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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 08:26:23 *
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Autor Thema: Wie mit der Situation umgehen  (Gelesen 801 mal)
Synonym
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« am: 10. Februar 2012, 14:54:44 »

Hallo
Auf der Suche nach einer Antwort auf mein Fragezeichen im Kopf, bin ich auf diese Seite gestossen. Ich bin mit meinem Partner nun seit 5 Jahren zusammen. Kennengelernt haben wir uns seinerzeit über Internet. Mein Partner war da seit ungefähr 3/4 Jahren von seiner Ex getrennt (unverheiratet) . Zusammen mit ihr hat er eine heute 10jährige Tochter. Die Ex bewohnt das Eigenheim zusammen mit ihren beiden Kindern (ein weiterer Sohn aus früherer Ehe). Das Eigenheim, das man seinerzeit gekauft und liebevoll umgebaut und eingerichtet hatte (mit Stallung und Pferden auf Wunsch der Ex), ist, nachdem sie meinen Partner nach einem angeblichen "Burnout" vor die Tür gesetzt hatte, in ihre Hände übergegangen. Das vermeintliche "Burnout" ist einige Monate später ins schöne Eigenheim eingezogen. Die Vorgeschichte nur deshalb, damit ihr euch einen Überblick schaffen könnt.

Nun ist es so. Die Tochter meines Partner, ziemlich laut und ziemlich selbstsicher und selbstbewusst für ihr Alter, aber eigentlich ein wunderbar liebenswertes Kind, ist Papas Prinzessin. An und für sich finde ich das ja eigentlich OK. Nur eben verhält sich das so, dass er seine Kleine unendlich verwöhnt und ihr keine Grenzen setzt, was bei uns immer wieder zu heftigem Streit geführt hat.unter anderem so, dass er gegenüber der Ex kuscht (ist mein Empfinden)
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Synonym
vj
_vj
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 246



« Antwort #1 am: 10. Februar 2012, 15:05:37 »

Hallo und Willkommen!

Verstehe schon ungefähr, was Dein Problem ist, aber ich fürchte, ich kann Dir nur eines sagen:
ER ist der Vater des Kindes und wie er mit seiner Tochter umgeht, ist seine Sache.
Solange keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, hat kein Außenstehender (und das bist Du in der Vater-Kind-Beziehung) dazu etwas zu sagen.

Wie weit sein Verhalten eure Beziehung beeinflußt, ist etwas, was ihr zwischen euch zwei Erwachsenen regeln müßt.

Sind sehr harte Worte, ich weiß, aber es ist die Realität.

lg
vj
« Letzte Änderung: 10. Februar 2012, 15:07:16 von vj » Gespeichert

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
brille007
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.404



« Antwort #2 am: 10. Februar 2012, 15:59:22 »

Moin,

auch ich kann Dich gut verstehen - aber genauso gut Deinen Partner: Wenn die Umgangssituation mit seiner Tochter dem deutschen "Standardumgang" entspricht, also etwa jedes zweite Wochenende zwei Tage lang, würde ich an seiner Stelle auch vor allem dafür sorgen, als Spasspapa mit meinem Kind eine gute Zeit zu haben und es nach Kräften zu verwöhnen - und nicht etwa in dieser kurzen Zeit auch noch Hausaufgaben zu machen oder ihr den Sinn von Aufräumen und Ordnung zu erklären: Das kann sie schliesslich täglich bei Muddi haben.

Andererseits: Wenn sie an 2 von 14 Tagen bei Euch ist, wird das Euer Leben als Paar nicht wirklich durcheinanderbringen.

Grüssles
Martin
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Beppo
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11.168


Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #3 am: 10. Februar 2012, 21:49:22 »

Moin.
Die Grenzlinie, die ich verteidigen würde, ist schlechtes Benehmen dir gegenüber.

Wie die anderen schon sagten, würde ich mich aus dem Verhältnis zwischen Vater und Tochter soweit wie möglich raus halten aber sobald sie sich dir gegenüber daneben benimmt, hast du einen eigenen Anspruch das zu unterbinden.
Zur Fußmatte musst du dich nicht machen lassen.

Gruss Beppo
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
Synonym
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 14. Februar 2012, 11:21:42 »

Oops, mein Beitrag ist zu früh ins Netz geraten. Wollte doch noch weiter schreiben  : Na dann los, muss ich sofort richtigstellen!

Mit der Kleinen verstehe ich mich wunderbar! Nach dem Chaos, das ihre Mutter ihr vorlebt (ständig wechselnde Partner und somit ständig wechselnde Bezugspersonen; zudem stehen beruflicher Erfolg und entsprechendes Ansehen auf Augenhöhe mit dem Kind), bemerke ich, dass sie Strukturen sucht. Ich habe auch das Gefühl, dass sie mir nicht böse ist, wenn ich ihr Grenzen setze.

Das wahre Problem ist eher das Verhalten des Vaters gegenüber der Kindsmutter. Ich habe das Gefühl, dass er noch immer an alten Verhaltensmuster festhält. Offenbar war sie eine ziemliche Domina und diese  drückt noch heute durch. Um das mal ein bisschen klarer auszudrücken, ich finde, mein Partner kuscht seiner Ex-Partnerin gegenüber. So zum Beispiel war es lange so, dass wenn wir zu dritt in die Ferien fuhren, musste die Kleine ihrer Mutter auf deren Wunsch täglich anrufen. Meine Meinung aber war, dass dies wohl kaum unseren Bedürfnissen - im Wesentlichen meinen Bedürfnisse entsprechen könne, da ich vorhätte, die Ferien mit ihm und seiner Tochter zu verbringen und nicht die Präsenz (auch wenn es "nur" telefonisch ist) der Mutter täglich möchte. Das hat er dann jeweils so ausgelegt, dass die Kindsmutter schon immer so war und er das dem Frieden zuliebe einfach so akzeptiere. Er möge mit seiner Ex nicht mehr stürmen. Nach etlichen Diskussionen und ziemlich Geschirr, das im Laufe der Zeit zerbrochen wurde, habe ich mich soweit durchsetzen können, dass die Telefonpräsenz auf 1 - 2 mal wöchentlich eingeschränkt werden konnte.

Was mich stört, ist, dass ich das Gefühl habe, mir in dieser Beziehung alles mühsam erarbeiten zu müssen. Meine Ansicht ist, dass wir drei uns wohl fühlen sollten, wenn wir zusammen sind. Die Kindsmutter sollte sich doch eigentlich nach uns richten und nicht wir nach ihr. Oder? Meines Erachtens stelle ich Forderungen, die sehr wohl in vertretbarem Rahmen liegen.
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Synonym
bagger1975
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 624


« Antwort #5 am: 14. Februar 2012, 11:41:58 »

Servus Synonym,

ganz ehrlich. Was gehen Dich die Telefonkontakte des 10-jährigen Kindes mit Mama während der Papa-Umganszeit an? Richtig, eigtl. nichts. Wenn das schon immer so gehandhabt wurde sehe ich überhaupt kein Problem und solltest v.a. Du Dich nicht einmischen, auch wenn ich tägl. Telefonieren persönlich auch nicht gut finde.

Aber deswegen ein Fass aufmachen und unnötigen Streit provozieren? Nee, der KV sieht das m.E. schon richtig und hat seine souveräne Haltung m.E. auch nichts mit "Kuschen" o.ä. zu tun...

Ein "Forderungsrecht" Deinerseits kann im Übrigen nicht erkannt werden...

Viele Grüsse   
« Letzte Änderung: 14. Februar 2012, 11:47:08 von bagger1975 » Gespeichert

Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig!*

*frei nach Seneca
limi
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #6 am: 14. Februar 2012, 11:45:42 »

Ich verstehe nicht, was für einen  Problem du damit hast, dass das Kind KM anruft? Die Telefonkosten sollen sich doch in Grenzen halten? Mein Kind ruft mir auch jeden Tag an, wenn Sie nicht da ist. Hätte man ihr das verboten, würde sie rebellieren . Selbst ich wenn ich weg bin, Rufe meine Angehörige jeden Tag an, und ich bin längst Volljährig. Wenn das in deine Familie anders war, bedeutet nicht, dass alle so wie du sind.
Soll kein Vorwurf sein, ich verstehe dich nur nicht.
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vj
_vj
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 246



« Antwort #7 am: 14. Februar 2012, 11:52:11 »

Hi Synonym,

Kann mich nur wiederholen:
Ich verstehe Dich...
(auch wenn mein Partner sich da ganz anders verhalten hat und wir beide das "Einmischen" der KM nur wegen dem Kind zugelassen haben)

Trotzdem mußt Du dich damit abfinden, dass Deine Stimme in dieser Sache absolut nichts zählt.
Als Next muss man mit solchen Dingen leben lernen.

Und ob man mit der Art, wie der Partner das handhabt, einverstanden ist oder nicht, das spielt keine Rolle.
Es ist seine Sache.

Eine Grenze mußt Du ziehen, wenn Du persönlich angegriffen wirst (wie Beppo schon gesagt hat).
Aber bei allem anderen mußt Du dich raushalten.

lg & viel Kraft!

vj
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Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
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Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #8 am: 14. Februar 2012, 11:59:38 »

na ja, geht mich doch schon etwas an, wenn die Telefonate auf das Handy meines Partner gehen, mit welchem ich vielleicht gerade ein Glas Wein trinke oder wo wir zu dritt ev. ein Spiel zusammen spielen. Er nimmt das Tel. dann entgegen und führt mit der KM noch ein bisschen Small-Talk. Ich weiss, tönt sehr nach Eiversucht. Ich empfinde das aber einfach eher so, dass KM klar Präsenz markiert und mein Partner geht voll darauf ein.
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Synonym
Franzi73
Rege dabei
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 193


« Antwort #9 am: 14. Februar 2012, 12:36:42 »

Hallo,

also ich kann das auch sehr gut verstehen.

Wenn dich das so stört und deinen Mann nicht, versucht doch mal einen Kompromiss zu finden. 1. Sag ihm (möglichst ruhig) das es dich nervt und schlage 2. doch vor z.B. im Urlau "nur" aller 3 Tage Telefonkontakt zu haben. Bei den WE wo die Kleine bei euch ist kann man ja eine feste Zeit ausmachen.

Bei uns läuft es total anders. Die KM von Stieftöchterchen schickt max. ne SMS wo der Übergabeplatz ist. Soviel Desinteresse am eigenen Kind erstaunt mich.

Franzi
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brille007
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.404



« Antwort #10 am: 14. Februar 2012, 12:42:37 »

Moin,

na ja, geht mich doch schon etwas an, wenn die Telefonate auf das Handy meines Partner gehen, mit welchem ich vielleicht gerade ein Glas Wein trinke oder wo wir zu dritt ev. ein Spiel zusammen spielen.
was ist eigentlich so schwer daran, ein Mobiltelefon - gerade im Urlaub - einfach mal auszuschalten? Für die (auch unangenehmen) Folgen des Wahns von der ständigen Erreichbarkeit ist jeder selbst verantwortlich.

Grüssles
Martin
(der seine Aus-Taste seit seinem ersten Handy im Jahr 1994 beherrscht)
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Beppo
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Geschlecht: Männlich
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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #11 am: 14. Februar 2012, 17:57:05 »

na ja, geht mich doch schon etwas an, wenn die Telefonate auf das Handy meines Partner gehen, mit welchem ich vielleicht gerade ein Glas Wein trinke oder wo wir zu dritt ev. ein Spiel zusammen spielen. Er nimmt das Tel. dann entgegen und führt mit der KM noch ein bisschen Small-Talk.
Mit wem er wann in deiner Gegenwart telefoniert, musst du mit ihm ausmachen und nicht mit seiner Tochter.
Sie kann nicht wissen, dass ihr gerade ein Glas Wein auf dem Tisch habt.
Genauso wenig, wie jeder andere Anrufer.
Allerdings würde ich ihn dann auch eher darum bitten, das Fon ganz aus zu machen, als selektiv nur seine Tochter abzuwimmeln.


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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
midnightwish
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Beiträge: 7.774



« Antwort #12 am: 14. Februar 2012, 18:37:36 »

@ limi:

zwar OT, aber darf denn der vater auch jeden Tag euer Kind anrufen?
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
limi
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #13 am: 15. Februar 2012, 00:05:58 »

Warum soll er nicht anrufen dürfen? Muss selbstverständlich Bedenken, dass man wärend der Schulunterricht nicht auf Handy anrufen. Das ärgert die Tochter schon, weil wenn sie vergisst Handy auszumachen, und es im Unterricht klingelt, gibt es Prodme.
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