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vatersein.de - Forum 18. November 2017, 09:23:37 *
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Autor Thema: Wenn man nicht mehr sachlich reagieren kann, sondern am liebsten Mal so richtig.  (Gelesen 7264 mal)
Ona
Rege dabei
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Beiträge: 117


« am: 10. April 2014, 18:57:02 »

Hallo,

ich weiß, ich brauche eine „dickeres Fell“ wie Beppo es nannte. Ich muss mir jetzt mal was vom Herzen weg schreiben. Vielleicht hat ja Jemand von euch eine Idee, wie ich vorgehen kann.

Kurze Vorgeschichte: Mein Haupttrennungsgrund war, dass mein Nochmann ein egoistischer Narziss, nur an sich denkender Mensch ist, der  alle Vorzüge des Single-Lebens behalten, aber gleichzeitig eine Familie (inkl. Haushälterin als Ehefrau) haben wollte. Er hat sich schon zu Ehezeiten um so gut wie nichts gekümmert. Auf sein Drängen habe ich meine Arbeit aufgegeben, woraus er mir beim Unterhaltsstreit dann einen Strick drehen wollte. Sämtliche Entscheidungen überließ er mir, angefangen von wo wird das Kind geboren, was bekommt es zu essen, wird es geimpft ja oder nein, welcher Kindergarten über welche Grundschule, welche weiterführende Schule etc. etc.
Kommunikation ist mit ihm nicht möglich, weil er keine Antworten gibt. Man könnte auch mit einer Wand reden, es wäre das gleiche Ergebnis. Mit gutem Willen gab es mal ein: „Ist mir egal“ oder „Mach was du denkst“. Das habe ich gemacht aber es war ihm auch nicht recht. Ein weiterer belastender Punkt war, dass er sich absolut nicht betroffen fühlte und alles mein Problem war, er wollte mit Nichts was zu tun haben. Auch ist er ein Machtmensch und selbst heute noch, Jahre nach der Trennung, will er mir ständig diktieren, wo es lang geht und gibt mir ständig für Alles die Schuld.

Weil eine direkte Kommunikation und auch Telefonate unmöglich waren, habe ich ihm nach der Trennung gemailt, wie es unserer Tochter geht, was in ihrem Leben los ist (Schule, Gesundheit, Freizeit, Therapieverlauf etc..) so dass er weiterhin an ihrem Leben teil haben konnte, auch wenn er von sich aus nichts fragte oder wissen wollte.

Daraufhin kam ein Schreiben seines Anwalts, wo deutlich gemacht wurde, dass BaldEx sich durch meine Emails belästigt fühlte. Originalzitat. „Ihre Mandantin überschüttet meinen Mandaten mit Informationen über das Kind …“
Daraufhin habe ich meine Kommunikation auf ein Minimum eingeschränkt.

Was will er? Sollte er nicht glücklich sein? Er hat den mir zustehenden TU einfach eingestellt bzw. zahlt zu wenig KU, wohnt mit seiner neuen LG wieder in der Ehewohnung, aus der er uns rausklagen wollte (wir sind dann freiwillig weggezogen, obwohl wir gute Chancen hatten dort wohnen zu bleiben) hat mit seiner LG über 5000 Euro netto im Monat. Er zahlt keinen Cent zu ärztlichen Behandlungen, Zahnspange, Nachhilfe etc. dazu. Er zahlt seiner Tochter nicht mal alle vier bis sechs Wochen eine Fahrkarte für 46 Euro, damit sie ihn besuchen kann, so wie es das Gericht ihm mehrfach gesagt hatte (leider nicht protokolliert), weil es ihm zu teuer ist

Zu einem notwendigen Schulwechsel, der sehr kurzfristig stattfand und über den sowohl meine Tochter als auch ich ihn telefonisch und schriftlich informiert hatten, verweigerte er die Unterschrift. Mein Anwalt reichte eine Verfügung ein, welche ein elendiges Trara mit Verfahrenspfleger, Jugendamt etc. nach sich zog, was für unsere Tochter sehr belastet war.
Ergebnis: Er musste noch im Gerichtssaal die Anmeldung unterschreiben. Auch hier wieder ein reines Machtspiel. Dabei jammert er dem Richter vor, dass er ja nie Informationen von mir bekommen würde, worauf hin ich darlegte, dass ich ihm alle Infos gebe, er sich aber dazu nie äußert bzw. ich nie Rückmeldungen. Daraufhin wurde eine Vereinbarung geschlossen, die unter anderem beinhaltet, dass ich ihm Monatsberichte schreibe und er, wenn unsere Tochter Umgang mit ihm hatte, was ca. 4 Mal im Jahr vorkommt, mir ebenfalls berichtet.

Aber auch auf diese Berichte erhalte ich so gut wie nie Rückmeldung. Habe ich Fragen an ihn, erhalte ich per se keine Antwort. Dafür ständige Machtspielchen, in dem er einfordert, sodass ich jedes Mal in Alarmbereitschaft bin, wenn eine Mail von ihm kommt, wie ich ja an diese Vereinbarung gebunden bin und wegen des laufenden Unterhaltsverfahrens auch nicht unangenehm auffallen möchte.
Z.B. aktuell hat er sich ausgedacht, ich soll ihm ab sofort jede Fehlzeit taggenau mitteilen. Das war mir einfach zuviel, also bin ich dazu übergegangen ein monatl. Einheits-Formular zu erstellen, weil es keinen Sinn macht, wenn ich ausführlich schreibe, weil es ihn schlicht nicht interessiert. Es sei denn, seine finanziellen Interessen werden tangiert oder wenn es um die Funktionalität des Kindes geht.

Nun bekomme ich heute wieder eine Mail, in der er sich beklagt, das mein Bericht ja wohl sehr knapp ausfällt und wieso das Kind eine schlechte Note in jenem Test geschrieben hätte, wo ihr Problem sei und dass die Test-Note im Fach X ja wohl auch nicht so dolle wäre und sie würde ja die Klasse wiederholen, da müsste sie den Stoff ja wohl beherrschen und bessere Noten schreiben etc. etc.
Er weiß genau darüber Bescheid, dass unsere Tochter wegen Krankheit die Klasse wiederholen musste und so viele Fehlzeiten hatte, dass sie den Stoff teilweise gar nicht kennen kann und selbst wenn. Sie hatte im letzten Zeugnis einen Durchschnitt von 2,3 und das obwohl sie wieder einige Fehlzeiten hatte. Das Mädchen ist mitten in der Pubertät und da stehen eben aktuell andere Interessen im Vordergrund als Schule. Außerdem ist es doch kein Weltuntergang, wenn sie mal etwas schlechtere Noten schreibt.

Nun bin ich an dem Punkt, wo ich, ansonsten um meines lieben Friedens willen, tief durchatme und nüchtern zurückschreibe, hier mal gepflegt explodieren möchte.

Er kümmerte sich einen Dreck um die Belange seiner Tochter, wie es ihr gesundheitlich geht (sie hat eine chronische Erkrankung) oder emotional geht. Einzig und allein interessierte ihn schon immer nur die reine Funktionalität seines Kindes.

Ich bin geneigt, nicht mehr detailliert zu antworten, sondern das Ganze ins lächerliche zu ziehen oder zynisch zu antworten, weil es so dämlich ist was er fragt, z.B. schrieb ich: Fehlzeiten in der Schule 17. – 22. März. Dazu fragt er: Sind das Stunden oder Tage? Das erklärt sich doch von selbst, zumal im Zeugnis, welches ihm vorliegt, alles in Fehl-Tagen angegeben ist.

Mich nervt es unsäglich, dass er zu faul ist, mal nachzudenken und immer alles haarklein von mir wissen will und zig Mal nachfragt, aber selbst nie auf meine Rückfragen antwortet. Und ich ärgere mich über mich selbst, dass ich ihm immer antworte, wenn er was wissen will, unlängst von welcher Familienkasse ich das Kindergeld erhalte. Auf meine Frage, wozu er das wissen möchte, antwortet er natürlich nicht.

Am liebsten würde ich gar nichts mehr schreiben oder antworten oder aber so was wie, er möge sein Gehirn einschalten und aufhören Fragen zu stellen, die er sich selbst beantworten kann oder aus meinen Schreiben ersichtlich sind oder aber, das er sich gerne wieder melden darf, wenn es mal nicht um Funktionalität geht, sondern er echtes Interesse an seiner Tochter zeigt.

Um zur Ausgangsfrage zurück zukommen. Wie antworte ich mit minimalstem Aufwand, ohne mir selbst wegen des laufenden Verfahrens und der Vereibarung zu schaden?

Viele Grüße
Ona
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« Antwort #1 am: 10. April 2014, 20:29:03 »

Hallo Ona!

Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht die Vereinbarung darin, dass einmal monatlich ein Bericht von Dir an ihn zu erstellen ist.

Genau diesen erstellst Du. Nicht mehr und auch nicht weniger.

z.B. Kind krank von .... bis .... wegen

Noten würde ich ihm nicht mitteilen, sondern schreiben es läuft gut.

Hat er Nachfragen, bitte ihn schriftlich dies doch beim nächsten Umgang mit der Tochter zu bereden und gleichzeitig  teilst Du ihm die Telefonnummer der Schule mit Name der Klassenlehrerin mit, damit er mit dieser einen Termin vereinbaren kann, um die Schulischen Angelegenheit objektiv zu erhalten.

Alternativ dazu, wenn es ansteht das Halbjahreszeugniss sowie das Versetzungszeugniss.

Höre endlich auf, auf eine eh nicht kommende Rückmeldung zu hoffen.

Desweiteren lass dieses Fragen in Deinen Mails. KU und Dein Unterhalt laufen doch sicherlich über den Anwalt und alles dazugehörende lass ebenfalls über den Anwalt regeln, dann bist Du raus aus der Nummer und ersparst Dir etliches an Nerven.

Und höre auf, Deinem Ex in Deinem jetzigen Leben zu viel Raum zu gewähren. Es hat Dich (ich weiß es ist schwer), nicht zu interessieren wie und mit wem Dein Ex sein Geld verballert. Da wird Dein Anwalt und das Gericht es schon richten.
Das einzige was schlimmstenfalls passieren könnte, dass Du (so wie ich, wenn Du berufstätig bist) als Aufstockerin im ALG2 bezug landest.
Aber glaub mir, regelmäßiges Geld vom Jobcenter ist immer noch viel beruhigender, als eine unsolide Zahlweise des KU vom KV und die damit verbundene Präsenz in Deinem Leben!!

Auch fragen nach Umgang, unterlass es!! Es ist die Sache des KV sich hier zu bewegen.

Erstell einen Umgangsplan und lass diesen Deinem Ex über den Anwalt zukommen, mit der Bitte diesen vom KV  mit dessen Umgangswünschen zu ergänzen bzw abgleichen.

Schieb die Verantwortung für sein Handeln weg von Dir!! Sonst lebst Du zwar getrennt vom KV, aber immer noch mit ihm!!

LG Engel







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Engel211
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« Antwort #2 am: 10. April 2014, 20:43:22 »

Was ich noch vergessen habe.

Hast du die Entfernung geschaffen, dann ist es an Dir die Kosten für die Fahrkarte zu tragen.
Und wenn Dir der Umgang Eures Kindes mit dem KV selbst auch wichtig ist, machst Du dies nicht für ihn, sondern zum Wohle für Euer Kind.

Du hast es doch nicht nötig, Dich mit Deinem Ex auf die gleiche moralisch niedrige Stufe zu stellen, indem Du eventuell argumentierst, KV zahlt keinen KU,dann zahl ich auch nicht die Fahrkarte 

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Kasper
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« Antwort #3 am: 10. April 2014, 20:44:17 »

Hi,

Schieb die Verantwortung für sein Handeln weg von Dir!! Sonst lebst Du zwar getrennt vom KV, aber immer noch mit ihm!!
Dies ist wohl der "goldene Satz"!
Auch wenn es schwer ist, wenn man diesen Satz beherzigt und auch tatsächlich umgesetzt bekommt, dann lebt es sich besser. Alles was kommt, der andere ET sich versaut und für Spielchen treibt, es fällt ihm irgendwann auf die Füße .... oder ist ihm schon gefallen, ohne es zu wissen.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
ginnie
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« Antwort #4 am: 10. April 2014, 20:58:00 »

Hallo ona,

was mir auffällt ist, dass ihr euch eigentlich gar nicht hättet trennen brauchen.

Du bist noch sehr "in seinem Leben", insofern, dass dich interessiert, was er zusammen mit seiner Freundin verdient (was aber geht dich ihr Einkommen an?), was er macht, was er sagt, und wie er dich über irgendwelche Stöckchen springen lässt. Du überlegst, wie du den Umgang für ihn schön machen kannst (Stichwort Fahrkarte), und wie er wohl reagieren würde, wenn... und dass er doch bitte dies und jenes zahlen soll... Du überlegst, wie du es ihm recht machen kannst, erwartest, dass er dich so behandelt wie du ihn (also dass er ebenso auf deine Fragen antwortet) usw.

Dieselben Mechanismen, die schon in der Partnerschaft nicht funktioniert haben, führt ihr zu eurer gegenseitigen Qual weiter. das bringt ---nichts!!!


Was du tun kannst, um ein dickeres Fell zu bekommen? 

Beschäftige dich bitte einmal mit dem Thema "Paarebene und Elternebene" und dann versuche aktiv, die Paarebene zu verlassen. Und schon sieht die Welt hoffentlich ganz anders aus.

Erkenne die Mechanismen, und stelle sie ab bzw. ändere deine Reaktion darauf. Eins davon ist seine Art während der Partnerschaft, dir die Entscheidung zu überlassen und dann daran rumzumäkeln. So ein Exemplar hatte ich auch mal an meiner Seite, und ehrlich, seitdem wir getrennt sind, und ich meine eigenen Entscheidungen nicht mehr verteidigen muss, geht es mir sehr viel besser. Du aber bist getrennt, und musst deine Entscheidungen immer noch verteidigen. Und hier musst du einen ganz eindeutigen Schluss-Strich ziehen, und dich nicht mehr instrumentalisieren lassen.

Du bist Betreuungselternteil, er ist Umgangselternteil.

Was euch verbindet, ist euer Kind. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Jeder lebt sein Leben, und lässt den anderen in Ruhe.

Wenn er dich nicht in Ruhe lässt, sondern dubiose Berichte oder Auskünfte fordert, dann überlege, ob diese Information das gemeinsame Sorgerecht oder eine akute Angelegenheit bezüglich eurer Tochter oder sogar das Kindeswohl (im Sinne von "Gefahr im Verzug") betrifft, und dann erst überlege dir eine Antwort. Nie sofort antworten, erst abwägen.

Und wenn er etwas wissen willst, wie die Sache mit dem Kindergeld, dann antworte nicht sofort, sondern frage ihn erst - bitte sag mir, wozu du diese Information benötigst, dann werde ich sie dir geben. Nur so wird ein deal draus.
Sei ein wenig mutiger, und habe keine Sorge, dass du dich "wohlverhalten" musst oder sowas. Verstößt du gegen ein Gesetz wenn du ihm die Frage nicht SOFORT beantwortest? Ist es eine Angelegenheit, die mit dem unmittelbaren Kindeswohl zu tun hat? Nein? dann lass dir Zeit, oder fordere eine vorherige Erklärung.

das gemeinsame Sorgerecht ist nicht dafür gedacht, den anderen mit Machtspielchen fertig zu machen. Sondern, um gemeinsam und auf gleicher Augenhöhe, Entscheidungen für das Kind zu treffen.
Alltag ist bei dir. Als Umgangselternteil kann er sich gern einbringen, und das förderst du auch.

Wie hier manchmal den Umgangsvätern gesagt wird, die sich von der Ex am Nasenring in der Manege rumziehen lassen, (was halt leider oft vorkommt, wenn die Ex die Kinder als Machtinstrument missbraucht --- Anmerkung: ich meine nicht dich!! Ich meine die Geschichten hier im Forum)  so muss eben in diesem Fall dein Ex lernen, dass er dich nicht am Nasenring rumziehen kann.

Löse dich von der Abhängigkeit zu ihm, und lebe dein Leben. Das schließt ja nicht aus, dass er willkommen ist, wenn er sich in die gemeinsame Erziehung einbringen möchte, sei es durch Betreuungszeit oder durch Eigeninitiative, und auch durch finanzielle Mitwirkung.

Aber wo er eindeutig Grenzen benötigt, ist an der Stelle, an der er versucht, sich in DEIN Leben einzumischen.

Und noch was: Zynismus, Spott oder Ironie in Antworten an ihn sind völlig unangemessen. Kühl bleiben, sieh es notfalls wie eine Geschäftsbeziehung. Sinnvoll ist eine professionelle Distanz, und keine Emotion, die sich sowieso hochschaukelt (wie wahrscheinlich früher eure Streits, die letztendlich zur Trennung geführt haben). Weniger ist oft mehr, und notfalls zeig im dass du nicht über seine Stöckchen springst, indem du auch mal NICHT antwortest.

Natürlich ist meine Antwort einseitig, weil wir hier ja nur eine Seite kennen. Aber ona, eins ist klar: du kannst und willst IHN nicht ändern. Du kannst nur DEINE Reaktion auf sein Verhalten anpassen, so dass du damit gut und entspannt leben kannst.

ligr ginnie


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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
The Poooh
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« Antwort #5 am: 11. April 2014, 12:23:35 »

Hi Ona,

du solltest doch deinen ExMann von Grund auf kennen. (und er hat sich dir gegenüber so verhalten, weil du es hast mit dir machen lassen!!! sorry, aber die Pille musst du schlucken!)

Wie schon die Vorschreiber geraten haben: Schreibe deinen Monatsbericht.

Und ich würde sagen: antworte nicht auf seine dich entnervenden Fragen, du weißt selbst am Besten, dass das der einzige Weg ist, ihn aus der Reserve zu locken.
Woher du das KG beziehst geht ihn nichts an. Und auch auf die meisten weiteren Fragen würde ich ihm keine Antwort geben. Wie z.B. auf die Frage mit den Stunden oder Tagen.

Was schreibst du eigentlich im Monatsbericht?
Gibt es vom Gericht eine Vorgabe, was hineinsoll, und wie lang der sein soll?
An welche Vereinbarung bist du gebunden? Wenn es um den Monatsbericht geht, sollte die Vereinbarung abgeschlossen sein, wenn er den Bericht erhalten hat.

Ich sehe hier nichtmal so ein großes Druckmittel von ihm.

Last but not least:
Rumschreien bringt nix!
Wenn du eine gute Freundin hast, heul dich bei ihr aus, sonst schrei einfach mal draußen im Freien richtig laut, beschimpfe ihn wenn keiner zuhört. Das hilft auch.

Nicht unterkriegen lassen!!!
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Ona
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« Antwort #6 am: 17. Mai 2014, 16:01:15 »

Hallo 

ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken.
Es waren sehr viele gute Erinnerungen und Denkanstösse dabei.

Ich bin tatsächlich aus einer Angst heraus, dass mein BaldEx mir wieder in die „Suppe spuckt“ in einen Art vorauseilenden Gehorsam verfallen und zum braven Abliefern von Informationen mutiert.
Ich habe mit Hilfe von einem Familien-Coach an mir gearbeitet, was mir sehr gut getan hat.

Auf Anraten meines Anwalts habe ich dann eine Art Formular für die Berichte angefertigt.
Das passt meinem Nochmann nun auch nicht. Er hat mir folgendes geschrieben s.u.
Hier stehe ich wieder vor dem Problem, wie löse ich das ohne  ellenlange Berichte oder mich rechtfertigen zu müssen.
Ich hatte ihm vor einiger Zeit ausführlich zu Schuel/Nachhilfe/Gesundheit berichtet und angefragt, ob er sich an den Kosten für die Nachhilfe/Behandlungen beteiligt möchte. Er hat wie immer nicht geantwortet.

Er kann Dies alles bei unserer Tochter selbst fragen. Das könnte die sehr eingeschränkte, vom Vater nur Funktionalität abfragende, Kommunikation fördern. Er könnte auch bei den Lehrern direkt nachfragen, wie hier vorgeschlagen wurde.
Am besten finde ich, wo er sich als Vater weder emotional, noch faktisch, geschweige denn finanziell beteiligt, auf einmal solche Fragen kommen und vor allem Erziehungsaufträge.
Das vor dem Hintergrund, dass wenn unsere Tochter bei ihm ist, sie bis 4 Uhr morgens an technischen Geräten rumdattelt und ihr Vater sich nicht kümmert bzw. einfach ins Bett geht und sie sich selbst überlässt.

Er ignoriert, wenn ich darum bitte, das auf die Ernährung unsere Tochter geachtet wird, wei sie sonst Probleme bekommt, das sie ihre Medizin nimmt etc.  schrieb ich ja schon.
Jedes Mal, wenn unsere Tochter beim Vater ist, ruft sie mich an, wie schlecht es ihr geht und sie hätte dieses oder Jenes, aber sie wolle das dem Vater nicht sagen, weil er ihr sowieso nicht helfen könne und die Lebensgefährtin sich immer lustig über die homöopathischen Mittel machen würde usw. Die Konsequenzen muss ich dann tragen, wenn usnere Tochter zurückkommt und es ihr gesundheitlich schlecht geht.
Auch finde ich es sehr interessant, das er vom letzten besuch keinen Bericht gesendet bzw . die Berichte immer lauten: Alles toll, alles super, alles gut und unsere Tcohter erzählt was ganz Anderes.
 
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dazu noch mal eure Input gebe könnte, wie ich vorgehen kann.

Lieben Dank,
Ona

Zitat
Hallo Ona
die Berichte werden immer kürzer und ohne wirkliche Informationen.
Schule
Alles im Rahmen ist keine Aussage, ich möchte die Noten der Tests oder Klassenarbeiten haben.
Wann findet ein Elternabend statt, bzw. wann hat der letzte stattgefunden?
In welchen Fächern hat "Tochter"wie oft Nachhilfe?
Ist sie mittlerweile in die Klassengemeinschaft integriert?
Gesundheit
Was bedeutet nach Bedarf? Ich will konkret wissen wann und zu welchem Arzt/Therapeut „Tochter“ in Behandlung ist/geht.
Freizeit/Diverses
Ist das alles was sie den ganzen Tag macht?
Trifft sie sich nicht mit Freunden?
Wird ihre Spielkonsole jetzt verkauft?
Wie oft spielt sie an ihrer neuen Playstation?
Achte bitte darauf das sie nicht den ganzen Tag vor dem Teil sitzt, evtl. auch mal eine Pause von einer oder zwei Wochen wenn sie in der Schule nachlässig wird.
m.f.g. BaldEx
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AnnaSophie
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« Antwort #7 am: 17. Mai 2014, 19:19:21 »

Hallo,

ich würde antworten:

Schule - du bekommst Kopien der Zeugnisse. Elternabende sind auf der Homepage www.schulexx.de einzusehen. Die Klassenlehrerin heisst Frau XY. Der Termin des nächsten Elternabendes ist mir noch nicht bekannt. (Sofern der nicht auf der Homepage veröffentlicht wird -) Ich werde dir eine Info zukommen lassen, wenn die Einladung erfolgt.

Gesundheit: der behandelnde Arzt ist XY in Z.

Viele Grüße

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Ingo30
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« Antwort #8 am: 17. Mai 2014, 23:00:39 »

Moin Ona,

ja, Kommunikation ist wichtig zwischen Elternteilen - wird diese aber einseitig ausgenutzt für Machtspielchen, gibt es ja auch noch weitere Möglichkeiten die Kommunikation einzuschränken.
Niemand kann Dich zwingen einen E-Mail Account oder Telefon für den KV bereitzuhalten. Du kannst auch einen "Umgangsbuch" führen, wo ihr Eure Punkte aufschreibt und dem anderen Elternteil beim Umgang mitgebt. Ja, im Jahr 2014 sicherlich ziemlich "old-school" reduziert aber sicherlich "ad-hoc"-Überfälle.

Was mir aber trotzdem bei (all Deiner berechtigten Kritik am KV) bei Dir auffällt:

-Der Erziehungstil beim KV geht Dich formal nichts an. Natürlich ist es wünschenswert, wenn beide Elternteile irgendwie am gleichen Strang ziehen - einen Anspruch hast Du darauf nicht. Genausowenig wirst Du den Einfluss des KV auf Dein Leben mit Eurer Tochter bei dir zu Hause dulden.

- Eure Tochter ist ja nun kein hilfloses Kleinkind mehr, sondern kann sagen was sie möchte. Aus der Erfahrung kann man sagen, dass man Teenager auch nicht mehr zum Umgang zwingen kann. Wenn es Eurer Tochter (unbeeinflusst (!) beim KV nicht mehr gefallen würde, würde da sicher eine deutliche Rückmeldung kommen.

- Gesundheit: Ja, auch zu Globuli und Co. kann man eine abweichende Meinung haben. Auch das musst Du akzeptieren. Eure Tochter ist alt genug ihren Standpunkt dazu zu verteidigen bzw. das einzufordern, was ihr gut tut. Ob es Eurem Kind immer nur "weil es vom KV kommt" schlecht geht, wage ich zu bezweifeln. Das ist eine Tendenz die wir hier im Forum öfter sehen - ohne Dir zu Nahe treten zu wollen. Bei jüngeren Kindern sind die Standart-"Argumente" in diesem Fall "das Kind kann beim KV nicht schlafen / ist nach dem Besuch überdreht".

Versuch ein bisschen loszulassen und teile dem KV nur das mit, wozu Du / Ihr verpflichtet seid. Nicht mehr und nicht weniger. Auf irgendwelche Formsachen würde ich mich gar nicht weiter einlassen - dann soll er klagen, wenn er es anders will. Gruß Ingo
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« Antwort #9 am: 18. Mai 2014, 12:13:53 »

Moin Ona,

die einzige Antwort, die ich ihm zukommen lassen würde, wäre eine Kopie des Schreibens seines Anwalts und ...

Lieber Bald-Ex,
bitte stimme Dich über Art und Umfang der gewünschten Informationen mit Deinem Anwalt ab.
Gruß
Ona


Gruß
United
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Ona
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« Antwort #10 am: 04. Juni 2014, 14:39:28 »

Danke euch 

Ich habe es jetzt ganz kurz und knackig gemacht:
Fragen zur Schule und Freizeit bitte an Tochter, ansonsten an Schule, Lehrer direkt.
Verweis auf meine zig Mails die ich bereits zu allem geschrieben und nie beantwortet bekommen habe.

Das ist jetzt eine Woche her und bislang gab es keine Reaktion dazu.

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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Alleinerziehend (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Wenn man nicht mehr sachlich reagieren kann, sondern am liebsten Mal so richtig.
 
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