als Team harmonieren wir aber wirklich gut. Der Umgang mit seinen Mädels funktioniert tadellos, die Kinder sind gern bei uns, das Verhältnis zur Ex ist neutral, die Große pubertiert vor sich hin (wird demnächst 13) und unser kleines Leben war bis vor kurzem recht spießig - schön spießig aber!

Seit einiger Zeit ist mein Freund allerdings krank. Und nicht nur grippekrank, sondern längerfristig. Er befindet sich in Behandlung, ist dahingehend auch sehr engagiert schnell wieder zu genesen und leidet selbst am meisten unter der Situation nicht arbeiten zu können. Sein Geld zum Leben fließt mittlerweile aus den Töpfen der Allgemeinheit - für ihn übrigens die pure Demütigung.
Allein das nun hat uns in den vergangenen Monaten viel Kraft gekostet.
Bei mir selbst sieht es ganz okay aus, ich bin nicht reich, aber komme finanziell gut klar. Wir wohnen nicht zusammen, sonst wäre ich wohl schon Teil einer Bedarfsgemeinschaft und müsste für ihn mit aufkommen. Ich stecke derzeit ja noch in meiner zweiten Ausbildung, die ich nach Plan im Januar '15 beenden würde und nach deren Beendigung ich sehr gut verdienen würde. Würde! Würde, würde..

Jetzt kommt die Stelle mit dem Hammer - also bitte schon mal bereit halten!

Vor kurzem gab es hier den Thread eines Mannes, der voller Entsetzen schrieb, dass seine Freundin schwanger sei und er deswegen total verzweifelt ist. Hab ich damals auch gelesen, er erzählte, dass es ungeplant war, seine Freundin auch nicht wusste, wie es passieren konnte. Und ich saß hier, genau hier, hab gedanklich  meine Wange mit dem Finger nach unten gezogen und gedacht: Jaaa, nee, klar. Ungewollt schwanger - hahahaha!

Kurze Zeit später hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und sah ein paar Tage später ein kleines Herz auf einem Monitor schlagen.

Fakt ist: ich bin schwanger, seit heute im 6. Monat und habe keine, wirklich KEINE Erklärung dafür, wie es passieren konnte. Also, technisch schon (sorry!), aber verhütungstechnisch - keine Ahnung. Noch dazu zu einem Zeitpunkt, der so verdammt ungünstig ist, dass ich in den vergangenen Monaten literweise Tränen vergossen habe. Abbruch kam für mich nicht in Frage, emotional hätte ich das schlicht nicht verkraftet und wäre daran zugrunde gegangen.

Mein LG und ich standen wochenlang unter Schock und in Starre, zumal wir finanziell beide gerade eine kräftezehrende Durststrecke durchlaufen. Zudem mein LG krank und ohne Job.

Natürlich musste ich mir von einigen Seiten anhören, ich hätte ihm das Kind untergeschoben. Solche Meinungen kann ich selbstverständlich verstehen, da ich die Verantwortung der Verhütung übernommen hatte (und damit auch das Vertrauen meines Freundes habe) und Frauen so etwas natürlich deswegen nachgesagt werden kann, weil sie nunmal den Überblick über "Abpassung richtiger Momente" haben, aber in dem Fall konnte ich nur erwidern, dass ich eigentlich recht karrierebewusst, zielstrebig und ehrgeizig bin und dann ja wenigstens noch so lange hätte warten können, bis meine letzte Prüfung im Januar nächsten Jahres gelaufen ist. Das wäre stringent gewesen! Und clever. Im Idealfall hätte ich mir zudem einen Kerl gesucht, bei dem ich fett Unterhalt für mich abgreifen kann..

So gehe ich im November in den Mutterschutz, verpasse wichtige Termine und natürlich meine allerletzte Prüfung, die ich dann irgendwann nachholen muss, während ich Zuhause ein weinendes Kind sitzen habe. Meine Elternzeit wird also eher kurz ausfallen und unser Nachwuchs wohl oder übel schnell fremd betreut werden müssen - drei Jahre Zuhause sitzen könnte ich aber sowieso nicht.

Nun der eigentliche Grund meines Schreibens. Ehrlich gesagt haben wir momentan wirkliche Existenzangst. Meine Eltern haben uns Hilfe angeboten, weswegen wir mit Beginn meines Mutterschutzes im November in eine Wohnung ziehen, die meine Eltern besitzen  (so lange bleiben mein Freund und ich an unserem jetzigen Wohnort, damit ich arbeiten kann). Wir werden ihnen Miete zahlen. Positiv wäre zudem, dass wir ganz nah bei den Kindern meines Partners wohnen würden und sie öfter vorbei kommen könnten. Ewige Fahrerei würde wegfallen, meine Eltern würden uns in der Anfangszeit miettechnisch entgegen kommen, meine Mutter kann uns später mit dem Baby aushelfen bei Krankheit des Kleinen, usw.. Umziehen bzw. zusammenziehen müssen/wollten wir eh und natürlich möchten wir uns beide gleichermaßen um unser Baby kümmern.
Mein LG hatte anfangs auch die Idee, dass er die Elternzeit nimmt, Hausmann spielt, usw., aber ich sehe da schwarz, da er natürlich so schnell wie möglich wieder den Unterhalt für die Großen zahlen können muss, sobald er dem Arbeitsmarkt wieder gesund und munter zur Verfügung steht.

Ich weiß, dass wir hier eher Cracks in Sachen Unterhaltsfragen haben, aber hat irgendwer vielleicht dennoch ein bisschen Ahnung, worauf wir uns finanziell einstellen müssen? Wer kennt sich aus mit Elterngeld, etc. Für mich ist das alles Neuland. Dass wir letztlich beide in Hartz IV rutschen werden ... da mache ich mir fast keine Illusionen, es wird wohl so kommen. Zumindest in unserer Anfangszeit!
Jobtechnisch hat mein Partner hier ganz gute Chancen, was für uns auch ein Argument ist umzuziehen. Ich finde mit meiner Berufswahl sowieso überall Arbeit, aber eh das so weit ist, gibt es eben noch einige Klippen zu umschiffen.

Tut mir leid, ich hab es mal wieder nicht geschafft mich kurz zu fassen und ich weiß auch, dass mein Fall recht komplex ist. Ich würde mich dennoch freuen, wenn vielleicht jemand ein paar Gedanken und Ideen für uns übrig hat.

Ganz viele Grüße
Federwolke
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ginnie
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« Antwort #1 am: 06. August 2014, 20:09:38 »

Hi Federwolke,

dann mache ich mal den Anfang.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch.

Dann einige Überlegungen zu deinen vielen Fragen.

Wie lange wird dein Freund noch H4 erhalten, bzw. gibt es eine Prognose dass er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen wird? Oder läuft es auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente hinaus?

Ich persönlich finde es ungünstig, mit einem Mann zusammenzuziehen, der H4 erhält, und Unterhaltspflichtig ist. Denn dann rutschst du automatisch in die Bedarfsgemeinschaft bzw. bist mit im Boot, den KU für seine Kinder aus erster Ehe zu erwirtschaften.

Deshalb wäre meine Idee, dass du das Zusammenziehen auf einen Zeitpunkt verschiebst, an dem dein Freund wieder arbeitsfähig ist (wenn das abzusehen ist). Wenn auch du dann keine H4 Leistungen bekommst, ist es zumindest unterhaltstechnisch etwas einfacher zu stemmen.

Wie geht es bei dir weiter nach der Elternzeit? Da du derzeit arbeitest, aber von einer Ausbildung schreibst, und auch davon, dass du wegziehen wirst von deinem derzeitigen Arbeitsort, scheinst du  kündigen zu wollen? Kannst du deine Ausbildung problemlos um ein Jahr verschieben/unterbrechen, denn dann wäre es dir ja mit lediglich einem Jahr Verspätung möglich, den besagten Abschluss zu machen?
Oder, ist es vielleicht doch möglich, an den Prüfungen so teilzunehmen, dass dein Abschluss im Januar 2015 klappen könnte - wenigstens einen Versuch wäre es doch wert bei eurer Situation?

Unabhängig davon würde ich in deinem Alter, und plötzlich schwanger, überlegen, ob ein sicherer halbwegs gut bezahlter Job nach der Elternzeit nicht doch besser ist, als Umziehen, denn das Kind benötigt JETZT Essen, Kleidung und Spielzeug und nicht irgendwann, wenn du einen Traumjob nach einer Weiterbildung gefunden hast.

Soviel (oder wenig) erst einmal von mir. Ich bitte um Nachsicht für meine Fragen, falls du einiges davon schon erklärt, ich es aber nicht richtig gesehen habe.

ligr ginnie

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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
nadda
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« Antwort #2 am: 07. August 2014, 07:40:40 »

Hi,

freu dich auf euer Kind! Und genieß die letzten Monate der Schwangerschaft auch wenn du das Gefühl hast um dich herum bricht alles zusammen.

Von mir kommt auch die Frage ob es nicht möglich ist die Prüfung noch mit abzulegen? Wenn du das schaffst hast du auf jeden Fall viel gewonnen.
In welche Ecke des Landes wollt ihr denn ziehen`?

Und rein praktisch: Wenn du noch Babysachen brauchst, ich trenn mich grade von meinen Restbeständen und geb die günstigst ab. Also bei Bedarf einfach melden.

Bei uns war und ist es finanziell auch immer nicht so wie wir uns das wünschen würden, aber ich kann dir verraten es geht trotzdem weiter. Und als allererstes würde ich mir jetzt in deiner Situation Gedanken machen wie du die erste Zeit mit Baby leben möchtest, was dir für euch und euer Kind wichtig ist. Und dann planst du danach alles drum rum. Versuchs mit Wunschträumen, schreib dir das auf und dann schaust du was du wie möglich machen kannst. Manchmal braucht man für die kreativen Lösungen eine Weile, aber dann kommt einem doch ein guter Gedanke.

Wir sind hier kinderorientiert, und du musst jetzt lernen erst einmal die Katastrophen auszublenden, jetzt geht es darum das es deinem Baby gut geht. Und je mehr Panik in dir ist umso schlechter geht's dem Zwerg in deinem Bauch. Werde ruhig - irgendwie klappt das. Du lebst in Deutschland und da verhungert keiner, auch wenn Abrutschen in Sozialsysteme blöd ist dann sind sie im Notfall einfach toll.

Mein zweites Kind ist auch trotz Verhütung entstanden, und das dann auch noch zu seinem Zeitpunkt zu dem eine Schwangerschaft selbst ohne Verhütung eigentlich unmöglich gewesen wäre. Ich hab keine Ahnung wie das dann trotz Gummi und so spät im Zyklus sein konnte. Aber ich weis, dass mein FA der Meinung war das Kind müsste 3 Wochen früher kommen weil mein Zeitpunkt nicht geht ;-)
Naja, er ist da und er ist toll und auch wenn er unter Umständen geboren wurde die ich im Nachhinein als total ungünstig ansehen würde: es ist fast 8 Jahre später und jetzt sieht die Welt deutlich besser aus.

LG
Nadda

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mimamause
Gast
« Antwort #3 am: 07. August 2014, 10:52:28 »

Hallo,

herzlichen Glückwunsch  laola

ich schließe mich nadda an 

Ich "drohe" meinem Jüngsten manchmal, dass er mir später erzählen muss, wie es dazu kam, dass er entstanden ist. Rein biologisch quasi unmöglich. Aber der allerhellste Stern am Himmel  mad3

Falls du noch Babysachen brauchst für wenig Geld, PN reicht (hauptsächlich Jungssachen, ab Geburt)

mmm
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United
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« Antwort #4 am: 07. August 2014, 11:12:24 »

Moin Federwolke,

zunächst mal:
Im Inneren habe ich mich übrigens schon mal darauf eingestellt, dass manche von Euch nach dem Lesen meiner kleinen Geschichte folgendes denken werden:  c. Aber da muss ich jetzt durch..
Ganz ehrlich: Diese Erwartungshaltung auf Deiner Seite überrascht mich nicht wirklich ...

Wer bitte soll Dir denn beim Lesen Deines Beitrags (mit welcher Begründung) einen "Hammer-auf-den-eigenen-Kopf-Hauer" zuweisen ?

Deshalb noch mal (ich glaube, Dir das irgendwann schon mal geschrieben zu haben):
DU BIST NE GUTE ! DENK POSITIV !

Mir ist durchaus bewußt, dass das manchmal schwer fällt (habe jüngst gelesen, dass die Dänen hier nen genetischen Vorteil haben).

Aber für positive Ansätze ist bei Euch ausreichend Masse gegeben (diese Dinge siehst Du durchaus selber):
- Männe auf dem Weg der Besserung
- Ausbildung fast fertig
- Günstige Wohnung
- Näher an den "Stief"kindern
- Ein Kind ist im Anmarsch

Dass Ihr zunächst auf Sozialleistungen angewiesen sein werdet, ist kein Weltuntergang !

In der Anfangszeit kann Dein Partner aufgrund der aktuellen Arbeitslosigkeit aktiv mitwirken und unterstützen, damit Du dann möglichst schleunigst Deine Ausbildung abschliessen kannst (die aktuell angesetzten Prüfungstermine fallen vermutlich in den Mutterschutz).

Alles wird gut !
United
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #5 am: 07. August 2014, 11:56:23 »

Für den Fall einer finanziell engen Weste sei euch auch noch mal die nähere Beschäftigung mit (aufstockendem) ALG II ans Herz gelegt.

Im Falle von eigenen Einkünften zu denen auch Krankengeld gehört, bekommt man nämlich noch einen guten Satz Freibeträge obendrauf und Unterhaltszahlungen können auch vorab abgezogen werden.
Im Endeffekt fährt man mit Hartz 4 deutlich besser als mit dem, was einem Familienrichter zum Leben lassen wollen.
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #6 am: 07. August 2014, 20:33:20 »

Moin Federwolke,

auch von mir: Glückwunsch :-)

In einem der schlauen Babybücher stand mal ein guter Spruch: Einem kleinen Kind ist es egal, ob seine Eltern ALG II-Empfänger oder Millionäre sind - es braucht erstmal nur Liebe und Zuneigung.

Und das solltet ihr hinbekommen. Die Hinweise von Ginnie zur Bedarfsgemeinschaft finde ich wichtig.

Ansonsten sprich auf jeden Fall bei Deiner Ausbildungstelle vor (Gleichstellungsbeauftragte, Ausbzubildenenvertretung) und lass Dich beraten, wie Du die Prüfung nachholen kannst. Und ich hoffe ja mal, dass Dich jemand (Dein Partner?!) entlasten kann, wenn Du eine wichtige Prüfung vor Dir hast. Gruß Ingo
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Federwolke
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« Antwort #7 am: 08. August 2014, 23:50:39 »

Ihr Lieben,

vielen Dank für all Eure lieben Worte - Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie gut es tut ein bisschen Mut gemacht zu bekommen.

Nadda, du hast ganz recht: unser Baby steht im Mittelpunkt und ganz rings herum sollte alles aufgebaut werden. Ich habe mir immer eigenen Nachwuchs gewünscht, aber natürlich sollte er genauso geplant und terminiert punktlanden, wie ich mein Leben bisher auch geplant und organisiert habe. Doofes Denken, ich weiß.. Wir freuen uns mittlerweile wirklich riesig auf unser kleines Überraschungsei, ich werde mittlerweile schon fleißig getreten, es ist laut Feindiagnostik kerngesund und wächst (augenscheinlich - haha, adieu Figur!) fleißig. Alles Dinge zum Freuen und Stolzsein.

Nebenher: ich ärgere mich gerade ein wenig, hatte vorhin schon wieder einen riesigen Roman getippt, viele Dinge erklärt und wieder neue Fragen gestellt, aber natürlich ist mir hier mein System abstürzt und alles verschwand im Nirwana. Ich versuche mich jetzt also mal in einer kürzeren Form, bin nämlich ein bisschen im Zeitdruck, da wir ab morgen mit LGs Mädels ein paar Tage zu Bekannten an einen See fahren und es gab heute also noch einiges zu tun.. Ich wollte aber gern vorher natürlich noch DANKE sagen und weiter mein Herz ausschütten, sozusagen.

Zuerst einmal mag ich ein bisschen Licht in das Dunkel meiner Ausbildung bringen; eigentlich wollte ich nicht so sehr ins Detail gehen, aber ansonsten reden wir nur mühselig um den heißen Brei herum und ich muss weiter kryptische Sachen schreiben: ich arbeite als Referendarin an einer Schule, unterrichte dort bereits meine eigenen Klassen und verdiene dabei mein Geld.
Meine ersten Prüfungen sind im November, kurz vor Beginn des MuSchus. Die kann ich also noch durchziehen, mit dem 12.11. ist eigentlich Schluss, allerdings sind in der darauffolgenden Woche meine Prüfungslehrproben, die ich unbedingt noch schaffen will (also da sitzen dann 5 Leute in meinem Unterricht und nehmen diesen hinterher en détail auseinander).
Habe dahingehend auch das Okay meiner Ausbildungsstätte - sofern meine Schwangerschaft normal weiterverläuft. Entbindungstermin ist der 24.12., in den Wochen darauf darf ich auch rein rechtlich keine Prüfungen ablegen - und glaube zudem, dass ich während des Wochenbettes anderes im Kopf haben werde als zu lernen..

Ein Wechsel von Ausbildungsschule (da, wo ich unterrichte) und -stätte (da, wo ich 1x wöchentlich selbst in Blockseminaren bis abends unterrichtete werde) ist problemlos möglich. Das wäre aufgrund des Umzuges erforderlich, da Lehrinhalte aber an allen drei Lehrerausbildungsstätten unseres Bundeslandes gleich sind, ist das bedenkenlos möglich und an Schulen, die ausbilden, mangelt es tatsächlich auch nicht. Fertige Lehrer - vor allem mit meiner Fächerkombination - werden händeringend gesucht, deswegen habe ich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt (zudem ist dieser Beruf mein absoluter Traumjob - deswegen will ich so gern ganz schnell zurück in meine Arbeit).
Zusammenfassend gesagt: im eigentlichen Sinne muss ich nicht kündigen, da mein "Job" mit meiner Ausbildung Hand in Hand geht.

Meine "Chefin" empfahl mir knapp ein Jahr in Elternzeit zu gehen und dann mit dem darauffolgenden Ausbildungsjahrgang meine Prüfungen abzulegen und die wenigen fehlenden Wochen mit ihnen nachzuholen - geschenkt bekomme ich die natürlich nicht.

So, an ginnies (selbstverständlich richtigen) Worten hatte ich nun ehrlich gesagt ganz schön zu knabbern.. Alles, was du sagst, ginnie, ist richtig. Aber ich kann mir überhaupt nicht vorstellen mit dem Vater meines Kindes in getrennten Wohnungen zu leben. Wir wollen beide für unser Baby da sein und auch gemeinsam schlaflose Nächte durchleiden, aber wie soll das gehen, wenn wir weiterhin getrennt wohnen?
Ich sehe dann aber, auch wie du, die finanziellen Schwierigkeiten, die sich damit ergeben.

Seine Arbeitsunfähigkeit wird definitiv nicht in irgendeiner Berentung enden, er ist auf einem sehr guten Weg, setzt alles daran gesund zu werden und WILL auch unbedingt wieder arbeiten. In seinem Beruf allerdings kann er - auch, wenn er ihn wieder ausübt - keine riesigen Summen verdienen. Am Ende werde ich wohl, sobald ich wieder selbst arbeiten gehe, mehr Geld als er verdienen. Von daher mache ich mir Sorgen, was genau es bedeutet, dass ich indirekt seinen Unterhalt für die Großen mitfinanziere. Ist das wirklich so?
Jetzt mal recht ahnungslos losgeunkt: sein Selbstbehalt wird sehr weit runter gesetzt und alles drüber geht an die großen Mädels? Durch seinen niedrigen Selbstbehalt finanziere ich ihn dann indirekt mit? So in etwa?

Wie sieht es mit unserem gemeinsamen Kind aus, fließt das in die Rechnung für den Unterhalt, den er zu zahlen hat, mit ein, obwohl wir zusammen leben und ich recht gut verdiene und es im Grunde selbst versorgen könnte?
Vielleicht fasel ich auch gerade totalen Mist, entschuldigt das dann bitte, habe mich mit dem Thema bisher wenig aktiv auseinander gesetzt..

Unseren Umzug möchten wir wirklich gern in Angriff nehmen, wir hätten Platz, für alle drei Kinder ein Zimmer zur Verfügung und das zu super Konditionen, so ein Angebot kann man eigentlich nicht ablehnen. Ich wüsste nicht, wie ich es anders managen soll. Mein Partner und ich haben beide aktuell kleine Wohnungen, ich müsste jetzt umziehen, später wieder, sobald LG Arbeit hat? Mein jetziges Zuhause ist auf Dauer für ein Baby und mich zu eng.. Zu LG könnte ich mit Baby am Wochenende auch nicht, wenn die Großen da sind. Wir würden uns gar nicht mehr sehen.. Kann ich mir kaum vorstellen.

(Noch etwas mag ich gern klar stellen (und mich in aller Form entschuldigen!): ginnie, du sprachst in deinem Beitrag von meinem Alter und ich war erstmal erschrocken. Hab dann gleich nachgeguckt und musste entsetzt feststellen, dass ich bei meiner Anmeldung irgendeinen kruden Gedanken gehabt haben muss, aber ich hab mich glatt fünf Jahre älter gemacht. Vielleicht hatte ich damals Angst mit Ende 20 nicht so ernst genommen zu werden. Weiß ich nicht mehr.. Also, hab es jetzt korrigiert und ein großes Sorry für diese Irreführung.)

Nun noch ein kleines Schmankerl am Ende..
Ex von LG weiß ja, dass wir überlegen in die Nähe zu ziehen und hat angekündigt, dass sie demnächst mit Kind und Kegel zum aktuellen Partner ziehen will - eben so, dass wieder einige Kilometer (um die 30-50) zwischen LG und Kindern liegen. Nach aktuellem Entfernungsstand wäre Kontaktaufnahme per Fahrrad in 10min möglich. Tja.. Die Große äußerte zwar, dass sie dann zu uns ziehen will, aber da werden schon noch einige Versprechungen folgen, damit sie sich letztlich anders entscheidet. ;) Pool, eigene Etage in einem großen Haus, eigener Hund, usw. Das wird noch lustig, mein Partner war nach diesem Statement völlig neben der Spur und jagte schon zig Gerichtsverfahren durch seine Gedanken. Hoffentlich nicht!

So, ich hab das Gefühl total durcheinander geschrieben zu haben, vieles hab ich bestimmt auch vergessen, wollte auf noch viel mehr eingehen ... und kurz fassen konnte ich mich wie immer nicht.. Ich danke Euch fürs Lesen und wünsche Euch schon mal einen guten Start ins Wochenende.

Allerliebste Grüße,
F.


PS. Danke übrigens auch für die vielen Babykleidungsangebote!!! Ein bisschen was hab ich schon zusammen, werde demnächst mal in Ruhe sichten und sortieren und komme dann bestimmt gerne darauf zurück. Ihr seid echt lieb!
« Letzte Änderung: 08. August 2014, 23:52:53 von Federwolke » Gespeichert
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« Antwort #8 am: 09. August 2014, 01:00:04 »

Hi Federwolke,

ich könnte mir auch schwer vorstellen, nicht mit dem Partner zusammenzuwohnen, wenn bald gemeinsamer Nachwuchs ins Haus steht. Bei all der berechtigten Freude, schau Dir auch noch mal den Trennungs-FAQ unter dem (ich glaube ist Punkt Vorbeugung) an. Da wird auf die Problematik Mangelfälle eingangen - und wie Du dann doch ans Zahlen kommst. Mietersparnis und gemeinsame Haushaltsführung werden vom FAQ www.trennungs-faq.de aufgeführt:

Zitat
Ähnliches gilt auch für Unterhaltsverpflichtete in neuer Partnerschaft ohne Trauschein! Gerade finanziell geknechtete Mangelfälle werden dadurch noch weiter unter Druck gesetzt. Selbstbehaltverringerungen werden mit Mietersparnis und gemeinsamer Haushaltsführung begründet, wenn mit der neuen Partnerin zusammengewohnt wird. Der Unterhaltspflichtige fällt damit für die Erbringung von Familieneinkommen der neuen Familie weitgehend aus. Nur das OLG Frankfurt entschied in Az 2 UF 13/05 am 13.07.2005 einmal anders, indem es eine pauschale Selbstbehaltsreduktion ablehnte. Eine Zweitfamilie mit einem Unterhaltspflichtigen kann meistens überhaupt nur bestehen, wenn die neue Partnerin gut verdient. Der Luxus eines Erziehungsurlaubes für einen Elternteil ist in diesen Familien nicht mehr oder nur noch unter grössten Anstrengungen möglich. Eine Mutter aus der früheren Beziehung ist dagegen mindestens 3 oder 8 Jahre von allen Erwerbspflichten freigestellt und kann sich alimentieren lassen.

Wenn die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen durch irgendeinen Umstand Richtung Null geht, muss er aus dem Taschengeld, das sich aus dem Einkommen der neuen Partnerin errechnet, Unterhalt leisten. Er leistet dann Unterhalt direkt von ihrem Geld. Das finanzielle Risiko aus Arbeitslosigkeit wird allein auf der neuen Partnerin abgeladen, die Unterhaltsempfängerin wird von allen Risiken freigehalten. Ob Gütertrennung in der neuen Ehe vereinbart wurde, ist irrelevant. Unter einigen weiteren Konstellationen zählt grundsätzlich das „Familieneinkommen“ der neuen Ehe, d.h. der neue Ehepartner wird voll in die Unterhaltspflicht mit einbezogen: Gemäss Urteil des BGH vom 12.11.2003 – XII ZR 111/01 muss der neue Partner den Lebensbedarf des Unterhaltspflichtigen decken, damit dieser Unterhalt bezahlen kann, was einem Selbstbehalt von Null für den Pflichtigen entspricht. In BGH vom 20.10.2003 – XII ZR 115/01 verurteilt das Gericht den Unterhaltspflichtigen aufgrund seines Familienunterhaltsanspruch gegenüber dem neuen Ehepartner auf Unterhaltszahlungen. Es besteht in diesem Fall ein Anspruch auf das hälftige Familieneinkommen in der neuen Ehe. Daraus ist Unterhalt zu bezahlen. Kritisch wird es besonders dann, wenn der Unterhaltspflichtige Mangelfall ist; dies ist aufgrund der ständig steigenden Unterhaltssätze (und sinkenden Reallöhnen) immer öfter der Fall. Ganz anders verhält es sich bei der Kindesunterhalt kassierenden Mutter: Heiratet sie einen Millionär, verringert das ihre Ansprüche um keinen Cent.

Also lass Dich nicht schocken - aber bezieh dies wirklich in Deine Überlegungen mit ein. Du kennst selbst die vielen Beiträge, wo nachher auf den Exen rumgehackt wird "Warum gehts uns jetzt finanziell nicht so gut, wie kann das sein...". Bzw. kann dies auch zu Stress in Eurer Partnerschaft führen, wenn große Sprünge nicht drin sind und dann merkst, dass Du zur Leistung herangezogen wirst. Gruß Ingo
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« Antwort #9 am: 09. August 2014, 10:50:06 »

Hi Federwolke,

manchmal muss man sich erst an einen neuen Gedanken gewöhnen und ich denke du solltest über ein gemeinsames "Familiengeldkonto" nachdenken.

Denk kreativ, du könntest in deinem Job jetzt gut ein Jahr zu Hause bleiben, aber wer sagt denn, dass dein Mann nicht auch zu Hause bleiben kann?
Verabschiede dich von "deinem Geld" und "seinem Geld", das ist schwer und teilweise unangenehm, aber wenn z.B.dein Mann in Elternzeit geht und du arbeitest, dann bleibt unterm Strich in eurer gemeinsamen Kasse vielleicht mehr Geld übrig? Ja, du zahlst dann von dem Geld das du verdienst den Unterhalt, aber bei einem gemeinsamen Konto ändert das nichts. Denk mal drüber nach ob ihr euch die Elternzeit aufteilen könnt, aus Erfahrung würde ich sagen das erste halbe Jahr mit Baby würde ich als Mama versuchen nicht zu arbeiten. Hab die Erfahrung gemacht gleich wieder arbeiten zu gehen, war aber heftig anstrengend und mit dem Stillen problematisch. Jetzt empfinde ich das zu Hause sein mit Baby als wesentlich schöner.

Wir Zweitfrauen haben wenns um Geld geht immer emotionale Probleme, ich hab die auch. Letztens hab ich mich dabei ertappt hochzurechnen wieviel Unterhalt ich für meine Kinder bekommen würde wenn sie auch alle in Stufe 4 gerenet werden würden so wie der Sohn meines Mannes: und ich hätte dann mit Kindergeld über 2000€, eine irre Summe die von dem was ich aktuell zur Verfügung habe weit entfernt ist.  Aber klar, wir leben als Familie, es gibt nur gemeinsames Geld und deshalb kann ich diese Rechnung so nicht laufen lassen. Abgesehen davon weis ich, dass ich nach einer Trennung auch keine Chance mehr auf Stufe 4 hätte, in dem Fall hätten alle Kinder Mindestsatz, wenn überhaupt  ;-)

Ja solche Dinge fühlen sich ungerecht an, aber auch wenn es sich blöd anfühlt muss man sich da immer wieder dazu durchringen es  mitzutragen, wir wussten beide das unsere Männer schon Kinder haben. Und ja, es ist schwer, aber vielleicht nicht immer so schwer wie heute.


LG
Nadda

P.S. hier steht auch noch eine Babyschale fürs Auto rum sowie ein Laufstall und anderer Kram. Bin wegen unserem Umbau am auffräumen und bin dankbar wenn die Dinge in gute Hände weitergehen.
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« Antwort #10 am: 09. August 2014, 11:26:08 »

Moin Federwolke,

@nadda hat in Sachen Geld viele gute Gedanken geschildert. Auch ich bin der Meinung, dass es nicht mehr "mein Geld" und "Dein Geld" gibt, wenn man mal gemeinsamen Nachwuchs hat. An diesem Punkt muss man die Dinge einfach ergebnisoffen und bis zu Ende diskutieren. Was in Eurem Fall tatsächlich bedeuten könnte: Warum legen wir nicht die Krankheit des KV und die Elternzeit zusammen und ICH als Mutter schaffe in dieser Zeit die Kohlen ran? Ja, teilweise vielleicht auch das Geld, von dem der Unterhalt für die Kinder Deines LG bezahlt wird, aber spielt das eine Rolle? Willst Du selbst in die Falle tappen, dass es in Eurer Partnerschaft "wertvolle" (weil bezahlte) und "wertlose" (weil unbezahlte) Arbeit gibt?

Und was das Zusammenziehen angeht: Unabhängig davon, dass man keinen Nachwuchs auf Kiel legen sollte, wenn man anschliessend in verschiedenen Wohnungen leben möchte, fährt man mit zwei Wohnungen in der Regel auch nicht günstiger: Vielleicht wird dann keine Haushaltsersparnis in Anrechnung gebracht, aber zwei Haushalte samt allen (!) Nebenkosten bis hin zu Müll und GEZ sind in der Regel teurer als einer plus Haushaltsersparnis; von der Organisation eines solchen Schlamassels ganz abgesehen.

Vielleicht war Euer Timing nicht optimal, aber die Dinge sind nun mal wie sie sind. Also macht das Beste daraus.

Grüssles
Martin
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« Antwort #11 am: 09. August 2014, 11:44:54 »

Hallo Federwolke,

auch von mir die Idee: Teilt euch die Elternzeit auf! So, dass Du zu einem günstigen Zeitpunkt wieder einsteigen kannst. Für mich wäre jetzt auch klar, noch mal über 1 Jahr aussteigen würde ich auf keinen Fall, ich würde nach dem Ende des gesetzlichen Mutterschutzes wieder arbeiten und die "Rollen tauschen" wollen. Leider ist mein LG der Meinung, dass kleine Babies zur Mama gehören und er ja auch nicht stillen kann (was ich gar nicht lange tun wollte...) und er max die Hälfte der Elternzeit übernehmen würde. Da wir an dem Punkt schon nicht einig werden, lassen wir es vermutlich Und ja, "meine" Lösung wäre die, bei der wir finanziell schlechter gestellt wären, weil er mehr verdient als ich.

In eurer Konstellation wäre die Variante von Nadda allerdings die Bessere in mehreren Belangen. Dein LG könnte auch an seiner Wiedergenesung länger arbeiten und Du wärst Ende Februar wieder einsatzbereit. Vielleicht kannst Du ja die Prüfung im Frühjahr etwas rausschieben?

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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #12 am: 09. August 2014, 12:50:41 »

Moin Fw.

auch von mir ersteinmal alles Gute zum kommenden Nachwuchs. Ihr kriegt das hin, so wie ich Dich hier kennengelernt habe bin ich mir sicher.

Auch ich schließe mich weitgehend naddas Anregungen an!
warum nicht sogar noch drastischer denken:
Denk mal drüber nach ob ihr euch die Elternzeit aufteilen könnt, aus Erfahrung würde ich sagen das erste halbe Jahr mit Baby würde ich als Mama versuchen nicht zu arbeiten. Hab die Erfahrung gemacht gleich wieder arbeiten zu gehen, war aber heftig anstrengend und mit dem Stillen problematisch.
eigentl spricht nichts dagegen, dass der KV auch die ersten Monate übernimmt und Du gleich wieder voll einsteigst... Nichts anderes machen viele Kv auch nach den ersten Wochen "babyurlaub", alleine aufgrund der Tatsache, dass ja irgendjmd Geld verdienen muss... auch das mit dem Stillen ist lösbar...

versucht gemeinsam kreativ eine Lösung zu finden, mit der ihr beide leben könnt und die finanziell tragbar ist!

LG, Toto

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« Antwort #13 am: 09. August 2014, 13:31:26 »

Hi,

hm, also die 8 Wochen Mutterschutz mit dem ersten Kind, das war extrem sportlich. Würd ich also keinem raten. Vor allem weil stillen, wenn man es denn möchte, schon Erfahrung und Ruhe braucht. Allerdings sind diese Probleme mit ner guten Stillberatung lösbar ;-)

Als Mutter würde ich immer versuchen die ersten Monate mit meinem Kind verbringen zu können, aber es gibt ja viele "Zwischenlösungen". Beim ersten war ich nach 8 Wochen wieder arbeiten, allerdings nur 3 halbe Tage Abwesenheit von zu Hause und 3 halbe Tage Vorbereitung daheim und das ging relativ gut. Vielleicht ginge bei dir auch eine Teilzeitlösung? Gerade in Ausbildung gibt es ja da oft diese Angebote für Mütter die Ausbildung auf doppelte Zeit zu machen und dann dafür in Teilzeit.

Bei uns ist die Aufgabenteilung klar, meine Verdienstmöglichkeiten wären im Vergleich zu denen meines Mannes ein Witz. Also geht er arbeiten und ich bin daheim. Wobei das ja nur die halbe Wahrheit ist: mein Mann ist ein Jahr Teilzeit in Elternzeit. Das ist jetzt finanziell knapp gerechnet, aber ein Jahr in dem wir als Familie mehr Zeit haben und dann auch die  Zeit haben an unserem Haus zu basteln. Und ich gestehe, dass genieße ich total. Wir haben so viel mehr Zeit miteinander und grade mit kleinen Kindern tut das schon gut. Niemand muss heute in so starren Lebensmodellen leben wie das unsere Eltern noch getan haben. Mein Mann ist mit seiner Elternzeit sicher noch in der Minderheit, aber das war bei ihm in der Arbeit kein wirkliches Problem. Er musste nur das Konzept vorlegen wie das denn gehen soll und dann ging das  und das jetzt schon zum zweiten Mal ;-)

LG
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« Antwort #14 am: 09. August 2014, 16:11:49 »

Hallo Feserwolke,

auch von meiner Seite einen ganz herzlichen Glückwunsch!! Vor allem auch an deinen Liebsten, er wird sich ja wohl auch ganz toll freuen, wenn er nochmal stolzer Vater wird! 

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.“ 


Die Antworten auf deine Fragen hast du dir selbst bereits schon gegeben in früheren Posts:

1. "Wie konnte das nur passieren?"


Ich denke, es ist - wie Du sagst - der Neid um das gemeinsame, was sie teilen. Die beiden Mädels. Mein insgeheimer Wunsch auch gemensame Kinder zu haben, der mich innerlich zerfrisst, klopft da ziemlich penetrant an meine Tür. Unser gemeinsamer Kinderwunsch ist auf unbestimmte Zeit und aus purer Vernunft vertagt und das zernagt mich, obwohl ich weiß, dass er der rational völlig richtige Weg ist, der vor allem einem potenziellen gemeinsamen Baby gegenüber fair ist. Aber das ist eben manchmal so eine Sache mit der Vernunft und ganz viel Sehnsucht und Gefühl.
Ich weiß, dass es irgendwie kindisch/lächerlich klingt. Und doch kann ich nichts machen.


Du hattest schon 2011 eine Riesen-Kinderwunsch und der wurde dir jetzt per  Zufall auf unerklärliche Weise erfüllt. In Oklahoma würde man zu sowas sagen: "God at work" 


2. "Wie geht es weiter"?


Auch bei meinem Freund und mir ist erstmal noch kein Nachwuchs unterwegs und wird es in den nächsten ein, zwei Jahren wohl auch nicht sein, aber ich frage mich natürlich auch wie's weitergehen soll, was gemeinsamen Nachwuchs angeht, denn auch mein Liebster hat nicht sonderlich viel auf der hohen Kante und lebt unter dem Selbstbehalt.

...

Ich sehe für meinen Partner und mich momentan lediglich den einzigen Ausweg: dass er weiterhin und ich sehr früh nach der Geburt (wieder) arbeiten gehen muss, was zur Folge eine Fremdbetreuung fürs eigene Kind haben wird (Tagesmutter, Krippe, Oma).
Insgeheim hatten wir mal darüber gesprochen, dass er das Babyjahr übernehmen könnte, aber von dem Gedanken musste ich mich bereits verabschieden.
Nur das wäre der einzige machbare Weg, denke ich. Wenn überhaupt. Traurig





Du bist ehrgeizig, emanzipiert, selbstbewusst und hast schon 2011 angekündigt    


Mich hingegen wird in den nächsten Jahren ein recht gutes Gehalt erwarten, ergo werde ich wohl Hauptverdienerin werden.



und eben wieder bestätigt:



...aber in dem Fall konnte ich nur erwidern, dass ich eigentlich recht karrierebewusst, zielstrebig und ehrgeizig bin ...

... Ich finde mit meiner Berufswahl sowieso überall Arbeit...




Deshalb ist die Lösung ganz einfach bei euch, aufgrund deiner glänzenden beruflichen Aussichten ist das ganze eher ein "Luxusproblem" und ich schließe mich meinen VorschreiberInnen an:

- Dein Liebster bleibt daheim und kümmert sich um euer Kind und den Haushalt als Hausmann. Er kann ja aktuell den KU für seine 2 anderen auf unbestimmte Zeit nicht zahlen (arbeitslos, krank), da macht es wirklich keinen Sinn ihm noch die KU-Pflicht für ein 3. aufzuerlegen, das wäre wirtschaftlich absoluter Schwachsinn. Ganz abgesehen davon, dass wohl niemand motiviert wäre, sich ne Arbeit zu suchen, damit alles über SB an KU abgezogen wird. Plus Druck von Jugendamt, Gericht, Rechtsanwälte usw. Er weiss das auch.

- DU bist für die Ernährung eurer kleinen Familie zuständig. Nach Feierabend kannst du dann deinen LG entlasten und dich ums Kind kümmern. Mit 30 und nach deinen ganzen Aus- und Weiterbildungen und Aufbaustudiums ist es jetzt an der Zeit, diese Ausbildungen zu "vergolden" und beruflich voll durchzustarten. Fasten your seatbelts!

- Damit leistest du auch einen wichtigen Demokratie-Beitrag zur Gleichberechtigung, weil du nachweislich nicht 23 % weniger als dein Mann verdienst.

- Das Risiko für dich wäre halt, wenn er plötzlich "keine Gefühle" mehr hätte o.ä. und sich von dir trennen würde, dann müsstest du ihm KU und BU zahlen. Aber das wird ja nicht passieren!

Das GSR habt ihr ja schon beim Jugendamt eingetütet oder? Geht wie die Vaterschaftsanerkennung auch schon vor der Geburt. Auf ne Heirat solltet ihr auch nicht mehr solange warten. Ist doch blöd wenn man unterschiedliche Nachnamen hat. 

Du brauchst keine Sorgen zu haben, auch dieses Gesellschaftsmodel (Frau als Ernährerin) ist längst akzeptiert. "Anything goes". Wie united schon gesagt hat: Du bist die gute! Nur sehe ich nicht ein, warum ich als Steuerzahler die Folgen von deinem Kinderwunsch bezahlen soll. Und das ist ja auch in deinem Sinne:



Tja. Kinder muss man sich leisten können.

In diesem Sinne,
nachdenkliche Grüße
Federwolke



Allles Gute,

Lullaby
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« Antwort #15 am: 10. August 2014, 12:26:31 »

Liebe Federwolke,

herzlichen Glückwunsch zum baldigen Nachwuchs.

Hier kam als Anmerkung, dass frau nicht mehr zwischen ihrem Geld und seinem Geld unterscheiden soll. Falls Du Dich auch als Hauptfinanziererin Eurer Partnerschaft siehst und es für Dich selbstverständlich ist, alles in einen Topf zu schmeißen, aus dem dann das gemeinsame Leben finanziert wird, ist das sicherlich in Ordnung. Allerdings würde ich karrierebewussten Frauen, die auch in absehbarer Zeit ihr Leben alleine stemmen können und wollen, genau das Gegenteil raten: Konten trennen, Haushaltsbuch führen, um sogar die Einkäufe auseinanderzudröseln, Anschaffungen werden von einer Partei getätigt etc.

Denn nur, weil ich mit einem Mann zusammenwohne und sogar das Bett teile, habe ich noch lange keinen Vertrag unterschrieben, der mich dazu nötig, ihn auch finanziell zu unterstützen. Ich persönlich halte dies für eine sexistische Unterstellung eines überholten Lebensmodells (jeder springt selbstverständlich finanziell für den anderen ein), welches zumindest an meiner Realität vorbei geht.

Dieses habe ich auch schon mehrfach mit Erfolg gegenüber Ämtern und aktuell gegenüber dem Anwalt der Ex durchgesetzt.

Ich drücke Euch die Daumen!
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« Antwort #16 am: 10. August 2014, 12:57:17 »

Hi eol19c,

würdest Du dann auch die Zeit, die sich jeder um das Neugeborene zu kümmern hat, im Haushaltsbuch erfassen und sekundengenau trennen? Es geht hier nur um Aufgabenverteilung und nicht um irgendwelche "Geschenke".
Aufgaben sind genau dann optimal verteilt, wenn jeder im Rahmen des Benötigten und seiner eigenen langfristigen Perspektive das tut, was er am Besten kann. Egal ob das "Geld beschaffen" oder "Kinder betreuen" heisst.

Das was Du schilderst würde ich nicht Partnerschaft sondern Egoismus nennen.

Gruss von der Insel
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« Antwort #17 am: 10. August 2014, 13:07:42 »

Moin,

ich kann @Inselreif nur beipflichten:
Aufgaben sind genau dann optimal verteilt, wenn jeder im Rahmen des Benötigten und seiner eigenen langfristigen Perspektive das tut, was er am Besten kann. Egal ob das "Geld beschaffen" oder "Kinder betreuen" heisst.
aber wenn irgendwer weiterhin an überholten Modellen festhalten möchte, nach denen Erwerbsarbeit wertvoll (weil bezahlt) und Hausarbeit/Kinderbetreuung wertlos (weil unbezahlt) ist, was dann bei der Trennung dazu führt, dass bei der Verteidigung von Besitzständen der eine sich auf's Geld und der andere sich auf's Kind schmeisst: Meinen Segen hat er. Gejammere ist dann allerdings lächerlich.

Ich find's eh zum Piepen, einerseits alle möglichen Körperflüssigkeiten auszutauschen, aber im Restaurant getrennt zu bezahlen. Erst recht, wenn man Kinder hat: Etwas Verbindenderes zwischen zwei Menschen gibt es eigentlich gar nicht - aber gleichzeitig unterscheidet man zwischen "meine Euros" und "deine Euros"?

Das was Du schilderst würde ich nicht Partnerschaft sondern Egoismus nennen.
wie immer man es nennt: Kindern vorleben sollte man es nicht.

Grüssles
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« Antwort #18 am: 10. August 2014, 13:12:13 »

Liebe Insel,

wie Du mein Lebensmodell nennst, ist mir herzlich egal. Ich erwehre mich nur gegenüber Dritten, die mir selbstverständlich eine finanzielle Verantwortung unterstellen wollen, nur weil ich es könnte, was allerdings in meinen Partnerschaften - auch aus Sicht meiner Partner - real nicht existiert.

Eine Aufteilung der Betreuungszeiten gibt es doch sowieso schon in Patchworkfamilien bzgl. Umgangsrecht, Elternzeit etc.  
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« Antwort #19 am: 10. August 2014, 13:16:41 »

Erst recht, wenn man Kinder hat: Etwas Verbindenderes zwischen zwei Menschen gibt es eigentlich gar nicht - aber gleichzeitig unterscheidet man zwischen "meine Euros" und "deine Euros"?

Hallo Martin,

da musste ich jetzt ein wenig schmunzeln, denn dann stellt sich die Frage, wozu gibt es eigentlich dieses Vaterforum und all diese Debatten über Unterhaltszahlungen etc.?! Darf man/frau die erst führen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?
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« Antwort #20 am: 10. August 2014, 13:43:14 »

Moin eol19c,

da musste ich jetzt ein wenig schmunzeln, denn dann stellt sich die Frage, wozu gibt es eigentlich dieses Vaterforum und all diese Debatten über Unterhaltszahlungen etc.?! Darf man/frau die erst führen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?
vieleicht liest Du Dich erst einmal ein wenig ein, bevor Du nach gerade mal zwei Stunden Forumszugehörigkeit versuchst, uns das Leben im Allgemeinen und das Familienrecht im Besonderen zu erklären.

Am besten fängst Du damit an, dass Du mal www.muttersein.de in die Adresszeile Deines Browsers eingibst...

Die Debatten über "Unterhaltszahlungen etc." gibt es vor allem, weil Menschen keine klaren Absprachen treffen, sich nicht an solche erinnern wollen oder weil ihnen nicht bewusst ist, dass sie mit einem Trauschein oder ihrer Elternschaft bereits viele solcher Absprachen und Festlegungen getroffen haben, auch wenn ihnen das im Detail gar nicht klar war. Die Debatten erst angesichts der Trennung zu führen ist definitiv der falsche Zeitpunkt.

Aber wenn es Dir so wichtig ist, Deine Euros sämtlich für Dich zu behalten und nichts mit einem Partner teilen zu müssen ist vielleicht das hier eine Option für Dich...

Just my 2 cents
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« Antwort #21 am: 10. August 2014, 14:05:18 »

Lieber Martin,

jetzt werden wir langsam OT, was nicht meine Absicht war, da ich nur darauf hinweisen wollte, dass es nicht selbstverständlich ist, dass eine Frau im Zuge von Patchwork ihre Finanzen und eigene Absicherung in einen Topf werfen muss. Wie sie das für sich handhaben möchte, darüber darf sie ganz alleine entscheiden, natürlich dann auch mit allen Konsequenzen.

Ich lese hier schon seit Jahren mit und bin in diversen - eher frauenorientierten Foren - sehr aktiv. Da ich selber in Patchwork aufgewachsen bin, in dem alle Erwachsenen der damaligen Zeit entsprechend erwachsen kommuniziert und agiert haben, war ich von diesem Hick/Hack, den Eltern daraus machen können, ein wenig überrascht und informiere mich beständig über den derzeitigen Stand der Dinge. Trotzdem vielen Dank für die Links.
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« Antwort #22 am: 11. August 2014, 08:51:20 »


da ich nur darauf hinweisen wollte, dass es nicht selbstverständlich ist, dass eine Frau im Zuge von Patchwork ihre Finanzen und eigene Absicherung in einen Topf werfen muss. Wie sie das für sich handhaben möchte, darüber darf sie ganz alleine entscheiden, natürlich dann auch mit allen Konsequenzen.


Wer ist denn die geheimnisvolle Institution bzw. Personengruppe, für die das nicht selbstverständlich ist? Sind es die gleichen, die sagen, Frauen sollen keinen Führerschein und keine Ausbildung machen?

Federwolke hat ja selbst festgestellt, dass man sich Kinder leisten können muss. Wer soll deiner Meinung nach die Federwolkes Familie ernähren? Federwolkes Liebster der seit langem krank, arbeitslos und zudem als Altlast für 2 weitere Kinder unterhaltspflichtig ist und nicht mal diese versorgen kann? Oder eol19c, Brille usw also wir alle als Steuerzahler?

Grüße

Lullaby

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« Antwort #23 am: 11. August 2014, 10:04:35 »

Hallo Federwolke,

meine Mutter hat als ich schwanger wurde gesagt, "Gibt der Herr den Hasen, gibt er auch den Rasen!". Zumindest mir hat es geholfen mit der Situation klarzukommen.
Sicher seit ihr nicht "auf Wolken gebettet" und Geld spielt schon eine Rolle. Ich würde mich LBM anschliessen wollen und vorschlagen, dass ihr die Elternzeit teilt. Schon nach 8 Wochen wieder zu arbeiten, würde ich nicht empfehlen, aber nach einem halben Jahr (oder zumindest 4 Monaten) kann es klappen. Es ist nicht leicht mit Baby zu Hause zu lernen, wenn Du aber wieder arbeitest, ändert sich den Tagesablauf und er bekommt mehr Struktur, die auch Dir hilft, die restlichen Prüfungen gut abzulegen.
Habt ihr euch schon Gedanken um die Kinderbetreuung gemacht?
Dass Dein Partner alles tut, um wieder Arbeit zu bekommen ist richtig und wichtig, es ist aber immer einfacher Arbeit zu behalten bzw. nach einer Ausbildung zu bekommen als wenn man längere Zeit arbeitslos war, da kann ein Vermerk, dass man auch Elternzeit kommt u.U. sogar hilfreich sein.
Zusammenzuziehen ist unter den gegebenen Umständen sinnvoll und wenn es mit Deiner Arbeit verbunden werden kann sowieso toll, da Du dann auch auf familiäre Hilfe bauen kannst, die ihr mit Sicherheit brauchen werdet.

Kopf hoch, VG Susi
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« Antwort #24 am: 22. September 2014, 12:46:46 »

Hallo Ihr Lieben,

die letzten Wochen waren extrem anstrengend und nervenaufreibend, weswegen ich es leider nicht geschafft habe zu antworten, stattdessen aber viel Zeit hatte über eure Antworten nachzudenken.
Vieles von dem, was ihr mir gesagt habt, sind Dinge, auf die ich selbst - das gebe ich zu - gar nicht gekommen wäre. Und selbstverständlich muss ich auch zugeben, dass ich mir erst mal darüber klar werden musste, ob ich damit leben könnte die Kinder meines Freundes mitzufinanzieren.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich durchaus damit leben könnte. Vielleicht würde ich nicht "für immer" diese Aufgabe übernehmen wollen, aber zumindest in der Anfangszeit wäre es eine Möglichkeit. Fraglich bleibt jedoch gleichzeitig doch, ob ich das finanziell stemmen könnte. Müsste ich dann vielleicht aufstockendes Hartz IV beantragen, könnte aber gleichzeitig den Kindesunterhalt für die großen Mädels "abgeben"?

Natürlich haben mich auch eol19cs Gedanken ins Grübeln gebracht, aber wenn momentan alles so durcheinander läuft, dann muss man in seinem Denken eben flexibel bleiben und auch selbst darauf aufpassen, dass man nicht in Denkmuster fällt bzw. sich einreden lässt, die man eigentlich blöd findet ("das Kind gehört zur Mama"). Ich hab allerdings den großen Vorteil, dass ich meinen Freund bereits als Papa kenne und weiß, dass er ein fantastischer Vater ist und auch unserem Nachwuchs all das geben kann, was auch ich geben könnte - abgesehen von guter, frischer Muttermilch. Grinsend

Ich bin aber auch zu dem Schluss gekommen, dass ich es mir nicht zutraue bereits 8 Wochen nach der Geburt wieder zu arbeiten. Ich bin da ehrlich, das kann ich mir schlicht nicht vorstellen. Bei der Geburt meiner kleinen Schwester war ich schon älter, ich kann mich also noch sehr genau an alles erinnern, was meine/unsere Eltern in den allerersten Monaten mit dem kleinen Schreihals leisteten (und natürlich auch darüber hinaus, nur sind mir diese ersten Monate mit der Kleinen noch daher gut in Erinnerung, da ich nachts oft wach wurde von ihrem Gebrüll nebenan und ich mich natürlich mit meinen 13 Jahren auf die Seite rollte und genüsslich weiterschlief, während mein Vater am Morgen augenberingt am Frühstückstisch saß, um arbeiten zu gehen).

So sehr ich mich auch schäme Sozialleistungen anzunehmen (denn das musste ich bis dato noch nicht, selbst ohne Bafög hab ich's geschafft), muss ich doch zugeben, dass ich mir vorstellen könnte mich zumindest bis zum Ende der Sommerferien 2015 in die soziale Hängematte zu legen, also gut ein halbes Jahr in Elternzeit zu gehen. Das wäre für mich ein Kompromiss, glaube ich. Meine Ausbildungsleiterin sagte mir jetzt, dass ich ab November 2015 wieder normal einsteigen könne und dann im Januar 2016 die verpassten Prüfungen nachholen kann. Dies wäre alles problemlos möglich, denn rein rechtlich wäre mein Wiedereintritt auf den Tag genau ein Jahr nach dem Beginn des Mutterschutzes in meiner Ausbildung so gesetzt.

Könnte ich mir auch vorstellen, wäre da nicht der finanzielle Druck, der auf uns lastete.

Zudem mache ich mir Sorgen, wie es mit meinem Freund weiter geht.
Sollte er - mal angenommen - in den nächsten Monaten gesund geschrieben werden und im Idealfall auch gleich wieder einen Job finden, könnte er ja dann nicht so einfach nächsten Sommer in Elternzeit gehen, weil er dann selbstverständlich seiner gesteigerten Erwerbsobliegenheit nachkommen muss. Sofern ich dann "seine Kosten" für die Kinder übernehme, wäre das kein Problem, wenn ich dies aber doch nicht leisten könnte, ... tja, was dann?

Schon wieder tausende, wirre Gedanken, entschuldigt, wenn ich hier leicht konfus durcheinander kritzel.

Am Ende kommt vielleicht eh wieder alles anders, vielleicht bekomme ich morgen auch die Nachricht, dass meine Blutwerte nicht in Ordnung sind (war heute bei einem Test, da einige Ergebnisse der letzten Zeit auffällig waren) und werde ins Berufsverbot geschickt und kann auch meine Prüfungen im November, für die ich schon zig Sonderanträge gestellt habe, vergessen.

Ach, alles nicht so einfach..

Susi, deinen Spruch bzw. den deiner Mutter finde ich jetzt schon ganz fantastisch: Gibt der Herr den Hasen, gibt er auch den Rasen. Der macht wirklich Mut, irgendwie ergibt sich alles. Und in ein, zwei Jahren lese ich hier vielleicht wieder und weiß dann, dass wir es auf jeden Fall irgendwie geschafft haben! *Daumen drück*

Seid lieb gegrüßt.
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