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Autor Thema: Komplizierte Situation  (Gelesen 7722 mal)
Andy Dee
Schon was gesagt
*
Beiträge: 28


« am: 20. März 2012, 12:15:07 »

Hallo,

ich befinde mich - wie ich erfahren habe - in einer Trennungssituation. Anfangs war lediglich eine räumliche Trennung vereinbart. Ich mache arbeite mein Diplom, ab und danach schauen wir, wie es weitergeht.
Mit einem 400€-Job sind mir sehr enge Grenzen gesetzt, so dass ich nach mehreren Absagen ein Wohnangebot eines Bekannt in einer anderen Stadt (weit weg) annahm.
Abgesprochen war, dass ich alle 14 Tage zur Arbeit zu Besuch komme. Hätte also nachts gearbeitet, vormittags ein wenig geschlafen und nachmittags mit gemeinsamem Kind (bald 3) was unternommen.

Bin zum 1.3. nun umgezogen und erfuhr keine Woche später, dass die Beziehung von ihrer Seite bereits seit längerem beendet sei, was sie auch stets kommuniziert hätte. Drei Menschen aus gemeinsamem Bekanntenkreis haben ihre Worte - wie auch ich - deutlich anders verstanden.

Einige Tage vor meinem ersten Besuch habe ich zu hören bekommen, mein väterlicher Besuch könnte zu anstrengend für das Kind sein. Wenn dem so sein sollte, müsse ich mich woanders einquartieren.
Ich habe Kind zwei Nachmittage und drei ganze Tage erlebt. In den ersten drei Tagen nässte Kind ein, was Frau als Indiz für die schädigende Wirkung meiner Anwesenheit wertete.
Sie offenbarte mir dann, sie habe ein Problem mit meiner Anwesenheit in der einst gemeinsamen Wohnung (habe ersten Wohnsitz auf ihren expliziten Wunsch hin verlegt). Ich solle nur noch zum Abholen und Heimbringen die Wohnung betreten.

Nun stehe ich vor dem Problem, dass ich
a) keine Unterkunft im Arbeitsort habe und somit nächtliches Schlafdefizit nicht ausgleichen kann.
b) finanziell außer Stande bin, neben Miete und Bahnkosten noch weitere Kosten zu stemmen.
c) ohne entsprechende Unterkunft nur schwer Raum schaffen kann für Aktivitäten mit Kind.

Was beispielsweise tue ich bei kaltem Regenwetter ohne Dach und Bett nach anstrengendem Nachtdienst?

Frau interessiert das nicht.

Fragen habe ich derlei viele, nur ist diese Situation gerade am dringlichsten.

Was kann ich in meiner vertrackten Situation tun? Mir wurden bereits "preiswerte" Pensionen genannt, die aber entweder mit 40€/Nacht teuer oder belegt sind. Nachdem mir momentan der Boden so halb unter den Füßen entrissen scheint, sehe ich mich einer zunehmend existenziellen und ausweglosen Situation gegenüber. Traurig

Anstatt dass Frau sich freut, dass ich viel machen möchte will sie mich aus ihrem Leben raus haben.
Das Wohl des Kindes besteht in einem von ihr vorgegebenen und definierten Zeitrahmen, super. thumbdown

Ich hoffe auf Anregungen, Tips und Hilfen.
Andy Dee

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tarek
_tarek
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« Antwort #1 am: 20. März 2012, 12:48:51 »

Hallo Andy D.,

willkommen bei Vatersein.

Bist Du mit der Ex verheiratet? Wenn nein, habt Ihr das gemeinsame Sorgerecht für das Kind beim Jugendamt erklärt? Stehst Du im Mietvertrag der Wohnung, die die Ex bewohnt, oder sie allein?

Gruss
Tarek



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jenpa
Nicht wegzudenken
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« Antwort #2 am: 20. März 2012, 12:57:29 »

Hallo Andy ,

was ich nicht verstehe, warum kommst du den expliziten Wünschen deiner EX nach ? Ich wäre an deiner Stelle
nicht so überstürzt ausgezogen.
Was den UG angeht, such dir eine Wohnung (Sozialwohnung?) in der Nähe deines Kindes. Solltest du finanziell nicht in der Lage sein,
gehe zum Amt. Wohngeld oder ergänzende Leistung ist bei deinem Traumgehalt sicher noch drin.
Es gibt auch die Möglichkeit UG-Kosten zu beantragen.

jenpa
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..dem Kind beide Eltern
Andy Dee
Schon was gesagt
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Beiträge: 28


« Antwort #3 am: 20. März 2012, 13:51:25 »

Danke fürs Willkommen hier.

Ich bin mit diesem Menschen verheiratet.
Und ich habe - heute sage ich leider - meinen ersten Wohnsitz verlegt und bin - vermute ich - aus dem Vertrag somit raus.
Hätte ich geahnt, dass sie derart ihr gegebenes Wort bricht...
...ich wäre dort Wohnung geblieben...
...und hätte sie ihren Psychofilm fahren lassen...

Ja, warum komme ich ihren Wünschen nach?
Weil ich davon ausgegangen bin, wir würden gemeinsam und einvernehmlich neue Wege zu einem gemeinsamen Miteinander suchen und finden.
Von einer realen Trennung bin ich nicht ausgegangen.

Wohnraum in der Nähe zu finden ist durchaus problematisch: Ich brauche für die Diplomzeit Ruhe. Da ich die Arbeit in keinen drei Monaten abgeben muss, stehe ich gerade vor dem Nichts relativen.

Da ich Student bin, habe ich bisher nur Wohngeld bekommen. Dies allerdings auch nur nach Unterstützungsnachweisen Dritter und in erbärmlich Umfang (z.B. 35€/Monat).

UG steht für Umgang? Sollte tatsächlich die Möglichkeit bestehen, hier ein wenig Unterstützung zu bekommen?

Es ist echt zum Haare raufen!

Ich falle komplett aus dem System. Nun bleiben noch Kirchengemeinden mit der Hoffnung, dass da wer ein großes Herz hat...
Ich bräuchte mich nur zu exmatrikulieren...
...und schon wäre ich wieder systemkompatibel...

Irgendwas muss da doch noch gehen...

Hätte nie gedacht, dass dieser Mensch einmal derart &%§ handeln würde...

Mir fehlen dafür gesellschaftsfähige Worte!

Ich habe vom Vermieter allerdings noch keine Entlastungsurkunde aus dem einst gemeinsamen Vertrag. Insofern wäre dies möglicherweise eine rechtlich unklare Sachlage?

Gruß
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tarek
_tarek
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« Antwort #4 am: 20. März 2012, 14:34:28 »

Hallo Andy,

dass Ihr verheiratet seid, bedeutet, dass Ihr das gemeinsame Sorgerecht habt. Damit hast Du die gleichen Rechte hinsichtlich des Kindes wie die Mutter - im Prinzip, die Praxis sieht für Väter anders aus. Aber es ist schon einmal eine bessere Ausgangslage als ohne Sorgerecht.
Verheiratetsein bedeutet auch, dass Du unabhängig vom Mietvertrag ein Wohnrecht in der sogenannten "Ehewohnung" hast. Allerdings gilt auch das nur im Prinzip. Tatsächlich kann Dich die Mutter mithilfe des Gewaltschutzparagraphen recht einfach der Wohnung verweisen.

Was Du jetzt machen solltest, ist Dich umfassend und schnell zu informieren und dann genauso schnell zu handeln, bevor die von der Ex geschaffene Situation die Weichen für die Zukunft stellt. Wie ein Teilnehmer gerade hier in einem anderen Thread sinngemäss schrieb, ist der größte Fehler von Vätern, in der Trennungssituation Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen, während die Mütter Fakten schaffen.

Zum ersten Einlesen ist das hier sehr gut:  

trennungsfaq.de

Die Seite gibt eine zunächst drastisch klingende, aber leider zutreffende Beschreibung der Lage für Trennungsväter und wichtige Tipps. Zwei- bis dreimal lesen ist besser als einmal.

Dann solltest Du schnell  - in den nächsten Tagen - zu einer Väterberatung bei Dir vor Ort gehen. Da Du in einer Uni-Stadt lebst, wird es da vermutlich eine geben (kannst ja auch hier nachfragen, ob jemand eine in Deiner Region empfehlen kann). Von "unparteilichen" Beratungsstellen (Jugendamt) etc. kannst Du Dir als Vater keine wirkliche Hilfe erwarten, da sie in der Regel das Kindeswohl aus der Sicht der Mütter sehen..

Die Situation, dass Du in drei Monaten Deine Diplomarbeit abgeben musst, ist extrem ungünstig. An Deiner Stelle würde ich mich bemühen, die Frist bedeutend zu verlängern, ggf. durch Krankschreibung etc. Wenn Dir etwas daran liegt, die Beziehung zu Deinem Kind zu sichern, dann brauchst Du jetzt die Zeit und den Kopf dafür.

Was Du bisher an Fehlern gemacht hast, solltest Du abhaken. Auch was Deine Ex versprochen hat oder nicht, ist irrelevant. Konzentrier Dich lieber auf Deine Beziehung zum Kind und die aktive Gestaltung Deiner Zukunft als Trennungsvater. Dazu gehört, der Ex gegenüber kooperationswillig, aber bestimmt aufzutreten und möglichst schnell von der "Paarebene" auf die "Elternebene" zu finden.

Gruss
Tarek


 

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tarek
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« Antwort #5 am: 20. März 2012, 14:37:14 »

P.S. Selbstverständlich bist Du nicht aus dem Mietvertrag raus, nur weil Du Deinen Wohnsitz verlegt hast. Mietverträge gelten unabhängig vom Wohnort. Das heißt allerdings auch, dass Du ggf. zur Mietzahlung verpflichtet bist - und zwar bis zur vollen Höhe, wenn Deine Ex nicht zahlt.
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brille007
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« Antwort #6 am: 20. März 2012, 15:27:13 »

Moin,

unabhängig von Deinen vertraglichen Verpflichtungen in Sachen Mietvertrag ergibt sich daraus ganz sicher nicht das Recht, wieder in die eheliche Wohnung einzuziehen. Hier hast Du mit Deinem Auszug einfach Fakten geschaffen, die jetzt gelten.

Andererseits: Ihr seid verheiratet; Dein Studium ist eheprägend. Falls Deine DEF also leistungsfähig ist, ist sie Dir ggf. zu Trennungsunterhalt verpflichtet. Vielleicht stellst Du mal ein paar Einkommenszahlen ein.

Mach Dir keinen Kopf über irgendwelche Versprechungen Deiner DEF; das ist nicht verboten und in Rosenkriegen durchaus üblich. Zumindest scheint sie deutlich vor Dir realisiert und kommuniziert zu haben, dass Ihr keine gemeinsame Zukunft mehr habt. Das verschafft einen gewissen Vorsprung. Bring Dich jetzt verstärkt in die Betreuung Eures Kindes ein - nicht mit Sätzen wie "das geht eh nicht" oder "die will das sowieso nicht", sondern als selbstbewusster Vater.

Grüssles
Martin
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Andy Dee
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« Antwort #7 am: 20. März 2012, 16:39:02 »

Puh...

Ich hab den Trennungsbereich der faq gelesen..., mir wird grad schlecht...

Irgendwie schwindet sekündlich meine Lust auf diesen Planeten...
...was tun Menschen nur im "Krieg"...

Das Kindeswohl wird als Trikolore hochgehalten, was immer die Kinder auch brauchen mögen...
...und dann wundern sich Mütter, wenn Väter im Paragraphenwald Nischen suchen...

Ich bin echt sowas von demoralisiert...
Ein Albtraum ist dagegen irgendwie harmlos... mad

Puh, Vaterberatung...
...ich sehe gerade nur Sterne vor mir...

Vaterberatung klingt gut.
Nur wo?
Ich muss mal schauen, ob ich hier in meinem derzeitigen Wohnumfeld oder im alten eine solche finde. Kann mir da sonst wer von Euch weiterhelfen? Gibt es da vielleicht eine hilfreiche Liste?

Ich wollte das Diplom schnell hinter mich bringen - und nun das... cry_smile cry_smile cry_smile
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tarek
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« Antwort #8 am: 20. März 2012, 17:15:42 »

Hallo Andy,

nicht demoralisieren lassen, sondern Optionen klären und handeln. Jammern über die schlimmen Verhältnisse bringt Dir und Deinem Kind nichts.
 
Suche nach Väterberatung: Eröffne einfach einen entsprechenden Thread hier und bitte um Empfehlungen. Wäre sicher hilfreich, wenn Du dabei Deine(n) Wohnort(e) nennen würdest.

Gruss
Tarek

 

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Ingo30
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« Antwort #9 am: 20. März 2012, 18:36:19 »

Hi Andy,

fast alle hier kennen die Problematik aus eigenem Erleben, deshalb kannst Du allein durch das Lesen hier viel mitbekommen bzw. auch gezielt Fragen stellen. Der FAQ ist schon mal sehr hilfreich und es stimmt eigentlich alles was dort drin steht.

Du musst halt für Dich die Prioritäten ordnen. Darin sollte natürlich auch der Umgang mit Deinem Sohn enthalten sein. Das kann fürs erste aber auch dann "nur" Umgang alle 14 Tage bedeuten, wenn Du jetzt durch Dein Studium gebunden bist. Und ja, auch das hat Priorität. Denn Deine berufliche Leistungsfähigkeit solltest Du nicht aufgeben, da mit dem Auszug auch das Thema Kindesunterhalt irgendwann aktuell werden wird.

Ich würde wie folgt vorgehen:

1. Zur Ex: Ihr Verhalten zeigt deutliche Anzeichen auf Kindsbesitzerin. Das wird es nicht leichter machen. Wichtig ist aber, dass Du gerade jetzt die Weichen stellst und nichts einreißen lässt. Das bedeutet konkret: Klarer Umgangsplan wird aufgestellt und verbindlich eingehalten von beiden Seiten. Am besten wäre alle 14 Tage das WE komplett, Freitag 15 Uhr - Sonntag 18 Uhr. Der Umgang findet in Deinem Aufgabenbereich statt. Also ob ihr den Zoo fahrt oder in Deine Wohnung geht, geht die KM nichts an. Das muss ihr auch noch mal deutlich gemacht werden. Den ganzen "Bullshit" von wegen "Stress fürs Kind" kannst Du sofort abhaken, das ist Kindsbesitzerinnen-Bla-Bla.

 Und das ein Kind mit 3 Jahren noch nicht vollständig trocken ist, ist bei den meisten Kindern so. Macht die KM hier weiter keine Anstalten, wird Dich dein nächstre Weg zum zuständigen Jugendamt führen und Du wirst dort ein Vermittlungsgespräch beantragen. Mach das der KM ruhig im Gespräch deutlich, ob sie diesen Weg gehen möchte. Im Normalfall können Eltern bzgl. des Umgangs alles alleine regeln. Hierfür braucht es kein JA und kein Gericht - nur mal gesunden Menschenverstand, der leider bei vielen mit einer Trennung aussetzt.

2. Wohnung / finanzielle Sicherung: Auch hierrauf musst Du ein Auge werfen. Wer hat bei Euch das Geld reingebracht? Arbeitet die KM? Dann ist sie Dir u.U. unterhaltspflichtig. Du könntest einen Anspruch auf Trennungsunterhalt haben. Dazu solltest Du dir bei Deinem Amtsgericht einen Beratungsschein (Kosten 10 Euro) holen und dann einen Anwalt aufsuchen, um hier die entsprechenden Schritte einzuleiten.
Das eine Ex vom Kaliber was Du jetzt beschrieben hast, fürsorglich an den Aktenschrank geht, den Mietvertrag rausholt, ein schönes Schreiben in Word aufsetzt um den Vermieter um Deine Entlassung aus dem Mietvertrag zu bitten, glaube ich weniger. Nimm selber Kontakt mit dem Vermieter auf und schildere die Situation. Das ist sinnvoller.

Die These mit dem Verschenkten Wiedereinzug sehe ich z.B anders. Ihr seid verheiratet, es handelt sich um Eure Ehewohnung. Du stehst im Mietvertrag. Natürlich kannst Du dir wieder Zugang zur Wohnung verschaffen, ob das psychologisch sinnvoll ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Deine Exe kann sich jedenfalls nach 6 Monaten darauf berufen, dass Du unwideruflich ausgezogen bist. Dann ist ein Wiedereinzug nicht mehr möglich.

3. Gesundheit: Es bringt weder Dir noch Deinem Kind etwas, wenn Du dich gesundheitlich ins Aus schießt. Und dies geht schneller als Du denkst, da die Belastungen einer Trennung zu den schlimmsten Erlebnissen überhaupt zählen. Nimm Dir also auch die Zeit auszuschlafen und abzuschalten. Das ist schwer genug, aber auch zwangsläufig nötig. Mit einem geregelten und verlässlichen Umgang ist auch das möglich, ohne dass es für Dein Kind schädlich ist.  Gruß Ingo
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Andy Dee
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« Antwort #10 am: 20. März 2012, 22:01:34 »

Danke für Eure Antworten!

Ich versuch es mal der Reihe nach:

Suche nach Väterberatung: Eröffne einfach einen entsprechenden Thread hier und bitte um Empfehlungen. Wäre sicher hilfreich, wenn Du dabei Deine(n) Wohnort(e) nennen würdest.
Ja, das wäre sehr hilfreich.

Aus dem Gelesenen aber nun noch skeptischer geworden als vorher, halte ich mich lieber bedeckt - wer weiß was noch alles geschehen wird...

Um es Suchmaschinen zu erschweren mag diese Beschreibung reichen: Es hängt unter Wasser an Seegelbooten und verhindert, dass selbige kentern. Dort befindet sich u.a. die Arbeit.
Da ich dort aber nur alle zwei Wochen bin, wäre eine Gruppe hier vor Ort auch interessant. Allerdings besitze ich kein Auto, was die Sache wieder verkompliziert...
Es handelt sich um einen Mann, der statt mit M mit H geschrieben wird und dem Mündern ohne r folgt.

Am 4.4. habe ich einen Termin bei einer Familien- und Eheberatung hier vor Ort. Wieviel ich hier allerdings erreichen kann, weiß ich nicht.

Du musst halt für Dich die Prioritäten ordnen. Darin sollte natürlich auch der Umgang mit Deinem Sohn enthalten sein. Das kann fürs erste aber auch dann "nur" Umgang alle 14 Tage bedeuten, wenn Du jetzt durch Dein Studium gebunden bist. Und ja, auch das hat Priorität. Denn Deine berufliche Leistungsfähigkeit solltest Du nicht aufgeben, da mit dem Auszug auch das Thema Kindesunterhalt irgendwann aktuell werden wird.
Ja, klingt sehr sortiert und vernünftig.

Da Frau Grundsicherung bekommt, werde ich - sollte mal ein entsprechendes Gehalt vorhanden sein - wohl für Frau und Kind zu zahlen haben. Es stehen auf der Gegenseite u.a. frühere Diagnosen wie Borderline im Raum. Auch multitoxisches Konsumverhalten vor vielen Jahren trifft zusammen mit Esstörungen und noch einigen anderen Symptomen zu.

Ich mache mich so nach und nach auf alles (Un)Mögliche gefasst...



Ich würde wie folgt vorgehen:

1. Zur Ex: Ihr Verhalten zeigt deutliche Anzeichen auf Kindsbesitzerin. Das wird es nicht leichter machen. Wichtig ist aber, dass Du gerade jetzt die Weichen stellst und nichts einreißen lässt. Das bedeutet konkret: Klarer Umgangsplan wird aufgestellt und verbindlich eingehalten von beiden Seiten. Am besten wäre alle 14 Tage das WE komplett, Freitag 15 Uhr - Sonntag 18 Uhr. Der Umgang findet in Deinem Aufgabenbereich statt. Also ob ihr den Zoo fahrt oder in Deine Wohnung geht, geht die KM nichts an. Das muss ihr auch noch mal deutlich gemacht werden. Den ganzen "Bullshit" von wegen "Stress fürs Kind" kannst Du sofort abhaken, das ist Kindsbesitzerinnen-Bla-Bla.
Da ich ja leider hier in Kindesnähe keine Wohnung habe, sieht es schwierig aus mit Übernachtungen. Ich hole sie am Freitag von der TM ab. Da ich abends arbeite, bringe ich sie abends wieder zur KM. Dann, darüber ist noch nicht gesprochen, Samstag vormittags bis abends und Sonntag vormittags bis abends.
Dass hinter ihrem Gerede ganz andere Motive stecken, das ist mir inzwischen auch schon aufgegangen... puzzled

Und das ein Kind mit 3 Jahren noch nicht vollständig trocken ist, ist bei den meisten Kindern so. Macht die KM hier weiter keine Anstalten, wird Dich dein nächstre Weg zum zuständigen Jugendamt führen und Du wirst dort ein Vermittlungsgespräch beantragen. Mach das der KM ruhig im Gespräch deutlich, ob sie diesen Weg gehen möchte. Im Normalfall können Eltern bzgl. des Umgangs alles alleine regeln. Hierfür braucht es kein JA und kein Gericht - nur mal gesunden Menschenverstand, der leider bei vielen mit einer Trennung aussetzt.
Das Kind ist sonst ja schon seit Monaten trocken. Aber wenn die KM meint, sie lasse das Kind entscheiden, ob es auf Toilette geht oder nicht, dann muss das Kind sich ziemlich komisch fühlen, wenn es dann in die Hose macht und dem Vater das dann unter die Nase gerieben wird - in seinem Beisein...


2. Wohnung / finanzielle Sicherung: Auch hierrauf musst Du ein Auge werfen. Wer hat bei Euch das Geld reingebracht? Arbeitet die KM? Dann ist sie Dir u.U. unterhaltspflichtig. Du könntest einen Anspruch auf Trennungsunterhalt haben. Dazu solltest Du dir bei Deinem Amtsgericht einen Beratungsschein (Kosten 10 Euro) holen und dann einen Anwalt aufsuchen, um hier die entsprechenden Schritte einzuleiten.
Das eine Ex vom Kaliber was Du jetzt beschrieben hast, fürsorglich an den Aktenschrank geht, den Mietvertrag rausholt, ein schönes Schreiben in Word aufsetzt um den Vermieter um Deine Entlassung aus dem Mietvertrag zu bitten, glaube ich weniger. Nimm selber Kontakt mit dem Vermieter auf und schildere die Situation. Das ist sinnvoller.
Ich habe selber bei der Mietverwaltung ein entsprechendes Schreiben eingereicht, dass ich aus dem Mietvertrag ausscheide.
Vermutlich fassen sich jetzt alle Lesenden an den Kopf...
Leider ging ich bis vor zwei Monaten noch davon aus, dass ich mit einem Menschen verheiratet war...

Die These mit dem Verschenkten Wiedereinzug sehe ich z.B anders. Ihr seid verheiratet, es handelt sich um Eure Ehewohnung. Du stehst im Mietvertrag. Natürlich kannst Du dir wieder Zugang zur Wohnung verschaffen, ob das psychologisch sinnvoll ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Deine Exe kann sich jedenfalls nach 6 Monaten darauf berufen, dass Du unwideruflich ausgezogen bist. Dann ist ein Wiedereinzug nicht mehr möglich.
Bei der beschrieben labilen Seelenlage wäre ein Wiederkehren in die gewesene Wohnung vermutlich mehr als Öl in lodernden Flammen...

3. Gesundheit: Es bringt weder Dir noch Deinem Kind etwas, wenn Du dich gesundheitlich ins Aus schießt. Und dies geht schneller als Du denkst, da die Belastungen einer Trennung zu den schlimmsten Erlebnissen überhaupt zählen. Nimm Dir also auch die Zeit auszuschlafen und abzuschalten. Das ist schwer genug, aber auch zwangsläufig nötig. Mit einem geregelten und verlässlichen Umgang ist auch das möglich, ohne dass es für Dein Kind schädlich ist.  Gruß Ingo
Ja, ich bin momentan wirklich ziemlich am Ende mit meinen Kräften...
Deshalb kann ich auch meinem Wunschziel nicht genügen, Kind an 5 Nachmittagen zu sehen. Nachdem ich derart sperrige Brocken in den Weg geworfen bekommen habe, muss ich wirklich mit meinen Kräften und meiner Gesundheit haushalten...

Möchte sie mich leiden sehen?

Ich froh, dass ich ein Mann bin...

Gruß,
Andy
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« Antwort #11 am: 20. März 2012, 23:29:14 »

Hallo Andy,

Du hast eine PN (private Mitteilung) von mir.

Gruss
Tarek
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« Antwort #12 am: 21. März 2012, 13:47:36 »

Herzlichen Dank Dir, Tarek,

nun muss ich nur noch den Mut aufbringen und telefonieren...
...oder maile ich lieber?

Telefonieren geht schneller denke ich...
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« Antwort #13 am: 21. März 2012, 16:16:43 »

So, Mail ist raus. Hab auch noch eine Telefonnummer bekommen, die probiere ich auch noch aus...
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« Antwort #14 am: 21. März 2012, 16:28:39 »

@Andy und @tarek:

Herzlichen Dank Dir, Tarek,
nun muss ich nur noch den Mut aufbringen und telefonieren...
...oder maile ich lieber?
Telefonieren geht schneller denke ich...
Dürfen andere hilfesuchende Forianer auch erfahren, worum es hier geht?

Grüßung
Marco
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________

Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Andy Dee
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« Antwort #15 am: 21. März 2012, 16:39:57 »

Um den Erstkontakt zu einer Vatergruppe in der nähe meines Wohnortes.

Gruß,
Andy Dee
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« Antwort #16 am: 21. März 2012, 16:54:26 »

Hallo Andy,

ganz klar: Du solltest anrufen, und zwar so oft, bis Du jemand am Apparat hast. Nicht darauf warten, dass die Väterberater sich auf Deine Mail melden (sie arbeiten ehrenamtlich).

Ausserdem: Hast Du schon einen zeitnahen Termin beim örtlichen Jugendamt (am Wohnort des Kindes) vereinbart? Am besten gleich um ein Vermittlungsgespräch zwischen der Kindesmutter und Dir bitten - in den nächsten beiden Wochen, denn es ist dringend. Und vor dem Gespräch beraten lassen und hier im Forum lesen, wie man da als Vater auftritt.

Und Du solltest unbedingt versuchen, möglichst viel Zeit mit Deiner Tochter zu verbringen. Es ist so, dass bei jeglicher Regelung vor Dritten (Jugendamt, Mediation, Gericht) geschaut werden wird, wie der Status quo bei der Betreuung in der letzten Zeit war, insbesondere seit Deinem Auszug. Wenn da wenig war, wirst Du es auch schwer haben, für die Zukunft mehr durchzusetzen. Die 14-Tages-Regelung, die Ihr schon vor Deinem Auszug und der richtigen Trennung vereinbart habt, verheisst da nichts Gutes. Aber Du bist überhaupt nicht darauf festgelegt. Nicht vergessen: Du hast die gleichen Rechte und Pflichten wie die Mutter.
Davon abgesehen wird es der Tochter und Dir vermutlich sehr gut tun und die Verzweiflung bei Dir mindern.

Zu Deinem Unterkunftsproblem am Ort des Kindes: Vielleicht findest Du hier im Forum einen anderen Vater, der Dir Asyl gibt. Den Ort kannst Du ruhig nennen, Du tust ja nichts Verbotenes.

Gruss
Tarek



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« Antwort #17 am: 22. Juli 2012, 15:31:18 »

Kleiner Zwischenbericht...

Habe mich noch im März mit dem VAfK in Verbindung gesetzt und mit dem JA telefoniert...
...lebe inzwischen wieder im Geburtsort des Kindes in einer eigenen Wohnung...
...war ein schwerer Weg aber er hat sich gelohnt...

Nun zeigt sich, dass die Kindsmutter nur angeblich eine eigene Wohnung hier vor Ort als Voraussetzung nannte... Inzwischen will sie keine Erziehungsberatungstermine mehr wahrnehmen, weil sie dort ihren Widerstand gegen das Wohl des Kindes erklären müsste und zu Handlungen zum Wohle des Kindes angehalten würde...

Alles sehr kurrios und spannend...

Wenn ich mir vorstelle, dass ich diesen Menschen vor all solchen möglichen Anschuldigungen (Sie wird später auch, pass auf...) in heilige Watte gepackt hätte... Jede Frau, aber doch nicht diese, dieser so wundervolle Engel auf Erden...
Puh, die Matrix-Pille hat ein böses aber heilsames Erwachen zur Folge...

Mal schauen, wie es weitergeht...
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« Antwort #18 am: 05. August 2012, 10:56:04 »

Hallo zusammen.

Update und anschließende Frage.

Wie beschrieben, schiebt die KM fadenscheinige Argumente in den Raum. Sie sperrt sich vehement gegen einen Ausbau des Umgangs zwischen Tochter und mir.

Hatte vor einigen Wochen auch einen Einzeltermin beim Jugendamt als Beratungsgespräch wahrgenommen.

Zum Monatsende hat die KM nun wider erwartend einem weiteren Erziehungsberatungstermin zugestimmt.

Ich bin der Empfehlung des Psychologen gefolgt, spreche bei Kontakten nur ein Thema an. Er empfahl mir einen direkten Austausch.
Das mir drängendste Thema ist für mich der Ausbau des Umgangs. KM will darüber nicht mit mir reden, nach Alternative gefragt, schlägt sie E-Mail vor.

Ich ersuche Euch um Rat, weshalb ich die letzten E-Mail anonymisiert hier niederlege:

Schrieb ihr am 3.8. eine Mail
Zitat
Hi,
 
melde mich nun via Mal, da es Dein Wunsch war, das Thema auf diesem Weg zu kommunizieren.
 
Um einen altersgerechten und auch wichtigen Ausbau des Kontaktes zwischen Tochter und mir zu ermöglichen, möchte ich - auch in Anlehnung an die Empfehlung des Psychologen der Erziehungsberatung - Tochter zwischen den Wochenenden mindestens einmal sehen.
 
Auf meine erste Anfrage via Mail kam seinerzeit keine Reaktion.
Der Empfehlung des Psychologen folgend, versuchte ich ein persönliches Gespräch am Sonntag, als Tochter Sandmännchen schaute. Du wolltest das Thema erst zum nächsten Erzeihungsberatungstermin ende des Monats dort besprechen.
Da mir aber das Thema wichtig war und ist, schlugst Du die E-Mail als Komunikationsmedium vor.
 
So nun mein Wunsch, auf diesem Weg eine zeitnahe Lösung zu Tochters langfristigem Wohl zu finden.
 
Die vergangene Woche hattest Du keine Zeit. Wie schaut es mit Tochters Zeit in der kommenden Woche aus?
 
Gruß,
Name
Auf Nachfrage via SMS, ob die Mail angekommen ist, führt dann zum gestrigen Beantworten:
Zitat
Hi,
Ich bleibe dabei das ich zur zeit nur den 14 tägigen umgang möchte
der aber ausbaufähig ist nur jetzt eben noch nicht, habe ich auch dem kautz von der beratung gesagt und sage es dir jatzt auch nochmal, ich habe kein vertrauen mehr zu dir, und das muss und möchte ich wieder aufbauen das braucht aber seine zeit und mich unter druck zu setzten und nicht zu akzeptieren was ich sage macht das ganze nicht besser
wenn der termin mit dem berater is können wir darüber nochmal reden.
 

Ich werde mich also an das Jugendamt wenden. Auch wenn der Psychologe meint, ich solle schauen, dass ich alle gewünschten Vereinbarungen zu 100% einhalte, um ihr ein neues Vertrauen zu ermöglichen.
In meinen Augen spielt sie auf Zeit um Tochter so viel wie möglich für sich zu behalten und mich von ihr zugleich fern zu halten...

Habe eben folgende Antwort abgeschickt:
Zitat
Wo hapert es am Vertrauen? Wo kann ich Dich da wie unterstützen?
Mein persönliches Dilemma: Ich stecke in der zunehmend heißen Endphase meiner Diplomarbeit. Aus Studienseite brauche ich also alle Zeit der Welt...
Aus Papaseite möchte ich einen kindgerechteren Kontakt ermöglichen.

Die Haltung dieses Menschen finde ich grotesk. Ich berücksichtige so viele Forderungen und Einschränkungen von ihr und durch sie... Aber letzten Endes reicht nichts. Demnach ist dies hier alles vertane Zeit...? Also noch lange vor der Scheidung ab zum Jugendamt? Wie geht es dann weiter?

Ratloser, trauriger und verbitterter Gruß...
...mit einem Funken Hoffnung...
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TotoHH
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« Antwort #19 am: 05. August 2012, 11:35:25 »

Moin.

Hab gerade die altenPosts ein wenig überflogen. Dabei stellte sich mir die Frage, ob Du bei 14-tägigen Wochenendumgang die Tochter nur tagsüber (evtl. nur an einem Tag?) hast, oder ob es sich um einen "richtigen" WE-Umgang mit Übernachtung handelt?

Wenn auch das nicht, dann würde ich dringendst die notwendigen Schritte zu einer Mindest-Umgangsregelung anleiern, eben bis hin zur gerichtlichen Klärung. Das steht Eurer Tochter und Dir zu! Und aus dem hier geschriebenen kann ich nichts erlesen, was dagegen spricht (außer dem ominösen fehlenden Vertrauen der KM). Also komm in die Puschen, bis das Thema durch ist, sollte auch die Diplom-Arbeit rum sein - und ganz ehrlich, mehr Zeit für ein wenig WE-Umgang und ggf einmal unter der Woche wirst Du später  im Arbeitsleben stehend auch nicht haben!

Solltest Du allerdings schon einen reg. Umgang am WE mit Übernachtung haben, dann würde ich tatsächlich zunächst einmal das Diplom abschließen. Aber anschl ganz schnell eine Umgangsausweitung durchsetzen mit einem Tag unter der Woche, zwei Übernachtungen am WE. Und vergiss nicht nicht die Ferien- und Feiertagsregelungen.

Zum Weg der Durchsetzung des Euch zustehenden Umgangs schmeiß mal die SuFu hier im Forum an mit dem Stichwort "Umgangsdreisprung" an

Gruss, Toto 
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Ingo30
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« Antwort #20 am: 05. August 2012, 11:50:19 »

Hi,

ich seh es auch wie Toto. Wenn Du schon den Mindestumgang alle 2 Wochen hast, ist das okay und jetzt kein Grund Frust zu schieben. Aus meiner Sicht solltest Du dich jetzt erstmal um die Beendigung des Studiums kümmern, danach kannst Du neu angreifen. Auch hier der Tipp, das ganze mal anders zu sehen: Du bemühst Dich sehr - aber die KM will lieber betreuen. Ist doch okay, hast Du mehr Zeit fürs Studium und kannst es so besser durchziehen. Solange der Umgang regelmäßig erfolgt, kein Grund zur Panik. Gruß Ingo
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Andy Dee
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« Antwort #21 am: 05. August 2012, 12:10:11 »

Nein, sie schrieb mir in einer Mail, sie hätte für Übernachtungen bei mir nicht genügend Vertrauen. Sie wolle noch 1 - 2 Monate warten...

Abgesehen davon, dass es hier nicht um Vertrauen sondern um das Wohl der gemeinsamen Tochter geht, frage ich mich, woher sie wissen möchte, dass in 1 - 2 Monaten ihr Vertrauen vorhanden sein wird...?

Ich hab hier eine 50 m²-Wohnung mit separatem Zimmer für die Kleine.

An den Wochenenden, die sie tagsüber bei mir ist, komme ich eh nicht zum Schreiben oder lesen, weil ich innerlich viel zu aufgewühlt bin...

Habe es immer wieder im Guten probiert - zusammen mit der Mutter. Nun scheint es wohl wirklich an der Zeit zu sein, sie auszuklammern und meine Interessen und die Bedürfnisse unserer Tochter in den Mittelpunkt zu stellen.

Reicht da das JA? Die Anwältin, bei der ich mich beraten habe, ist derzeit im Urlaub. Voll doof... Aber ich werde sie kontaktieren und schauen, was möglich und machbar ist.

Muss vor juristischen Schritten das JA aktiv werden - mit gemeinsamen "Verhandlungen"? Das würde wieder "Zeitfressen" bedeutetn, Zeit, die Tochter und mir fehlen und verloren sind...

...irgendwann ist auch ein Traum zu lange her...

Habt lieben Dank für Eure Antworten, die stärken mich ungemein! Is so kacke, so behandelt zu werden...
...und so erschreckend, dass es des "kampfes" bedarf... was sie ihren früheren Worten aus der beziehungsendzeit nach vermeiden wollte...

Wie sind Eure Erfahrungen? Ist bereits in diesem Stadium ein "Griff in die Schmutzwäsche" zu erwarten, oder kann ein solcher Auftakt bereits in eine niveaulose Schlammschlacht münden...?

Würde solche Entwicklung so gerne überflüssig machen, weiß aber keinen Weg (mehr)..., immer wieder warten, wie vom Psychologen empfohlen, kann es kaum sein...
...wenngleich Reste von Hoffnung vorhanden sind...

Werd nachher mal im Forum suchen gehen, danke für den Tipp.

Dankbarer Gruß,
Andy


Nachtrag:
Solange der Umgang regelmäßig erfolgt, kein Grund zur Panik. Gruß Ingo
In den 3 Wochen Urlaub der Tagesmutter rief KM auf einmal an und bot mir 4 Tagsübertage in der letzten Woche an. Ich vermute, das hatte finanzielle Ursachen: Tochter braucht auf Grund ihrer Zöliakie einiges mehr an Finanzkraft für eine gesunde Ernährung...
Die vier Tage waren wie der Himmel auf Erden...! Die Kleine war zum Ende der Zeit hin sowas von glöst und Kind, konnte sich so völlig fallen lassen...

Nun unterbindet die Mutter dieses gewonnene Vertrauen in die Papapräsens... und ich hab bisher dem Rat des Psychologen Rechnung getragen und mich nur neutral verhalten, wenn sie mehr Zeit mit und bei mir verbringen wollte...

Es ist für die Kleine so wichtig, gerade jetzt konstant einen präsenten Papa an ihrer Seite zu wissen... Aber er soll nicht und die Kleine spürt nur etwas, bekommt aber - vom Papa - nichts gesagt... cry_smile
« Letzte Änderung: 05. August 2012, 12:16:38 von Andy Dee » Gespeichert
Andy Dee
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« Antwort #22 am: 06. August 2012, 08:42:06 »

Moin zusammen.

Hab gestern und die Nacht viel gelesen. Nun frage ich mich, wie am sinnvollsten vorgehen:
- Termine beim JA machen und ihr als Vorschläge schriftlich unterbreiten? Wäre dann möglich den SB zu bekommen, den ich beim letzten Termin hatte. Er war zwar Urlaubsvertretung, neinte aber, im Sinne einer konstanten Betreuung und unnötige SB-Wechsel zu vermeide, könne ich - wenn nötig - weitere Termine bei ihm wahrnehmen.
- Sie anschreiben und um Terminvorschläge beim JA anhalten?
- Noch einmal einen Einzeltermin dort wahrnehmen? Keine wirkliche Option, denn bereits beim letzten Termin war in meinen Augen alles gesagt, was zu sagen war. Wenn ich ein Ziel habe, liegt es an mir, mich dafür auch einzusetzen. Das JA, meinte er, könne uns keinen Umgang vorschreiben, das würde auch kein FamGer tun. Wir würden stets angehalten, verantwortlich eine Lösung zum Kindeswohl zu finden...

Zunehmend klarer wird in und für mich: Ich möchte endlich weiterkommen. Ihre nach außen hin gezeigte Hinhaltetaktik ist in meinen Augen mindestens unangemessen und schadet Tochter und mir.

Jetzt nur noch die Frage, wie am besten vorzugehen ist... Noch habe ich auf dem Dachboden einige Dinge dort gelagert, die ich nach Abgabe der Diplomarbeit dort rausholen will. Bisher fragt sie mich nur ab und an, wann ich die Sachen aus der Wohnung (Teile meiner Stereoanlage) und vom Dachboden abhole...

Gruß und Dank für Eure Unterstützung!
Andy
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« Antwort #23 am: 06. August 2012, 15:52:53 »

Hi Andy,

aus der Forenerfahrung zeigt sich, dass Du gerade bei einer KM Deines Kalibers schon den Druck hoch halten musst. Ich denke auch, dass ein JA Vermittlungstermin jetzt wichtig ist - wenn die KM wirklich noch "warten" wil bzw. eine langsame Annäherung haben will (was Dir unter Umständen auch das JA vorschlagen wird) - okay. Dann ist das aber schon mal beim JA protokolliert. Auch wenn das JA auch nichts durchsetzen kann bzw. auf die Kooperation der KM angewiesen ist, hast Du damit dieses "Pflichttor" schon mal abgearbeitet.

Zitat
In den 3 Wochen Urlaub der Tagesmutter rief KM auf einmal an und bot mir 4 Tagsübertage in der letzten Woche an. Ich vermute, das hatte finanzielle Ursachen: Tochter braucht auf Grund ihrer Zöliakie einiges mehr an Finanzkraft für eine gesunde Ernährung...

Auch das ist ein Anzeichen für eine Kindsbesitzerin - denn hier wirst Du nicht in Deiner Vaterrolle ernst genommen, sondern als billiger Babysitter gebraucht, der zu springen hat, wenn sie es will. Auch das geht so nicht. Umgang hat geregelt und planvoll statt zu finden.

Zitat
- Noch einmal einen Einzeltermin dort wahrnehmen? Keine wirkliche Option, denn bereits beim letzten Termin war in meinen Augen alles gesagt, was zu sagen war. Wenn ich ein Ziel habe, liegt es an mir, mich dafür auch einzusetzen. Das JA, meinte er, könne uns keinen Umgang vorschreiben, das würde auch kein FamGer tun. Wir würden stets angehalten, verantwortlich eine Lösung zum Kindeswohl zu finden...

Allein wenn man das so liest, musst Du dir bewußt sein, dass Du es wahrscheinlich mit dem Typus "mütterfreundliches JA" zu tun hast - die Quatsch erzählen. Natürlich kann das Gericht den Umgang festlegen und auch mit Ordnungsmitteln sanktionieren. Das ist ja der Sinn davon. Also JA und dann weiter mit der Anwältin, wenn nichts produktives rauskommt.

Ganz ehrlich: Die Sachen auf dem Dachboden kannst Du abschreiben. Entweder fragst Du nochmal freundlich, ob Du die Sachen abholen kannst oder die KM wird sie als Druckmittel einsetzen oder unbrauchbar machen.

Zitat
Bisher fragt sie mich nur ab und an, wann ich die Sachen aus der Wohnung (Teile meiner Stereoanlage) und vom Dachboden abhole

Hier bitte aber auch der Rat an Dich: Wenn die KM Dich etwas fragt - antworte auch sofort darauf bzw. führe die notwendigen Schritte (Abholen der Sachen) auch sofort aus. In Gesprächen mit KMs wirst Du immer wieder hören, dass diese sich über die Unzuverlässigkeit der Ex-Partner ärgern und das diese ihren (gerechtfertigten) Aufforderungen nicht nachkommen. Also hier solltest Du an Dir arbeiten. Gruß Ingo

« Letzte Änderung: 06. August 2012, 15:56:37 von Ingo30 » Gespeichert
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« Antwort #24 am: 06. August 2012, 16:53:20 »

Moin Ingo

Auch das ist ein Anzeichen für eine Kindsbesitzerin - denn hier wirst Du nicht in Deiner Vaterrolle ernst genommen, sondern als billiger Babysitter gebraucht, der zu springen hat, wenn sie es will. Auch das geht so nicht. Umgang hat geregelt und planvoll statt zu finden.
Das ist sehr trefflich formuliert. Da Tochter Zöliakie hat, trieb das Einnehmen aller Malzeiten daheim die Kosten in große Höhen, was die Geldprobleme der KM massiv zu vergrößern schien...
Da war ich eine willkommene Abwechslung, denn meine finanzielle Lage war und ist entspannter, wenngleich durchaus als ärmlich zu bezeichnen.

Ich bemühe mich jedoch, Gelder zusammenzuhalten und Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Ausnahme sind der Bereich Uni und Ernährung.

Worin sie aber groß ist: Mich fragen, wenn wieder mal eine Einladung auf Tochters WE mit PApa liegt, ob ich da ausweichen kann...
Wie großzügig war es da von KM, dass Tochter und mir gemeinsame Zeit an Tochters Geburtstag gewährt wurde..., da hatte sie eh nichts Besonderes vor...



Hier bitte aber auch der Rat an Dich: Wenn die KM Dich etwas fragt - antworte auch sofort darauf bzw. führe die notwendigen Schritte (Abholen der Sachen) auch sofort aus. In Gesprächen mit KMs wirst Du immer wieder hören, dass diese sich über die Unzuverlässigkeit der Ex-Partner ärgern und das diese ihren (gerechtfertigten) Aufforderungen nicht nachkommen. Also hier solltest Du an Dir arbeiten.
Sie gab mir vor einigen Wochen die Schlüssel für Dachboden und Keller.
Als ich noch Zeit hatte, schleppte ich mit 2x mit nem Freund so viel wie ging vom Dachboden (8. Stock) runter und fuhren es in meine neue Wohnung. Der Fahrstuhl war defekt.

Nach dessen Reperatur habe ich nun bis zur Abgabe der Arbeit keine Zeit, da ich durch die ganze Hin- und Hergezieherei, Besuchs- und Arbeitsreisen und die zahllosen Ämterkonversationen (HarzIV als Härtefall zum Beendigen der Ausbildung auf Darlehen in Kombination mit WoGe) viel Zeit und Kraft verloren habe...

Es ist so sonderbar, dass wir auf manchen Ebenen manchmal super gut zusammenarbeiteten und dann auf anderen wieder gar nicht...



Mache ich einen Termin beim JA und unterrichte die KM von Selbigem?
Einerseits will ich Eskalation vermeiden, andererseits muss sich etwas ändern!

Ätzend, so "Mann" zu sein, dass Mann in der Frau den Drachen so konsequent zu ignorieren im Stande ist...
...wie kommt nur das Feuer aus Samptpfote... c

Gruß,
Andy
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