Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 19. November 2017, 13:15:04 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: 1 2 [3]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: BKA-Chef Ziercke gegen Mehrfachvernehmung von Sexualopfern  (Gelesen 34082 mal)
wedi-
_wedi
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.589


« Antwort #50 am: 24. März 2014, 19:37:11 »

Rechnen wir also: in Deutschland leben derzeit 81.752 Millionen Menschen, davon 30.958 Millionen Männer zwischen 20-79 Jahren, also 38%. Nehmen wir jetzt mal noch ebenso an, dass jede 7. Frau im Leben sexuelle Gewalt erlebt und gehen weiterhin davon aus, dass ALLE anzeigen und dass von denen- wie oben kreativ geschätzt- ein Drittel, also 33%, von vornherein lügt. Jede siebente Frau von 31.406 Millionen (auch 20-79) macht also 4.487 Millionen (14%) Anzeigen, davon ein Drittel Lüge, haben wir 1.495 Millionen Falschbeschuldigungen. Also werden 38% Männer Deutschlands in ihrem Leben potentiell mit 33% der Falschanzeigen, also 1.495 Millionen, konfrontiert, macht eine Quote von 4,8%, demnach bleiben 95,2% der Männer Deutschlands ihr Leben lang davon unbehelligt. Nehmen wir die anderen 2/3 hinzu, die nach diesem Modell keine Lüge wären und rechnen spaßeshalber noch die Chance aus, eine Beschuldigerin zu vergewaltigen und tatsächlich dafür auch im Knast zu landen: 30.958 Millionen Männer auf 4.487 Millionen Anzeigen, davon geht ein Viertel vor den Kadi, sind 1.122 Millionen. Davon wiederrum 14% Verurteilungen, sind 157.080. Macht also für den Beschuldigten eine satte Chance von 0,5%, tatsächlich einzufahren. Für eine Beschuldigerin hingegen liegt die Chance, tatsächlich vergewaltigt zu werden und dem Beschuldigten danach als freiem Mann ein schönes Leben wünschen zu dürfen, mit diesen Zahlen bei 9,5%. Die Realität unter Einbeziehung aller relevanten Faktoren dürfte wesentlich drastischer aussehen.
Schöne Rechnung, die du da aufgestellt hast, für mich ich aber eine einzige Rechnung richtig:
Fährt nur ein einzig falsch beschuldigter ein, ist das genau einer zu viel.

Gruss Vom Zaungastklatscher.
Gespeichert
Alanai
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 105


« Antwort #51 am: 24. März 2014, 19:57:14 »

Lieber wedi, ich will ja gerne einräumen, dass ich verstehe, Dich mit meinem vorangegangenen Kommentar verärgert zu haben. Aber dass Du weiterhin nur undifferenzierte Betrachtungen aus Kommentaren anderer anstellst, qualifiziert Dich nun auch nicht grad zum Nicht-Zaungastklatscher. Hast Du eventuell auch eigene Gedanken anzubieten, über das wir uns austauschen können?
Gespeichert
wedi-
_wedi
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.589


« Antwort #52 am: 24. März 2014, 20:34:25 »

Lieber wedi, ich will ja gerne einräumen, dass ich verstehe, Dich mit meinem vorangegangenen Kommentar verärgert zu haben. Aber dass Du weiterhin nur undifferenzierte Betrachtungen aus Kommentaren anderer anstellst, qualifiziert Dich nun auch nicht grad zum Nicht-Zaungastklatscher. Hast Du eventuell auch eigene Gedanken anzubieten, über das wir uns austauschen können?
Nö, liebe Alanai, meine Gedanken sind hier schon differenziert aus qualifizierten Beiträgen-die du kennst- kommentiert worden. Meine Gedanken dazu kennst du aus meinem letzem Post. Wer viel schreibt, schreibt viel und genauso viel Mist produziert man damit.
Deine Rechnung, so viel Mühe du dir auch gegeben haben magst, ist für mich nur wieder eine Aneinanderandereiung Dir entnommerer Zahlen ohne irgend welche Belege.

Meine Antwort allerdings:

Fährt nur ein einzig falsch beschuldigter ein, ist das genau einer zu viel.

Ist keine komplizierte Rechnung, sondern meine Meinung, bist du da anders unterwegs?
Gespeichert
Alanai
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 105


« Antwort #53 am: 24. März 2014, 21:26:29 »

Lieber wedi, immer noch sehr verallgemeinernd. Ich sagte selbst bereits sehr deutlich, dass meine Rechnung nicht den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt, sondern lediglich die Zahlen nimmt, die hier sofort und gern rausgefiltert wurden. Wenn Du einen Überblick über (unschöne) reale Zahlen willst, nimm die forensische Dissertation und rechne selbst nach (nein, auch nicht alle Doktorarbeiten sind gefälscht). Möchtest Du nichts lesen, das Dir nicht gefällt, dann lass es lieber.

Und meiner bescheidenen Ansicht nach ist nicht nur jeder Unschuldige, sondern (zahlenmäßig immer noch weit überlegen) auch jeder Täter, der so etwas tut und damit durchkommt, einer zuviel. Das ist keine komplizierte, sondern gar keine Rechnung, die für jeden von uns eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Gespeichert
Biggi62
_Biggi62
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #54 am: 24. März 2014, 21:38:37 »

Fährt nur ein einzig falsch beschuldigter ein, ist das genau einer zu viel.
...
bist du da anders unterwegs?

Ja, Wedi. Bin ich. 100% anders.

Deine Schlussfolgerung gehorcht derselben Logik, als wenn man wegen der Gefahr einer möglichen Fehldiagnose nicht mehr zum Arzt geht. Das heißt doch, das Kind mit dem Bad ausschütten. Solange es Gerichtsverfahren gibt, wird es Fehlurteile geben. Unschuldige werden vereinzelt bestraft werden, Schuldige werden "in dubio pro reo" freigesprochen werden. Das liegt in der Natur der Sache.

Das Ziel muss sein (und ist es auch, so wie ich die Bemühungen der Beteiligten wahrnehme) möglichst viele Schuldige ihrer Strafe zuzuführen, dabei möglichst wenige Unschuldige zu schädigen und möglichst wenige Täter freizusprechen.

Wer die Inhaftierung Unschuldiger 100% vermeiden will, darf niemanden mehr einsperren. Wer von der Justiz 100% Gerechtigkeit und fehlerfreie Arbeit erwartet, ignoriert, dass dort Menschen arbeiten. Menschen die fehlbar sind und Fehler machen.

100% Gerechtigkeit gibt es nur im Trivial-Roman, in (schlecht gemachten) Filmen und in den Justiz-Märchen im Nachmittagsprogramm der Privatsender.

Wer sagt, solange auch nur ein einziger Gefahr läuft, unschuldig hinter Gittern zu landen, taugt das ganze System nicht, der hat von den tatsächlichen Risiken und Möglichkeiten eines Rechtsstaates keine Ahnung. Aber das liest du ja - bezogen auf deine ganz persönliche Einschätzung realistischer Chancen und Risiken vor Gericht - nicht zum ersten Mal in diesem Forum, nicht wahr Wedi?

Wenn von 100 Angeklagten 10 "in dubio pro reo" freigesprochen werden - davon die Hälfte zu Unrecht (weil sie die Tat doch begangen haben) und 5 zu Recht und wenn von den 90, die bestraft werden, nur einer unschuldig ist, dann hat die Justiz einen ziemlich guten Schnitt - verglichen mit Betriebswirten und Bau-Ingenieuren.

Zu sagen: "Der eine ist einer zuviel." zeichnet den Perfektionisten aus - ebenso wie den Idealisten.

Den Schnitt auf 1.000 zu 1 oder sogar auf 100.000 zu 1 drücken wäre ein ehrgeiziges Ziel.
Die Zahl der unschuldig Inhaftierten komplett auf 0 zu drücken geht nur, wenn man ganz auf jede Form der Strafverfolgung verzichtet.

Und das ist aus meiner Sicht definitiv keine Alternative.

Ich sehe in einer schonenden, respektvollen, professionellen Befragung aller Beteiligten (Anzeigenerstatter, Zeugen und Angezeigte) übrigens nicht nur keinen Widerspruch zum Ziel der Wahrheitsfindung, sondern deren Königsweg.

Folter führt weder zu verwertbaren Geständnissen noch zu sinnvollen Aussagen von möglichen Zeugen oder Verbrechensopfern.

Zugleich weiß jeder erfahrene Vernehmer, dass er auf dieselbe Frage von 4 Leuten 8 Antworten bekommt, wenn er seine Frage leicht abgewandelt wiederholt. So kommt er auch locker auf 12 oder 16 verschiedene Aussagen von denselben 4 Leuten. Die Schnittmenge dessen, was Zeugen (z. B. Gerichtsmediziner, Ersthelfer am Tatort u.a.) Beschuldigte und mutmaßliche Opfer aussagen, gilt als das, was wahrscheinlich der Wahrheit am nächsten kommt. Tatsächlich kann man jeden Menschen solange zu ein und demselben Sachverhalt befragen, bis er sich in Widersprüche verwickelt. Ganz gleich, ob es sich um einen Verkehrsunfall, ein Fußballspiel oder ein Verbrechen am eigenen Leib handelt.

Dass das, was jeder Streifenbeamte und jeder Amtsrichter im Verkehrsrecht als "täglich Brot" bei der Zeugenvernehmung erlebt, im Strafverfahren als Schikane gegen Opfer von Straftaten verwendet wird, macht die Wahrheitsfindung nicht einfacher. Dass es Opfern von mittlerer oder schwerer Körperverletzung dabei vor Gericht nicht besser ergeht als vergewaltigten Männern, Frauen und Kindern halte ich dabei nicht für tröstlich.

Den Spitzfindigkeiten und Widerwärtigkeiten skrupelloser Rechtsverdreher durch eine korrekte Prozessführung auch mal einen Riegel vorzuschieben, finde ich nicht mehr als recht und billig. Dabei das rechte Maß zu finden, unterscheidet eine gute von einer schlechten Verhandlungsführung seitens des verantwortlichen Strafrichters. Dass das Ergebnis eines Strafverfahrens nicht in jedem Fall zu einem gerechten Ergebnis führen kann, ist dabei unvermeidlich.

Diese Unsicherheit auszuhalten gehört zu den Lebensrisiken in einem Rechtsstaat.

Gute N8! Biggi


         

 
Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.571


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #55 am: 24. März 2014, 22:04:21 »

Ok, Biggi, so kommen wir uns schon näher.

Das Problem ist nur eben, dass gerade in diesem Problemfeld die Aufklärungsquote nun mal so erschreckend niedrig.

Nach meinem obigen Beispiel eben bei nur 6%.
3% werden als erwiesen schuldig verurteilt, 3% werden wegen erwiesener Unschuld freigelassen.

Es bleiben eben immer noch, 94% Leute, die aus Mangel an Beweisen frei gelassen werden.

Und ich ich behaupte, dass niemand weiß, was mit diesen 94% wirklich los ist.

Natürlich kann jede "Partei" jetzt irgendeine wilde Studie erstellen lassen, aus der hervor geht, dass diese 94% auch alle schuldig seien, oder eben "nachweisen", dass sie allesamt unschuldig sind.

In der Realität sind schon in den 3% Verurteilten eine erschreckend hohe Zahl, von unschuldig Verurteilten dabei.
Mit der Fehlerquote, die die "normale" Strafjustiz produziert, kann ich durchaus leben.
Die Fehlerquote im Bereich der Sexualdelikte ist schon jetzt inakzeptabel hoch.
Z.B. durch solche abstrusen Gesetze, wie das Gewaltschutzgesetz.
Eine Verhöhnung aller rechtsstattlichen Prinzipien, fast noch schlimmer als die Perversionen des Familien"rechts."
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Biggi62
_Biggi62
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #56 am: 24. März 2014, 23:12:43 »

Und ich ich behaupte, dass niemand weiß, was mit diesen 94% wirklich los ist.

Ja, an dem Punkt bin ich 100% bei dir. [
Das ist wirklich eine beunruhigende Vorstellung.
Ganz gleich von welcher Seite man es betrachtet.

Wer wie Eskima (und andere Menschen, die sexuelle Gewalt tatsächlich am eigenen Leib erlebt haben) oder wie Alanai (die sich offenbar aktiv in der Betreuung der Opfer engagiert) darin 94% Verbrecher auf freiem Fuß sieht, wird angesichts der Zahlen ebenso schlecht schlafen, wie ein Wedi, ein Malachit oder eine Miriam Kachelmann, die darin 94% Opfer erfolgreichen Rufmords sehen.

Ich halte den Zielkonflikt für künstlich aufgebauscht. Weil Tortur = Folter unter gar keinen Umständen Mittel in einem ordentlichen Gerichtsverfahren sein kann und darf. Mit Sicherheit ist Tortur ein Mittel zum Zweck, um Aussagen zu hören, die der Vernehmer hören will.

Was beim Strafverteidiger eben nicht die Wahrheitsfindung, sondern qua Mandat die Entlastung seines Mandanten zum Ziel haben soll. Ganz unabhängig von dessen Schuld oder Unschuld.

Keinesfalls dienen schikanöse, grausame Methoden der Befragung der Wahrheitsfindung.

Wo faire, rechtstaatliche Mittel ebenso wie wissenschaftliche Untersuchungen versagen, ist die grauenhafte Wahrheit: Die "Gewissheiten" einer Miriam Kachelmann sind ebenso ungewiss, wie die "Gewissheiten" einer Eskima.

Mein Sohn hat auch Brechreiz bei Zahnarzt. Es reicht aus, wenn der Spiegel die Wange von innen berührt. Der Kleine wurde als Frühchen wochenlang mit Magensonde ernährt und bekam auf der Intensiv-Station ebenso lang regelmäßig Schleim aus Nase und Atemwegen abgesaugt. Ohne Narkose (dafür war er viel zu klein und leicht), bei vollem Bewusstsein. Das war eine Tortur - schon beim Zusehen. Das Kind ist traumatisiert fürs Leben und sein Vater und ich werden niemals leugnen, was der Kleine damals gelitten hat. Die Alternative wäre gewesen, ihn sterben zu lassen. Die stand nie zur Debatte.

Eine einmalige Ejakulation in den Mund ist im Vergleich dazu bestimmt nicht angenehmer. Aber auch nicht schlimmer. Und bestimmt auch nicht schlimmer, als der Sturz meiner Schwester mit vier Jahren vom Klettergerüst auf eine Eisenstange mit schweren vaginalen Verletzungen und einem Schambeinbruch. Kein Mensch hat je in Frage gestellt, dass meine vierjährige Schwester schwer verletzt war, Trost, Mitgefühl und gute ärztliche Versorgung gebraucht hat. Eine Chemotherapie stelle ich mir auch wenig unterhaltsam für kranke Kleinkinder vor.

Deine Erfahrung, liebe Eskima, war mit Sicherheit ein Alptraum, der den oben beschriebenen Qualen und Grausamkeiten in nichts nachsteht. Richtig schlimm werden solche Vorgänge (auch gewaltsame Übergriffe ohne medizinische Notwendigkeit) immer dann - so nehme ich es wahr - wenn das Leid der Opfer geleugnet wird. Dass hinter 94% Freisprüchen "in dubio pro reo" die Schlussfolgerung: "Das redest du dir nur ein. Oder du hast es dir ausgedacht. Wir können dir nicht glauben." steht, das macht die Sache erst vom einmaligen Übergriff zum unheilbaren Alptraum. Dass deine eigene Mutter dir nicht geglaubt hat, macht die Sache erst zum Drama, das mir den Hals beim Lesen zuschnürt, liebe Eskima.

Mein kleiner Sohn wird vermutlich - ebenso wie Eskima - nie entspannt das Geräusch des Saugers im Zahnarztstuhl hören können. Aber er wird auch nie von irgendwem hören, dass das, was er tatsächlich als Säugling erlebt und erlitten hat, nicht schlimm für ihn oder sogar nicht wahr gewesen sei. Das halte ich für einen gewaltigen Unterschied.

Das Leugnen der inneren Wahrheit der Betroffenen ist aus meiner Sicht die eigentliche Tragik der fast unerträglichen Ungewissheit. Als Richter sagen zu müssen: "Es mag sein, dass alles genauso war, wie Sie es erlebt haben. Wir können das nicht ausschließen. Aber das allein reicht nicht für eine Verurteilung." ist für alle Beteiligten ein schwer auszuhaltendes Eingeständnis der Unzulänglichkeit rechtlicher Mittel und Methoden zur Wahrheitsfindung. Solche Richtersprüche wecken den Eifer einer Miriam Kachelmann ebenso wie die hilflose Wut einer Eskima. Das macht das Thema so aufwühlend für alle, die sich emotional darauf einlassen.

An klugen, einfühlsamen und respektvollen Befragungen führt mpMn kein Weg vorbei. An knallharten forensischen Fakten auch nicht.

Dass dann bei einem Überfall mit möglichen 8 Tätern und ohne Zeugen oder Videoaufnahmen am Ende alle 8 freikommen, weil man eher einen oder zwei Hauptschuldige laufen lässt, als 6 oder 7 Unschuldige einzusperren, ist aus Sicht des Opfers und dessen Angehöriger ein Alptraum. Aus Sicht derer, die tatsächlich und vergeblich versucht haben, ihre Kumpel von der Straftat abzuhalten, die selbst den Rettungswagen gerufen und die Polizei alarmiert haben und anschließend als Mitangeklagte mit dem Makel eines Freispruchs zweiter oder dritter Klasse behaftet sind (statt die Ehrung für Zivilcourage zu bekommen, die sie tatsächlich verdient haben) ist das ebenso unbefriedigend wie für alle anderen "in dubio pro reo" frei Gesprochenen.

Gäbe es einen einfachen Weg, wäre der längst in Gebrauch. Es gibt nur den schwierigen, unsicheren, mit unbefriedigenden Ergebnissen. Auf deine Frage, Beppo, gibt es keine einfache Antwort. Das ist das Schlimme daran, finde ich.

Gute N8! Biggi



Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
oldie
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« Antwort #57 am: 25. März 2014, 13:26:38 »

Moin

Was spricht bei diesen Ausführungen dagegen, dass jeder unschuldig Verurteilte einer zuviel ist? Das hat auch nichts mit Perfektion oder Idealen zu tun, eher mit Prinzipien.

Gruss oldie
Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
achhja
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 588



« Antwort #58 am: 25. März 2014, 14:26:59 »

Jedes Opfer einer Straftat ist eines zu viel - und dann gäbe es auch das Problem mit u.U. unschuldig Verurteilten nicht.
Gespeichert
oldie
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6.605


Bonnie 2


« Antwort #59 am: 25. März 2014, 14:57:48 »

Moin

Natürlich ist jedes Opfer zuviel, das steht außer Frage und dürfte hier sowieso Konsens sein. Allerdings gibt es auch Personen, die (Straf-)Taten erfinden und sie dann einem bestimmten Menschen zuordnen - aus welchen Ursachen und Gründen auch immer. Diese Personen sollte man auch nicht vergessen, wenn über unschuldig Verurteilte gesprochen wird.

Kein Opfer, da keine (Straf-)Tat, aber ein verurteilter "Täter".

Gruss oldie
Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
HoWi64
_HoWi64
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 666


« Antwort #60 am: 25. März 2014, 15:13:38 »

Jedes Opfer einer Straftat ist eines zu viel - und dann ...
... dürfen wir auch nicht die hungernden Kinder in Afrika vergessen und die Hunde im Tierheim. Außerdem:  Wasser ist nass!!!

Klar will kaum einer vorsätzlich Unschuldige wegsperren. Schon garkein Richter glaub ich.

Allerdings gibt es auch Personen, die (Straf-)Taten erfinden und sie dann einem bestimmten Menschen zuordnen - aus welchen Ursachen und Gründen auch immer.

Hab auch schon ein Missverständnis mit ner Frau gehabt wo sie nachher meinte das hätte sie so aber nicht gewollt. Sie hat mir dann geglaubt das wenn ich gewusst hätte was sie nicht will nichts passiert wär was sie nicht wollte. Ich wär aber kein Hellseher oder Gedankenleser oder so. Das hat sie dann zum Glück auch eingesehen. War eben wie bei Malachit auch ein Missverständnis. Ich will garnicht sagen das die Frau in ihrem Verhalten so unklar war. Ich war einfach zu jung und zu dumm. Hatte kaum Erfahrung im Bett. Würde mir so heute nicht mehr passieren. Bin froh das die Frau mir als Jungspund meine Reue abgenommen hat. Hat mir echt leid getan als sie mir erzählt hat wies für sie war.

Seitdem kenn ich den Unterschied zwischen Wahrheit und Wahrnehmung und bin echt vorsichtig mit so Unterstellungen wie "Falschbeschuldigung".

Wer eins davon absichtlich tut - notzüchtigen oder falschbeschuldigen - ist so oder so ein Verbrecher. Find das Thema aber echt schwierig um es bei Gericht korrekt zu handeln.

Gruss Horst
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 15:18:25 von HoWi64 » Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.571


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #61 am: 25. März 2014, 15:28:24 »

Jedes Opfer einer Straftat ist eines zu viel - und dann gäbe es auch das Problem mit u.U. unschuldig Verurteilten nicht.

Naja, da sehe ich schon einen Unterschied.

"Normale" Straftaten werden von "normalen" Menschen begangen.

Fehlurteile werden aber vom Staat verschuldet und von dem erwarte ich schon, dass er soetwas seinen Schutzbefohlenen nicht antut. Zumal der Staat für sich das Gewaltmonopol reklamiert.
Der Staat darf nicht selbst zum Täter werden.

Wie gesagt, eine minimale Fehlerquote kann ich akzeptieren aber diese ist im Bereich der Sexualstraftaten schon lange überschritten.
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.529



« Antwort #62 am: 25. März 2014, 19:14:45 »

Hallo Biggi,

nur fürs Protokoll:

Wer wie Eskima (und andere Menschen, die sexuelle Gewalt tatsächlich am eigenen Leib erlebt haben) oder wie Alanai (die sich offenbar aktiv in der Betreuung der Opfer engagiert) darin 94% Verbrecher auf freiem Fuß sieht, wird angesichts der Zahlen ebenso schlecht schlafen, wie ein Wedi, ein Malachit oder eine Miriam Kachelmann, die darin 94% Opfer erfolgreichen Rufmords sehen.

Darf ich bei diesem Vorwurf an meine Adresse mal eben daran erinnern, dass ich ...

Ich werde nicht der Versuchung erliegen und so tun, als sei die obige Aussage "deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht" eine unumstößliche Wahrheit - denn ob es nun wirklich mehr als 50% sind (was sogar ich echt krass finden würde), oder am Ende doch "nur" z.B. 25%: das müsste erst mal in einer ernsthaften Studie untersucht werden, die sich mit genau diesem Thema befasst. Falls jemand so etwas kennt, bitte immer her damit; ich fürchte nur, für diese Frage interessiert sich im Detail mal wieder keine Sau.

... nicht einmal die Behauptung "mehr als 50% Falschbeschuldigungen" aus der bereits mehrfach erwähnten Studie unhinterfragt glaube, wenn und solange es dafür keine besseren Beweise gibt als die Aussage eines Kommissariatsleiters, dass die meisten Sachbearbeiter von Sexualdelikten offenbar dieser Meinung seien.

Wie du daraus abgeleitet hast, ich würde von 94% Falschbeschuldigerinnen ausgehen, wird wohl auf ewig dein Rätsel bleiben.

Trotzdem viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 19:16:22 von Malachit » Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Alanai
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 105


« Antwort #63 am: 25. März 2014, 20:16:14 »

@Horst: Mist bei Menschen aus jugendlicher Unwissenheit heraus zu bauen, Empathie für sein Gegenüber zu entwickeln und daraus zu lernen, unterscheidet in Alter und Lebenserfahrung nicht nur ein Hörstchen von einem Horst, sondern auch ein Lottchen von einer Lieselotte. Diese Form der Missverständnisse haben wir, denke ich, alle in dieser oder ähnlicher Form mal erlebt, als wir jung waren. Aber das macht niemanden zum Vergewaltiger und ebenso niemanden zur Falschanzeigerin.

@Beppo: woher nimmst Du bloß diese Zahlen? Und diese Begriffe "erschreckend hoch"? Könnte es sein, dass Du hier sämtliche Justizirrtümer einfach samt und sonders auf "Falschanzeigerin" und "unschuldig verknackt als Sexualstraftäter" runterkürzt? Ich geb Dir mal ein paar echte Zahlen zum Spielen: im Jahr 2012-2013 (Stichtag 31.03) gab es 773.901 Verurteilte, davon 0,16% wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung und 0,28% wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Wo genau in diesen 0,16% und 0,28% verortest Du denn nun Deine "erschreckend hohe" Unschuldigenzahl?

@Biggi, bei ein paar Punkten möchte ich einhaken:

Zitat Biggi: "Ich halte den Zielkonflikt für künstlich aufgebauscht. Weil Tortur = Folter unter gar keinen Umständen Mittel in einem ordentlichen Gerichtsverfahren sein kann und darf. Mit Sicherheit ist Tortur ein Mittel zum Zweck, um Aussagen zu hören, die der Vernehmer hören will."


Es ging darum, Mehrfachbefragungen der Opfer möglichst gering zu halten vs. die Anzahl der Vernehmungen weiter hochzuschrauben, was für die/ den Betroffenen durchaus einiges an emotionalem Stress beinhalten könnte. Was für manche als nicht zu vermeidender Kollateralschaden akzeptabel und notwendig erscheint und für andere eben nicht.

Zitat Biggi: "Mein Sohn hat auch Brechreiz bei Zahnarzt. Es reicht aus, wenn der Spiegel die Wange von innen berührt. Der Kleine wurde als Frühchen wochenlang mit Magensonde ernährt und bekam auf der Intensiv-Station ebenso lang regelmäßig Schleim aus Nase und Atemwegen abgesaugt. Ohne Narkose (dafür war er viel zu klein und leicht), bei vollem Bewusstsein. Das war eine Tortur - schon beim Zusehen. Das Kind ist traumatisiert fürs Leben und sein Vater und ich werden niemals leugnen, was der Kleine damals gelitten hat. Die Alternative wäre gewesen, ihn sterben zu lassen. Die stand nie zur Debatte.

Eine einmalige Ejakulation in den Mund ist im Vergleich dazu bestimmt nicht angenehmer. Aber auch nicht schlimmer. Und bestimmt auch nicht schlimmer, als der Sturz meiner Schwester mit vier Jahren vom Klettergerüst auf eine Eisenstange mit schweren vaginalen Verletzungen und einem Schambeinbruch. Kein Mensch hat je in Frage gestellt, dass meine vierjährige Schwester schwer verletzt war, Trost, Mitgefühl und gute ärztliche Versorgung gebraucht hat. Eine Chemotherapie stelle ich mir auch wenig unterhaltsam für kranke Kleinkinder vor."


Zitat Biggi: "Deine Erfahrung, liebe Eskima, war mit Sicherheit ein Alptraum, der den oben beschriebenen Qualen und Grausamkeiten in nichts nachsteht. Richtig schlimm werden solche Vorgänge (auch gewaltsame Übergriffe ohne medizinische Notwendigkeit) immer dann - so nehme ich es wahr - wenn das Leid der Opfer geleugnet wird. Dass hinter 94% Freisprüchen "in dubio pro reo" die Schlussfolgerung: "Das redest du dir nur ein. Oder du hast es dir ausgedacht. Wir können dir nicht glauben." steht, das macht die Sache erst vom einmaligen Übergriff zum unheilbaren Alptraum. Dass deine eigene Mutter dir nicht geglaubt hat, macht die Sache erst zum Drama, das mir den Hals beim Lesen zuschnürt, liebe Eskima."


Biggi, vieles in Deinen Beiträgen finde ich gut und richtig, aber hier galoppierst Du meines Erachtens ein über paar eklatante Grenzen weit hinaus.
Medizinische Indikationen und Unfälle mit roher Gewalt und deren Erleben zu vergleichen oder gar miteinander gleichsetzen wollen und dann noch davon auszugehen, dass das Drama nicht das Delikt an sich, sondern erst dessen ungehörtes, ungeglaubtes Verhallen sei, halte ich für äußerst gewagt. Hier eskima, die den Mut hatte, etwas zu sagen, ihre Erlebniswelt erklären zu wollen (besonders, nachdem sie auch keiner gefragt hat: Was genau ist damals geschehen? Wie hast Du das erlebt? Wie geht es Dir heute damit?), steht niemandem von uns zu- es sei denn, wir hätten es selbst erlebt. Und die Reaktionen hier auf eskima machen auch wieder einmal deutlich, dass nicht das Opfer selbst, sondern die Gesellschaft entscheidet, wer als Opfer anerkannt wird.

@Malachit: eine solche Studie wurde 2009 von der EU in Auftrag gegeben für 11 Länder: „Different systems, similar outcomes? Tracking attrition in reported rape cases in eleven countries“ (Lovett, Kelly, London Metropolitan University 2009). Für Deutschland lag darin die Anzahl der Falschanzeigen bei 3%.

So, und damit verabschiede ich mich mit den (nur sinngemäßen) Worten von LBM endgültig aus diesem Fred: Jungs, Ihr schafft es sonst noch, dass ich auf meine alten Tage zu Alice Schwarzer konvertiere und ab sofort Kolumnen für die Emma schreibe. Gute Nacht!
Gespeichert
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.529



« Antwort #64 am: 25. März 2014, 20:19:14 »

Hallo zusammen,

was das Verhältnis zwischen echten und falschen Beschuldigungen betrifft, habe ich dann mal ein wenig gesucht, und bin bei einem Artikel aus der "Zeit" vom 11. Juli 2011 gelandet: Lügen, die man gerne glaubt. Auf Seite 2 dieses Artikels gibt es Zahlen für jene Fälle, in denen es nicht nur die Aussagen der Beteiligten gibt, sondern auch rechtsmedizinische Fakten zu bewerten sind. Es heißt dort unter anderem:

Zitat
Klaus Püschel, Direktor des Rechtsmedizinischen Instituts Hamburg, das die größte deutsche Opferambulanz betreibt, konstatiert, im Jahr 2009 hätten sich 27 Prozent der angeblich Vergewaltigten bei der ärztlichen Untersuchung als Scheinopfer erwiesen, die sich ihre Verletzungen selbst zugefügt hatten. Nur in 33 Prozent der Fälle habe es sich erwiesenermaßen um echte Opfer gehandelt, bei den restlichen 40 Prozent sei die Rechtsmedizin zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Was mich allerdings richtig verstört, das ist allerdings jene Aussage, die gleich nach diesen Zahlen kommt:

Zitat
Die Tendenz zum Fake hat – laut Püschel – erst in den vergangenen Jahren eingesetzt. Bis dahin habe die Falschbeschuldigungsrate über Jahrzehnte konstant bei fünf bis zehn Prozent gelegen.


Der Artikel ist übrigens m.E. in Gänze lesenswert.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.529



« Antwort #65 am: 25. März 2014, 20:22:37 »

Hallo Alanai,

@Malachit: eine solche Studie wurde 2009 von der EU in Auftrag gegeben für 11 Länder: „Different systems, similar outcomes? Tracking attrition in reported rape cases in eleven countries“ (Lovett, Kelly, London Metropolitan University 2009). Für Deutschland lag darin die Anzahl der Falschanzeigen bei 3%.

Ähm, das wäre dann aber doch genau das, was wir in diesem Thread bereits mehrfach gesagt hatten: 3% "definitiv Vergewaltigung", 94% "man weiß es nicht", und 3% "definitiv Falschanzeige" - oder was genau war das Ergebnis dieser Studie?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Alanai
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 105


« Antwort #66 am: 25. März 2014, 20:31:34 »

Lieber Malachit, nein. 3% Falschanzeigen. Die Studie ging von 2009-2011. www.cwasu.org/filedown.asp?file=different_systems_03_web(2).pdf
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.571


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #67 am: 25. März 2014, 20:42:35 »

@Beppo: woher nimmst Du bloß diese Zahlen? Und diese Begriffe "erschreckend hoch"? Könnte es sein, dass Du hier sämtliche Justizirrtümer einfach samt und sonders auf "Falschanzeigerin" und "unschuldig verknackt als Sexualstraftäter" runterkürzt? Ich geb Dir mal ein paar echte Zahlen zum Spielen: im Jahr 2012-2013 (Stichtag 31.03) gab es 773.901 Verurteilte, davon 0,16% wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung und 0,28% wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Wo genau in diesen 0,16% und 0,28% verortest Du denn nun Deine "erschreckend hohe" Unschuldigenzahl?
Alanai, du hast, ehrlich gesagt, offenbar große Mühe, Zahlen in einen logischen Kontext zu stellen.
Zum Einen habe ich oben schon gesagt, dass die "3% 94% 3%" rein fiktiv sind um zu verdeutlichen was ich meine.
Zum Zweiten stehen deine 0,16% und 0,28% in keinerlei Zusammenhang zur Quote unschuldig verurteilter.

0,16% von 773.901 Fällen sind 1.238,25 Verurteilungen wegen eines Sexualdeliktes an Erwachsenen.
Diese 1.238 und 1/4 Leute können entweder alle schuldig oder alle unschuldig sein. Oder eine beliebige Zahl dazwischen.
Das lässt sich deinen Zahlen nicht entnehmen.
Wenn alle 1238 Leute unschuldig verurteilt worden wären, wäre das sehr viel. Wenn 0 unschuldig wären, wäre das super!

Was mir nur auffällt ist, dass wann immer man von einer einer aufgedeckten Fehlverurteilung hört, handelt es sich nach meiner, nicht representativen Erfahrung, so gut wie immer um ein angebliches Sexualdelikt.
Genauer gesagt, sind es sogar 100%, da zumindest ich, noch nie von einem anderen Fall gehört habe.

Das wiederum bedeutet, dass fast alle der Fehlurteile nicht etwa aus dem großen Pool der 772.700 nicht sexuellen Fälle stammt, sondern aus den 0,16% der sexuellen Fälle.
Wieso kommt es aus einem Pool von 1.230 Leuten zu mehr Fehlurteilen, als aus einem Pool von 772.700 Leuten?
Das bedeutet selbst, wenn aus beiden Pools jeweils nur ein Fehlurteil käme, so wäre die Fehlerquote im sexuellen Bereich immer noch rund 700 mal so hoch wie im sexuellen Bereich!  
Wie kann das sein?
Findest du das nicht auch erstaunlich und erschreckend?

Für mich gibt es da nur eine Erklärung:
Die Richter und Staatsanwälte stehen bei sexuellen Straftaten unter so einem hohen, ideologisch geprägten, Erfolgsdruck, dass sie auf Deibl komm raus, jeden den sie kriegen können in den Knast stecken. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Und das Verhalten der jämmerlichen Staatsanwälte im Kachelmannprozess bestätigt diese Annahme in erschreckender Weise.

Allein schon die Aussage einer Staatsanwältin vor den Fernsehkameras: "Nun habe der Beklagte die Gelegenheit, seine Unschuld zu beweisen!" lässt mich erschaudern, welches unfähige Gesindel bei uns in schwarzen Kitteln steckt.


(Die 0,28% des Fälle mit Kindern habe ich jetzt mal vernachlässigt, damit es nicht zu kompliziert wird.
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 20:50:41 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.529



« Antwort #68 am: 25. März 2014, 21:04:06 »

Hallo zusammen,

um gleich noch eine weitere, möglicherweise ebenfalls unpopuläre Baustelle aufzumachen:

Ich seh unsere Rechtspflege jedenfalls nicht wie in Indien.
Da ist Vergewaltigung ja quasi Volkssport und die Polizei macht selbst begeistert mit.

Ich hab es, wie in der Computerbranche inzwischen üblich, gelegentlich mit indischen Kollegen zu tun. Einer von denen hat mir vor einiger Zeit beim Schwätzchen in der Kaffeepause mal erzählt, dass da in seiner Heimat sicherlich manches im Argen liegt, wie überall sonst auf der Welt auch; aber die Hetzkampagne der deutschen Medien stinkt trotzdem zum Himmel. (Okay, das war jetzt meine Formulierung - er selbst hat das wesentlich höflicher ausgedrückt.)

Hier ist ein Text, der die Situation in Indien differenzierter beleuchtet (leider nur in Englisch); Ausgangspunkt ist jene brutale Vergewaltigung in einem Bus, mit der die hiesige Medienkampagne ihren Anfang nahm. Nun, wenn die Inder also, unseren Qualitätsmedien zufolge, den lieben langen Tag nichts besseres zu tun haben, als Frauen zu vergewaltigen, wie erklärt sich dann dieses - um nur eine der verstörenden Tatsachen zu nennen, von denen man hierzulande eher selten erfährt:

Zitat
In fact, if we go by the comparative statistics of reported rape, India has one of the lowest levels of rape in the world. The United Nations Office on Drugs and Crime found the incidence of rape in India for 2010 to be 1.8 per 100,000 people, compared with, for example, 27.3 in the US, 28.8 in the UK, 63.5 in Sweden, and 120.0 in South Africa. The number of recorded rapes in India is certainly a substantial underestimate, but even if we take five times—or ten times—that figure, the corrected and enlarged estimates of rapes would still be substantially lower in India than in the US, the UK, Sweden, or South Africa (even with the assumption that there is no underreporting in these other countries).

Heißt also im Klartext: Die Statistiken der UN sagen, dass die Vergewaltigungsrate in Indien deutlich geringer ist als in den USA oder als im hochgelobten Schweden! Und sogar wenn man annimmt, dass die Dunkelziffer in Indien deutlich höher ist als in den anderen genannten Ländern - um wie viel höher muss die Dunkelziffer sein, damit es in Wirklichkeit auch nur das gleiche Ausmaß erreicht wie in den USA oder gar in Schweden? Um wie viel erst müsste die Dunkelziffer höher sein, damit man korrekterweise behaupten könnte, es gehe in Indien deutlich brutaler zu als in unserer ach so zivilisierten westlichen Welt?!? Und vor allen Dingen: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die UN-Statistiker derart gründlich an der Nase herumführen lassen?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
eskima
_eskima
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.877



« Antwort #69 am: 25. März 2014, 22:33:13 »

Moin,

Deine Erfahrung, liebe Eskima, war mit Sicherheit ein Alptraum, der den oben beschriebenen Qualen und Grausamkeiten in nichts nachsteht. Richtig schlimm werden solche Vorgänge (auch gewaltsame Übergriffe ohne medizinische Notwendigkeit) immer dann - so nehme ich es wahr - wenn das Leid der Opfer geleugnet wird. Dass hinter 94% Freisprüchen "in dubio pro reo" die Schlussfolgerung: "Das redest du dir nur ein. Oder du hast es dir ausgedacht. Wir können dir nicht glauben." steht, das macht die Sache erst vom einmaligen Übergriff zum unheilbaren Alptraum. Dass deine eigene Mutter dir nicht geglaubt hat, macht die Sache erst zum Drama, das mir den Hals beim Lesen zuschnürt, liebe Eskima.

Deshalb ist mein Anliegen, dass Gewalt nicht weiblich oder männlich ist. Beiderlei Geschlechter sind dazu ohne schlechtes Gewissen in der Lage. Ich finde nach wie vor, dass wir daraus keine Genderdiskussion machen dürfen und sollen.

Oder anders ausgedrückt: ich stehe seit vielen Jahren an der Seite meines Mannes und bin gedanklich bei vielen Vätern. Wenn aber gegenseitlig keine Empathie stattfindet, dann kämpfe auch ich auf verlorenem Posten, weil ich dann nur noch für mich kämpfen kann/muss. Ich kann mich nicht für Gewalt gegen Männer einsetzen, wenn die Gewalt gegen Frauen negiert wird. Erst zusammen wird daraus ein Bild.

LG eskima

edit @ Biggi: du irrst, wenn du meinst, dass meine Erfahrung vergleichbar mit medizinisch notwendigen Eingriffen bei Frühchen sind. Es gibt keinen medizinischen Grund für das, was ich erleben musste. Durch Therapie bin ich auf die Steinpalme gekommen, ich bezeichne mich heute so: http://juergens-seite.loleh.de/diesteinpalme.html (Kurzversion)
« Letzte Änderung: 25. März 2014, 22:45:01 von eskima » Gespeichert

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

achhja
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 588



« Antwort #70 am: 26. März 2014, 08:40:05 »

Heißt also im Klartext: Die Statistiken der UN sagen, dass die Vergewaltigungsrate in Indien deutlich geringer ist als in den USA oder als im hochgelobten Schweden! Und sogar wenn man annimmt, dass die Dunkelziffer in Indien deutlich höher ist als in den anderen genannten Ländern - um wie viel höher muss die Dunkelziffer sein, damit es in Wirklichkeit auch nur das gleiche Ausmaß erreicht wie in den USA oder gar in Schweden? Um wie viel erst müsste die Dunkelziffer höher sein, damit man korrekterweise behaupten könnte, es gehe in Indien deutlich brutaler zu als in unserer ach so zivilisierten westlichen Welt?!? Und vor allen Dingen: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich die UN-Statistiker derart gründlich an der Nase herumführen lassen?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Na, da sind die 9 von 10 Opfern, die aus Angst vor der Polizei und DEREN Übergriffe, ihrer eigenen Familie, ihrem Mann nicht anzeigen, vermutlich auch gar nicht "richtig" vergewaltigt worden.
Wie in der o.g. Statistik: 3% "definitiv Vergewaltigung", 94% "man weiß es nicht", und 3% "definitiv Falschanzeige

Dann ist ja alles tutti! Die Weiber/Männer sollen sich nicht so haben und das Anzeigen schön bleiben lassen, war ja alles nur ein Spaß, dann müssen sie sich auch nicht der Tortur der Befragung stellen!
Da haben wir ja die Lösung!
« Letzte Änderung: 26. März 2014, 08:41:44 von achhja » Gespeichert
Alanai
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 105


« Antwort #71 am: 26. März 2014, 10:16:23 »

@Beppo, über meine Zahlenlogik mach ich mich nicht bange. Aber ich denke, dass Du etwas mit selektiver Wahrnehmung und Falsifikationsfehlern zu kämpfen hast:

1. ich brauchte nur 3 Klicks, um Deinen 100% unschuldigen Sexualverbrechensmännern mindestens 6 Frauen und einen Mann von insgesamt 10 Fällen entgegenzusetzen, die mit Vergewaltigung gar nix zu tun hatten. Ich bin sicher, mit ein bisschen Recherche könnte ich diese Theorette noch mehr aufweichen. Oder such doch zur Abwechslung auch einfach mal selbst!

2. die Verurteilungsquote ist in Deutschland- entgegen Deiner Annahme- sogar gesunken.

3. Deine Betrachtungen über die ach so böse Justiz, die vom Ehrgeiz zerfressen alle braven Bürger auf Teufel komm raus im Knast sehen will- Beppo, wenn Du derart polemisierend und undifferenziert Behauptungen in den Raum wirfst, die jeder Regenbogen-Presse alle Ehre machen, kann ich Dich einfach nicht mehr ernst nehmen in dieser Sache hier, tut mir leid!


@Malachit (Deine Ernsthaftigkeit, mit der Du versuchst, Licht ins Dunkel zu bringen, lassen mich auch nochmal schreiben, außerdem bist Du offenbar fit in Englisch, das macht es für fragliche andere Texte einfacher): mit Indien wäre ich in der Tat vorsichtig, denn in einem Land, wo weibliche Neugeborene ungestraft einfach auf den Müll geworfen werden dürfen, wäre eine Dunkelfeld-Studie tatsächlich mal sehr interessant. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, dass die mittlerweile ein quantitatives Problem mit weiblichem Nachwuchs haben, es gibt einfach nicht mehr genug Frauen für all die Kerle. Hier noch eine Stellungnahme der sos-kinderdörfer, für mehr habe ich augenblicklich keine Zeit, kümmere mich später:


    "Vergewaltigung: Indiens offizielle Verbrechensstatistik weist einen dramatischen Anstieg der  Vergewaltigungen aus. Seit 2001 ist ein Anstieg von über 50 Prozent zu verzeichnen, 2011 wurden 24.000 Vergewaltigungen registriert. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Nach einer Studie erleidet jede zehnte verheiratete Frau sexuelle Gewalt.

Mitgiftmorde: Schätzungsweise 25.000 Frauen werden in Indien jedes Jahr Opfer von Mitgiftmorden: Der Mann oder die Schwiegereltern bringen die Braut um, weil ihre Eltern angeblich nicht genug Mitgift zahlen. Viele der Frauen werden lebendig verbrannt: Weil es in den meisten indischen Haushalten Kerosinherde gibt, tarnen die Täter die Morde häufig als "Küchenunfälle". Viele Opfer bringen sich auch selbst um, nachdem die Schwiegerfamilie sie systematisch misshandelt hat.

Ehrenmorde: Auch Ehrenmorde an Mädchen und Frauen sind vor allem in den nördlichen Bundesstaaten Indiens verbreitet. Die Opfer müssen sterben, weil sie angeblich die Familienehre beschmutzen.

Häusliche Gewalt: Ein Drittel der verheirateten Frauen in Indien wird von ihrem Mann oder von seiner Familie misshandelt. Jede Zehnte erleidet schwere häusliche Gewalt und wird z.B. mit einem Messer verletzt.

Abtreibung weiblicher Babys: Nach Schätzungen werden in Indien eine Million Babys jährlich abgetrieben - weil ihre Familien keine Tochter, sondern einen Sohn wollen.

Mädchentötungen: Neugeborene Mädchen werden von ihren Familien häufig ausgesetzt oder getötet. "Doodh-peeti" ist ein grausamer Brauch im Nordwesten Indiens: Neugeborene Mädchen werden in Milch ertränkt. Weibliche Babys werden auch in nasse Handtücher gewickelt oder in kaltes Wasser getaucht, damit sie an Lungenentzündung sterben. Jedes Jahr werden schätzungsweise 25.000 kleine Mädchen getötet.

Aufgrund der massenhaften selektiven Abtreibungen und Mädchentötungen in Indien spricht man von "Fötizid", "Femizid" oder "Genderzid".



Und dort fand auch die G 20- Studie Erwähnung:

"Indien ist nach einer G-20-Studie, die 2012 vorgestellt wurde, das frauenfeindlichste Land unter den großen Nationen der Welt. Grund ist die in der indischen Gesellschaft weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Trotz der gesetzlichen Gleichstellung von Männern und Frauen liegt der Subkontinent in der Studie damit hinter Saudi-Arabien an letzter Stelle."

@eskima: danke, dass Du Dich auch selbst nochmal zu Wort gemeldet hast!


Gespeichert
eskima
_eskima
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.877



« Antwort #72 am: 26. März 2014, 10:42:32 »

Moin,


@eskima: danke, dass Du Dich auch selbst nochmal zu Wort gemeldet hast!


Ist halt ein schwieriges Thema für Betroffene 

Für mich abschließend kann ich schreiben, dass ich den Täter nicht angezeigt habe. In der Kindheit habe ich das Erlebte verdrängt, es kam erst mit fast 30 Jahren wieder aus der Erinnerung hoch. Mit der Erinnerung kam aber auch die Angst vor dem Täter (nein, es war kein einmaliges Erlebnis, ich habe lediglich eine Situation beschrieben), er hat gedroht mich umzubringen, wenn ich es jemand erzähle. Diese Angst hielt bis zu seinem Tode an und ich weiß von meiner Schwester, dass sie auch Angst vor ihm hatte. Sein Tod war für mich eine Erlösung.

Ein zweiter Punkt war aber, dass ich dachte, dass mir eh niemand glaubt. Und gerade Mehrfachvernehmungen hätten dieses Gefühl bestärkt.

LG eskima
Gespeichert

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

HoWi64
_HoWi64
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 666


« Antwort #73 am: 26. März 2014, 11:09:49 »

the comparative statistics of reported rape, India has one of the lowest levels of rape in the world.
Ganz ehrlich, Malachit?
Wenn mich einer in den A*sch f*cken würde und ich wüsste das die hiesige Polizei ihren Spaß daran hätte dasselbe gleich nochmal zutun würde ich auch einen großen Bogen um Polizeiwachen machen. So kann man die Zahl angezeigter Vergewaltigungen logischerweise prächtig schönen. Was die UN-Studie angeht halte ich es nach wie vor mit Kaspers Dozent.

Bei uns in D hätt ich eher Angst das Polizisten mich auslachen und mir nicht glauben. Ich geh davon aus das die Dunkelziffer für nicht angezeigte Sexualdelikte wo Jungs oder Männer Opfer sind noch größer ist als bei Mädchen und Frauen. Diese Vermutung kann ich nicht belegen. Ich denke einfach logisch: Wenn fast jeder Täter früher mal Opfer war und die meisten Angeklagten Sexualverbrecher Männer sind - dann muss die ja auch mal irgendwer irgendwann vergewaltigt haben. Aber eben so das die Polizei nichts mitgekriegt hat. Hinter meiner Vermutung steht nur gesunder Menschenverstand keine Studie. Wenn sich nach einer Vergewaltigung garkeiner mehr zur Polizei traut ist die Statistik be uns demnächst so makelos wie in Indien. Das wär aber kein Land mehr in dem ich gern Vater einer Tochter wär.

Gruss Horst

Gespeichert
psoidonuem
_psoidonuem
***
Beiträge: 1.540


« Antwort #74 am: 26. März 2014, 11:31:00 »

Du wirst mir noch richtig sympathisch Horst

@all
Ihr kriegt euch wirklich in die Haare wegen etwas Unsinnigem, das jemand der zu dem Thema gar nichts zu melden oder beizutragen hat, gesagt hat?

Jedes Opfer ist zuviel, jeder bestrafte Nichttäter ist zuviel und jeder nicht verurteilte Täter ist zuviel. Und weniger Ermittlungen sind in allen drei Fällen schädlich. Das dürfte oder sollte Konsens sein.

Alles andere hört sich ein bisschen nach "das wollte ich schon immer mal zu dem Thema sagen, endlich gibt es einen Thread dazu" an.

Just my two Rupees
Gespeichert
Seiten: 1 2 [3]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Politik & Gesellschaft, Soziales  |  Politik, Gesellschaft, Soziales (Moderator: Lausebackesmama)  |  Thema: BKA-Chef Ziercke gegen Mehrfachvernehmung von Sexualopfern
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2017 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team