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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 14:02:34 *
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Autor Thema: Wahrheit über Gutachter in der deutschen Justiz  (Gelesen 31706 mal)
brille007
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« Antwort #25 am: 18. August 2013, 20:38:30 »

Moin schultze,

Rückfrage: Warum verbringst du deine Zeit mit mittlerweile 12.569 Beiträgen in diesem Forum, wenn du der Meinung bist, dass Internetforen nichts bewegen?
wenn Du den Unterschied zwischen konkreter Hilfe in konkreten Fällen (übrigens seit mittlerweile 9 Jahren) und Stammtischpostulaten von der Sorte "es müsste jetzt wirklich mal jemand..." nicht verstanden hast, kann ich Dir nicht helfen. Von Dir lese ich allerdings nur Letzteres, und das auch noch nicht lange. Gehst Du auch auf Parties mit lauter fremden Leuten und rufst schon an der Tür "Ihr seid alle doof!"?

Vielleicht ist das nur der Zynismus in deinen Beiträgen. Aber etwas nicht ändern zu können ist eine Sache, es aber auch noch als "richtig", weil normal darzustellen ist eine andere.
was genau hast Du an
ich beschreibe die Handhabung des Systems im richtigen Leben. Nein, ich persönlich finde das nicht gut so - aber ich wüsste auch nicht, wie man ein "gerechteres" System installieren könnte.
nicht verstanden? Oder konkreter: Was genau kannst und wirst Du persönlich an den von Dir beklagten Zuständen ändern, wann wird das sein und wie werden die Veränderungen aussehen?

Schwätzen und "verlangen" kann jeder. Das Leben ist aber kein Pizzaservice, wo jeder mal eben bestellt, was er gerade möchte.

Just my 2 cents
Martin


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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
brille007
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« Antwort #26 am: 18. August 2013, 21:02:42 »

Moin Sputnik,

Nunja, wenn du der Ansicht bist, dass Politik nur große Probleme verwaltet, die du auf dem Sofa sitzend mit einer Tüte Chips zwischen 20:00 und 20:15 Uhr in den Nachrichten erblickst, so muss ich dich enttäuschen.
es geht viel einfacher: Schau einfach einmal nach, welche Parteien beispielsweise die Probleme alleinerziehender Eltern und nicht sorgeberechtigter Väter im Wahlprogramm für die Bundestagswahl stehen haben. Na?

frage ich mich tatsächlich ob Reformen des Umgangsrechts, im Sorgerecht, Umgangsrecht leiblicher Eltern, Adoptionsrecht schwuler Menschen (um bei den Topics dieses Forums zu bleiben)  tatsächlich immer durch entsorgte Väter und Mütter entstanden ist, welche sich ein Mandat im Bundestag erkämpft haben.
Sie sind entstanden durch Menschen, die sich weit ausserhalb von Internet-Foren und der von Dir zitierten Chipstüte für Veränderungen engagiert haben. Und vor allem dauerhaft, weit über die eigene Problemstellung hinaus und nicht mit der ebenfalls bereits erwähnten Service-Mentalität namens "andere sollen jetzt gefälligst mal meine Probleme lösen!"

Vielleicht magst du dich mit vielen Sachen abfinden, und zugegeben, ich tue das auch, so finde ich es rechtens und gut wenn andere das nicht tun, und das verdient zumindest Toleranz.
das verdient sogar Respekt - solange das nicht mit der Erwartung geschieht "ich meckere jetzt seit fünf Jahren über das Problem; also habe ich jetzt auch das Recht auf eine Lösung."

Wenn du sagst, man sollte sich nicht bis zum Herzinfarkt da rein steigern, so ist das der richtige Umgang, aber das Thema deswegen tot zu schweigen der falsche.
ich schweige sicher nichts tot; ich erkenne nur die "normative Kraft des Faktischen" an. Deinen Vorwurf adressierst Du besser an die, die hier hereinschneien, sich mal eben eine Gratis-Antwort für ein Problem abholen und ohne Gruss und Dank wieder verschwinden.

Irgendwann wird jeder von uns den berühmten Löffel abgeben. Da wäre es schon gut, als letzte Bilanz die ziehen zu können, dass man ein Leben lang versucht hat, glücklich zu sein, andere zum Lachen zu bringen, Gutes weiterzugeben, die Welt gesehen zu haben, Spass gehabt zu haben - whatever. An meinem letzten Lebenstag möchte ich jedenfalls keine Lebensbilanz ziehen, in der ich mir eingestehen muss, ständig gegen das System oder andere Menschen gekämpft zu haben - und dabei ständig auf die Fresse gefallen zu sein.

Aber wie gesagt: Jeder entscheidet für sich selbst, was er aus seinem leben macht.

Grüssles
Martin
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wedi-
_wedi
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« Antwort #27 am: 18. August 2013, 21:06:54 »

Hi

Der Gutachter macht seine Arbeit innerhalb von Rahmenbedingungen, die er sich weitgehend weder aussuchen noch beeinflussen kann. Er kann höchstens sagen "ich wechsle den Beruf". Was genau würdest Du selbst untr diesen Rahmenbedingungen tun, wenn Du wüsstest, das am nächsten Monatsersten die Miete fällig ist?
Ich selber war in den letzen Jahren meiner Selbständigkeit als Gutachter tätig.Zwar in einem ganz anderem Bereich, trotzdem habe ich auch da Gerichtserfahrungen sammeln müssen.
Mir hat es trotzdem Spaß gemacht zu meinem GA zu stehen und zu sagen: Auch wenn es vermeintlich  falsch ist, bin ich der Überzeugung das mein GA richtig ist, auch wenn es der Gegenseite oder dem Richter nicht gefällt.
Ich war frei, unabhängig und meiner Sache sicher.

abgesehen von der Frage, worüber Du weiterhin prozessieren willst: Was genau bringt Dir die Ablehnung?
Sicherheit!

nach meiner Erinnerung hast Du die meisten dieser Gerichtsverfahren selbst angestrengt; von "ohne mein Zutun" kann also nicht die Rede sein.
Falsch, nach meiner Erinnerung wurde ich ständig verklagt, was auch die ganzen Akten, die ich immer noch aufbewahre, aussagen.


Gruss Wedi
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Bester Papa
_Bester Papa
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« Antwort #28 am: 18. August 2013, 21:09:18 »

Aber eres ist Dir unbenommen,....., entsprechende Petitionen zu verfassen und zu publizieren und die gewünschten Veränderungen anzustossen.

Moin Martin.
Dann greif ich das doch mal bei unserem Journalisten auf.
Du bist Journalist bei der... (Süddeutschen???)
Randthemen macht man für Politiker doch dadurch interessant, dass viele Medien drüb schreiben.
Gefälligkeitsgutachten sind doch sicher auch für Dein Medium ein Thema u nicht nur für die ARD???

Gruss
BP

P.S: User wie Schultze oder andere zu kritisieren, die sich hier im Forum engagieren, finde ich nicht o.k.
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Beppo
Globaler Moderator
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #29 am: 18. August 2013, 21:48:52 »

Gehst Du auch auf Parties mit lauter fremden Leuten und rufst schon an der Tür "Ihr seid alle doof!"?
Martin, im Moment bist es in erster Linie du, der sich hier so verhält.
Und das mit steigender Intensität.

Ich finde, dir kommen im Moment auffällig viele Geisterfahrer auf deiner Spur entgegen.

« Letzte Änderung: 18. August 2013, 21:57:03 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Brainstormer
Gast
« Antwort #30 am: 18. August 2013, 21:55:01 »

Moin Martin,

Jemand der der Ansicht ist, der Steuerzahler solle jetzt gefälligst mal in seine Unterhaltspflichten einspringen, hat welche Rechtfertigung?
Gegenfrage: Welche Rechtfertigung hat der Staat von ihm Solidarität für andere einzufordern, indem er Lohnsteuer und Sozialabgaben einbehält, ihm aber gleichzeitig keine Solidarität gewährt, wenn es um Unterhaltsfragen geht?

In Deutschland gilt das Solidaritätsprinzip und der Steuerzahler hat für bedürftiger Menschen aufzukommen. Warum sollte er da z. B. nicht auch für eine arbeitsunwillige Mutter aufkommen? Soll diese die Einzige sein, die von ihm keinerlei Solidarität erfährt? Aber hier ist es natürlich einfacher und gerechter, die Solidarität auf eine einzelne arme Sau abzuwälzen...

Von Dir lese ich allerdings nur Letzteres, und das auch noch nicht lange.
Ich glaube, dass wir hier schon mehr von Schultze gelesen haben, als du denkst - aber das soll er ggf. selbst aufklären.

Gruß
Brainstormer
« Letzte Änderung: 18. August 2013, 21:58:21 von Brainstormer » Gespeichert
Malachit
Globaler Moderator
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Beiträge: 3.529



« Antwort #31 am: 18. August 2013, 23:00:25 »

Hallo zusammen,

ich schweige sicher nichts tot; ich erkenne nur die "normative Kraft des Faktischen" an. Deinen Vorwurf adressierst Du besser an die, die hier hereinschneien, sich mal eben eine Gratis-Antwort für ein Problem abholen und ohne Gruss und Dank wieder verschwinden.

Dann mal zwischendurch ein Wort zu jenen, "die hier hereinschneien, sich mal eben eine Gratis-Antwort für ein Problem abholen und ohne Gruss und Dank wieder verschwinden": So seltsam es vielleicht klingen mag, aber mir sind auch diese User wichtig, und ich sehe jedenfalls keinen Anlass, ihnen Vorwürfe zu machen.

  • Natürlich ist es mir lieber, wenn sich jemand nachher meldet und sagt: "danke, hat mir geholfen". So eine Antwort bestätigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
  • Natürlich ist es mir genau so lieb, wenn sich jemand nachher meldet und sagt: "oops, das ist jetzt aber ganz anders gelaufen als ihr es beschrieben habt". So eine Antwort hilft mir, dass wir in Zukunft besser werden.
  • Und natürlich ist es mir am allerliebsten, wenn jemand dabeibleibt, und somit zum Mitstreiter wird.

ABER: Nichts von alledem ist aus meiner Sicht eine unausgesprochene Voraussetzung dafür, dass hier jemand Hilfe bekommt, der danach fragt. Vermutlich ist es sogar der große taktische Vorteil dieses Forums, dass wir (nicht immer, aber doch häufig genug) auf solche Fragen einigermaßen schnell und einigermaßen zuverlässig antworten können. Der Wert von vatersein.de liegt also, in gewisser Weise, auch an der obengenannten "Laufkundschaft", und an ihren Fragen. Ich freue mich zwar, wenn sich so jemand bedankt, aber ich zerbreche nicht den Stab über jene, die dies unterlassen. Ich begehre keinen Dank; denn wenn ich mit meinen Antworten auch nur ab und zu verhindern kann, dass irgendeiner von jenen in das bereitgehaltene offene Messer rennt, dann ist das für mich erst mal Dank genug - und in vielen Fällen kann man's ja nun auch ohne Rückmeldung ganz gut einschätzen, ob man jemanden im letzten Moment davon abgehalten hat, einen kapitalen Fehler zu begehen.

Mal ganz davon abgesehen, dass bei nicht all zu speziellen Angelegenheiten auf jeden einzelnen Frager vermutlich zehn (meinetwegen sogar anonyme) Leser kommen, die sich ebenfalls für die Antwort interessieren, ohne dass wir je davon erfahren ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
schultze
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« Antwort #32 am: 19. August 2013, 01:31:04 »

Hallo Martin,

Moin schultze,
wenn Du den Unterschied zwischen konkreter Hilfe in konkreten Fällen (übrigens seit mittlerweile 9 Jahren) und Stammtischpostulaten von der Sorte "es müsste jetzt wirklich mal jemand..." nicht verstanden hast, kann ich Dir nicht helfen. Von Dir lese ich allerdings nur Letzteres, und das auch noch nicht lange. 
[...]
Schwätzen und "verlangen" kann jeder. Das Leben ist aber kein Pizzaservice, wo jeder mal eben bestellt, was er gerade möchte.
Ich muss zugeben, dass es mir schon ein bißchen schwer fällt nachzuvollziehen, weshalb automatisch jede Aussage, die nicht deiner Meinung entspricht, ein Stammtischpostulat (was ist das eigentlich?) und Geschwätz sein soll. Aber bitte schön, nenn es wie du willst, wenn es dir hilft. Der Inhalt ist ja nicht weniger richtig oder falsch nur weil ein Etikett daraufgeklebt wird anstatt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

ich beschreibe die Handhabung des Systems im richtigen Leben. Nein, ich persönlich finde das nicht gut so - aber ich wüsste auch nicht, wie man ein "gerechteres" System installieren könnte.
Es freut mich, dass auch du die "Handhabung des Systems" nicht gut findest. Immerhin, denn bei deinem Vergleich mit dem Maler hätte man ja auch daran zweifeln können. Denn dass ein Maler die Wand so streicht wie es der Auftraggeber will und nicht wie der Maler es will, finde ich persönlich und wahrscheinlich viele andere auch eigentlich ganz gut so. Beim Gefälligkeitsgutachten doch eher nicht.
Und wenn du nicht weißt, wie ein gerechteres System aussehen könnte, dann wäre das doch mal ein Anlass darüber nachzudenken, zum Beispiel hier im Forum. Und wenn man dann weiß, was man eigentlich will, ich denke erst dann wird man wohl eine Umsetzung verlangen können (auf welchem Weg auch immer). Man kann natürlich auch sagen "faktische Kraft des Normativen" und es als unabänderlich ansehen.
Vielleicht hätte man den ganzen Faden unter Politik und Gesellschaft einsortieren sollen. Oder darf dort auch nur "konkrete Hilfe in konkreten Fällen" besprochen werden?
Beste Grüße,
schultze
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Sputnik
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« Antwort #33 am: 19. August 2013, 10:49:46 »

es geht viel einfacher: Schau einfach einmal nach, welche Parteien beispielsweise die Probleme alleinerziehender Eltern und nicht sorgeberechtigter Väter im Wahlprogramm für die Bundestagswahl stehen haben. Na?

Es geht sich weniger darum, ob Parteien speziell zugeschnittene Programme für Alleinerziehende oder Trennungsväter haben sondern vielmehr, wie eine Partei in der heutigen Zeit "Familienpolitik" ausübt und ob sie auch die "getrennten Familien" unter Berücksichtigung von Kindesinteressen mit einschliesst.

Wenn eine Partei z.B. fordert: Wechselmodell = Standard, Unterhalt = beide Elternteile, kann sie sich sicher sein schon mal definitiv keine oder kaum eine Stimme von alleinerziehenden Müttern zu bekommen. Umgekehrt wäre es mit der Forderung "Heiligsprechung von Umgangsboykotteusen".

Wie einige Parteien die Gleichberechtigung zwischen Trennungseltern sehen, hat sich unter anderem an der Diskussion zum GSR verdeutlicht.

Wenn du erwartest, dass Parteien ihr Programm auf unsere Fälle zuschneiden, mag das nett sein, aber auch die Verdammnis eben für diese Partei sein, ewig eine Randgruppenpartei jenseits der 2%  zu bleiben.
Das mag ähnlich laufen, wenn eine Partei die Forderung für größere Zwinger für Hunde oder Schweineställe in ihrem Parteiprogramm stehen hat anstatt Tierschutz und Naturschutz im allgemeinen.

Allgemein ist die Familienpolitik und damit der Gesetzgeber, unter dem Fazit, dass es immer mehr uneheliche Kinder in Deutschland gibt im Wandel. Alleine schon, weil man mit dem Material arbeiten, und das Material fördern muss, was den demografischen Wandel zumindest etwas abfedert.

@all: Einen interessanten Artikel dazu empfehle ich hier:

http://www.innovations-report.de/html/berichte/gesellschaftswissenschaften/1_woche_mama_1_woche_papa_aktuelle_forschung_217924.html

Gruß
Sputnik
« Letzte Änderung: 19. August 2013, 10:53:36 von Sputnik » Gespeichert
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« Antwort #34 am: 27. August 2013, 09:04:50 »

Hi

Da der Link ganz oben nicht mehr funktioniert, hier die Veröffentlichung von Ra Strake:
http://www.strate.net/de/dokumentation/index.html


Falls die Verlinkung nicht erlaubt sein sollte, bitte ich um Löschung.


Gruss Wedi
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« Antwort #35 am: 06. September 2013, 08:40:34 »

Aus aktuellem Anlass: Ein Artikel aus der "Süddeutschen", was mit Gutachtern passiert, die nicht ergebnisorientiert "gutachten" wollen, das System in Frage stellen oder gar öffentlich Kritik daran üben:

Zitat
Die Auswahl von Gutachtern durch Staatsanwaltschaft und Gericht richte sich zwar nicht immer, aber jedenfalls "immer mal wieder" danach, welches Ergebnis hinsichtlich der Frage der Schuldfähigkeit vom Auftraggeber gewünscht werde, sagte Ziegert.

Viele Gutachter seien darauf angewiesen, Aufträge von der Staatsanwaltschaft zu bekommen, und achteten deshalb darauf, "nicht in Ungnade zu fallen". Das seien "Dinge, die jedem, der in der Szene arbeitet, ganz genau bekannt sind".
[...]
In einer Stellungnahme für das Landgericht München I hat Ziegert die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Ihre Einschätzung, Gutachter würden zum Teil ergebnisorientiert ausgewählt und stünden unter dem Druck, sich den Wünschen der Justiz anzupassen, werde von vielen Kollegen bestätigt, heißt es darin.

Wer an den "unabhängigen, immer nur seinem Gewissen verpflichteten sachverständigen Zeugen" glaubt, glaubt vermutlich auch noch an den Osterhasen..
« Letzte Änderung: 06. September 2013, 08:44:23 von brille007 » Gespeichert

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« Antwort #36 am: 06. September 2013, 09:42:03 »

Wer an den "unabhängigen, immer nur seinem Gewissen verpflichteten sachverständigen Zeugen" glaubt, glaubt vermutlich auch noch an den Osterhasen..

Morgen Martin,

guter Artikel. Danke.

Aber letztenenlich bestätigt dies doch die Meinung, die hier von fast allen Usern vertreten wird.

Es hat ja keiner behauptet, dass er glaubt, dass Gutachter so arbeiten sondern eben wurde meines Wissens nach in diesem Thread eben angeprangert, dass dies wohl eben NICHT der Fall ist, es aber so sein sollte.
Deswegen würde ich hinsichtlich des Vergleiches mit dem Osterhasen aus meiner Sicht sagen: Es wäre doch recht schön wenn es einen Osterhasen gibt, gibt es aber leider nicht.

Gruß
Sputnik 
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« Antwort #37 am: 06. September 2013, 09:59:38 »

Moin Sputnik,

Aber letztenenlich bestätigt dies doch die Meinung, die hier von fast allen Usern vertreten wird.

Es hat ja keiner behauptet, dass er glaubt, dass Gutachter so arbeiten sondern eben wurde meines Wissens nach in diesem Thread eben angeprangert, dass dies wohl eben NICHT der Fall ist, es aber so sein sollte.
naja, es gibt hier mindestens einen Jura-Hobbyisten, der die Ansicht vertritt, dass nicht sein könne, was nicht sein dürfe...

Grüssles
Martin
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« Antwort #38 am: 06. September 2013, 10:06:02 »

dass nicht sein könne, was nicht sein dürfe...

...du weißt doch selber: Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Welten ........

Aber wie du siehst, ist die Diskussion über die Arbeitsweise der Gutachter nicht nur hier entbrannt. Wir werden sehen wo und wann diese verpufft. Klar ist auch, dass die Masche der Gerichte in Kooperation mit den Gutachtern Zweifel aufkommen lassen, was in Deutschland bisher weniger der Fall war.....

Gruß
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« Antwort #39 am: 06. September 2013, 10:16:00 »

Moin!
 
Zu dem hier:
naja, es gibt hier mindestens einen Jura-Hobbyisten, der die Ansicht vertritt, dass nicht sein könne, was nicht sein dürfe...

Grüssles
Martin

Jo, Jura-Hobbyisten gibt es hier sicher viele. Aber nur so viel dazu: Ein Forum lebt von unterschiedlichen Meinungen, sonst braucht man kein Forum zu gründen. Oder?

Beste Grüße vom BP
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« Antwort #40 am: 06. September 2013, 10:25:53 »

Moin Sputnik,

die Aussage von mir und anderen sachkundigen Usern war lediglich, dass in einer unbekannten, aber mehr als nennenswerten Zahl der Fälle der Gutachter das liefert, was seiner Ansicht nach vom Auftraggeber erwartet wird (und nicht das, was objektiv "wahr" wäre). Bzw. dass Gerichte Gutachter durchaus danach aussuchen, dass ihr "Gutachten" eine bestimmte Richtung hat.

Verfahren wie der Kachelmann-Fall zeigen das immer wieder besonders eindrucksvoll. Passieren tut es aber ständig auch in tausenden anderen Fällen, die es nicht bis in die Presse schaffen.

Ein Forum lebt von unterschiedlichen Meinungen, sonst braucht man kein Forum zu gründen. Oder?
selbstverständlich. Die Frage ist allerdings, wie zielführend es für den Forumszweck sein soll, wenn Quereinsteiger immer wieder darüber diskutieren wollen, ob die Erde am Ende nicht vielleicht doch eine Scheibe sein könnte...

Grüssles
Martin
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« Antwort #41 am: 06. September 2013, 14:13:28 »

die Aussage von mir und anderen sachkundigen Usern war lediglich, dass in einer unbekannten, aber mehr als nennenswerten Zahl der Fälle der Gutachter das liefert, was seiner Ansicht nach vom Auftraggeber erwartet wird (und nicht das, was objektiv "wahr" wäre). Bzw. dass Gerichte Gutachter durchaus danach aussuchen, dass ihr "Gutachten" eine bestimmte Richtung hat.

Hey Martin,

zweifelt auch keiner an. Aber nur weil es dir und anderen Usern schon immer klar war, heißt das ja nicht, dass dies deswegen richtig und gut ist.

Dass in deutschen Gerichten genau so verfahren wird, ist ja nicht alleine die Erkenntnis von dir und anderen sondern wird ja in der TV-Show sowie anderen literarischen Beiträgen hier auch so wieder gegeben.
Grundsätzlich entstand die Diskussion hier aber darüber, ob das rechtens ist und die Dienste eines Gutachters damit geschuldet sind oder aber dies eigentlich ein Unding ist und generell nicht so sein darf. Weiter unterscheidet sich deine Meinung hier von anderen, dass du die Aussage triffst, dass es nunmal so ist und so zu akzeptieren ist, wogegen andere sagen, dass dies nicht hinnehmbar ist, und schon gar nichtwenn es sich um Interessen (unserer) Kinder geht.

Ich glaube, dass dies hier das Kredo war und dein zusätzlicher Beitrag natürlich deine These stützt aber nicht darin unterstützt, dass dies so in Ordnung ist.

Gruß
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« Antwort #42 am: 08. September 2013, 01:14:14 »

die Aussage von mir und anderen sachkundigen Usern war lediglich, dass in einer unbekannten, aber mehr als nennenswerten Zahl der Fälle der Gutachter das liefert, was seiner Ansicht nach vom Auftraggeber erwartet wird (und nicht das, was objektiv "wahr" wäre). Bzw. dass Gerichte Gutachter durchaus danach aussuchen, dass ihr "Gutachten" eine bestimmte Richtung hat.
Auf welcher Erkenntnisgrundlage kommst du zu dieser Einschätzung? Gibt es dazu Daten? Wenn ja, wo sind die veröffentlicht?
Weshalb zählst du dich zu den "sachkundigen Usern"?
Bist du Gutachter? Oder Gerichtsreporter? Oder Rechtspfleger? Jurist bist du nach eigener Angabe ja nicht.
Beste Grüße,
schultze
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« Antwort #43 am: 08. September 2013, 09:23:57 »

@schultze,

jetzt wo wir seit kurzem einen Experten und eine familienrechtliche Lichtgestalt wie Dich an Bord haben, sind meine Aussagen natürlich nicht mehr haltbar. Also nehme ich sie zurück: Weil Väter in Deutschland vollkommen gleichberechtigt sind, werden sie in keiner Weise benachteiligt; bestehende Sorge- und Umgangsrechte werden grundsätzlich respektiert; Unterhaltsregelungen sind unter allen Umständen gerecht und Gerichtsgutachter werden ausschliesslich wegen der Suche nach der objektiven Wahrheit beauftragt, sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und arbeiten deshalb immer objektiv.

Woher ich das weiss? Bin ich denn
Gutachter? Oder Gerichtsreporter? Oder Rechtspfleger?
Nee. Aber ich habe einfach @schultze gefragt. Der weiss das alles, denn er hat es direkt nach seiner Geburt mit der Muttermilch eingesaugt und beglückt die Welt seither selbstlos und ungefragt mit seinem Wissen.

Eigentlich könnte man vatersein.de jetzt dichtmachen...
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« Antwort #44 am: 08. September 2013, 11:07:33 »

Nur  e i n  Erfahrungsbericht:

Im Gutachten war bei mir dahingehend argumentiert, dass das Kind zur Mutter sollte. Es enthielt

-falsche Sachaussagen,
-relevante und nachweisbare Sachverhalte gar nicht,
-logische Inkonsistenzen,
-von den Testmethoden und -ergebnissen nicht getragene oder abweichende Wertungen,
-schlichte Phantastereien,
-keinen Nachweis einer durchgängigen methodischen Qualitätssicherung,
-rechtliche Wertungen, die Aufgabe des Gerichtes gewesen wären.

Einen Zusammenhang zwischen den dargestellten Sachverhalten und der Argumentation pro Mutter vermochte ich nicht zu erkennen. Es war ein wenig mühsam, aber selbst mir als juristischem und psychologischem Laien durchaus möglich, das Gutachten zu hinterfragen und letztendlich anzufechten.

Im Ergebis äußerte auch das Gericht, dass das Gutachten wohl unbrauchbar wäre. Das Kind ist bei mir.   
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« Antwort #45 am: 09. September 2013, 10:15:47 »


Nachdem wir jetzt festgestellt haben, dass in diesem Faden keine sachkundigen oder nicht sachkundigen User, sondern insgesamt nur Laien schreiben, können wir jetzt vielleicht wieder zu einer versachlichten Diskussion zurückkehren und uns wieder mit Inhalten beschäftigen.

Nur  e i n  Erfahrungsbericht:

Im Gutachten war bei mir dahingehend argumentiert, dass das Kind zur Mutter sollte. Es enthielt

-falsche Sachaussagen,
[...]
Im Ergebis äußerte auch das Gericht, dass das Gutachten wohl unbrauchbar wäre. Das Kind ist bei mir.   

Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass auch schlechte Gutachten angefertigt werden. Aber dein Fall ist doch gerade ein Fall, wo ein Gericht gut gearbeitet hat, die Qualität des Gutachtens bewertet und es als unbrauchbar zurückgewiesen und gegen den Vorschlag des Gutachters entschieden hat. Es handelt sich dabei offensichtlich nicht um ein Gefälligkeitsgutachten für das Gericht, denn sonst hätte das Ergebnis des Gutachtens doch der Meinung des Gerichts entsprechen müssen. Hat es aber nicht. Offenbar gibt es auch Gerichte, die ihre Arbeit tun.

Andererseits ist es m.E. selbst für den Laien unübersehbar, dass in der deutschen Familiengerichtsbarkeit Väter systematisch benachteiligt werden. Sie werden ja schon dem Gesetz nach ganz offiziell benachteiligt, in dem man ihnen z.B. das eigentlich grundgesetzlich geschützte  "natürliche" Recht zur Pflege und Erziehung des eigenen Kindes vorenthält. Nur ein Vater braucht die Zustimmung eines Dritten (entweder der Mutter oder seit neuestem eines Richters) um für sein eigenes Kind sorgeberechtigt zu werden. Eine Mutter ist immer für ihr Kind sorgeberechtigt, solange ihr ein Gericht dieses nicht entzogen hat. Und während das Bundesverfassungsgericht es nicht akzeptiert, dass eingetragene Lebenspartner bei der Adoption gegenüber Eheleuten diskriminiert werden, hat es gegen eine Diskriminierung von Vätern nichts einzuwenden.
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« Antwort #46 am: 09. September 2013, 10:56:38 »

...dass in der deutschen Familiengerichtsbarkeit Väter systematisch benachteiligt werden.

Das ist wohl so. Ich habe aber meinerseits i. d. R. vermieden, von meinen Rechten zu reden, sondern von den Auswirkungen von Entscheidungen und Nichtententscheidungen auf Gegenwart und Zukunft meines Kindes. Dem Gericht würde ich in Bezug auf meinen Sohn durchaus Kindeswohlorientierung zugestehen wollen.
   
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« Antwort #47 am: 09. September 2013, 11:35:42 »

Das ist wohl so. Ich habe aber meinerseits i. d. R. vermieden, von meinen Rechten zu reden, sondern von den Auswirkungen von Entscheidungen und Nichtententscheidungen auf Gegenwart und Zukunft meines Kindes. Dem Gericht würde ich in Bezug auf meinen Sohn durchaus Kindeswohlorientierung zugestehen wollen.
Da hast du Glück gehabt. Leider ist die Definition "Kindeswohl" vor Gericht sehr oft pauschal "Mama ist die Beste". Dies gilt ganz besonders bei kleinen Kindern. Manche schreiben, dass bei kleinen Kindern die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass ein Gericht das Kind in eine Pflegeeinrichtung gibt, als dass es zum Vater gegeben wird.
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« Antwort #48 am: 09. September 2013, 12:08:43 »

Da hast du Glück gehabt.

Ja, ich empfinde es als Glück, dass mein Sohn jetzt bei mir lebt... solange er das will. Es ist auch nur der Hinweis, dass es Niederlagen vermeiden helfen könnte, wenn man(n) nicht aus dem Blick verliert, um wen es eigentlich geht...

Aber an sich geht´s hier ja um Gutachter...

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« Antwort #49 am: 04. Dezember 2013, 13:39:47 »

Hallo zusammen,

ich werfe den Link, weil er das gleiche Thema behandelt einfach hier rein und eröffne keinen neuen Thread.

Interessanter Bericht.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2013/gutachter103.html
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